Autor: G.L. Pharma GmbH


Langinformationen

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Dehace retard wird zur Behandlung von mäßig starken bis starken Schmerzzuständen angewendet. Der Wirkstoff von Dehace retard ist Dihydrocodein.

Dehace retard setzt den Wirkstoff im Magen-Darm-Trakt kontrolliert und verzögert frei. Dies gewährleistet eine Wirkdauer von 12 Stunden. Dehace retard soll deshalb nur 2-mal täglich eingenommen werden.

Wegen des Gehalts der 12-Stunden-Dosis dürfen die Filmtabletten keinesfalls zerstoßen oder zerkaut eingenommen werden, da in diesem Fall der Wirkstoff zu rasch vom Körper aufgenommen wird. Dies kann zu einer möglicherweise lebensbedrohlichen Überdosierung führen. Ein Teilen an der Bruchkerbe ist bei Bedarf allerdings möglich.

Inhaltsverzeichnis
Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
Wie wird es angewendet?
Was sind mögliche Nebenwirkungen?
Wie soll es aufbewahrt werden?
Weitere Informationen

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Dehace retard darf nicht eingenommen werden

  • wenn Sie allergisch gegen Dihydrocodeinhydrogentartrat oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • wenn Sie eine Erkrankung der Atemwege haben (zum Beispiel Asthma oder andere chronische Lungenerkrankungen), bzw. bei Atemschwäche (Atemdepression).
  • von Asthmapatienten, da ein Asthmaanfall ausgelöst werden kann.
  • bei Bewusstlosigkeit.
  • bei gleichzeitiger Anwendung von bestimmten Mitteln gegen Depressionen (Monoaminoxidase-Hemmern wie zum Beispiel Moclobemid) oder innerhalb von zwei Wochen nach deren Absetzen.
  • in der Schwangerschaft (unmittelbar vor oder während der Geburt).
  • in der Stillzeit.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Dehace retard einnehmen. Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Dehace retard ist erforderlich bei Patienten mit

  • Erkrankungen und Zuständen, bei welchen die Atmung gestört ist (zum Beispiel bei bestimmten chronischen Lungenerkrankungen und Asthma),
  • Abhängigkeit von Alkohol oder anderen Drogen – auch in der Vergangenheit,
  • erhöhtem Hirndruck (zum Beispiel nach Kopfverletzungen oder bei Gehirnerkrankungen),
  • schwerer Herzschwäche (schwerem Cor pulmonale),
  • Schilddrüsenunterfunktion,
  • Darmerkrankungen, die mit Verengungen einhergehen,
  • chronischer Verstopfung,
  • einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse,
  • Gallenwegserkrankungen,
  • schweren Lebererkrankungen,
  • schwerer Nierenfunktionsstörung,
  • Prostatavergrößerung,
  • höherem Alter,
  • Anfallsleiden – auch in der Vergangenheit,
  • Husten mit Schleimproduktion.
Wenn einer dieser genannten Punkte auf Sie zutrifft beziehungsweise in der Vergangenheit auf Sie zugetroffen hat, besprechen Sie dies bitte mit Ihrem Arzt.

Allgemeine Informationen zu Missbrauch, Abhängigkeit und Toleranz

Bei Missbrauch von Tabletten durch Aufbereitung zur Injektion muss mit ernsten, möglicherweise tödlichen Folgen gerechnet werden.

Die Entwicklung einer psychischen Abhängigkeit (Sucht) von Opioid-Schmerzmitteln wie Dehace retard ist bei bestimmungsgemäßer Anwendung bei Schmerzpatienten selten.

Bei Langzeitanwendung kann sich Gewöhnung entwickeln. Dies bedeutet, dass mit der Zeit immer höhere Dosen zur Schmerzkontrolle erforderlich werden. Körperliche Abhängigkeit kann während einer Behandlung mit Dihydrocodein auftreten, und plötzliches Absetzen kann Entzugserscheinungen hervorrufen. Langsames Ausschleichen (schrittweises Vermindern der Dosis) kann Entzugserscheinungen verhindern. Gewöhnung und körperliche Abhängigkeit können durch die Gabe nach einem fixem Zeitschema deutlich vermindert werden.

Dosierung bei Umstieg auf ein anderes starkes Schmerzmittel

Patienten, die auf eine wirksame Dosis eines vergleichbaren Schmerzmittels (Opioids) eingestellt sind, dürfen nur unter ärztlicher Überwachung auf ein anderes Opioid umgestellt werden. Da die Dosierung beim Umstieg neu anzupassen ist, kann sonst eine ausreichende Schmerzlinderung nicht gewährleistet werden.

Kinder

Bei Kindern unter 12 Jahren wurden mit dem Wirkstoff Dihydrocodein keine klinischen Studien durchgeführt; daher kann keine Dosisempfehlung gegeben werden.

Einnahme von Dehace retard zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Dehace retard mit folgenden Arzneimitteln kann es zu einer gegenseitigen Wirkungsverstärkung kommen:

  • Beruhigungs- und Schlafmittel,
  • bestimmte Arzneimittel gegen psychische Erkrankungen (zum Beispiel bei der Behandlung von Depressionen oder Psychosen),
  • Narkosemittel (bei Operationen, auch zahnärztlichen Eingriffen),
  • bestimmte Arzneimittel gegen Allergien oder Reisekrankheit,
  • andere Arzneimittel, die eine dämpfende Wirkung auf das Gehirn haben, wie zum Beispiel andere starke Schmerzmittel.
Die gleichzeitige Anwendung von Dehace retard mit Beruhigungsmitteln wie Benzodiazepinen oder verwandten Substanzen erhöht das Risiko für Benommenheit, Schwierigkeiten beim Atmen (Atemdepression) sowie Koma und kann lebensbedrohlich sein. Daher darf die gleichzeitige Anwendung nur dann erwogen werden, wenn keine anderen Behandlungsmöglichkeiten vorhanden sind.

Wenn Ihnen Ihr Arzt jedoch Dehace retard gemeinsam mit einem Beruhigungsmittel verschreibt, muss die Dosis und die Dauer der gemeinsamen Behandlung von Ihrem Arzt begrenzt werden.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt über alle Beruhigungsmittel, die Sie einnehmen, und befolgen Sie die Dosisempfehlung Ihres Arztes genau. Es könnte hilfreich sein, Freunde oder Verwandte zu informieren, auf die oben genannten Anzeichen und Beschwerden zu achten. Kontaktieren Sie Ihren Arzt beim Auftreten solcher Beschwerden.

Falls Sie solche Arzneimittel verwenden, teilen Sie dies bitte Ihrem behandelnden Arzt mit, da im Allgemeinen eine entsprechende Anpassung der Dosierung notwendig ist. Die gegenseitige Wirkungsverstärkung könnte selbst zu einer möglicherweise lebensbedrohenden Atemschwäche führen.

Folgende Arzneimittel dürfen NICHT mit Dehace retard kombiniert werden:

  • bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen (Monoaminoxidase-Hemmer wie zum Beispiel Moclobemid). Bis zu zwei Wochen nach deren Absetzen darf Dehace retard nicht eingenommen werden.
Die Wirkung folgender Arzneimittel wird durch die gleichzeitige Anwendung von Dehace retard beeinflusst:

  • Arzneimittel zur Erleichterung des Abhustens von Bronchialschleim. Es kann zu einer Abschwächung von deren Wirkung kommen.
  • Arzneimittel gegen Hustenreiz. Es muss mit einer Verstärkung der Wirkung gerechnet werden.
In beiden ällen kann es in Folge zu einem Schleimstau in den Bronchien kommen.

Einnahme von Dehace retard zusammen mit Alkohol

Der Konsum von alkoholhältigen Getränken bei der Anwendung von Dehace retard soll vermieden werden, da bestimmte Nebenwirkungen verstärkt werden können (wie zum Beispiel eine unter Umständen sogar lebensbedrohliche Atemschwäche).

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Die Einnahme von Dehace retard während der Schwangerschaft wird nicht empfohlen. Über die Einnahme entscheidet der Arzt.

Stillzeit

Dehace retard darf während der Stillzeit nicht eingenommen werden. Falls eine Behandlung mit Dehace retard erforderlich ist, muss abgestillt werden.

Verkehrstüchtigkeit und ähigkeit zum Bedienen von Maschinen

  • Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.
Dies ist insbesondere zu Beginn einer Behandlung mit Dehace retard, nach Dosiserhöhung oder Präparatewechsel zu erwarten sowie beim Zusammenwirken von Dehace retard mit Alkohol oder anderen Substanzen, die dämpfend auf das Gehirn wirken. Patienten, die auf eine stabile Dosis eingestellt sind, sind nicht unbedingt beeinträchtigt.

Beobachten Sie zuerst, ob Ihre Aufmerksamkeit oder Reaktionsfähigkeit beeinträchtigt ist. Besprechen Sie dann mit Ihrem Arzt, ob Sie Fahrzeuge lenken oder Maschinen bedienen dürfen.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Dosierung

Dehace retard soll so kurz wie möglich und in der niedrigsten wirksamen Dosis angewendet werden.

Die Dosierung ist abhängig von der Stärke der Schmerzen, dem Alter des Patienten und dem vorhergehenden Schmerzmittelgebrauch. Dehace retard steht in den Stärken 60 mg, 90 mg und 120 mg zur Verfügung. Der Arzt kann Ihnen eine Stärke alleine oder mehrere Stärken zur unterschiedlichen Einnahme während des Tages oder während der Nacht verschreiben.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die empfohlene Dosis wie folgt:

Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahre

Die Anfangsdosis beträgt im Allgemeinen eine Dehace retard 60 mg-Filmtablette alle 12 Stunden. Halten Sie bitte den Zeitplan exakt ein. Bei Bedarf kann die Dosis von Ihrem Arzt erhöht werden. Die geeignete Dosis ist jene, die Ihre Schmerzen volle 12 Stunden beherrscht und keine beziehungsweise nur erträgliche Nebenwirkungen verursacht. Sie dürfen nicht mehr als maximal zwei Dehace retard 120 mg-Filmtabletten täglich einnehmen.

Patienten mit eingeschränkter Nieren- und/oder Leberfunktion

Bei Patienten mit eingeschränkter Nieren- und/oder Leberfunktion kann eventuell mit einer geringeren Dosis eine ausreichende Schmerzlinderung erzielt werden.

Ältere Patienten

Es sollte beachtet werden, dass bei älteren Patienten eventuell mit einer geringeren Dosis die Schmerzen ausreichend behandelt werden können.

Art der Anwendung

  • Dehace retard soll alle 12 Stunden eingenommen werden.
  • Nehmen Sie die Filmtabletten im Ganzen mit ausreichend Wasser ein.
  • Die Filmtabletten dürfen nicht zerkaut oder zerstoßen werden.
  • Die Filmtablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.
  • Dehace retard kann unabhängig von der Nahrungsaufnahme eingenommen werden.
Sie dürfen Dehace retard ausschließlich einnehmen. Die Filmtabletten dürfen niemals missbraucht werden, indem sie aufgelöst und injiziert werden. Dies kann ernste, möglicherweise tödliche Folgen haben.

Wenn Sie eine größere Menge von Dehace retard eingenommen haben, als Sie sollten können Zeichen einer Überdosierung von Dihydrocodein auftreten. Je nach Schwere der Vergiftung können folgende Anzeichen auftreten:

  • Störungen der Atmung (zum Beispiel verlangsamte oder unregelmäßige Atmung),
  • kleine („stecknadelkopfgroße“) Pupillen,
  • Benommenheit,
  • Übelkeit, Erbrechen,
  • ungeschickte, ungezielte Bewegungen,
  • Bewusstseinsstörungen von Schläfrigkeit bis hin zum Koma,
  • verlangsamter Herzschlag,
  • niedriger Blutdruck,
  • Kreislaufversagen.
Rufen Sie bitte beim ersten Auftreten eines dieser Anzeichen sofort den nächsten erreichbaren Arzt zu Hilfe.

ür den Arzt: Informationen zur Behandlung einer Vergiftung mit Dihydrocodein sind am Ende dieser Gebrauchsinformation zu finden.

Wenn Sie die Einnahme von Dehace retard vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Nehmen Sie die verordnete Dosis ein, sobald Sie bemerken, dass Sie die Einnahme vergessen haben. Die nächste Einnahme erfolgt dann im Abstand von 12 Stunden.

Wenn Sie die Einnahme von Dehace retard abbrechen

können die Schmerzen wiederkehren. Möchten Sie die Behandlung abbrechen, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt. Im Allgemeinen wird ein Abbruch der Behandlung keine Nachwirkungen haben. Bei Patienten, die Dehace retard über einen sehr langen Zeitraum angewendet haben, kann es jedoch zu Nachwirkungen kommen, wie Erregbarkeit, Angst, Nervosität, Schlaflosigkeit, unwillkürlichen Bewegungen, Zittern oder Magen-Darm- Beschwerden. Wenn eine dieser Nachwirkungen nach Abbruch der Behandlung bei Ihnen auftritt, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen sind Verstopfung und Übelkeit.

  • Eine Verstopfung kann mit einem Abführmittel behandelt werden.
  • Bei Übelkeit und Erbrechen kann Ihnen Ihr Arzt Mittel gegen Erbrechen verschreiben.
Folgende Nebenwirkungen wurden berichtet:

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

  • Histaminfreisetzung mit allergischen Reaktionen (zum Beispiel ist bei Patienten mit Asthma ein Asthmaanfall möglich), Schwellung der Haut und Schleimhaut
  • Halluzinationen, Verwirrtheit, Arzneimittelabhängigkeit, Stimmungsschwankungen
  • Kopfschmerzen, Schwindel, Krämpfe Taubheitsgefühl
  • Schwindel
  • niedriger Blutdruck
  • Atemschwäche (bedingt durch die Wirkung auf das Nervensystem), Atemnot
  • Darmlähmung, Durchfall
  • Gallenschmerzen, erhöhte Leberwerte
  • Schwitzen, Juckreiz, Ausschlag, Nesselausschlag
  • Harnverhalten
  • Schwäche, Entzugssyndrom
Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

  • Sehstörungen (bedingt durch die Wirkung auf das Nervensystem
Gewöhnung und Abhängigkeit können sich, insbesondere durch regelmäßige missbräuchliche Anwendung, entwickeln. Bei sachgerechter Anwendung bei der Behandlung von mäßig starken bis starken Schmerzen stellt dies jedoch kein besonderes Problem dar.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt anzeigen (siehe Angaben weiter unten). Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

Wie soll es aufbewahrt werden?

ür dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung und dem Umkarton nach „verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Weitere Informationen

Was Dehace retard enthält

  • Der Wirkstoff ist: Dihydrocodeinhydrogentartrat. 1 Filmtablette enthält 120 mg Dihydrocodeinhydrogentartrat.
  • Die sonstigen Bestandteile sind:
    Tablettenkern: Hypromellose, mikrokristalline Cellulose, hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat
    Tablettenfilm: Macrogol 6000, Hypromellose, Titandioxid (E 171), Talkum, Eudragit NE
Wie Dehace retard aussieht und Inhalt der Packung

Dehace retard 120 mg sind weiße, längliche, beidseitig nach außen gewölbte Filmtabletten mit einer Bruchkerbe auf beiden Seiten.

Dehace retard ist in Blisterpackungen mit 10, 30 und 60 Filmtabletten erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

G.L. Pharma GmbH, 8502 Lannach

Z.Nr.: 1-25342

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juni 2018.

Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt: Überdosierung

Symptome

Anzeichen von Dihydrocodein-Intoxikation und Überdosierung sind stecknadelkopfgroße Pupillen, Ataxie, Erbrechen, Atemdepression und Somnolenz bis hin zu Stupor oder Koma mit letalem Ausgang, Bradykardie, Apnoe, Kreislaufversagen, Hypotonie.

Therapie

Die Atemwege müssen frei sein und eine Überwachung der Atmung oder künstliche Beatmung ist erforderlich.

Eine Magenspülung kann besonders nach der Gabe von Retard-Präparaten angezeigt sein, um den nicht resorbierten Wirkstoffanteil zu entfernen.

Allgemeine Maßnahmen (z.B. Überwachung des Wasser- und Elektrolythaushaltes und des Kreislaufs) sind angezeigt.

Bei massiver Überdosierung ist die i.v.-Gabe von 0,4 mg Naloxon angezeigt. In 2- bis 3- minütigen Abständen muss diese Einzeldosis solange wie nötig wiederholt werden. Naloxon

kann auch mittels Infusion von 2 mg in 500 ml Kochsalzlösung oder 5-prozentiger Glucoselösung (0,004 mg/ml) verabreicht werden.

Die Infusionsgeschwindigkeit sollte auf die vorhergehende Bolusverabreichung und auf das Ansprechen des Patienten abgestimmt sein. Da die Wirkdauer von Naloxon relativ kurz ist, muss der Patient sorgfältig bis zum zuverlässigen Wiedereintritt der spontanen Atmung überwacht werden. Bei der weiteren Behandlung der Überdosierung ist zu beachten, dass aus Dehace retard bis zu 12 Stunden lang Dihydrocodein freigesetzt wird.

Bei weniger schweren Überdosierungen sollen 0,2 mg Naloxon i.v. verabreicht werden, gefolgt von 0,1 mg alle 2 Minuten nach Bedarf.

Naloxon sollte nicht verabreicht werden, wenn keine signifikanten klinischen Zeichen einer Atem- oder Kreislaufdepression vorliegen. Naloxon soll bei Patienten, von denen bekannt oder anzunehmen ist, dass sie physisch von Dihydrocodein abhängig sind, mit Vorsicht verabreicht werden. Abrupte oder völlige Aufhebung der Dihydrocodein-Wirkung kann ein akutes Entzugssyndrom bewirken.

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