Wirkstoff(e) (131I)Natriumiodid
Zulassungsland Deutschland
Hersteller GE Healthcare Buchler GmbH & Co.KG
BetÀubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 19.12.2001
Pharmakologische Gruppe SchilddrĂŒse

Zulassungsinhaber

GE Healthcare Buchler GmbH & Co.KG

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Theracap131 (131I)Natriumiodid GE Healthcare Buchler GmbH & Co.KG
Natriumjodid J-131 (131I)Natriumiodid Mallinckrodt Medical B.V. / Covidien
Natriumjodid (131J) Diagnostikkapseln (131I)Natriumiodid GE Healthcare Buchler GmbH & Co.KG
CAPSION Natriumiodid (131I) Kapsel zur Therapie (131I)Natriumiodid CIS bio GmbH
Natriumiodid[131I] CIS bio international Injektionslösung (131I)Natriumiodid CIS bio GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Iodid [131I] NAB ist ein radioaktives Arzneimittel fĂŒr die Therapie und Diagnostik der SchilddrĂŒse zur intravenösen Anwendung oder zum Einnehmen.

Diagnostik

  • zur prĂ€therapeutischen Bestimmung der Radioiodkinetik (Ermittlung von maximaler Speicherung und effektiver Halbwertszeit in der SchilddrĂŒse mittels Radioiod- Zweiphasentest) zur Berechnung der zur Therapie erforderlichen AktivitĂ€t
  • Ganzkörperszintigraphie bei der Verlaufskontrolle papillĂ€rer oder follikulĂ€rer SchilddrĂŒsenkarzinome

1 von 8 Therapie

  • Therapie des Morbus Basedow sowie fokaler oder disseminierter SchilddrĂŒsenautonomien
  • Therapie papillĂ€rer oder follikulĂ€rer SchilddrĂŒsenkarzinome und deren Metastasen

Die Therapie mit Natriumiodid (131I) wird oft mit chirurgischen Maßnahmen und einer thyreostatischen Behandlung kombiniert.

Mit Anwendung dieses Arzneimittels werden Sie radioaktiver Strahlung ausgesetzt. Ihr Arzt und der Nuklearmediziner haben den klinischen Nutzen dieser Untersuchung/Therapie höher bewertet als das Risiko durch die Strahlenbelastung, der Sie bei Anwendung des Radiopharmazeutikums ausgesetzt werden.

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Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Iodid [131I] NAB darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Iodid [131I] NAB oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • wenn Sie schwanger sind oder stillen (siehe Schwangerschaft und Stillzeit).
  • Bei Patienten mit Schluckstörungen, Oesophagusstenose, Oesophagusdivertikeln, aktiver Gastritis, erosiver Gastritis oder MagengeschwĂŒren, sowie bei Verdacht auf verminderte Magen-Darm-MotilitĂ€t darf das Arzneimittel nicht oral verabreicht werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Nuklearmediziner, der die Untersuchung/Therapie durchfĂŒhrt, bevor Ihnen Iodid [131I] NAB gegeben wird.

Bei Ă€lteren Patienten, denen die SchilddrĂŒse entfernt wurde, wurden niedrige Natriumspiegel im Blut beobachtet. Dies tritt vorwiegend bei Frauen und bei Patienten auf, die Arzneimittel einnehmen, welche die mit dem Urin ausgeschiedene Menge an Wasser und Natrium erhöhen (Diuretika, wie z. B. Hydrochlorothiazid). Wenn Sie zu einer dieser Gruppen gehören, kann Ihr Arzt regelmĂ€ĂŸige Bluttests durchfĂŒhren, um die Menge an Elektrolyten (z. B. Natrium) in Ihrem Blut zu ĂŒberprĂŒfen.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Iodid [131I] NAB ist erforderlich:

  • wenn Sie unter 18 Jahren sind
  • bei Patienten mit eingeschrĂ€nkter Nierenfunktion
  • bei der Therapie des Morbus Basedow und bereits bestehender endokriner Orbitopathie
  • bei der Anwendung von hohen und sehr hohen Dosen

Vor Anwendung von Iodid [131I] NAB sollten Sie Folgendes beachten

  • Trinken Sie vor und nach der Untersuchung/Therapie ausreichend, um so hĂ€ufig wie möglich die Blase zu entleeren.
  • Nehmen Sie zur Prophylaxe einer SpeicheldrĂŒsenentzĂŒndung zitronensĂ€urehaltige SĂŒĂŸigkeiten oder GetrĂ€nke zu sich.

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  • Stellen Sie 3 bis 10 Tage vor der diagnostischen oder therapeutischen Anwendung auf eine iodarme ErnĂ€hrung um.
  • Brechen Sie eine Hormonsubstitution mit Triiodthyronin 10 Tage und mit Thyroxin 6 Wochen vor Anwendung des Arzneimittels ab und beginnen Sie 2 Wochen nach der Behandlung wieder damit.
  • Unterbrechen Sie die Einnahme von Carbimazol und Propylthiouracil 5 Tage vor bis einige Tage nach der Radioiodtherapie.

Kinder und Jugendliche

Informieren Sie Ihren Nuklearmediziner, wenn Sie unter 18 Jahre alt sind.

Einnahme/Anwendung von Iodid [131I] NAB zusammen mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Nuklearmediziner, der die Untersuchung/Therapie durchfĂŒhrt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. kĂŒrzlich eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. Beispielsweise ist die Behandlung mit den folgenden Substanzen zu unterbrechen:

  • Thyreostatika (z. B. Carbimazol, Methimazol, Propylthiouracil, Perchlorat)
  • Salicylate, Steroide, Natriumnitroprussid, Natriumsulfobromphthalein, Antikoagulantien, Antihistaminika, antiparasitĂ€re Arzneimittel, Penicilline, Sulfonamide, Tolbutamid, Thiopental
  • Phenylbutazon
  • Iodhaltige Expektorantien und VitaminprĂ€parate
  • SchilddrĂŒsenhormonprĂ€parate
  • Benzodiazepine, Lithium
  • Iodhaltige PrĂ€parationen zur topischen Anwendung
  • Iodhaltige Kontrastmittel, Amiodaron

Schwangerschaft, Stillzeit und FertilitÀt

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder vermuten schwanger zu sein oder beabsichtigen schwanger zu werden, fragen Sie vor Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Nuklearmediziner um Rat.

Sie mĂŒssen dem Nuklearmediziner vor der Anwendung von Iodid [131I] NAB mitteilen, wenn Sie eine Schwangerschaft vermuten, Ihre Periode ausgeblieben ist oder Sie stillen. Falls Sie sich nicht sicher sind, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt oder dem Nuklearmediziner, der die Untersuchung/Therapie durchfĂŒhrt.

Wenn Sie schwanger sind

Die Anwendung von Natriumiodid (131I) wÀhrend der Schwangerschaft ist absolut kontraindiziert.

Wenn Sie stillen

Sie dĂŒrfen Iodid [131I] NAB nicht erhalten, da RadioaktivitĂ€t in die Muttermilch gelangt. Kann mit der Therapie/Untersuchung nicht gewartet werden, bis Sie abgestillt haben, wird Ihr Arzt Sie auffordern, abzustillen. Ihr Arzt wird Sie darauf hinweisen 6-8 Wochen vor Anwendung des Radioiodids abzustillen, um die Strahlendosis in der Brust zu minimieren.

DarĂŒber hinaus wird aus GrĂŒnden des Strahlenschutzes empfohlen, den engen Kontakt

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zwischen Mutter und Kind fĂŒr mindestens eine Woche zu vermeiden.

FertilitÀt

Nach Radioiodtherapie des SchilddrĂŒsenkarzinoms kann es bei beiden Geschlechtern zu einer BeeintrĂ€chtigung der FertilitĂ€t kommen.

MÀnner, die im fortgeschrittenen Krankheitsstadium sind und deshalb hohe therapeutische Radioioddosen benötigen, sollten eine Spermienkonservierung in Betracht ziehen.

VerkehrstĂŒchtigkeit und FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen

Nach Gabe von Iodid [131I] NAB sind keine Auswirkungen auf Ihre FĂ€higkeit zur Teilnahme am Straßenverkehr oder zur Bedienung von Maschinen zu erwarten. Die Radioiodtherapie wird jedoch nur bei Ihrer stationĂ€ren Unterbringung durchgefĂŒhrt.

Wichtige Informationen ĂŒber bestimmte sonstige Bestandteile von Iodid [131I] NAB

Iodid [131I] NAB enthÀlt Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Milliliter

Injektionslösung, d. h. es ist nahezu „natriumfrei“.

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Wie wird es angewendet?

Die Anwendung, Handhabung und Entsorgung von Radiopharmazeutika unterliegen strengen gesetzlichen Vorschriften. Iodid [131I] NAB wird nur im Krankenhaus verabreicht. Das Arzneimittel wird Ihnen nur von speziell ausgebildetem und qualifiziertem Personal gegeben, das sicher in der Handhabung ist. Das Personal wird mit besonderer Sorgfalt auf die sichere Anwendung des Arzneimittels achten und Sie ĂŒber die einzelnen Schritte der Anwendung informieren.

Der Nuklearmediziner, der die Therapie/Untersuchung durchfĂŒhrt, entscheidet, welche Dosis Iodid [131I] NAB in Ihrem Falle am besten geeignet ist. Es wird die minimalste Menge sein, die notwendig ist, um die gewĂŒnschte Information/den gewĂŒnschten Therapieeffekt zu erzielen. Die zu verabreichende Dosis fĂŒr einen Erwachsenen liegt bei der Diagnose ĂŒblicherweise zwischen 1 und 300 MBq und bei der Therapie zwischen 200 und 11100 MBq (Megabecquerel, die Einheit, in der RadioaktivitĂ€t gemessen wird).

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Bei Kindern und Jugendlichen wird die zu verabreichende Dosis dem Körpergewicht des Kindes angepasst.

Anwendung von Iodid [131I] NAB und DurchfĂŒhrung der Untersuchung/Therapie

Das Arzneimittel kann oral verabreicht oder intravenös injiziert werden. Wenn Sie Schwierigkeiten beim Schlucken von FlĂŒssigkeit oder Kapseln haben, kann Ihnen Ihr Arzt das Arzneimittel auch intravenös injizieren.

Bei der oralen Gabe wird die Lösung nĂŒchtern eingenommen. Im Anschluss daran mĂŒssen Sie reichlich FlĂŒssigkeit nachtrinken.

Dauer der Anwendung

Ihr Arzt wird Sie ĂŒber die ĂŒbliche Dauer der Untersuchung/Therapie informieren.

Nach der Anwendung von Iodid [131I] NAB sollten Sie Folgendes beachten

Um die Strahlenexposition der Blase möglichst gering zu halten, mĂŒssen Sie nach Verab- reichen des Arzneimittels viel trinken und hĂ€ufig die Blase entleeren.

Nach der Therapie/Untersuchung mit Iodid [131I] NAB sollten beide Geschlechter fĂŒr 6 – 12

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Monate fĂŒr eine EmpfĂ€ngnisverhĂŒtung sorgen.

Wenn Sie im Kindes- und Jugendalter eine Strahlentherapie der SchilddrĂŒse erhalten, sollten Sie einmal jĂ€hrlich auf SchilddrĂŒsenverĂ€nderungen untersucht werden.

Aus GrĂŒnden des Strahlenschutzes sollten Sie den engen Kontakt zu Kindern fĂŒr mindestens eine Woche vermeiden.

Der Nuklearmediziner wird Sie informieren, ob Sie nach der Anwendung des Arzneimittels besondere Vorsichtsmaßnahmen beachten mĂŒssen. Wenn Sie Fragen haben, sprechen Sie mit Ihrem Nuklearmediziner, der die Untersuchung/Therapie durchfĂŒhrt.

Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge Iodid [131I] NAB bekommen haben als Sie sollten

Eine Überdosierung ist nahezu ausgeschlossen. Sollte es dennoch zu einer Überdosierung kommen, wird Ihr Arzt die notwendigen Gegenmaßnahmen ergreifen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung von Iodid [131I] NAB haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder den Nuklearmediziner, der die Therapie/Untersuchung durchfĂŒhrt.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende HĂ€ufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr hÀufig: mehr als 1 Behandelter von 10

HĂ€ufig: 1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1000

Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10000

Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10000

Nicht bekannt: HĂ€ufigkeit auf Grundlage der verfĂŒgbaren Daten nicht abschĂ€tzbar

Mögliche Nebenwirkungen:

Ionisierende Strahlen können Krebs und ErbgutverĂ€nderungen erzeugen. Die aus therapeutischer Exposition resultierende Strahlendosis kann zu einem hĂ€ufigeren Auftreten von Krebs oder Mutationen fĂŒhren. In jedem Fall muss sichergestellt werden, dass das Risiko durch ionisierende Strahlen geringer ist als das Risiko durch die zu behandelnde Erkrankung.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Nach Anwendung von Natriumiodid (131I) treten insbesondere bei oraler Gabe höherer AktivitĂ€ten hĂ€ufiger Übelkeit und Erbrechen auf. Entsprechende Vorsichtsmaßnahmen sollten getroffen werden, um eine Kontamination durch Erbrochenes zu vermeiden.

  • Erkrankungen des Immunsystems

Sehr selten wurde ĂŒber Überempfindlichkeitsreaktionen nach Applikation von Natriumiodid (131I)-haltigen PrĂ€paraten berichtet.

‱ Stoffwechsel- und ErnĂ€hrungsstörungen Nicht bekannt: HyponatriĂ€mie

FrĂŒhfolgen
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Endokrine Erkrankungen

Die strahlenbedingte Zerstörung von SchilddrĂŒsenfollikeln durch Natriumiodid (131I) kann nach 2-10 Tagen zur Verschlimmerung einer bestehenden Hyperthyreose, bis hin zur thyreotoxischen Krise fĂŒhren. In EinzelfĂ€llen wurde eine vorĂŒbergehende Hyperthyreose auch nach Behandlung funktioneller SchilddrĂŒsenkarzinome beschrieben. Gelegentlich kann sich bei SchilddrĂŒsenautonomie nach anfĂ€nglicher Normalisierung eine Immunhyperthyreose entwickeln (Latenzzeit 2-10 Monate).

Bei hochdosierter Radioiodtherapie können 1 - 3 Tage nach der Verabreichung vorĂŒbergehende EntzĂŒndungen der SchilddrĂŒse (Thyreoiditis, Strumitis) auftreten.

Bei der Behandlung des Morbus Basedow kann sich eine bestehende endokrine Orbitopathie verschlechtern (in 15-30 % der FĂ€lle ohne Kortisonbehandlung) oder eine endokrine Orbitopathie entstehen.

  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Nach Gabe sehr hoher RadioaktivitÀten kann es in den ersten Stunden bis Tagen zu gastrointestinalen Störungen kommen. Diese werden bei etwa 67 % der Patienten beobachtet, können jedoch durch entsprechende Prophylaxe oder Symptombehandlung beherrscht werden.

Eine EntzĂŒndung der SpeicheldrĂŒsen (Sialadenitis) mit Schwellung und Schmerzen in den SpeicheldrĂŒsen, partiellem Geschmacksverlust und Mundtrockenheit tritt ohne PrĂ€vention bei ca. 60 % der Patienten, bei entsprechender PrĂ€vention jedoch nur bei ca. 10 % der Patienten auf. Die EntzĂŒndung der SpeicheldrĂŒsen heilt normalerweise spontan oder unterstĂŒtzt durch entzĂŒndungshemmende Medikamente/Maßnahmen ab. Gelegentlich wurden jedoch auch dosisabhĂ€ngig FĂ€lle von bleibendem Geschmacksverlust und Mundtrockenheit mit folgendem Zahnverlust beschrieben.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Bei hochdosierter Radioiodtherapie können 1 - 3 Tage nach der Verabreichung vorĂŒbergehende EntzĂŒndungen der Schleimhaut der Luftröhre (Tracheitis) mit möglicherweise schwerwiegender Einengung der Luftröhre, vor allem bei bereits bestehender Trachealstenose, auftreten.

Bei Lungenmetastasen sind das Auftreten einer strahlenbedingten Pneumonie sowie Lungenfibrosen beschrieben worden.

  • Erkrankungen des Nervensystems

Sehr selten sind Stimmbanddysfunktionen und StimmbandlÀhmungen beschrieben worden.

Bei der Therapie metastasierender SchilddrĂŒsenkarzinome mit Beteiligung des Gehirns ist nicht auszuschließen, dass Gehirnödeme entstehen oder bereits bestehende Ödeme zunehmen.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Bei starker Aufnahme von Iod-131 ins Gewebe kann es lokal zu Schmerzen, Missempfindungen und Ödemen kommen. Zum Beispiel können bei Radioiodtherapie der RestschilddrĂŒse diffuse und heftige Weichteilschmerzen im Hals- und Genickbereich auftreten. SpĂ€tfolgen

  • Endokrine Erkrankungen

Als SpÀtfolge einer Radioiodtherapie von Hyperthyreosen kann es dosisabhÀngig zur Entwicklung einer Hypothyreose kommen. Diese kann sich bereits Wochen nach der

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Therapie oder erst nach Jahren manifestieren und erfordert regelmĂ€ĂŸige Kontrollen der SchilddrĂŒsenfunktion und eine geeignete SchilddrĂŒsen-Substitutionstherapie. Die HĂ€ufigkeit radioiodbedingter Hypothyreosen, die im Allgemeinen erst 6 - 12 Wochen nach der Behandlung auftreten, wurde verschiedentlich mit zwischen 2 und 70 % angegeben.

Selten wurden nach Radioiodtherapie FĂ€lle einer vorĂŒbergehenden Unterfunktion der NebenschilddrĂŒse beobachtet; diese muss entsprechend ĂŒberwacht und mit einer Substitutionstherapie behandelt werden.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Als SpĂ€tfolge nach sehr hoch dosierter (> 5000 MBq) oder wiederholt (Interval < 6 Monate) hoch dosierter Radioiodtherapie kann es zur Entwicklung einer vorĂŒbergehenden oder in seltenen FĂ€llen nicht reversiblen Knochenmarksdepression mit isolierter Thrombozytopenie, Erythrozytopenie, u. U. mit Todesfolge, kommen. Sehr hĂ€ufig werden auch vorĂŒbergehende Leukozytosen beobachtet.

  • Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschließlich Zysten und Polypen) In epidemiologischen Studien wurde ĂŒber ein erhöhtes Vorkommen von Magenkrebs bei Patienten, die Iod-131 erhalten hatten, berichtet. Nach hohen AktivitĂ€tsdosen, die typischerweise zur Behandlung von malignen SchilddrĂŒsenerkrankungen verabreicht werden, ist ein vermehrtes Auftreten von LeukĂ€mie beobachtet worden. Die HĂ€ufigkeit von Blasen- und Brustkrebs kann geringfĂŒgig erhöht sein.
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der BrustdrĂŒsen

Nach Radioiodtherapie des SchilddrĂŒsenkarzinoms kann es bei beiden Geschlechtern zu einer BeeintrĂ€chtigung der FertilitĂ€t kommen. Eine dosisabhĂ€ngige, vorĂŒbergehende BeeintrĂ€chtigung der Spermatogenese ist ab 1850 MBq nachgewiesen; klinisch bedeutsame Effekte mit Oligo- und Azoospermie und erhöhten Serum-FSH-Werten sind nach Anwendung von mehr als 3700 MBq beschrieben.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, das medizinische Fachpersonal oder den Nuklearmediziner, der die Untersuchung/Therapie durchfĂŒhrt. Dies gilt auch fĂŒr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut fĂŒr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de, anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen ĂŒber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur VerfĂŒgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Sie mĂŒssen dieses Arzneimittel nicht aufbewahren. Dieses Arzneimittel wird unter der Verantwortung des Fachpersonals unter geeigneten Bedingungen gelagert. Die Lagerung von Radiopharmazeutika erfolgt in Übereinstimmung mit den nationalen Vorschriften fĂŒr radioaktives Material.

Die nachfolgenden Informationen sind nur fĂŒr das Fachpersonal bestimmt.

Iodid [131I] NAB darf nach dem auf dem Etikett nach VERWENDBAR BIS angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwendet werden.

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Weitere Informationen

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Was Iodid [131I] NAB enthÀlt

Der Wirkstoff ist: Natriumiodid (131I)

Die sonstigen Bestandteile sind:

Natriumthiosulfat 5 H2O, Natriummonohydrogenphosphat-Dodecahydrat (Ph.Eur.), Natriumdihydrogenphosphat-Dihydrat, Natriumchlorid, Wasser fĂŒr Injektionszwecke.

Wie Iodid [131I] NAB aussieht und Inhalt der Packung

Iodid [131I] NAB ist eine klare, farblose Lösung, die in einer Durchstechflasche aus Glas, abgeschirmt durch einen Bleitopf, geliefert wird.

1 Milliliter enthÀlt am Kalibriertermin eine AktivitÀt von 74 MBq oder 925 MBq. Eine Packung enthÀlt 0,5 - 10 ml Lösung.

GesamtaktivitĂ€t im BehĂ€ltnis: 37 MBq – 9,25 GBq.

Auf jeder Packung ist die Iod-131-AktivitÀt in MBq angegeben.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller:

GE Healthcare Buchler GmbH & Co. KG

Gieselweg 1

D-38110 Braunschweig

Telefon 05307/930-0

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt ĂŒberarbeitet im 02/2018.

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Zuletzt aktualisiert: 16.08.2022

Quelle: Iodid [131I] NAB - Beipackzettel

Wirkstoff(e) (131I)Natriumiodid
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können fĂŒr die Korrektheit der Daten keine Haftung ĂŒbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. FĂŒr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden