Lanitop 0,2 mg - Ampullen

Lanitop 0,2 mg - Ampullen
Wirkstoff(e) Metildigoxin
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Herbrand PharmaChemicals GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 22.11.1971
ATC Code C01AA08
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Herzglykoside

Zulassungsinhaber

Herbrand PharmaChemicals GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Lanitop 0,15 mg - Tabletten Metildigoxin Riemser Pharma GmbH
Lanitop 0,1 mg - Tabletten Metildigoxin Riemser Pharma GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Metildigoxin, der Wirkstoff von LANITOP, gehört in die Gruppe der Digitalisglykoside und ist eine aus der Fingerhutpflanze (lateinisch: Digitalis) gewonnene Substanz, die die Pumpfunktion des Herzens verbessert und den Herzrhythmus beeinflusst.

Anwendungsgebiete

o zu schnelle Herzschlagfolge bei Vorhofflimmern/Vorhofflattern

  1. anfallsweise auftretendes Vorhofflimmern/Vorhofflattern (in Kombination mit anderen frequenzregulierenden Medikamenten)

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

LANITOP - Ampullen d√ľrfen nicht angewendet werden bei bzw. wenn

  • Sie allergisch gegen Metildigoxin, andere Digitalisglykoside oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile von LANITOP sind
  • Digitalisvergiftung
  • erh√∂htem Kalziumgehalt im Blut
  • Kalium- oder Magnesiummangel
  • deutlich verlangsamtem Puls
  • von den Herzkammern ausgehend deutlich beschleunigtem Puls
  • bestimmten Herzrhythmusst√∂rungen (AV-Block 2. oder 3. Grades; pathologische Sinusknotenfunktion, ausgenommen bei Schrittmacher-Therapie; Wolff-Parkinson-White- Syndrom)
  • Herzmuskelverdickung mit Behinderung des Blutstroms (hypertrophe, obstruktive Kardiomyopathie)
  • krankhafter, √∂rtlich begrenzter Erweiterung bzw. Ausbuchtung der Hauptschlagader im Brustraumbereich (thorakales Aortenaneurysma)
  • durch die Halsschlagadern reflektorisch ausgel√∂stem zu langsamen Herzschlag mit Ohnmachtsanf√§llen (Karotis-Sinus-Syndrom)
  • vorgesehener Stromsto√ütherapie des Herzens (Kardioversion)
  • gleichzeitiger Behandlung mit Kalziumpr√§paraten, v.a. die intraven√∂se Anwendung

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt bevor LANITOP bei Ihnen angewendet wird.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von LANITOP ist erforderlich bei erh√∂htem Kaliumgehalt im Blut, schweren Lungenerkrankungen, Lungen√ľberbl√§hung (Emphysem) und Sauerstoffmangel sowie bei folgenden Herzerkrankungen: durch Erkrankungen der Lunge ausgel√∂ste Herzerkrankung (Cor pulmonale), akutem Herzinfarkt, Erkrankungen des Herzmuskels, bestimmten Herzrhythmusst√∂rungen, Herzbeutelentz√ľndung, bestimmte Herzklappenverengung mit Ansammlung von Gewebsfl√ľssigkeit in der Lunge (Mitralstenose mit Lungen√∂dem).

Bereits mit Herzglykosiden vorbehandelte Patienten sollten bei Umstellung auf Metildigoxin besonders engmaschig kontrolliert werden.

Wenn Sie an einer Störung der Nierenfunktion leiden oder einen Kaliummangel aufweisen, können Zeichen einer Überdosierung auftreten. Der Arzt wird Sie daher regelmäßig untersuchen und Kontrollen der Nierenfunktion und der Konzentrationen bestimmter Mineralstoffe im Blut anordnen. Bei Störungen im Mineralstoffhaushalt (z.B. bei zuviel Kalium im Blut) sowie bei Störungen im Säure/Basen-Haushalt wird Ihr Arzt LANITOP nur unter besonderer Vorsicht verordnen und Störungen im Mineralstoff-Haushalt langsam korrigieren.

Da ein erh√∂hter Gehalt an Kalzium im Blut (Hyperkalz√§mie) das Risiko f√ľr ernsthafte Nebenwirkungen erh√∂ht, muss die Einnahme von Kalzium vermieden werden.

Bei √§lteren Patienten, bei eingeschr√§nkter Nierenfunktion oder einer St√∂rung der Schilddr√ľsenfunktion wird der Arzt eine Anpassung der Dosis vornehmen.

Um eine erfolgreiche Behandlung zu gew√§hrleisten und Sch√§den zu vermeiden, m√ľssen Sie weiters folgendes beachten:

  • Erste Anzeichen von Nebenwirkungen (siehe Abschnitt 4 "Welche Nebenwirkungen sind m√∂glich") sind einem Arzt unverz√ľglich zu melden.
  • Sie m√ľssen Ihrem Arzt - soweit Ihnen bekannt - √ľber bestehende Krankheiten oder Leiden berichten, vor allem wenn die Nierenfunktion eingeschr√§nkt ist.
  • Eine Schwangerschaft oder das Stillen ist dem Arzt zu melden.
  • Die vom Arzt angeordneten Laborkontrollen sind einzuhalten.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken

Die Anwendung von Lanitop-Ampullen kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen f√ľhren. Die Anwendung von Lanitop-Ampullen als Dopingmittel kann zu einer Gef√§hrdung der Gesundheit f√ľhren.

Anwendung von LANITOP - Ampullen zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Bei gleichzeitiger Anwendung von LANITOP mit anderen Arzneimitteln kann die Wirkung von LANITOP abgeschw√§cht oder verst√§rkt werden, das Auftreten von Nebenwirkungen am Herzen kann h√§ufiger vorkommen oder auch die Empfindlichkeit f√ľr LANITOP kann erh√∂ht sein.

Ihr Arzt wird Sie beraten, wobei es mit folgenden Arzneimitteln zu einer gegenseitigen Beeinflussung kommt:

  • Abf√ľhrmittel;
  • harntreibende bzw. entw√§ssernde Arzneimittel;
  • Chininhaltige Arzneimittel und Lebensmittel;
  • bestimmte Antibiotika und Arzneimittel zur Behandlung der Tuberkulose, sowie bestimmte Medikamente gegen Pilzerkrankungen;
  • bestimmte Hormone (ACTH, Cortison);
  • bestimmte Schmerzmittel und entz√ľndungshemmende Medikamente;
  • Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen (auch pflanzliche Pr√§parate mit Johanniskraut), sowie bestimmte Beruhigungs- und Schlafmittel;
  • l√§ngere Anwendung von Zuckerl√∂sungen als Infusionen;
  • Kreislauf-st√§rkende Arzneimittel (Ephedrin, Adrenalin), Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusst√∂rungen und zur Behandlung von Bluthochdruck;
  • muskelerschlaffende Arzneimittel;
  • Kalzium- oder Kalium-haltige Pr√§parate (Kalzium darf nicht in Form einer Infusion verabreicht werden);
  • m√∂glicherweise Cumarin-Pr√§parate (blutverd√ľnnende Arzneimittel);
  • Arzneimittel zur Behandlung einer Schilddr√ľsenunter- oder -√ľberfunktion;
  • Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen und AIDS (Ritonavir)
  • Arzneimittel zur Behandlung von zu hohem Cholesterinspiegel (Atorvastatin)
  • Arzneimittel zur Hemmung der Immunabwehr (Ciclosporin)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Tumorerkrankungen;
  • Arzneimittel zur Behandlung von Krampfanf√§llen;
  • Arzneimittel zur Behandlung von bestimmten Lungenerkrankungen (Salbutamol, Theophyllin);
  • Arzneimittel mit dem Wirkstoff Penicillamin.

Anwendung von LANITOP zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Die Wirkung von Lanitop kann durch √ľberm√§√üigen Verzehr von Lakritze reduziert werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Es ist bisher keine fruchtsch√§digende Wirkung bekannt, dennoch muss eine Anwendung von LANITOP in der Schwangerschaft kritisch abgewogen werden und darf nur dann erfolgen, wenn der potentielle Nutzen f√ľr die Mutter das m√∂gliche Risiko f√ľr den F√∂tus rechtfertigt, wor√ľber Ihr Arzt entscheiden wird. W√§hrend der Schwangerschaft wird Ihr Arzt die LANITOP-Behandlung besonders sorgf√§ltig √ľberwachen und die Dosis entsprechend anpassen. Nach √úberdosierung in der Schwangerschaft wurde auch √ľber Symptome einer √úberdosierung beim F√∂tus berichtet.

√úber eine Einnahme von LANITOP w√§hrend der Stillzeit entscheidet der Arzt. Der Wirkstoff von LANITOP tritt in die Muttermilch √ľber; nachteilige Wirkungen auf den S√§ugling wurden nicht beobachtet. Dennoch muss die Herzfrequenz des S√§uglings √ľberwacht werden, sodass die Anwendung von LANITOP w√§hrend der Stillzeit nur unter √§rztlicher Kontrolle erfolgen darf.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

LANITOP hat geringen bis m√§√üigen Einfluss auf die Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen durch das Auftreten m√∂glicher Nebenwirkungen wie Schwindel und M√ľdigkeit.

LANITOP 0,2 mg - Ampullen enthalten 5 Vol.-% Alkohol

Dieses Arzneimittel enthält geringe Mengen an Ethanol (Alkohol), weniger als 100 mg pro Ampulle.

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Wie wird es angewendet?

Dieses Arzneimittel wird Ihnen von Ihrem Arzt verabreicht.

Die Empfindlichkeit gegen√ľber Digitalisglykosiden ist unterschiedlich. Der Arzt ber√ľcksichtigt bei der Dosierung Alter, Gewicht, Nieren- und Leberfunktion sowie die geringe therapeutische Breite von LANITOP. Eine regelm√§√üige Kontrolle des klinischen Bildes bei gleichzeitiger √úberwachung der Wirkstoff-Serumkonzentrationen ist zu empfehlen.

Der Arzt wird LANITOP 0,2 mg - Ampullen in Form einer langsamen intravenösen Injektion (zur intravenösen Anwendung, Einspritzung in eine Vene) verabreichen.

Er wird f√ľr Sie die geeignete Dosierung festlegen und t√§glich ¬ľ Ampulle bis maximal 3 x t√§glich 1 Ampulle LANITOP verabreichen.

Der Patient soll dabei liegen und ist nach erfolgter Injektion noch ca. ¬Ĺ Stunde unter Beobachtung zu halten.

LANITOP wird als intraven√∂se Injektion eingesetzt, wenn ein schneller Wirkungseintritt erw√ľnscht ist oder eine Einnahme in Form von Tabletten nicht m√∂glich ist.

√úber die Dauer der Anwendung von LANITOP - Ampullen entscheidet Ihr Arzt.

Dosierungshinweise f√ľr den Arzt sind am Ende dieser Gebrauchsinformation angef√ľhrt.

Wenn LANITOP in zu großen Mengen angewendet wurde

Bei Überdosierung (verstärktes Auftreten von Nebenwirkungen) ist sofort ein Arzt zu verständigen, der weitere therapeutische Schritte einleiten wird.

√úberdosierungshinweise f√ľr den Arzt sind am Ende dieser Gebrauchsinformation angef√ľhrt.

Wenn eine Anwendung von LANITOP vergessen wurde oder die Behandlung mit LANITOP abgebrochen wurde

Eine unterlassene Anwendung kann zu einer Verschlechterung der bestehenden Erkrankung f√ľhren, deshalb sollte diesbez√ľglich der behandelnde Arzt informiert werden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Hinweis f√ľr den Arzt betreffend Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Die Glykosidempfindlichkeit ist individuell verschieden. Daher k√∂nnen die folgenden Dosierungsangaben nur grobe Richtlinien bilden. Bei der Dosierung von Herzglykosiden sind Alter, Gewicht, Nieren- und Leberfunktion sowie die geringe therapeutische Breite von Metildigoxin zu ber√ľcksichtigen. Eine regelm√§√üige Kontrolle des klinischen Bildes bei gleichzeitigem Monitoring der Metildigoxin-Serumkonzentrationen ist zu empfehlen. Wegen der geringen therapeutischen Breite von herzwirksamen Glykosiden wie Metildigoxin ist eine sorgf√§ltig √ľberwachte Einstellung auf die individuelle therapeutische Dosis erforderlich.

Langsame S√§ttigung f√ľr nicht akute Formen = Erhaltungsdosis

Im Falle eines niedrigeren Glykosidbedarfs (z.B. geringes K√∂rpergewicht, Hypothyreose): 0,05 - 0,1 mg Metildigoxin t√§glich (1 x ¬ľ - ¬Ĺ Ampulle t√§glich = ¬Ĺ - 1 ml).

Bei erh√∂htem Glykosidbedarf, wie z.B. bei Patienten mit Vorhofflimmern oder Hyperthyreose und Fieber, ist fallweise eine Erhaltungsdosis von 0,2 - 0,3 mg Metildigoxin t√§glich (1 - 1 ¬Ĺ Ampullen t√§glich = 2 - 3 ml) erforderlich.

Die durchschnittliche Erhaltungsdosis beträgt 0,15 mg Metildigoxin täglich.

Mittelschnelle Sättigung

0,4 mg Metildigoxin Tagesdosis (2 x 1 Ampulle t√§glich = 4 ml) √ľber 3 (- 5) Tage

Schnelle Sättigung (z.B. bei akuten Formen der Herzinsuffizienz)

0,6 mg Metildigoxin Tagesdosis (3 x 1 Ampulle t√§glich = 6 ml) √ľber 2 (- 4) Tage

Spezielle Dosierungsvorschriften

√Ąltere Patienten

Gerade bei √§lteren Patienten (√§lter als 65 Jahre) muss die Dosis entsprechend der Nierenfunktion angepasst werden. Es muss bedacht werden, dass sich bei √§lteren Patienten eine eingeschr√§nkte Nierenfunktion oft nicht durch einen h√∂heren Serumkreatininspiegel ausdr√ľckt, da bei dieser Patientengruppe eine verminderte Kreatinin-Produktion vorliegen kann. Aus diesem Grund ist es wichtig zur Dosisfindung eine Ermittlung der Kreatinin-Clearance durchzuf√ľhren, da diese als ein zuverl√§ssiger Parameter f√ľr die Einsch√§tzung der Nierenfunktion gilt.

Kinder (einschließlich Säuglinge)

Die Dosierung bei Kindern und Säuglingen richtet sich nach dem Körpergewicht. Therapeutische Dosis, sowie Toleranz-Dosis können von Kind zu Kind stark schwanken. Eine

sorgf√§ltige √úberwachung auf Zeichen einer √úberdosierung ist erforderlich. Vor allem bei Fr√ľh- und Neugeborenen sind Metildigoxinspiegel-Bestimmungen zu empfehlen.

Eine Schnelldigitalisierung ist besonders bei S√§uglingen mit der Gefahr von Intoxikationserscheinungen verbunden und sollte daher nur in Notf√§llen durchgef√ľhrt werden.

Zur Anwendung bei Kindern empfiehlt sich folgendes Dosierungsschema:

Die Dosierungsangaben sind nur als Anhaltswerte anzusehen. Es sollte stets ber√ľcksichtigt werden, dass der Glykosidbedarf, die Vollwirkdosis, die Glykosidempfindlichkeit und die therapeutische Breite individuelle und krankheits- bzw. stoffwechselbedingte Unterschiede aufweisen.

Eine Vollsättigung stellt sich in ca. 3 Tagen ein, dann soll mit der Erhaltungsdosis (siehe Tabelle) fortgesetzt werden.

Die in der Tabelle angegebenen Tagesdosen sind in 2 - 3 Einzelgaben pro Tag zu verabreichen.

Tabelle: Tagesdosen f√ľr Lanitop 0,2 mg - Ampullen bei Kindern

(Aus den Kardiologischen Abteilungen der Universit√§ts-Kinderkliniken Erlangen, Hamburg und W√ľrzburg.)

Vollsättigung
AlterGewichtVollsättigungs- dosis1. und 2. Tag: 50 %3. Tag: 30 %Erhaltung ab 4 Tag 20%
Jahrekgmg Metildigoxinml Lanitop/ Tagml Lanitop / Tagml Lanitop / Tag
Fr√ľh- und10,030,10,10,1
Neugeborene20,060,30,10,1
1. 4. Woche30,090,40,20,1
40,120,60,40,2
30,201,00,60,4
40,231,10,60,4
50,261,30,70,5
60,301,50,90,6
70,341,71,00,6
80,371,81,10,7
90,402,01,20,8
100,432,11,20,8
110,50,452,21,30,9
110,482,41,40,9
120,502,51,51,0
2130,552,71,61,1
140,582,91,71,1
3150,603,01,81,2
160,653,21,91,3
4170,703,52,11,4
180,733,62,21,4
5190,753,72,21,5
200,804,02,41,6
6210,834,12,41,6
220,854,22,51,7
7230,884,42,61,7
240,904,52,71,8
8250,954,72,81,9
260,984,92,91,9
9271,005,03,02,0
281,055,23,12,1
10301,105,53,32,2
311,135,63,32,2
11321,155,73,42,3
341,185,93,52,3
12361,206,03,62,4
381,256,23,72,5
13401,306,53,92,6
421,356,74,02,7
14451,407,04,22,8

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Bei eingeschränkter Nierenfunktion muss die Dosis reduziert werden. Die Dosis muss entsprechend der verminderten Kreatinin-Clearance nach folgendem Schema angepasst werden:

Kreatinin-ClearanceDosisreduktion
> 70 ml/minErhaltungsdosis
> 45 ml/min1/2 der Erhaltungsdosis
> 30 ml/min1/3 der Erhaltungsdosis
< 30 ml/min1/4 der Erhaltungsdosis

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Die vorgeschlagenen Dosierungsrichtlinien können angewendet werden, doch sollte bei diesen Patienten besonders sorgfältig auf Zeichen einer Digitalisintoxikation geachtet werden.

Patienten mit St√∂rungen der Schilddr√ľsenfunktion

Bei Patienten mit Hypothyreose sollte die Dosis reduziert werden; bei einer Hyperthyreose kann abhängig vom Hormonspiegel eine Dosiserhöhung erforderlich sein.

Schwangerschaft

In der Schwangerschaft muss die Dosis individuell den Bed√ľrfnissen angepasst werden. In den letzten pr√§partalen Wochen besteht h√§ufig ein erh√∂hter Glykosidbedarf, der nach der Geburt wieder absinkt.

Art der Anwendung

Zur intravenösen Anwendung.

Langsame intraven√∂se Injektion am liegenden Patienten. Der Patient ist nach erfolgter Injektion noch einige Zeit (etwa ¬Ĺ Stunde) unter Beobachtung zu halten.

Um Fällungsreaktionen zu vermeiden, sollten Lanitop 0,2 ml - Ampullen nicht mit anderen Injektionen gemischt werden.

Dauer der Anwendung

Die Behandlung mit Digitalisglykosiden ist √ľblicherweise eine Langzeitbehandlung. Die intraven√∂se Anwendung von Metildigoxin sollte eingesetzt werden, wenn ein schneller Wirkungseintritt erw√ľnscht ist oder eine orale Applikation nicht m√∂glich ist. Sobald es der Zustand des Patienten erlaubt, sollte auf eine orale Therapie √ľbergegangen werden.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10 Häufig: 1 bis10 Behandelte von 100 Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000 Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000

Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

F√ľr LANITOP besteht eine individuell stark unterschiedliche Empfindlichkeit, die Dosierung muss sehr exakt erfolgen. Besonders bei St√∂rungen im Mineralstoffhaushalt oder bei h√∂herer Dosierung kann es zu folgenden Nebenwirkungen kommen, die meist schon Zeichen einer √úberdosierung darstellen:

Herzerkrankungen

Sehr häufig: stark verlangsamter oder beschleunigter Puls, verschiedene Arten von

Herzrhythmusstörungen

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Selten: Verminderung der Anzahl der Blutplättchen

Erkrankungen des Nervensystems

H√§ufig: Kopfschmerzen, M√ľdigkeit, Schlaflosigkeit

Selten: zeitweiliger Gedächtnisverlust, Bewegungsstörungen, Störungen des Sprechvermögens, Empfindungsstörungen (z.B. Kribbeln, Einschlafen der Glieder)

Augenerkrankungen

Selten: Sehstörungen (z.B. Farbsehen, Gesichtsfeldausfall, Lichtempfindlichkeit)

Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes

Sehr häufig: Appetitlosigkeit, Beschwerden im Magen-Darm-Bereich, Übelkeit, Erbrechen Selten: Durchfälle, Bauchschmerzen

Sehr selten: Schwerste Durchblutungsstörungen der Darmschleimhaut, Gefäßverschluss im Bauchraum (Mesenterialinfarkt)

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Selten: Muskelschwäche

St√∂rungen der Geschlechtsorgane und der Brustdr√ľse

Selten: besonders bei Langzeitgebrauch Brustvergrößerung bei Frauen sowie Brustentwicklung besonders bei älteren Männern aber auch bei Kindern

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Nicht Schw√§che, √ľberm√§√üiges Schwitzen, Schwindel bekannt:

Erkrankungen des Immunsystems

Selten: allergische Reaktionen wie nesselsuchtartige oder scharlachartige Hautausschl√§ge, Juckreiz, Blutbildver√§nderungen (erkennbar: starke M√ľdigkeit, Bl√§sse), Hautschwellung, Fieber und Gelenksentz√ľndung, Hautr√∂tung, Hautver√§nderungen (Lupus erythematodes-√§hnliche Erscheinungen)

Psychiatrische Erkrankungen

Selten: Depressionen, Verwirrtheitszust√§nde mit oder ohne Bewusstseinstr√ľbung, Krampfanf√§lle, Verwirrtheit, psychische Ver√§nderungen, Wahnvorstellungen, Reizbarkeit, Desorientiertheit, Unruhe, Albtr√§ume, Teilnahmslosigkeit

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN √ĖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

F√ľr dieses Arzneimittel sind bez√ľglich Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton/Beh√§ltnis nach verwendbar bis: angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nur zur einmaligen Entnahme. Restmengen sind zu verwerfen

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was LANITOP enthält

  • Der Wirkstoff ist: Metildigoxin; eine Ampulle enth√§lt 0,2 mg Metildigoxin.
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Ethanol 96 %, Propylenglykol, Wasser f√ľr Injektionszwecke.

Wie LANITOP aussieht und Inhalt der Packung

LANITOP - Ampullen enthalten 2 ml einer klaren, farblosen Injektionslösung. Sie erhalten Packungen zu 5, 25 oder 100 x 2 ml.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

CHEPLAPHARM Arzneimittel GmbH Ziegelhof 24

17489 Greifswald Deutschland

Z. Nr.:

14.952

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Juni 2018.

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Die folgenden Informationen sind f√ľr medizinisches Fachpersonal bestimmt:

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Zuletzt aktualisiert: 25.08.2022

Quelle: Lanitop 0,2 mg - Ampullen - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Metildigoxin
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden