Lanitop 0,1 mg - Tabletten

Lanitop 0,1 mg - Tabletten
Wirkstoff(e) Metildigoxin
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Riemser Pharma GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 13.01.1982
ATC Code C01AA08
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Herzglykoside

Zulassungsinhaber

Riemser Pharma GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Lanitop 0,2 mg - Ampullen Metildigoxin Herbrand PharmaChemicals GmbH
Lanitop 0,15 mg - Tabletten Metildigoxin Riemser Pharma GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Metildigoxin, der Wirkstoff von LANITOP, gehört in die Gruppe der Digitalisglykoside und ist eine aus der Fingerhutpflanze (lateinisch: Digitalis) gewonnene Substanz, die die Pumpfunktion des Herzens verbessert und den Herzrhythmus beeinflusst.

Anwendungsgebiete

  • Herzleistungsminderung (manifeste chronische Herzinsuffizienz aufgrund systolischer Dysfunktion)
  • bestimmte Herzrhythmusst√∂rungen
    • zu schnelle Herzschlagfolge bei Vorhofflimmern/Vorhofflattern
    • anfallsweise auftretendes Vorhofflimmern/Vorhofflattern (in Kombination mit anderen frequenzregulierenden Medikamenten)

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

LANITOP darf nicht eingenommen werden bei bzw. wenn

  • Sie allergisch gegen Metildigoxin, andere Digitalisglykoside oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile von LANITOP sind
  • Digitalisvergiftung
  • erh√∂htem Kalziumgehalt im Blut
  • Kalium- oder Magnesiummangel
  • deutlich verlangsamtem Puls
  • von den Herzkammern ausgehend deutlich beschleunigtem Puls
  • bestimmten Herzrhythmusst√∂rungen (AV-Block 2. oder 3. Grades; pathologische Sinusknotenfunktion, ausgenommen bei Schrittmacher-Therapie; Wolff-Parkinson-White- Syndrom)
  • Herzmuskelverdickung mit Behinderung des Blutstroms (hypertrophe, obstruktive Kardiomyopathie)
  • krankhafter, √∂rtlich begrenzter Erweiterung bzw. Ausbuchtung der Hauptschlagader im Brustraumbereich (thorakales Aortenaneurysma)
  • durch die Halsschlagadern reflektorisch ausgel√∂stem zu langsamen Herzschlag mit Ohnmachtsanf√§llen (Karotis-Sinus-Syndrom)
  • vorgesehener Stromsto√ütherapie des Herzens (Kardioversion)
  • gleichzeitiger Behandlung mit Kalziumpr√§paraten, v.a. die intraven√∂se Anwendung

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt bevor Sie LANITOP einnehmen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von LANITOP ist erforderlich bei erh√∂htem Kaliumgehalt im Blut, schweren Lungenerkrankungen, Lungen√ľberbl√§hung (Emphysem) und Sauerstoffmangel sowie bei folgenden Herzerkrankungen: durch Erkrankungen der Lunge ausgel√∂ste Herzerkrankung (Cor pulmonale), akutem Herzinfarkt, Erkrankungen des Herzmuskels, bestimmten Herzrhythmusst√∂rungen, Herzbeutelentz√ľndung, bestimmte Herzklappenverengung mit Ansammlung von Gewebsfl√ľssigkeit in der Lunge (Mitralstenose mit Lungen√∂dem).

Bereits mit Herzglykosiden vorbehandelte Patienten sollten bei Umstellung auf Metildigoxin besonders engmaschig kontrolliert werden.

Wenn Sie an einer Störung der Nierenfunktion leiden oder einen Kaliummangel aufweisen, können Zeichen einer Überdosierung auftreten. Der Arzt wird Sie daher regelmäßig untersuchen und Kontrollen der Nierenfunktion und der Konzentrationen bestimmter Mineralstoffe im Blut anordnen. Bei Störungen im Mineralstoffhaushalt (z.B. bei zuviel Kalium im Blut) sowie bei Störungen im Säure/Basen-Haushalt wird Ihr Arzt LANITOP nur unter besonderer Vorsicht verordnen und Störungen im Mineralstoff-Haushalt langsam korrigieren.

Da ein erh√∂hter Gehalt an Kalzium im Blut (Hyperkalz√§mie) das Risiko f√ľr ernsthafte Nebenwirkungen erh√∂ht, muss die Einnahme von Kalzium vermieden werden.

Bei √§lteren Patienten, bei eingeschr√§nkter Nierenfunktion oder einer St√∂rung der Schilddr√ľsenfunktion wird der Arzt eine Anpassung der Dosis vornehmen.

Eine ärztliche Überwachung ist ferner erforderlich, bei einer Störung der Nahrungsaufnahme aus dem Darm oder nachdem Sie sich einer Operation im Magen-Darm-Trakt unterzogen haben.

Um eine erfolgreiche Behandlung zu gew√§hrleisten und Sch√§den zu vermeiden, m√ľssen Sie weiters folgendes beachten:

  • Erste Anzeichen von Nebenwirkungen (siehe Abschnitt 4 "Welche Nebenwirkungen sind m√∂glich") sind einem Arzt unverz√ľglich zu melden.
  • Sie m√ľssen Ihrem Arzt - soweit Ihnen bekannt - √ľber bestehende Krankheiten oder Leiden berichten, vor allem wenn die Nierenfunktion eingeschr√§nkt ist.
  • Eine Schwangerschaft oder das Stillen ist dem Arzt zu melden.
  • Die vom Arzt angeordneten Laborkontrollen sind einzuhalten.

Einnahme von LANITOP zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Bei gleichzeitiger Einnahme von LANITOP mit anderen Arzneimitteln kann die Wirkung von LANITOP abgeschw√§cht oder verst√§rkt werden, das Auftreten von Nebenwirkungen am Herzen kann h√§ufiger vorkommen oder auch die Empfindlichkeit f√ľr LANITOP kann erh√∂ht sein.

Ihr Arzt wird Sie beraten, wobei es mit folgenden Arzneimitteln zu einer gegenseitigen Beeinflussung kommt:

  • Abf√ľhrmittel, auch F√ľll- oder Quellmittel mit abf√ľhrender Wirkung;
  • harntreibende bzw. entw√§ssernde Arzneimittel;
  • Chininhaltige Arzneimittel und Lebensmittel;
  • bestimmte Antibiotika und Arzneimittel zur Behandlung der Tuberkulose, sowie bestimmte Medikamente gegen Pilzerkrankungen;
  • bestimmte Hormone (ACTH, Cortison);
  • bestimmte Schmerzmittel und entz√ľndungshemmende Medikamente;
  • Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen (auch pflanzliche Pr√§parate mit Johanniskraut), sowie bestimmte Beruhigungs- und Schlafmittel;
  • l√§ngere Anwendung von Zuckerl√∂sungen als Infusionen;
  • Kreislauf-st√§rkende Arzneimittel (Ephedrin, Adrenalin), Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusst√∂rungen und zur Behandlung von Bluthochdruck;
  • muskelerschlaffende Arzneimittel;
  • Kalzium- oder Kalium-haltige Pr√§parate (Kalzium darf nicht in Form einer Infusion verabreicht werden);
  • Arzneimittel zur Behandlung von Durchfallerkrankungen (Diphenoxylat, Aktivkohle, Kaolin-Pektin-Suspensionen);
  • Mittel zur F√∂rderung der Magen-Darm-T√§tigkeit und Arzneimittel gegen √úbers√§uerung des Magens;
  • m√∂glicherweise Cumarin-Pr√§parate (blutverd√ľnnende Arzneimittel);
  • Arzneimittel zur Behandlung einer Schilddr√ľsenunter- oder -√ľberfunktion;
  • Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen und AIDS (Ritonavir)
  • Arzneimittel zur Behandlung von zu hohem Cholesterinspiegel (Atorvastatin)
  • Arzneimittel zur Hemmung der Immunabwehr (Ciclosporin)
  • Arzneimittel zur Senkung der Blutfettwerte (Colestyramin, Colestipol);
  • Arzneimittel zur Behandlung von Tumorerkrankungen;
  • Arzneimittel zur Behandlung von Krampfanf√§llen;
  • Arzneimittel zur Behandlung von bestimmten Lungenerkrankungen (Salbutamol, Theophyllin);
  • Arzneimittel mit dem Wirkstoff Penicillamin.

Einnahme von LANITOP zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Die Wirkung von Lanitop kann durch √ľberm√§√üigen Verzehr von Lakritze reduziert werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Es ist bisher keine fruchtsch√§digende Wirkung bekannt, dennoch muss eine Anwendung von LANITOP in der Schwangerschaft kritisch abgewogen werden und darf nur dann erfolgen, wenn der potentielle Nutzen f√ľr die Mutter das m√∂gliche Risiko f√ľr den F√∂tus rechtfertigt, wor√ľber Ihr Arzt entscheiden wird. W√§hrend der Schwangerschaft wird Ihr Arzt die LANITOP-Behandlung besonders sorgf√§ltig √ľberwachen und die Dosis entsprechend anpassen. Nach √úberdosierung in der Schwangerschaft wurde auch √ľber Symptome einer √úberdosierung beim F√∂tus berichtet.

√úber eine Einnahme von LANITOP w√§hrend der Stillzeit entscheidet der Arzt. Der Wirkstoff von LANITOP tritt in die Muttermilch √ľber; nachteilige Wirkungen auf den S√§ugling wurden nicht beobachtet. Dennoch muss die Herzfrequenz des S√§uglings √ľberwacht werden, sodass die Anwendung von LANITOP w√§hrend der Stillzeit nur unter √§rztlicher Kontrolle erfolgen darf.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

LANITOP hat geringen bis m√§√üigen Einfluss auf die Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen durch das Auftreten m√∂glicher Nebenwirkungen wie Schwindel und M√ľdigkeit.

LANITOP enthält Laktose (Milchzucker)

Bitte nehmen Sie LANITOP 0,1 mg - Tabletten erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunvertr√§glichkeit leiden.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die Empfindlichkeit gegen√ľber Digitalisglykosiden ist unterschiedlich. Der Arzt ber√ľcksichtigt bei der Dosierung Alter, Gewicht, Nieren- und Leberfunktion sowie die geringe therapeutische Breite von LANITOP. Eine regelm√§√üige Kontrolle des klinischen Bildes bei gleichzeitiger √úberwachung der Wirkstoff-Serumkonzentrationen ist zu empfehlen.

Zum Einnehmen.

Die Tabletten sollen mit ausreichend Fl√ľssigkeit nach den Mahlzeiten eingenommen werden.

Soweit nicht anders verordnet, gelten folgende Dosierungsrichtlinien:

Langsame S√§ttigung f√ľr nicht akute Formen = Erhaltungsdosis

In den meisten Fällen kann sofort mit der Erhaltungsdosis begonnen werden, jedoch muss auch die Erhaltungsdosis individuell abgestimmt werden.

Als Erhaltungsdosis ben√∂tigen die meisten Patienten 1 x 1 ¬Ĺ Tabletten (0,15 mg) t√§glich.

Wenn eine h√∂here Dosis erforderlich ist, z.B. bei Patienten mit Vorhofflimmern oder einer √úberfunktion der Schilddr√ľse und Fieber, kann eine Dosis von 2 - 3 x 1 Tablette (0,2 - 0,3 mg) t√§glich verordnet werden.

Gelegentlich gen√ľgen 1 x ¬Ĺ - 1 Tablette t√§glich (0,05 - 0,1 mg pro Tag), z.B. bei geringem K√∂rpergewicht oder einer Unterfunktion der Schilddr√ľse.

Mittelschnelle Sättigung
2 x 2 Tabletten t√§glich (0,4 mg Tagesdosis) √ľber 3 (- 5) Tage

Schnelle Sättigung (z.B. bei akuten Formen der Herzinsuffizienz)
3 x 2 Tabletten t√§glich (0,6 mg Tagesdosis) √ľber 2 (- 4) Tage

Spezielle Dosierungsvorschriften

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und ältere Patienten

Eine Störung der Nierenfunktion ist dem Arzt mitzuteilen. Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und bei älteren Patienten gelten besondere Dosierungsrichtlinien. Halten Sie sich genau an die Anweisungen Ihres Arztes; er wird die Dosis entsprechend anpassen.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion ist keine Dosisanpassung notwendig, achten Sie aber besonders genau auf das Auftreten möglicher Nebenwirkungen und melden Sie diese Ihrem Arzt.

Patienten mit Schilddr√ľsenerkrankungen
Bei Patienten mit Schilddr√ľsenerkrankungen kann ebenfalls eine Dosisanpassung erforderlich sein.

Schwangerschaft
W√§hrend der Schwangerschaft muss die Dosis individuell den Bed√ľrfnissen unter √§rztlicher Kontrolle angepasst werden (siehe auch Abschnitt "Schwangerschaft und Stillzeit").

Kinder (einschließlich Säuglinge)
LANITOP 0,1 mg - Tabletten sind aufgrund ihres Wirkstoffgehaltes und der begrenzten Teilbarkeit f√ľr die Anwendung bei Kindern nicht geeignet. Zur Behandlung dieser Patientengruppe kann Ihr Arzt eine andere Darreichungsform heranziehen.

Wenn Sie eine größere Menge von LANITOP eingenommen haben, als Sie sollten

Bei Überdosierung (verstärktes Auftreten von Nebenwirkungen) ist sofort ein Arzt zu verständigen, der weitere therapeutische Schritte einleiten wird.

√úberdosierungshinweise f√ľr den Arzt sind am Ende dieser Gebrauchsinformation angef√ľhrt.

Wenn Sie die Einnahme von LANITOP vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von LANITOP abbrechen

Auch wenn Sie LANITOP aus irgendeinem Grund nicht mehr einnehmen, sollen Sie das Ihrem Arzt melden, um mögliche gesundheitliche Nachteile zu vermeiden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10 Häufig: 1 bis10 Behandelte von 100 Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000 Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000

Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

F√ľr LANITOP besteht eine individuell stark unterschiedliche Empfindlichkeit, die Dosierung muss sehr exakt erfolgen. Besonders bei St√∂rungen im Mineralstoffhaushalt oder bei h√∂herer Dosierung kann es zu folgenden Nebenwirkungen kommen, die meist schon Zeichen einer √úberdosierung darstellen:

Herzerkrankungen

Sehr häufig: stark verlangsamter oder beschleunigter Puls, verschiedene Arten von Herzrhythmusstörungen

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Selten: Verminderung der Anzahl der Blutplättchen

Erkrankungen des Nervensystems

H√§ufig: Kopfschmerzen, M√ľdigkeit, Schlaflosigkeit

Selten: zeitweiliger Gedächtnisverlust, Bewegungsstörungen, Störungen des Sprechvermögens, Empfindungsstörungen (z.B. Kribbeln, Einschlafen der Glieder)

Augenerkrankungen

Selten: Sehstörungen (z.B. Farbsehen, Gesichtsfeldausfall, Lichtempfindlichkeit)

Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes

Sehr häufig: Appetitlosigkeit, Beschwerden im Magen-Darm-Bereich, Übelkeit, Erbrechen

Selten: Durchfälle, Bauchschmerzen

Sehr selten: Schwerste Durchblutungsstörungen der Darmschleimhaut, Gefäßverschluss im Bauchraum (Mesenterialinfarkt)

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Selten: Muskelschwäche

St√∂rungen der Geschlechtsorgane und der Brustdr√ľse

Selten: besonders bei Langzeitgebrauch Brustvergrößerung bei Frauen sowie Brustentwicklung besonders bei älteren Männern aber auch bei Kindern

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Nicht bekannt: Schw√§che, √ľberm√§√üiges Schwitzen, Schwindel

Erkrankungen des Immunsystems

Selten: allergische Reaktionen wie nesselsuchtartige oder scharlachartige Hautausschl√§ge, Juckreiz, Blutbildver√§nderungen (erkennbar: starke M√ľdigkeit, Bl√§sse), Hautschwellung, Fieber und Gelenksentz√ľndung, Hautr√∂tung, Hautver√§nderungen (Lupus erythematodes-√§hnliche Erscheinungen)

LANI TOP.

Psychiatrische Erkrankungen

Selten: Depressionen, Verwirrtheitszust√§nde mit oder ohne Bewusstseinstr√ľbung, Krampfanf√§lle, Verwirrtheit, psychische Ver√§nderungen, Wahnvorstellungen, Reizbarkeit, Desorientiertheit, Unruhe, Albtr√§ume, Teilnahmslosigkeit

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN √ĖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

F√ľr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton/der Durchdr√ľckpackung nach verwendbar/verw. bis: angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was LANITOP enthält

  • Der Wirkstoff ist: Metildigoxin; eine Tablette enth√§lt 0,1 mg Metildigoxin.
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Laktose (Milchzucker), Polyvinylpyrrolidon, mikrokristalline Zellulose, Carboxymethylst√§rke-Natrium, Magnesiumstearat, hochdisperses Siliciumdioxid.

Wie LANITOP aussieht und Inhalt der Packung

Die Tabletten sind rund, weiß bis creme-weiß, mit einseitigem Bruchspalt und einseitiger Gravur:

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Sie erhalten die Tabletten in Durchdr√ľckpackungen zu 30 und 100 St√ľck.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Esteve Pharmaceuticals GmbH Hohenzollerndamm 150-151 14199 Berlin

Deutschland

phone +49 30 338427-0

e-mail info.germany@esteve.com

Hersteller
Kern Pharma, S.L.

Venus 72

Polígono Ind. Colón II

08228 Terrassa (Barcelona)

Spanien

L-A-W Services GmbH - Leipziger Arzneimittelwerk

Elisabeth-Schumacher-Str. 54/56

04328 Leipzig

Deutschland

Z.Nr.: 14.953

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Dezember 2021.

Die folgenden Informationen sind f√ľr medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Hinweis f√ľr den Arzt bei √úberdosierung

Therapie von Intoxikationen

Alle therapeutischen Maßnahmen sollten unter EKG-Kontrolle erfolgen.

a) Symptomatische Therapie
Die Reihenfolge und Art der therapeutischen Maßnahmen richten sich nach dem Schweregrad der Intoxikation.

Magensp√ľlung (wenn die Tabletteneinnahme nicht l√§nger als 4 Stunden zur√ľckliegt), evtl. Colestyramin (4 x 8 g/24 Stunden) oder Aktivkohle. Kontrolle der Elektrolyte und Blutgase. Eventuell Senkung der Serumkalzium-Spiegel durch Infusion von Dinatrium-EDTA unter EKG-Kontrolle.

Bei nur leichter Metildigoxinintoxikation reichen Absetzen von Lanitop und sorgfältige Überwachung des Patienten aus. Bedingungen, die zu einer Verminderung der

Digitalistoleranz f√ľhren, sind zu vermeiden bzw. zu korrigieren (z.B. St√∂rungen im Elektrolyt- und/oder S√§ure/Basen-Haushalt).

Bei Hypokali√§mie (h√§ufig bei chronischer √úberdosierung), aber auch bei schweren ektopen ventrikul√§ren und supraventrikul√§ren Herzrhythmusst√∂rungen mit normalem Kaliumspiegel ist die Kaliumgabe indiziert, sofern keine Niereninsuffizienz vorliegt (1 - 2 g Kalium 4 x pro Tag oral oder maximal 20 mval/Stunde p.inf. unter EKG-Kontrolle und Pr√ľfung der Nierenfunktion). Bei deutlichen √úberleitungsst√∂rungen ist die Kaliumgabe kontraindiziert. Es ist zu beachten, dass es bei akuten Glykosidintoxikationen zu Hyperkali√§mien kommen kann; diese sollten durch intraven√∂se Infusion von hypertoner Glukose-L√∂sung und Insulin korrigiert werden.

Ein eventuell vorhandenes Magnesiumdefizit ist auszugleichen.

Antiarrhythmische Behandlung: Phenytoin (initial 125 - 250 mg langsam i.v., dann Therapie per os fortsetzen) oder Lidocain (initial 50 - 100 mg als langsame i.v. Injektion, dann Infusion von 2 mg/min).

Bei bradykarden Rhythmusstörungen und Überleitungsstörungen: Atropin 0,5 bis 1,0 mg i.v. oder s.c. evtl. 2 - 3mal täglich.

Bleiben diese Maßnahmen erfolglos, Kardioversion oder Einsatz eines (temporären) Schrittmachers.

b) Kausale Therapie
F√ľr lebensbedrohliche Digitalisvergiftungen steht das digitalisbindende Antik√∂rperfragment Digitalis-Antidot zur Verf√ľgung, vor dessen Anwendung nach M√∂glichkeit eine Vertr√§glichkeitstestung durchgef√ľhrt werden sollte.

Das Digitalis-Antitoxin bindet Digoxin, Digoxin-Derivate und Digitoxin zu inaktiven Antikörper-Glykosid-Komplexen und hebt so die Wirkung der Digitalisglykoside auf.

Die Serum- bzw. Plasmaspiegelmessung kann durch Antidotgabe - je nach Bestimmungsmethode - vor√ľbergehend sehr hohe Werte anzeigen.

Vor allem durch die selektive Hämoperfusion mit trägergebundenen Digoxinantikörpern, aber in geringerem Umfang auch durch die Hämoperfusion mit beschichteter Aktivkohle oder Plasmapherese kann der Körperbestand von Metildigoxin vermindert werden.

Forcierte Diurese, H√§modialyse und Peritonealdialyse sollten nicht durchgef√ľhrt werden, da sich diese Ma√ünahmen zur Elimination von Digitalisglykosiden als unwirksam erwiesen haben.

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Zuletzt aktualisiert: 25.08.2022

Quelle: Lanitop 0,1 mg - Tabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Metildigoxin
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Hersteller Riemser Pharma GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 13.01.1982
ATC Code C01AA08
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden