Wirkstoff(e) Polidocanol (Lauromacrogol 400)
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Chemische Fabrik Kreussler & Co GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 22.08.1968
ATC Code C05BB02
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Antivarikosa

Zulassungsinhaber

Chemische Fabrik Kreussler & Co GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Recessan - Salbe Polidocanol (Lauromacrogol 400) Chemische Fabrik Kreussler & Co GmbH
Aethoxysklerol 2 % - Ampullen Polidocanol (Lauromacrogol 400) Chemische Fabrik Kreussler & Co GmbH
Optiderm - Creme Harnstoff Polidocanol (Lauromacrogol 400) Almirall Hermal GmbH
Optiderm Fett - Creme Harnstoff Polidocanol (Lauromacrogol 400) Almirall Hermal GmbH
Aethoxysklerol 1 % - Ampullen Polidocanol (Lauromacrogol 400) Chemische Fabrik Kreussler & Co GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Aethoxysklerol ist eine Lösung zur Injektion in die Vene zur Verödung von Krampfadern (Varizen).

Je nach Größe der zu verödenden Krampfadern sind unterschiedliche Konzentrationen von Aethoxysklerol erforderlich.

Aethoxysklerol 3 % wird verwendet

  1. fl√ľssig oder als Schaum f√ľr die Ver√∂dung von mittelgro√üen bis gro√üen Krampfadern (Varizen) verwendet.
  2. fl√ľssig zur Ver√∂dung bei H√§morrhoidalleiden (Grad I und II).

Wenn mehrere Konzentrationen f√ľr eine Behandlung angegeben werden, sollte der Venendurchmesser und die individuelle Situation des Patienten ber√ľcksichtigt werden. Im Zweifelsfall ist die niedrigere Konzentration zu w√§hlen.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Aethoxysklerol darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Lauromacrogol 400 oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
  • bei akuten ernsten Erkrankungen (insbesondere wenn unbehandelt).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Aethoxysklerol angewendet wird, insbesonders wenn folgende Zustände oder Krankheiten vorliegen:

Je nach Schweregrad kann eine Verödung von Beinvarizen und Hämorrhoidalleiden relativ kontraindiziert sein bei:

  • fieberhaften Zust√§nden
  • sehr schlechtem Allgemeinzustand
  • Anf√§lle von Atemnot (Bronchialasthma) oder bekannter starker Neigung zu Allergien.

Beinvarizen:

  • geschwollene Beine mit Ansammlung w√§ssriger Fl√ľssigkeit (Bein√∂deme), wenn nicht durch Kompression beeinflussbar
  • entz√ľndliche Hauterkrankungen im Behandlungsbereich
  • Symptome eines Verschlusses kleiner und kleinster Gef√§√üe z.B. durch Zuckerkrankheit (Mikroangiopathie) und Empfindungsst√∂rungen von Nerven (Neuropathie)
  • eingeschr√§nkte Bewegungsf√§higkeit

Ferner gilt f√ľr die Schaumver√∂dung:

  • bekanntes Loch in der Vorhofscheidewand des Herzens ohne erkennbare Symptome
  • bei visuellen, psychischen oder neurologischen Symptomen nach vorangegangener Schaum- ver√∂dung.

Hämorrhoidalleiden:

Je nach Schweregrad kann eine Verödung von Hämorrhoidalleiden ebenfalls relativ kontraindiziert sein bei:

  • chronisch entz√ľndlichen Darmerkrankungen (z.B. Morbus Crohn)
  • bekannter erh√∂hter Gerinnbarkeit des Blutes (Hyperkoagulabilit√§t)

Der behandelnde Arzt wird entscheiden, ob Aethoxysklerol anwendbar ist, wenn zumindest ein dieser Zustände oder Krankheiten bei Ihnen vorliegen.

Wichtige Anwendungshinweise

  1. zur Behandlung von Beinvarizen
Ver√∂dungsmittel d√ľrfen nie in eine Arterie (intraarteriell) injiziert werden, da es hierbei zu ausgedehnten Gewebszerst√∂rungen (Nekrosen) kommen kann, die zu einer Amputation zwingen k√∂nnen. Bei derartigen Zwischenf√§llen muss der behandelnde Arzt sofort einen Gef√§√üchirurgen hinzuziehen! F√ľr alle Ver√∂dungsmittel gilt eine strenge Indikationsstellung im Gesichtsbereich, da es hier zu einer Druckumkehr in den Arterien und damit zu einer irreversiblen Sehst√∂rung (Erblindung) kommen kann.

In bestimmten Körperregionen, wie etwa am Fuß oder in der Knöchelgegend, ist die Gefahr einer versehentlichen Injektion in eine Arterie erhöht. Hier sollten nur geringe Mengen mit besonderer Sorgfalt während der Therapie angewendet werden.

b. zur Behandlung von Hämorrhoidalleiden

Bei der Verödung von Hämorrhoiden muss darauf geachtet werden, den ringförmig um den Anus gelegenen Muskel (M. sphincter ani internus) nicht zu schädigen, um Inkontinenzprobleme zu vermeiden.

Bei Männern sollte im Bereich des 11-Uhr-Knotens wegen der Nähe zu anderen Strukturen (Prostata und Urethra) nicht mehr als 0,5 ml Aethoxysklerol 3 % gegeben werden.

Anwendung von Aethoxysklerol zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen /anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen / angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen / anzuwenden.

Lauromacrogol 400 ist ein lokales Narkosemittel. Bei gleichzeitiger Gabe von anderen Narkosemitteln innerhalb eines Tages besteht die Gefahr der additiven Wirkung (gegenseitige summierende Verstärkung der Wirkung) dieser Narkosemittel auf das Herz-Kreislaufsystem.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.

Wenn Sie schwanger sind, darf Ihr behandelnder Arzt Aethoxysklerol 3 % bei Ihnen nicht anwenden, es sei denn, dies ist zwingend erforderlich. Bisher liegen keine hinreichenden Erfahrungen mit einer Anwendung von Aethoxysklerol 3 % an schwangeren Frauen vor. Tierstudien haben keine Hinweise auf fruchtschädigende Wirkungen erbracht.

Stillzeit

Untersuchungen zum √úbergang von Lauromacrogol 400 (Polidocanol) in die Muttermilch liegen f√ľr den Menschen nicht vor. Ist eine Ver√∂dung w√§hrend der Stillzeit erforderlich, so wird empfohlen, das Stillen f√ľr 2-3 Tage zu unterbrechen.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Es sind keine negativen Auswirkungen von Aethoxysklerol auf die Verkehrst√ľchtigkeit und die F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen bekannt.

Aethoxysklerol enthält Alkohol, Kalium und Natrium

  • Aethoxysklerol 3 % enth√§lt 5 Vol.-% Ethanol (Alkohol), d.h. bis zu 0,18 g pro maximaler Tagesdosis (bei Anwendung von 4,6 ml), entsprechend etwa 5 ml Bier, 3 ml Wein pro dieser Dosis. Gesundheitliches Risiko f√ľr Patienten, die unter Alkoholismus leiden. Ist bei Schwangeren bzw. Stillenden sowie bei Kindern und Patienten mit erh√∂htem Risiko auf Grund einer Lebererkrankung oder Epilepsie zu ber√ľcksichtigen.
  • Aethoxysklerol 3 % enth√§lt Kalium, aber weniger als 1 mmol (39 mg) Kalium pro Ampulle bzw. pro Dosis mit bis zu 4,6 ml, d.h. es ist nahezu ‚Äěkaliumfrei‚Äú.
  • Aethoxysklerol 3 % enth√§lt Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Ampulle bzw. pro Dosis mit bis zu 4,6 ml, d.h. es ist nahezu ‚Äěnatriumfrei‚Äú.

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Wie wird es angewendet?

Generell darf die Dosis von 2 mg Lauromacrogol 400 (Polidocanol) pro kg K√∂rpergewicht und Tag nicht √ľberschritten werden (f√ľr Patienten von 70 kg K√∂rpergewicht bedeutet dies eine Tagesdosis von bis zu 4,6 ml Aethoxysklerol 3 %).

Aethoxysklerol kann zur Schaumver√∂dung verwendet werden. Ausf√ľhrliche Angaben hierzu liegen Ihrem Arzt in der Fachinformation vor. Bei der Gabe als standardisierter Ver√∂dungsschaum darf die Gesamtdosis von 10 ml Schaum pro Sitzung und Tag ‚Äď unabh√§ngig vom K√∂rpergewicht ‚Äď nicht √ľberschritten werden.

In der ersten Behandlung wird bei Patienten nicht mehr als eine Injektion von 0,5-1 ml Aethoxysklerol 3% fl√ľssig gegeben. Je nach Reaktion k√∂nnen bei nachfolgenden Behandlungen unter Beachtung der Maximaldosis mehrere Injektionen mit bis zu 2 ml je Injektion gegeben werden.

Bei der Verwendung von Aethoxysklerol als Verödungsschaum, z. B. zur Behandlung von Verbindungsvenen zum tiefen Venensystem (Perforansvenen) werden pro Injektion bis zu 2 ml Schaum, zur Therapie von Vena saphena magna und parva werden bis zu 4 ml pro Punktion (Vena saphena magna maximal 6 ml) injiziert. Die Gesamttagesdosis ist zu beachten.

Es wird empfohlen die Injektion mit Hilfe eines Ultraschalls durchzuf√ľhren (siehe dazu die Fachinformation).

Je nach Grad und Ausdehnung der Krampfadern können mehrere Wiederholungsbehandlungen erforderlich sein.

Aethoxysklerol ist auch in der Konzentration 0,5%, 1% und 2% erh√§ltlich. Die folgende Tabelle zeigt die hierf√ľr zugelassenen Indikationen bei der Verwendung als Fl√ľssigkeit und als Schaum.

Art der Anwendung Aethoxysklerol-Konzentration
         
  0,5 % 1 % 2 % 3 %  
           
Besenreiservarizen ‚óŹ ‚óŹ ¬† ¬† Fl√ľssig
         
          Schaum
           
Retikul√§re Varizen ‚óŹ ‚óŹ ¬† ¬† Fl√ľssig
         
          Schaum
           
Kleine Varizen ¬† ‚óŹ ¬† ¬† Fl√ľssig
         
¬† ¬† ‚óŹ ¬† ¬† Schaum
           
Mittelgro√üe Varizen ¬† ¬† ‚óŹ ‚óŹ Fl√ľssig
           
¬† ¬† ¬† ‚óŹ ‚óŹ Schaum
           
Gro√üe Varizen ¬† ¬† ¬† ‚óŹ Fl√ľssig
         
¬† ¬† ¬† ¬† ‚óŹ Schaum
           
H√§morrhoidalleiden ¬† ¬† ¬† ‚óŹ Fl√ľssig
           
Grad I und II         Schaum
           
√Ėsophagusvarizen ‚óŹ ‚óŹ ¬† ¬† Fl√ľssig
         
          Schaum
           

Art der Anwendung

  1. Beinvarizen: Zur intravenösen Anwendung (in eine Vene)
  2. Behandlung von Hämorrhoidalleiden: Zur submukösen Anwendung (unterhalb der Schleimhaut)

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

In diesem Abschnitt informieren wir Sie √ľber Nebenwirkungen, die im Zusammenhang mit der weltweiten Anwendung des Wirkstoffes berichtet wurden. In einigen F√§llen waren diese Reaktionen beeintr√§chtigend, erfreulicherweise meist aber nur von vor√ľbergehender Dauer. Da es sich oft um Spontanmeldungen handelte, ohne Bezug auf eine definierte Patientengruppe und ohne Kontrollgruppe, ist es nicht m√∂glich, H√§ufigkeiten exakt zu berechnen oder stets einen klaren Zusammenhang zur Anwendung des Arzneimittels nachzuweisen. Es ist aber m√∂glich, die nachfolgenden gut begr√ľndeten Sch√§tzungen aufgrund der vorhandenen Langzeiterfahrungen vorzunehmen.

Verödung von mittelgroßen bis großen Varizen

Bei der Ver√∂dung (Sklerosierung) von Krampfadern wurden unerw√ľnschte lokale Reaktionen (z. B. Gewerbszerst√∂rung), insbesondere der Haut und des darunterliegenden Gewebes (selten auch von Nerven), nach versehentlicher Injektion in das umgebende Gewebe (paravasale Injektion) beobachtet. Das Risiko erh√∂ht sich durch steigende Aethoxysklerol-Konzentrationen und -Volumina. Ansonsten wurden folgende Nebenwirkungen mit unterschiedlicher H√§ufigkeit beobachtet:

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Auftreten von Gef√§√üen im Sklerosierungsbereich, die vor der Behandlung nicht zu sehen waren (Neovaskularisation), Bluterguss (H√§matom)
  • Hautverf√§rbung (Hyperpigmentierung), Haut-Einblutung (Ekchymose)
  • Schmerzen an der Injektionsstelle (kurzfristig), Blutgerinnselbildung (Thrombose) an der Injektionsstelle (lokale Blutgerinnselbildung im Blutgef√§√ü)

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

  • Oberfl√§chliche Venenentz√ľndungen (Thrombophlebitis superficialis), Venenentz√ľndung (Phlebitis)
  • Allergische Hautentz√ľndungen (Dermatitis allergisch), Nesselsucht (Urtikaria), Hautreaktion, R√∂tung (Erythem)
  • Lokale Gewebszerst√∂rung (Nekrose), Verh√§rtung von Gewebe (Indurationen), Schwellung
  • Nervenverletzung

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

  • Tiefe Venenthrombose (m√∂glicherweise bedingt durch die Grunderkrankung)
  • Schmerz in einer Extremit√§t
  • Migr√§ne (bei Sklerosierungsschaum)
  • Sehverschlechterung (vor√ľbergehende Sehst√∂rung) bei Sklerosierungsschaum

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

  • Allergischer Schock (anaphylaktischer Schock; Symptome sind z. B. pl√∂tzlich auftretende Atembeschwerden, Schwindel, Blutdruckabfall), Angio√∂dem (Symptome sind pl√∂tzlich auftretende Schwellungen, vor allem im Gesicht z. B. der Augenlider, Lippen oder des Kehlkopfs), generalisierte Nesselsucht (Urtikaria), Asthma (Asthmaanfall)
  • Schlaganfall (apoplektischer Insult), Kopfschmerz, Migr√§ne, lokale Sensibilit√§tsst√∂rung (Par√§sthesie), Verlust des Bewusstseins, Verwirrtheitszustand, Schwindelgef√ľhl, zentrale

Sprachstörung (Aphasie), Störung der Koordination von Bewegungsabläufen (Ataxie),

inkomplette L√§hmung einer K√∂rperh√§lfte (Hemiparese), Taubheitsgef√ľhl im Mund (Hyp√§sthesie oral)

  • Sehverschlechterung (vor√ľbergehende Sehst√∂rung)
  • Sehr selten: Herzstillstand, Herzklopfen, Gebrochenes-Herz-Syndrom (Stress- Kardiomyopathie), Herzfrequenz anomal
  • Lungenembolie, Herzkreislaufprobleme (vasovagale Synkope), Kreislaufkollaps, Entz√ľndung in der Wand der Blutgef√§√üe (Vaskulitis)
  • Atembeschwerden (Dyspnoe), Druckgef√ľhl in der Brust, Husten
  • Geschmacksst√∂rung, √úbelkeit, Erbrechen
  • Vermehrte K√∂rperbehaarung (Hypertrichose) im Bereich der Sklerosierung
  • Fieber, Hitzewallung, Kraftlosigkeit (Asthenie), Unwohlsein
  • Blutdruckver√§nderung (Blutdruck anomal)

Verödung von Hämorrhoidalleiden

Bei der Ver√∂dung von H√§morrhoiden wurden unerw√ľnschte lokale Reaktionen wie Brennen, Schmerzen, Unbehagen und Druckgef√ľhl w√§hrend und nach der Injektion beobachtet, besonders bei M√§nnern im Bereich des 11-Uhr-Knotens (Prostatabereich). Diese Reaktionen sind vor√ľbergehender Natur und k√∂nnen in seltenen F√§llen 2-3 Tage anhalten. Bei sachgem√§√üer Injektion ist die Ver√∂dung von H√§morrhoiden schmerzfrei, da sich im Injektionsbereich keine sensiblen Nervenfasern befinden. Ansonsten wurden folgende Nebenwirkungen mit unterschiedlicher H√§ufigkeit beobachtet:

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

an der Injektionsstelle: Schmerzen, Unbehagen, Druckgef√ľhl.

Diese Reaktionen sind von vor√ľbergehender Natur und k√∂nnen in seltenen F√§llen 2-3 Tage anhalten.

  • Brennen

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

  • Entz√ľndung des Afters (Anitis),
  • allergische Hautentz√ľndungen (Dermatitis),
  • Kontakt-Nesselsucht (Kontakturtikaria), Hautreaktion, Juckreiz (Pruritus)
  • Verh√§rtung von Gewebe (Induration), Hautreaktion

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

  • Blutungen, Thrombose (intrah√§morrhoidal)
  • Gewebszerst√∂rung (Nekrose, lokal, selten mit Ausdehnung in das umliegende Gewebe)

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

Gegenmaßnahmen

Ein allergischer Schock (anaphylaktische Reaktion) ist sehr selten aber m√∂glicherweise lebensgef√§hrlich. Der behandelnde Arzt sollte auf Notfallma√ünahmen vorbereitet sein und einen geeigneten Notfallkoffer zur Verf√ľgung haben.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

AT-1200 WIEN

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

F√ľr dieses Arzneimittel sind bez√ľglich der Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Beh√§ltnis nach ‚ÄěVerwendbar/Verw. bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.

Das Arzneimittel ist zur einmaligen Anwendung vorgesehen. Eine Restmenge ist zu verwerfen.

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Weitere Informationen

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Aethoxysklerol 3%-Ampullen enthält

Der Wirkstoff ist: Lauromacrogol 400 (Polidocanol)

1 Ampulle zu 2 ml enthält 60 mg Lauromacrogol 400 (Polidocanol).

Die sonstigen Bestandteile sind:

Ethanol 96 %

Natriummonohydrogenphosphat-Dihydrat

Kaliumdihydrogenphosphat

Wasser f√ľr Injektionszwecke

Wie Aethoxysklerol aussieht und Inhalt der Packung

Aethoxysklerol 3 % ist eine klare, farblose bis sehr schwach gr√ľnlich-gelbe Injektionsl√∂sung (pH 6,5- 8,0), die in Packungen mit 5 Glasampullen zu jeweils 2 ml erh√§ltlich ist.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Chemische Fabrik Kreussler & Co. GmbH

Rheingaustraße 87-93

D - 65203 Wiesbaden

Tel: +49 611 9271-0 Fax: +49 611 9271-111

E-Mail: info@kreussler.com

Vertrieb durch:

ERWO Pharma GmbH

Europaring F/101

A-2345 Brunn am Gebirge

Tel: +43 2236 320255

E-Mail: office@erwo-pharma.com

Z.Nr.: 13.908

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im J√§nner 2019.


Die folgenden Informationen sind f√ľr medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Überdosierung bei der Sklerosierung von Varizen (durch zu hohe Dosis oder Konzentration) kann lokale Nekrosen bewirken, besonders bei paravenöser Injektion.

Notfallmaßnahmen und Gegenmittel

Anaphylaktische Reaktionen

Anaphylaktische Reaktionen stellen zwar insgesamt seltene, aber potenziell akut lebensbedrohliche Situationen dar.

Der behandelnde Arzt sollte auf Notfallma√ünahmen vorbereitet sein und einen geeigneten Notfallkoffer zur Verf√ľgung haben.

Therapie der lokalen Intoxikation nach Fehlapplikation bei der Sklerosierung von Varizen

  1. Intraarterielle Injektion
    1. Kan√ľle liegen lassen ‚Äď wenn bereits entfernt, den Einstichkanal wieder aufsuchen
    2. 5-10 ml eines Lokalanästhetikums ohne Adrenalinzusatz nachspritzen
    3. Heparin 10 000 i.E. injizieren
    4. Ischämisches Bein in Watte packen und tief lagern
    5. Patienten vorsorglich hospitalisieren (Gefäßchirurgie)

b) Paravenöse Injektion

Je nach Menge und Konzentration des paravenös injizierten Aethoxysklerol 5 bis 10 ml physiologische Kochsalzlösung, möglichst zusammen mit Hyaluronidase am Applikationsort der Sklerosierung injizieren. In Fällen von starkem Schmerz kann ein Lokalanästhetikum (ohne Adrenalin) injiziert werden.

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Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Aethoxysklerol 3 % - Ampullen - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Polidocanol (Lauromacrogol 400)
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Chemische Fabrik Kreussler & Co GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 22.08.1968
ATC Code C05BB02
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden