Stocrin 200 mg Filmtabletten

Abbildung Stocrin 200 mg Filmtabletten
Wirkstoff(e) Efavirenz
Zulassungsland Europäische Union (Deutschland)
Hersteller Merck Sharp & Dohme B.V.
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 28.05.1999
ATC Code J05AG03
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Direkt wirkende antivirale Mittel

Zulassungsinhaber

Merck Sharp & Dohme B.V.

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Stocrin, das den Wirkstoff Efavirenz enthält, gehört zu einer Klasse antiretroviraler Arzneimittel, die als Nicht-Nukleosidale Reverse-Transkriptase Inhibitoren (NNRTIs) bezeichnet werden. Es handelt sich dabei um ein Arzneimittel gegen Retroviren, das die Infektion mit humanem Immundefizienz-Virus (HIV) bekämpft, in dem es die Virusmenge verringert. Es ist zur Anwendung bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 3 Jahren vorgesehen. Ihr Arzt hat Ihnen Stocrin verschrieben, weil Sie HIV-infiziert sind. In Kombination mit anderen antiretroviralen Arzneimitteln eingenommen, verringert Stocrin die Virusmenge im Blut. Dies wird Ihr Immunsystem stärken und das Risiko verringern, Krankheiten zu entwickeln, die im Zusammenhang mit der HIV-Infektion stehen.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Stocrin darf nicht eingenommen werden,

- falls Ihr Arzt Ihnen mitgeteilt hat, dass Ihre Elektrolyt-Blutspiegelwerte, wie z.B. Kalium oder Magnesium, zu hoch oder zu niedrig sind.

- wenn Sie gegenwärtig eines oder mehrere der folgenden Medikamente einnehmen

(siehe dazu auch den Abschnitt ‚ÄěEinnahme von Stocrin zusammen mit anderen Arzneimitteln‚Äú):

- Ergotalkaloide (zum Beispiel Ergotamin, Dihydroergotamin, Ergonovin und Methylergonovin) (Mittel zur Behandlung von Migr√§ne und Cluster-Kopfschmerzen) - Triazol-Antimykotika Falls Sie eines oder mehrere dieser Arzneimittel einnehmen, informieren Sie bitte unverz√ľglich Ihren Arzt. Die gleichzeitige Einnahme dieser Arzneimittel mit Stocrin k√∂nnte schwerwiegende und/oder lebensbedrohliche Nebenwirkungen hervorrufen oder die Wirkung von Stocrin beeintr√§chtigen. Warnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Stocrin einnehmen.

- Stocrin muss zusammen mit anderen Arzneimitteln eingenommen werden, die gegen das HI-Virus wirken. Wenn die Behandlung mit Stocrin begonnen wird, weil Ihre gegenw√§rtige Therapie die Vermehrung des Virus nicht verhindern konnte, m√ľssen Sie gleichzeitig mit der Einnahme eines anderen Arzneimittels beginnen, das Sie bisher noch nicht angewendet haben. - Dieses Arzneimittel kann Ihre HIV-Infektion nicht heilen, und Sie k√∂nnen auch weiterhin Infektionen oder andere Erkrankungen im Zusammenhang mit der HIV-Erkrankung bekommen.

- wenn Sie in Ihrer Krankengeschichte eine Lebererkrankung hatten, einschlie√ülich chronisch aktiver Hepatitis. Bei Patienten mit chronischer Hepatitis B oder C, die mit einer antiretroviralen Kombinationstherapie behandelt werden, besteht ein h√∂heres Risiko f√ľr schwere und m√∂glicherweise lebensbedrohliche Leberprobleme. Ihr Arzt wird eventuell Bluttests durchf√ľhren, um die Funktion Ihrer Leber zu pr√ľfen oder Sie m√∂glicherweise auf ein anderes Arzneimittel umstellen. Wenn Sie an einer schweren Lebererkrankung leiden, d√ľrfen Sie Stocrin nicht einnehmen (siehe Abschnitt 2, Stocrin darf nicht eingenommen werden). - wenn Sie eine Herzerkrankung haben, zum Beispiel eine gest√∂rte elektrische Signalweiterleitung, auch Verl√§ngerung des QT-Intervalls genannt. - Wenn Sie mit der Einnahme von Stocrin begonnen haben, achten Sie auf: - Anzeichen von Schwindel/Benommenheit, Schlafst√∂rungen, Schl√§frigkeit, Konzentrationsst√∂rungen oder abnormale Tr√§ume. Diese Nebenwirkungen k√∂nnen in den ersten 1 oder 2 Behandlungstagen auftreten und verschwinden meist wieder nach den ersten 2 bis 4 Wochen.

    • Anzeichen von Verwirrtheit, Verlangsamung im Denken und im Bewegungsablauf, sowie Wahnvorstellungen (falsche Vorstellungen) oder Halluzinationen (Dingen sehen oder h√∂ren, die andere nicht sehen oder h√∂ren). Diese Nebenwirkungen k√∂nnen Monate bis Jahre nach Therapiebeginn mit Stocrin auftreten. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie irgendwelche Symptome bemerken.
    • Anzeichen von Hautausschlag. Wenn Sie Anzeichen eines schweren Hautausschlags mit Blasenbildung oder Fieber bemerken, brechen Sie die Einnahme von Stocrin ab, und informieren Sie sofort Ihren Arzt. Wenn bei Ihnen bereits bei der Einnahme eines anderen NNRTI ein Hautausschlag aufgetreten ist, besteht m√∂glicherweise ein erh√∂htes Risiko, dass Sie auch auf Stocrin mit einem Hautausschlag reagieren.
    • Anzeichen einer Entz√ľndung oder Infektion. Bei einigen Patienten mit fortgeschrittener HIV-Infektion (AIDS) und bereits fr√ľher aufgetretenen Begleit-Infektionen k√∂nnen kurz nach Beginn der antiretroviralen Behandlung Anzeichen und Symptome einer Entz√ľndung von zur√ľckliegenden Infektionen auftreten. Es wird angenommen, dass diese Symptome auf eine Verbesserung der k√∂rpereigenen Immunantwort zur√ľckzuf√ľhren sind, die es dem K√∂rper erm√∂glicht Infektionen zu bek√§mpfen, die m√∂glicherweise bereits ohne erkennbare Symptome vorhanden waren. Wenn Sie irgendwelche Anzeichen einer Infektion bemerken, informieren Sie bitte unverz√ľglich Ihren Arzt. Zus√§tzlich zu den Begleitinfektionen k√∂nnen nach Beginn der Einnahme von Arzneimitteln zur Behandlung Ihrer HIV-Infektion auch Autoimmunerkrankungen auftreten (ein Zustand, bei dem das Immunsystem gesundes K√∂rpergewebe angreift). Autoimmunerkrankungen k√∂nnen viele Monate nach Beginn der Behandlung auftreten. Wenn Sie irgendwelche Anzeichen einer Infektion oder andere Symptome, wie z. B. Muskelschw√§che, eine Schw√§che, die in den H√§nden und F√ľ√üen beginnt und sich in Richtung Rumpf fortsetzt, Herzklopfen, Zittern oder Hyperaktivit√§t bemerken, informieren Sie bitte unverz√ľglich Ihren Arzt, um die notwendige Behandlung zu erhalten.
    • Knochenprobleme. Bei einigen Patienten, die mit einer antiretroviralen Kombinationstherapie behandelt werden, kann es zu einer Knochenerkrankung namens Osteonekrose kommen (Absterben von Knochengewebe aufgrund einer Durchblutungsst√∂rung des Knochens). Die Dauer der antiretroviralen Kombinationstherapie, die Anwendung von Kortikosteroiden, Alkoholkonsum, schwere Unterdr√ľckung der Immunreaktion (Immunsuppression) und ein h√∂herer Body-Mass- Index (Ma√üzahl zur Beurteilung des K√∂rpergewichts im Verh√§ltnis zur K√∂rpergr√∂√üe) sind einige der vielen m√∂glichen Risikofaktoren f√ľr eine Entwicklung dieser Krankheit. Anzeichen einer Osteonekrose sind steife, schmerzende Gelenke (insbesondere H√ľfte,

Knie und Schulter) sowie Bewegungseinschr√§nkungen. Wenn Sie eines dieser Symptome feststellen, informieren Sie bitte Ihren Arzt. Kinder und Jugendliche Stocrin wird bei Kindern unter 3 Jahren oder einem K√∂rpergewicht unter 13 kg nicht empfohlen, da es bei dieser Patientengruppe nicht ausreichend untersucht wurde. Einnahme von Stocrin zusammen mit anderen Arzneimitteln Mit bestimmten Arzneimitteln d√ľrfen Sie Stocrin nicht einnehmen. Eine Liste dieser Mittel finden Sie zu Beginn von Abschnitt 2 unter Stocrin darf nicht eingenommen werden. Dazu z√§hlen einige h√§ufig verwendete Medikamente und ein pflanzliches Mittel (Johanniskraut), mit denen schwerwiegende Wechselwirkungen auftreten k√∂nnen. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen / angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen / anzuwenden. Stocrin kann Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln, einschlie√ülich pflanzliche Zubereitungen wie Gingko-biloba-Extrakte, haben. M√∂glicherweise hat dies Auswirkungen auf die Menge an Stocrin oder anderen Medikamenten in Ihrem Blut. Dies kann die Wirkung der Medikamente beeintr√§chtigen oder eventuelle Nebenwirkungen verst√§rken. In manchen F√§llen muss der Arzt m√∂glicherweise die Dosierung √§ndern oder den Blutspiegel des jeweiligen Medikaments pr√ľfen. Informieren Sie unbedingt Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie eines der folgenden Mittel einnehmen:

  • Andere Medikamente zur Behandlung der HIV-Infektion:

    Protease-Inhibitoren: Darunavir, Indinavir, Lopinavir/Ritonavir, Ritonavir, Ritonavir geboostertes Atazanavir, Saquinavir oder Fosamprenavir/Saquinavir. Ihr Arzt wird möglicherweise in Erwägung ziehen, Ihnen ein anderes Medikament zu verschreiben oder die Dosis der Protease-Inhibitoren zu ändern.

- Maraviroc

  • die Kombinationstablette, die Efavirenz, Emtricitabin und Tenofovir enth√§lt, darf nicht zusammen mit Stocrin eingenommen werden, au√üer es wird Ihnen von Ihrem Arzt empfohlen, da dieses Arzneimittel Efavirenz, den aktiven Wirkstoff von Stocrin, enth√§lt.

  • Medikamente zur Behandlung von Infektionen mit dem Hepatitis-C-Virus: Boceprevir, Telaprevir, Simeprevir, Sofosbuvir/Velpatasvir, Glecaprevir/Pibrentasvir und Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir.
  • Medikamente zur Behandlung von bakteriellen Infektionen, einschlie√ülich Tuberkulose und AIDS-bedingtem Mycobacterium-avium-Komplex: Clarithromycin, Rifabutin, Rifampicin. Ihr Arzt wird m√∂glicherweise in Erw√§gung ziehen, Ihre Dosis zu √§ndern oder Ihnen ein anderes Antibiotikum zu geben. Zus√§tzlich kann Ihnen Ihr Arzt eventuell eine h√∂here Dosis Stocrin verordnen.
  • Medikamente zur Behandlung von Pilzinfektionen (Antimykotika):
    • Voriconazol. Stocrin kann die Menge an Voriconazol in Ihrem Blut verringern, und durch Voriconazol wiederum kann sich die Menge an Stocrin in Ihrem Blut erh√∂hen. Wenn Sie diese beiden Medikamente zusammen einnehmen, muss die Voriconazol-Dosis erh√∂ht und die Efavirenz-Dosis verringert werden. Fragen Sie vorher unbedingt bei Ihrem Arzt nach.

- Itraconazol. Stocrin kann die Menge an Itraconazol in Ihrem Blut verringern. - Posaconazol. Stocrin kann die Menge an Posaconazol in Ihrem Blut verringern.

  • Medikamente zur Behandlung von Malaria:

    Artemether/Lumefantrin: Stocrin kann die Menge an Artemether/Lumefantrin in Ihrem Blut verringern.

  • Atovaquon/Proguanil: Stocrin kann die Menge an Atovaquon/Proguanil in Ihrem Blut verringern.

  • Medikamente zur Behandlung von Kr√§mpfen/Krampfanf√§llen (Antikonvulsiva):

Carbamazepin, Phenytoin, Phenobarbital. Stocrin kann die Menge an krampflösendem Mittel in Ihrem Blut verringern oder erhöhen. Carbamazepin kann möglicherweise die Wirkung von Stocrin beeinträchtigen. Eventuell muss Ihnen Ihr Arzt ein anderes krampflösendes Mittel geben.

  • Medikamente zur Senkung der Blutfettwerte (auch als Statine bezeichnet): Atorvastatin, Pravastatin, Simvastatin. Stocrin kann die Menge an Statinen in Ihrem Blut verringern. Ihr Arzt wird Ihren Cholesterinspiegel pr√ľfen und, falls erforderlich, Ihre Statin-Dosis √§ndern.
  • Methadon (ein Medikament zur Behandlung einer Opiatabh√§ngigkeit): Ihr Arzt muss Ihnen m√∂glicherweise eine andere Behandlung empfehlen.
  • Sertralin (ein Medikament zur Behandlung von Depressionen): Ihr Arzt muss m√∂glicherweise Ihre Sertralin-Dosis ver√§ndern.
  • Bupropion (ein Medikament zur Behandlung von Depressionen oder zur Unterst√ľtzung, wenn Sie mit dem Rauchen aufh√∂ren wollen): Ihr Arzt muss m√∂glicherweise Ihre Bupropion-Dosis ver√§ndern.
  • Diltiazem oder √§hnliche Medikamente (bezeichnet als Kalziumkanalblocker, welche √ľblicherweise bei hohem Blutdruck oder Herzproblemen angewendet werden): Wenn Sie mit der Einnahme von Stocrin beginnen, muss Ihr Arzt m√∂glicherweise die Dosis Ihres Kalziumkanalblockers ver√§ndern.
  • Immunsuppressiva wie Cyclosporin, Sirolimus oder Tacrolimus (Medikamente zur Vorbeugung gegen Absto√üungsreaktionen nach einer Organtransplantation): Wenn Sie mit der Einnahme von Stocrin beginnen oder aufh√∂ren, wird Ihr Arzt den Plasmaspiegel des Immunsuppressivums genau √ľberwachen und eventuell dessen Dosis anpassen.
  • Hormonelle Kontrazeptiva wie die "Pille" zur Geburtenkontrolle, injizierte Empf√§ngnisverh√ľtungsmittel (z. B. Depo-Provera) oder ein Implantat zur Empf√§ngnisverh√ľtung (z.B. Implanon): Sie m√ľssen zus√§tzlich eine zuverl√§ssige Barriere- Methode zur Empf√§ngnisverh√ľtung verwenden (siehe Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/Geb√§rf√§higkeit). Stocrin kann die Wirkung von hormonellen Kontrazeptiva beeintr√§chtigen. Bei Frauen, die Stocrin einnahmen und ein hormonelles Implantat verwendeten, wurden Schwangerschaften beobachtet, obwohl nicht nachgewiesen werden konnte, dass die Stocrin-Therapie die Ursache f√ľr das Versagen der Verh√ľtungsmethode war.
  • Warfarin oder Acenocoumarol (Medikamente zur Verhinderung der Entstehung von Blutgerinnseln): Ihr Arzt muss m√∂glicherweise Ihre Warfarin-oder Acenocoumarol-Dosis ver√§ndern.
  • Gingko-biloba-Extrakte (eine pflanzliche Zubereitung).
  • Arzneimittel die den Herzrhythmus beeinflussen:

Metoprolol.

  • Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen: z.B. Imipramin, Amitryptilin oder Clomipramin.
  • Antibiotika, einschlie√ülich folgender Klassen: Makrolide, Fluorochinolone oder

Imidazol.

  • Metamizol (ein Arzneimittel zur Behandlung von Schmerzen und Fieber).
  • Praziquantel (ein Arzneimittel zur Behandlung von parasit√§ren Wurminfektionen).

Einnahme von Stocrin zusammen mit Nahrungsmitteln und Getr√§nken Die Einnahme von Stocrin auf n√ľchternen Magen kann die Nebenwirkungen verringern. Vermeiden Sie Grapefruitsaft, wenn Sie Stocrin einnehmen. Schwangerschaft und Stillzeit Frauen d√ľrfen w√§hrend und bis 12 Wochen nach der Behandlung mit Stocrin nicht schwanger werden. Ihr Arzt kann vor Beginn der Behandlung mit Stocrin verlangen, dass Sie einen Schwangerschaftstest durchf√ľhren, um eine Schwangerschaft sicher auszuschlie√üen. Wenn Sie w√§hrend der Behandlung mit Stocrin schwanger werden k√∂nnten, m√ľssen Sie eine zuverl√§ssige Empf√§ngnisverh√ľtung mit einer Barriere-Methode (zum Beispiel ein Kondom) zusammen mit anderen empf√§ngnisverh√ľtenden Methoden, einschlie√ülich oraler (Pille) oder anderer hormoneller Kontrazeptiva (wie zum Beispiel Implantaten, Injektionen), anwenden. Efavirenz kann noch einige Zeit nach Absetzen der Behandlung in Ihrem Blut verbleiben. Deshalb sollten Sie unbedingt bis 12 Wochen nach Absetzen der Behandlung mit Stocrin Verh√ľtungsma√ünahmen anwenden, wie oben beschrieben. Informieren Sie Ihren Arzt unverz√ľglich, wenn Sie schwanger sind oder beabsichtigen schwanger zu werden. Wenn Sie schwanger sind, d√ľrfen Sie Stocrin nur einnehmen, wenn Sie und Ihr Arzt entschieden haben, dass dies unbedingt erforderlich ist. Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Schwere Missbildungen wurden bei ungeborenen Tieren und bei Babies von Frauen beobachtet, die w√§hrend der Schwangerschaft mit Efavirenz oder mit Kombinationstabletten aus Efavirenz, Emtricitabin und Tenofovir behandelt wurden. Wenn Sie w√§hrend der Schwangerschaft Stocrin oder die Kombinationstablette aus Efavirenz, Emtricitabin und Tenofovir eingenommen haben, kann Ihr Arzt regelm√§√üige Blutuntersuchungen und andere diagnostische Tests anordnen, um die Entwicklung Ihres Kindes zu √ľberwachen. Bei HIV-positiven Frauen wird das Stillen nicht empfohlen, da eine HIV-Infektion √ľber die Muttermilch auf das Kind √ľbertragen werden kann. Wenn Sie stillen oder beabsichtigen zu stillen, sollen Sie dies so schnell wie m√∂glich mit Ihrem Arzt besprechen. Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen Stocrin enth√§lt Efavirenz und kann Schwindel/Benommenheit, Konzentrationsst√∂rungen und Schl√§frigkeit verursachen. Wenn Sie davon betroffen sind, d√ľrfen Sie kein Fahrzeug lenken und keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen. Stocrin enth√§lt Lactose in jeder 600-mg-Tagesdosis Bitte nehmen Sie Stocrin erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunvertr√§glichkeit leiden. Betroffene Patienten k√∂nnen Stocrin L√∂sung zum Einnehmen, die Lactose-frei ist, einnehmen. Stocrin enth√§lt Natrium in jeder 600-mg Tagesdosis Dieses Arzneimittel enth√§lt weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro 600 mg Tagesdosis, d.h. es ist nahezu ‚Äěnatriumfrei‚Äú.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. Ihr Arzt wird Ihnen Anweisungen zur richtigen Dosierung geben.

  • Die empfohlene Dosis f√ľr Erwachsene betr√§gt einmal t√§glich 600 mg.
  • Die Stocrin-Dosis muss m√∂glicherweise erh√∂ht oder reduziert werden, wenn Sie zus√§tzlich bestimmte Arzneimittel einnehmen (siehe Einnahme von Stocrin zusammen mit anderen Arzneimitteln)
  • Stocrin wird √ľber den Mund eingenommen. Es wird empfohlen, Stocrin auf n√ľchternen Magen einzunehmen, vorzugsweise vor dem Schlafengehen. Dadurch werden manche Nebenwirkungen (zum Beispiel Schwindel/Benommenheit, Schl√§frigkeit) m√∂glicherweise leichter ertr√§glich. ‚ÄěAuf n√ľchternen Magen einnehmen‚Äú bedeutet im allgemeinen 1 Stunde vor oder 2 Stunden nach einer Mahlzeit.
  • Es wird empfohlen, die Tablette im Ganzen mit Wasser einzunehmen.
  • Stocrin muss jeden Tag eingenommen werden.
  • Stocrin darf zur Behandlung der HIV-Infektion niemals allein eingenommen werden. Die Anwendung von Stocrin muss immer in Kombination mit anderen HIV-Arzneimitteln erfolgen.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

  • Die empfohlene Dosis f√ľr Kinder, die 40 kg oder mehr wiegen, betr√§gt einmal t√§glich 600 mg.
  • Die Dosis f√ľr Kinder, die weniger als 40 kg wiegen, wird auf der Grundlage des K√∂rpergewichts berechnet und einmal t√§glich eingenommen, wie in der folgenden Tabelle angegeben.
Körpergewicht kgStocrin Dosis (mg) *
13 bis <15200
15 bis <20250
20 bis <25300
25 bis <32,5350
32,5 bis <40400

*Stocrin 50 mg, 200 mg und 600 mg-Filmtabletten stehen zur Verf√ľgung. Wenn Sie eine gr√∂√üere Menge von Stocrin eingenommen haben, als Sie sollten Wenn Sie zuviel Stocrin eingenommen haben, konsultieren Sie Ihren Arzt oder die n√§chstgelegene Notaufnahme. Halten Sie dabei das Arzneimittelbeh√§ltnis bereit, damit Sie problemlos beschreiben k√∂nnen, was Sie eingenommen haben. Wenn Sie die Einnahme von Stocrin vergessen haben Versuchen Sie, keine Dosis auszulassen. Wenn Sie dennoch eine Dosis vergessen haben, nehmen Sie die n√§chste Dosis so bald wie m√∂glich ein. Nehmen Sie jedoch nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Wenn Sie Hilfe bei der Planung der besten Einnahmezeiten f√ľr Ihr Arzneimittel ben√∂tigen, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Wenn Sie die Einnahme von Stocrin abbrechen Wenn Ihre Packung Stocrin zu Ende geht, wenden Sie sich rechtzeitig an Ihren Arzt oder Apotheker um Folgemedikation zu erhalten. Dies ist √§u√üerst wichtig, denn das Virus beginnt sich m√∂glicherweise zu vermehren, selbst wenn das Arzneimittel nur f√ľr kurze Zeit abgesetzt wird. Dadurch kann das Virus m√∂glicherweise schwieriger zu behandeln sein.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen. Bei der Behandlung einer HIV-Infektion kann man nicht immer feststellen, ob eine unerw√ľnschte Wirkung von Stocrin oder von anderen Medikamenten verursacht wurde, die Sie gleichzeitig einnehmen, oder aber von der HIV-Erkrankung selbst. W√§hrend einer HIV-Therapie k√∂nnen eine Gewichtszunahme und ein Anstieg der Blutfett- und Blutzuckerwerte auftreten. Dies h√§ngt teilweise mit dem verbesserten Gesundheitszustand und dem Lebensstil zusammen; bei den Blutfetten manchmal mit den HIV-Arzneimitteln selbst. Ihr Arzt wird Sie auf diese Ver√§nderungen hin untersuchen. Die wichtigsten unerw√ľnschten Wirkungen, √ľber die nach der Einnahme von Stocrin in Kombination mit anderen HIV-Arzneimitteln berichtet wurde, sind Hautausschl√§ge und Symptome des Nervensystems. Sie m√ľssen Ihren Arzt aufsuchen, wenn Sie einen Hautausschlag bekommen, da einige Ausschl√§ge schwerwiegend sein k√∂nnen. In den meisten F√§llen verschwindet der Ausschlag aber auch ohne Umstellung Ihrer Behandlung mit Stocrin wieder. Bei Kindern, die mit Stocrin behandelt wurden, traten Hautausschl√§ge h√§ufiger als bei Erwachsenen auf. Symptome des Nervensystems treten meist bei Behandlungsbeginn auf, klingen aber im Allgemeinen innerhalb der ersten Wochen wieder ab. In einer Studie traten Symptome des Nervensystems h√§ufig w√§hrend der ersten 1-3 Stunden nach Einnahme einer Dosis auf. Wenn Sie davon betroffen sind, kann Ihr Arzt vorschlagen, dass Sie Stocrin vor dem Schlafengehen und auf n√ľchternen Magen einnehmen. Bei einigen Patienten treten schwerwiegendere Symptome auf, die die Stimmung oder die F√§higkeit, klar zu denken beeintr√§chtigen k√∂nnen. Einige Patienten haben tats√§chlich Selbstmord begangen. Diese Probleme treten bei Patienten, die in der Vorgeschichte psychische Erkrankungen hatten, h√§ufiger auf. Dar√ľber hinaus k√∂nnen einige Symptome des Nervensystems (z.B. Verwirrtheit, Verlangsamung im Denken und im Bewegungsablauf, sowie Wahnvorstellungen (falsche Vorstellungen) oder Halluzinationen (Dingen sehen oder h√∂ren, die andere nicht sehen oder h√∂ren) Monate bis Jahre nach Therapiebeginn mit Stocrin auftreten. Benachrichtigen Sie stets unverz√ľglich Ihren Arzt, wenn Sie w√§hrend der Einnahme von Stocrin diese Symptome oder irgendwelche Nebenwirkungen bemerken. Wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen bei sich feststellen, informieren Sie bitte Ihren Arzt: Sehr h√§ufig (betrifft mehr als 1 Patienten von 10)

- Hautausschlag Häufig (betrifft 1 bis 10 Patienten von 100)

Mögliche Untersuchungsergebnisse:

- Erhöhte Leberenzymwerte im Blut

- Erhöhte Triglyzeridwerte (Fettsäuren) im Blut Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 Patienten von 1.000)

- Allergische Reaktion (√úberempfindlichkeit), die zu schweren Hautreaktionen f√ľhren kann (Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom) M√∂gliche Untersuchungsergebnisse:

- Erhöhte Cholesterinwerte im Blut Selten (betrifft 1 bis 10 Patienten von 10.000)

Meldung von Nebenwirkungen Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das in Anhang V aufgef√ľhrte nationale Meldesystem anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf. Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Flasche und dem Umkarton, nach ‚ÄěVerwendbar bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Stocrin enthält

  • Jede Stocrin-Fimtablette enth√§lt als Wirkstoff 200 mg Efavirenz.
  • Die sonstigen Bestandteile des Tablettenkerns sind: Croscarmellose-Natrium, mikrokristalline Cellulose, Natriumdodecylsulfat, Hydroxypropylcellulose, Lactose-Monohydrat und Magnesiumstearat.
  • Der Film√ľberzug enth√§lt: Hypromellose (E464), Titandioxid (E171), Macrogol 400, Eisen(III)-hydroxid-oxid (E172) und Carnaubawachs.

Wie Stocrin aussieht und Inhalt der Packung Stocrin 200 mg Filmtabletten sind in Flaschen zu 90 Tabletten erhältlich.

Pharmazeutischer UnternehmerHersteller
Merk Sharp & Dohme B.V.Merk Sharp & Dohme B.V.
Waarderweg 39Waarderweg 39
2031 BN HaarlemPostbus 581
Niederlande2003 PC Haarlem
Niederlande

Falls weitere Informationen √ľber das Arzneimittel gew√ľnscht werden, setzen Sie sich bitte mit dem √∂rtlichen Vertreter des Pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung:

Belgique/Belgi√ę/Belgien MSD Belgium T√©l/Tel: +32 (0) 27766211 dpoc_belux@merck.com –Ď—ä–Ľ–≥–į—Ä–ł—Ź

–ú–Ķ—Ä–ļ –®–į—Ä–Ņ –ł –Ē–ĺ—É–ľ –Ď—ä–Ľ–≥–į—Ä–ł—Ź –ē–ě–ě–Ē –Ę–Ķ–Ľ.: +359 2 819 3737

info-msdbg@merck.com ńĆesk√° republika

Merck Sharp & Dohme, s.r.o. Tel.: +420 233 010 111 dpoc_czechslovak@merck.com Danmark MSD Danmark ApS Tlf: +45 44 82 40 00 dkmail@merck.com Deutschland MSD Sharp & Dohme GmbH Tel: 0800 673 673 673 (+49 (0) 89 4561 0) e-mail@msd.de Eesti Merck Sharp & Dohme O√ú Tel.: +372 6144 200 msdeesti@merck.com EőĽőĽő¨őīőĪ

MSD őĎ.ő¶.őí.őē.őē

Lietuva UAB Merck Sharp & Dohme Tel.: +370 5 278 02 47 msd_lietuva@merck.com Luxembourg/Luxemburg MSD Belgium T√©l/Tel: +32 (0) 27766211 dpoc_belux@merck.com Magyarorsz√°g MSD Pharma Hungary Kft. Tel.: +361 888 53 00 hungary_msd@merck.com Malta Merck Sharp & Dohme Cyprus Limited Tel: 8007 4433 (+356 99917558) malta_info@merck.com Nederland Merck Sharp & Dohme B.V. Tel: 0800 9999000 (+31 23 5153153) medicalinfo.nl@merck.com Norge MSD (Norge) AS Tlf: +47 32 20 73 00 msdnorge@msd.no √Ėsterreich Merck Sharp & Dohme Ges. m. b. H.

ő§ő∑őĽ: + 30-210 98 97 300 dpoc_greece@merck.com

Espa√Īa Merck Sharp & Dohme de Espa√Īa, S.A. Tel: +34 91 321 06 00 msd_info@merck.com France MSD France T√©l: + 33 (0) 1 80 46 40 40 Hrvatska Merck Sharp & Dohme d.o.o. Tel: + 385 1 6611 333 croatia_info@merck.com Ireland Merck Sharp & Dohme Ireland (Human Health) Limited Tel: +353 (0)1 2998700 medinfo_ireland@merck.com √ćsland Vistor hf. S√≠mi: +354 535 7000 őôtalia

MSD Italia S.r.l. Tel: 800 23 99 89 (+39 06 361911) medicalinformation.it@msd.com őöŌćŌÄŌĀőŅŌā

Merck Sharp & Dohme Cyprus Limited. ő§ő∑őĽ: 80000 673 (+357 22866700) cyprus_info@merck.com

Latvija SIA Merck Sharp & Dohme Latvija Tel: +371 67364 224 msd_lv@merck.com Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Weitere Informationsquellen

Tel: +43 (0) 1 26 044 dpoc_austria@merck.com Polska MSD Polska Sp.z o.o. Tel.: +48 22 549 51 00 msdpolska@merck.com Portugal Merck Sharp & Dohme, Lda Tel: +351 21 4465700 inform_pt@merck.com Rom√Ęnia Merck Sharp & Dohme Romania S.R.L. Tel: + 4021 529 29 00 msdromania@merck.com Slovenija Merck Sharp & Dohme, inovativna zdravila d.o.o. Tel: + 386 1 5204201 msd_slovenia@merck.com Slovensk√° republika Merck Sharp & Dohme, s.r.o. Tel.: +421 2 58282010 dpoc_czechslovak@merck.com Suomi/Finland MSD Finland Oy Puh/Tel: +358 (0) 9 804650 info@msd.fi Sverige Merck Sharp & Dohme (Sweden) AB Tel: +46 (0) 77 5700488 medicinskinfo@merck.com United Kingdom (Northern Ireland) Merck Sharp & Dohme Ireland (Human Health) Limited Tel: +353 (0)1 2998700 medinfoNI@msd.com

Ausf√ľhrliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europ√§ischen Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verf√ľgbar.

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Zuletzt aktualisiert: 16.07.2023

Quelle: Stocrin 200 mg Filmtabletten - Beipackzettel

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Ursachen, Symptome und Behandlungsm√∂glichkeiten f√ľr h√§ufige Krankheiten und Verletzungen.

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