Betaseptic - Lösung zur Hautdesinfektion

Abbildung Betaseptic - Lösung zur Hautdesinfektion
Wirkstoff(e) Povidon-Iod
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Mundipharma Gesellschaft m.b.H.
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 19.05.1993
ATC Code D08AG02
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Antiseptika und Desinfektionsmittel

Zulassungsinhaber

Mundipharma Gesellschaft m.b.H.

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Betadona Wund - Gel Povidon-Iod Mundipharma Gesellschaft m.b.H.
Betaisodona Vaginal - Suppositorien Povidon-Iod Mundipharma Gesellschaft m.b.H.
Betaisodona - Lösung standardisiert Povidon-Iod Mundipharma
Braunovidon - Salbe Povidon-Iod B. Braun Melsungen AG
Betaisodona - Fl√ľssigseife Povidon-Iod Mundipharma

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Povidon-Iod wirkt umfassend keimtötend. Es ist wirksam gegen Bakterien, Pilze, Sporen, Viren und Einzeller (Protozoen).

Zuverl√§ssige Hautdesinfektion verhindert weitgehend Infektionen und beg√ľnstigt eine rasche, problemlose Heilung.

Eine Widerstandsf√§higkeit von Infektionserregern (Resistenz) gegen Povidon-Iod ist aufgrund der Wirkungsweise nicht zu bef√ľrchten.

Durch die Bindung an Povidon verliert das Iod weitgehend die reizenden Eigenschaften alkoholischer Iod- Zubereitungen und ist gut vertr√§glich f√ľr die Haut.

Beim Wirkungsvorgang entfärbt sich das Iod, die Tiefe der Braunfärbung zeigt daher seine Wirksamkeit an. Bei Entfärbung ist eine Nachdosierung erforderlich.

Die beiden in Betaseptic enthaltenen Alkohole, Ethanol und Isopropanol, wirken gegen Bakterien, teilweise gegen Pilze und gegen Viren.

Anwendungsgebiete

Zur Hautdesinfektion vor Operationen, Biopsien (zur Entnahme einer Gewebeprobe), Injektionen, Punktionen (zur Entnahme von K√∂rperfl√ľssigkeiten) und Blutabnahmen.

Betaseptic ist nicht geeignet zur Anwendung auf Schleimhäuten und offenen Wunden.

Betaseptic wird angewendet bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 1 Jahr.

Wenn Sie sich nach wenigen Tagen nicht besser oder gar schlechter f√ľhlen, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Betaseptic darf NICHT angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Povidon-Iod, Isopropanol oder Ethanol sind,
  • wenn Sie an einer Funktionsst√∂rung der Schilddr√ľse leiden,
  • wenn Sie an der seltenen chronischen Hautentz√ľndung Dermatitis herpetiformis Duhring leiden,
  • bei gleichzeitiger Anwendung von quecksilberhaltigen Pr√§paraten, da sich dabei ein Stoff bildet, der die Haut sch√§digen kann,
  • vor und nach einer Radio-Iod-Therapie (bis zum Abschluss der Behandlung),
  • vor oder w√§hrend einer Radio-Iod-Szintigraphie oder einer Strahlentherapie (Radio-Iod-Therapie) eines Schilddr√ľsenkarzinoms, weil eine m√∂gliche Iodeinlagerung in der Schilddr√ľse diese Verfahren beeintr√§chtigt. Zwischen einer Behandlung mit Povidon-Iod und einer Radio-Iod-Szintigraphie oder Radio-Iod-Therapie eines Schilddr√ľsenkarzinoms sollen mindestens 1-2 Wochen liegen (siehe Abschnitt 2. ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚Äú),
  • auf Schleimh√§uten und offenen Wunden,
  • bei Kindern unter 1 Jahr.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Betaseptic angewendet wird.

  • Besondere Vorsicht ist bei schwangeren und stillenden Patientinnen geboten. In solchen F√§llen sollte eine Nutzen-Risiko-Abw√§gung durchgef√ľhrt werden und Povidon-Iod sollte nur verabreicht werden, wenn es medizinisch notwendig ist (siehe Abschnitt 2. ‚ÄěSchwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsf√§higkeit‚Äú).
  • Bei latenter Schilddr√ľsenfunktionsst√∂rung (insbesondere bei √§lteren Patienten) oder im Falle eines Kropfes oder eines Schilddr√ľsenknotens oder nach Schilddr√ľsenerkrankungen sollte Povidon-Iod √ľber l√§ngere Zeit (mehr als 14 Tage) oder gro√üfl√§chig (mehr als 10 % der K√∂rperoberfl√§che) nur nach strenger Nutzen/Risikoabw√§gung durch den Arzt angewendet werden, da das Risiko einer nachfolgenden Schilddr√ľsen√ľberfunktion besteht. Auch nach Beendigung der Behandlung (bis zu 3 Monaten) ist auf Fr√ľhsymptome einer Schilddr√ľsen√ľberfunktion zu achten und gegebenenfalls die Schilddr√ľsenfunktion zu √ľberwachen.
  • Bei einer gro√üfl√§chigen Verbrennungsbehandlung mit Povidon-Iod kann das Auftreten von Elektrolytst√∂rungen und eine damit verbundene Beeintr√§chtigung der Nierenfunktion beg√ľnstigt werden (siehe Abschnitt 4.).
  • Bei Hautdesinfektionen vor Operationen, Ansammlungen von L√∂sung unter dem Patienten (wegen m√∂glicher Hautreizungen) vermeiden. Durch l√§ngeren Kontakt kann es zu Irritationen oder selten zu √úberempfindlichkeitsreaktionen der Haut kommen. Des Weiteren kann es durch eine Ansammlung zu Verbrennungen der Haut kommen. Bei Auftreten von Hautirritationen, Kontaktdermatitis oder √úberempfindlichkeit sollte die Anwendung abgebrochen werden.
    Betaseptic enthält Alkohol.
  • Betaseptic ist leicht entz√ľndlich. Auch die D√§mpfe k√∂nnen sich entz√ľnden. Vorsicht mit offenen Flammen. Lassen Sie vor der Anwendung von elektrischen Ger√§ten (wie Thermokautern und Hochfrequenzchirurgieger√§ten) die L√∂sung vollst√§ndig abtrocknen.
  • Vor der Anwendung nicht erhitzen. Au√üerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.
    Beeinflussung diagnostischer Untersuchungen:
  • Unter der Anwendung von Povidon-Iod kann die Iod-Aufnahme der Schilddr√ľse herabgesetzt sein. Dies kann zu St√∂rungen bei verschiedenen Untersuchungen der Schilddr√ľse f√ľhren und eine geplante Behandlung (Radio-Iod-Therapie) unm√∂glich machen.

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  • Wegen der oxidierenden Wirkung von Povidon-Iod k√∂nnen verschiedene Laboruntersuchungen falsch- positive Ergebnisse liefern (unter anderem Toluidin und Guajak-Harz zur H√§moglobin- oder Glukosebestimmung im Stuhl oder Urin).
  • Durch die oxidative Eigenschaft von Povidon-Iod k√∂nnen Metalle rostig werden, Kunststoffe sind im Allgemeinen Povidon-Iod-best√§ndig. Von Fall zu Fall kann eine meist wieder verschwindende Verf√§rbung auftreten.
  • Povidon-Iod ist aus Textilien und anderen Materialien mit warmem Wasser und Seife, in hartn√§ckigen F√§llen mit Salmiakgeist (Ammoniak) oder Fixiersalz (Natriumthiosulfat-L√∂sung), leicht entfernbar.

Anwendung von Betaseptic zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Verwenden Sie NICHT gleichzeitig

  • Betaseptic und Wasserstoffperoxid, enzymatische oder silber- sowie taurolidinhaltige Wundbehandlungsmittel beziehungsweise Desinfektionsmittel, da es zur gegenseitigen Wirkungsabschw√§chung kommt,
  • Betaseptic und octenidinhaltige Wundbehandlungsmittel, da es vor√ľbergehend zu dunklen Verf√§rbungen kommen kann,
  • Betaseptic und Taurolidin, ein Chemotherapeutikum gegen Bakterien und Pilze, da Taurolidin zu einer S√§ure (Ameisens√§ure) umgewandelt werden kann, die intensives Brennen hervorruft.

Eiweiß, Blut- oder Eiterbestandteile können die Wirksamkeit von Betaseptic beeinträchtigen.

Wenn Sie eine Lithiumtherapie erhalten, sollten Sie Betaseptic nur kurzfristig und kleinflächig anwenden. Ansonsten könnten größere Iod-Mengen in den Körper aufgenommen werden.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal um Rat.

Eine Anwendung bei Schwangeren und w√§hrend der Stillzeit darf nur nach ausdr√ľcklicher Anweisung des Arztes und √§u√üerst beschr√§nkt erfolgen; eine √úberwachung der Schilddr√ľsenfunktion bei der Mutter beziehungsweise dem S√§ugling ist angezeigt. Eine Behandlung soll nur kurz dauern. Iod gelangt √ľber die Plazenta (Mutterkuchen) in den F√∂tus (ungeborenes Kind) und geht auch in die Muttermilch √ľber.

Die versehentliche orale Aufnahme von Betaseptic durch den Säugling durch Kontakt mit der behandelten Körperstelle der stillenden Mutter muss vermieden werden.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Betaseptic hat keinen Einfluss auf die Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen.

Betaseptic enthält Ethanol

Diese Arzneimittel enth√§lt 38,9 g Alkohol (Ethanol) pro 100 ml. Bei gesch√§digter Haut kann es ein brennendes Gef√ľhl hervorrufen.

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Wie wird es angewendet?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Betaseptic ist zur Anwendung auf der gesunden Haut bestimmt. Die Anwendung erfolgt in der Regel durch den Arzt oder das medizinische Fachpersonal.

Anwendung bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern √ľber 1 Jahr

  • Tragen Sie Betaseptic unverd√ľnnt auf die zu desinfizierende Stelle auf.
  • Nicht in hei√ües Wasser gie√üen und nicht erw√§rmen.
  • Die Einwirkungszeit bei Anwendung an talgdr√ľsenarmer Haut betr√§gt vor einfachen Injektionen und Punktionen 15 Sekunden, vor gr√∂√üeren Punktionen (Entnahme von K√∂rperfl√ľssigkeiten aus Gelenken, K√∂rperh√∂hlen, Hohlorganen) mindestens 1 Minute. Die Haut ist w√§hrend der gesamten Einwirkungszeit durch das unverd√ľnnte Pr√§parat feucht zu halten.
  • Zur Desinfektion von talgdr√ľsenreicher Haut (Nase, Stirn, behaarte Kopfhaut) ist Betaseptic unverd√ľnnt mehrfach aufzutragen und die Haut durch das Pr√§parat mindestens 10 Minuten feucht zu halten.
  • Die Einwirkzeit betr√§gt vor Operationen 3 Minuten. Halten Sie das zu behandelnde Operationsfeld dabei feucht. Gegebenenfalls k√∂nnen Sie Betaseptic mehrfach auftragen.
  • Nach dem Eintrocknen bildet sich ein luftdurchl√§ssiger Film.
  • Tragen Sie Betaseptic nur √§u√üerlich auf der unverletzten Haut, jedoch nicht auf Schleimh√§uten oder Wunden, auf.
  • Bevor Sie eine dicht abschlie√üende (okklusive) Abdeckung anlegen, muss das desinfizierte Hautareal abgetrocknet sein.
  • Vermeiden Sie eine versehentliche Benetzung des Auges.
  • Wenden Sie elektrische Ger√§te (wie Thermokauter oder Hochfrequenzchirurgieger√§te) wegen der Entz√ľndungsgefahr erst nach vollst√§ndigem Abtrocknen des Anstriches an.
  • Vermeiden Sie bei der Hautdesinfektion vor Operationen eine Ansammlung von L√∂sung unter dem K√∂rper des Patienten, da sich diese entz√ľnden, aber auch Hautreizungen verursachen kann.
  • Beim Wirkungsvorgang entf√§rbt sich das Iod. Die Tiefe der Braunf√§rbung zeigt daher seine Wirksamkeit an. Tragen Sie bei Entf√§rbung die L√∂sung neuerlich auf.

Wenn eine größere Menge von Betaseptic angewendet wurde, als es sein sollte,

lesen Sie bitte den Abschnitt 4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wenn Sie versehentlich eine größere Menge von Betaseptic verschluckt haben sollten, setzen Sie sich bitte umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Nach versehentlichem Verschlucken einer sehr großen Menge von Povidon-Iod (orale Intoxikation, Aufnahme von mehr als 10 g Povidon-Iod (entspricht ca. 300 ml der Lösung)) können folgende Beschwerden auftreten: Bauchschmerzen und Krämpfe, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Austrocknung, Blutdruckabfall, Blutungsneigung, Nierenschädigung, Harnverhalten, Sauerstoffmangel, Kreislaufkollaps, Empfindlichkeitsstörung der Nerven, Kehlkopfschwellung, Lungenödem und Fieber.

F√ľr den Arzt:

Informationen zur Therapie bei √úberdosierung finden Sie am Ende dieser Gebrauchsinformation.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen Selten: kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen Sehr selten: kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

Bei Patienten, die mit Povidon-Iod behandelt wurden, wurden folgende Nebenwirkungen beschrieben:

Seltene Nebenwirkungen

Überempfindlichkeit, Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, die sich in Form von Jucken, Rötung, Bläschen oder ähnlichem äußern können

Sehr seltene Nebenwirkungen

Akute allergische Allgemeinreaktionen (anaphylaktische Reaktion) h√§ufig einhergehend mit Blutdruckabfall, Schwindel, √úbelkeit und eventuell Atemnot, Schilddr√ľsen√ľberfunktion bei Patienten, die dazu neigen (Anzeichen: Pulsbeschleunigung, innere Unruhe)1), allergische, schmerzhafte Schwellung der Haut und Schleimhaut (Angio√∂dem)

Nebenwirkungen mit nicht bekannter Häufigkeit

Schilddr√ľsenunterfunktion2), St√∂rungen des Elektrolythaushalts3), stoffwechselbedingte √úbers√§uerung des Blutes und des K√∂rpers3), Hautentz√ľndung mit gro√üfl√§chiger Schuppung4), trockene Haut4), akutes Nierenversagen3), Anzahl der gel√∂sten Stoffe im Blut zu gro√ü oder zu klein3), Hautverbrennung durch Chemikalien5), Verbrennungen durch Hitze6)

  1. Bei Patienten mit einer Schilddr√ľsenfunktionsst√∂rung in der Vorgeschichte (siehe Abschnitt 2 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen f√ľr die Anwendung) nach Aufnahme einer gr√∂√üeren Menge von Iod, z. B. im Zuge einer gro√üfl√§chigen Anwendung von Povidon-Iod bei der Behandlung von Wunden und Verbrennungen √ľber einen l√§ngeren Zeitraum
  2. Schilddr√ľsenunterfunktion nach l√§ngerfristiger oder √ľberm√§√üiger Anwendung von Povidon-Iod
  3. Kann nach Aufnahme einer größeren Menge von Povidon-Iod (z. B. Behandlung von Verbrennungen) auftreten
  4. Wegen des hohen Alkoholgehaltes der Lösung kann es, insbesondere bei mehrfacher Anwendung, zu Austrocknung der Haut kommen; besonders gefährdet hiervon ist die Haut des Genitalbereiches (z.B. Hodensack).
  5. Durch eine Ansammlung von Lösung unter dem Patienten bei der Vorbereitung zu einer Operation
  6. Da Betaseptic L√∂sung leicht entz√ľndlich ist, muss man die L√∂sung vor Anwendung von elektrischen Ger√§ten (wie Thermokautern und Hochfrequenzchirurgieger√§ten) vollst√§ndig abtrocknen lassen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das nationale Meldesystem anzeigen:

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Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN √ĖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Dicht verschlossen, nicht √ľber 25 ¬įC lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen. Leicht entz√ľndlich! Von offenen Flammen und allen Z√ľndquellen, wie z.B. Zigaretten, fernhalten.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Kunststoffflasche nach ‚ÄěVerwendbar bis:‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Sie d√ľrfen Betaseptic nicht anwenden, wenn sich die L√∂sung entf√§rbt hat.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Betaseptic enthält

- Die Wirkstoffe sind: Povidon-Iod, Isopropanol und Ethanol

100 ml Lösung enhalten:

3,24 g Povidon-Iod-Komplex (0,324 g verf√ľgbares Iod) 38,9 g Isopropanol

38,9 g Ethanol

- Betaseptic enthält keine sonstigen Bestandteile.

Wie Betaseptic aussieht und Inhalt der Packung

Alkoholische, rotbraune, klare L√∂sung zur Anwendung auf der Haut Kunststoffflasche aus Polyethylen zu 1000 ml und B√ľndelpackung mit 5 x 1000 ml

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

Mundipharma Gesellschaft m.b.H. 1100 Wien

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Hersteller:

Mundipharma DC B.V.

Leusderend 16

3832 RC Leusden

Netherlands

Z.Nr.: 1-20042

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im August 2022.

Die folgenden Informationen sind f√ľr medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Therapie bei √úberdosierung:

Die Behandlung ist symptomatisch und unterst√ľtzend.

Bei schwerer Hypotonie sollte intraven√∂s Fl√ľssigkeit verabreicht werden; ggf. sollten zus√§tzlich Vasopressoren verabreicht werden.

Eine endotracheale Intubation kann erforderlich sein, wenn eine √§tzende Verletzung der oberen Atemwege zu erheblichen Schwellungen und √Ėdemen f√ľhrt.

Erbrechen sollte nicht herbeigef√ľhrt werden. Der Patient sollte in einer Position gehalten werden, die die Atemwege offenh√§lt und eine Aspiration verhindert (im Fall von Erbrechen).

Wenn der Patient nicht erbricht und eine orale Ern√§hrung m√∂glich ist, kann die Aufnahme von st√§rkehaltigen Nahrungsmitteln (z. B. Kartoffeln, Mehl, St√§rke, Brot) die Umwandlung von Iod in weniger toxisches Iodid unterst√ľtzen. Wenn keine Anzeichen einer Darmperforation vorliegen, kann eine Magensp√ľlung mit St√§rkel√∂sung (5 %ige Natriumthiosulfat-L√∂sung (oder 10 ml 10 %ige Natriumthiosulfat-L√∂sung i.v.) in 3- st√ľndigen Abst√§nden) √ľber eine nasogastrale Sonde durchgef√ľhrt werden (der Magenausfluss f√§rbt sich dunkelblau-violett und die Farbe kann als Anhaltspunkt daf√ľr dienen, wann die Sp√ľlung beendet werden kann).

Die H√§modialyse sp√ľlt Iod effektiv aus und sollte in schweren F√§llen von Iodvergiftungen eingesetzt werden, insbesondere wenn eine Niereninsuffizienz vorliegt. Kontinuierliche ven√∂se H√§modiafiltration ist weniger wirksam als H√§modialyse.

Im Falle einer Schilddr√ľsenfehlfunktion sollte die Behandlung mit Povidon-Iod abgesetzt werden.

Dar√ľber hinaus sollte eine sorgf√§ltige klinische √úberwachung der Schilddr√ľsenfunktion erfolgen, um eine evtl. Iod-induzierte Hyperthyreose auszuschlie√üen bzw. fr√ľhzeitig zu erkennen.

Die weitere Therapie richtet sich nach anderen eventuell vorliegenden Symptomen, wie z.B. metabolische Azidose und Nierenfunktionsstörungen.

Die Notfallbehandlung hat zunächst den allgemeinen Prinzipien der Vergiftungsbehandlung (z.B. vollständige primäre Giftelimination) zu folgen.

Neben symptomatischen Maßnahmen ist vordringlich eine rasche Senkung des Ethanol-Blutspiegels (z.B. mittels Glucose- oder Laevulose-Infusionen, ggf. Dialyse) anzustreben, da hohe Ethanolspiegel den enzymatischen Abbau des Propanol verzögern.

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Wirkstoff(e) Povidon-Iod
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Mundipharma Gesellschaft m.b.H.
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 19.05.1993
ATC Code D08AG02
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden