Wirkstoff(e) Oxazepam
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Boehringer Ingelheim
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
ATC Code N05BA04
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Anxiolytika

Zulassungsinhaber

Boehringer Ingelheim

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Anxiolit 10 mg - Dragees Oxazepam GL Pharma
Anxiolit forte 50 mg - Tabletten Oxazepam G.L. Pharma GmbH
Anxiolit retard 30 mg - Kapseln Oxazepam G.L. Pharma GmbH
Praxiten 15 mg - Tabletten Oxazepam Mylan √Ėsterreich GmbH
Praxiten 50 mg - Tabletten Oxazepam Mylan √Ėsterreich GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Adumbran - Tabletten enthalten den Wirkstoff Oxazepam aus der Substanzgruppe der Benzodiazepin- Tranquilizer. Oxazepam lindert Angst-, Spannungs- und Unruhezustände und hat eine beruhigende und schlaffördernde Wirkung. Überdies wirkt Oxazepam in höherer Dosierung muskelentspannend und krampflösend.

Adumbran - Tabletten werden eingenommen

  • zur Behandlung von Angstzust√§nden oder zur kurzzeitigen Linderung von Angstsymptomen;
  • zur Behandlung von Schlafst√∂rungen, die einer medikament√∂sen Behandlung bed√ľrfen.

Hinweis:

Nicht alle Angst-, Spannungs- und Erregungszust√§nde oder Schlafst√∂rungen bed√ľrfen einer medikament√∂sen Behandlung. Sie sind h√§ufig Folgeerscheinungen k√∂rperlicher oder seelischer Erkrankungen und k√∂nnen durch andere Ma√ünahmen oder gezielte Behandlung der Grundkrankheiten behoben werden. Angst- und Spannungszust√§nde infolge von gew√∂hnlichem Alltagsstress sollten normalerweise nicht mit einem Tranquilizer behandelt werden.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Adumbran darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen Oxazepam bzw. andere Wirkstoffe aus der Substanzgruppe der Benzodiazepine oder einen der sonstigen Bestandteile von Adumbran - Tabletten sind;
  • wenn Sie an krankhafter Muskelschw√§che (Myasthenia gravis), kurzzeitigem Atemstillstand w√§hrend des Schlafes (Schlafapnoe-Syndrom), bestimmten Bewegungsst√∂rungen (spinale und

zerebellare Ataxie), schwerer Atemschwäche (respiratorische Insuffizienz) oder schwerer Beeinträchtigung der Leberfunktion leiden;

  • wenn bei Ihnen fr√ľher einmal Abh√§ngigkeit von Alkohol, Medikamenten- oder Drogenmissbrauch aufgetreten sind;
  • bei einer akuten Vergiftung mit Alkohol, Schlafmitteln, Opiat-√§hnlichen Schmerzmitteln und Psychopharmaka (so genannten Neuroleptika, Antidepressiva, Lithium);
  • wenn Sie an einer seltenen ererbten Stoffwechselerkrankung leiden, die zur Unvertr√§glichkeit gegen einen der Bestandteile des Arzneimittels f√ľhrt (siehe ‚ÄěWichtige Informationen √ľber bestimmte sonstige Bestandteile von Adumbran‚Äú).

Kinder unter 6 Jahren d√ľrfen nicht mit Adumbran - Tabletten behandelt werden.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Adumbran ist erforderlich,

  • wenn Sie unter akuter oder chronischer Atemschw√§che ‚Äď z. B. infolge einer chronischen Verengung der Atemwege (chronisch obstruktive Lungenerkrankungen) ‚Äď oder organischen Ver√§nderungen des Gehirns leiden (w√§hrend der Behandlung mit Adumbran ‚Äď Tabletten kann es zu einer Verst√§rkung der Atemschw√§che kommen);
  • wenn Sie √§lter oder geschw√§cht sind oder an Herzmuskelschw√§che, niederem Blutdruck oder organischen Ver√§nderungen des Gehirns leiden;
  • wenn bei Ihnen ein Abfall des Blutdrucks Herzbeschwerden ausl√∂sen k√∂nnte;
  • wenn Sie an Depressionen oder Angstzust√§nden, die von Depressionen begleitet sind, leiden (eine alleinige Behandlung mit Adumbran ‚Äď Tabletten sollte nicht erfolgen, da es zu einer Verst√§rkung der Depression und einem erh√∂hten Risiko von Selbstmordhandlungen kommen kann ‚Äď wenn Sie eine Verst√§rkung Ihrer Depression bemerken, m√ľssen Sie Ihren Arzt aufsuchen);
  • wenn Sie an einer psychischen St√∂rung (Psychose) leiden (Benzodiazepine sind nicht f√ľr die Erstbehandlung von Psychosen geeignet);
  • wenn Ihre Leber- oder Nierenfunktion eingeschr√§nkt ist oder eine l√§ngere Behandlungsdauer erforderlich ist (in diesem Fall wird Ihr Arzt eine regelm√§√üige Kontrolle der Leber- und Nierenwerte durchf√ľhren);
  • wenn Sie an Anfallsleiden (Epilepsie) leiden (sie d√ľrfen dann Adumbran - Tabletten nicht pl√∂tzlich absetzen, siehe auch ‚ÄěWenn Sie die Einnahme von Adumbran abbrechen‚Äú);

Kindern von 6 bis 14 Jahren und Jugendlichen ab 14 Jahren d√ľrfen Adumbran - Tabletten nur nach ausdr√ľcklicher Anweisung des Arztes gegeben werden. Die Behandlungsdauer soll auf das Minimum beschr√§nkt bleiben.

Schl√§frigkeit, die nach abendlicher Einnahme auch am folgenden Tag anhalten kann (Hang-over- Effekt), ist m√∂glich. Bitte beachten Sie daher die Verhaltensanweisungen Ihres Arztes. Die vom Arzt festgelegte Behandlungsdauer soll so kurz wie m√∂glich sein und darf nicht eigenm√§chtig √ľberschritten werden (siehe auch ‚ÄěWie ist Adumbran einzunehmen?‚Äú).

Nach Einnahme von Benzodiazepinen √ľber einige Wochen kann es zu einer Abschw√§chung der Wirksamkeit (Toleranz) kommen.

Benzodiazepine k√∂nnen vor√ľbergehenden Ged√§chtnisverlust (Amnesie) oder Ged√§chtnisst√∂rungen verursachen. Das bedeutet, dass Sie sich z.B. an Handlungen, die Sie nach der Einnahme von Adumbran - Tabletten ausgef√ľhrt haben, sp√§ter nicht mehr erinnern k√∂nnen. Dieses Risiko steigt mit der H√∂he der Dosierung und kann durch eine ausreichend lange, ununterbrochene Schlafdauer

(7-8 Stunden) verringert werden.

Unter der Behandlung mit Benzodiazepinen k√∂nnen so genannte paradoxe Reaktionen ‚Äď wie Unruhe, erh√∂hte Reizbarkeit, Angriffslust, pl√∂tzliche Erregungszust√§nde, Angst, Wut, Selbstmordneigung,

Muskelkr√§mpfe, Schlafst√∂rungen ‚Äď sowie psychische Reaktionen ‚Äď Halluzinationen, Albtr√§ume, Psychosen, unangemessenes Verhalten und andere Verhaltensst√∂rungen ‚Äď auftreten. In solchen F√§llen wird Ihr Arzt die Behandlung mit Adumbran - Tabletten beenden. Bei Kindern und √§lteren Patienten werden diese Ereignisse h√§ufiger beobachtet (siehe ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚Äú).

Die Anwendung von Benzodiazepinen kann zur Entwicklung von psychischer und k√∂rperlicher Abh√§ngigkeit f√ľhren. Bereits bei t√§glicher Einnahme √ľber wenige Wochen ist die Gefahr einer Abh√§ngigkeitsentwicklung gegeben. Dies gilt nicht nur f√ľr die missbr√§uchliche Anwendung besonders hoher Dosen, sondern bereits auch f√ľr den therapeutischen Dosisbereich. Das Risiko einer Abh√§ngigkeit steigt mit der Dosis und der Dauer der Behandlung und ist insbesondere bei Patienten mit Alkohol-, Arzneimittel- oder Drogenmissbrauch in der Vorgeschichte erh√∂ht.

Wenn sich eine k√∂rperliche Abh√§ngigkeit entwickelt hat, wird ein pl√∂tzlicher Abbruch der Behandlung von Entzugssymptomen begleitet (siehe auch ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚Äú). Diese k√∂nnen sich in Schlafst√∂rungen, vermehrten Tr√§umen, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, au√üergew√∂hnlicher Angst, Schwitzen, Zittern, Spannungszust√§nden, innerer Unruhe, Stimmungswechsel, Verwirrtheit und Reizbarkeit √§u√üern. In schweren F√§llen k√∂nnen au√üerdem bedrohliche k√∂rperliche und seelische Reaktionen auftreten, wie Realit√§tsverlust, Pers√∂nlichkeitsst√∂rungen, √úberempfindlichkeit gegen√ľber Licht, Ger√§uschen und k√∂rperlichem Kontakt, Taubheit und Missempfindungen in den Gliedma√üen, Halluzinationen, Entzugsdelir oder Krampfanf√§lle.

Vor√ľbergehende Absetzerscheinungen wie Rebound-Schlaflosigkeit und √Ąngstlichkeit k√∂nnen auftreten, wobei die Symptome, die zur Behandlung mit Benzodiazepinen gef√ľhrt haben, bei Absetzen der Behandlung in verst√§rkter Form wieder auftreten (siehe auch ‚ÄěWenn Sie die Einnahme von Adumbran abbrechen‚Äú und ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚Äú). Diese k√∂nnen von anderen Reaktionen wie. z. B. Ver√§nderungen der Stimmungslage, √Ąngstlichkeit, Schlafst√∂rungen und Unruhe begleitet sein. Nach l√§ngerer Einnahmedauer wird Ihr Arzt deshalb beim Absetzen von Adumbran ‚Äď Tabletten die Dosis schrittweise reduzieren, um diese Ph√§nomene zu vermeiden.

Bei Einnahme von Adumbran mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Adumbran - Tabletten und anderen zentrald√§mpfenden Arzneimitteln (z.B. so genannte Psychopharmaka [wie Neuroleptika, angstl√∂sende Arzneimittel, Beruhigungsmittel, Mittel gegen Depressionen, so genannte MAO-Hemmer], Schlafmittel, bet√§ubende Schmerzmittel [Opiate], Mittel gegen epileptische Anf√§lle, Narkosemittel und bestimmte Mittel gegen Allergien [so genannte sedative Antihistaminika], aber auch Arzneimittel aus der Klasse der Betablocker) kann es zu gegenseitiger Verst√§rkung der Wirkung kommen. Dies gilt insbesondere auch f√ľr gleichzeitigen Alkoholgenuss, durch den die Wirkungen in nicht vorhersehbarer Weise ver√§ndert und verst√§rkt werden k√∂nnen.

Die Wirkung von Muskelrelaxanzien (Arzneimittel mit muskelerschlaffender Wirkung) kann verstärkt werden.

Die Verabreichung von Theophyllin oder Aminophyllin (Arzneimittel gegen Atembeschwerden) kann die zentraldämpfende Wirkung von Benzodiazepinen, einschließlich Oxazepam, verringern.

Die gleichzeitige Anwendung von betäubenden Schmerzmitteln (Opiate) kann durch Verstärkung der stimmungsaufhellenden Wirkung die Entwicklung einer psychischen Abhängigkeit fördern.

Bei einer Langzeitbehandlung z.B. mit blutdrucksenkenden oder blutzuckersenkenden Arzneimitteln ist die Art und Umfang m√∂glicher Wechselwirkungen nicht vorhersehbar. Sie m√ľssen Ihrem behandelndem Arzt daher vor Behandlungsbeginn mitteilen, ob bei Ihnen eine Langzeitbehandlung mit anderen Arzneimitteln durchgef√ľhrt wird. In diesen F√§llen ist besonders zu Beginn der Behandlung mit Adumbran - Tabletten erh√∂hte Vorsicht erforderlich.

Bei Einnahme von Adumbran zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Adumbran - Tabletten werden unabh√§ngig von den Mahlzeiten mit etwas Fl√ľssigkeit eingenommen. Abends sollte die Einnahme nicht auf vollen Magen erfolgen, da sonst mit verz√∂gertem Wirkungseintritt und ‚Äď abh√§ngig von der Schlafdauer ‚Äď mit verst√§rkten Nachwirkungen (z. B. M√ľdigkeit, Konzentrationsst√∂rungen) am n√§chsten Morgen gerechnet werden muss.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt um Rat. Über die Einnahme von Adumbran - Tabletten in Schwangerschaft und Stillzeit entscheidet grundsätzlich der Arzt.

Wenn Sie w√§hrend der Behandlung mit Adumbran - Tabletten schwanger werden oder einen Kinderwunsch haben, sollten Sie unverz√ľglich mit Ihrem Arzt √ľber ein m√∂gliches Absetzen sprechen.

Die Einnahme von Adumbran ‚Äď Tabletten w√§hrend der Schwangerschaft und Stillzeit wird nicht empfohlen. Das Risiko angeborener Missbildungen im Zusammenhang mit der Einnahme von Arzneimitteln mit Wirkstoffen aus der Substanzgruppe der Benzodiazepine w√§hrend der ersten Schwangerschaftsmonate ist in Einzelf√§llen (v.a. nach √úberdosierungen) beschrieben worden (z.B. Gaumen- und Lippenspalten, Gehirnsch√§den).

Eine l√§ngerfristige Einnahme von Adumbran - Tabletten durch die Schwangere, insbesondere in sp√§teren Stadien der Schwangerschaft, kann zu einer k√∂rperlichen Abh√§ngigkeit des Neugeborenen f√ľhren. Daher wird Ihr Arzt in diesem Fall nach der Geburt sorgf√§ltig auf Anzeichen eines Entzugssyndroms achten.

Gaben gr√∂√üerer Dosen von Adumbran - Tabletten unmittelbar vor oder w√§hrend der Geburt k√∂nnen beim S√§ugling zu einem Absinken der K√∂rpertemperatur und der Muskelspannung sowie zu Atmungsschwierigkeiten und Trinkschw√§che f√ľhren.

Der Wirkstoff von Adumbran - Tabletten gelangt in die Muttermilch. Wegen der m√∂glichen Anreicherung des Wirkstoffs im S√§ugling m√ľssen M√ľtter in Langzeitbehandlung das Stillen unterbrechen oder abbrechen.

Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Achtung:

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsf√§higkeit und Verkehrst√ľchtigkeit beeintr√§chtigen! Dies gilt im verst√§rkten Ma√üe im Zusammenwirken mit Alkohol.

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrst√ľchtigkeit und die F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen durchgef√ľhrt. Wirkstoffe aus der Substanzgruppe der Benzodiazepine k√∂nnen jedoch auch bei bestimmungsgem√§√üem Gebrauch Ihre Aufmerksamkeit beeintr√§chtigen. Alkohol und ungen√ľgende Schlafdauer erh√∂hen dabei die Wahrscheinlichkeit einer verringerten Aufmerksamkeit.

Sie d√ľrfen daher ‚Äď insbesondere w√§hrend der ersten Tage der Behandlung ‚Äď kein Fahrzeug lenken, keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen oder sonstige gef√§hrliche T√§tigkeiten aus√ľben. Die Entscheidung, welche T√§tigkeiten ausge√ľbt werden k√∂nnen,

trifft in jedem Einzelfall Ihr Arzt unter Ber√ľcksichtigung Ihrer individuellen Reaktion und der jeweiligen Dosierung.

Wichtige Informationen √ľber bestimmte sonstige Bestandteile von Adumbran

Bitte nehmen Sie Adumbran - Tabletten erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertr√§glichkeit gegen√ľber bestimmten Zuckerarten leiden.

Adumbran - Tabletten enthalten in der empfohlenen Tagesh√∂chstdosis (60 mg) 414 mg Lactose (Milchzucker). Wenn Sie an einer seltenen ererbten Stoffwechselerkrankung (Galactose- Unvertr√§glichkeit, Lapp-Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Verwertungsst√∂rung) leiden, sollten Sie dieses Arzneimittel nicht einnehmen. Adumbran - Tabletten sind f√ľr Diabetiker geeignet

(1 Tablette enthält 0,11 g Kohlenhydrate entsprechend 0,01 Broteinheiten [BE]).

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Adumbran - Tabletten immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosis

  • zur Behandlung von Angstzust√§nden

Erwachsene und Jugendliche √ľber

2-3 Tabletten (20-30 mg) pro Tag;

14 Jahre:

in schweren Fällen kann die Dosierung auf höchstens

 

6 Tabletten (60 mg) pro Tag erhöht werden.

Kinder von 6 bis 14 Jahren:

0,5-1 mg/kg/Tag auf 3-4 Gaben verteilt. Die Anwendung

 

bei Kindern darf nur auf ausdr√ľckliche √§rztliche

 

Anordnung erfolgen. Die Empfindlichkeitsunterschiede

 

sind bei Kindern besonders groß.

√Ąltere oder geschw√§chte Patienten sowie

Initialdosis: 2 x t√§glich ¬Ĺ Tablette (5 mg);

Patienten mit hirnorganischen

bei ungen√ľgendem Ansprechen kann die Dosis langsam

Veränderungen, Kreislaufschwäche oder

auf höchstens 3 Tabletten (30 mg) pro Tag erhöht

Atemschwäche:

werden.

  • zur Behandlung von Schlafst√∂rungen

Erwachsene und Jugendliche √ľber

1-1¬Ĺ Tabletten (10-15 mg), 1-¬Ĺ Stunde vor dem

14 Jahre:

Schlafengehen [höchstens 2-3 Tabletten (20-30 mg)]

√Ąltere oder geschw√§chte Patienten sowie

¬Ĺ Tablette (5 mg), 1-¬Ĺ Stunde vor dem Schlafengehen

Patienten mit hirnorganischen

[h√∂chstens 1¬Ĺ Tabletten (15 mg)]

Veränderungen, Kreislaufschwäche oder

 

Atemschwäche:

 

Adumbran - Tabletten sind teilbar und werden mit etwas Fl√ľssigkeit eingenommen (siehe auch ‚ÄěBei Einnahme von Adumbran zusammen mit Nahrungsmitteln und Getr√§nken‚Äú).

  • bei Patienten mit beeintr√§chtigter Leber- oder Nierenfunktion

Wenn Ihre Leberfunktion beeinträchtigt ist, kann - entsprechend Ihrem Ansprechen auf die Behandlung - eine Anpassung der Dosierung durch den Arzt erforderlich sein. Es ist möglich, dass bei Ihnen dann eine niedrigere Dosis ausreichend ist. Wenn Ihre Nierenfunktion beeinträchtigt ist, ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Behandlungsdauer

Die Behandlugnsdauer soll so kurz wie m√∂glich sein. Sie d√ľrfen Adumbran - Tabletten nicht l√§nger als f√ľr die von Ihrem Arzt festgelegte Behandlungsdauer einnehmen, da es innerhalb weniger Wochen zu einer Abh√§ngigkeitsentwicklung kommen kann.

Wenn Sie eine größere Menge von Adumbran eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie versehentlich mehr als die vorgeschriebene Dosis eingenommen haben, verst√§ndigen Sie bitte Ihren Arzt. Er wird √ľber eventuell notwendige Ma√ünahmen entscheiden.

Vergiftungen mit Benzodiazepinen sind gew√∂hnlich ‚Äď in Abh√§ngigkeit von der aufgenommenen Dosis

‚Äď durch verschiedene Stadien der zentralen D√§mpfung gekennzeichnet.

Symptome leichter √úberdosierung k√∂nnen z.B. Benommenheit, Schl√§frigkeit, geistige Verwirrung, Antriebsarmut, Sehst√∂rungen, undeutliches Sprechen, muskul√§re St√∂rungen (Muskelerschlaffung, St√∂rungen der Bewegungsabl√§ufe, unwillk√ľrliche Bewegungen) und Blutdruckabfall sein.

In F√§llen hochgradiger Vergiftung k√∂nnen zentrale Atem- und Kreislauf-Depression (Blauf√§rbung, Bewusstseinstr√ľbung bis hin zur Bewusstlosigkeit) auftreten. Eine intensivmedizinische √úberwachung ist erforderlich! In der Abklingphase der Vergiftung wurden hochgradige Erregungszust√§nde beobachtet.

Wenn Sie die Einnahme von Adumbran vergessen haben

Setzen Sie die Einnahme zum nächsten Zeitpunkt fort. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Adumbran abbrechen

Bei l√§ngerer Behandlungsdauer (l√§nger als eine Woche) und nach pl√∂tzlichem Absetzen der Behandlung k√∂nnen die Symptome, die zu einer Behandlung mit Adumbran - Tabletten gef√ľhrt haben, vor√ľbergehend in verst√§rkter Form wieder auftreten (siehe ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚Äú).

Bei Patienten mit Anfallsleiden (Epilepsie) kann das plötzliche Absetzen möglicherweise Krampfanfälle auslösen.

Ihr Arzt wird daher die Behandlung nicht plötzlich abbrechen, sondern durch schrittweises Herabsetzen der Dosis beenden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel k√∂nnen Adumbran - Tabletten Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Der Schweregrad der Nebenwirkungen ist dosisabh√§ngig. Das Risiko f√ľr das Auftreten von Nebenwirkungen ist bei √§lteren Patienten gr√∂√üer.

Beim Auftreten reversibler Störungen - wie Artikulationsstörungen, Bewegungs- und Gangunsicherheit, Sehstörungen - wird Ihr Arzt die Dosis vor wiederholter Anwendung verringern.

Die folgende Einteilung wurde f√ľr die H√§ufigkeitsbeschreibungen der Nebenwirkungen verwendet: Sehr h√§ufig: betrifft mehr als 1 Behandelten von 10

Häufig: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100 Gelegentlich: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000 Selten: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten: betrifft weniger als 1 Behandelten von 10.000

Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

In Studien mit Adumbran wurden folgende Nebenwirkungen beobachtet:

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Nicht bekannt: Verringerung der Zahl der weißen Blutkörperchen (Leukopenie)

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Nicht bekannt: Appetitsteigerung oder ‚Äďabnahme

Psychiatrische Erkrankungen

Gelegentlich: Zu- oder Abnahme des sexuellen Verlangens

Nicht bekannt: Verwirrtheit, Niedergeschlagenheit, Depression (siehe auch ‚ÄěBesondere Vorsicht bei der Einnahme von Adumbran ist erforderlich‚Äú), Abh√§ngigkeitsentwicklung.

Erkrankungen des Nervensystems

H√§ufig: Benommenheit (die nach abendlicher Einnahme auch am folgenden Tag anhalten kann (Hang-over-Effekt), siehe auch ‚ÄěBesondere Vorsicht bei der Einnahme von Adumbran ist erforderlich‚Äú), Schl√§frigkeit, Schwindelgef√ľhl

Gelegentlich: Kopfschmerzen, vor√ľbergehender Ged√§chtnisverlust

Nicht bekannt: Muskelschwäche (mit Sturzgefahr), Störungen der Bewegungsabläufe, verlängerte Reaktionszeit, Konzentrationsstörungen,

Herz-Kreislauf-System

Gelegentlich: Blutdrucksenkung

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Nicht bekannt: Atemst√∂rungen (bei bestehender Verengung der Atemwege und bei Patienten mit hirnorganischen Ver√§nderungen, siehe auch ‚ÄěBesondere Vorsicht bei der Einnahme von Adumbran ist erforderlich‚Äú),

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: Übelkeit, Mundtrockenheit

Leber- und Gallenerkrankungen

Nicht bekannt: Leberfunktionsstörungen, einschließlich Gelbsucht

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich: Hautreaktionen

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Gelegentlich: M√ľdigkeit und/oder Mattigkeit am Tage

Nicht bekannt: paradoxe Reaktionen [wie z. B. erhöhte Reizbarkeit, plötzliche Erregungszustände, Angst, Selbstmordneigung, Muskelkrämpfe, Schlafstörungen], Toleranzentwicklung, Absetzerscheinungen (z. B. Rebound-Phänomene) bzw. Entzugssymptome (siehe nachstehender Absatz).

Ein pl√∂tzlicher Abbruch der Behandlung nach l√§ngerer t√§glicher Einnahme von Adumbran kann Entzugssymptome ausl√∂sen (siehe auch ‚ÄěBesondere Vorsicht bei der Einnahme von Adumbran ist erforderlich‚Äú und ‚ÄěWenn Sie die Einnahme von Adumbran abbrechen‚Äú): Schlafst√∂rungen, vermehrtes Tr√§umen, Angst, Schwitzen, Zittern, Spannungszust√§nde, Reizbarkeit und innere Unruhe k√∂nnen vor√ľbergehend verst√§rkt wieder auftreten. K√∂rperliche Anzeichen daf√ľr k√∂nnen Schwitzen oder Zittern sein, die sich in schweren F√§llen zu bedrohlichen k√∂rperlichen (z. B Krampfanf√§llen) und seelischen (z. B. Entzugsdelir) Reaktionen verst√§rken. Bei Patienten mit Anfallsleiden (Epilepsie) kann das pl√∂tzliche Absetzen m√∂glicherweise Krampfanf√§lle ausl√∂sen. Ihr Arzt wird daher die Behandlung nicht pl√∂tzlich abbrechen, sondern durch schrittweises Herabsetzen der Dosis beenden.

Die folgenden Nebenwirkungen wurden bisher mit Adumbran - Tabletten nicht beobachtet, traten jedoch bei verwandten Wirkstoffen auf: Sinnest√§uschungen, Menstruationsst√∂rungen, ver√§nderte Gehirnstrommuster, St√∂rungen des Blutbildes einschlie√ülich der so genannten Agranulozytose (bestimmte St√∂rung des Blutbildes), verschwommenes Sehen, Doppelsehen, unwillk√ľrliches Harnlassen, Benommenheit, Orientierungslosigkeit, Fieber und Stimmungsanhebung. √úber vor√ľbergehenden Ged√§chtnisverlust (Amnesie) oder Ged√§chtnisst√∂rungen wurde im Zusammenhang mit der Verabreichung von Benzodiazepinen berichtet.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren.

Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und auf der Blisterpackung angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr ben√∂tigen. Diese Ma√ünahme hilft die Umwelt zu sch√ľtzen.

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Weitere Informationen

Was Adumbran enthalten

  • Der Wirkstoff ist: 10 mg Oxazepam
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Lactose-Monohydrat (Milchzucker), Maisst√§rke, Magnesiumstearat

Wie Adumbran aussieht und Inhalt der Packung

Adumbran ‚Äď Tabletten sind wei√üe runde Tabletten, in die auf der einen Seite beiderseits einer Bruchrille "5C" und auf der anderen Seite das Firmenlogo eingepr√§gt ist. Die Tablette kann in gleiche H√§lften geteilt werden.

Adumbran ‚Äď Tabletten sind in PVC/Aluminium-Blisterstreifen verpackt und in Packungen zu 20 und 50 St√ľck erh√§ltlich

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Zulassungsinhaber

Boehringer Ingelheim RCV GmbH & Co KG

Dr. Boehringer-Gasse 5-11, 1121 Wien

Hersteller

Delpharm Reims

Reims, Frankreich

Z.Nr.: 13128

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im September 2009.

Die folgenden Informationen sind nur f√ľr √Ąrzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Therapiemaßnahmen bei Überdosierung

Patienten mit leichteren Vergiftungserscheinungen sollten unter Atem- und Kreislaufkontrolle ausschlafen. In schwereren F√§llen k√∂nnen weitere Ma√ünahmen (Magensp√ľlung, Kreislaufstabilisierung, Intensiv√ľberwachung) erforderlich werden. Bei Hypotonie oder Schock sind bei Bedarf Volumensubstitution oder Plasmaexpander sowie Sympathomimetika (aber nicht vom Noradrenalin-Typ) zu verabreichen. Bei Erregungszust√§nden kann eine initiale Behandlung mit z.B. Haloperidol begonnen werden.

Auf Grund der hohen Plasma-Eiweiß-Bindung und des großen Verteilungsvolumens sind forcierte Dialyse oder Hämodialyse bei reinen Oxazepamvergiftungen wahrscheinlich nur von geringem Nutzen.

Der Benzodiazepin-Antagonist Flumazenil kann bei station√§ren Patienten als zus√§tzliche (nicht aber als alternative) Therapiema√ünahme verabreicht werden. Dabei ist ‚Äď insbesondere nach l√§ngerer Oxazepambehandlung ‚Äď das m√∂gliche Auftreten von Krampfanf√§llen zu beachten.

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Wirkstoff(e) Oxazepam
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Boehringer Ingelheim
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
ATC Code N05BA04
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Anxiolytika

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden