Paracodin - Tropfen

Abbildung Paracodin - Tropfen
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Teofarma Srl
Suchtgift Ja
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 25.01.1955
ATC Code R05DA
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Antitussiva, exkl. Kombinationen mit Expektoranzien

Kurzinformationen

Zulassungsinhaber

Teofarma Srl

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Paracodin ist ein Arzneimittel zur symptomatischen Behandlung des Reizhustens.

Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Falls einer der hier aufgelisteten Punkte auf Sie zutrifft, d√ľrfen Sie dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Sehr häufige Nebenwirkungen:

  • √úbelkeit, u. U. bis zum Erbrechen (insbesondere zu Therapiebeginn)
  • Verstopfung (Obstipation)
  • Magen-Darm-Beschwerden

Die weiteren Nebenwirkungen finden Sie in der Langbeschreibung.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht √ľber 25 ¬įC lagern. Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Die Kurzinformation

Alle f√ľr die Kurzinformation herangezogenen Informationen stammen von der Gebrauchsinformation des jeweiligen Medikaments. Kurzinformationen sollen Ihnen dabei helfen einen schnellen √úberblick √ľber ein Medikament zu gewinnen. Diese Informationen sind aus Gr√ľnden der Lesbarkeit bewusst verk√ľrzt und beinhalten nicht alle Anwendungsgebiete, Gegenanzeigen und Nebenwirkungen. Bitte lesen Sie die gesamte Gebrauchsinformation - speziell bei Fragen zu Gegenanzeigen, Dosierungen und Nebenwirkungen.
Markus Falkenstätter, BSc

Markus Falkenstätter, BSc
Autor

Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer
Lektor

Stefanie Lehenauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Paracodin ist ein Arzneimittel zur symptomatischen Behandlung des Reizhustens (unproduktiver Husten).

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Paracodin darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Dihydrocodein und dessen Salze oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • wenn Sie an anfallweise auftretender Atemnot (Asthma bronchiale) leiden.
  • wenn Sie eine funktionelle Atemschw√§che (Ateminsuffizienz) oder Atemhemmung (Atemdepression) haben.
  • wenn Sie einen akuten Asthmaanfall erleiden.
  • bei Bewusstlosigkeit (Koma).
  • von Kindern unter 4 Jahren.
  • in der Stillzeit.
  • bei drohender Fehlgeburt.
  • im letzten Drittel der Schwangerschaft.
  • bei gleichzeitiger Anwendung von bestimmten stimmungsaufhellenden Arzneimitteln (MAO- Hemmern) bzw. innerhalb von 14 Tagen nach deren Absetzen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Paracodin einnehmen.

Sie d√ľrfen dihydrocodeinhaltige Arzneimittel, wie Paracodin, nur nach √§rztlicher Verschreibung und unter st√§ndiger √§rztlicher Kontrolle einnehmen. Paracodin wurde Ihnen pers√∂nlich verschrieben und darf von Ihnen nicht an eine andere Person weitergegeben werden.

Paracodin wird nicht empfohlen bei:

  • Abh√§ngigkeit von Schmerzmitteln (Opiatabk√∂mmlingen)
  • Bewusstseinsst√∂rungen
  • eingeschr√§nkte Atemfunktion (COPD) und pl√∂tzlich einsetzende Atemhemmung
  • Schwerem Cor pulmonale
  • Kopfverletzungen und/oder Zust√§nden mit erh√∂htem Hirndruck
  • eingeschr√§nkter Leberfunktion
  • in den ersten vier Monaten der Schwangerschaft
  • chronischer Verstopfung, Entz√ľndungen oder Verengungen im Magen-Darmtrakt
  • Ph√§ochromozytom (b√∂sartiger Tumor der Nebenniere)
  • Beschwerden beim Harnlassen
  • Engwinkelglaukom (Gr√ľner Star)
  • Hypotension bei Hypovol√§mie ( Blutdruckerniedrigung bei Verminderung der zirkulierenden Blutmenge)
  • Unterfunktion der Schilddr√ľse (Hypothyreose)
  • Alkoholproblemen bzw. Drogenproblemen in der Vergangenheit

Bei Patienten mit bestehendem Anfallsleiden muss Paracodin mit Vorsicht angewendet und die Therapie √ľberwacht werden.

Bei Husten mit erheblicher Schleimbildung sollten Sie Paracodin nur in Absprache und auf Anweisung des Arztes unter besonderer Vorsicht einnehmen, weil unter diesen Umst√§nden eine Unterdr√ľckung des Hustens unerw√ľnscht ist.

Zu Beginn der Behandlung sollte Ihr Ansprechen auf das Medikament kontrolliert werden, um eventuelle relative √úberdosierungen schnell erkennen zu k√∂nnen. Dies gilt insbesondere f√ľr √§ltere Patienten, bei eingeschr√§nkter Nierenfunktion und bei Atemfunktionsst√∂rungen (Gefahr einer Ansammlung von Fl√ľssigkeit in der Lunge) (siehe auch Abschnitt 3).

Wenn Sie an einer Gallenwegserkrankung leiden oder Ihnen die Gallenblase entfernt wurde (Cholezystektomie), d√ľrfen Sie Paracodin nur mit Vorsicht einnehmen. Infolge des Zusammenziehens des Schlie√ümuskels des Gallenganges (Sphinkter Oddi) k√∂nnen herzinfarkt√§hnliche Beschwerden (mit Schmerzen hinter dem Brustbein) auftreten und die Symptome einer bestehenden Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse (Pankreatitis - mit akuten heftigen Schmerzen im Oberbauch) verst√§rkt werden.

Dihydrocodein, der Wirkstoff von Paracodin, hat ein Abh√§ngigkeitspotential. Bei l√§ngerem Gebrauch von Paracodin entwickeln sich eine nachlassende Wirksamkeit (Toleranz), seelische (psychische) und k√∂rperliche (physische) Abh√§ngigkeit. Es besteht Kreuztoleranz (Risiko einer nachlassenden Wirkung bei verwandten Substanzen) zu anderen Opioiden (Opiatabk√∂mmlingen). Es k√∂nnen Entzugserscheinungen auftreten wie gesteigerte Erregbarkeit, Angst, Nervosit√§t. Schlaflosigkeit, eine √ľberm√§√üige Bewegungsaktivit√§t, Zittern und Beschwerden im Magen-Darmtrakt. Bei einer l√§ngeren Anwendung ist es zur Vermeidung von Entzugserscheinungen ratsam, die Tagesdosis √ľber einen l√§ngeren Zeitraum stetig, bis zum vollst√§ndigen Absetzen, zu verringern. Aufgrund des Abh√§ngigkeitspotentials von Dihydrocodein ist eine l√§ngerfristige Anwendung von Paracodin zur symptomatischen Behandlung von Reizhusten nicht sinnvoll.

Da Paracodin bei Patienten mit Asthma bronchiale nicht angewendet wird, muss bedacht werden, dass chronischer Husten bei Kindern h√§ufig ein fr√ľhes Symptom von Asthma bronchiale sein kann.

Bei Patienten mit vorbestehender Suchtgift bzw. Opiatabh√§ngigkeit auch solche in R√ľckbildung (Remission) ist mit R√ľckf√§llen zu rechnen. Paracodin wird von Heroinabh√§ngigen als Ersatzstoff betrachtet. Bei Abh√§ngigen von Alkohol und Beruhigungsmitteln besteht die Gefahr einer missbr√§uchlichen Verwendung.

Wenn der Husten länger als drei Wochen anhält, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, weil gegebenenfalls eine Abklärung der Krankheitsursache erforderlich ist.

Einnahme von Paracodin zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben, oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Die Wirkung nachfolgend genannter Arzneistoffe kann bei gleichzeitiger Behandlung mit Paracodin beeinflusst werden.

Bei gleichzeitiger Gabe von anderen Mitteln gegen Depressionen (MAO-Hemmern) kann es zu einer Verstärkung der zentralnervösen Wirkungen und zu anderen Nebenwirkungen (wie z.B. hohes Fieber, Erregungszustände sowie Veränderungen von Atmungs- und Kreislauffunktionen) in nicht vorhersehbarem Ausmaß kommen. Paracodin darf daher erst zwei Wochen nach dem Ende einer Therapie mit MAO-Hemmern angewendet werden.

Die gleichzeitige Anwendung von Paracodin und Beruhigungs- und Schlafmitteln wie Benzodiazepine oder verwandte Arzneimittel erh√∂ht das Risiko f√ľr Schl√§frigkeit, Atembeschwerden (Atemdepression), Koma und kann lebensbedrohlich sein. Aus diesem Grund ist die gleichzeitige Anwendung nur in Betracht zu ziehen, wenn es keine anderen Behandlungsm√∂glichkeiten gibt.

Wenn Ihr Arzt jedoch Paracodin zusammen mit Beruhigungs- und Schlafmitteln verschreibt, wird die Dosis und die Dauer der begleitenden Behandlung von Ihrem Arzt begrenzt.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt √ľber alle Beruhigungs- und Schlafmittel, die Sie einnehmen und halten Sie sich genau an die Dosierungsempfehlung Ihres Arztes. Es k√∂nnte hilfreich sein, Freunde oder Verwandte dar√ľber zu informieren, bei Ihnen auf die oben genannten Anzeichen und Symptome zu achten. Kontaktieren Sie Ihren Arzt, wenn solche Symptome bei Ihnen auftreten.

Die gleichzeitige Anwendung von Paracodin und Antihistaminika (z.B. Meclozin) f√ľhrt zu einer verst√§rkt beruhigenden oder die Atmung behindernden Wirkung

Durch bestimmte Mittel gegen Depressionen (trizyklische Antidepressiva), wie z. B. Imipramin, Amitriptylin und Opipramol kann eine Paracodin-bedingte Minderung der Atmung verstärkt werden.

Die Wirkung von Schmerzmitteln wird verstärkt. Bestimmte stark wirksame Schmerzmittel wie z. B. Buprenorphin, Pentacozin können die Wirkung von Paracodin abschwächen.

Arzneimittel, die den Leberstoffwechsel beeinflussen, k√∂nnen die Wirkung von Paracodin verst√§rken. Dazu geh√∂ren Cimetidin (zur D√§mpfung der Magensaftproduktion) und Chinidin (zur Regulierung des Herzrhythmus) oder Fluoxetin (gegen Depression). Unter Morphinbehandlung wurde eine Hemmung des Morphinabbaus (Schmerzmittelbehandlung) mit in der Folge erh√∂hten Morphinkonzentrationen im Blut beobachtet. F√ľr Dihydrocodein ist eine solche Wechselwirkung nicht auszuschlie√üen.

Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch f√ľr vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten k√∂nnen.

Einnahme von Paracodin zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol

W√§hrend der Anwendung von Paracodin d√ľrfen Sie keinen Alkohol trinken. Paracodin vermindert zusammen mit Alkohol die F√§higkeit zur L√∂sung komplexer Aufgaben und des Konzentrationsverm√∂gens (psychomotorische Leistungsf√§higkeit) st√§rker als die Einzelstoffe.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Wenn Sie schwanger sind, d√ľrfen Sie Paracodin, vor allem w√§hrend der ersten vier Monate der Schwangerschaft, nur auf ausdr√ľckliche Verordnung Ihres Arztes einnehmen, da unerw√ľnschte Wirkungen auf die Entwicklung des ungeborenen Kindes nicht ausgeschlossen werden k√∂nnen. Es wurde eine Beziehung zwischen der Einnahme von dem strukturverwandten Codein in den ersten vier Monaten der Schwangerschaft und dem Auftreten von Fehlbildungen des Respirationstraktes (Atmungstrakt) festgestellt.

Wenn Sie kurz vor der Niederkunft stehen oder wenn bei Ihnen eine drohende Fr√ľhgeburt festgestellt wurde, d√ľrfen Sie Paracodin nicht anwenden, da der in Paracodin enthaltene Wirkstoff Dihydrocodein die Plazentaschranke passiert und beim Neugeborenen zu Atemst√∂rungen f√ľhren kann (siehe Abschnitt 2.1). Neugeborene sind gegen√ľber Opioiden besonders empfindlich.

Bei l√§ngerfristiger Einnahme von Paracodin besteht die M√∂glichkeit, dass sich eine Opioidabh√§ngigkeit (Schmerzmittelabh√§ngigkeit) des Ungeborenen entwickelt. Berichte √ľber Entzugserscheinungen wie (z.B. Zittern, Erbrechen, Durchfall oder schneller Herzschlag) beim Neugeborenen nach wiederholter Anwendung von dem strukturverwandten Codein im letzten Drittel der Schwangerschaft liegen vor.

Bitte wenden Sie sich daher umgehend an Ihren Arzt, wenn Sie eine Schwangerschaft planen oder bereits schwanger sind, um gemeinsam √ľber eine Fortsetzung oder eine Umstellung der Therapie zu beraten.

Stillzeit

Paracodin wird in die Muttermilch ausgeschieden und kann beim S√§ugling unerw√ľnschte Wirkungen verursachen. Paracodin d√ľrfen Sie daher in der Stillzeit nicht einnehmen. Falls Ihr Arzt eine Behandlung w√§hrend der Stillzeit f√ľr unbedingt erforderlich h√§lt, m√ľssen Sie das Stillen w√§hrend der Behandlung unterbrechen. Bitte wenden Sie sich daher umgehend an Ihren Arzt, um gemeinsam √ľber eine Fortsetzung oder eine Umstellung der Therapie zu beraten.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und

Verkehrst√ľchtigkeit beeintr√§chtigen.

Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol oder Medikamenten, die ihrerseits das Reaktionsvermögen beeinträchtigen können.

Paracodin - Tropfen enthalten Glycerol. Bei Anwendung von Glycerol in hohen Dosen können Kopfschmerzen, Magenverstimmung und Durchfall ausgelöst werden.

Paracodin Tropfen enthalten Benzoesäure:

Dieses Arzneimittel enthält 0,1 mg Benzoesäure pro Tropfen, entsprechend 2 mg/g.

Paracodin Tropfen enthalten Saccharin-Natrium und Natriumchlorid:

Dieses Arzneimittel enth√§lt weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tropfen, d.h. es ist nahezu ‚Äěnatriumfrei‚Äú.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen. Paracodin - Tropfen sind gebrauchsfertig und können, falls erforderlich, auch vermischt mit Speisen und Getränken eingenommen werden.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosis:

Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt Paracodin nicht anders verordnet hat. Bitte halten Sie sich an die Einnahmevorschriften, da Paracodin sonst nicht richtig wirken kann!

Alter (Jahre) Tagesdosis (Tropfen)
Kinder
4 -6
4 ‚Äď 8 Tropfen 3 mal t√§glich
(entsprechend 6 - 12 mg Dihydrocodeinhydrorhodanid pro Tag)
Kinder
6 ‚Äď 9
8 Tropfen 3 mal täglich
(entsprechend 12 mg Dihydrocodeinhydrorhodanid pro Tag)
Kinder
9 -12
8 ‚Äď 16 Tropfen 3 mal t√§glich
(entsprechend 12 ‚Äď 24 mg Dihydrocodeinhydrorhodanid pro Tag)
Jugendliche ab
12 und Erwachsene
16 ‚Äď 48 Tropfen 3 mal t√§glich
(entsprechend 24 - 72 mg Dihydrocodeinhydrorhodanid pro Tag)

Spezielle Dosierungsanweisungen:

Bei älteren Patienten, bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion und bei Dialysepatienten ist die Ausscheidung (Elimination) von Dihydrocodein verlangsamt; daher soll das Dosierungsintervall (zeitlicher Abstand zwischen zwei Einnahmen) verlängert werden.

Die Dauer der Anwendung ist abh√§ngig vom Verlauf der Erkrankung und bestimmt der Arzt. Die Behandlung mit Paracodin soll nicht l√§nger als einige Tage dauern. Bei Fortbestehen des Hustens √ľber einen Zeitraum von 3 Wochen hinaus wird Sie Ihr Arzt noch einmal untersuchen.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Paracodin zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge Paracodin eingenommen haben, als Sie sollten

Das Charakteristische einer Überdosierung mit Paracodin ist die extreme Verringerung des Atemantriebs. Die Symptome gleichen weitgehend denen der akuten Morphinvergiftung mit extremer Schläfrigkeit, Stupor (Zustand der Reglosigkeit) bis hin zur Bewusstlosigkeit. Gleichzeitig treten in der Regel enge Pupillen, Erbrechen, Kopfschmerzen sowie Harn- und Stuhlverhalten auf. Unterversorgung mit Sauerstoff (Zyanose, Hypoxie), kalte Haut, herabgesetzte Muskelspannung und fehlende Reflexe kommen vor, mitunter auch Verlangsamung der Herzfrequenz und Blutdruckabfall; gelegentlich treten, vor allem bei Kindern, Krämpfe auf.

Bei Verdacht auf eine Überdosierung mit Paracodin ist in jedem Falle sofort ein Arzt zu verständigen.

Wenn Sie die Einnahme von Paracodin vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern f√ľhren Sie die Einnahme, wie in der Dosierungsanleitung beschrieben, fort.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

  • √úbelkeit, u. U. bis zum Erbrechen (insbesondere zu Therapiebeginn) o Verstopfung (Obstipation)
  • Magen-Darm-Beschwerden

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

  • leichte Kopfschmerzen
  • leichte Schl√§frigkeit o Schwindelgef√ľhl
  • leichte Benommenheit (Somnolenz)

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

  • allergische Reaktionen, wie z. B. Juckreiz (Pruritus) und Nesselsucht (urtikarielles Exanthem) o Mundtrockenheit
  • Schlafst√∂rungen
  • Beeintr√§chtigung der Atmung (Kurzatmigkeit, St√∂rung des Atemantriebs (Atemdepression))

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

  • schwere allergische Reaktionen, einschlie√ülich Stevens-Johnson-Syndrom (Infekt- oder Arzneimittel-bedingte Hautreaktion), Schwellungen der Haut und Schleimhaut, vor allem im Bereich von Mund und Augen (Quincke-√Ėdeme)

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen): o krankhafte Hochstimmung (Euphorie)

  • Funktionsst√∂rungen der Augen, z. B. enge Pupillen (Miosis) und Gesichtsfeldausfall (Skotom) o Kreislaufversagen
  • Angina pectoris (Schmerzen im Brustkorb infolge Durchblutungsst√∂rungen des Herzens)

Bei höheren Dosen oder bei besonders empfindlichen Patienten können dosisabhängig die Fähigkeit zur optischen Fixierung von Gegenständen (visuomotorische Koordination) und die Sehleistung verschlechtert sein.

Dihydrocodein kann, insbesondere bei Einzeldosen √ľber 60 mg, den Muskelspannungszustand (Muskeltonus) der unwillk√ľrlichen Muskeln (glatten Muskulatur) z. B. Darmmuskulatur, Harnblasenmuskulatur erh√∂hen.

Bei hohen therapeutischen Dosen und bei Vergiftungen können Ohnmachtsanfälle (Synkopen) und Blutdruckabfall auftreten, bei Patienten mit vorbestehenden Lungenfunktionsstörungen muss mit dem Auftreten von Lungenödemen (Wasseransammlung in der Lunge) gerechnet werden.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen direkt √ľber das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN √Ėsterreich

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/ anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht √ľber 25 ¬įC lagern.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton nach ‚ÄěVerwendbar bis‚Äú bzw. ‚Äěverw. bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Dauer der Haltbarkeit nach Anbruch: 3 Monate.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Paracodin - Tropfen enthalten

Der Wirkstoff ist: Dihydrocodeinhydrorhodanid

1 g (= 20 Tropfen) enthält 10 mg Dihydrocodeinhydrorhodanid, entsprechend 8,3 mg Dihydrocodein.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Benzoesäure (E 210), Saccharin-Natrium, Glycerol (E 422), Zuckercouleur (E 150), Natriumchlorid, Thymianaroma, Eukalyptusaroma und gereinigtes Wasser

Wie Paracodein-Tropfen aussehen und Inhalt der Packung:

Paracodin-Tropfen sind eine klare braune Lösung zum Einnehmen und sind in Braunglasfläschchen mit Tropfeinsatz und Schraubverschluss zu 15 g und zu 30 g erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Teofarma S.r.l. Via . IIi Cervi, 8

27010Valle Salimbene Italien

Hersteller

Teofarma S.r.l.

Via .IIi Cervi, 8

27010 Valle Salimbene

Italien

Nordmark Arzneimittel GmbH & Co KG

25436 Uetersen

Deutschland

Z.Nr.: 8.202

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Juli 2018.

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Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Paracodin - Tropfen - Beipackzettel

Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Teofarma Srl
Suchtgift Ja
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 25.01.1955
ATC Code R05DA
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden