Wirkstoff(e) Dihydrocodein
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Temmler Pharma GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 03.01.1986
ATC Code R05DA
Pharmakologische Gruppe Antitussiva, exkl. Kombinationen mit Expektoranzien

Zulassungsinhaber

Temmler Pharma GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
DHC 60 mg Mundipharma Dihydrocodein Mundipharma Gesellschaft mit beschränkter Haftung
DHC 90mg Mundipharma Dihydrocodein Mundipharma Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Paracodin N-Tropfen Dihydrocodein TEOFARMA S.R.L.
DHC 120mg Mundipharma Dihydrocodein Mundipharma Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Paracodin N-Sirup Oxeladin Dihydrocodein TEOFARMA S.R.L.

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Tiamon Mono retard ist ein Arzneimittel zur symptomatischen Behandlung von Reizhusten.

Tiamon Mono retard wird angewendet
Zur Kurzzeitanwendung:

Zur symptomatischen Behandlung des Reizhustens (unproduktiver Husten)

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Tiamon Mono retard darf nicht eingenommen werden:

  • wenn Sie allergisch gegen Dihydrocodeinhydrogentartrat bzw. Dihydrocodein oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile des Arzneimittels sind,
  • bei Asthma bronchiale,
  • bei Atemhemmung (Ateminsuffizienz, Atemdepression),
  • bei Koma,
  • chronischer Husten bei Kindern (evtl. Fr√ľhsymptom eines Asthma bronchiale),
  • am Ende der Schwangerschaft,
  • drohende Fehlgeburt,
  • w√§hrend der Stillzeit.

Tiamon Mono retard ist f√ľr Kinder unter 14 Jahren nicht geeignet.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie Tiamon Mono retard einnehmen.

Sie sollten Tiamon Mono retard nur mit besonderer Vorsicht (d.h. in größeren Einnahmeabständen oder in verminderter Dosis) und unter ärztlicher Kontrolle einnehmen:

  • bei Abh√§ngigkeit von Opioiden,
  • bei Bewusstseinsst√∂rungen,
  • bei gleichzeitiger Anwendung von speziellen stimmungsaufhellenden Arzneimitteln (MAO-Hemmer),
  • in den ersten 4 Monaten der Schwangerschaft,

Hinweis:

Bei Husten mit erheblicher Schleimbildung sollten Sie Tiamon Mono retard nur in Absprache und auf Anweisung des Arztes unter besonderer Vorsicht einnehmen, weil unter diesen Umst√§nden eine Unterdr√ľckung des Hustens unerw√ľnscht ist.

Wenn der Husten länger als zwei bis drei Wochen anhält, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, weil ggf. eine Abklärung der Krankheitsursache erforderlich ist.

Da Tiamon Mono retard bei Asthma bronchiale nicht angewendet werden darf, sollte besonders beachtet werden, dass chronischer Husten bei Kindern h√§ufig ein fr√ľhes Symptom eines Asthma bronchiale sein kann. Zur D√§mpfung dieser Hustenzust√§nde ist Tiamon Mono retard nicht geeignet.

Wenn Ihnen die Gallenblase entfernt wurde (Cholezystektomie) d√ľrfen Sie Tiamon Mono retard nur mit Vorsicht einnehmen. Infolge des Zusammenziehens des Schlie√ümuskels des Gallengangs (Sphinkter Oddi) k√∂nnen herzinfarkt√§hnliche Symptome auftreten und Anzeichen einer Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse (Pankreatitis) auftreten.

Dihydrocodein hat ein Abhängigkeitspotenzial. Bei längerem Gebrauch entwickelt sich eine nachlassende Wirksamkeit (Toleranz), psychische und physische Abhängigkeit. Es besteht Kreuztoleranz zu anderen Opioiden. Aufgrund des Abhängigkeitspotenzials von Dihydrocodein ist eine längerfristige Anwendung von Tiamon Mono retard zur symptomatischen Behandlung von Reizhusten nicht sinnvoll.

Bei vorbestehender Opiatabh√§ngigkeit (auch solche in Remission) ist mit schnellen R√ľckf√§llen zu rechnen. Tiamon Mono retard wird von Heroinabh√§ngigen als Ersatzstoff betrachtet. Auch Abh√§ngige von Alkohol und Beruhigungsmitteln neigen zu Missbrauch und Abh√§ngigkeit von Tiamon Mono retard.

Kinder:
Tiamon Mono retard ist aufgrund des hohen Wirkstoffgehaltes nicht geeignet f√ľr Kinder unter 14 Jahren. Hierf√ľr stehen Arzneimittel in anderen Zubereitungsformen zur Verf√ľgung.

Einnahme von Tiamon Mono retard zusammen mit anderen Arzneimitteln:
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/ anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/ angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/ anzuwenden.

Bei gleichzeitiger Anwendung oder binnen 14 Tagen nach Beendigung der Therapie mit speziellen stimmungsaufhellenden Arzneimitteln (Antidepressiva vom MAO-Typ) sind Wirkungen auf das Zentralnervensystem wie Erregungszustände, hohes Fieber sowie Veränderungen von Atmungs- und Kreislauffunktionen möglich.

Zu einer Verst√§rkung der d√§mpfenden und atemhemmenden Wirkung (wie M√ľdigkeit und Benommenheit) kann es bei gleichzeitiger Anwendung von Tiamon Mono retard mit folgenden Mitteln kommen: Beruhigungs- und Schlafmitteln, Psychopharmaka (Phenothiazine, wie z. B. Chlorpromazin, Thioridazin, Perphenazin), anderen zentrald√§mpfenden Arzneimitteln, Antihistaminika (wie z. B. Promethazin, Meclozin), blutdrucksenkenden Medikamenten.

Tiamon Mono retard vermindert zusammen mit Alkohol die psychomotorische Leistungsfähigkeit (Konzentrationsvermögen) stärker als die Einzelkomponenten.

Durch trizyklische Antidepressiva (wie z.B. Imipramin, Opipramol, Amitryptilin) kann eine Tiamon Mono retard-bedingte Minderung der Atmung verstärkt werden.

Die Wirkung von Schmerzmitteln wird verstärkt. Bestimmte stark wirksame Schmerzmittel wie z. B. Buprenorphin (sogenannte partielle Opioidagonisten/-antagonisten) können die Wirkung von Tiamon Mono retard abschwächen.

F√ľr Cimetidin und andere Arzneimittel, die den Leberstoffwechsel beeinflussen, ist zu beachten:
Unter Morphinbehandlung wurden eine Hemmung des Abbaus und dadurch erh√∂hte Plasmakonzentrationen von Morphin beobachtet. F√ľr Dihydrocodein ist eine derartige Wechselwirkung nicht auszuschlie√üen.

Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/Gebärfähigkeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft
Tiamon Mono retard darf w√§hrend der Schwangerschaft nur auf ausdr√ľckliche Verordnung des Arztes eingenommen werden. Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen √ľber die Sicherheit einer solchen Anwendung vor. F√ľr verwandte Wirkstoffe gibt es Hinweise auf Fehlbildungen beim Menschen.

Kurz vor der Niederkunft oder bei drohender Fehlgeburt darf Tiamon Mono retard nicht eingenommen werden, da der Wirkstoff Dihydrocodein die Plazentaschranke passiert und bei Neugeborenen zu Atemst√∂rungen f√ľhren kann.

Unter der Geburt darf Dihydrocodein nicht eingesetzt werden, da bei Neugeborenen eine Abflachung und Verlangsamung der Atmung (Atemdepression) beobachtet wurde.

Eine l√§ngerfristige Einnahme w√§hrend der Schwangerschaft kann zu einer Opioidabh√§ngigkeit beim Ungeborenen f√ľhren. Berichte √ľber Entzugserscheinungen bei Neugeborenen nach wiederholter Anwendung von dem strukturverwandten Codein im letzten Schwangerschaftsdrittel liegen vor.

Stillzeit:
Dihydrocodeinhydrogentartrat geht in die Muttermilch √ľber und kann beim S√§ugling unerw√ľnschte Wirkungen verursachen. Tiamon Mono retard darf in der Stillzeit daher nicht angewandt werden. Falls eine Behandlung unbedingt erforderlich ist, wird empfohlen, das Stillen zu unterbrechen.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen
Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen soweit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol oder Medikamenten, die ihrerseits das Reaktionsvermögen beeinträchtigen können.

Tiamon Mono retard enth√§lt Sucrose. Bitte nehmen Sie Tiamon Mono retard erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertr√§glichkeit gegen√ľber bestimmten Zuckern leiden.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal getroffenen Absprache ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis beträgt:
Erwachsene und Jugendliche √ľber 14 Jahre nehmen vorzugsweise zur Nacht und falls erforderlich morgens je 1 retardierte Hartkapsel Tiamon Mono retard (entsprechend 35 bis 70 mg Dihydrocodeinhydrogentartrat) ein.

Bei älteren Patienten, bei Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz und bei Dialysepatienten ist die Elimination von Dihydrocodein verlangsamt; daher soll das Dosierungsintervall verlängert werden.

Zu Beginn der Behandlung sollte die individuelle Reaktion des Patienten auf das Medikament kontrolliert werden, um eventuelle relative √úberdosierungen schnell erkennen zu k√∂nnen. Dies gilt insbesondere f√ľr √§ltere Patienten und bei eingeschr√§nkter Nierenfunktion.

Art der Anwendung:
Retardierte Hartkapseln zum Einnehmen.

Die retardierten Hartkapseln k√∂nnen unabh√§ngig von den Mahlzeiten unzerkaut mit etwas Fl√ľssigkeit eingenommen werden.

Dauer der Anwendung:
Die Dauer der Anwendung bestimmt der Arzt. Sie ist abhängig vom Verlauf der Erkrankung. Die Behandlung mit Tiamon Mono retard soll nicht länger als einige Tage dauern.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Tiamon Mono retard zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge von Tiamon Mono retard eingenommen haben, als Sie sollten:
Bei Überdosierung mit Tiamon Mono retard können charakteristischerweise vor allem eine ausgeprägte Atemdepression (Atemhemmung) sowie folgende andere einer Morphinvergiftung vergleichbare Symptome auftreten: Bewusstseinseinschränkungen (Somnolenz bis Stupor) bis hin zum Koma, meist verbunden mit Myosis (Pupillenverengung), oft mit Erbrechen, Kopfschmerzen, Harn- und Stuhlverhaltung, Zyanose (bläuliche Verfärbung der Haut und der Schleimhäute bei vermindertem Sauerstoffgehalt des Blutes), Hypoxie (Sauerstoffmangel in den Geweben), kalte Haut, Skelettmuskel-Tonusverlust und Areflexie (Fehlen der Reflexe) kommen vor, manchmal Bradykardie (verlangsamter Herzschlag) und Blutdruckabfall, gelegentlich, vor allem bei Kindern, Krämpfe.

Bei Überdosierung kann es besonders bei Kindern zu Atemlähmung kommen.

Bei Verdacht auf eine √úberdosierung mit Tiamon Mono retard ist sofort ein Arzt zu benachrichtigen.

Die Wirkung von Tiamon Mono retard kann mit Opiatantagonisten, wie z.B. Naloxon, aufgehoben werden. Die Gabe von Naloxon muss wiederholt werden, da die Wirkungsdauer von Tiamon Mono retard länger ist als die von Naloxon. Wenn Naloxon nicht eingesetzt werden kann, sind symptomatische Maßnahmen, vor allem stabile Seitenlagerung, Beatmung und Schockbehandlung, indiziert. Ferner können Maßnahmen zum Schutz vor Wärmeverlusten und zur Volumentherapie erforderlich werden. Die weiteren Möglichkeiten zur Behandlung einer Vergiftung mit Tiamon Mono retard richten sich nach dem Ausmaß und Verlauf sowie den Krankheitszeichen.

Wenn Sie die Einnahme von Tiamon Mono retard vergessen haben:
Nehmen Sie beim n√§chsten Mal nicht etwa die doppelte Menge ein, sondern f√ľhren Sie die Einnahme, wie in der Dosierungsanleitung beschrieben, fort.

Wenn Sie die Einnahme von Tiamon Mono retard abbrechen:
Bitte unterbrechen oder beenden Sie die Einnahme von Tiamon Mono retard nicht, ohne mit Ihrem Arzt zuvor dar√ľber zu sprechen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt: Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen Selten: kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen Sehr selten: kann bis zu 1 von 10 000 Behandelten betreffen

Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

Mögliche Nebenwirkungen:
Endokrine Erkrankungen:
Hyperprolaktin√§mie [Erh√∂hung des Prolaktinspiegels (Hormon aus der Hirnanhangsdr√ľse)].

Psychiatrische Erkrankungen:
Sehr selten: Euphorie.

Erkrankungen des Nervensystems:
H√§ufig: leichte Kopfschmerzen, leichte Schl√§frigkeit, Schwindelgef√ľhl, Benommenheit.

Gelegentlich: Schlafst√∂rungen, Verwirrtheitszust√§nde, Wahrnehmungsst√∂rungen (z. B. Halluzinationen), Stimmungs√§nderungen, Krampfanf√§lle (insbesondere bei Patienten mit Epilepsie und Pr√§disposition zu Krampfanf√§llen), Par√§sthesien (Missempfindungen wie Taubheitsgef√ľhl, Kribbeln).

Augenerkrankungen:
Sehr selten: Sehstörungen.

Herzerkrankungen:
Selten wurde √ľber das Auftreten von Angina pectoris (Verengung der Herzkranzgef√§√üe) berichtet.

Gefäßerkrankungen:
Sehr selten: Kreislaufversagen.

Bei hohen therapeutischen Dosen und bei Vergiftung kann es zu Blutdruckabfall kommen.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums: Beeinträchtigung der Atmung (Dyspnoe, Atemdepression).

Bei Patienten mit vorher bestehenden Lungenfunktionsstörungen und hohen therapeutischen Dosen können Lungenödeme auftreten.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts:
Übelkeit, Magen-Darm-Beschwerden, Verstopfung (Obstipation), Erbrechen, Mundtrockenheit. Häufig: Bauchschmerzen.

Gelegentlich: Durchfall.

Sehr selten: Darmverschluss.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:
Gelegentlich sind Schwitzen, Juckreiz (Pruritus) und Hauterscheinungen (urtikarielles Exanthem) beschrieben.

Selten: schwere allergische Reaktionen.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort:
M√ľdigkeit.

Bei höheren Dosen oder bei besonders empfindlichen Patienten können dosisabhängig die Fähigkeit zur optischen Fixierung von Gegenständen (visuomotorische Koordination) und die Sehleistung verschlechtert sein.

Dihydrocodein kann, insbesondere bei Einzeldosen √ľber 60 mg, den Spannungszustand der glatten Muskulatur z. B. Darmmuskulatur, Harnblasenmuskulatur erh√∂hen.

Gegenmaßnahmen:
Bei Verdacht auf eine √úberdosierung mit Tiamon Mono retard ist sofort ein Arzt zu benachrichtigen.

Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber

Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3 D-53175 Bonn

Website: http://www.bfarm.de

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Blister (Durchdr√ľckpackung) und der Faltschachtel nach "verwendbar bis" angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Aufbewahrungsbedingungen
Nicht √ľber 30¬įC lagern.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Tiamon Mono retard enthält:
Der Wirkstoff ist Dihydrocodeinhydrogentartrat.

Jede retardierte Hartkapsel enthält 35 mg Dihydrocodeinhydrogentartrat, entsprechend 23,4 mg Dihydrocodein.

Die sonstigen Bestandteile sind
Sucrose, Maisstärke, hochdisperses Siliciumdioxid, Ethylcellulose, Schellack, Talkum, Gelatine, Titandioxid (E 171), Erythrosin (E 127), Indigocarmin (E 132), Chinolingelb (E 104).

Wie Tiamon Mono retard aussieht und Inhalt der Packung:
Die Kapseln bestehen aus einem violett opaken Oberteil und aus einem gelb transparenten Unterteil und sind mit stecknadelkopfgro√üen, wei√üen bis schwach beigen K√∂rnern gef√ľllt.

Tiamon Mono retard ist in Packungen mit 10 und 20 retardierten Hartkapseln erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller:
Temmler Pharma GmbH

Temmlerstraße 2

D-35039 Marburg

Telefon: 06421/494-0

Telefax: 06421/494-202

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt √ľberarbeitet im Juni 2017.

Hinweise f√ľr Patienten

Liebe Patientin, lieber Patient,

Ihr Arzt hat Ihnen gegen Ihren Reizhusten Tiamon Mono retard verordnet. Zu Ihrer Information noch einige n√ľtzliche Hinweise:

Was ist Reizhusten und wie entsteht er?

Husten ist ein nat√ľrlicher Reflex der oberen Luftwege. Die Luftr√∂hre und die Bronchien sind mit einer Schleimhaut ausgekleidet, an der auch kleinste Staubteilchen haften bleiben k√∂nnen. Aufgrund spezifischer Reize pressen sich Brustkorb und Zwerchfell zusammen, eine nach au√üen gerichtete kr√§ftige Luftstr√∂mung entfernt √ľberfl√ľssigen Schleim und Verunreinigungen aus Bronchien und Luftr√∂hre.

Bei Erk√§ltung oder Bronchitis sowie bei √úberempfindlichkeit der Schleimhaut im Luftr√∂hren-/Bronchialbereich kann ebenfalls ein Reizhusten auftreten. Dieser trockene Reizhusten wird vom Patienten als besonders unangenehm empfunden. Er erf√ľllt seine Aufgabe (Reinigung der Luftwege) nicht mehr und sollte durch z.B. Tiamon Mono retard gelindert werden.

Warum muss Reizhusten behandelt werden?

Jeder trockene Reizhustensto√ü f√ľhrt zu einer pl√∂tzlichen Druckerh√∂hung im Brustraum. M√∂gliche Erkrankungen der Organe des Brustraumes, wie z.B. Angina pectoris, k√∂nnen durch massive Hustenst√∂√üe verst√§rkt werden.

Ziel der Behandlung des trockenen Reizhustens muss es daher sein, die Auslösung des Hustenreflexes weitgehend zu verhindern.

Wie hilft Ihnen Tiamon Mono retard?

Bei Reizhusten werden Medikamente benötigt, die dämpfend auf das Hustenzentrum wirken. Durch Erhöhung der Hustenreizschwelle verhindert der Arzneistoff von Tiamon Mono retard, Dihydrocodeinhydrogentartrat, das ständige Auslösen des Hustenreflexes. Zusätzlich wird die Bronchialmuskulatur entspannt und damit die Atmung erleichtert.

Temmler Pharma w√ľnscht Ihnen gute Besserung!

TA000201767848290005

06.07.2017

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Zuletzt aktualisiert: 24.08.2022

Quelle: Tiamon Mono retard - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Dihydrocodein
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Temmler Pharma GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 03.01.1986
ATC Code R05DA
Pharmakologische Gruppe Antitussiva, exkl. Kombinationen mit Expektoranzien

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden