Veracapt mite - Kapseln

Abbildung Veracapt mite - Kapseln
Wirkstoff(e) Verapamil Captopril
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Ebewe Pharma
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
ATC Code C08DA51
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Selektive Calciumkanalblocker mit vorwiegender Herzwirkung

Zulassungsinhaber

Ebewe Pharma

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Verapabene 40 mg - Filmtabletten Verapamil Teva B.V.
Isoptin RR retard 240 mg - Filmtabletten Verapamil Mylan √Ėsterreich GmbH
Veroptinstada retard 240 mg Filmtabletten Verapamil Stada
Isoptin 40 mg - Dragees Verapamil Mylan √Ėsterreich GmbH
Isoptin 5 mg - Ampullen Verapamil Mylan √Ėsterreich GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Veracapt mite enthält zwei blutdrucksenkende Wirkstoffe: Verapamil, ein Calciumantagonist und Captopril, ein ACE-Hemmer. Diese beiden Substanzen haben sich bei der Behandlung des Bluthochdruckes bewährt und ergänzen sich in ihrer blutdrucksenkenden Wirkung. Diese Kombination senkt den Blutdruck stärker als es die alleinige Einnahme jedes einzelnen Wirkstoffes, der in den Kapseln enthalten ist, bewirken kann.

Zus√§tzlich sch√ľtzt Veracapt mite andere Organe (Herz, Nieren) vor den Folgen des √ľberh√∂hten Blutdruckes.

Veracapt mite wird daher angewendet bei Bluthochdruck, insbesondere bei Zuckerkrankheit oder erh√∂hten Blutfettwerten, wenn mit der Einzelsubstanz Captopril allein keine ausreichende Blutdrucksenkung bewirkt wurde oder wenn Sie f√ľr ihre Begleiterkrankung Verapamil ben√∂tigen und nachdem die lose Kombination in gleicher Dosis zur gew√ľnschten Wirkung gef√ľhrt hat.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Veracapt mite darf nicht eingenommen werden

  • bei √úberempfindlichkeit gegen einen der Bestandteile des Pr√§parates
  • Herz-Kreislaufschock, kompliziertem frischem Herzinfarkt, schwerer unbehandelter Herzschw√§che, bestimmten schweren St√∂rungen der Herzt√§tigkeit (schwere Erre- gungsbildungs- und -leitungsst√∂rungen) au√üer Patienten mit Herzschrittmacher
  • bestimmten Arten von Gewebsschwellungen infolge von Fl√ľssigkeitsansammlung im Gewebe (angioneurotisches √Ėdem, auch infolge einer fr√ľheren ACE-Hemmer- bzw. Angiotensin-II-Antagonisten-Behandlung)
  • beidseitiger Einengung der Nierenarterien oder Einengung der Nierenarterie bei einer Einzelniere; Zustand nach einer Nierentransplantation
  • Vorliegen einer Aortenklappenverengung und/oder anderer Ausflu√übehinderungen
  • √úberfunktion der Nebennierenrinde (prim√§rem Hyperaldosteronismus)
  • Verminderung der wei√üen Blutk√∂rperchen
  • schwerer Nierenfunktionsst√∂rung
  • Kindern, da bisher keine Erfahrungen vorliegen
  • wenn Sie im zweiten oder dritten Trimester schwanger sind. (siehe auch Abschnitt Schwangerschaft und Stillzeit)

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Veracapt mite ist erforderlich bei

  • Vorliegen einer gest√∂rten Abwehrreaktion des K√∂rpers (Psoriasis, Autoimmun- oder Kollagenkrankheit, wie z.B. Lupus erythematodes, Sklerodermie), besonders bei gleichzeitig bestehender eingeschr√§nkter Nierenfunktion;
  • gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln, die die Abwehrreaktionen des K√∂rpers unterdr√ľcken (siehe Wechselwirkungen);
  • Nieren- und schwere Leberfunktionsst√∂rung (Fl√ľssigkeitsansammlung im Bauch, Leberzirrhose);
  • gleichzeitiger Einnahme von kaliumsparenden Entw√§sserungsmitteln (au√üer bei zu niedrigen Kaliumblutspiegeln, siehe Wechselwirkungen);
  • zu langsamer Herzt√§tigkeit (weniger als 50 Schl√§ge pro min) und anderen St√∂rungen mit zu rascher Herzt√§tigkeit (z.B. WPW-Syndrom) und bei besonders niedrigem Blutdruck (wenn der obere Wert unter 90 mmHg absinkt).

Die Behandlung des Bluthochdruckes mit Veracapt mite bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle, besonders bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion.

Nach der ersten Gabe von Veracapt mite besteht bei Patienten mit vorangegangener Behand- lung mit harntreibenden Arzneimitteln, bei Patienten mit Bluthochdruck, der durch Einengung der Nierenarterie bewirkt wird und/oder Herzleistungsschwäche, bei kochsalzarmer Diät und bei Dialyse ein erhöhtes Risiko einer plötzlichen, zu starken Blutdrucksenkung; daher kon- trolliert der Arzt während der ersten 60-90 Minuten Ihren Blutdruck.

F√ľr den seltenen Fall einer anfangs zu starken Blutdrucksenkung bzw. bei √úberdosierung mit Auftreten von Schwindel, √úbelkeit und Schw√§chegef√ľhl gen√ľgt es in den meisten F√§llen, sich vor√ľbergehend hinzulegen und eventuell die Beine hochzulagern. Falls keine Besserung ein- tritt, mu√ü der Arzt verst√§ndigt werden.

Bei schwerer Herzleistungsschwäche sollte die körperliche Aktivität sehr langsam und vor- sichtig gesteigert werden, auch wenn sich die Herzleistung unter Behandlung mit Veracapt mite bessert.

Bei bestimmten Patienten sollte vor und während jeder Behandlung mit Veracapt mite eine Blutkontrolle erfolgen. Vor allem bei Langzeittherapie empfiehlt sich eine gelegentliche Blutkontrolle. Bitte halten Sie sich an die Anweisungen Ihres Arztes.

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Harnuntersuchungen anordnen.

Ein erh√∂htes Risiko f√ľr das Auftreten von √úberempfindlichkeitsreaktionen (Blutdruckabfall, Atemnot, Erbrechen, allergische Hautreaktion) und eines angioneurotischen √Ėdems (Schwellung im Gesichtsbereich, die auch Mund, Rachen und Kehlkopf betreffen kann) besteht bei Patienten im Rahmen einer Desensibilisierungstherapie oder nach Insektenstichen (Wespen, Bienen). Falls Sie derartige Anzeichen bemerken, informieren Sie bitte sofort einen Arzt und nehmen Sie Veracapt mite nicht weiter ein.

Informieren Sie Ihren Arzt, bevor Sie Veracapt mite einnehmen, wenn Sie glauben, schwanger zu sein oder eine Schwangerschaft planen.

Veracapt mite sollte während des ersten Trimesters der Schwangerschaft nicht eingenommen werden, und darf während des zweiten und dritten Trimesters nicht eingenommen werden, da es Ihrem Kind in diesem Stadium ernsthaft schaden könnte.

Bei Einnahme von Veracapt mite mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Wenn mehrere Arzneimittel (oder Arzneimittel und Genußmittel, wie z.B. Alkohol) einge- nommen werden, kann es zu einer Abschwächung oder Verstärkung der Wirkung (oder auch der Nebenwirkungen) der Arzneimittel kommen, selbst dann, wenn Sie die Arzneimittel zu unterschiedlichen Zeiten einnehmen. Teilen Sie bitte Ihrem Arzt mit, welche Medikamente Sie derzeit einnehmen (auch selbstgekaufte) und bringen Sie - wenn möglich - auch die Packungen mit, damit Ihr Arzt das Risiko von Wechselwirkungen beurteilen und gegebenenfalls die Dosierung anpassen kann.

Im folgenden sind jene Arzneimittel aufgezählt, mit denen Wechselwirkungen auftreten können:

Herz-kreislaufwirksame Arzneimittel: Beta-Rezeptorenblocker, blutdrucksenkende Mittel, gefäßerweiternde Mittel, den Herzrhythmus beeinflussende Mittel (Antiarrhythmika), harntreibende Mittel, Procainamid, Digoxin, Chinidin, hohe Kochsalzzufuhr.

Weitere: Arzneimittel gegen Depressionen und zur Beruhigung, lithiumh√§ltige Arzneimittel, Phenobarbital, Alkohol, Rifampicin, Phenytoin, nichtsteroidale entz√ľndungshemmende Arzneimittel, Arzneimittel, die die Abwehrreaktionen des K√∂rpers vermindern (Immunsuppressiva, Zytostatika, systemische Kortikoide), Allopurinol, Kalziumsalze, Vitamin D, Carbamazepin, Cyclosporin, Theophyllin, Cimetidin, Grapefruitsaft und Kaliumzufuhr (indirekt auch Gabe von Heparin), Muskelrelaxantien, Narkosemittel und R√∂ntgenkontrastmittel.

Arzneimittel gegen Zuckerkrankheit (es kann zu einer Verstärkung der blutzuckersenkenden Wirkung kommen; Ihr Arzt wird die Dosierungen entsprechend anpassen).

Teilen Sie bitte Ihrem Arzt die Einnahme von Veracapt mite mit, falls Sie sich: - einer Operation unterziehen oder Sie eine Narkose erhalten sollen.

- einer Desensibilisierungsbehandlung auf Insektengifte unterziehen.

Veracapt mite kann eine falsch-positive Aceton-Reaktion im Harn verursachen; dies ist bei Zuckerkranken zu beachten.

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft:

Informieren Sie Ihren Arzt, bevor Sie Veracapt mite einnehmen, wenn Sie glauben, schwanger zu sein oder eine Schwangerschaft planen. In der Regel wird Ihnen ihr Arzt anweisen, die Einnahme von Veracapt mite zu beenden, sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind und er wird Ihnen ein anderes Medikament anstelle von Veracapt mite verschreiben.

Veracapt mite sollte während des ersten Trimesters der Schwangerschaft nicht eingenommen werden, und darf während des zweiten und dritten Trimesters nicht eingenommen werden, da es Ihrem Kind in diesem Stadium ernsthaft schaden könnte.

Stillzeit:

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie stillen, oder wenn Sie vorhaben zu stillen. Es wird nicht empfohlen, w√§hrend der Einnahme von Veracapt mite Neugeborene (ersten Wochen nach der Geburt) und Fr√ľhgeborene zu stillen. Im Falle √§lterer S√§uglinge sollte Sie Ihr Arzt √ľber den Nutzen und das Risiko bei Einnahme von Veracapt mite im Vergleich zu alternativen Therapien w√§hrend der Stillzeit aufkl√§ren.

Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Achtung: dieses Arzneimittel kann die Reaktionsf√§higkeit und Verkehrst√ľchtigkeit beeintr√§chtigen.

Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen bei der Einnahme von blutdruck- senkenden Arzneimitteln kann die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden. Dies gilt in verstärktem Maße bei Be- handlungsbeginn und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Veracapt mite immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie nicht ganz sicher sind.

Befolgen Sie die von Ihrem Arzt empfohlenen Verhaltensmaßregeln und vermeiden Sie Risikofaktoren wie:

  • √úbergewicht: falsche Ern√§hrung und √ľberm√§√üigen Alkoholgenu√ü
  • Rauchen
  • Bewegungsmangel: Bewegung ist gut, √úberanstrengung schadet
  • Stre√ü: st√§ndige k√∂rperliche und geistig-seelische √úberforderung

Auf diese Weise k√∂nnen Sie selbst Ihre Behandlung mit Veracapt mite unterst√ľtzen.

Die Dosierung wird individuell nach Art und Schweregrad Ihrer Erkrankung festgelegt, daher nehmen Sie bitte Ihr Medikament genau nach Vorschrift des Arztes ein, ändern Sie nicht

eigenmächtig die Anzahl der täglich einzunehmenden Kapseln und unterziehen Sie sich rechtzeitig den vom Arzt angeordneten Kontrolluntersuchungen.

Die Kapseln sind unzerkaut am besten zu oder kurz nach den Mahlzeiten mit etwas Fl√ľssigkeit (nicht mit Grapefruitsaft) einzunehmen. Bitte beachten Sie, da√ü Veracapt- Pr√§parate in zwei verschiedenen Wirkst√§rken erh√§ltlich sind: Veracapt mite und Veracapt.

Meist gilt folgende Richtlinie:

Veracapt mite ist f√ľr Patienten bestimmt, die eine niedrige Captoprildosis ben√∂tigen. Im allgemeinen wird am Beginn der Behandlung eine Kapsel Veracapt mite am Morgen eingenommen. Falls sich damit kein ausreichender Behandlungserfolg einstellt, dies wird Ihr Arzt beurteilen, empfiehlt sich, zus√§tzlich eine weitere Kapsel Veracapt mite am Abend einzunehmen. Bei Bedarf kann Ihr Arzt die Behandlung auch auf Veracapt (1-2 mal t√§glich 1 Kapsel) umstellen. Meist wird auch in schweren F√§llen mit maximal 2 Kapseln Veracapt pro Tag (eine morgendliche und eine abendliche Gabe) das Auslangen gefunden.

Bei eingeschr√§nkter Nierenfunktion wird Ihr Arzt nach Erreichen der erw√ľnschten Wirkung die minimal wirksame Dosis verordnen.

Eine Behandlung mit Veracapt mite kann unter regelm√§√üiger √§rztlicher Kontrolle zeitlich unbegrenzt durchgef√ľhrt werden, wenn keine beeintr√§chtigenden Nebenwirkungen auftreten.

Wenn sie eine größere Menge von Veracapt mite-eingenommen haben, als Sie sollten

Bei zu starker blutdrucksenkender Wirkung: siehe Abschnitt Vorsichtsma√ünahmen f√ľr die Verwendung.

Bei Überdosierung von verapamilhältigen Arzneimitteln können weiters extrem langsame Herztätigkeit und stark erniedrigter Blutdruck bis zum Herz-Kreislaufschock mit Bewußtlosigkeit auftreten.

Hinweis f√ľr den Arzt:

Bei nicht herzinsuffizienten Hypertonikern Zufuhr von physiologischer Kochsalzl√∂sung. Neben Allgemeinma√ünahmen (Magensp√ľlungen), 1-2 g Calciumgluconat i.v. (10-20 ml einer 10%igen L√∂sung, 2,25-4,5 mmol) kann gegebenenfalls die Anwendung von Atropin (0,6- 1,0 mg i.v.), Beta-Sympathomimetika (Orci-, Isoprenalin, Dopamin, Dobutamin) und Vaso- constriktoren (z.B. Noradrenalin) erforderlich werden. In besonderen F√§llen kann eine H√§modialyse durchgef√ľhrt werden, wobei folgendes zu beachten ist:

Bei gleichzeitiger Anwendung von ACE-Hemmern und bestimmten High-Flux-Membranen (z.B. Polyacrylnitril-metalylsulfonat-Membranen) sind im Rahmen der Dialyse Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktoide Reaktionen) nicht auszuschließen. Bitte Hinweise der Membranhersteller beachten.

Wenn Sie die Einnahme von Veracapt mite vergessen haben

Sollten Sie einmal eine Kapsel vergessen haben, nehmen Sie beim n√§chsten Mal nicht die doppelte Menge der verordneten Dosis ein, sondern f√ľhren Sie die Einnahmen, wie in der Dosierungsanleitung beschrieben, fort.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Veracapt mite Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Im folgenden finden Sie alle Nebenwirkungen, √ľber die im Zusammenhang mit den beiden Wirksubstanzen jemals berichtet wurde.

Herz-Kreislauf-System

Bei vorangegangener Behandlung mit harntreibenden Arzneimitteln, bei Hochdruck - bedingt durch eine Einengung der Nierenarterie - oder bei Herzleistungsschw√§che kann es innerhalb einer Stunde nach der ersten Gabe von Veracapt mite zu Schwindel, √úbelkeit und Schw√§chegef√ľhl kommen (siehe Vorsichtsma√ünahmen f√ľr die Verwendung).

Gelegentlich können neben Kopfschmerzen, besonders bei höherer Dosierung und/oder bei Vorschädigung, verstärkte Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System auftreten (zu langsamer Puls eventuell unter 50 Schläge pro Minute oder auch zu rasche Herztätigkeit, andere schwere Störungen der Herztätigkeit, niederer Blutdruck, Herzschwäche).

In Einzelf√§llen kann es, besonders bei Patienten mit bestehender koronarer Herzkrankheit oder Durchblutungsst√∂rungen des Gehirns, durch zu starke Blutdrucksenkung zu Herz-Kreislaufkomplikationen (Brustschmerz, Herzinfarkt, schwere Durchblutungsst√∂rungen des Gehirns) kommen. Bestimmte Arten von Durchblutungsst√∂rungen an H√§nden und F√ľ√üen (z.B. Kribbelgef√ľhl bis Schmerzen, Bl√§sse) k√∂nnen sich verschlechtern.

Selten kann es zu Benommenheit, Schwindel, Gesichtsr√∂te, Schwei√üausbruch und M√ľdigkeit kommen. Vereinzelt wurde ein Anschwellen der Kn√∂chel und Gef√ľhllosigkeit der Gliedma√üen beobachtet.

Haut

Selten, gew√∂hnlich im ersten Monat der Behandlung, treten allergische Hautreaktionen auf (Juckreiz, Hautr√∂tung, selten Nesselausschlag, zum Teil mit Fieber); vereinzelt Lichtempfind- lichkeit. Dabei k√∂nnen Gelenksschmerzen auftreten. Diese Erscheinungen gehen meist von selbst oder nach Verminderung der Dosis oder nach Behandlungsende zur√ľck. Selten k√∂nnen auch l√§nger anhaltende schwere Hautreaktionen und vereinzelt Gef√§√üreaktionen auftreten. Beim Auftreten oder Verdacht auf die genannten Beschwerden ist die Behandlung mit Veracapt mite abzubrechen. Psoriasiforme Exantheme.

Einzelne F√§lle von Schwellungen des Gesichtes, der Lippen, der Zunge, der H√§nde oder der F√ľ√üe (angioneurotisches √Ėdem), wurden beobachtet. Diese Nebenwirkungen verschwinden nach Behandlungsende.

Magen-Darm-Trakt

Besonders zu Therapiebeginn und/oder unter höherer Dosierung werden häufig Nebenwirkungen von seiten des Verdauungstraktes (Verstopfung, Übelkeit, selten Oberbauchschmerzen, Erbrechen) beobachtet. Die Verstopfung löst sich meist ohne besondere

Ma√ünahmen auf. Andernfalls kann die Verstopfung durch schlackenreiche Kost (z.B. Weizenkleie, Vollkornbrot) bei reichlicher Fl√ľssigkeitszufuhr meist leicht behoben werden.

Selten Abnahme, Ver√§nderung oder vor√ľbergehender Verlust der Geschmacksempfindung; meist verschwinden diese Erscheinungen nach einiger Zeit von selbst. Gewichtsverlust kann Folge der beeintr√§chtigten Geschmacksempfindung sein. Selten wurden Entz√ľndungen bzw. Bl√§schen der Mundschleimhaut, Leberfunktionsst√∂rung mit Gallenstau, die bis zur Gelbsucht f√ľhren kann, beschrieben. Bei Laboruntersuchungen wurden Einzelf√§lle von erh√∂hten Leber- werten beobachtet. Bei Auftreten von Gelbsucht bzw. schweren Leberfunktionsst√∂rungen soll Veracapt mite abgesetzt werden.

Nierenfunktion

Selten kann eine vermehrte Eiwei√üausscheidung im Harn auftreten. Vereinzelt kann sich bei Patienten die Nierenfunktion ver√§ndern, wobei es zu einer Fl√ľssigkeitsansammlung im Ge- webe kommen kann. Diese Erscheinung tritt √ľberwiegend bei Patienten mit bereits bestehender Nierenerkrankung auf (siehe Vorsichtsma√ünahmen f√ľr die Verwendung). Vor√ľbergehend kann sich, insbesondere bei Patienten mit Nierenerkrankung, die Nierenfunktion verschlechtern (die Laborwerte von Serumkreatinin und BUN k√∂nnen ansteigen). Vereinzelt kann ein akutes Nierenversagen, insbesondere bei vorliegender Einengung der Nierenarterie, eintreten. √úber die Weiterbehandlung entscheidet Ihr Arzt.

√úber einen Fall von Nierenschmerzen wurde berichtet, der Zusammenhang mit Veracapt mite ist jedoch nicht gesichert.

Blutbild

Besonders bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, gestörter Abwehrreaktion des Körpers (Autoimmun- oder Kollagenkrankheit wie z.B. Lupus erythematodes oder Sklero- dermie) oder Zusatzbehandlungen, z.B. mit Arzneimitteln, die die Abwehrreaktionen vermindern, oder bei einer Kombination dieser komplizierenden Begleitumstände, kann es unter der Behandlung mit Veracapt mite selten zu einer unterschiedlich starken Verminderung der Blutzellen kommen.

Vereinzelt wurden Veränderungen der Lymphknoten beschrieben.

Erste Anzeichen einer Infektion (Halsentz√ľndung, Fieber, geschwollene Lymphknoten, be- sonders am Hals) sind unverz√ľglich dem behandelnden Arzt mitzuteilen.

Mineralstoffwechsel

In seltenen F√§llen, insbesondere bei gleichzeitigem Vorliegen einer Nierenerkrankung bzw. einer eingeschr√§nkten Nierenfunktion, kann eine St√∂rung des Fl√ľssigkeits- oder Salzhaushaltes auftreten.

Atemwege

Unter Veracapt mite kann es in seltenen Fällen zu einem Hustenreiz bzw. trockenem Husten (auch allergisch bedingte Reaktion der Lunge), Schnupfen und Atemnot kommen, vereinzelt sind Schwellungen des Kehlkopfes aufgetreten.

Ferner wurden vereinzelt noch folgende Nebenwirkungen beobachtet:

Anschwellen der Brustdr√ľsen, Schlafst√∂rungen, Nervosit√§t, Zahnfleischschwellung, die sich nach Absetzen v√∂llig zur√ľckbildet, und ein Fall mit unwillk√ľrlicher Muskelzuckung.

Im Zusammenhang mit einer Behandlung mit captoprilh√§ltigen Arzneimitteln wurden folgende Nebenwirkungen beobachtet, ohne da√ü ein urs√§chlicher Zusammenhang gesichert werden konnte: Kopfschmerz, depressive Stimmungslage, Haarausfall, Impotenz, Muskelschmerz, Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse, verschwommenes Sehen und trockener Mund.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren.

Lichtschutz erforderlich, Arzneimittel daher in der Außenverpackung aufbewahren.

Nicht √ľber Raumtemperatur (bis 25 ¬įC) lagern.

.Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf der Verpackung angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden..

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Weitere Informationen

Was Veracapt mite enthält

  • Die Wirkstoffe sind: Verapamilhydrochlorid, Captopril
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Magnesiumstearat, Lactose, mikrokristalline

Cellulose, Siliciumdioxid, Gelatine und Farbstoffe: Chinolingelb (E 104), Erythrosin (E 127), Titandioxid (E 171).

Wie Veracapt mite aussieht und Inhalt der Packung

Kapseln

20 und 50 St√ľck

EBEWE Pharma Ges.m.b.H. Nfg. KG, A-4866 Unterach

Z. Nr. 1-20734

Die Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im Dezember 2008

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Wirkstoff(e) Verapamil Captopril
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Ebewe Pharma
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
ATC Code C08DA51
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Selektive Calciumkanalblocker mit vorwiegender Herzwirkung

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