Vinblastinsulfat-GRY 10 mg Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung

Abbildung Vinblastinsulfat-GRY 10 mg Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung
Wirkstoff(e) Vinblastin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller TEVA GmbH
Betäubungsmittel Nein
ATC Code L01CA01
Pharmakologische Gruppe Pflanzliche Alkaloide und andere nat√ľrliche Mittel

Zulassungsinhaber

TEVA GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Vinblastin STADA 10 mg Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung Vinblastin STADAPHARM
Vinblastinsulfat Teva 1 mg/ml Injektionslösung Vinblastin TEVA GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Vinblastinsulfat-GRY¬ģ 10 mg ist ein Zytostatikum und Metastasenhemmer.
Vinblastinsulfat-GRY¬ģ 10 mg wird √ľberwiegend in Kombinationstherapie bei folgenden Tumoren angewandt:
- Malignen Hodentumoren (nur bei metastasierendem Hodenkarzinom, dort nicht als Therapeutikum der I. Wahl)
- Morbus Hodgkin
- Non-Hodgkin-Lymphomen (nicht als Therapeutikum der I. Wahl)
- Histiocytosis X (nur bei Letterer-Siwe-Krankheit)
- Kaposi-Sarkom (nicht als Therapeutikum der I. Wahl)
- Metastasierendem Mamma-Karzinom (Palliativtherapie bei ansonsten therapieresistenten Fällen)
Vinblastinsulfat-GRY¬ģ 10 mg wird ferner zur Monotherapie angewandt bei:
- Therapierefraktärem Morbus Werlhof (nicht als Therapeutikum der I. Wahl)

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Vinblastinsulfat-GRY¬ģ 10 mg darf nicht angewendet werden
- wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen√ľber Vinblastinsulfat oder einen der sonstigen Bestandteile von Vinblastinsulfat-GRY¬ģ 10 mg sind,
- bei vorbestehenden neuromuskulären Erkrankungen,
- bei Verminderung der Blutplättchen und einer bestimmten Untergruppe der weißen Blutkörperchen (Thrombozytopenien und Granulozytopenien), die nicht durch eine Tumorinfiltration des Knochenmarks oder im Falle der Werlhof-Krankheit durch die Erkrankung selbst bedingt sind,
- bei schweren Infektionen, die nicht durch eine angemessene Therapie beherrscht werden können.
Im Folgenden wird beschrieben, wann Vinblastinsulfat-GRY¬ģ 10 mg nur unter bestimmten Bedingungen und nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden darf. Befragen Sie hierzu bitte Ihren Arzt. Dies gilt auch, wenn diese Angaben bei Ihnen fr√ľher einmal zutrafen.
- Wegen potentiell erh√∂hter Vinblastinsulfat-Toxizit√§t ist Vorsicht geboten bei Leberfunktionsst√∂rungen aufgrund der √ľberwiegend in der Leber stattfindenden Umwandlung (Metabolisierung) von Vinblastinsulfat. Auch eine vorausgegangene Bestrahlung der Leber stellt eine Kontraindikation dar.
Welche Vorsichtsma√ünahmen m√ľssen beachtet werden?
Bei Zubereitung und Applikation sind die Sicherheitsma√ünahmen f√ľr gef√§hrliche Stoffe einzuhalten. Vinblastinsulfat-L√∂sungen sollten auf speziellen Sicherheitswerkb√§nken zubereitet werden. Das Tragen von Schutzhandschuhen, Mundschutz und Schutzkitteln ist erforderlich, um einen Kontakt mit Haut und Schleimhaut zu vermeiden. Bei versehentlichem Kontakt mit der Haut oder Schleimhaut ist ein gr√ľndliches Sp√ľlen unter flie√üendem Wasser erforderlich.
Vinblastinsulfat ist streng intravenös zu injizieren. Bei einer paravenösen Injektion von Vinblastinsulfat sind entsprechende therapeutische Maßnahmen zu ergreifen. Eine intrathekale Anwendung ist absolut kontraindiziert und kann den Tod zur Folge haben.
Vorsicht ist geboten bei vorbestehenden neuromuskulären Erkrankungen und der gleichzeitigen Gabe von potentiell nervenzellschädigenden (neurotoxisch wirksamen) Medikamenten.
Schwangerschaft
Vinblastinsulfat kann erbgutschädigend wirken.
Vinblastinsulfat sollte nicht w√§hrend der Schwangerschaft angewendet werden. Ist die Behandlung einer schwangeren Patientin unbedingt erforderlich, sollte eine medizinische Beratung √ľber das mit der Behandlung verbundene Risiko von sch√§digenden Wirkungen f√ľr das Kind erfolgen.
Tritt während der Behandlung eine Schwangerschaft ein, so ist die Möglichkeit einer genetischen Beratung zu nutzen.
Stillzeit
Während der Behandlung darf nicht gestillt werden.
Fragen Sie vor der Einnahme/ Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Vinblastinsulfat kann, obgleich selten, durch gastrointestinale Nebenwirkungen zu einer Beeintr√§chtigung der Fahrtauglichkeit oder der Bedienbarkeit von Maschinen f√ľhren.
Spezielle Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen bei der Anwendung
Die Leukozytenzahl ist vor jeder Injektion zu pr√ľfen, die √ľbrigen Parameter (einschlie√ülich H√§moglobin, Thrombozyten und Differentialblutbild) alle 4 - 6 Wochen.
Die Harnsäurekonzentration im Serum kann besonders bei Lymphomen oder Leukämien unter einer Vinblastinsulfat-Therapie erhöht sein.
Bei Verdacht auf gestörte oder inadäquate Adiuretinsekretion ist eine Überwachung des Wasser- und Elektrolythaushalts erforderlich.
Während der Vinblastinsulfat-Therapie sollte keine Impfung mit lebenden Mikroorganismen erfolgen.
Eine sorgfältige Überwachung des peripheren Nervensystems ist zu empfehlen, um ggf. die Vinblastinsulfat-Dosierung zu ändern.
Während der Vinblastinsulfat-Therapie ist eine intensive Sonnenbestrahlung zu vermeiden.

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Wie wird es angewendet?

Wieviel von Vinblastinsulfat-GRY¬ģ 10 mg und wie oft sollte Vinblastinsulfat-GRY¬ģ 10 mg angewendet werden?
Vinblastinsulfat-GRY¬ģ 10 mg wird ausschlie√ülich intraven√∂s als Schnellinjektion (Bolusinjektion) verabreicht.
Die initiale Dosis einer intraven√∂sen Schnellinjektion f√ľr einen Erwachsenen betr√§gt 0,1 mg/kg K√∂rpergewicht (KG) oder 3,7 mg/m2 K√∂rperoberfl√§che (KOF) einmal pro Woche. Eine Erh√∂hung der Dosis um 0,05 mg/kg KG bzw. 1,8 - 1,9 mg/m2 KOF in w√∂chentlichem Abstand bis zu einem Abfall der Leukozyten auf 3 x 109/l wird empfohlen.
Die allgemein √ľbliche Dosierung betr√§gt f√ľr den Erwachsenen 5,5 - 7,5 mg/m2 KOF, durchschnittlich 6 mg/m2 KOF bzw. 0,1 - 0,2 mg/kg KG einmal pro Woche. Einzeldosen von 0,3 mg/kg KG verursachen bereits starke h√§matotoxische Komplikationen. T√§gliche Einzelgaben, auch wenn die Wochendosis nicht √ľberschritten wird, sind mit verst√§rkten Nebenwirkungen behaftet.
Die initiale Dosis f√ľr Kinder betr√§gt 2,5 mg/m KOF einmal pro Woche, eine Erh√∂hung bis auf 7,5 mg/m2 KOF innerhalb von 5 Wochen ist m√∂glich.
Vor Beginn der Vinblastinsulfat-Therapie sollte die Zahl der wei√üen Blutk√∂rperchen 4 x 109/l und die der Blutpl√§ttchen mindestens 120 x 109/l betragen. Die absolute Zahl einer Untergruppe der wei√üen Blutk√∂rperchen (Granulozytenzahl) mu√ü ebenfalls ber√ľcksichtigt werden.
Dosisanpassung
Im Falle einer Leberschädigung ist eine Dosisverminderung nach folgenden Richtlinien zu empfehlen:
- Bilirubin und Aspartataminotransferase im Normbereich:
100 % der berechneten Vinblastinsulfat-Dosis
- Bilirubin, das 2-fache der Norm, Aspartataminotransferase das 2 ‚Äď 3-fache der Norm: 50 % der berechneten Dosis
- Laborwerte, die √ľber den genannten Angaben liegen:
keine Therapie
Wenngleich keine Dosisverminderung bei Einschränkung der Nierenfunktion empfohlen wird, so sollte dennoch mit einer niedrigeren Vinblastinsulfat-Dosis begonnen werden, ebenso in solchen Fällen, bei denen gleichzeitig eine Leberfunktionsstörung vermutet wird, auch wenn die Transaminasen oder Bilirubinwerte normal sind.
Eine Erhaltungsdosis kann mit 10 mg Vinblastinsulfat 1 - 2 mal monatlich durchgef√ľhrt werden oder mit Dosen, die um eine Stufe niedriger liegen als die Dosis, nach der die Verminderung der wei√üen Blutk√∂rperchen auftrat.
Ein Behandlungseffekt tritt fr√ľhestens 4 - 6 Wochen nach Therapiebeginn auf, in Einzelf√§llen auch erst nach 12 Wochen.
Der Ernährungszustand und das Alter des Patienten, die Eiweißkonzentration im Serum, die Vorbehandlung mit zellschädigenden Substanzen und/oder großflächige Bestrahlungen sowie die Knochenmarkfunktion sind wesentliche Faktoren, die neben der Vinblastinsulfat-Dosis und dem Dosierungsplan den Toxizitätsgrad bestimmen.
Sie m√ľssen bei der Therapieplanung ber√ľcksichtigt werden.
Wie und wann sollte Vinblastinsulfat-GRY¬ģ 10 mg angewendet werden?
Die Behandlung mit Vinblastinsulfat soll nur stationär unter Aufsicht von erfahrenen Onkologen erfolgen und bedarf einer sorgfältigen Überwachung.
√úber Art und Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt. Sie richten sich u. a. nach dem Behandlungsprotokoll der jeweiligen Grunderkrankung.
Vinblastinsulfat wird ausschließlich intravenös als Bolusinjektion verabreicht.
Die Verabreichung von Vinblastinsulfat mu√ü streng intraven√∂s erfolgen. Paravasate f√ľhren zu ausgedehnten Gewebever√§nderungen (Nekrosen). Bei versehentlicher Paravasation werden eine sofortige Infiltration mit Hyaluronidase und Anwendung von m√§√üiger W√§rme an der betroffenen Stelle als Gegenma√ünahme empfohlen. Eine Injektion von Vinblastinsulfat in kleine Venen oder in Venen von blut- oder lymphgestauten Extremit√§ten sollte vermieden werden. Vor der Applikation von Vinblastinsulfat ist die Injektion von physiologischer Kochsalzl√∂sung ratsam, um sich von der richtigen Lage der Kan√ľle zu √ľberzeugen. Ein Durchsp√ľlen der Kan√ľle am Ende der Vinblastinsulfat-Injektion kann lokale Reizungen an der Injektionsstelle verhindern.
Vinblastinsulfat-GRY¬ģ 10 mg, Pulver zur Herstellung einer Injektionsl√∂sung wird mit 10 ml isotonischer Kochsalzl√∂sung (andere L√∂sungen sind nicht zu empfehlen) gel√∂st. Die so erhaltene L√∂sung enth√§lt 10 mg Vinblastinsulfat (Konzentration: 1 mg Vinblastinsulfat/ml).
Die Lösung ist nur zur einmaligen Entnahme bestimmt. Reste sind zu vernichten!
Der Vinblastinsulfat-Lösung können geringe Dosen von Heparin zugesetzt werden, um thrombotische Komplikationen zu verhindern. Das Zumischen anderer Substanzen ist zu vermeiden.
Weitere Hinweise:
Vinblastinsulfat sollte nicht mit L√∂sungen verd√ľnnt werden, die den pH-Wert aus dem Bereich von pH 3,5 - 5,0 verschieben.
Vinblastinsulfat wird durch PVC adsorbiert.
Wenn Sie eine gr√∂√üere Menge Vinblastinsulfat-GRY¬ģ 10 mg angewendet haben als Sie sollten
Was ist zu tun, wenn Vinblastinsulfat-GRY¬ģ 10 mg in zu gro√üen Mengen angewendet wurde (beabsichtigte oder versehentliche √úberdosierung)?
Der therapeutische Index von Vinblastinsulfat ist sehr niedrig, so dass bei einer √úberdosierung mit schweren Komplikationen gerechnet werden mu√ü. Die Symptome der √úberdosierung umfassen Muskelschmerzen, L√§hmung der Darmmotilit√§t (paralytischen Ileus), Bluthochdruck (Hypertonus), Entz√ľndungen der Mundschleimhaut (Stomatitis), Verminderung der Natriumkonzentration im Blut (Hyponatri√§mie), neuritis√§hnliche Anf√§lle bis zur L√§hmung, Kr√§mpfe, Koma. Zeichen einer Knochenmarksch√§digung (Knochenmarkaplasie) treten zeitlich verz√∂gert auf.
Ein spezifisches Gegenmittel bei einer Vinblastinsulfat-Überdosierung gibt es nicht. Ganz im Vordergrund stehen symptomatische Behandlungsmaßnahmen. Die Verabreichung eines Antikonvulsivums und die Überwachung des Herz-Kreislauf-Systems sind indiziert. Bei Myelosuppression steht die Vorbeugung gegen Infektionen durch Antibiotika/Antimykotika im Vordergrund.
Im Falle einer Hyponatri√§mie infolge einer vermehrten Adiuretinausscheidung sollte die Fl√ľssigkeitsaufnahme reduziert werden. Der Nutzen der Blutw√§sche (H√§modialyse) ist umstritten. Austauschtransfusionen erscheinen nur sinnvoll, wenn sie unmittelbar nach der Verabreichung erfolgen.
Versehentliche orale Einnahme
Wenn Vinblastinsulfat-GRY¬ģ 10 mg versehentlich oral eingenommen wurde, kann Aktivkohle und ein Abf√ľhrmittel gegeben werden. Die Resorption von Vinblastin aus dem Magen-Darm-Trakt ist unregelm√§√üig und unvorhersehbar. Die orale LD50 bei Ratten betr√§gt 7mg/kg KG.
Versehentliche intrathekale Gabe
Bei einer versehentlichen intrathekalen Gabe von Vinblastinsulfat-GRY¬ģ 10 mg wird empfohlen, sofort danach mit der folgenden Behandlung zu beginnen, die nach der versehentlichen intrathekalen Gabe eines anderen Vinca-Alkaloids, Vincristinsulfat, in einem Fall eine fortschreitende L√§hmung zum Stillstand brachte:
1. √úber einen Lumbalkatheter soviel R√ľckenmarkfl√ľssigkeit wie ohne Risiko m√∂glich entfernen.
2. Einen Katheter in einen lateralen Hirnventrikel legen, um den Subarachnoidalraum von oben zu sp√ľlen. Die Fl√ľssigkeit wird durch den Lumbalkatheter entfernt.
3. Die Sp√ľlung mit Ringer-Laktat-L√∂sung (150 ml/Stunde) beginnen und
4. durch Frischplasma ersetzen, sobald dieses zur Verf√ľgung steht (fresh frozen plasma, 25 ml verd√ľnnt in 1 Liter Ringer-Laktat-L√∂sung). Die Infusionsgeschwindigkeit der Plasmal√∂sung betr√§gt zun√§chst 75 ml/Stunde und sollte so angepa√üt werden, dass ein Eiwei√ügehalt von 150 mg% im Liquor aufrechterhalten wird.
5. 10 g Glutamins√§ure intraven√∂s √ľber 24 Stunden infundieren, anschlie√üend orale Gabe von 500 mg dreimal t√§glich einen Monat lang bzw. bis sich die neurologische Funktionsst√∂rung stabilisiert hat. Ob die Glutamins√§ure eine wesentliche Rolle bei der Behandlung spielt, ist nicht sicher.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Vinblastinsulfat-GRY¬ģ 10 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

sehr häufig:
mehr als 1 von 10 Behandelten
häufig:
weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
gelegentlich:
weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten
selten:
weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten
sehr selten:
1 oder weniger von 10.000 Behandelten einschließlich Einzelfällen

Die unter Vinblastinsulfat auftretenden Nebenwirkungen sind dosisabhängig und umfassen:
Nebenwirkungen, die den Magen-Darm-Trakt betreffen (gastrointestinale Nebenwirkungen):
Fehlendes Verlangen nach Nahrung (Inappetenz), Übelkeit und Erbrechen treten häufig auf; Durchfall, beständiger schmerzhafter Stuhl- und Harndrang, Verstopfung und Darmlähmung gelegentlich bis selten.
Nebenwirkungen, die das Knochenmark betreffen (Knochenmarktoxizität):
Verminderung der weißen Blutkörperchen (Leukozytopenie), besonders einer bestimmten Untergruppe der weißen Blutkörperchen (Granulozyten), ist eine häufig beobachtete Nebenwirkung, deren Häufigkeit und Grad durch eine Knochenmarkvorschädigung mitbestimmt wird. Die Leukozytopenie ist abhängig von der Vinblastin-Einzeldosis und tritt im allgemeinen 5 bis 10 Tage nach der letzten Applikation auf. Eine Normalisierung ist innerhalb von 7 bis 14 Tagen zu erwarten. Im Vergleich zu den Leukozytopenien sind Blutarmut und Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenien) nur gelegentlich zu beobachten.
Nebenwirkungen, die das Nervensystem betreffen (neurologische Nebenwirkungen):
Mi√üempfindungen (Par√§sthesien) und Ausf√§lle der tiefen Sehnenreflexe treten h√§ufig auf; Erkrankungen peripherer Nerven (Neuropathien) mit R√ľckbildung der Muskeln (Muskelatrophien) demgegen√ľber selten. Die Einzeldosis und die Dauer der Therapie bestimmen H√§ufigkeit und Grad dieser Nebenwirkungen.
Schädigungen, die das Herz und die Gefäße betreffen (kardiovaskuläre Schädigungen):
Herzrhythmusstörungen, Störungen der Erregungsleitung zwischen Vorhöfen und Kammern des Herzens (AV-Blockierungen), Anstieg der Herzfrequenz (Tachykardien), Brustenge (Angina pectoris) und Herzinfarkt (Myokardinfarkt) werden selten beobachtet.
Schädigungen, die die Lunge betreffen (pulmonale Schädigungen):
Lungenentz√ľndungen mit Verschlu√ü der Luftwege (obstruktive Pneumonitiden), die in Einzelf√§llen, besonders bei einer Kombination mit Mitomycin C, zu schwerer Atemnot (Dyspnoe) f√ľhren k√∂nnen, treten selten ein. Eine intensivmedizinische Behandlung kann gelegentlich erforderlich sein.
Sonstige Nebenwirkungen:
Bei Injektionen in kleine Venen von blut- und lymphgestauten Extremitäten sind Schmerzen an der Injektionsstelle die Regel. Bei Injektionen in das umliegende Gewebe (paravenösen Injektionen) treten akute Thrombosen oberflächlicher Venen (Thrombophlebitiden) und/oder Zelluntergänge (Nekrosen) auf.
Gelegentlich beobachtete Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen, Depressionen, Haarausfall (Alopezie), Entz√ľndungen der Mundschleimhaut (Stomatitiden) und Hauterscheinungen.
Ein Kontakt der Hornhaut mit Vinblastinsulfat kann zu schweren Oberfl√§chenverletzungen (epithelialen Erosionen) mit Lidkrampf (Blepharospasmus), Lidschwellung und Lymphknotenschwellung vor der Ohrmuschel (pr√§aurikularer Lymphknotenschwellung) f√ľhren.
Vereinzelt werden verst√§rkte Hautreaktionen im Bereich einer Sonneneinstrahlung oder Strahlentherapie beobachtet. Selten sind Bauchspeicheldr√ľsenentz√ľndung und Absterben von Leberzellen nach vinblastinhaltigen Polychemotherapien. Auch Verschlu√ü (Thrombosierung) kleiner und kleinster Gef√§√üe (thrombotische Mikroangiopathien) mit Nierenfunktionsst√∂rungen (Niereninsuffizienz) und Blutarmut (h√§molytische An√§mie) treten selten auf.
In seltenen F√§llen wurde eine vermehrte Adiuretinaussch√ľttung mit Verminderung der Natriumkonzentration im Blut (Hyponatri√§mie) und entsprechender klinischer Symptomatik beobachtet.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

WIE IST VINBLASTINSULFAT-GRY¬ģ 10 MG AUFZUBEWAHREN?
Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren.
Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf dem Beh√§ltnis und dem Umkarton angegebenen Verfallsdatum nicht mehr anwenden.
Wie ist Vinblastinsulfat-GRY¬ģ 10 mg aufzubewahren?
Vinblastinsulfat-GRY¬ģ 10 mg im Umkarton aufbewahren um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.
Nicht √ľber 8¬įC lagern.
Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch der Zubereitung
Nur einmalige Entnahme möglich, Restmenge verwerfen!
Entsorgungsvorschriften f√ľr Zytostatika sind zu beachten!

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Weitere Informationen

Was Vinblastinsulfat-GRY¬ģ 10 mg enth√§lt
1 Durchstechflasche mit 10,2-11,7 mg Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung enthält:
Arzneilich wirksamer Bestandteil: Vinblastinsulfat 1H2O 10,2 mg
( Vinblastinsulfat 10 mg)
Sonstige Bestandteile: Schwefelsäure (zur Einstellung auf pH 4,0)
Natriumhydroxid (zur Einstellung auf pH 4,0)
Wie Vinblastinsulfat-GRY¬ģ 10 mg aussieht und Inhalt der Packung:
Packung mit 1 Durchstechflasche mit 10,2-11,7 mg Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung (N1)
Pharmazeutischer Unternehmer
GRY-Pharma GmbH
Kandelstraße 10
D-79199 Kirchzarten
Telefon: (0 76 61) 98 45 - 01
Telefax: (0 76 61) 71 59
Hersteller
Pharmachemie B.V.
Swensweg 5
NL-2031 GA Haarlem (Niederlande)
Telefon 00 31 / 23 / 51 47 14 7
Telefax 00 31 / 23 / 53 12 87 9
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt √ľberarbeitet im Januar 2007.
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Dieses Arzneimittel ist verschreibungpflichtig

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Wirkstoff(e) Vinblastin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller TEVA GmbH
Betäubungsmittel Nein
ATC Code L01CA01
Pharmakologische Gruppe Pflanzliche Alkaloide und andere nat√ľrliche Mittel

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden