Azactam 2 g - Trockenstechampulle

Abbildung Azactam 2 g - Trockenstechampulle
Wirkstoff(e) Aztreonam
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Bristol-Myers Squibb GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 04.09.1987
ATC Code J01DF01
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Andere Beta-Lactam-Antibiotika

Zulassungsinhaber

Bristol-Myers Squibb GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Azactam 0,5 g - Trockenstechampulle Aztreonam Bristol-Myers Squibb
Azactam 1 g - Trockenstechampulle Aztreonam Bristol-Myers Squibb GmbH
Cayston 75 mg Pulver und L√∂sungsmittel zur Herstellung einer L√∂sung f√ľr einen Vernebler Aztreonam Gilead Sciences Ireland UC

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Der Wirkstoff in Azactam, Aztreonam, ist ein Antibiotikum der Monobactam-Gruppe.

Azactam wird bei Erwachsenen und Kindern im Alter von √ľber einer Woche angewendet f√ľr die Behandlung von schweren Infektionen mit Aztreonam-empfindlichen Keimen.

Anzeige

Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Azactam darf nicht angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen Aztreonam oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Azactam bei Ihnen angewendet wird,

  • wenn bei Ihnen fr√ľher schon einmal eine √úberempfindlichkeit (Allergie) gegen Antibiotika aufgetreten ist
  • wenn bei Ihnen eine St√∂rung der Leber- oder Nierenfunktion vorliegt. Kontrollen des Blutbildes sowie Nieren- und Leberfunktionskontrollen sind angezeigt.
  • wenn Sie Antikoagulanzien (Gerinnungshemmer) einnehmen
  • wenn Sie gleichzeitig mit einem Aminoglykosid-Antibiotikum behandelt werden
    Falls Sie während oder nach der Anwendung von Azactam anhaltenden Durchfall bekommen, teilen Sie dies unbedingt Ihrem Arzt mit. Er wird untersuchen, ob es sich möglicherweise um Clostridium difficile - assoziierten Durchfall (CDAD) handelt, welcher durch fast alle Antibiotika, einschließlich Azactam, verursacht werden kann. Gegebenenfalls muss die Therapie mit Azactam abgesetzt werden.

Wie bei anderen Antibiotika kann es auch bei längerer Anwendung von Azactam zu vermehrtem Wachstum von nicht-empfindlichen Keimen kommen. Diese Folgeinfektion wird Ihr Arzt entsprechend behandeln.

Azactam kann krankhafte Zustände des Gehirns (Enzephalopathien) auslösen, die sich z.B. durch Verwirrtheit, Beeinträchtigung des Bewußtseins, Krampfanfälle oder Bewegungsstörungen äussern können. Diese können insbesondere bei Patienten mit einer eingeschränkten Nierenfunktion als auch infolge einer Überdosierung auftreten.

In Fällen von Störungen des Blutbildes oder Hautveränderungen wird Ihr Arzt gegebenenfalls die Therapie mit Azactam abbrechen.

Bitte melden Sie erste Anzeichen von Nebenwirkungen, insbesondere schwere Durchf√§lle, √úberempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschl√§ge, Pulsjagen, Atemnot oder eine Verschlechterung des Allgemeinzustandes unverz√ľglich Ihrem Arzt.

Anwendung von Azactam zusammen mit anderen Arzneimitteln

Einige Antibiotika können die Wirkung von Azactam und anderen Betalaktam-Antibiotika beeinträchtigen.

Bei gleichzeitiger Gabe von Antikoagulanzien (Gerinnungshemmer) wird eine entsprechende √úberwachung durchgef√ľhrt. Unter Umst√§nden ist eine Dosisanpassung der Gerinnungshemmer erforderlich.

Mit den Antibiotika Gentamicin, Cefradin, Clindamycin und Metronidazol wurden keine Wechselwirkungen nachgewiesen.

Die gleichzeitige Anwendung von Probenecid (zur Behandlung der Gicht) oder Furosemid (zur Fl√ľssigkeitsausscheidung aus dem K√∂rper) mit Azactam f√ľhrt zu einer in klinischer Hinsicht unbedeutenden Erh√∂hung der Blutwerte von Azactam.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Anwendung von Azactam zusammen mit Alkohol

Eine Reaktion vom Disulfiram-Typ (gezielte Hemmung des Alkohol abbauenden Enzyms in der Leber) bei der gleichzeitigen Einnahme von Alkohol ist nicht zu erwarten.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat. Informieren Sie Ihren Arzt √ľber eine zwischenzeitlich eingetretene Schwangerschaft.

Es liegen keine klinischen Studien mit schwangeren Frauen vor. Azactam ist daher nur nach sorgfältiger Nutzen/Risiko-Abwägung an Schwangere zu verabreichen.

Der Wirkstoff von Azactam gelangt in die Muttermilch, daher ist unter einer Aztreonam-Therapie eine Unterbrechung des Stillens zu erwägen.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Symbol: Achtung

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsf√§higkeit und Verkehrst√ľchtigkeit beeintr√§chtigen.

Ihre Reaktionsfähigkeit kann während der Behandlung mit Azactam beeinträchtigt sein. Dies sollte Ihnen in Situationen bewusst sein, in denen erhöhte Aufmerksamkeit erforderlich ist, z. B. beim Lenken eines Fahrzeugs und beim Bedienen von Maschinen.

Azactam enthält Arginin

Dies kann einen Anstieg der Werte von Arginin, Insulin und indirektem Bilirubin im Blut bewirken.

Anzeige

Wie wird es angewendet?

Azactam ist durch den Arzt entsprechend den nachfolgenden Angaben bzw. den Angaben in der Fachinformation anzuwenden. Bei Fragen wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Die Dosierung richtet sich nach der Schwere der Infektion, der Empfindlichkeit des Erregers sowie dem Alter, Gewicht und der Nierenfunktion des Patienten.

Erwachsene:

Die Dosierung variiert von 1 g bis maximal 8 g täglich. Diese Dosis kann auf bis zu vier Tagesdosen verteilt gegeben werden. Ihr Arzt wird die Dosis ihrer Krankheit entsprechend festlegen.

Kinder und Jugendliche:

Die √ľbliche Dosis f√ľr Kinder im Alter von √ľber einer Woche betr√§gt 30 mg/kg K√∂rpergewicht alle 6 bis 8 Stunden. Diese Dosis kann bei Patienten im Alter von 2 Jahren oder √§lter mit schweren Infektionen auf 50 mg/kg alle 6 bis 8 Stunden erh√∂ht werden. F√ľr Neugeborene unter einer Woche liegen noch keine ausreichenden Erfahrungen vor.

Die maximale t√§gliche Dosis f√ľr Kinder darf die maximale empfohlene Dosis f√ľr Erwachsene nicht √ľberschreiten.

√Ąltere Patienten:

Bei älteren Patienten liegt möglicherweise eine Beeinträchtigung der Nierenfunktion vor. Die Dosis muß daher eventuell nach Ermittlung der Kreatinin-Clearance angepaßt werden.

Dosierung bei Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion:

Ihr Arzt wird möglicherweise die Dosierung an Ihre Nieren- oder Leberfunktion anpassen.

Dauer der Anwendung

Abh√§ngig von der Schwere der Infektion betr√§gt die Behandlungsdauer im Allgemeinen 5 bis 14 Tage. In Ausnahmef√§llen kann auch √ľber l√§ngere Zeit mit Aztreonam weiterbehandelt werden.

Art der Anwendung

Intramuskuläre oder intravenöse Injektion, intravenöse Infusion

Wenn Sie eine größere Menge von Azactam angewendet haben, als Sie sollten

Da Sie Azactam von medizinischem Fachpersonal verabreicht bekommen, ist die Gefahr, da√ü Sie eine gr√∂√üere Menge Azactam erhalten, als Sie sollten, gering. Im Falle einer versehentlichen √úberdosierung werden Sie engmaschig √ľberwacht werden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Anzeige

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten m√ľssen.

Die folgenden Nebenwirkungen erfordern dringende medizinische Behandlung:

  • schwere allergische Reaktionen auf dieses Arzneimittel beinhalten:
    • (hohes) Fieber
    • Gelenksschmerzen
    • Schwellungen des Halses, der Augenlider, von Gesicht und Lippen
  • schwere Hautreaktionen wie

    schwere Hautausschl√§ge, die Blasen bilden k√∂nnen, wobei Augen, Mund, Hals und Genitalien betroffen sein k√∂nnen schwere Durchf√§lle oder blutige Durchf√§lle (siehe Abschnitt 2. ‚ÄěWarnhinweise und

Vorsichtsmaßnahmen")

Gelegentliche Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Erhöhung eines bestimmten Blutwertes (Serumkreatinins)

Seltene Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

Entz√ľndung der Scheide, Pilzbefall in der Scheide, Mehrfachinfektion mit resistenten Keimen, stark verringerte Zahl aller Blutzellen, die zu Schw√§che, erh√∂hter Anf√§lligkeit f√ľr Infektionen und vermehrten Bluterg√ľssen f√ľhrt (Panzytopenie); starke Verminderung der Blutpl√§ttchen, wodurch erh√∂htes Risiko einer Blutung und Neigung zu Bluterg√ľssen besteht (Thrombozytopenie); erh√∂hte Anzahl an Blutpl√§ttchen (Thrombozyth√§mie), erh√∂hte Anzahl der wei√üen Blutk√∂rperchen (Leukozytose), verringerte Anzahl an neutrophilen Granulozyten im Blut (Neutropenie), verminderte Anzahl roter Blutk√∂rperchen, die zu Bl√§sse, Schw√§che und Kurzatmigkeit f√ľhren kann (An√§mie); erh√∂hte Zahl an eosinophilen Granulozyten (Eosinophilie), Verwirrtheitszustand, Schlaflosigkeit, Krampfanf√§lle, Taubheitsgef√ľhl und Kribbeln in den Gliedma√üen, Schwindel, Kopfschmerz, Schl√§frigkeit, Doppeltsehen (Diplopie), pl√∂tzlich oder st√§ndig auftretende Ohrger√§usche, Ohrensausen (Tinnitus), niedriger Blutdruck (Hypotonie), Blutungen, Schnaufen, erschwerte Atmung (Dyspnoe), Niesen, Nasenverstopfung, Giemen, Blutungen im Verdauungstrakt, Entz√ľndung des Dickdarms (pseudomembran√∂se Kolitis), Mundgeruch, Entz√ľndung der Leber (Hepatitis), Gelbsucht, Muskelschmerzen, Brustspannen, Brustschmerz, Fieber, Schw√§chegef√ľhl, Unwohlsein, EKG- Ver√§nderungen, Gerinnungsst√∂rungen (Anstieg der Prothrombin- und partiellen Thromboplastinzeit), positiver Coombs-Test (Verfahren zum Nachweis von Antik√∂rpern gegen Erythrozyten)

Nicht bekannte Nebenwirkungen (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar):

Allergische (√úberempfindlichkeits-) Reaktion, h√§ufig einhergehend mit Blutdruckabfall, Schwindel, √úbelkeit und evtl. Atemnot; krankhafte Zust√§nde des Gehirns (Enzephalopathien), die sich z.B. durch Verwirrtheit, Beeintr√§chtigung des Bewu√ütseins, Krampfanf√§lle oder Bewegungsst√∂rungen √§ussern k√∂nnen, allergische, schmerzhafte Schwellung von Haut und Schleimhaut v.a. in Gesicht, Zunge, Stimmritze (Angio√∂dem); Geschmacksver√§nderungen, Herzrasen, Phlebitis (Gef√§√üentz√ľndung)/Thrombophlebitis (Blutgerinnsel und Entz√ľndung einer oberfl√§chlichen Vene), Hitzegef√ľhl, Atemnot durch Verengung der Atemwege (Bronchospasmus); Bauchschmerzen, Geschw√ľre im Mund (Aphten), √úbelkeit, Brechreiz und/oder Erbrechen, vereinzelte F√§lle von C. difficile-assoziiertem Durchfall, Juckreiz, schwere Erkrankung der Haut mit R√∂tung, ausgedehnter Blasenbildung und Abl√∂sung der Haut und auch Schleimhaut (Toxische epidermale Nekrolyse); R√∂tung, hervorgerufen durch eine entz√ľndliche Erkrankung der Haut (Erythema exsudativum multiforme); Hautentz√ľndung mit gro√üfl√§chiger Schuppung (exfoliative Dermatitis), vermehrtes Schwitzen, stecknadelgro√üe rote Punkte auf der Haut, verursacht durch Blutungen (Petechien); kleinfleckige Kapillarblutungen in die Haut, Unterhaut oder die Schleimh√§ute (Purpura); Nesselsucht, Hautr√∂tung, Ausschlag, Juckreiz, Brennen an der Injektionsstelle (bei schneller Injektion), vor√ľbergehender Anstieg der Transaminasen und der alkalischen Phosphatase

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN √ĖSTERREICH

Fax: +43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

Anzeige

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht √ľber 25¬įC lagern. Durchstechflaschen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett, dem Umkarton nach Verwendbar bis angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Azactam wird vom medizinischen Fachpersonal in einem speziellen Bereich zubereitet und Ihnen dann verabreicht.

Keine besonderen Anforderungen f√ľr die Beseitigung.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen Was Azactam enthält

    • Der Wirkstoff ist: Aztreonam
      1 Durchstechflasche enthält 2 g Aztreonam
    • Der sonstige Bestandteil ist: Arginin

Wie Azactam aussieht und Inhalt der Packung

Azactam ist ein weißes bis cremefarbenes Pulver zur Herstellung einer Injektions- bzw. Infusionslösung.

1 Durchstechflasche zu 15 ml aus farblosem Glas, verschlossen mit Gummistopfen und Aluminiumkappe.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

Bristol-Myers Squibb GesmbH

1200 Wien

Hersteller:

Swords Laboratories Unlimited Company T/A Bristol-Myers Squibb

Pharmaceutical Operations, External Manufacturing

Plaza 254

Blanchardstown Corporate Park 2

Dublin 15, D15 T867

Irland

CATALENT ANAGNI S.R.L.

Loc. Fontana del Ceraso snc

Strada Provinciale 12 Casilina N. 41

03012 ANAGNI (F)

Italien

Z.Nr.: 1-18329

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Oktober 2022.

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Die folgenden Informationen sind f√ľr medizinisches Fachpersonal bestimmt:

√úberdosierung

Symptome

Bei Gabe sehr hoher Dosen kann es zu zentralnerv√∂sen Erregungszust√§nden, Myoklonien und Kr√§mpfen kommen. Bei Patienten mit stark eingeschr√§nkter Nierenfunktion, Epilepsie und Meningitis ist das Risiko des Auftretens dieser unerw√ľnschten Wirkungen erh√∂ht.

Therapie

Beim Auftreten von Krämpfen empfiehlt sich eine sedierende Therapie, bei anaphylaktischen Reaktionen ist eine sofortige Notfalltherapie einzuleiten.

Aztreonam kann durch Hämodialyse und/oder Peritonealdialyse entfernt werden.

Es zeigte sich, dass Aztreonam durch kontinuierliche arteriovenöse Hämofiltration aus dem Serum entfernt werden kann.

Eine therapeutische Anwendung von beta-Lactamantibiotika, einschließlich Aztreonam, kann Enzephalopathien (z.B. Konfusion, Beeinträchtigung des Bewußtseins, Epilepsie, Bewegungsstörungen) auslösen. Diese können insbesondere bei Patienten mit einer eingeschränkten Nierenfunktion als auch infolge einer Überdosierung auftreten.

Inkompatibilitäten

Mit Nafcillin-Natrium, Cefradin und Metronidazol sind Aztreonamlösungen nicht kompatibel. Daten zur Kompatibilität mit anderen Arzneimitteln liegen nicht vor.

In 0,9%-iger Natriumchlorid-L√∂sung oder 5%-iger Glukosel√∂sung k√∂nnen Azactam-Infusionsl√∂sungen (nicht √ľber 2% w/v) mit Clindamycin-Phosphat, Gentamycin-Sulfat, Cefazolin-Natrium in den √ľblichen klinisch verwendeten Konzentrationen gemischt werden.

Mischungen mit anderen Arzneistoffen oder Mischungen mit den oben genannten Arzneistoffen in Konzentrationen außerhalb der Spezifikation sind nicht empfohlen, da keine Daten zur Kompatibilität vorliegen.

Dauer der Haltbarkeit nach Rekonstitution:

Injektionsl√∂sungen von Azactam 1 g oder 2 g -Trockensubstanz f√ľr i.m.-Injektionen und Infusionsl√∂sungen (maximal 2% w/v) k√∂nnen 24 Stunden bei Raumtemperatur aufbewahrt werden. Mischungen mit den in Punkt 6.2 empfohlenen Antibiotika sind bei Raumtemperatur f√ľr 48 Stunden oder gek√ľhlt 7 Tage stabil.

Aztreonam-Infusionsl√∂sungen mit Ampicillin-Zusatz in 0,9% Natriumchlorid sind gek√ľhlt f√ľr 48Stunden, und bei Raumtemperatur 24Stunden haltbar; die Stabilit√§t in 5%-iger Glukosel√∂sung betr√§gt gek√ľhlt 8 Stunden, und bei Raumtemperatur 2 Stunden.

Injektionsl√∂sungen, die konzentrierter als 2%w/v sind und intraven√∂s verabreicht werden sollen, m√ľssen unmittelbar nach Herstellung verwendet werden.

Sonstige Hinweise zur Handhabung:

Nach Zusetzen des L√∂sungsmittels soll die Durchstechflasche sofort kr√§ftig gesch√ľttelt werden. Abh√§ngig von der Aztreonam-Konzentration und dem L√∂sungsmittel ist die zubereitete Injektions- bzw. Infusionsl√∂sung farblos bis leicht gelblich; sie kann beim Stehenlassen leicht rosa werden (die Wirksamkeit wird dadurch nicht beeintr√§chtigt). S√§mtliche Parenteralia sollten generell vor der Verabreichung visuell auf Partikel und Verf√§rbung gepr√ľft werden, wenn dies L√∂sung bzw. Beh√§lter zulassen.

Fertige L√∂sungen d√ľrfen nur einmal verwendet, etwaige Reste m√ľssen vernichtet werden.

Intramuskuläre Injektion:

1 g Trockensubstanz soll in wenigstens 3 ml Wasser f√ľr Injektionszwecke, bakteriostatischem Wasser f√ľr Injektionszwecke (mit Benzylalkohol oder mit Methyl- oder Propylparabenen), isotoner Kochsalzl√∂sung oder bakteriostatischer Kochsalzl√∂sung (mit Benzylalkohol) gel√∂st werden (Gesamtvolumen ca. 4 ml). Die verschiedenen St√§rken (1g oder 2g) von Azactam sind in der entsprechenden Menge Wasser f√ľr Injektionszwecke oder isotoner Kochsalzl√∂sung aufzul√∂sen.

Bitte beachten: L√∂sungsmittel, die Benzylalkohol beinhalten, sind nicht f√ľr die Anwendung bei Neugeborenen geeignet.

Intravenöse Injektion:

Der Inhalt einer Durchstechflasche wird in 6-10 ml Wasser f√ľr Injektionszwecke gel√∂st.

Intravenöse Kurzinfusion und Infusion:

Die verschiedenen St√§rken (1 g oder 2 g) von Azactam sind in der entsprechenden Menge Wasser f√ľr Injektionszwecke aufzul√∂sen:

z.B. 1 g Aztreonam wird in mindestens 3 ml Wasser gelöst.

Diese L√∂sung kann (mit Ausnahme von Natriumhydrogencarbonatl√∂sungen) mit folgenden Elektrolyt-, Glukose- und Mannitol-L√∂sungen zur Infusion weiter verd√ľnnt werden, wie z.B.:

Natriumchloridlösung 0,9% Ringerlösung (mit Milchsäure) Glukose-Lösung 5% Glukose-Lösung 10%

Glukose-Lösung 5% mit Natriumchloridlösung 0,9%, 0,45% oder 0,2% Natriumlactatlösung (M/6 Natriumlactat)

Mannitollösung 5%

Mannitollösung 10%

Die Endkonzentration von Aztreonam soll 2% w/v nicht √ľbersteigen.

Nach Aufl√∂sen in Wasser f√ľr Injektionszwecke sind pro Gramm Aztreonam mindestens 50 ml der geeigneten Infusionsl√∂sung erforderlich (z.B. mindestens 50 ml Azactam 1 g-Trockensubstanz).

Aztreonam-Infusionsl√∂sungen sollen nicht mit anderen Arzneimitteln au√üer mit den nachfolgend angef√ľhrten Antibiotika gemischt werden (siehe auch Punkt Inkompatibilit√§ten weiter oben): Clindamycin-Phosphat, Gentamycin-Sulfat, Cefazolin-Natrium.

Soll eine L√∂sung von Azactam abwechselnd mit einem anderen, nicht kompatiblen, Arzneimittel √ľber den gleichen Infusionsschlauch infundiert werden, muss der Infusionsschlauch vor und nach Verabreichung mit einer geeigneten Infusionsl√∂sung, welche mit beiden Arzneimitteln kompatibel ist (siehe auch Punkt 6.2), durchgesp√ľlt werden. Die beiden Arzneimittel sollten nicht gleichzeitig verabreicht werden.

Damit die komplette Dosis infundiert wird, muss bei der Anwendung eines 3-Wege-Hahn Infusionsbestecks darauf geachtet werden, dass das notwendige berechnete Volumen Aztreonam- L√∂sung verabreicht wird. Es kann auch w√§hrend der Verabreichung einer kompatiblen Infusionsl√∂sung mittels eines Infusionsbestecks mit Volumenkontrolle Azactam in der initialen Verd√ľnnung beigef√ľgt werden. In diesem Fall sollte die Endkonzentration von Aztreonam 2% w/v nicht √ľbersteigen.

Anzeige

Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Azactam 2 g - Trockenstechampulle - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Aztreonam
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Bristol-Myers Squibb GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 04.09.1987
ATC Code J01DF01
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Andere Beta-Lactam-Antibiotika

Teilen

Anzeige

Ihr persönlicher Arzneimittel-Assistent

afgis-Qualit√§tslogo mit Ablauf Jahr/Monat: Mit einem Klick auf das Logo √∂ffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen √ľber medikamio GmbH & Co KG und sein/ihr Internet-Angebot: medikamio.com/ This website is certified by Health On the Net Foundation. Click to verify.
Medikamente

Durchsuche hier unsere umfangreiche Datenbank zu Medikamenten von A-Z, mit Wirkung und Inhaltsstoffen.

Wirkstoffe

Alle Wirkstoffe mit ihrer Anwendung, chemischen Zusammensetzung und Arzneien, in denen sie enthalten sind.

Krankheiten

Ursachen, Symptome und Behandlungsm√∂glichkeiten f√ľr h√§ufige Krankheiten und Verletzungen.

Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden