Lanatilin 0,2 mg - Tabletten

Abbildung Lanatilin 0,2 mg - Tabletten
Wirkstoff(e) Acetyldigoxin
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Wabosan
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
ATC Code C01AA02
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Herzglykoside

Zulassungsinhaber

Wabosan

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Lanatilin 0,2 mg-Tabletten fördern die Leistung des Herzens bei Herzmuskelschwäche. Dadurch wird die Blutversorgung der Körperorgane verbessert. Anzeichen der Herzschwäche wie Atemnot oder Ansammlung von Wasser, z.B. in den Beinen, werden verringert bzw. deren Auftreten verhindert.

Anwendungsgebiete:

Zur Behandlung chronischer Herzmuskelschwäche.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Lanatilin 0,2 mg - Tabletten d√ľrfen nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen beta-Acetyldigoxin, gegen andere Herzglykoside oder gegen einen der sonstigen Bestandteile von Lanatilin 0,2 mg- Tabletten sind.
  • bei bestimmten Herz√ľberleitungsst√∂rungen (AV-Block II. und III. Grades, WPW- Syndrom)
  • bei verlangsamter Herzfrequenz (unter 50 Pulsschl√§ge pro Minute)
  • bei bestimmten Herzrhythmusst√∂rungen (hypersensitives Karotissinus Syndrom, ventrikul√§re Tachykardie, Kammerflimmern)
  • bei bestimmten Formen von Gef√§√üerkrankungen (Idiopathische, hypertrophische Subaortenstenose)
  • bei krankhafter Ver√§nderung des Herzmuskels (hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie
  • bei Aussackungen der Hauptschlagader (thorakales Aortenaneurysma)
  • unmittelbar vor Kardioversion (= Behandlung von gewissen Herzrhythmusst√∂rungen mittels Gleichstrom oder medikament√∂s)
  • bei erniedrigtem Kaliumspiegel oder Magnesiumspiegel, erh√∂htem Calicumspiegel im Blut
  • bei gleichzeitiger intraven√∂ser (√ľber die Vene) Kalziumgabe
  • bei akutem Herzinfarkt ist besondere Vorsicht geboten

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Lanatilin 0,2 mg - Tabletten ist erforderlich, bei:

  • verz√∂gerter Erregungsleitung am Herzen (z.B. pathologische Sinusknotenfunktion, AV-Block I. Grades)
  • entz√ľndlichen Erkrankungen des Herzens und schweren Lungenerkrankungen oder Sauerstoffmangel im Blut.
  • Erh√∂htem Kaliumspiegel im Blut, da vermehrt Erregungsbildungs- und Erregungsleitungsst√∂rungen auftreten k√∂nnen
  • Schilddr√ľsenerkrankungen. Ihr Arzt wird gegebenenfalls eine Dosisanpassung vornehmen.
  • Verminderter Stoffaufnahme aus dem Magen-Darm-Trakt oder nach operativen Eingriffen an ebendiesem. Ihr Arzt wird gegebenenfalls eine Dosisanpassung vornehmen.
  • Patienten, die in den vorangegangenen 2 Wochen Herzglykoside erhalten haben. Ihr Arzt wird gegebenenfalls eine Dosisanpassung vornehmen.

Wegen einer erh√∂hten Empfindlichkeit gegen√ľber Lanatilin 0,2 mg-Tabletten bei Patienten mit St√∂rungen im Elektrolythaushalt, Leber- und Nierenfunktionsst√∂rungen, Diabetes Mellitus, Erkrankungen der Herzkranzgef√§√üe und im h√∂heren Alter wird Ihr Arzt Sie in diesem Fall zu regelm√§√üigen Kontrolluntersuchungen bitten.

Bei Einnahme von Lanatilin 0,2 mg - Tabletten mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/ anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Lanatilin 0,2 mg-Tabletten und einige andere Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung gegenseitig beeinflussen.

Herzrhythmusstörungen können auftreten nach gleichzeitiger Gabe von Sympathomimetika (z.B. Adrenalin, gewisse Präparate gegen Bronchialasthma wie Isoprenalin, Orciprenalin, Ephedrin).

Bei gleichzeitiger Anwendung von Muskel-erschlaffenden Mitteln (Suxamethoniumchlorid), Pr√§paraten gegen Bluthochdruck (Reserpin), tricyclischen Antidepressiva und Pr√§paraten zur Behandlung von Asthma (Theophyllin) kann es zu einer Beg√ľnstigung von Herzrhythmusst√∂rungen kommen.

Die Glykosidempfindlichkeit kann infolge eines erh√∂hten Blutkaliumspiegels nach Gabe von Kalium-sparenden Entw√§sserungsmitteln (Amilorid, Spironolacton, Triamteren) und anderen Entw√§sserungsmitteln (Furosemid, Bumetanid, Torasemid) vermindert werden und Herzrhythmusst√∂rungen beg√ľnstigen.

Die Empfindlichkeit gegen√ľber dem Wirkstoff kann infolge eines erniedrigten Blutkaliumspiegels nach Gabe von Entw√§sserungsmitteln (z.B. Hydrochlorothiazid, Furosemid), Abf√ľhrmitteln, Cortisonpr√§paraten, und Pr√§paraten gegen Pilzerkrankungen (Amphotericin B) gesteigert werden. Ebenso wird die Glykosidempfindlichkeit nach Injektionen von Calcium-Pr√§paraten gesteigert.

Die Wirkung von Lanatilin 0,2 mg-Tabletten wird durch verschiedene andere Herzmedikamente (Antiarrhythmika, Beta-Rezeptorenblocker und Calziumkanalblocker), verstärkt. Es kann dadurch zu einer Verlangsamung der Herzfrequenz kommen (unter 50 Pulsschläge/min).

Die Wirkung kann weiters durch folgende Arzneimittel verstärkt werden: Medikamente gegen Pilzerkrankungen (z.B. Itraconazol), Chinin, Medikamente die die Herzfrequenz steigern (z.B. Atropin), Medikamente zur Behandlung von rheumatischen Erkrankungen (z.B.

Indometacin), Beruhigungsmittel (z.B. Alprazolam), Präparate gegen Bluthochdruck (z.B. Prazosin), bestimmte Antibiotika (z.B. Tetracycline, Gentamicin, Trimetoprim, Makrolide ...) und Präparate zur Behandlung von Magenerkrankungen (z.B. Omeprazol).

Die Wirkung kann durch folgende Arzneimittel vermindert werden: Medikamente zur Behandlung von Tuberkulose (Rifampicin), zur Behandlung von Erbrechen (Metoclopramid), zur Behandlung von Epilepsie (Phenytoin), zur Behandlung von Schilddr√ľsenerkrankungen (z.B. Thyroxin), bestimmte anregende Arzneimittel (z.B. Adrenalin, Salbutamol), Medikamente mit Penicillamin und Pr√§parate mit Johanniskraut.

Die Aufnahme von Lanatilin 0,2 mg-Tabletten wird verzögert durch:

Aktivkohle, Pr√§parate zur Hemmung √ľbersch√ľssiger Magens√§ure, Colestyramin (Medikament zur Senkung des Cholesterinspiegels), Abf√ľhrmittel, gewisse Pr√§parate zur Behandlung bestimmter Darmerkrankungen wie Morbus Chron und Colitis ulcerosa (Salazosulfapyridin), gegen Epilepsie (Phenytoin) und Antibiotika (Neomycin), weiters Mittel, die das Wachstum b√∂sartiger Geschw√ľlste hemmen (Cyclophosphamid,).

Bestimmte Antibiotika (Benzylpenicillin), bestimmte Hormonpr√§parate (ACTH), bestimmte entz√ľndungshemmende Stoffe (Salicylate) und bestimmte Medikamente zur Behandlung von Depressionen (Lithiumsalze) k√∂nnen die Nebenwirkungen von Lanatilin 0,2 mg Tabletten verst√§rken.

Lanatilin 0,2 mg Tabletten k√∂nnen die Wirkung von blutverd√ľnnenden Medikamenten (Acetylsalicyls√§ure) vermindern.

Schwangerschaft und Stillzeit

Lanatilin 0,2 mg-Tabletten d√ľrfen in der Schwangerschaft nur auf ausdr√ľckliche Anordnung des Arztes eingenommen werden.

Da beta-Acetyldigoxin in die Muttermilch √ľbergehen kann, muss in der Stillzeit vor Anwendung des Pr√§parates abgestillt werden.

Der Eintritt einer Schwangerschaft ist dem Arzt mitzuteilen.

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Lanatilin 0,2 mg - Tabletten haben keinen oder vernachl√§ssigbaren Einfluss auf die Verkehrst√ľchtigkeit und die F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen.

Wichtige Informationen √ľber bestimmte sonstige Bestandteile von Lanatilin 0,2 mg- Tabletten

Eine Tablette enthält 83,8 mg Lactose-Monohydrat.

Bitte nehmen Sie Lanatilin 0,2 mg-Tabletten erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunvertr√§glichkeit leiden.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Lanatilin 0,2 mg-Tabletten immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Die f√ľr den Patienten erforderliche Dosis ist von Fall zu Fall verschieden und wird vom behandelnden Arzt ermittelt.

Die Normaldosis ist einmal t√§glich 1 bis 1 ¬Ĺ Tabletten.

Bei gleichzeitig vorliegender Nierenerkrankung gelten besondere Dosierungsvorschriften, die vom Grad der Beeinträchtigung der Nierenfunktion abhängig sind.

Auch bei älteren Patienten (>65 Jahre) kann gegebenenfalls eine Dosisanpassung erforderlich sein.

Ihr Arzt wir Ihre Dosierung anhand von regelm√§√üigen Kontrollen √ľberpr√ľfen.

Die Tabletten sind vor den Mahlzeiten mit etwas Fl√ľssigkeit einzunehmen.

Lanatilin 0,2 mg ‚Äď Tabletten werden nicht empfohlen f√ľr die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen aufgrund nicht ausreichender Daten zur Unbedenklichkeit und Wirksamkeit.

Wenn Sie eine größere Menge von Lanatilin 0,2 mg - Tabletten eingenommen haben, als Sie sollten:

Anzeichen einer Überdosierung sind: Herzrhythmusstörungen, neurologische Symptome (das Nervensystem betreffend) sowie Symptome den Magen und Darm betreffend. Bitte informieren Sie in diesen Fällen sofort einen Arzt.

Wenn Sie die Einnahme von Lanatilin 0,2 mg - Tabletten vergessen haben:

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Wenn Sie die Einnahme einer Dosis vergessen haben, nehmen Sie diese ein, sobald Sie das bemerken. Wenn der nächste Einnahmezeitpunkt schon beinahe erreicht ist, lassen Sie die vergessene Dosis aus und nehmen Sie die nächste Dosis zur gewohnten Zeit ein.

Wenn Sie die Einnahme von Lanatilin 0,2 mg - Tabletten abbrechen:

Ohne R√ľcksprache mit dem behandelnden Arzt d√ľrfen Sie die verordnete Dosis nicht √§ndern oder gar das Medikament absetzen, da sich dadurch Ihre Erkrankung wieder verschlechtern kann.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel k√∂nnen Lanatilin 0,2 mg-Tabletten Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Die H√§ufigkeit des Auftretens der Nebenwirkungen ist auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar.

Herzerkrankungen:

Herzrhythmusst√∂rungen, Verlangsamung der Herzfrequenz (unter 50 Pulsschl√§ge pro Minute), Erh√∂hung der Herzfrequenz (√ľber 100 Pulsschl√§ge pro Minute). Erkrankungen des Nervensystems:

Kopfschmerzen, Reizbarkeit, Schwindel, M√ľdigkeit, Schlaflosigkeit, Muskelschw√§che sowie Sehst√∂rungen (z.B. Farbensehen, Gesichtsfeldausf√§lle).

Psychische Veränderungen (z.B. Albträume, Unruhe, Verwirrtheitszustände). Depressionen, Halluzinationen und Psychosen, Sprachstörungen, Schwäche, Teilnahmslosigkeit, Unwohlsein.

Erkrankungen des Blutes und Lymphsystems: Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie). Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes:

Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, Bauchschmerzen; Verschluss der Darmgefäße

Erkrankungen des Immunsystems:

√úberempfindlichkeitsreaktionen seitens der Haut wie Juckreiz und Nesselausschlag, entz√ľndliche Hautr√∂tungen und Hautver√§nderungen (Lupus erythematodes), sowie Ver√§nderungen des Blutbildes (Eosinophilie).

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdr√ľse: Vergr√∂√üerung der Brustdr√ľsen beim Mann.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

F√ľr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren.

Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach ‚ÄěVerwendbar bis:‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

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Weitere Informationen

Was Lanatilin 0,2 mg - Tabletten enthalten:

  • Der Wirkstoff ist: beta-Acetyldigoxin. Eine Tablette enth√§lt 0,2 mg beta-Acetyldigoxin.
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Lactose-Monohydrat, mikrokristalline Cellulose, Kartoffelst√§rke, hochdisperses Siliciumdioxid, Carboxymethylcellulose-Na, Magnesiumstearat.

Wie Lanatilin 0,2 mg - Tabletten aussehen und Inhalt der Packung:

Weiße, runde, bipolare Tabletten mit Facettenrand. Auf einer Seite mit Bruchkerbe sowie Prägung “LN“ oberhalb und “0,2“ unterhalb der Bruchkerbe.

Packungen mit Kunststoffr√∂hrchen zu 30 und 100 St√ľck.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller:

Zulassungsinhaber:

WABOSAN Arzneimittelvertriebs GmbH

Anton Anderer Platz

A-1210 Wien

Tel: 070 03 70

Fax: 070 03 70 20

E-mail: office@wabosan.at

Hersteller:

R√ĖSCH & HANDEL, Wien

Zulassungsnummer: 13.471

Die Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im 0009.

Die folgenden Informationen sind nur f√ľr den Arzt bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Symptome: Eine Intoxikation äußert sich insbesondere in bradykarden Rhythmusstörungen oder Tachykardien, ferner gastrointestinalen und neurologischen Symptomen. Eine typische Reihenfolge der Symptome gibt es nicht.

Glykosidintoxikationen mit letalem Ausgang sind in der Regel Folge von kardiotoxischen Wirkungen der Glykoside. Lebensgef√§hrliche Intoxikationen wurden bei einer Gabe von ‚Č•10 mg Digoxin beobachtet worden.

Bei digitalisierten Patienten ist das Auftreten einer Herzrhythmusstörung stets als digitalisbedingt anzusehen, solange nicht durch einen Auslassversuch oder eine Serumspiegelbestimmung das Gegenteil erwiesen ist.

Bei akuten Überdosierungen kann eine Hyperkaliämie auftreten, wogegen eine Hypokaliämie häufig mit chronischer Überdosierung assoziiert ist. Die toxischen Wirkungen können bis zu 12 Stunden nach einer akuten Überdosierung noch zunehmen.

Behandlung:

Bei √úberdosierung muss die Behandlung mit Lanatilin 0,2 mg ‚Äď Tabletten sofort abgebrochen werden. Die Reihenfolge und Art der therapeutischen Ma√ünahmen richten sich nach dem Schweregrad der Intoxikation.

Im Fall einer leichten Digoxinintoxikation sind das Absetzen von Lanatilin 0,2 mg ‚Äď Tabletten und ein sorgf√§ltiges Beobachten des Patienten ausreichend. Alle Bedingungen, die die Digitalistoleranz herabsetzen oder beeintr√§chtigen sollten vermieden werden (z.B. gest√∂rtes Elektrolyt und/oder S√§ure-Basen-Gleichgewicht).

Bedrohliche, Digitalis-induzierte kardiale Arrhythmien

EKG-Monitoring in einer Intensivstation kann notwendig sein. Eine engmaschige Kontrolle von Kalium- und Digoxinserumspiegel wird empfohlen.

Die folgenden Maßnahmen abhängig von der klinischen Situation sollten eingeleitet werden:

  • Hypokali√§mie: Erh√∂hung des Kaliumserumspiegel auf hohe Normalwerte (1-2 g Kalium 4 x pro Tag oral oder max. 20 mval/Stunde per Infusion, unter EKG Kontrolle und Pr√ľfung der

Nierenfunktion. Bei deutlichen Überleitungsstörungen ist die Gabe von Kalium kontraindiziert.

  • Komplexe ventrikul√§re Arrhythmien: Gabe von Diphenylhydantoin (initial 125 - 250 mg langsam i.v. dann Therapie oral fortsetzen) oder Lidocain (initial 50 - 100 mg i.v. dann Infusion von 1-2 mg/min.
  • Bradykarde Herzrhythmusst√∂rungen: Parasympatholytika (z.B. Atropin 0,5 bis 1,0 mg s.c. evtl. 2 - 3mal t√§glich, Ipratropiumbromid), falls notwendig eine passagere transven√∂se Schrittmachersonde

Jedes mögliche Magnesiumdefizit ist auszugleichen.

Lebensbedrohliche Intoxikationen

Wenn sehr hohe Dosen eingenommen wurden, sind Maßnahmen einer primären Entgiftung angezeigt.

Bei akuter Intoxikation soll eine Magensp√ľlung vorgenommen werden und anschlie√üend Aktivkohle, Colestyramin (4 mal 8g / 24 Stunden) oder Colestipol eingenommen werden.

Therapie der Wahl bei einer schweren Digoxinintoxikation ist die Behandlung mit einem spezifischen Digitalis-Antik√∂rper-Fragment (Digitalis-Antidot), welches die freien Glykoside bindet und einen inaktiven Antik√∂rperglykosidkomplex im extrazellul√§ren Raum bildet, der dann √ľber die Nieren ausgeschieden wird. Vor der Anwendung des Digitalis-Antidots sollte nach M√∂glichkeit eine Vertr√§glichkeitstestung durchgef√ľhrt werden.

Abhängig von der verwendeten Bestimmungsmethode, können Digoxinserumspiegelbestimmungen nach der Antidotgabe kurzfristig sehr hohe Werte ergeben.

Zu Beginn einer schweren Intoxikation tritt häufig eine lebensbedrohliche Hyperkaliämie auf, die evtl. die parenterale Zufuhr von hochprozentiger Glukoselösung und Insulin indiziert.

Forcierte Diurese, Peritoneal- und H√§modialyse sind f√ľr die Digoxinelimination unwirksam.

Das im Körper gespeicherte Digoxin kann vorzugsweise durch selektive Hämoperfusion mit trägergebundenen Digoxinantikörpern und auch zu einem geringen Ausmaß durch Hämoperfusion mit beschichteter Aktivkohle oder Plasmapherese reduziert werden.

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden