Cyanocobalamin (Vitamin B12)

Cyanocobalamin (Vitamin B12)
ATC Code B03BA01, S01XA41
Summenformel C63H88CoN14O14P
Molare Masse (g¬∑mol‚ąí1) 1355.388
Aggregatzustand fest
Schmelzpunkt (¬įC) > 300
Siedepunkt (¬įC) > 300
PKS Wert 1.84
CAS-Nummer 68-19-9
PUB-Nummer 5311498
Drugbank ID DB00115
Löslichkeit löslich in Wasser

Grundlagen

Cyanocobalamin oder Vitamin-B12 ist ein essentielles Vitamin des B-Komplexes. Es wird von Tieren ben√∂tigt, die es als Cofaktor bei der DNA-Synthese und im Fetts√§ure- und Aminos√§urestoffwechsel verwenden. Es ist wichtig f√ľr das normale Funktionieren des Nervensystems durch seine Rolle bei der Synthese von Myelin und im Kreislaufsystem bei der Reifung der roten Blutk√∂rperchen im Knochenmark.¬†

Als Arzneistoff wird es bei Vitamin-B12-Mangel, auch Perniziöse Anämie genannt, gegeben. Dabei kann es intravenös, peroral oder als Nasenspray verabreicht werden. Zusätzlich kann es im Falle einer Cyanidvergiftung hochkonzentriert als Antidot verabreicht werden.

Pharmakologie

Pharmakodynamik

Cyanocobalamin als Arzneistoff korrigiert den Vitamin-B12-Mangel und verbessert rasch die Symptome, die mit der perniziösen Anämie einhergehen. 

Bei einer Cyanidvergiftung wird normalerweise das Derivat Hydroxycobalamin gegeben. Durch Hydroxycobalamin wird das giftige Cyanid-Ion gebunden, wodurch das ungiftige Cyanocobalamin entsteht. Dieses wird dann mit dem Urin ausgeschieden.

Vitamin B12 dient als Cofaktor f√ľr die Enzyme Methioninsynthase und L-Methylmalonyl-CoA-Mutase. Die Methioninsynthase ist f√ľr die Synthese von Purinen und Pyrimidinen, die die DNA bilden, unerl√§sslich. L-Methylmalonyl-CoA-Mutase wandelt L-Methylmalonyl-CoA beim Abbau von Propionat in Succinyl-CoA um, eine wichtige Reaktion, die sowohl f√ľr den Fett- als auch f√ľr den Proteinstoffwechsel erforderlich ist.¬†

Pharmakokinetik

Vitamin B12 wird schnell von intramuskul√§ren und subkutanen Injektionsstellen absorbiert, wobei die h√∂chsten Plasmakonzentrationen etwa 1 Stunde nach der Injektion erreicht werden. Cyanocobalamin wird sowohl √ľber die Nieren als auch √ľber die Galle ausgeschieden. Die Halbwertszeit betr√§gt rund 6 Tage und ich gespeicherter Form in der Leber sogar bis zu 400 Tage.

Toxizität

Nebenwirkungen

Da Vitamin B12 im K√∂rper nat√ľrlich vorkommt, sind Nebenwirkungen bei normaler und erh√∂hter Dosierung unwahrscheinlich.¬†

Toxikologische Daten

LD50: Oral (Maus): > 5.000 mg/kg

Redaktionelle Grundsätze

Alle f√ľr den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von gepr√ľften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universit√§ten). Dabei legen wir gro√üen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.
Markus Falkenstätter, BSc

Markus Falkenstätter, BSc
Autor

Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer
Lektor

Stefanie Lehenauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.

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