Padviram 600 mg/200 mg/245 mg Filmtabletten

Abbildung Padviram 600 mg/200 mg/245 mg Filmtabletten
Wirkstoff(e) Efavirenz Emtricitabin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller 1 A Pharma GmbH
BetÀubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 19.09.2017
ATC Code J05AR06
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Direkt wirkende antivirale Mittel

Zulassungsinhaber

1 A Pharma GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Padviram enthÀlt 3 Wirkstoffe, die zur Behandlung von Infektionen mit dem Humanen Immundefizienzvirus (HIV) dienen:

  • Efavirenz ist ein nichtnukleosidischer Hemmer der reversen Transkriptase (NNRTI)
  • Emtricitabin ist ein Nukleosid-Reverse-Transkriptase-Hemmer (NRTI)
  • Tenofovir ist ein Nukleotid-Reverse-Transkriptase-Hemmer (NtRTI)

Die Wirkung jedes dieser sogenannten antiretroviralen Wirkstoffe beruht auf der Störung der normalen AktivitĂ€t eines Enzyms (Reverse Transkriptase), das fĂŒr die Vermehrung des Virus wichtig ist.

Padviram dient zur Behandlung einer Infektion mit dem Humanen Immundefizienzvirus

(HIV) bei Erwachsenen im Alter von 18 Jahren und darĂŒber, die zuvor bereits mit anderen antiretroviralen Arzneimitteln behandelt wurden und bei denen die HIV-1-Infektion seit mindestens 3 Monaten unter Kontrolle ist. Bei diesen Patienten darf keine vorhergehende HIV-Therapie versagt haben.

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Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Padviram darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Efavirenz, Emtricitabin, Tenofovir, Tenofovirdisoproxil oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • wenn Sie an einer schweren Lebererkrankung leiden.
  • wenn Sie an einem Herzproblem wie einem als VerlĂ€ngerung des QT-Intervalls bezeichneten abnormen elektrischen Signal leiden, wodurch Sie einem hohen Risiko fĂŒr schwere Herzrhythmusstörungen (Torsade de Pointes) ausgesetzt sind.
  • wenn ein Familienangehöriger (Eltern, Großeltern, Geschwister) plötzlich aufgrund eines Herzproblems verstorben ist oder an einem angeborenen Herzfehler leidet.
  • wenn Ihr Arzt Sie darĂŒber informiert hat, dass bei Ihnen hohe oder niedrige Elektrolytwerte im Blut, wie z. B. Kalium oder Magnesium, vorliegen.
  • wenn Sie gegenwĂ€rtig eines der folgenden Arzneimittel einnehmen (siehe auch „Einnahme von Padviram zusammen mit anderen Arzneimitteln“):
    • Astemizol oder Terfenadin (gegen Heuschnupfen oder sonstige Allergien)
    • Bepridil (gegen Herzerkrankungen)
    • Cisaprid (gegen Sodbrennen)
    • Elbasvir/Grazoprevir (zur Behandlung von Hepatitis C)
    • Mutterkorn-Alkaloide (z. B. Ergotamin, Dihydroergotamin, Ergometrin oder Methylergometrin) (gegen MigrĂ€ne und Cluster-Kopfschmerzen)
    • Midazolam oder Triazolam (gegen Schlafstörungen)
    • Pimozid, Imipramin, Amitriptylin oder Clomipramin (gegen bestimmte psychische Störungen)
    • Johanniskraut (Hypericum perforatum) (pflanzliche Zubereitung gegen Depression und Angst)
    • Voriconazol (gegen Pilzinfektionen)
    • Flecainid, Metoprolol (zur Behandlung eines unregelmĂ€ĂŸigen Herzschlags)
    • bestimmte Antibiotika (Makrolide, Fluorchinolone, Imidazol)
    • Triazol-Antimykotika
    • bestimmte Antimalariamittel
    • Methadon (gegen Opiat-AbhĂ€ngigkeit)

Wenn Sie eines der genannten Arzneimittel einnehmen, informieren Sie bitte umgehend Ihren Arzt. Die Einnahme dieser Arzneimittel gleichzeitig mit Padviram kann schwere oder lebensbedrohliche Nebenwirkungen hervorrufen oder die Wirksamkeit dieser Arzneimittel einschrÀnken.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Padviram einnehmen.

  • Auch wĂ€hrend der Einnahme dieses Arzneimittels können Sie HIV auf andere ĂŒbertragen, obwohl das Risiko durch eine effektive antiretrovirale Therapie verringert ist. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt ĂŒber die Vorsichtsmaßnahmen, die notwendig sind, um die Infizierung anderer Menschen zu verhindern. Dieses Arzneimittel ist kein Heilmittel fĂŒr eine HIV-Infektion. Sie können wĂ€hrend der Einnahme dieses Arzneimittels weiterhin Infektionen oder andere mit der HIV-Infektion einhergehende Erkrankungen bekommen.
  • Sie mĂŒssen wĂ€hrend der Einnahme dieses Arzneimittels in Ă€rztlicher Behandlung bleiben.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt
    • wenn Sie weitere Arzneimittel einnehmen, die Efavirenz, Emtricitabin, Tenofovirdisoproxil, Tenofoviralafenamid, Lamivudin oder Adefovirdipivoxil enthalten. Dieses Arzneimittel sollte nicht gleichzeitig mit diesen Arzneimitteln eingenommen werden.
    • wenn Sie an einer Nierenerkrankung leiden oder gelitten haben, oder wenn Untersuchungen auf Nierenprobleme hingewiesen haben. Die Einnahme dieses Arzneimittels wird nicht empfohlen, wenn Sie eine mittelschwere oder schwere Nierenerkrankung haben.
      Dieses Arzneimittel kann Auswirkungen auf Ihre Nieren haben. Vor Beginn der Behandlung mit Padviram wird Ihr Arzt möglicherweise Blutuntersuchungen anordnen, um Ihre Nierenfunktion zu kontrollieren. Möglicherweise ordnet Ihr Arzt wĂ€hrend Ihrer Behandlung auch Blutuntersuchungen zur Überwachung Ihrer Nieren an.
      Dieses Arzneimittel wird normalerweise nicht zusammen mit anderen Arzneimitteln eingenommen, die Ihre Nieren schÀdigen können (siehe Abschnitt 2 Einnahme von

Padviram zusammen mit anderen Arzneimitteln). Falls dies jedoch unvermeidbar ist, wird Ihr Arzt 1-mal wöchentlich Ihre Nierenfunktion kontrollieren.

    • wenn Sie an einer Herzerkrankung leiden, insbesondere an einem als VerlĂ€ngerung des QT-Intervalls bezeichneten abnormen elektrischen Signal.
    • wenn in Ihrer Krankengeschichte psychische Störungen vorkommen, einschließlich Depressionen, oder wenn ein Arzneimittel-, Drogen- oder Alkoholmissbrauch vorlag. Sprechen Sie umgehend mit Ihrem Arzt, wenn Sie sich niedergeschlagen (depressiv) fĂŒhlen, an Selbstmord denken oder seltsame Gedanken haben (siehe Abschnitt 4 Welche Nebenwirkungen sind möglich?).
    • wenn in Ihrer Krankengeschichte Anfallsleiden (KrampfanfĂ€lle) vorkommen oder wenn Sie derzeit mit einem Arzneimittel gegen KrampfanfĂ€lle behandelt werden, zum Beispiel Carbamazepin, Phenobarbital oder Phenytoin. Wenn Sie ein solches Arzneimittel einnehmen, muss Ihr Arzt eventuell die Wirkstoffmenge in Ihrem Blut ĂŒberprĂŒfen, um sicher zu stellen, dass diese nicht durch dieses Arzneimittel beeinflusst wird. Gegebenenfalls verordnet Ihr Arzt Ihnen ein anderes Arzneimittel gegen KrampfanfĂ€lle.
    • wenn in Ihrer Krankengeschichte eine Lebererkrankung, einschließlich einer chronischen aktiven Hepatitis, vorkommt. Patienten mit einer Lebererkrankung wie einer chronischen Hepatitis B oder C, die eine antiretrovirale Kombinationstherapie erhalten, weisen ein erhöhtes Risiko fĂŒr schwerwiegende, möglicherweise lebensbedrohliche Leberprobleme auf. Gegebenenfalls wird Ihr Arzt Blutuntersuchungen durchfĂŒhren, um zu kontrollieren, wie gut Ihre Leber arbeitet, oder Sie auf ein anderes Arzneimittel umstellen. Padviram darf nicht eingenommen werden, wenn Sie an einer schweren Lebererkrankung leiden (siehe Abschnitt 2 Padviram darf nicht eingenommen werden).
      Wenn Sie eine Hepatitis-B-Infektion haben, wird Ihr Arzt sorgfĂ€ltig das bestmögliche Behandlungsschema fĂŒr Sie auswĂ€hlen. Tenofovirdisoproxil und Emtricitabin, 2 der Wirkstoffe in diesem Arzneimittel, zeigen eine AktivitĂ€t gegen das Hepatitis-B-Virus, wobei Emtricitabin fĂŒr die Behandlung der Hepatitis-B-Infektion nicht zugelassen ist. Die Symptome Ihrer Hepatitis können sich verstĂ€rken, wenn Sie die Einnahme dieses Arzneimittels beenden. Eventuell wird Ihr Arzt regelmĂ€ĂŸige Blutuntersuchungen durchfĂŒhren, um zu beobachten, wie Ihre Leber arbeitet (siehe Abschnitt 3 Wenn Sie die Einnahme von Padviram abbrechen).
    • UnabhĂ€ngig davon, ob in Ihrer Krankengeschichte eine Lebererkrankung vorkommt, wird Ihr Arzt regelmĂ€ĂŸige Blutuntersuchungen in Betracht ziehen, um zu kontrollieren, wie Ihre Leber arbeitet.
    • falls Sie Ă€lter als 65 Jahre sind. Es wurde nur eine unzureichende Anzahl an Patienten ĂŒber 65 Jahre untersucht. Falls Sie Ă€lter als 65 Jahre sind und Ihr Arzt Ihnen dieses Arzneimittel verordnet hat, wird er Sie sorgfĂ€ltig ĂŒberwachen.
  • Sobald Sie mit der Einnahme von Padviram beginnen, achten Sie bitte auf folgende Anzeichen:
    • Anzeichen von SchwindelgefĂŒhl, Schlafstörungen, Benommenheit, Konzentrationsstörungen oder ungewöhnlichen TrĂ€umen. Diese Nebenwirkungen können in den ersten 1 oder 2 Tagen der Behandlung auftreten und klingen in der Regel nach 2-4 Wochen wieder ab.
    • jegliche Anzeichen von Hautausschlag. Dieses Arzneimittel kann HautausschlĂ€ge hervorrufen. Wenn Sie bei sich Anzeichen fĂŒr einen schweren Ausschlag mit Blasen oder Fieber feststellen, unterbrechen Sie sofort die Einnahme von Padviram und sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Wenn Sie frĂŒher einmal von einem anderen NNRTI-Arzneimittel Ausschlag bekommen haben, kann auch ein grĂ¶ĂŸeres Risiko dafĂŒr bestehen, dass Sie von diesem Arzneimittel Ausschlag bekommen.
    • jegliche Anzeichen einer EntzĂŒndung oder Infektion. Bei einigen Patienten mit fortgeschrittener HIV-Infektion (AIDS) und bereits frĂŒher aufgetretenen Begleitinfektionen können kurz nach Beginn der antiretroviralen Behandlung Anzeichen und Symptome einer EntzĂŒndung von zurĂŒckliegenden Infektionen auftreten. Es wird

angenommen, dass diese Symptome auf eine Verbesserung der körpereigenen Immunantwort zurĂŒckzufĂŒhren sind, die es dem Körper ermöglicht, Infektionen zu bekĂ€mpfen, die möglicherweise ohne erkennbare Symptome vorhanden waren. Wenn Sie irgendwelche Anzeichen einer Infektion bemerken, sprechen Sie bitte sofort mit Ihrem Arzt.

ZusĂ€tzlich zu den Begleitinfektionen können nach Beginn der Einnahme von Arzneimitteln zur Behandlung Ihrer HIV-Infektion auch Autoimmunerkrankungen auftreten (ein Zustand, bei dem das Immunsystem gesundes Körpergewebe angreift). Autoimmunerkrankungen können viele Monate nach Beginn der Behandlung auftreten. Wenn Sie irgendwelche Anzeichen einer Infektion oder andere Symptome, wie z. B. MuskelschwĂ€che, eine SchwĂ€che, die in den HĂ€nden und FĂŒĂŸen beginnt und sich in Richtung Rumpf fortsetzt, Herzklopfen, Zittern oder HyperaktivitĂ€t bemerken, informieren Sie bitte unverzĂŒglich Ihren Arzt, um die notwendige Behandlung zu erhalten.

Knochenerkrankungen. Bei einigen Patienten, die eine antiretrovirale Kombinationsbehandlung erhalten, kann sich eine Knochenkrankheit entwickeln, die als Osteonekrose bezeichnet wird (Absterben von Knochengewebe infolge unzureichender Blutversorgung des Knochens). Zu den vielen Risikofaktoren fĂŒr die Entwicklung dieser Erkrankung können unter anderem die Dauer der antiretroviralen Kombinationsbehandlung, die Anwendung von Kortikosteroiden, Alkoholkonsum, eine starke UnterdrĂŒckung des Immunsystems oder ein höherer Body-Mass-Index (Maßzahl zur Beurteilung des Körpergewichts im VerhĂ€ltnis zur KörpergrĂ¶ĂŸe) gehören. Anzeichen einer Osteonekrose sind Gelenksteife, -beschwerden und -schmerzen (insbesondere in HĂŒfte, Knie und Schulter) sowie Schwierigkeiten bei Bewegungen. Falls Sie eines dieser Anzeichen bei sich bemerken, informieren Sie bitte Ihren Arzt. Knochenprobleme (die manchmal zu KnochenbrĂŒchen fĂŒhren) können auch aufgrund von SchĂ€den an den Zellen der NierenkanĂ€lchen auftreten (siehe Abschnitt 4 Welche Nebenwirkungen sind möglich?).

Kinder und Jugendliche

  • Geben Sie Padviram nicht an Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Die Anwendung dieses Arzneimittels bei Kindern und Jugendlichen ist noch nicht untersucht worden.

Einnahme von Padviram zusammen mit anderen Arzneimitteln

Sie dĂŒrfen Padviram nicht gleichzeitig mit bestimmten anderen Arzneimitteln einnehmen.

Diese Arzneimittel sind am Anfang von Abschnitt 2 aufgefĂŒhrt, unter Padviram darf nicht eingenommen werden. Es handelt sich um verschiedene hĂ€ufig verwendete Arzneimittel und pflanzliche Zubereitungen (z. B. Johanniskraut), die schwerwiegende Wechselwirkungen hervorrufen können.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kĂŒrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Sie sollten dieses Arzneimittel auch nicht gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln einnehmen, die Efavirenz (es sei denn auf Anweisung Ihres Arztes), Emtricitabin, Tenofovirdisoproxil, Tenofoviralafenamid, Lamivudin oder Adefovirdipivoxil enthalten.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, die Ihre Nieren schÀdigen können. Dazu gehören beispielsweise:

  • Aminoglykoside, Vancomycin (Mittel gegen bakterielle Infektionen)
  • Foscarnet, Ganciclovir, Cidofovir (Mittel gegen Virusinfektionen)
  • Amphotericin B, Pentamidin (Mittel gegen Pilzerkrankungen)
  • Interleukin-2 (zur Behandlung von Krebserkrankungen)

Nicht-steroidale antiinflammatorische Arzneimittel (NSAIDs, zur Linderung von Knochen- oder Muskelschmerzen)

Padviram kann mit anderen Arzneimitteln, einschließlich pflanzlicher Zubereitungen wie z. B. Ginkgo biloba-Extrakte, in Wechselwirkung treten. Dadurch kann die Wirkstoffmenge von diesem Arzneimittel oder anderen Arzneimitteln in Ihrem Blut beeinflusst werden. Das kann zur Folge haben, dass die Wirksamkeit der Arzneimittel nachlĂ€sst oder Nebenwirkungen verstĂ€rkt werden. In einigen FĂ€llen muss Ihr Arzt dann Ihre Arzneimitteldosis entsprechend verĂ€ndern oder Ihre Blutwerte kontrollieren. Es ist sehr wichtig, dass Sie Ihren Arzt oder Apotheker informieren,

wenn Sie eines der folgenden Mittel einnehmen:

  • Didanosin enthaltende Arzneimittel (zur Behandlung der HIV-Infektion): Die gleichzeitige Einnahme dieses Arzneimittels mit anderen antiviralen Arzneimitteln, die Didanosin enthalten, kann den Blutspiegel von Didanosin ansteigen lassen und die CD4- Zellzahl reduzieren. In seltenen FĂ€llen sind bei der gleichzeitigen Anwendung von Arzneimitteln, die Tenofovirdisoproxil und Didanosin enthalten, EntzĂŒndungen der BauchspeicheldrĂŒse und Laktatazidose (Überschuss an MilchsĂ€ure im Blut, manchmal mit tödlichem Ausgang), beobachtet worden. Ihr Arzt wird sorgfĂ€ltig abwĂ€gen, ob Sie mit Arzneimitteln behandelt werden sollen, die Tenofovir und Didanosin enthalten.
  • Andere Arzneimittel zur Behandlung der HIV-Infektion: Folgende Proteasehemmer: Darunavir, Indinavir, Lopinavir/Ritonavir, Ritonavir oder Ritonavir-geboostertes Atazanavir oder Saquinavir. Gegebenenfalls zieht Ihr Arzt ein anderes Arzneimittel fĂŒr Sie in Betracht oder verĂ€ndert die Dosis des Proteasehemmers. Informieren Sie Ihren Arzt auch, wenn Sie Maraviroc einnehmen.
  • Arzneimittel zur Behandlung einer Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus: Boceprevir, Elbasvir/Grazoprevir, Simeprevir, Sofosbuvir/Velpatasvir, Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir.
  • Blutfettsenker (Statine): Atorvastatin, Pravastatin, Simvastatin. Dieses Arzneimittel kann die Statin-Konzentration in Ihrem Blut verringern. Ihr Arzt wird Ihren Cholesterinspiegel kontrollieren und bei Bedarf die Anpassung Ihrer Statin-Dosis in Betracht ziehen.
  • Arzneimittel gegen KrampfanfĂ€lle (Antikonvulsiva): Carbamazepin, Phenytoin, Phenobarbital. Padviram kann die Antikonvulsiva-Konzentration in Ihrem Blut verĂ€ndern. Carbamazepin kann die Konzentration von Efavirenz (einem der Wirkstoffe in diesem Arzneimittel) in Ihrem Blut verringern. Ihr Arzt muss eventuell in Betracht ziehen, Ihnen ein anderes Mittel gegen KrampfanfĂ€lle zu verschreiben.
  • Arzneimittel gegen bakterielle Infektionen einschließlich Tuberkulose und AIDS- bedingtem Mycobacterium-avium-Komplex: Clarithromycin, Rifabutin, Rifampicin. Ihr Arzt wird eventuell in Betracht ziehen, Ihre Dosis zu verĂ€ndern oder Ihnen ein anderes Antibiotikum zu verschreiben. Außerdem kann Ihr Arzt in Betracht ziehen, Ihnen eine zusĂ€tzliche Dosis Efavirenz zur Behandlung der HIV-Infektion zu geben.
  • Arzneimittel gegen Pilzerkrankungen (Antimykotika): Itraconazol oder Posaconazol. Dieses Arzneimittel kann die Itraconazol- oder Posaconazol-Konzentration in Ihrem Blut verringern. Ihr Arzt kann daher in Betracht ziehen, Ihnen ein anderes Antimykotikum zu verschreiben.
  • Arzneimittel zur Behandlung von Malaria: Atovaquon/Proguanil oder Artemether/Lumefantrin. Dieses Arzneimittel kann die Atovaquon/Proguanil- oder Artemether/Lumefantrin-Konzentration in Ihrem Blut verringern.
  • Hormonelle Kontrazeptiva wie die Anti-Baby-Pille, ein injiziertes VerhĂŒtungsmittel (z. B. Depo-ProveraÂź) oder ein VerhĂŒtungsimplantat (z. B. ImplanonÂź): Sie mĂŒssen zusĂ€tzlich eine zuverlĂ€ssige Barriere-Methode zur VerhĂŒtung (zum Beispiel ein Kondom) verwenden (siehe Schwangerschaft und Stillzeit). Die Einnahme von Padviram kann dazu
    fĂŒhren, dass hormonelle Kontrazeptiva weniger zuverlĂ€ssig wirken. Bei Frauen, die Efavirenz, einen Wirkstoff dieses Arzneimittels, einnehmen, sind wĂ€hrend der Anwendung eines VerhĂŒtungsimplantats Schwangerschaften aufgetreten, obwohl nicht nachgewiesen worden ist, dass die Therapie mit Efavirenz zu einem Versagen des VerhĂŒtungsmittels fĂŒhrte.
  • Sertralin, ein Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen: Eventuell muss Ihr Arzt Ihre Sertralin-Dosis anpassen.
  • Bupropion, ein Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen oder zur UnterstĂŒtzung, wenn Sie mit dem Rauchen aufhören wollen: Eventuell muss Ihr Arzt Ihre Bupropion-Dosis anpassen.
  • Diltiazem und Ă€hnliche Arzneimittel (Kalziumkanalblocker): Eventuell muss Ihr Arzt Ihre Kalziumkanalblocker-Dosis anpassen, wenn Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittel beginnen.
  • Arzneimittel, die angewendet werden, um die Abstoßung eines Organtransplantats zu verhindern (auch Immunsuppressiva genannt) wie Ciclosporin, Sirolimus oder Tacrolimus. Wenn Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen oder diese beenden, wird Ihr Arzt die Plasmakonzentration des Immunsuppressivums engmaschig ĂŒberwachen und wenn nötig die Dosierung anpassen.
  • Warfarin oder Acenocoumarol (Arzneimittel, die verwendet werden, um die Blutgerinnung zu vermindern): Ihr Arzt muss möglicherweise Ihre Warfarin- oder Acenocoumarol-Dosis anpassen.
  • Ginkgo biloba-Extrakte (pflanzliche Zubereitung)

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Frauen sollen es vermeiden, wÀhrend der Behandlung mit Padviram und in den ersten 12 Wochen danach schwanger zu werden. Ihr Arzt wird Sie eventuell auffordern, mit einem Schwangerschaftstest sicherzustellen, dass Sie nicht schwanger sind, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen.

Wenn Sie eine Frau im gebĂ€rfĂ€higen Alter sind, mĂŒssen Sie wĂ€hrend der Einnahme von Padviram eine zuverlĂ€ssige Barriere-Methode zur VerhĂŒtung (zum Beispiel ein Kondom) zusammen mit anderen empfĂ€ngnisverhĂŒtenden Methoden, einschließlich oraler (Pille) oder anderer hormoneller VerhĂŒtungsmittel (zum Beispiel Implantate, Injektionen) anwenden. Efavirenz, einer der Wirkstoffe dieses Arzneimittels, kann noch lĂ€ngere Zeit in Ihrem Blut vorhanden sein, nachdem Sie die Einnahme beendet haben. Deshalb sollten Sie bis 12 Wochen nach Ende der Behandlung mit diesem Arzneimittel auf die oben beschriebene Weise verhĂŒten.

Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen. Wenn Sie bereits schwanger sind, dĂŒrfen Sie Padviram nur einnehmen, wenn Ihr Arzt gemeinsam mit Ihnen entscheidet, dass die Einnahme unbedingt erforderlich ist.

Schwere Missbildungen wurden sowohl an ungeborenen Tieren als auch bei Neugeborenen von Frauen beobachtet, die wÀhrend der Schwangerschaft mit Efavirenz behandelt worden waren.

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Wenn Sie Padviram wĂ€hrend der Schwangerschaft eingenommen haben, kann Ihr Arzt Sie zu regelmĂ€ĂŸigen Blutuntersuchungen und anderen diagnostischen Tests einbestellen, um die Entwicklung Ihres Kindes zu ĂŒberwachen. Bei Kindern, deren MĂŒtter wĂ€hrend der Schwangerschaft NRTIs eingenommen haben, ĂŒberwog der Nutzen durch den Schutz vor HIV das Risiko des Auftretens von Nebenwirkungen.

Sie dĂŒrfen wĂ€hrend der Behandlung mit Padviram nicht stillen. Sowohl das HI-Virus als auch die Wirkstoffe in diesem Arzneimittel können in die Muttermilch ĂŒbergehen und Ihrem Kind schweren Schaden zufĂŒgen.

VerkehrstĂŒchtigkeit und FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen

Padviram kann SchwindelgefĂŒhl, Konzentrationsstörungen und Benommenheit verursachen. Wenn diese Anzeichen bei Ihnen auftreten, dĂŒrfen Sie sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen und keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen.

Padviram enthÀlt Natrium

Dieses Arzneimittel enthĂ€lt weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Filmtablette, d.h., es ist nahezu „natriumfrei“.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis betrÀgt:

1 Tablette tĂ€glich. Padviram soll auf nĂŒchternen Magen (darunter versteht man in der Regel mindestens 1 Stunde vor oder 2 Stunden nach einer Mahlzeit) möglichst vor dem Schlafengehen eingenommen werden, da dann manche Nebenwirkungen (zum Beispiel SchwindelgefĂŒhl, Benommenheit) weniger Beschwerden verursachen. Schlucken Sie die Tablette unzerkaut mit Wasser.

Padviram muss jeden Tag eingenommen werden.

Falls Ihr Arzt die Behandlung mit einem der Wirkstoffe von diesem Arzneimittel beenden möchte, wird er Ihnen möglicherweise Efavirenz, Emtricitabin und/oder Tenofovirdisoproxil als EinzelprÀparate oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung Ihrer HIV- Infektion verordnen.

Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge von Padviram eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie versehentlich zu viele Padviram Filmtabletten eingenommen haben, können Sie ein erhöhtes Risiko fĂŒr mögliche Nebenwirkungen dieses Arzneimittels haben (siehe Abschnitt 4 Welche Nebenwirkungen sind möglich?). Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder die nĂ€chste Notaufnahme zur Beratung. Nehmen Sie die Tablettenflasche mit, damit Sie leichter beschreiben können, was Sie eingenommen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Padviram vergessen haben

Es ist wichtig, dass Sie keine Einnahme von Padviram auslassen.

Wenn Sie eine Einnahme von Padviram um bis zu 12 Stunden gegenĂŒber der gewohnten Einnahmezeit ausgelassen haben, holen Sie diese so bald wie möglich nach und nehmen Sie danach die nĂ€chste Dosis zur gewohnten Zeit ein.

Wenn es ohnehin fast Zeit fĂŒr Ihre nĂ€chste Dosis ist (weniger als 12 Stunden), holen Sie die versĂ€umte Dosis nicht mehr nach. Warten Sie und nehmen Sie die nĂ€chste Dosis zum gewohnten Zeitpunkt ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie sich weniger als 1 Stunde nach der Einnahme von Padviram ĂŒbergeben, mĂŒssen Sie eine weitere Tablette einnehmen. Warten Sie nicht bis zum nĂ€chsten Einnahmezeitpunkt. Sie brauchen keine weitere Tablette einzunehmen, wenn Sie sich mehr als 1 Stunde nach der Einnahme der Tablette ĂŒbergeben haben.

Wenn Sie die Einnahme von Padviram abbrechen

Beenden Sie in keinem Fall die Einnahme von Padviram, ohne mit Ihrem Arzt zu sprechen.

Wenn Sie aufhören, dieses Arzneimittel zu nehmen, kann das schwere Auswirkungen darauf haben, wie Sie auf die weitere Behandlung ansprechen. Wenn die Einnahme dieses Arzneimittels beendet wurde, wenden Sie sich an Ihren Arzt, bevor Sie wieder mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen. Falls Sie Probleme haben oder Ihre Dosis angepasst werden muss, wird Ihr Arzt Ihnen möglicherweise die Wirkstoffe von diesem Arzneimittel als EinzelprÀparate verordnen.

Wenn Ihre Packung Padviram zu Ende geht, bitten Sie Ihren Arzt um ein neues Rezept. Dies ist sehr wichtig, weil die Virusmenge selbst bei kurzfristiger Unterbrechung der Behandlung schnell wieder ansteigen kann. Danach ist es eventuell schwieriger, das Virus zu behandeln.

Wenn Sie sowohl mit HIV als auch mit Hepatitis B infiziert sind, ist es besonders wichtig, dass Sie Ihre Behandlung mit Padviram nicht ohne vorherige RĂŒcksprache mit Ihrem Arzt absetzen. Bei einigen Patienten zeigten Blutuntersuchungen oder Symptome eine Verschlechterung der Hepatitis nach dem Absetzen von Emtricitabin oder Tenofovirdisoproxil (2 der 3 Wirkstoffe von diesem Arzneimittel). Wenn dieses Arzneimittel abgesetzt wird, kann Ihr Arzt Ihnen empfehlen, die Hepatitis-B-Behandlung fortzusetzen. Es kann notwendig sein, bis zu 4 Monate nach Behandlungsende Blutuntersuchungen bei Ihnen durchzufĂŒhren, um zu kontrollieren, wie Ihre Leber arbeitet. Bei einigen Patienten mit fortgeschrittener Lebererkrankung oder Zirrhose wird eine Beendigung der Behandlung nicht empfohlen, da dies zu einer Verschlimmerung der Hepatitis fĂŒhren kann, was lebensbedrohlich sein könnte.

Teilen Sie Ihrem Arzt bitte unverzĂŒglich alle neuen oder ungewöhnlichen Symptome mit, die Ihnen nach dem Absetzen der Behandlung auffallen, vor allem Beschwerden, die Sie mit einer Hepatitis-B-Infektion in Zusammenhang bringen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

WÀhrend einer HIV-Therapie können eine Gewichtszunahme und ein Anstieg der Blutfett- und Blutzuckerwerte auftreten. Dies hÀngt teilweise mit dem verbesserten Gesundheitszustand und dem Lebensstil zusammen; bei den Blutfetten manchmal mit den HIV-Arzneimitteln selbst. Ihr Arzt wird Sie auf diese VerÀnderungen hin untersuchen.

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen.

Mögliche schwerwiegende Nebenwirkungen: Sprechen Sie unverzĂŒglich mit Ihrem Arzt

  • Laktatazidose (Überschuss an MilchsĂ€ure im Blut) ist eine seltene (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen) aber schwerwiegende Nebenwirkung, die lebensbedrohlich sein kann. Die folgenden Nebenwirkungen können Anzeichen einer Laktatazidose sein:
    • tiefes, schnelles Atmen
    • SchlĂ€frigkeit
    • Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen

Wenden Sie sich unverzĂŒglich an Ihren Arzt, wenn Sie glauben, dass Sie möglicherweise eine Laktatazidose haben.

Andere mögliche schwerwiegende Nebenwirkungen

Die folgenden Nebenwirkungen treten gelegentlich auf (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

  • allergische Reaktion (Überempfindlichkeit), die schwere Hautreaktionen hervorrufen kann (Stevens-Johnson-Syndrom, Erythema multiforme; siehe Abschnitt 2)
  • Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen (Angioödem)
  • aggressives Verhalten, Selbstmordgedanken, seltsame Gedanken, Paranoia, UnfĂ€higkeit klar zu denken, verĂ€nderte Stimmungslage, Dinge sehen oder hören, die nicht wirklich da sind (Halluzinationen), Selbstmordversuch, PersönlichkeitsverĂ€nderungen (Psychosen), Katatonie (ein Zustand, bei dem der Patient eine Zeitlang bewegungs- und sprechunfĂ€hig verharrt)
  • Bauchschmerzen infolge einer EntzĂŒndung der BauchspeicheldrĂŒse
  • Vergesslichkeit, Verwirrtheit, KrampfanfĂ€lle, zusammenhangloses Sprechen, Tremor (Zittern)
  • gelblich verfĂ€rbte Haut oder Augen, Juckreiz oder Bauchschmerzen infolge einer LeberentzĂŒndung
  • SchĂ€den an den Zellen der NierenkanĂ€lchen

Psychiatrische Nebenwirkungen neben den oben genannten sind u.a. Wahnvorstellungen, Neurosen. Einige Patienten haben Selbstmord begangen. Solche Probleme treten hÀufiger bei Patienten mit psychischen Vorerkrankungen auf. Benachrichtigen Sie immer sofort Ihren Arzt, wenn diese Symptome bei Ihnen auftreten.

Nebenwirkungen an der Leber: Wenn Sie auch mit dem Hepatitis-B-Virus infiziert sind, kann sich Ihre Hepatitis nach Absetzen der Behandlung verschlechtern (siehe Abschnitt 3).

Die folgenden Nebenwirkungen treten selten auf (diese können bei bis zu 1 von 1.000 Patienten auftreten):

  • Leberversagen, das in einigen FĂ€llen tödlich verlief oder eine Lebertransplantation erforderlich machte. Die meisten FĂ€lle ereigneten sich bei Patienten, die bereits eine Lebererkrankung hatten. Allerdings gibt es auch einige Berichte ĂŒber Patienten ohne vorbestehende Lebererkrankung
  • NierenentzĂŒndung, Ausscheiden von großen Urinmengen und DurstgefĂŒhl
  • RĂŒckenschmerzen, die durch Nierenprobleme wie Nierenversagen verursacht werden Gegebenenfalls wird Ihr Arzt Blutuntersuchungen durchfĂŒhren, um zu kontrollieren, ob Ihre Nieren richtig arbeiten.
  • Erweichung der Knochen (mit Knochenschmerzen und manchmal zu KnochenbrĂŒchen fĂŒhrend), die durch SchĂ€den an den Zellen der NierenkanĂ€lchen verursacht sein kann
  • Fettleber

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie glauben, dass Sie möglicherweise eine dieser schwerwiegenden Nebenwirkungen haben.

HĂ€ufigste Nebenwirkungen

Die folgenden Nebenwirkungen treten sehr hÀufig auf (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

  • SchwindelgefĂŒhl, Kopfschmerzen, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen
  • HautausschlĂ€ge (einschließlich roter Flecken oder Male, manchmal mit Blasenbildung oder Hautschwellung), die allergische Reaktionen sein können
  • SchwĂ€chegefĂŒhl

Untersuchungen können außerdem folgende Befunde ergeben:

  • verringerte Phosphatwerte im Blut
  • erhöhte Kreatinkinasewerte im Blut, dadurch Muskelschmerzen und -schwĂ€che

Andere mögliche Nebenwirkungen

Die folgenden Nebenwirkungen treten hÀufig auf (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

  • AngstgefĂŒhle, Niedergeschlagenheit (depressive Stimmung)
  • Schlafstörungen, ungewöhnliche TrĂ€ume, Konzentrationsschwierigkeiten, Benommenheit
  • Schmerzen, Bauchschmerzen
  • Verdauungsprobleme, die nach den Mahlzeiten zu Beschwerden fĂŒhren, BauchblĂ€hung, BlĂ€hungen
  • Appetitverlust
  • MĂŒdigkeit
  • Juckreiz
  • VerĂ€nderungen der Hautfarbe, einschließlich dunkler Flecken, hĂ€ufig ausgehend von HĂ€nden und Fußsohlen

Untersuchungen können außerdem folgende Befunde ergeben:

  • niedrige Zahl an weißen Blutkörperchen (eine verringerte Zahl weißer Blutkörperchen [Leukozyten] kann Sie anfĂ€lliger fĂŒr Infektionen machen)
  • Erkrankungen der Leber und der BauchspeicheldrĂŒse
  • erhöhte Triglyzerid- (FettsĂ€uren), Bilirubin- (Gallenfarbstoff) oder Zuckerwerte im Blut

Die folgenden Nebenwirkungen treten gelegentlich auf (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

  • Muskelabbau, Muskelschmerzen oder -schwĂ€che
  • AnĂ€mie (niedrige Zahl an roten Blutkörperchen)
  • GefĂŒhl von Schwindel und Sich-Drehen (Drehschwindel), Pfeifen, Klingeln oder andere anhaltende OhrgerĂ€usche
  • verschwommenes Sehen
  • Frösteln
  • BrustvergrĂ¶ĂŸerung bei MĂ€nnern
  • vermindertes sexuelles Verlangen
  • plötzliches Erröten (Flushing)
  • Mundtrockenheit
  • gesteigerter Appetit

Untersuchungen können außerdem folgende Befunde ergeben:

  • Abnahme der Kaliumkonzentration im Blut
  • erhöhtes Kreatinin im Blut
  • Eiweiß im Urin
  • erhöhtes Cholesterin im Blut

Muskelabbau, Erweichung der Knochen (mit Knochenschmerzen und manchmal zu KnochenbrĂŒchen fĂŒhrend), Muskelschmerzen, MuskelschwĂ€che und die Abnahme der Kalium- oder Phosphatkonzentration im Blut können durch SchĂ€den an den Zellen der NierenkanĂ€lchen verursacht sein.

Die folgenden Nebenwirkungen treten selten auf (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

juckender Hautausschlag als Reaktion auf Sonnenlicht

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fĂŒr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut fĂŒr Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen ĂŒber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur VerfĂŒgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

  • Bewahren Sie dieses Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich auf.
  • Sie dĂŒrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Flasche nach
    „verwendbar bis“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
  • FĂŒr dieses Arzneimittel sind, wenn ungeöffnet, keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
  • Nach dem ersten Öffnen innerhalb von 30 Tagen aufbrauchen.
  • Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Padviram enthÀlt

  • Die Wirkstoffe sind: Efavirenz, Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil. Jede Padviram- Filmtablette enthĂ€lt 600 mg Efavirenz, 200 mg Emtricitabin und 245 mg Tenofovirdisoproxil (als Succinat).
  • Die sonstigen Bestandteile in der Filmtablette sind: mikrokristalline Cellulose, Croscarmellose-Natrium, Hyprolose 80000, Natriumdodecylsulfat, Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich], Poloxamer (407), Eisen(III)-oxid
  • Die sonstigen Bestandteile des FilmĂŒberzugs sind: Poly(vinylalkohol), Titandioxid , Macrogol 3350, Talkum, Eisen(III)-oxid, Eisen(II,III)-oxid.

Wie Padviram aussieht und Inhalt der Packung

Padviram Filmtabletten sind rosafarbene, kapselförmige Tabletten, auf beiden Seiten unbedruckt und mit den Maßen von ca. 11 mm x 22 mm. Sie sind in Flaschen (in einer Faltschachtel) mit 30 Filmtabletten erhĂ€ltlich. Jede Flasche enthĂ€lt Silicagel-Trocknungsmittel, das Ihre Tabletten schĂŒtzt und in der Flasche verbleiben muss. Das Silicagel-Trocknungsmittel befindet sich in einem separaten BehĂ€ltnis und darf nicht geschluckt werden.

Die folgenden PackungsgrĂ¶ĂŸen sind verfĂŒgbar: 30 (1x30) Filmtabletten

90 (3x30) Filmtabletten

Es werden möglicherweise nicht alle PackungsgrĂ¶ĂŸen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

1 A Pharma GmbH

Keltenring 1 + 3

82041 Oberhaching

Telefon: (089) 6138825-0

Hersteller

Remedica Ltd.

F.O. Box 51706

CY-3508

Limassol

Zypern

oder

Lek Pharmaceuticals d.d. Verovskova 57

1526 Ljubljana Slowenien

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des EuropÀischen Wirtschaftsraumes (EWR)

unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen

Belgien: Padviram 600 mg/200 mg/245 mg filmomhulde tabletten DĂ€nemark: Padviram

Deutschland: Padviram 600 mg/200 mg/245 mg Filmtabletten Estland: Padviram

Finnland: Padviram 600 mg/200 mg/245 mg kalvopÀÀllysteiset tabletit Irland: Padviram Rowex 600 mg/200 mg/245 mg film-coated tablets Island: Padviram 600 mg/200 mg/245 mg filmuhĂșĂ°aĂ°ar töflur

Italien: Padviram

Lettland: Padviram 600 mg/200 mg/245 mg apvalkotās tabletes Litauen: Padviram 600 mg/200 mg/245 mg plėvele dengtos tabletės

Niederlande: Padviram 600 mg/200 mg/245 mg, filmomhulde tabletten Norwegen: Padviram

Österreich: Padviram 600 mg/200 mg/245 mg Filmtabletten Polen: Padviram

Portugal: Padviram

RumÀnien: Padviram 600 mg/200 mg/245 mg comprimate filmate

Schweden: Padviram 600 mg/200 mg/245 mg filmdragerade tabletter Slowenien: Padviram 600 mg/200 mg/245 mg filmsko obloĆŸene tablete

Ungarn: Padviram 600 mg/200 mg/245 mg filmtabletta

Zypern: Padviram 600 mg/200 mg/245 mg, ΕπÎčÎșαλυΌΌέΜα ΌΔ λΔπτό υΌέΜÎčÎż ÎŽÎčσÎșία

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt ĂŒberarbeitet im Oktober 2019.

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Wirkstoff(e) Efavirenz Emtricitabin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller 1 A Pharma GmbH
BetÀubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 19.09.2017
ATC Code J05AR06
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Direkt wirkende antivirale Mittel

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können fĂŒr die Korrektheit der Daten keine Haftung ĂŒbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. FĂŒr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden