Fingod 0,5 mg Hartkapseln

Abbildung Fingod 0,5 mg Hartkapseln
Wirkstoff(e) Fingolimod
Zulassungsland Deutschland
Hersteller TAD Pharma GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 01.04.2021
ATC Code L04AA27
Pharmakologische Gruppe Immunsuppressiva

Zulassungsinhaber

TAD Pharma GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Fingolimod Aristo 0,5 mg Hartkapseln Fingolimod Aristo Pharma GmbH
FINGOLIMOD BASICS 0,5 mg Hartkapseln Fingolimod Basics GmbH
Fingolimod AXiromed 0,5 mg Hartkapseln Fingolimod Medical Valley Invest AB Beiname: AXiromed
Entacapone Orion 200 mg Filmtabletten Entacapon Enoxaparin Onasemnogen-Abeparvovec Orion Corporation
Fingolimod Amarox 0,5 mg Hartkapseln Fingolimod AMAROX PHARMA GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Was ist Fingod?

Fingod enthält den Wirkstoff Fingolimod.

Wof√ľr wird Fingod angewendet?

Fingod wird zur Behandlung der schubförmig-remittierenden Multiplen Sklerose (MS) bei Erwachsenen und bei Kindern und Jugendlichen (ab einem Alter von 10 Jahren) angewendet, und zwar bei:

  • Patienten, die auf andere MS-Behandlungen nicht ansprechen. Oder
  • Patienten, die an einer schnell fortschreitenden schweren Form der MS leiden.

Fingod kann MS nicht heilen, es hilft jedoch, die Anzahl der Sch√ľbe zu verringern und die Verschlechterung der durch MS hervorgerufenen k√∂rperlichen Behinderung zu verz√∂gern.

Was ist Multiple Sklerose?

MS ist eine chronische Erkrankung, die das Zentralnervensystem (ZNS), bestehend aus dem Gehirn und dem R√ľckenmark, beeintr√§chtigt. Bei MS zerst√∂rt eine Entz√ľndung die sch√ľtzende H√ľlle (das sogenannte Myelin) der Nervenfasern im ZNS, wodurch die Nerven nicht mehr richtig funktionieren. Dieser Vorgang wird als Demyelinisierung bezeichnet.

Die schubf√∂rmig-remittierend verlaufende MS ist durch wiederholt auftretende Sch√ľbe von neurologischen Symptomen gekennzeichnet, die Anzeichen einer Entz√ľndung innerhalb des ZNS sind. Die Symptome sind von Patient zu Patient verschieden, typisch sind jedoch Probleme beim Gehen, Taubheitsgef√ľhl, Seh- oder Gleichgewichtsst√∂rungen. Die bei einem Schub auftretenden Beschwerden k√∂nnen vollst√§ndig verschwinden, sobald der Schub vor√ľber ist, einige Beschwerden k√∂nnen jedoch bestehen bleiben.

Anzeige

Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Fingod darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Ihre Immunabwehr geschw√§cht ist (durch ein Immunschw√§chesyndrom, eine Erkrankung oder durch Arzneimittel, die das Immunsystem unterdr√ľcken).
  • wenn Sie eine schwere aktive Infektion oder aktive chronische Infektion wie Hepatitis oder Tuberkulose haben.
  • wenn Sie eine aktive Krebserkrankung haben.
  • wenn Sie schwerwiegende Leberprobleme haben.
  • wenn Sie in den letzten 6 Monaten einen Herzinfarkt, Engegef√ľhl in der Brust, Schlaganfall oder Warnung vor einem Schlaganfall oder bestimmte Arten von Herzinsuffizienz gehabt haben.
  • wenn Sie bestimmte Arten von unregelm√§√üigem oder anormalem Herzrhythmus
    (Arrhythmie) haben, einschließlich Patienten, bei denen vor Beginn mit Fingod das Elektrokardiogramm (EKG) ein verlängertes QT-Intervall zeigt.
  • wenn Sie Arzneimittel gegen Herzrhythmusst√∂rungen einnehmen oder k√ľrzlich eingenommen haben, z. B. Chinidin, Disopyramid, Amiodaron oder Sotalol.
  • wenn Sie schwanger sind oder eine Frau im geb√§rf√§higen Alter, die keine zuverl√§ssige Verh√ľtungsmethode anwendet.
  • wenn Sie allergisch gegen Fingolimod oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Wenn einer dieser Punkte auf Sie zutrifft oder Sie sich nicht sicher sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt bevor Sie Fingod einnehmen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Fingod einnehmen:

  • wenn Sie schwere Atemprobleme w√§hrend des Schlafes haben (schwere Schlafapnoe).
  • wenn Ihnen gesagt wurde, dass Sie ein auff√§lliges EKG (Elektrokardiogramm) haben.
  • wenn Sie an Symptomen eines verlangsamten Herzschlages leiden (wie z. B. Schwindel, √úbelkeit oder Herzklopfen).
  • wenn Sie Arzneimittel einnehmen oder k√ľrzlich eingenommen haben, die Ihre Herzfrequenz verlangsamen (Beta-Blocker, Verapamil, Diltiazem oder Ivabradin, Digoxin, Cholinesterasehemmer oder Pilocarpin).
  • wenn Sie an pl√∂tzlicher Bewusstlosigkeit oder Ohnmachtsanf√§llen (Synkopen) leiden oder gelitten haben.
  • wenn Sie sich impfen lassen wollen.
  • wenn Sie noch nicht an Windpocken erkrankt waren.
  • wenn Sie an Sehst√∂rungen oder anderen Anzeichen einer Schwellung im zentralen Sehbereich (Makula) am Augenhintergrund (eine als Makula√∂dem bezeichnete Erkrankung, siehe unten), an Augenentz√ľndungen oder -infektionen (Uveitis) leiden oder gelitten haben oder wenn Sie Diabetes (was Probleme mit den Augen verursachen kann) haben.
  • wenn Sie Leberprobleme haben.
  • wenn Sie hohen Blutdruck haben, der nicht mit Arzneimitteln kontrolliert werden kann.
  • wenn Sie schwerwiegende Lungenprobleme oder Raucherhusten haben.

Wenn irgendeiner dieser Punkte auf Sie zutrifft oder Sie sich nicht sicher sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Fingod einnehmen.

Niedrige Herzfrequenz (Bradykardie) und unregelmäßiger Herzschlag
Zu Behandlungsbeginn oder nach Einnahme der ersten Dosis von 0,5 mg beim Wechsel von einer Tagesdosis von 0,25 mg verlangsamt Fingod die Herzfrequenz. Als Folge k√∂nnen Sie sich schwindlig oder m√ľde f√ľhlen oder Ihren Herzschlag bewusster wahrnehmen. Auch Ihr Blutdruck kann absinken.

Wenn diese Wirkungen schwerwiegend sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, weil m√∂glicherweise eine sofortige Behandlung erforderlich ist. Fingod kann auch einen unregelm√§√üigen Herzschlag verursachen, insbesondere nach Einnahme der ersten Dosis. Ein unregelm√§√üiger Herzschlag normalisiert sich f√ľr gew√∂hnlich innerhalb eines Tages. Eine niedrige Herzfrequenz normalisiert sich in der Regel innerhalb eines Monats. W√§hrend dieses Zeitraums sind in der Regel keine klinisch signifikanten Auswirkungen auf den Herzschlag zu erwarten.

Ihr Arzt wird Sie darum bitten, nach der ersten Einnahme von Fingod oder nach Einnahme der ersten Dosis von 0,5 mg beim Wechsel von einer Tagesdosis von 0,25 mg f√ľr mindestens 6 Stunden in der Praxis oder Klinik zu bleiben, damit st√ľndlich Puls und Blutdruck gemessen werden, um im Falle einer Nebenwirkung, die zu Beginn der Behandlung auftreten kann, erforderliche Ma√ünahmen einleiten zu k√∂nnen. Es sollte ein EKG vor der Erstgabe von Fingod und nach der sechsst√ľndigen √úberwachung durchgef√ľhrt werden. Es kann sein, dass Ihr Arzt w√§hrend der 6 Stunden Ihr Herz mittels EKG kontinuierlich √ľberwacht. Wenn Sie nach der sechsst√ľndigen √úberwachung eine sehr langsame oder verringerte Herzfrequenz haben, oder wenn Ihr EKG Auff√§lligkeiten zeigt, kann es sein, dass Sie f√ľr einen l√§ngeren Zeitraum √ľberwacht werden m√ľssen (mindestens f√ľr 2 weitere Stunden und m√∂glicherweise √ľber Nacht), bis sich diese zur√ľckgebildet haben. Das Gleiche kann gelten, wenn Sie die Behandlung mit Fingod nach einer Unterbrechung wieder aufnehmen, in Abh√§ngigkeit von der Dauer der Unterbrechung und der Dauer der vorhergehenden Fingod-Einnahme.

Wenn Sie einen unregelm√§√üigen oder anormalen Herzschlag oder ein Risiko daf√ľr haben, wenn Ihr EKG Auff√§lligkeiten zeigt, oder wenn Sie Herzerkrankungen oder Herzversagen haben, k√∂nnte Fingod f√ľr Sie nicht geeignet sein.

Wenn Sie in der Vergangenheit an pl√∂tzlichen Ohnmachtsanf√§llen oder verringerter Herzfrequenz gelitten haben, k√∂nnte Fingod f√ľr Sie nicht geeignet sein. Ein Kardiologe (Herzspezialist) wird Sie untersuchen und festlegen, wie Sie die Behandlung mit Fingod beginnen sollen, einschlie√ülich einer √úberwachung √ľber Nacht.

Wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die die Herzfrequenz verlangsamen k√∂nnen, dann k√∂nnte Fingod nicht geeignet f√ľr Sie sein. Ein Kardiologe (Herzspezialist) wird Sie untersuchen und √ľberpr√ľfen, ob Sie stattdessen andere Arzneimittel einnehmen k√∂nnen, die Ihre Herzfrequenz nicht verlangsamen, um eine Behandlung mit Fingod zu erm√∂glichen. Wenn ein Wechsel auf ein anderes Arzneimittel nicht m√∂glich ist, wird der Kardiologe Ihnen empfehlen, wie Sie die Behandlung mit Fingod beginnen sollen, einschlie√ülich einer √úberwachung √ľber Nacht.

Wenn Sie noch nicht an Windpocken erkrankt waren
Wenn Sie noch nicht an Windpocken erkrankt waren, wird Ihr Arzt Ihren Immunstatus gegen das verursachende Virus (Varicella-Zoster-Virus) pr√ľfen. Wenn Sie nicht gegen das Virus gesch√ľtzt sind, m√ľssen Sie unter Umst√§nden eine Impfung erhalten, bevor Sie mit der Fingod-Therapie beginnen. In diesem Fall wird Ihr Arzt den Beginn der Behandlung mit Fingod bis einen Monat nach Abschluss des vollst√§ndigen Impfzyklus verschieben.

Infektionen
Fingod senkt die Anzahl der wei√üen Blutk√∂rperchen (insbesondere die Lymphozytenzahl). Wei√üe Blutk√∂rperchen bek√§mpfen Infektionen. W√§hrend Sie Fingod einnehmen (und bis zu 2 Monate nach Beendigung der Einnahme), k√∂nnen Sie anf√§lliger f√ľr Infektionen sein. Eine bereits bestehende Infektion kann sich verschlechtern. Infektionen k√∂nnten schwer und lebensbedrohend verlaufen. Wenn

Sie glauben, an einer Infektion zu leiden, Fieber haben, sich f√ľhlen, als ob Sie Grippe h√§tten oder Kopfschmerzen haben, die mit einem steifen Nacken, Lichtempfindlichkeit, √úbelkeit und/oder Verwirrtheit einhergehen (dies k√∂nnte durch eine Pilzinfektion verursacht sein und k√∂nnen Symptome einer Meningitis sein), benachrichtigen Sie sofort Ihren Arzt, weil es schwerwiegend und lebensbedrohlich sein k√∂nnte. Wenn Sie vermuten, dass sich Ihre MS-Erkrankung verschlechtert (z. B. Schw√§che oder visuelle Ver√§nderungen), oder wenn Sie irgendwelche neuen Symptome bemerken, sprechen Sie sofort mit Ihrem Arzt, da dies Symptome einer seltenen Erkrankung des Gehirns sein k√∂nnen, die durch eine Infektion verursacht wird und Progressive Multifokale Leukenzephalopathie (PML) genannt wird. PML ist ein ernstzunehmender Zustand, der zu schwerer Behinderung oder zum Tod f√ľhren kann. Ihr Arzt wird eine MRT-Untersuchung in Betracht ziehen, um diesen Zustand zu beurteilen und dar√ľber zu entscheiden, ob Sie die Einnahme von Fingod beenden m√ľssen.

Bei Patienten unter Behandlung mit Fingod wurden Infektionen mit humanem Papillomavirus (HPV), einschließlich Papillom, Dysplasie, Warzen und HPV-bedingte Krebserkrankungen berichtet. Ihr Arzt kann Ihnen daher Krebsvorsorgeuntersuchungen und eine Impfung gegen humanes Papillomavirus empfehlen. Wenn Sie eine Frau sind, wird Ihr Arzt Ihnen auch ein HPV-Vorsorge-Screening empfehlen.

Makulaödem
Wenn Sie an Sehst√∂rungen oder anderen Anzeichen einer Schwellung im zentralen Sehbereich (Makula) am Augenhintergrund, an Augenentz√ľndungen oder Infektionen (Uveitis-) leiden oder gelitten haben oder wenn Sie Diabetes haben, bittet Ihr Arzt Sie vielleicht, vor dem Beginn der Behandlung mit Fingod eine Augenuntersuchung vornehmen zu lassen.

Möglicherweise wird Sie Ihr Arzt drei bis vier Monate nach Beginn der Fingod-Therapie bitten, eine Augenuntersuchung vornehmen zu lassen.

Die Makula ist ein kleiner Bereich der Netzhaut am Augenhintergrund, mit dem Sie Umrisse, Farben und Details klar und scharf sehen k√∂nnen. Fingod k√∂nnte eine Schwellung in der Makula, ein so genanntes Makula√∂dem, verursachen. Die Schwellung tritt f√ľr gew√∂hnlich in den ersten vier Monaten nach Beginn der Behandlung mit Fingod auf.

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Makula√∂dem entwickelt, ist h√∂her, wenn Sie Diabetes haben oder bereits an einer als Uveitis bezeichneten Augenentz√ľndung erkrankt waren. In diesen F√§llen wird Ihr Arzt Sie zu regelm√§√üigen Augenuntersuchungen auffordern, um ein eventuelles Makula√∂dem zu erkennen.

Wenn Sie bereits ein Makulaödem hatten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie wieder mit der Einnahme von Fingod beginnen.

Ein Makula√∂dem kann die gleichen Sehst√∂rungen verursachen wie ein MS-Schub (Optikusneuritis). Im Fr√ľhstadium sind manchmal keine Symptome vorhanden. Informieren Sie Ihren Arzt unbedingt √ľber alle Ver√§nderungen Ihrer Sehkraft. Ihr Arzt bittet Sie vielleicht, eine Augenuntersuchung vornehmen zu lassen, insbesondere wenn

  • das Zentrum Ihres Blickfeldes verschwommen ist oder Schatten aufweist;
  • sich ein ‚Äěblinder Fleck‚Äú im Zentrum Ihres Blickfeldes entwickelt;
  • Sie Probleme mit der Wahrnehmung von Farben oder feinen Details haben.

Leberfunktionstests

Wenn Sie schwere Leberprobleme haben, sollten Sie Fingod nicht einnehmen. Fingod könnte Ihre Leberfunktion beeinflussen. Sie werden vermutlich keine Symptome bemerken, wenn sich jedoch Ihre Haut oder das Weiße in Ihren Augen gelb verfärbt, der Urin ungewöhnlich dunkel ist oder unerklärliche Übelkeit und Erbrechen auftreten, benachrichtigen Sie sofort Ihren Arzt.

Wenn eines dieser Symptome nach Beginn der Behandlung mit Fingod bei Ihnen auftritt, benachrichtigen Sie sofort Ihren Arzt.

Während der ersten zwölf Behandlungsmonate wird Ihr Arzt Bluttests zur Kontrolle Ihrer Leberfunktion anordnen. Falls diese Testergebnisse ein Leberproblem aufzeigen, sollte die Behandlung mit Fingod unterbrochen werden.

Bluthochdruck
Da Fingod eine leichte Erhöhung des Blutdrucks verursachen kann, wird Ihr Arzt möglicherweise regelmäßig Ihren Blutdruck kontrollieren.

Lungenprobleme
Fingod wirkt sich geringf√ľgig auf die Lungenfunktion aus. Bei Patienten mit einer schweren Lungenerkrankung oder mit Raucherhusten ist m√∂glicherweise die Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen erh√∂ht.

Blutbild
Die gew√ľnschte Wirkung der Fingod-Behandlung ist eine Verringerung der Anzahl wei√üer Blutk√∂rperchen in Ihrem Blut. Der Normalwert wird √ľblicherweise innerhalb von 2 Monaten nach Beendigung der Therapie wieder erreicht. Wenn bei Ihnen eine Blutuntersuchung durchgef√ľhrt werden soll, informieren Sie bitte den Arzt, dass Sie Fingod einnehmen. Andernfalls k√∂nnte der Arzt vielleicht die Testergebnisse nicht richtig interpretieren. Dar√ľber hinaus m√ľsste f√ľr bestimmte Blutuntersuchungen eventuell mehr Blut als √ľblich entnommen werden.

Bevor Sie mit der Einnahme von Fingod beginnen, wird Ihr Arzt √ľberpr√ľfen, ob Sie gen√ľgend wei√üe Blutk√∂rperchen im Blut haben, und er wird dies m√∂glicherweise regelm√§√üig kontrollieren. Falls Sie nicht gen√ľgend wei√üe Blutk√∂rperchen haben, m√ľssen Sie die Behandlung mit Fingod unter Umst√§nden unterbrechen.

Posteriores reversibles Enzephalopathiesyndrom (PRES)
Selten wurde bei mit Fingod behandelten Multiple-Sklerose-Patienten von Beschwerden, dem sogenannten posterioren reversiblen Enzephalopathiesyndrom (PRES) berichtet. Die Symptome können plötzliches Auftreten von starken Kopfschmerzen, Verwirrtheit, Anfälle und Sehstörungen einschließen. Wenn eines dieser Symptome während der Behandlung mit Fingod bei Ihnen auftritt, benachrichtigen Sie Ihren Arzt sofort, da es schwerwiegend sein könnte.

Krebserkrankungen
Hautkrebs ist bei Multiple-Sklerose-Patienten, die mit Fingod behandelt wurden, berichtet worden. Sprechen Sie sofort mit Ihrem Arzt, wenn Sie Haut-Kn√∂tchen (z. B. gl√§nzende Kn√∂tchen), Flecken oder offene Stellen bemerken, die nicht innerhalb einiger Wochen abheilen. Hautkrebs-Symptome k√∂nnen anormales Wachstum oder Ver√§nderungen von Hautgewebe sein (z. B. ungew√∂hnliche Leberflecken), mit einer √Ąnderung von Farbe, Form oder Gr√∂√üe im Verlauf. Bevor Sie mit der Einnahme von Fingod beginnen, ist eine Untersuchung Ihrer Haut erforderlich, um zu pr√ľfen, ob Haut-Kn√∂tchen vorhanden sind. Ihr Arzt wird auch w√§hrend Ihrer Behandlung mit Fingod regelm√§√üige Hautuntersuchungen durchf√ľhren. Wenn Sie Probleme mit Ihrer Haut entwickeln, kann Ihr Arzt Sie an einen Dermatologen √ľberweisen, der nach R√ľcksprache entscheiden kann, dass eine regelm√§√üige dermatologische Untersuchung f√ľr Sie wichtig ist.

Bei mit Fingod behandelten MS-Patienten wurde √ľber eine Krebsart des Lymphsystems (Lymphom) berichtet.

Exposition gegen√ľber der Sonne und Schutz vor der Sonne
Fingolimod schw√§cht Ihr Immunsystem. Dies erh√∂ht Ihr Risiko f√ľr die Entwicklung von Krebs, insbesondere Hautkrebs. Sie sollten Ihre Exposition gegen√ľber der Sonne und UV-Strahlen reduzieren durch:

  • Das Tragen von angemessener Schutzkleidung.
  • Das regelm√§√üige Auftragen von Sonnencreme mit einem hohen UV-Schutz.

Ungewöhnliche Gehirnläsionen in Verbindung mit einem MS-Schub

Bei mit Fingod behandelten Patienten wurden in seltenen F√§llen ungew√∂hnlich gro√üe Gehirnl√§sionen in Verbindung mit einem MS-Schub berichtet. Bei einem schweren Schub wird Ihr Arzt erw√§gen, ein MRT durchzuf√ľhren, um den Zustand zu beurteilen und er wird entscheiden, ob es notwendig ist, dass Sie Fingod absetzen.

Umstellung von anderen Behandlungen auf Fingod
Ihr Arzt wird Sie m√∂glicherweise direkt von Beta-Interferon, Glatirameracetat oder Dimethylfumarat auf Fingod umstellen, sofern keine Hinweise auf Auff√§lligkeiten aufgrund Ihrer vorhergehenden Behandlung bestehen. Ihr Arzt wird m√∂glicherweise eine Blutuntersuchung durchf√ľhren, um solche Auff√§lligkeiten auszuschlie√üen. Nach der Behandlung mit Natalizumab m√ľssen Sie eventuell 2-3 Monate warten, bevor Sie mit der Behandlung mit Fingod beginnen k√∂nnen. Um von Teriflunomid umzustellen, wird Ihr Arzt Ihnen m√∂glicherweise empfehlen, eine gewisse Zeit zu warten oder ein Verfahren zur beschleunigten Elimination durchzuf√ľhren. Wenn Sie mit Alemtuzumab behandelt wurden, ist eine sorgf√§ltige Beurteilung und Diskussion mit Ihrem Arzt notwendig, um zu entscheiden, ob Fingod f√ľr Sie geeignet ist.

Frauen im gebärfähigen Alter
Wenn Fingod w√§hrend der Schwangerschaft eingenommen wird, kann es das ungeborene Baby sch√§digen. Bevor Sie mit der Einnahme von Fingod beginnen, wird Ihr Arzt Sie √ľber das Risiko aufkl√§ren und Sie bitten, einen Schwangerschaftstest durchzuf√ľhren, um sicherzustellen, dass Sie nicht schwanger sind. Ihr Arzt wird Ihnen eine Karte geben, die Ihnen erkl√§rt, weshalb Sie w√§hrend der Behandlung mit Fingod nicht schwanger werden sollten. Die Karte erkl√§rt au√üerdem, was Sie tun sollten, um eine Schwangerschaft w√§hrend der Behandlung mit Fingod zu vermeiden. Sie m√ľssen

w√§hrend der Behandlung und f√ľr 2 Monate nach Beendigung der Einnahme eine zuverl√§ssige

Verh√ľtungsmethode anwenden (siehe Abschnitt ‚ÄěSchwangerschaft und Stillzeit‚Äú).

Verschlechterung der MS nach Beendigung der Behandlung mit Fingod

Beenden Sie nicht die Einnahme von Fingod oder ändern Sie nicht die Dosis, ohne zuvor mit Ihrem Arzt gesprochen zu haben.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.

Schwangerschaft
W√§hrend der Schwangerschaft, wenn Sie beabsichtigen schwanger zu werden oder wenn Sie schwanger werden k√∂nnten und keine zuverl√§ssige Verh√ľtungsmethode anwenden, d√ľrfen Sie Fingod nicht einnehmen. Wenn Fingod w√§hrend der Schwangerschaft eingenommen wird, besteht das Risiko, dass das ungeborene Baby gesch√§digt wird. Die Rate der angeborenen Missbildungen, die bei Babies beobachtet wurden, die w√§hrend der Schwangerschaft Fingod ausgesetzt waren, ist etwa doppelt so hoch wie die Rate in der Allgemeinbev√∂lkerung (in der die Rate angeborener Missbildungen etwa 2-

3% beträgt). Die am häufigsten gemeldeten Missbildungen sind Fehlbildungen des Herzens, der Nieren und des Muskel-Skelett-Systems.

Daher, wenn Sie im gebärfähigen Alter sind:

wird Ihr Arzt Sie vor Behandlungsbeginn mit Fingod √ľber das Risiko f√ľr das ungeborene Baby aufkl√§ren und Sie bitten, einen Schwangerschaftstest durchzuf√ľhren, um sicherzustellen, dass Sie nicht schwanger sind

und

  • Sie m√ľssen w√§hrend der Behandlung mit Fingod und zwei Monate nach Beendigung der Einnahme eine zuverl√§ssige Verh√ľtungsmethode anwenden, um eine Schwangerschaft zu vermeiden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt √ľber zuverl√§ssige Verh√ľtungsmethoden.

Ihr Arzt wird Ihnen eine Karte geben, die erklärt, warum Sie während Sie mit Fingod behandelt werden, nicht schwanger werden sollten.

Wenn Sie w√§hrend der Behandlung mit Fingod schwanger werden, benachrichtigen Sie sofort Ihren Arzt. Ihr Arzt wird entscheiden, die Behandlung abzubrechen (siehe ‚ÄěWenn Sie die Einnahme von Fingod abbrechen‚Äú im Abschnitt 3 und auch Abschnitt 4 ‚ÄěM√∂gliche Nebenwirkungen‚Äú). Es

werden spezielle vorgeburtliche Untersuchungen durchgef√ľhrt.

Stillzeit
W√§hrend der Behandlung mit Fingod d√ľrfen Sie nicht stillen. Fingod kann in die Muttermilch √ľbertreten, und es besteht das Risiko schwerwiegender Nebenwirkungen f√ľr das Baby.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Ihr Arzt wird Ihnen sagen, ob Ihre Erkrankung das sichere F√ľhren von Fahrzeugen, auch eines Fahrrades, und das Bedienen von Maschinen erlaubt. Es ist nicht zu erwarten, dass Fingod Ihre Verkehrst√ľchtigkeit und die F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen beeinflusst.

Allerdings werden Sie zu Beginn der Therapie f√ľr 6 Stunden in der Arztpraxis bzw. im Krankenhaus bleiben m√ľssen, nachdem Sie die erste Dosis Fingod eingenommen haben. Ihre F√§higkeit, aktiv am Stra√üenverkehr teilzunehmen und Maschinen zu bedienen, ist w√§hrend und eventuell nach diesem Zeitraum m√∂glicherweise beeintr√§chtigt.

Anzeige

Wie wird es angewendet?

Wie ist Fingod einzunehmen?

Die Behandlung mit Fingod wird von einem Arzt √ľberwacht, der Erfahrung mit der Behandlung von Multipler Sklerose hat.

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis beträgt:

Erwachsene:

Die Dosis beträgt eine 0,5 mg Kapsel pro Tag.

Kinder und Jugendliche (ab dem Alter von 10 Jahren):

Die Dosis hängt vom Körpergewicht ab:

Kinder und Jugendliche mit einem Körpergewicht bis zu 40 kg: eine 0,25 mg Kapsel pro Tag.

  • Kinder und Jugendliche mit einem K√∂rpergewicht √ľber 40 kg: eine 0,5 mg Kapsel pro Tag. Kinder und Jugendliche, die mit einer 0,25 mg Kapsel pro Tag beginnen und sp√§ter ein stabiles K√∂rpergewicht von √ľber 40 kg erreichen, werden von Ihrem Arzt angewiesen, auf eine 0,5 mg Kapsel pro Tag zu wechseln. In diesem Fall wird empfohlen, die Beobachtungsphase wie bei der ersten Dosis zu wiederholen.

Fingod ist nicht in der St√§rke mit 0,25 mg erh√§ltlich. F√ľr diese Dosierung sind andere handels√ľbliche Arzneimittel zu verwenden, die Fingolimod enthalten. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Sie d√ľrfen die empfohlene Dosis nicht √ľberschreiten.

Fingod ist zum Einnehmen bestimmt.

Nehmen Sie Fingod einmal täglich mit einem Glas Wasser ein. Die Kapseln sollten immer im Ganzen geschluckt werden, ohne sie zu öffnen. Fingod kann mit oder ohne Nahrung eingenommen werden. Wenn Sie Fingod jeden Tag zur gleichen Zeit einnehmen, wird Ihnen das helfen, sich an die Einnahme zu erinnern.

Wenn Sie wissen möchten, wie lange Fingod eingenommen werden soll, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Wenn Sie die Einnahme von Fingod vergessen haben

Wenn Sie Fingod weniger als einen Monat eingenommen haben und Sie die Einnahme einer Dosis einen ganzen Tag lang vergessen haben, rufen Sie Ihren Arzt an, bevor Sie die nächste Dosis einnehmen. Ihr Arzt kann entscheiden, Sie unter ärztliche Beobachtung zu stellen, wenn Sie die nächste Dosis einnehmen.

Wenn Sie Fingod mindestens einen Monat eingenommen haben und Sie die Einnahme Ihrer Behandlung mehr als zwei Wochen vergessen haben, rufen Sie Ihren Arzt an, bevor Sie die nächste Dosis einnehmen. Ihr Arzt kann entscheiden, Sie unter ärztliche Beobachtung zu stellen, wenn Sie die nächste Dosis einnehmen. Wenn Sie jedoch die Einnahme Ihrer Behandlung bis zu zwei Wochen vergessen haben, nehmen Sie die nächste Dosis wie geplant ein.

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Fingod abbrechen

Beenden Sie nicht die Einnahme von Fingod oder ändern Sie nicht die Dosis, ohne zuvor mit Ihrem Arzt gesprochen zu haben.

Nach Beendigung der Einnahme kann Fingod noch bis zu zwei Monate in Ihrem K√∂rper nachgewiesen werden. Die Anzahl Ihrer wei√üen Blutk√∂rperchen (Lymphozytenzahl) kann w√§hrend dieser Zeit ebenfalls niedrig bleiben, und die in dieser Packungsbeilage beschriebenen Nebenwirkungen k√∂nnen weiterhin auftreten. Nach der Beendigung der Fingod-Therapie werden Sie eventuell 6 - 8 Wochen warten m√ľssen, bevor Sie eine andere MS-Therapie beginnen k√∂nnen.

Wenn Sie die Einnahme von Fingod nach einer Pause von mehr als zwei Wochen wieder fortsetzen wollen, kann die Auswirkung auf die Herzfrequenz, die normalerweise beim ersten Behandlungsbeginn beobachtet wird, wieder auftreten und Sie m√ľssen dann f√ľr die Wiederaufnahme der Therapie in der Praxis oder Klinik √ľberwacht werden. Beginnen Sie die Behandlung mit Fingod nach einer Pause von mehr als zwei Wochen nicht wieder, ohne mit Ihrem Arzt gesprochen zu haben.

Ihr Arzt wird entscheiden, ob und wie Sie nach Absetzen von Fingod √ľberwacht werden m√ľssen. Benachrichtigen Sie sofort Ihren Arzt, wenn Sie glauben, dass sich Ihre MS verschlechtert hat nachdem Sie die Behandlung mit Fingod abgesetzt haben. Die Verschlechterung Ihrer MS kann schwerwiegend sein.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Anzeige

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Benachrichtigen Sie sofort Ihren Arzt, wenn Sie glauben, dass sich Ihre MS verschlechtert hat,

nachdem Sie die Behandlung mit Fingod beendet haben. Die Verschlechterung Ihrer MS kann schwerwiegend sein (siehe ‚ÄěWenn Sie die Einnahme von Fingod abbrechen‚Äú in Abschnitt 3 und auch

Abschnitt 4 ‚ÄěM√∂gliche Nebenwirkungen‚Äú).

√Ąltere Patienten

Die Erfahrungen mit Fingod bei √§lteren Patienten (√ľber 65 Jahre) sind begrenzt. Wenn Sie irgendwelche Bedenken haben, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt.

Kinder und Jugendliche
Fingod ist nicht zur Anwendung bei Kindern unter 10 Jahren bestimmt, da es bei MS-Patienten dieser Altersgruppe nicht untersucht wurde.

Die oben aufgef√ľhrten Warnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen gelten auch f√ľr Kinder und Jugendliche. Die folgenden Informationen sind besonders wichtig f√ľr Kinder und Jugendliche sowie ihre Betreuungspersonen:

  • Bevor Sie mit der Einnahme von Fingod beginnen, √ľberpr√ľft Ihr Arzt Ihren Impfstatus. Wenn Sie bestimmte Impfungen noch nicht hatten, kann es notwendig sein, dass Sie diese Impfungen erhalten, bevor die Therapie mit Fingod begonnen werden kann.
  • Wenn Sie Fingod das erste Mal einnehmen oder wenn Sie von einer Tagesdosis von 0,25 mg zu
    einer Tagesdosis von 0,5 mg wechseln, √ľberwacht Ihr Arzt Ihre Herzfrequenz und Ihren
    Herzschlag (siehe ‚ÄěNiedrige Herzfrequenz (Bradykardie) und unregelm√§√üiger Herzschlag‚Äú oben).
  • Wenn w√§hrend der Einnahme von Fingod Krampfanf√§lle bei Ihnen auftreten, informieren Sie bitte Ihren Arzt.
  • Wenn Sie an Depressionen oder Angstzust√§nden leiden oder wenn Sie w√§hrend der Einnahme von Fingod depressiv oder √§ngstlich werden, informieren Sie bitte Ihren Arzt. Sie m√ľssen dann eventuell engmaschiger √ľberwacht werden.

Einnahme von Fingod zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen. Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:

  • Arzneimittel, die das Immunsystem unterdr√ľcken oder modulieren, darunter andere Arzneimittel zur Behandlung von MS, wie z. B. Interferon beta, Glatirameracetat, Natalizumab, Mitoxantron, Teriflunomid, Dimethylfumarat oder Alemtuzumab. Sie d√ľrfen Fingod nicht
    zusammen mit solchen Arzneimitteln einnehmen, da dies den Effekt auf das Immunsystem verst√§rken k√∂nnte (siehe auch ‚ÄěFingod darf nicht eingenommen werden‚Äú).
  • Kortikosteroide, wegen einer m√∂glichen zus√§tzlichen Wirkung auf das Immunsystem.
  • Impfstoffe. Sollten Sie eine Impfung ben√∂tigen, fragen Sie erst Ihren Arzt um Rat. W√§hrend und bis zu 2 Monate nach der Behandlung mit Fingod d√ľrfen Sie nicht mit bestimmten Impfstoffen (abgeschw√§chten Lebendimpfstoffen) geimpft werden, da diese die Infektion ausl√∂sen k√∂nnten, die sie eigentlich verhindern sollen. Andere Impfstoffe wirken m√∂glicherweise nicht so gut wie sonst, wenn sie w√§hrend dieser Phase verabreicht werden.
  • Arzneimittel, die die Herzfrequenz verlangsamen (z. B. Beta-Blocker, wie Atenolol). Durch Einnahme von Fingod zusammen mit solchen Arzneimitteln k√∂nnte der Effekt auf den Herzschlag in den ersten Tagen nach Beginn der Behandlung mit Fingod verst√§rkt werden.
  • Arzneimittel gegen Herzrhythmusst√∂rungen, wie Chinidin, Disopyramid, Amiodaron oder
    Sotalol. Sie d√ľrfen Fingod nicht anwenden, wenn Sie ein derartiges Arzneimittel einnehmen, da es die Wirkung auf den unregelm√§√üigen Herzschlag verst√§rken k√∂nnte (siehe auch ‚ÄěFingod darf nicht eingenommen werden‚Äú).
  • Andere Arzneimittel:
  • Proteaseinhibitoren, Antiinfektiva wie Ketoconazol, Azol-Antimykotika, Clarithromycin oder Telithromycin.
  • Carbamazepin, Rifampicin, Phenobarbital, Phenytoin, Efavirenz oder echtes Johanniskraut (m√∂gliches Risiko der herabgesetzten Wirksamkeit von Fingod).

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen. Einige Nebenwirkungen k√∂nnen schwerwiegend sein oder werden

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Husten mit Schleimauswurf, Beschwerden in der Brust, Fieber (Anzeichen einer Lungenerkrankung)
  • Herpesvirus-Infektion (Herpes simplex oder Herpes zoster) mit Symptomen wie Bl√§schenbildung, Brennen, Juckreiz oder Schmerzen der Haut, typischerweise am Oberk√∂rper oder im Gesicht. Andere Symptome k√∂nnen Fieber und Schw√§chegef√ľhl in den fr√ľhen Stadien der Infektion sein, gefolgt von Taubheitsgef√ľhl, Juckreiz oder roten Flecken mit starken Schmerzen
  • Verlangsamter Herzschlag (Bradykardie), unregelm√§√üiger Herzrhythmus
  • Ein bestimmter Hautkrebs-Typ, Basalzellkarzinom (BCC) genannt, der oft in Form von gl√§nzenden Kn√∂tchen in Erscheinung tritt, aber auch andere Formen annehmen kann.
  • Es ist bekannt, dass Depressionen und Angstzust√§nde bei Patienten mit Multipler Sklerose vermehrt auftreten. Bei Kindern und Jugendlichen, die Fingod erhielten, wurden ebenfalls Depressionen und Angstzust√§nde berichtet.
  • Gewichtsverlust

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

  • Lungenentz√ľndung mit Symptomen wie Fieber, Husten, Schwierigkeiten beim Atmen
  • Makula√∂dem (Schwellung im zentralen Sehbereich der Netzhaut am Augenhintergrund) mit
    Symptomen wie Schattenbildung oder einem ‚Äěblinden Fleck‚Äú im zentralen Sehbereich, verschwommenem Sehen, Problemen bei der Erkennung von Farben oder Details
  • Abnahme der Blutpl√§ttchen, welche das Risiko von Blutungen oder blauen Flecken erh√∂ht
  • Malignes Melanom (eine Art von Hautkrebs, der sich gew√∂hnlich aus einem ungew√∂hnlichen Leberfleck entwickelt). M√∂gliche Anzeichen von Melanomen sind Leberflecken, deren Gr√∂√üe, Form, Erhebung oder Farbe sich √ľber die Zeit √§ndern oder neue Leberflecken. Die Leberflecke k√∂nnen jucken, bluten oder ulzerieren.
  • Krampfanf√§lle (bei Kindern und Jugendlichen h√§ufiger als bei Erwachsenen).

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

  • Das sogenannte posteriore reversible enzephalopathische Syndrom (PRES). Symptome k√∂nnen pl√∂tzliches Auftreten von starken Kopfschmerzen, Verwirrtheit, Anf√§lle und/oder Sehst√∂rungen umfassen.
  • Lymphom (ein Krebs-Typ, der das Lymphsystem betrifft).
  • Plattenepithelkarzinom: eine Art von Hautkrebs, die als festes rotes Kn√∂tchen, Wunde mit Kruste oder neue Wunde auf einer bestehenden Narbe auftreten kann.

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

  • Auff√§lligkeiten im Elektrokardiogramm (T-Wellen-Inversion).
  • Tumor im Zusammenhang mit einer Infektion mit dem humanen Herpes-Virus 8 (Kaposi- Sarkom).

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar)

  • Allergische Reaktionen, einschlie√ülich Symptome von Hautausschlag oder Nesselsucht, Schwellung der Lippen, der Zunge oder des Gesichts, deren Auftreten am Tag des Behandlungsbeginns mit Fingod am wahrscheinlichsten sind.
  • Risiko einer seltenen Infektion des Gehirns, die Progressive Multifokale Leukenzephalopathie (PML) genannt wird. Die Symptome einer PML k√∂nnen einem MS-Schub √§hnlich sein. Es k√∂nnen auch Symptome auftreten, die Sie selbst nicht bewusst wahrnehmen, wie Ver√§nderungen der Stimmung oder des Verhaltens, Ged√§chtnisl√ľcken, Schwierigkeiten bei der Sprache und Kommunikation, die Ihr Arzt weiter untersuchen muss, um die PML auszuschlie√üen. Daher ist es sehr wichtig, dass Sie sobald wie m√∂glich mit Ihrem Arzt sprechen, wenn Sie vermuten, dass sich Ihre MS verschlechtert hat, oder Sie oder Ihnen nahestehenden Personen irgendwelche neuen oder ungew√∂hnlichen Symptome bemerken.
  • Kryptokokkeninfektionen (eine bestimmte Pilzinfektion), einschlie√ülich Kryptokokkenmeningitis mit Symptomen wie Kopfschmerzen, die mit einem steifen Nacken, Lichtempfindlichkeit, √úbelkeit und/oder Verwirrtheit einhergehen.
  • Merkelzellkarzinom (eine Art von Hautkrebs). M√∂gliche Anzeichen eines Merkelzellkarzinoms sind fleischfarbene oder bl√§ulich-rote, schmerzlose Kn√∂tchen, oft im Gesicht, auf dem Kopf oder Hals. Ein Merkelzellkarzinom kann auch als festes schmerzloses Kn√∂tchen oder Wucherung auftreten. Langzeit-Exposition gegen√ľber der Sonne und ein schwaches Immunsystem k√∂nnen das Risiko der Entwicklung eines Merkelzellkarzinom beeinflussen.
  • Nach Beendigung der Behandlung mit Fingod k√∂nnen die MS-Symptome zur√ľckkehren und sie k√∂nnen schlimmer werden, als sie vor oder w√§hrend der Behandlung waren.
  • Autoimmune Form der An√§mie (verminderte Menge an roten Blutk√∂rperchen), bei der rote Blutk√∂rperchen zerst√∂rt werden (autoimmunh√§molytische An√§mie).

Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn eines dieser Symptome bei Ihnen auftritt.

Andere Nebenwirkungen

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Influenzavirus-Infektionen mit Symptomen wie M√ľdigkeit, Sch√ľttelfrost, Halsentz√ľndung, Gelenk- oder Muskelschmerzen, Fieber
  • Gef√ľhl von Druck oder Schmerzen in Wangen oder der Stirn (Sinusitis)
  • Kopfschmerzen
  • Durchfall
  • R√ľckenschmerzen
  • Bluttests zeigen erh√∂hte Leberenzymwerte
  • Husten

Häufig (kann bis 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Ringelflechte, eine Pilzinfektion der Haut (Tinea versicolor)
  • Schwindelanf√§lle
  • Starke Kopfschmerzen, oftmals mit √úbelkeit, Erbrechen und Lichtempfindlichkeit (Migr√§ne)
  • Niedrige Werte der wei√üen Blutk√∂rperchen (Lymphozyten, Leukozyten)
  • Schw√§chegef√ľhl
  • Juckender, roter, brennender Hautausschlag (Ekzem)
  • Juckreiz
  • Erh√∂hung bestimmter Blutfette (Triglyzeride)
  • Haarausfall
  • Atemnot
  • Depressionen
  • Verschwommenes Sehen (siehe auch Absatz zum Makula√∂dem unter ‚ÄěEinige Nebenwirkungen k√∂nnen schwerwiegend sein oder werden‚Äú)
  • Hypertonie (Fingod kann einen leichten Blutdruckanstieg verursachen)
  • Muskelschmerzen
  • Gelenkschmerzen

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

  • Niedrige Werte bestimmter wei√üer Blutk√∂rperchen (Neutrophile)
  • Depressive Stimmung
  • √úbelkeit

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

Krebserkrankung des lymphatischen Systems (Lymphome)

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar)

  • Periphere Schwellungen

Wenn eines dieser Symptome Sie erheblich beeinträchtigt, informieren Sie Ihren Arzt.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

Anzeige

Wie soll es aufbewahrt werden?

Wie ist Fingod aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton, dem Tablettenbeh√§ltnis und der Blisterpackung nach ‚Äěverwendbar bis‚Äú bzw. nach ‚Äěverw. bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr

verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Blisterpackungen:

Nicht √ľber 25¬įC lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu sch√ľtzen.

Tablettenbehältnisse:

Nicht √ľber 25¬įC lagern.

Das Beh√§ltnis fest geschlossen halten, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu sch√ľtzen.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals √ľber das Abwasser (z. B. nicht √ľber die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

Anzeige

Weitere Informationen

Was Fingod enthält

  • Der Wirkstoff ist Fingolimod.
    Jede Hartkapsel enthält Fingolimodhydrochlorid entsprechend 0,5 mg Fingolimod.
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Kapselinhalt: Mikrokristalline Cellulose, Povidon K30, Magnesiumstearat (Ph. Eur.) [pflanzlich].
    Kapselh√ľlle: Titandioxid (E 171), Gelatine, Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E 172), Drucktinte (Schellack, Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E 172), Eisen(II,III)-oxid (E172)).

Wie Fingod aussieht und Inhalt der Packung

Das Kapseloberteil ist braungelb mit querverlaufendem schwarzem Aufdruck ‚ÄěF‚Äú und ‚Äě0.5 mg‚Äú. Das Kapselunterteil ist wei√ü mit zwei in gelb aufgedruckten querverlaufenden Linien. Der Kapselinhalt ist wei√ües bis fast wei√ües Pulver. Hartkapsell√§nge: 15 ‚Äď 17 mm.

Fingod ist erhältlich in Faltschachteln mit:

  • 7, 14, 28, 30, 56, 60, 90 98 und 100 Hartkapseln in nicht perforierten Blisterpackungen
  • 30 x 1, 60 x 1, 90 x 1 und 100 x 1 Hartkapsel in perforierten Einzeldosis-Blisterpackungen
  • Kalenderpackung: 7 x 1, 14 x 1, 28 x 1, 56 x 1 und 98 x 1 Hartkapsel in perforierten Einzeldosis-Blisterpackungen
  • 30 Hartkapseln in einem Tablettenbeh√§ltnis.

Pharmazeutischer Unternehmer

TAD Pharma GmbH Heinz-Lohmann-Straße 5 27472 Cuxhaven

Tel.: (04721) 606 0 Fax: (04721) 606 333 E-Mail: info@tad.de

Hersteller

Krka, d.d., Novo mesto

҆marjeҰka cesta 6 8501 Novo mesto Slowenien

Oder

Idifarma Desarrollo Farmaceutico, S.L. Poligono Mocholi, C/Noain N¬į1 31110 Noain (Valle de Elorz), Navarra Spanien

Oder

TAD Pharma GmbH

Heinz-Lohmann-Straße 5

27472 Cuxhaven

Deutschland

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Name des MitgliedstaatsName des Arzneimittels
DänemarkFingod

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im M√§rz 2021.

Anzeige

Zuletzt aktualisiert: 24.08.2023

Quelle: Fingod 0,5 mg Hartkapseln - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Fingolimod
Zulassungsland Deutschland
Hersteller TAD Pharma GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 01.04.2021
ATC Code L04AA27
Pharmakologische Gruppe Immunsuppressiva

Teilen

Anzeige

Ihr persönlicher Arzneimittel-Assistent

afgis-Qualit√§tslogo mit Ablauf Jahr/Monat: Mit einem Klick auf das Logo √∂ffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen √ľber medikamio GmbH & Co KG und sein/ihr Internet-Angebot: medikamio.com/ This website is certified by Health On the Net Foundation. Click to verify.
Medikamente

Durchsuche hier unsere umfangreiche Datenbank zu Medikamenten von A-Z, mit Wirkung und Inhaltsstoffen.

Wirkstoffe

Alle Wirkstoffe mit ihrer Anwendung, chemischen Zusammensetzung und Arzneien, in denen sie enthalten sind.

Krankheiten

Ursachen, Symptome und Behandlungsm√∂glichkeiten f√ľr h√§ufige Krankheiten und Verletzungen.

Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden