Lomir 2,5 mg - Tabletten

Abbildung Lomir 2,5 mg - Tabletten
Wirkstoff(e) Isradipin
Zulassungsland Österreich
Hersteller Novartis
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
ATC Code C08CA03
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Selektive Calciumkanalblocker mit vorwiegender Gefäßwirkung

Zulassungsinhaber

Novartis

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Lomir SRO 5 mg - Kapseln Isradipin Novartis

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Lomir wird zur Behandlung von Bluthochdruck verwendet. Es gehört zur Familie der Calciumkanalblocker. Diese Medikamente erniedrigen den Blutdruck durch Erweiterung der Blutgefäße, Erhöhung der Blut- und Sauerstoffversorgung des Herzens und durch Verringerung der Arbeitslast des Herzens.

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Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Lomir darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Isradipin oder einen der sonstigen Bestandteile von Lomir sind. Alle Bestandteile sind unter Punkt 6 „Weitere Informationen“ dieser Gebrauchsinformation aufgelistet.
  • wenn Sie in der Vergangenheit eine Allergie gegen einen anderen Calciumkanalblocker hatten,
  • wenn Sie starke Brustschmerzen haben,
  • wenn Sie einen akuten Herzinfarkt haben bis vier Wochen danach,
  • wenn Sie an einer Herzrhythmusstörung (Sick-Sinus-Syndrom) leiden – außer Sie tragen einen Herzschrittmacher,
  • wenn Sie an einem sehr niedrigen Blutdruck (oberer Wert unter 90 mmHg) leiden,
  • wenn Ihre Hauptschlagader (Aorta) hochgradig verengt ist,
  • von Kindern und Jugendlichen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Lomir ist erforderlich,

  • wenn Sie Probleme mit der Niere oder Leber haben,
  • wenn Sie schwanger sind,
  • wenn Sie stillen

Daher teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn einer dieser Punkte auf Sie zutrifft bevor Sie Lomir einnehmen.

Bei älteren Patienten (über 65 Jahre) sowie bei Patienten mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion oder chronischer Herzmuskelschwäche muss der Arzt die Dosis genau festlegen.

Es kann zu Schmerzen im Brustkorb kommen, vor allem bei Patienten, mit vorbestehender Erkrankung der Herzkranzgefäße. Bei Patienten mit früher bestehenden Schmerzen im Brustkorb kann die Häufigkeit, die Dauer und die Schwere der Schmerzanfälle zu Beginn der Behandlung oder bei zu rascher Dosissteigerung zunehmen.

Da dieses Produkt Milchzucker enthält, teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie unter einer Milchzuckerunverträglichkeit leiden.

Bei Einnahme von Lomir mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Für Ihren Arzt ist es wichtig zu wissen wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:

  • ein anderes Herz-Kreislauf-Medikament
  • Antikonvulsiva (Medikamente gegen Epilepsie)
  • Medikamente gegen Magengeschwüre
  • Antibiotika
  • Aids-Medikamente
  • Medikamente zum Einnehmen gegen Pilzerkrankungen
  • Phenobarbital
  • Immunsuppressiva (wie Ciclosporin)
  • Theophyllin zur Behandlung von Asthma bronchiale
  • Medikamente gegen Depressionen
  • Medikamente zur Entspannung der Skelettmuskulatur (wie Baclofen)

Bei Einnahme von Lomir zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Vermeiden Sie Grapefruit und Grapefruitsaft, da die Aufnahme von Lomir in das Blut erhöht werden könnte. Gegebenenfalls muß Ihr behandelnder Arzt die Dosis von Lomir anpassen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie schwanger sind oder die Absicht haben, schwanger zu werden. Es gibt nur wenig Erfahrung mit der Anwendung von Lomir in der Schwangerschaft. Sie sollten daher Lomir nur auf ausdrückliches Anraten Ihres Arztes während der Schwangerschaft einnehmen. Er wird Sie über die möglichen Risken aufklären. Während der Einnahme von Lomir sollten Sie nicht stillen.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen

Lomir kann wie andere Calciumkanalblocker vor allem zu Behandlungsbeginn Müdigkeit verursachen. Dies gilt auch bei Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol. Die Fähigkeit, ein Kraftfahrzeug zu führen oder gefährliche Maschinen zu bedienen, soll daher nach einer ausreichenden Beobachtungszeit von der Beurteilung durch den behandelnden Arzt abhängig gemacht werden.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Lomir immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. Nehmen Sie nicht mehr als die verschriebene Dosis.

Ihr Arzt wird Ihnen die genaue Tablettenmenge mitteilen. Je nachdem wie Sie auf das Medikament ansprechen, wird Ihr Arzt die Dosis erhöhen oder verringern.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis für Erwachsene 2 x täglich ½ Tablette (2,5 mg) morgens und abends – bis 2 x 1 Tablette (5 mg). Wenn 5 mg pro Tag nicht ausreichen, kann Ihr Arzt nach einer Behandlungszeit von 4 Wochen die Dosis auf 2 x 2 Tabletten (10 mg pro Tag) erhöhen. Eine maximale Tagesdosis von 2 x 7,5 mg sollte nicht überschritten werden.

Bei Patienten mit Bluthochdruck kommt es innerhalb von 2 – 3 Stunden nach Einnahme der Tablette zu einer dosisabhängigen Verringerung des Blutdrucks, unabhängig von der Körperhaltung. Die Behandlung mit Lomir erlaubt eine 24stündige Kontrolle des Blutdrucks bei einer 2mal täglichen Gabe der Tabletten. Man erzielt zwar schon nach einer Behandlungswoche eine signifikante Blutdrucksenkung, aber zur Erzielung einer maximalen Wirkung ist eine Behandlungsdauer von mindestens 3 – 5 Wochen erforderlich.

Nehmen Sie Lomir unzerkaut mit einem Glas Wasser ein, wenn möglich zur selben Tageszeit in der Früh und am Abend.

Wenn Sie schon älter sind (Patienten über 65 Jahre) oder Probleme mit der Leber oder Niere haben, oder an einer chronischen Herzmuskelschwäche leiden, wird Ihnen Ihr Arzt 2 x täglich ½ Tablette verschreiben.

Lomir ist für eine Langzeitbehandlung gedacht. Lomir kann Ihren Bluthochdruck nicht heilen, aber ihn kontrollieren. Daher müssen Sie das Medikament nach Vorschrift einnehmen, damit Sie den Blutdruck unter Kontrolle halten. Für die Blutdruckkontrolle ist es wichtig, keine Dosis auszulassen. Beenden Sie die Behandlung auch nicht plötzlich.

Während der Behandlung soll der Blutdruck regelmäßig kontrolliert werden, vor allem zu Behandlungsbeginn und nach jeder Dosisänderung.

Wenn Sie eine größere Menge von Lomir eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie einmal zu viele Tabletten eingenommen haben, rufen Sie unverzüglich einen Arzt und legen Sie sich hin. Eine Überdosierung bedarf einer ärztlichen Überwachung, da der Blutdruck gefährlich tief absinken kann, Herzryhthmusstörungen, und ein zu rascher Puls auftreten können. Eine Herzmuskelschwäche kann ausgelöst oder verstärkt werden. Weiters können Bewusstseinsstörungen bis zum Koma sowie eine raschere Atmung auftreten.

Hinweis für den Arzt:

Therapie einer Überdosierung

Unterstützung der Herz-Kreislauf-Funktion, z.B. mit Volumensubstitution und Überwachung der Herz-Lungen-Funktion sowie des zirkulierenden Blutvolumens. Gabe von Beta-Sympathomimetika zur Bekämpfung der Bradykardie. Gegen die Arrhythmie wird ein temporärer Schrittmacher angewandt. Dem starken Blutdruckabfall wird durch Infusion von Dopamin, Dobutamin, Adrenalin oder Noradrenalin entgegengewirkt. Wegen der starken Bindung an Plasmaproteine ist eine Hämodialyse nur von geringem Nutzen.

Wenn Sie die Einnahme von Lomir vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Nehmen Sie die vergessene Dosis ein, sobald Sie merken, dass Sie sie vergessen haben, wenn der Abstand bis zur nächsten regulären Einnahme noch mindestens 4 Stunden beträgt. Wenn letzteres nicht der Fall ist, warten Sie bis zum nächsten regulären Einnahmezeitpunkt.

Wenn Sie die Einnahme von Lomir abgebrochen haben

Es kann eine Wiederverschlechterung Ihres Krankheitsbildes eintreten. Die Behandlung mit Lomir soll nicht eigenmächtig, sondern nur nach Rücksprache mit dem Arzt abgebrochen werden.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Lomir Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Die Nebenwirkungen sind nach Organ-System und folgenden Häufigkeiten gelistet:

Zur Klassifizierung der Häufigkeit von Nebenwirkungen werden die folgenden Kategorien benutzt: Sehr häufig: ≥ 10 % (bei 1 und mehr von 10 Patienten), häufig ≥ 1 % und < 10 % (bei 1 und mehr von 100 und weniger als 1 von 10 Patienten), gelegentlich ≥ 0,1 % und <1 % (bei 1 und mehr von 1000 und weniger als 1 von 100 Patienten), selten ≥ 0,01 % und < 0,1 % (bei 1 und mehr von 10000 und weniger als 1 von 1000 Patienten) und sehr selten < 0,01 % (bei weniger als 1 von 10000 Patienten, einschließlich Einzelfälle).

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Sehr selten: Blutplättchenmangel, Mangel an weißen Blutkörperchen, Blutarmut

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Sehr selten: Appetitlosigkeit

Psychiatrische Erkrankungen

Sehr selten: Depressionen, Angstzustände, Nervosität

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr häufig: Kopfschmerzen Häufig: Schwindel

Sehr selten: Empfindungsstörungen wie Kribbeln und Taubheitsgefühl, Schläfrigkeit

Augenerkrankungen

Sehr selten: Sehstörungen, verschwommenes Sehen

Herzerkrankungen

Sehr häufig: rascher Puls, Herzklopfen.

Sehr selten: Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkt, Herzversagen. Vorhofflimmern, langsamer Puls .

Gefäßerkrankungen

Sehr häufig: Hautrötung mit Hitzegefühl; Ödeme (Flüssigkeitsansammlungen meistens um den Knöchel, im Fuß oder Unterschenkel)

Selten: niedriger Blutdruck

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Häufig: Atemnot

Sehr selten: Husten

Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts

Häufig: Unwohlsein im Magen-Darm-Trakt

Sehr selten: Übelkeit, Erbrechen, Zahnfleischschwellung

Leber- und Gallenerkrankungen

Sehr selten: Erhöhte Leberfunktionswerte, vereinzelte Fälle von Leberentzündung

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: Hautausschlag

Sehr selten: Anzeichen einer Allergie, Hautjucken, Schwitzen, Anschwellen im Bereich des Gesichts, der Lippen, der Zunge oder anderer Körperteile, vereinzelte Fälle von Lichtempfindlichkeit mit Auftreten von Hauterscheinungen nach Lichteinwirkung

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Sehr selten: Gelenkschmerz, Rückenschmerzen, Muskelkrämpfe, Gliederschmerzen

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Häufig. übermäßige Harnausscheidung

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Sehr selten: Erektionsstörungen, vereinzelte Fälle von ein- oder beidseitiger Vergrößerung der männlichen Brustdrüse

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig: Müdigkeit, Unpässlichkeit

Sehr selten: Kraftlosigkeit

Untersuchungen

Gelegentlich: Gewichtszunahme

Folgende Nebenwirkungen mit unbekannter Häufigkeit wurden nach Markteinführung von Lomir berichtet: Schlaganfall, kurzdauernder Bewußtseinsverlust (Synkopen), vorübergehende Durchblutungsstörungen des Gehirns (transitorische ischämische Attacken), Lethargie, Mundtrockenheit, Verstopfung, Durchfall, Schmerzen in der Brust.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie Lomir immer außerhalb der Sicht- und Reichweite von Kindern auf.

Bewahren Sie die Tabletten in der Außenverpackung auf, da ein Lichtschutz erforderlich ist. Nicht über 25°C aufbewahren

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Außenverpackung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr anwenden.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

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Weitere Informationen

Was Lomir enthält:

  • Der Wirkstoff ist Isradipin.
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Natriumlaurylsulfat, Magnesiumstearat, Polyvinylpyrrolidon, Maisstärke, 74,4 mg Lactose

Wie Lomir aussieht und Inhalt der Packung

Gelbe, runde, flache Tabletten mit abgeschrägten Kanten und Bruchrille, mit der Kodierung „HL“ auf der einen und „SANDOZ“ auf der anderen Seite.

Packungen mit 20 und 50 Tabletten.

Pharmazeutischer Unternehmer:

Zulassungsinhaber und Hersteller:

Novartis Pharma GmbH, Wien

Zulassungsnummer: 1-19072

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im Februar 2010

Wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie weitere Fragen zu Lomir haben.

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Wirkstoff(e) Isradipin
Zulassungsland Österreich
Hersteller Novartis
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
ATC Code C08CA03
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
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Pharmakologische Gruppe Selektive Calciumkanalblocker mit vorwiegender Gefäßwirkung

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können für die Korrektheit der Daten keine Haftung übernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. Für Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden