Zonibon 50 mg-Hartkapseln

Abbildung Zonibon 50 mg-Hartkapseln
Wirkstoff(e) Zonisamid
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller G.L. Pharma GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 08.08.2016
ATC Code N03AX15
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Antiepileptika

Zulassungsinhaber

G.L. Pharma GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Zonibon enthält den Wirkstoff Zonisamid und wird als Antiepileptikum eingesetzt.

Zonibon wird zur Behandlung von epileptischen Anfällen angewendet, die einen Teil des Gehirns betreffen (fokale Anfälle) und denen unter Umständen ein weiterer Anfall folgt, der das gesamte Gehirn betrifft (sekundäre Generalisierung).

Zonibon kann angewendet werden:

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Zonibon darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Zonisamid oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • wenn Sie allergisch gegen andere Arzneimittel aus der Gruppe der Sulfonamide sind. Beispiele daf√ľr sind: Sulfonamid-Antibiotika, Thiazid-Diuretika und zur Behandlung der Zuckerkrankheit (Diabetes) eingesetzte Sulfonylharnstoffe.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Zonibon geh√∂rt zu einer Gruppe von Arzneimitteln (Sulfonamide), die zu schwerwiegenden allergischen Reaktionen, schwerwiegenden Hautausschl√§gen und Erkrankungen des Blutes f√ľhren k√∂nnen, die in sehr seltenen F√§llen t√∂dlich sein k√∂nnen (siehe Abschnitt 4. ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚Äú).

In Verbindung mit der Zonibon-Behandlung sind schwere Hautausschläge und auch Fälle von Stevens-Johnson-Syndrom aufgetreten.

Die Anwendung von Zonibon kann zu hohen Konzentrationen von Ammoniak im Blut f√ľhren, die eine Ver√§nderung der Hirnfunktion hervorrufen k√∂nnen, insbesondere, wenn Sie zus√§tzlich andere Arzneimittel einnehmen, die den Ammoniakspiegel erh√∂hen k√∂nnen (zum Beispiel Valproat), an einer genetischen St√∂rung leiden, die eine √ľberm√§√üige Ansammlung von Ammoniak im K√∂rper verursacht (St√∂rung des Harnstoffzyklus), oder Leberprobleme haben. Wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt, wenn Sie w√§hrend der Einnahme von Zonibon ungew√∂hnlich schl√§frig oder verwirrt werden.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Zonibon einnehmen, wenn Sie

  • Zonibon einem Kind geben, das j√ľnger als 12 Jahre ist, da f√ľr Ihr Kind ein erh√∂htes Risiko f√ľr verminderte Schwei√übildung, Hitzschlag, Lungenentz√ľndung und Leberprobleme bestehen kann. Wenn Ihr Kind j√ľnger als 6 Jahre ist, wird eine Behandlung mit Zonibon nicht empfohlen.
  • ein √§lterer Patient sind, da Ihre Zonibon-Dosis m√∂glicherweise angepasst werden muss und Sie m√∂glicherweise eher eine allergische Reaktion, einen schwerwiegenden Hautausschlag, ein Anschwellen der F√ľ√üe und Beine sowie Juckreiz entwickeln, wenn Sie Zonibon einnehmen (siehe Abschnitt 4. ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚Äú).
  • an Leberproblemen leiden, da Ihre Zonibon-Dosis m√∂glicherweise angepasst werden muss.
  • Augenproblem, wie z.B. ein Glaukom, haben.
  • an Nierenproblemen leiden, da Ihre Zonibon-Dosis m√∂glicherweise angepasst werden muss.
  • fr√ľher an Nierensteinen gelitten haben, da Ihr Risiko, weitere Nierensteine zu entwickeln, erh√∂ht sein kann. Verringern Sie das Risiko von Nierensteinen, indem Sie ausreichende Mengen an Wasser trinken.
  • in einer warmen Gegend leben oder Urlaub machen. Zonibon kann dazu f√ľhren, dass Sie weniger schwitzen und sich so Ihre K√∂rpertemperatur erh√∂ht. Verringern Sie das Risiko einer √úberw√§rmung, indem Sie ausreichende Mengen an Wasser trinken und daf√ľr sorgen, dass Ihnen nicht zu warm wird.
  • untergewichtig sind oder viel abgenommen haben, da Zonibon dazu f√ľhren kann, dass Sie noch mehr an Gewicht verlieren. Informieren Sie Ihren Arzt, da dies m√∂glicherweise √ľberwacht werden muss.
  • schwanger sind oder werden k√∂nnten (weitere Informationen siehe Abschnitt ‚ÄěSchwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsf√§higkeit‚Äú).

Wenden Sie sich an Ihren Arzt, bevor Sie Zonibon einnehmen, wenn einer dieser Warnhinweise auf Sie zutrifft.

Kinder und Jugendliche

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt √ľber folgende Risiken:

Vorbeugung vor √úberhitzung und Austrocknung bei Kindern
Zonibon kann bei Ihrem Kind zu verminderter Schwei√übildung und damit zur √úberhitzung des K√∂rpers f√ľhren. Wird Ihr Kind nicht behandelt, kann es zu Hirnsch√§den mit t√∂dlichem Verlauf kommen. Die gr√∂√üte Gefahr f√ľr Kinder besteht bei hei√üem Wetter.

Beachten Sie während der Behandlung Ihres Kindes mit Zonibon bitte folgende Vorsichtsmaßnahmen:

  • Ihrem Kind darf es nicht zu warm werden, vor allem wenn es hei√ü ist.
  • Ihr Kind soll k√∂rperliche Anstrengung meiden, vor allem wenn es hei√ü ist.
  • Geben Sie Ihrem Kind viel kaltes Wasser zu trinken.

Ihr Kind darf keines der folgenden Arzneimittel einnehmen: Carboanhydrasehemmer (wie Topiramat und Acetazolamid) und anticholinerge Arzneimittel (wie Clomipramin, Hydroxyzin, Diphenhydramin, Haloperidol, Imipramin,

Oxybutynin).

Wenn sich die Haut Ihres Kindes sehr hei√ü anf√ľhlt und nur eine geringe oder gar keine Schwei√üabsonderung auftritt oder wenn das Kind Verwirrtheitszust√§nde zeigt, Muskelkr√§mpfe oder einen beschleunigten Puls oder eine beschleunigte Atmung hat:

  • Bringen Sie Ihr Kind an einen k√ľhlen, schattigen Platz.
  • Befeuchten Sie die Haut des Kindes mit k√ľhlem (nicht kaltem) Wasser.
  • Geben Sie Ihrem Kind kaltes Wasser zu trinken.
  • Suchen Sie dringend einen Arzt auf.
  • K√∂rpergewicht: Kontrollieren Sie das Gewicht Ihres Kindes jeden Monat und suchen Sie sobald wie m√∂glich Ihren Arzt auf, wenn Ihr Kind nicht gen√ľgend an Gewicht zunimmt. Die Anwendung von Zonibon bei Kindern mit Untergewicht oder geringem Appetit wird nicht empfohlen und Zonibon muss bei Kindern mit einem K√∂rpergewicht unter 20 kg mit Vorsicht angewendet werden.
  • √úbers√§uerung des Blutes und Nierensteine: Sorgen Sie zur Senkung dieser Risiken daf√ľr, dass Ihr Kind ausreichend Wasser trinkt und keine anderen Arzneimittel, die zur Nierensteinbildung f√ľhren k√∂nnten, einnimmt (siehe Abschnitt ‚ÄěEinnahme von Zonibon zusammen mit anderen Arzneimitteln‚Äú). Ihr Arzt wird den Bikarbonat-Blutspiegel Ihres Kindes und seine Nierenfunktion regelm√§√üig kontrollieren (siehe auch Abschnitt
    4. ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚Äú).

Dieses Arzneimittel darf Kindern unter 6 Jahren nicht gegeben werden, da bei Patienten dieser Altersgruppe nicht bekannt ist, ob der potenzielle Nutzen der Behandlung die Risiken √ľbersteigt.

Einnahme von Zonibon zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

  • Zonibon darf bei Erwachsenen bei gleichzeitiger Behandlung mit Arzneimitteln, die Nierensteine verursachen k√∂nnen, wie zum Beispiel Topiramat oder Acetazolamid, nur mit Vorsicht angewendet werden. Die Anwendung dieser Arzneimittelkombination bei Kindern wird nicht empfohlen.
  • Zonibon k√∂nnte m√∂glicherweise die Blutspiegel von Arzneimitteln wie Digoxin und Chinidin erh√∂hen, so dass deren Dosis unter Umst√§nden reduziert werden muss.
  • Andere Arzneimittel wie Phenytoin, Carbamazepin, Phenobarbital und Rifampicin k√∂nnen die Blutspiegel von Zonibon vermindern. Dies kann eine Anpassung Ihrer Zonibon-Dosis erforderlich machen.

Einnahme von Zonibon zusammen mit Nahrungsmitteln

Zonibon kann mit oder ohne Nahrungsmittel eingenommen werden.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Frauen im geb√§rf√§higen Alter m√ľssen w√§hrend einer Zonibon-Behandlung und bis einen Monat nach deren Beendigung geeignete empf√§ngnisverh√ľtende Methoden anwenden.

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat. Sie d√ľrfen Ihre Behandlung nicht ohne Absprache mit Ihrem Arzt beenden.

Sie d√ľrfen Zonibon w√§hrend der Schwangerschaft nur einnehmen, wenn Ihr Arzt Sie dazu anweist. Untersuchungen haben gezeigt, dass bei Kindern von Frauen mit Antiepileptika- Behandlung ein erh√∂htes Risiko f√ľr angeborene Fehlbildungen besteht. Eine Studie zeigte, dass S√§uglinge von M√ľttern, die w√§hrend der Schwangerschaft Zonisamid anwendeten, kleiner waren, als f√ľr ihr Alter zur Geburt zu erwarten war, verglichen mit S√§uglingen von M√ľttern, die mit Lamotrigin behandelt wurden. Stellen Sie sicher, dass Sie ausf√ľhrlich √ľber die Risiken und den Nutzen der Anwendung von Zonisamid zur Behandlung von Epilepsie w√§hrend der Schwangerschaft informiert sind.

Stillen Sie nicht, wenn Sie Zonibon einnehmen und bis einen Monat nach dem Absetzen von Zonibon.

Über die Wirkungen von Zonisamid auf die menschliche Fortpflanzungsfähigkeit liegen bisher keine klinischen Daten vor. Tierexperimentelle Untersuchungen haben Veränderungen der Fertilitätsparameter gezeigt.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsf√§higkeit und Verkehrst√ľchtigkeit beeintr√§chtigen.

Zonibon kann Ihr Konzentrationsverm√∂gen und Ihr Reaktionsverm√∂gen beeinflussen und dazu f√ľhren, dass Sie sich schl√§frig f√ľhlen. Dies gilt insbesondere zu Beginn Ihrer Behandlung oder nach einer Dosiserh√∂hung. Seien Sie beim Lenken eines Fahrzeugs oder beim Bedienen von Maschinen besonders vorsichtig, wenn Zonibon Sie in dieser Form beeintr√§chtigt.

Zonibon enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enthalt weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Hartkapsel, d.h. es ist nahezu ‚Äěnatriumfrei‚Äú.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis f√ľr Erwachsene betr√§gt

Bei Einnahme von Zonibon allein (Monotherapie):

  • Die anf√§ngliche Dosis betr√§gt 100 mg einmal t√§glich.
  • Diese Dosis kann in zweiw√∂chentlichen Abst√§nden um bis zu 100 mg erh√∂ht werden.
  • Die empfohlene Dosis betr√§gt 300 mg einmal t√§glich.

Bei Einnahme von Zonibon zusammen mit anderen Antiepileptika:

  • Die anf√§ngliche Dosis betr√§gt 50 mg t√§glich, aufgeteilt in zwei gleiche Einzeldosen von je 25 mg.
  • Diese Dosis kann in ein- bis zweiw√∂chentlichen Abst√§nden um bis zu 100 mg erh√∂ht werden.
  • Die empfohlene t√§gliche Gesamtdosis liegt zwischen 300 mg und 500 mg.
  • Manche Menschen sprechen m√∂glicherweise bereits auf geringere Dosierungen an. Die Dosis kann langsamer erh√∂ht werden, wenn Sie an Nebenwirkungen leiden, √§lter sind oder wenn Sie Nieren- oder Leberprobleme haben.

Anwendung bei Kindern (6 bis 11 Jahre) und Jugendlichen (12 bis 17 Jahre) mit einem Körpergewicht von mindestens 20 kg:

  • Die Anfangsdosis betr√§gt 1 mg pro kg K√∂rpergewicht einmal t√§glich.
  • Diese Dosis kann in Abst√§nden von einer bis zwei Wochen um 1 mg pro kg K√∂rpergewicht erh√∂ht werden.
  • Die empfohlene Tagesdosis betr√§gt 6 bis 8 mg pro kg K√∂rpergewicht bei einem Kind mit einem K√∂rpergewicht von bis zu 55 kg oder 300 bis 500 mg bei einem Kind mit einem K√∂rpergewicht √ľber 55 kg (je nachdem, welche Dosis niedriger ist) und wird einmal t√§glich eingenommen.

Beispiel: Ein Kind mit einem Körpergewicht von 25 kg soll in der ersten Woche eine Dosis von 25 mg einmal täglich einnehmen und anschließend die Tagesdosis zu Beginn jeder Woche um 25 mg erhöhen, bis eine Tagesdosis zwischen 150 und 200 mg erreicht ist.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Zonibon zu stark oder zu schwach ist.

  • Zonibon-Kapseln m√ľssen als Ganzes mit Wasser eingenommen werden.
  • Kauen Sie die Kapseln nicht.
  • Zonibon kann ein- oder zweimal t√§glich nach Anweisung des Arztes eingenommen werden.
  • Wenn Sie Zonibon zweimal t√§glich einnehmen, nehmen Sie die eine H√§lfte der Tagesdosis morgens und die andere H√§lfte abends ein.

Wenn Sie eine größere Menge von Zonibon eingenommen haben als Sie sollten

Wenn Sie mehr Zonibon eingenommen haben, als Sie sollten, teilen Sie es sofort einer Betreuungsperson (Verwandter oder Freund), Ihrem Arzt oder Ihrem Apotheker mit oder wenden Sie sich an die Notaufnahme des nächsten Krankenhauses. Nehmen Sie dabei Ihr Arzneimittel mit. Sie könnten möglicherweise schläfrig werden oder das Bewusstsein verlieren. Es kann außerdem zu Übelkeit, Magenschmerzen, Muskelzuckungen, unfreiwilligen Augenbewegungen, einem Schwächeanfall, verlangsamtem Herzschlag, verminderter Atmung und eingeschränkter Nierenfunktion kommen. Versuchen Sie nicht, selbst zu fahren.

Wenn Sie die Einnahme von Zonibon vergessen haben

  • Wenn Sie die Einnahme einer Dosis vergessen haben, machen Sie sich keine Sorgen; nehmen Sie die n√§chste Dosis zum gewohnten Zeitpunkt ein.
  • Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Zonibon abbrechen

  • Zonibon ist f√ľr die langfristige Einnahme vorgesehen. Verringern Sie die Dosis nicht und setzen Sie Ihre Arzneimittel nicht ab, es sei denn, der Arzt hat Sie dazu angewiesen.
  • Wenn Ihr Arzt Ihnen r√§t, Zonibon abzusetzen, wird er Ihre Dosis schrittweise reduzieren, um das Risiko vermehrter Anf√§lle zu senken.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Zonibon geh√∂rt zu einer Gruppe von Arzneimitteln (Sulfonamide), die zu schwerwiegenden allergischen Reaktionen, schwerwiegenden Hautausschl√§gen und Erkrankungen des Blutes f√ľhren k√∂nnen, die in √§u√üerst seltenen F√§llen t√∂dlich sein k√∂nnen.

Wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt, wenn Sie

  • Schwierigkeiten beim Atmen, ein geschwollenes Gesicht, geschwollene Lippen oder Zunge oder einen starken Hautausschlag bekommen, da diese Beschwerden darauf hindeuten k√∂nnen, dass Sie eine schwerwiegende allergische Reaktion haben.
  • Anzeichen f√ľr eine √úberw√§rmung des K√∂rpers zeigen ‚Äď d.h. eine hohe K√∂rpertemperatur bei geringer oder fehlender Schwei√üabsonderung, beschleunigten Herzschlag und beschleunigte Atmung, Muskelkr√§mpfe und Verwirrtheit.
  • Gedanken daran haben, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen. Eine geringe Anzahl von Patienten, die mit Antiepileptika wie Zonibon behandelt wurden, hatten Gedanken daran, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen.
  • Schmerzen in der Muskulatur oder Schw√§chegef√ľhl haben, da dies ein Anzeichen f√ľr einen abnormen Muskelabbau sein kann, der zu Nierenproblemen f√ľhren kann.
  • pl√∂tzlich R√ľcken- oder Magenschmerzen bekommen, Schmerzen beim Urinieren (Wasserlassen) haben oder Blut in Ihrem Urin bemerken, da dies Anzeichen f√ľr Nierensteine sein k√∂nnen.
  • w√§hrend der Einnahme von Zonibon Sehst√∂rungen entwickeln und Augenschmerzen bekommen oder verschwommen sehen.

Wenden Sie sich baldmöglichst an Ihren Arzt, wenn Sie

  • einen unerkl√§rlichen Hautausschlag aufweisen, da sich dieser zu einem schwerwiegenderen Hautausschlag oder einem Absch√§len der Haut entwickeln k√∂nnte.
  • sich ungew√∂hnlich m√ľde oder fiebrig f√ľhlen, Halsschmerzen oder geschwollene Dr√ľsen haben oder bemerken, dass Sie schneller blaue Flecken bekommen, da dies Anzeichen f√ľr eine Erkrankung des Bluts sein k√∂nnten.
  • Anzeichen f√ľr eine √úbers√§uerung des Blutes feststellen, wie Kopfschmerzen, Schwindel, Kurzatmigkeit und Appetitlosigkeit. Ihr Arzt muss Ihren Zustand dann gegebenenfalls kontrollieren oder behandeln.

Ihr Arzt kann entscheiden, dass Sie Zonibon absetzen m√ľssen.

Die am h√§ufigsten auftretenden Nebenwirkungen von Zonibon sind geringf√ľgiger Natur. Sie treten in den ersten Behandlungsmonaten auf und gehen meist bei fortlaufender Behandlung zur√ľck. Bei Kindern im Alter von 6 bis 17 Jahren traten √§hnliche Nebenwirkungen wie die unten beschriebenen auf, mit folgenden Ausnahmen: Lungenentz√ľndung, Austrocknung (Dehydratation), vermindertes Schwitzen (h√§ufig) und abnorme Leberenzymwerte (gelegentlich).

Sehr häufige Nebenwirkungen: können mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

  • K√∂rperliche Unruhe, Reizbarkeit, Verwirrtheit, Depression
  • Schlechte Muskelkoordination, Benommenheit, schlechtes Ged√§chtnis, Schl√§frigkeit, Sehen von Doppelbildern
  • Appetitverlust, verringerte Bikarbonatspiegel im Blut (Bikarbonat ist eine Substanz, die verhindert, dass Ihr Blut zu sauer wird)

Häufige Nebenwirkungen: können bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

  • Schlaflosigkeit, merkw√ľrdige oder ungew√∂hnliche Gedanken, ein Gef√ľhl der √Ąngstlichkeit oder Emotionalit√§t
  • Verlangsamter Gedankengang, Konzentrationsverlust, Sprachst√∂rungen, abnorme Empfindungen auf der Haut (Ameisenlaufen), Zittern, unfreiwillige Augenbewegungen
  • Nierensteine
  • Hautausschl√§ge, Juckreiz, allergische Reaktionen, Fieber, M√ľdigkeit, grippe√§hnliche Beschwerden, Haarausfall
  • Ekchymose (kleiner blauer Fleck, der dadurch hervorgerufen wird, dass Blut aus besch√§digten Blutgef√§√üen in der Haut austritt)
  • Gewichtsverlust, √úbelkeit, Verdauungsst√∂rungen, Magenschmerzen, Durchfall (weicher Stuhlgang), Verstopfung
  • Anschwellen der F√ľ√üe und Beine

Gelegentliche Nebenwirkungen: können bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Sehr seltene Nebenwirkungen: können bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

  • Halluzinationen, Ged√§chtnisverlust, Koma, malignes neuroleptisches Syndrom (Bewegungsunf√§higkeit, Schwitzen, Fieber, Inkontinenz), Status epilepticus (l√§ngere oder wiederholte Krampfanf√§lle)
  • Atemst√∂rungen, Kurzatmigkeit, Lungenentz√ľndung
  • Bauchspeicheldr√ľsenentz√ľndung (starke Schmerzen in Magen oder R√ľcken)
  • Leberprobleme, St√∂rungen der Nierenfunktion, erh√∂hter Kreatininspiegel im Blut (Kreatinin ist ein Abfallprodukt, dass Ihre Nieren normalerweise ausscheiden sollten)
  • Schwerwiegende Ausschl√§ge oder ein Absch√§len der Haut (dabei k√∂nnen Sie auch an Unwohlsein leiden oder Fieber bekommen)
  • Abnormer Muskelabbau (dabei leiden Sie m√∂glicherweise an Muskelschmerzen oder -schw√§che), der zu Nierenproblemen f√ľhren kann
  • Geschwollene Dr√ľsen, Erkrankungen des Blutes (Verringerung der Anzahl der Blutzellen, was dazu f√ľhren kann, dass Infektionen h√§ufiger auftreten und dass Sie blass aussehen, sich m√ľde und fiebrig f√ľhlen und leichter blaue Flecken bekommen)
  • Verringertes Schwitzen, √úberw√§rmung
  • Glaukom (gr√ľner Star), ein Fl√ľssigkeitsstau im Auge, der zu einem Druckanstieg innerhalb des Auges f√ľhrt. Als Anzeichen eines Glaukoms k√∂nnen Augenschmerzen, verschwommenes Sehen oder eine Abnahme der Sehsch√§rfe auftreten.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das nationale Meldesystem (Details siehe unten) anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN √ĖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

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Wie soll es aufbewahrt werden?

F√ľr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung und dem Umkarton nach ‚Äěverw. bis:‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nicht verwenden, wenn Sie bemerken, dass die Kapseln, die Blisterpackungen oder der Umkarton besch√§digt sind oder das Arzneimittel sich sichtbar ver√§ndert hat. Geben Sie die Packung Ihrem Apotheker zur√ľck.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Zonibon enthält

  • Der Wirkstoff ist Zonisamid. Jede Hartkapsel enth√§lt 50 mg Zonisamid.
  • Die sonstigen Bestandteile sind:
    Kapselinhalt: mikrokristalline Cellulose, pflanzliches Magnesiumstearat Kapselh√ľlle: Eisenoxid schwarz (E 172), Titandioxid, Gelatine, gereinigtes Wasser, Natriumdodecylsulfat
    Drucktinte: Schellack, Propylenglycol, konzentrierte Ammoniak-Lösung, Eisenoxid schwarz (E 172), Kaliumhydroxid

Wie Zonibon aussieht und Inhalt der Packung

Hartgelatinekapseln Gr√∂√üe 3 (15,9 x 5,8 mm) mit grauem, undurchsichtigem Kapseloberteil und wei√üem bis gebrochen wei√üem, undurchsichtigem Kapselunterteil mit dem schwarzen Aufdruck ‚ÄěA735‚Äú auf dem Kapseloberteil. Die Kapseln beinhalten ein wei√ües bis gebrochen wei√ües k√∂rniges Pulver.

Die Kapseln sind in PVC/Aclar/Aluminium-Blisterpackungen mit 14, 20, 28, 30, 56, 60, 84, 90, 98, 100, 196 oder 200 Kapseln erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

G.L. Pharma GmbH, 8502 Lannach

Hersteller
G.L. Pharma GmbH, 8502 Lannach

Balkanpharma Dupnitsa AD, 2600 Dupnitsa, Bulgarien

Z.Nr.: 137103

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

√Ėsterreich: Zonibon 50 mg-Hartkapseln
Slowakische Republik: Zonibon 50 mg tvrdé kapsuly
Tschechische Republik: Zonibon 50 mg tvrdé tobolky

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im M√§rz 2021.

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Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Zonibon 50 mg-Hartkapseln - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Zonisamid
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller G.L. Pharma GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 08.08.2016
ATC Code N03AX15
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden