Wirkstoff(e) Tetracosactid
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller ALFASIGMA S.P.A.
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 18.12.1968
ATC Code H01AA02
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Hypophysenvorderlappenhormone und Analoga

Zulassungsinhaber

ALFASIGMA S.P.A.

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Synacthen 0,25 mg/1 ml Ampulle Tetracosactid ALFASIGMA S.P.A.

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Der Wirkstoff von Synacthen Depot ist Tetracosactid, ein k√ľnstlich hergestelltes Molek√ľl mit √§hnlicher Wirkung wie das nat√ľrliche Hormon der Hirnanhangdr√ľse (Hypophysenvorderlappenhormon ACTH).

Synacthen Depot wird zur Behandlung einer fr√ľhkindlichen Epilepsieform (Westsyndrom) angewendet.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Synacthen Depot darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Tetracosactid und/oder ACTH oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • bei Fr√ľhgeborenen und Neugeborenen aufgrund des Gehaltes an Benzylalkohol und wird bei Kindern unter 3 Jahren nicht empfohlen.
  • bei akuten psychischen St√∂rungen (Psychosen).
  • bei Infektionskrankheiten.
  • bei Magen- und Zw√∂lffingerdarmgeschw√ľren.
  • bei nicht behandelbarer Herzmuskelschw√§che (therapierefrakt√§re Herzinsuffizienz).
  • bei Zeichen einer gesteigerten Nebennierenrindent√§tigkeit (Cushing-Syndrom).
  • bei Nebennierenrindenunterfunktion (Nebennierenrindeninsuffizienz).
  • bei einem Krankheitsbild infolge √úberproduktion m√§nnlicher Steroidhormone durch die Nebennierenrinde (adrenogenitales Syndrom).
  • bei schwerer St√∂rung des Knochenstoffwechsels (schwere Osteoporose).
  • bei Nebennierenrindenunterfunktion infolge einer bestimmten Form einer Blutvergiftung (Waterhouse-Friderichsen-Syndrom).
  • bei Nierenfunktionsst√∂rung (Niereninsuffizienz).
  • bei gef√§√übedingter Nierenerkrankung (Nephrosklerose).
  • bei chronischer Nierenentz√ľndung (Nephritis).
  • bei Amyloidose (eine bestimmte Stoffwechselerkrankung).
  • bei Venenwandentz√ľndung mit Blutpfropfbildung (Thrombophlebitis).
  • bei Druckgeschw√ľren (Dekubitalulzera).
  • bei Tumoren des Nebennierenmarks (Ph√§ochromozytom).
  • w√§hrend der Schwangerschaft und der Stillzeit.

-

Wegen der erhöhten Gefahr schwerer Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktischer Reaktionen) darf Synacthen Depot nicht zur Behandlung von Asthma oder anderen allergischen Leiden verwendet werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie Synacthen Depot anwenden.

Synacthen Depot darf nur unter medizinischer √úberwachung angewendet werden.

Synacthen Depot darf nicht intravenös verabreicht werden.

Vor der Anwendung von Synacthen Depot muss sich der Arzt erkundigen, ob Sie an allergischen Krankheiten - insbesondere an Asthma - leiden oder allgemein zu Allergien neigen. Er sollte sich auch erkundigen, ob Sie schon fr√ľher mit ACTH-Pr√§paraten behandelt wurden, und sich vergewissern, dass dabei keine √úberempfindlichkeitsreaktionen aufgetreten sind.

Treten w√§hrend oder nach einer Injektion lokale oder allgemeine √úberempfindlichkeitsreaktionen auf, wie z. B. starke R√∂tung und Schmerzen an der Injektionsstelle, Nesselsucht (Urtikaria), Juckreiz, Hitzewallung, ausgepr√§gtes Unwohlsein, Atemnot, so ist Synacthen Depot abzusetzen und von jeglicher zuk√ľnftigen Anwendung von ACTH-Pr√§paraten abzusehen. Diese Reaktionen treten vornehmlich innerhalb von 30 Minuten nach der Injektion auf. Sie sollten w√§hrend dieser Zeit unter Beobachtung bleiben.

Eine Einlagerung von Natrium und Wasser im Organismus (Natrium- und Wasserretention) lässt sich oft durch eine salzarme Diät vermeiden oder beheben. Bei langfristiger Behandlung kann gelegentlich eine zusätzliche Gabe von Kalium erforderlich sein.

Bei Patienten mit einer Schilddr√ľsenunterfunktion (Hypothyreose) oder einer Leberverh√§rtung (Leberzirrhose) kann Synacthen Depot verst√§rkt wirken.

Bei länger dauernder Anwendung von Synacthen Depot kann es zu erhöhtem Augeninnendruck (Glaukom) und grauem Star (Katarakt) kommen.

Psychische Störungen und Verschlechterungen von bestehenden psychischen Erkrankungen können auftreten und Schlafstörungen können sich entwickeln.

Wegen der Gefahr einer Hornhautperforation sollte Synacthen Depot bei Patienten mit Herpesinfektion des Auges (Herpes corneae) nur mit äußerster Vorsicht angewendet werden.

Synacthen Depot kann eine latente Amöbeninfektion aktivieren. Vor der Anwendung von Synacthen Depot sollte daher eine Amöbeninfektion (latente oder aktive Amöbiasis) ausgeschlossen werden.

Wenn Synacthen Depot bei Patienten mit latenter Tuberkulose oder positivem Tuberkulintest angewendet werden muss, ist eine enge Überwachung erforderlich, weil die Reaktivierung einer latenten Tuberkulose möglich ist. Während der Langzeittherapie sollten diese Patienten eine Tuberkuloseprophylaxe erhalten.

Impfungen mit Lebendviren d√ľrfen w√§hrend der Behandlung mit Synacthen Depot wegen einer herabgesetzten Antik√∂rper-Antwort, nicht durchgef√ľhrt werden. Durch die Verabreichung von Synacthen Depot kann es insbesondere bei l√§ngerer Anwendung zu einem erh√∂hten Infektionsrisiko kommen.

Obwohl es unwahrscheinlich ist, dass das Wachstum von Kindern gehemmt wird, sollte dennoch das Wachstum von Kindern während der Langzeitbehandlung kontrolliert werden.

Bei Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) und mittelschwerem oder schwerem Bluthochdruck muss die medikamentöse Behandlung des Grundleidens neu eingestellt werden.

Aufgrund des Gehaltes an Benzylalkohol darf Synacthen Depot bei Fr√ľhgeborenen und Neugeborenen nicht angewendet werden. Benzylalkohol kann bei S√§uglingen und Kindern bis zu 3 Jahren toxische und allergische Reaktionen hervorrufen, daher wird Synacthen Depot bei S√§uglingen und Kindern unter 3 Jahren nicht empfohlen (siehe ‚ÄěSynacthen Depot darf nicht angewendet werden‚Äú).

Bei Kleinkindern sollte in regelm√§√üigen Abst√§nden eine Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiographie) durchgef√ľhrt werden, weil w√§hrend der Langzeitbehandlung mit hohen Dosen ein verst√§rktes Wachstum des Herzmuskels (myokardiale Hypertrophie) auftreten kann (siehe auch Abschnitt 4. ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚Äú)

Eine sorgf√§ltige Nutzen-Risiko-Abw√§gung erfordert die Behandlung bei unspezifischen Dickdarmentz√ľndungen (ulzerativer Kolitis, Divertikulitis), gr√∂√üeren Operationen in der Bauchh√∂hle (vor kurzem angelegte Darmanastomose), Niereninsuffizienz (Nierenfunktionsst√∂rung), Bluthochdruck, Veranlagung f√ľr Thromboembolien, Knochenentkalkung (Osteoporose), krankhafter Muskelschw√§che (Myasthenia gravis).

Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn Sie w√§hrend oder innerhalb eines Jahres nach der Behandlung eine Verletzung erleiden oder sich einer Operation unterziehen m√ľssen, um der damit verbundenen Belastung durch die Erh√∂hung der Dosis bzw. eine Wiederaufnahme der Behandlung mit Synacthen Depot entgegenzuwirken.

Wichtige Information f√ľr SportlerInnen

Die Anwendung von Synacthen Depot kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen f√ľhren. Die Anwendung von Synacthen zur Verbesserung der k√∂rperlichen Leistungsf√§higkeit kann zu schweren gesundheitlichen Sch√§den f√ľhren und ist daher unbedingt zu vermeiden.

Anwendung von Synacthen Depot zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Die gleichzeitige Anwendung von Synacthen Depot und Valproat (ein Arzneimittel zur Behandlung von Krampfanf√§llen) kann bei Kindern und Jugendlichen zu einer schweren Gelbsucht f√ľhren. Die gleichzeitige Anwendung sollte vermieden werden.

Die gleichzeitige Anwendung von Synacthen Depot und anderen Arzneimitteln zu Behandlung von Krampfanfällen (z.B. Phenytoin, Clonazepam, Nitrazepam, Phenobarbital, Primidon) kann das Risiko eines Leberschadens erhöhen, Synacthen sollte daher mit Vorsicht und in möglichst

geringer Dosierung und √ľber den k√ľrzest m√∂glichen Zeitraum f√ľr eine gleichzeitige Behandlung verwendet werden.

√Ėstrogene (Arzneimittel zur Empf√§ngnisverh√ľtung oder Hormonersatztherapie) k√∂nnen einen Anstieg des Glucocorticoid-Spiegels verursachen (Glucocorticoide sind die Hormone der Nebennierenrinde).

Da Synacthen Depot die Nebennierenrinde zu einer vermehrten Produktion von Glucocorticoiden und Mineralocorticoiden (auch Mineralocorticoide sind Hormone die in der Nebennierenrinde gebildet werden) anregt, können die unter diesen Corticosteroiden (Glucocorticoide und Mineralocorticoide) zu beobachtenden Wechselwirkungen auftreten.

Bei Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) und mittelschwerem oder schwerem Bluthochdruck muss die medikamentöse Behandlung des Grundleidens bei Beginn der Therapie mit Synacthen neu eingestellt werden.

Anwendung von Synacthen Depot zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Synacthen Depot kann unabhängig von einer Mahlzeit angewendet werden.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft:

Sie d√ľrfen Synacthen Depot w√§hrend der Schwangerschaft nicht anwenden.

Stillzeit:

Über Auswirkungen auf den Säugling bei der Behandlung der stillenden Mutter mit Synacthen Depot liegen bisher keine Berichte vor, es ist daher abzustillen.

Fortpflanzungsfähigkeit

Es stehen keine Daten zur Verf√ľgung.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und

Verkehrst√ľchtigkeit beeintr√§chtigen.

Synacthen Depot kann Wirkungen auf das zentrale Nervensystem haben, daher ist im Straßenverkehr und beim Bedienen von Maschinen Vorsicht geboten.

Dieses Arzneimittel enthält Benzylalkohol und Natrium.

Dieses Arzneimittel enthält 10 mg Benzylalkohol pro Ampulle. Benzylalkohol kann allergische Reaktionen hervorrufen.

Falls zutreffend (Anwendung in Neugeborenen): Benzylalkohol wurde mit dem Risiko schwerwiegender Nebenwirkungen, einschlie√ülich Atemproblemen (so genanntes "Gasping- Syndrom") bei Kleinkindern in Verbindung gebracht. Wenden Sie dieses Arzneimittel nicht bei Ihrem neugeborenen Baby (j√ľnger als 4 Wochen) an, es sei denn, Ihr Arzt hat es empfohlen.

Falls zutreffend (Anwendung in Kleinkindern):Wenden Sie dieses Arzneimittel bei Kleinkindern (unter 3 Jahren) nicht länger als eine Woche an, außer auf Anraten Ihres Arztes oder Apothekers.

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat, da sich in Ihrem Körper große Mengen Benzylalkohol anreichern und Nebenwirkungen verursachen können (so genannte "metabolische Azidose").

Wenn Sie an einer Leber- oder Nierenerkrankung leiden, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat, da große Mengen Benzylalkohol sich in Ihrem Körper anreichern und Nebenwirkungen verursachen können (so genannte "metabolische Azidose").

Dieses Arzneimittel enth√§lt weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Ampulle; d.h. es ist nahezu ‚Äěnatriumfrei‚Äú.

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Wie wird es angewendet?

Synacthen Depot ist nur zur Anwendung durch einen Arzt bestimmt. Sie m√ľssen daher die Anweisungen des Arztes immer genau einhalten.

Die Anwendungsdauer wird vom behandelnden Arzt festgelegt und sollte nicht eigenständig verändert werden. Sie richtet sich nach dem klinischen Bild, d. h. die Behandlung ist vom Erkrankungsbild und der Schwere der Erkrankung abhängig.

Wenn Sie eine größere Menge von Synacthen Depot angewendet haben, als Sie sollten

Synacthen Depot ist nur zur Anwendung durch einen Arzt bestimmt.

Wenn Sie die Anwendung von Synacthen Depot vergessen haben

Synacthen ist nur zur Anwendung durch einen Arzt bestimmt.

Wenn Sie die Anwendung von Synacthen Depot abbrechen:

Die Anwendungsdauer wird vom behandelnden Arzt festgelegt und sollte nicht eigenständig verändert werden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dosierung

Die Behandlung wird mit täglicher Verabreichung von Synacthen Depot begonnen und nach ca. 3 Tagen auf Intervalltherapie umgestellt.

Besondere Patientengruppen

Art der Anwendung

Zur streng intramuskulären Anwendung! Synacthen Depot darf nicht i.v. appliziert werden.

Vor der Injektion ist die Ampulle kurz zu sch√ľtteln, bis sich eine gleichm√§√üig tr√ľbe Suspension gebildet hat.

Der Inhalt der geöffneten Ampulle ist sofort zu verwenden.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Nebenwirkungen können im Zusammenhang mit Tetracosactid, dem Wirkstoff von Synacthen Depot, bzw. dem Hilfsstoff Benzylalkohol auftreten.

Bei der Anwendung von Synacthen Depot kann es durch die Erh√∂hung der Aussch√ľttung von Nebennierenrindenhormonen zu Nebenwirkungen kommen, die in ihrer Art den Nebenwirkungen bei einer Therapie mit Nebennierenrindenhormonen entsprechen.

Die folgenden Nebenwirkungen stammen aus Erfahrungswerten aufgrund spontaner Berichte und F√§lle aus der Literatur nach Markteinf√ľhrung.

Da Nebenwirkungen aus spontanen Berichten und Fälle aus der Literatur freiwillig von einer Bevölkerungsgruppe unsicherer Größe gemeldet werden, ist es nicht möglich, deren Häufigkeit zuverlässig zu schätzen.

Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Tetracosactid (dem Wirkstoff von Synacthen)

Erkrankungen des Immunsystems

√úberempfindlichkeitsreaktionen:

Tetracosactid kann √úberempfindlichkeitsreaktionen ausl√∂sen, welche bei Patienten, die zu Allergien (insbesondere Asthma) neigen, besonders schwer sein k√∂nnen (anaphylaktischer Schock). Zu den beobachteten √úberempfindlichkeitsreaktionen z√§hlen Hautreaktionen an der Injektionsstelle, Schwindel, √úbelkeit, Erbrechen, Nesselausschlag, Juckreiz, Hautr√∂tung, Unwohlsein, Atemnot und angioneurotisches √Ėdem oder Quincke-√Ėdem (allergische, schmerzhaftes Schwellung von Haut und Schleimhaut v.a. im Gesichtsbereich).

Endokrine Erkrankungen (Erkrankungen der Hormondr√ľsen)

√úber das Auftreten von Nebennierenrindenblutungen wurde berichtet.

Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Benzylalkohol

Aufgrund des Gehalts an Benzylalkohol kann Synacthen Depot bei Kindern unter 3 Jahren toxische und allergische Reaktionen hervorrufen (siehe Abschnitt 2).

Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der glucocorticoiden und mineralocorticoiden Wirkung (Wirkung der Nebennierenrindenhormone):

Untersuchungen:

Es kann zu Verfälschung von Hauttests kommen. Vereinzelt wurde eine Veränderung des Eiweißstoffwechsels beschrieben.

Herzerkrankungen:

Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz).

Bei S√§uglingen und Kleinkindern, die √ľber l√§ngere Zeit mit hohen Dosen behandelt werden, kann es zu einer umkehrbaren Herzmuskelvergr√∂√üerung (reversible Hypertrophie des Myokards) kommen.

Erkrankungen des Blutes und Lymphsystems:

Erhöhung der Anzahl der weißen Blutkörperchen (Leukozytose)

Erkrankungen des Nervensystems:

Krampfanfälle, Erhöhung des Schädelinnendrucks (erhöhter intrakranialer Druck mit Papillenödem) (in der Regel nach der Behandlung), Schwindel, Kopfschmerzen.

Augenerkrankungen:

sogenannter grauer Star (Katarakt), erhöhter Augeninnendruck (Glaukom), Vordrängung des Augapfels (Exophthalmus), Netzhautveränderungen (Maculadegeneration).

Erkrankungen des Magen-Darmtrakts:

Magen- und Zw√∂lffingerdarmgeschw√ľre (peptische Ulzerationen, unter Umst√§nden mit Durchbruch und Blutung), Bauchspeicheldr√ľsenentz√ľndung (Pankreatitis), Speiser√∂hren- entz√ľndungen (ulzerative √Ėsophagitis), Bl√§hungen.

Erkrankungen der Niere und Harnwege:

vereinzelt werden Nierenschäden beschrieben, Nebennierenrindenblutungen (einzelne Fälle bekannt)

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

D√ľnne br√ľchige Haut, punktf√∂rmige oder fl√§chenhafte Blutungen (Petechien und Ekchymosen), R√∂tung des Gesichts (Gesichtserythem), vermehrte Schwei√üabsonderung, Akne und Hautpigmentierung.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen:

Verminderung der Knochensubstanz (Osteoporose), Muskelschw√§che, Abnahme der Muskelmasse, Muskelerkrankungen durch Nebennierenrindenhormone (Steroidmyopathie), Knochenbr√ľche ohne direkte Gewalteinwirkung (Wirbelkompressionsbr√ľche, Spontanfrakturen der R√∂hrenknochen), nichtinfekti√∂se Knochengewebezerst√∂rung (aseptische Nekrose des Femurkopfes und des Humeruskopfes) Sehnenrisse, Wachstumshemmung bei Kindern.

Endokrine Erkrankungen (Erkrankungen der Hormondr√ľsen):

Zeichen einer gesteigerten Nebennierenrindent√§tigkeit (Cushing-Syndrom), Unterfunktion der Nebennierenrinde und Hirnanhangdr√ľse (Hypophyse). Besonders bei Belastung z.B. durch Traumen, Operationen oder Krankheiten: Menstruationsst√∂rungen, Neben- nierenrindeneinblutungen, verminderte Kohlenhydrattoleranz, krankhafte Erh√∂hung des Blutzuckers (Hyperglyk√§mie), Auftreten einer bestehenden versteckten Zuckerkrankheit (Manifestation eines latenten Diabetes mellitus), Verm√§nnlichung (Virilisierung).

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen:

Appetitsteigerung, Natrium- und Wasserretention, Kaliumverlust, Störung des Säure-Base Gleichgewichtes im Blut (hypokaliämische Alkalose) und Calciumverlust, erhöhte Blutfettwerte, männlicher Behaarungstyp (Hirsutismus).

Infektionen und parasitäre Erkrankungen:

Erhöhte Infektionsanfälligkeit, Abszess

Gefäßerkrankungen:

Blutpfropfenbildung (Thromboembolie), schwer entz√ľndliche Gef√§√üerkrankung (nekrotisierende Angiitis), Bluthochdruck (Hypertonie)

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort:

Gewichtszunahme, beeinträchtigte Wundheilung, Überempfindlichkeit, Wachstumsverzögerung

Leber- und Gallenerkrankungen:

Fettleber, Leberfunktionsstörungen

Psychiatrische Erkrankungen:

Psychische Veränderungen bis hin zu Psychosen.

Häufigkeitsangaben zu den Nebenwirkungen können derzeit nicht gemacht werden.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5 1200 WIEN √ĖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Im K√ľhlschrank lagern (2¬įC ‚Äď 8¬įC).

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Beh√§ltnis angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

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Weitere Informationen

Was Synacthen Depot enthält

  • Der Wirkstoff ist: Tetracosactid
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Benzylalkohol (10,00 mg), Zinkchlorid, Natrium- monohydrogenphosphat, Natriumchlorid, Natriumhydroxid, Salzs√§ure-L√∂sung, Wasser f√ľr Injektionszwecke.

Wie Synacthen Depot aussieht und Inhalt der Packung

Ampullen aus farblosem Glas mit milchig-weißer Suspension.

Synacthen Depot ist in Packungen mit 1 Ampulle und 10 Ampullen zu 1 ml erhältlich. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

Alfasigma S.p.A.

Via Ragazzi del ¬ī99 n. 5 40133 Bologna, Italien

Hersteller

Alfasigma S.p.A.

Via Pontina km 30,400

00071 Pomezia (Rom)

Italien

Doppel Farmaceutici srl Via Volturno, 48

20089 Rozzano (Mailand) Italien

Z.Nr. 14.001

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Oktober 2020.

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Die folgenden Informationen sind f√ľr medizinisches Fachpersonal bestimmt:

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Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Synacthen Depot Ampullen - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Tetracosactid
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller ALFASIGMA S.P.A.
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 18.12.1968
ATC Code H01AA02
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden