Wirkstoff(e) Betaxolol
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
Betäubungsmittel Nein
ATC Code C07AB05
Pharmakologische Gruppe Beta-Adrenozeptorantagonisten

Zulassungsinhaber

Sanofi-Aventis Deutschland GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Kerlone Betaxolol Cheplapharm Arzneimittel GmbH
Betoptima Betaxolol Novartis Pharma GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Kerlone mite ist ein Mittel zur Behandlung des Bluthochdrucks. Der arzneilich wirksame Bestandteil Betaxololhydrochlorid gehört zur Gruppe der Betarezeptorenblocker und wird angewendet, um einen zu hohen Blutdruck zu senken.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Kerlone mite darf nicht eingenommen werden,
wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen den arzneilich wirksamen Bestandteil Betaxolol oder andere Betarezeptorenblocker oder einen der sonstigen Bestandteile von Kerlone mite sind,
wenn Sie gleichzeitig MAO-Hemmer (Ausnahme MAO-B-Hemmstoffe) einnehmen,
wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel, die die arzneilich wirksamen Bestandteile Floctafenin oder Sultoprid enthalten, einnehmen,
oder wenn bei Ihnen die folgenden Erkrankungen festgestellt wurden:
medikamentös nicht ausreichend therapierte (nicht kontrollierte) Herzmuskelschwäche,
kardiogener Schock,
schwere allergische Sofortreaktion (anaphylaktische Reaktion) in der Vorgeschichte,
Erregungsleitungsstörungen von den Vorhöfen auf die Kammern des Herzens ohne Behandlung durch einen Herzschrittmacher (AV-Block 2. oder 3. Grades),
Sinusknoten-Syndrom (Sick-Sinus-Syndrom), einschlie√ülich eines sinuatrialen Blocks; ein Sick-Sinus-Syndrom ist eine Erkrankung nat√ľrlicher Schrittmacherzellen, die sich in abwechselnd sehr schnellen und langsamen Perioden des Herzschlags √§u√üert.
bereits in Ruhe auftretende Schmerzen, meist mit Engegef√ľhl im Brustkorb verbunden, bedingt durch ein Missverh√§ltnis zwischen Sauerstoffangebot und bedarf bei koronarer Herzkrankheit (Prinzmetal-Angina),
ein Ruhepuls von unter 50 Schlägen pro Minute vor Behandlungsbeginn (Bradykardie),
stark erniedrigter Blutdruck (systolisch < 90 mmHg),
Übersäuerung des Blutes (metabolische Azidose),
schwere Formen von anfallsweise auftretender, schmerzhafter Minderdurchblutung, meist im Bereich der Finger (Raynaud-Symptomatik), sowie weit fortgeschrittene periphere arterielle Verschlusskrankheit,
schwere Formen von Asthma und chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen (Neigung zu Bronchialverkrampfung; bronchiale Hyperreagibilität),
unbehandelter hormonproduzierender Tumor des Nebennierenmarks (Phäochromozytom).
Warnhinweis:
Calciumkanalblocker vom Verapamil- oder Diltiazem-Typ sowie andere Arzneimittel gegen Herzrhythmusst√∂rungen (wie Disopyramid oder Amiodaron) d√ľrfen Ihnen nicht intraven√∂s verabreicht werden, wenn Sie mit Kerlone mite behandelt werden. Eine Ausnahme stellt eine Behandlung unter intensivmedizinischen Bedingungen dar, da hier eine sorgf√§ltige und kontinuierliche √úberwachung des Patienten gew√§hrleistet ist.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Kerlone mite ist erforderlich,
wenn Sie
an einer koronaren Herzerkrankung leiden:
Die Behandlung mit Kerlone mite darf wegen einer m√∂glichen Verschlechterung der Erkrankung nicht pl√∂tzlich abgesetzt werden. Die Dosis soll schrittweise √ľber einen Zeitraum von 1‚Äď2 Wochen langsam verringert werden. Falls notwendig, sollte zur selben Zeit mit einer Ersatzbehandlung begonnen werden, um eine Verschlechterung der Angina-Pectoris-Erkrankung zu vermeiden (siehe auch unter Abschnitt 3., ?Wenn Sie die Einnahme von Kerlone mite abbrechen?).
unter milden und mittelschweren Formen von Asthma oder an einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung leiden:
Kerlone mite sollte bei Ihnen nur mit √§u√üerster Vorsicht, beginnend mit einer niedrigen Dosierung, eingesetzt werden. Vor Beginn der Behandlung sollte Ihr Arzt einen Lungenfunktionstest durchf√ľhren. Beta-2-agonistische Bronchodilatatoren k√∂nnen beim Auftreten bronchospastischer Reaktionen w√§hrend der Behandlung mit Kerlone mite eingesetzt werden.
an einer Herzmuskelschwäche leiden:
Wenn Sie an einer Herzmuskelschwäche leiden, die unter medikamentöser Behandlung stabil eingestellt ist, sollte Kerlone mite bei Bedarf in sehr niedrigen und nur in sich langsam erhöhenden Dosen unter strenger ärztlicher Überwachung bei Ihnen angewendet werden.
unter Herzrhythmusstörungen mit zu langsamer Herzschlagfolge leiden:
Die Ihnen verordnete Dosis muss von Ihrem behandelnden Arzt verringert werden, falls Ihr Ruhepuls während der Behandlung unter 5055 Schläge pro Minute fällt und Sie damit in Verbindung stehende Beschwerden haben.
unter geringgradigen Erregungsleitungsstörungen von den Vorhöfen auf die Kammern des Herzens (AV-Block 1. Grades) leiden.
unter Störungen der peripheren arteriellen Durchblutung leiden:
Die Einnahme von Kerlone mite kann bei Ihnen zu einer Verschlechterung der peripheren arteriellen Gef√§√üerkrankung f√ľhren. Sie d√ľrfen Kerlone mite nicht einnehmen, wenn Sie an einer weit fortgeschrittenen peripheren arteriellen Verschlusskrankheit leiden.
an einem hormonproduzierenden Tumor des Nebennierenmarks leiden:
Wenn Sie an einem hormonproduzierenden Tumor des Nebennierenmarks leiden, der behandelt wird, sollte die Behandlung des Bluthochdrucks mit Kerlone mite bei Ihnen nur unter genauer Blutdruck√ľberwachung erfolgen. Die Anwendung von Betarezeptorenblockern sollte nur nach vorheriger Alphablockade erfolgen.
unter einer Nierenfunktionsstörung leiden:
Die Ihnen verordnete Dosis sollte von dem behandelnden Arzt Ihrem Serum-Kreatinin-Spiegel sowie der Kreatinin-Clearance angepasst werden (siehe Abschnitt 3., ?Wie ist Kerlone mite einzunehmen??).
an einer Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) leiden:
Sie sollten Ihren Blutzuckerspiegel regelmäßig bestimmen, besonders zu Beginn der Behandlung, da es möglich ist, dass Sie Anzeichen eines stark erniedrigten Blutzuckerspiegels (Unterzuckerung), wie Herzklopfen, Zittern und Schwitzen, nicht rechtzeitig bemerken können (siehe unter Abschnitt 2., ?Bei Einnahme von Kerlone mite mit anderen Arzneimitteln? sowie Abschnitt 4., ?Welche Nebenwirkungen sind möglich??).
an einer Schuppenflechte leiden:
Betarezeptorenblocker k√∂nnen in Einzelf√§llen eine Schuppenflechte ausl√∂sen, die Anzeichen dieser Erkrankung verschlechtern oder zu schuppenflechte√§hnlichen Hautausschl√§gen f√ľhren (siehe Abschnitt 4., ?Welche Nebenwirkungen sind m√∂glich??).
Deshalb sollte die Einnahme von Kerlone mite bei Kenntnis einer Schuppenflechte (Psoriasis) in Ihrer persönlichen oder familiären Vorgeschichte nur nach sorgfältiger Abwägung durch Ihren behandelnden Arzt erfolgen.
bereits schon einmal allergisch reagiert haben:
Betarezeptorenblocker k√∂nnen die Empfindlichkeit gegen√ľber Allergenen und die Schwere akuter allergischer Allgemeinreaktionen erh√∂hen.
Wenn bei Ihnen fr√ľher schwere √úberempfindlichkeitsreaktionen aufgetreten sind und bei Ihnen eine Behandlung zur Schw√§chung bzw. Aufhebung der allergischen Reaktionsbereitschaft (Desensibilisierungsbehandlung; Vorsicht, √ľberschie√üende anaphylaktische Reaktionen!) durchgef√ľhrt wird, muss Ihr behandelnder Arzt die Anwendung von Kerlone mite deshalb streng abw√§gen.
eine Narkose bekommen sollen:
Sie m√ľssen Ihren Narkosearzt dar√ľber informieren, dass Sie Kerlone mite einnehmen, damit er die Wirkungen und Nebenwirkungen des Betarezeptorenblockers bei der Narkose ber√ľcksichtigen kann.
sich in augenärztlicher Behandlung befinden:
Kerlone mite vermindert den Augeninnendruck und kann entsprechende Messungen zur Feststellung des Glaukoms beeinflussen. Bei gleichzeitiger Anwendung am Auge und Einnahme von Betarezeptorenblockern k√∂nnen sich die Wirkungen verst√§rken. Bitte informieren Sie Ihren Augenarzt √ľber Ihre Behandlung mit Kerlone mite.
an einer √úberfunktion der Schilddr√ľse leiden:
Betarezeptorenblocker k√∂nnen die Auswirkungen einer √úberfunktion der Schilddr√ľse auf das Herz und die Gef√§√üe verschleiern.
Kinder und Jugendliche:
Dieses Arzneimittel ist nicht f√ľr die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen bestimmt, da die Sicherheit und Wirksamkeit in dieser Altersgruppe nicht ausreichend untersucht wurde.
√Ąltere Patienten:
Bei √§lteren Patienten soll die Behandlung mit einer niedrigen Dosis begonnen und eng √ľberwacht werden.
Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken:
Die Anwendung von Kerlone mite kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen f√ľhren.
Zudem kann es bei Fehlgebrauch von Kerlone mite als Dopingmittel zu einer Gefährdung der Gesundheit kommen.
Schwangerschaft und Stillzeit Schwangerschaft
Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf schädliche Auswirkungen auf embryonale/fetale Entwicklung, Geburt oder postnatale Entwicklung (teratogene Effekte). Bisher liegen keine Hinweise auf teratogene Effekte beim Menschen vor.
Betarezeptorenblocker vermindern die plazentare Durchblutung, was zu intrauterinem Fruchttod, Fehl- oder Fr√ľhgeburten f√ľhren kann. Des Weiteren kann es zum Auftreten von Nebenwirkungen (vor allem Unterzuckerung [Hypoglyk√§mie] und Bradykardie) beim F√∂tus kommen.
In der Schwangerschaft d√ľrfen Sie Kerlone mite nur nach strenger Abw√§gung des Nutzen-Risiko-Verh√§ltnisses durch Ihren behandelnden Arzt einnehmen.
Neugeborenenperiode:
Effekte der m√ľtterlichen Betablocker-Behandlung k√∂nnen sich beim Neugeborenen √ľber mehrere Tage nach der Geburt auswirken. F√ľr das Neugeborene besteht in der postnatalen Periode ein erh√∂htes Risiko f√ľr kardiale und pulmonale Komplikationen. Falls es beim Neugeborenen zum Auftreten von Herzmuskelschw√§che kommt, ist eine Aufnahme auf eine Intensivstation notwendig.
Wegen des Risikos f√ľr eine akute Wasseransammlung in der Lunge (pulmonale √Ėdeme) ist der Einsatz von Plasmaexpandern zu vermeiden. √úber das Auftreten von Bradykardie, Atemdepression und Hypoglyk√§mie wurde ebenfalls berichtet. Eine intensivierte √úberwachung des Neugeborenen hinsichtlich Herzfrequenz und Blutzucker innerhalb der ersten 35 Lebenstage wird daher empfohlen.
Stillzeit:
Betaxololhydrochlorid, der arzneilich wirksame Bestandteil von Kerlone mite, geht in die Muttermilch √ľber, aus diesem Grund und als Vorsichtsma√ünahme sollten Sie w√§hrend der gesamten Behandlungszeit nicht stillen.
Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Beachten Sie bitte beim Lenken von Fahrzeugen, bei Arbeiten ohne sicheren Halt oder dem Bedienen von Maschinen, dass es durch die Einnahme von Kerlone mite gelegentlich zum Auftreten von Schwindel und M√ľdigkeit kommen kann.
Wichtige Informationen √ľber bestimmte sonstige Bestandteile von Kerlone mite
Dieses Arzneimittel enth√§lt Lactose. Bitte nehmen Sie Kerlone mite daher erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertr√§glichkeit gegen√ľber bestimmten Zuckern leiden.

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Wie wird es angewendet?

WIE IST KERLONE MITE EINZUNEHMEN?
Nehmen Sie Kerlone mite immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosierung:
Erwachsene:
Bei leichtem Bluthochdruck nehmen Erwachsene 1-mal täglich 1 Filmtablette (10 mg Betaxololhydrochlorid). Falls notwendig, wird diese Dosierung auf 1-mal täglich 2 Filmtabletten (20 mg Betaxololhydrochlorid) erhöht.
Bei mittelschwerem Bluthochdruck beträgt die Standarddosis 1-mal täglich 2 Filmtabletten (20 mg Betaxololhydrochlorid).
Kinder und Jugendliche:
Dieses Arzneimittel ist nicht f√ľr die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen bestimmt, da die Sicherheit und Wirksamkeit in dieser Altersgruppe nicht ausreichend untersucht wurde.
√Ąltere Patienten:
Bei √§lteren Patienten soll die Behandlung mit einer niedrigen Dosis begonnen und eng √ľberwacht werden.
Patienten mit Leberfunktionsstörung oder Nierenfunktionsstörung:
Bei bestehender Leberfunktionsst√∂rung oder im Falle einer Nierenfunktionsst√∂rung (bis zu einer Kreatinin-Clearance von 30 ml/min) ist eine Dosisanpassung f√ľr gew√∂hnlich nicht erforderlich. Es empfiehlt sich jedoch eine l√§ngere klinische √úberwachung dieser Patienten bei Behandlungsbeginn, bis konstante Wirkstoffkonzentrationen erreicht sind (im Allgemeinen innerhalb von 4 Tagen).
Bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionseinschr√§nkung (Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min) und bei Dialyse-Patienten sollte die Dosis von 1 Filmtablette (10 mg Betaxololhydrochlorid) nicht √ľberschritten werden.
Art der Anwendung
Die Filmtabletten sind zum Einnehmen. Die Filmtablette kann zum besseren Schlucken entlang der Bruchrille in zwei Hälften geteilt werden. Die Bruchrille dient nicht zum Teilen in gleiche Dosen.
Nehmen Sie die Filmtabletten unzerkaut mit wenig Fl√ľssigkeit ein. Die Einnahme kann unabh√§ngig von den Mahlzeiten erfolgen.
Bei Dialyse-Patienten kann die Einnahme der täglichen Dosis unabhängig vom Zeitpunkt der Dialyse-Behandlung erfolgen.
Dauer der Anwendung
√úber die Dauer der Anwendung entscheidet Ihr behandelnder Arzt.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Kerlone mite zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge Kerlone mite eingenommen haben, als Sie sollten
Bei Überdosierung oder bedrohlichem Abfall der Herzschlagfolge und/oder des Blutdrucks muss die Behandlung mit Kerlone mite unter ärztlicher Aufsicht abgebrochen werden.
In Abh√§ngigkeit vom Ausma√ü der √úberdosierung sind folgende Symptome m√∂glich: Schw√§che, Schwindelgef√ľhl, Schwei√üausbruch, Sehst√∂rungen, Benommenheit bis zur Bewusstlosigkeit, Erbrechen, Abnahme der Herzschlagfolge bis zum Herzstillstand, Herzleistungsschw√§che, kardiogener Schock, zus√§tzlich Atembeschwerden, gelegentlich generalisierte Krampfanf√§lle.
Bei dringendem Verdacht einer Überdosierung benötigen Sie ärztliche Hilfe!
Wenn Sie die Einnahme von Kerlone mite vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
Wenn Sie die Einnahme von Kerlone mite abbrechen
Setzen Sie Kerlone mite nicht eigenmächtig ab.
Eine Unterbrechung oder √Ąnderung der Dosierung darf nur auf √§rztliche Anweisung erfolgen. Soll die Behandlung mit Kerlone mite nach l√§ngerer Anwendung unterbrochen oder abgesetzt werden, hat dies grunds√§tzlich langsam ausschleichend zu erfolgen, insbesondere wenn Sie an einer Erkrankung der Herzgef√§√üe (koronare Herzkrankheit) leiden. Ein pl√∂tzliches Absetzen kann zur Minderdurchblutung des Herzmuskels mit neuerlicher Verschlimmerung von unter Belastung anfallsartig auftretenden Schmerzen, meist mit Engegef√ľhl im Brustkorb (Angina Pectoris), oder zu einem Herzinfarkt oder zum Wiederauftreten eines Bluthochdruckes f√ľhren.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Kerlone mite mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen oder anwenden bzw. vor Kurzem eingenommen oder angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Bei gleichzeitiger Einnahme von Kerlone mite mit den folgenden Arzneimitteln kann es zu einer Verstärkung der Wirkung und zu einer möglichen Verstärkung der Nebenwirkungen kommen:
Reserpin, Alpha-Methyldopa, Clonidin, Guanfacin oder Herzglykoside enthaltende Arzneimittel:
Eine gleichzeitige Einnahme von Kerlone mite mit diesen Arzneimitteln wird nicht empfohlen, da es zu einer stark verlangsamten Herzschlagfolge und zu einer Verzögerung der Erregungsleitung am Herzen kommen kann.
Betäubungsmittel:
Die gleichzeitige Anwendung von Kerlone mite und Betäubungsmitteln kann eine verstärkte Blutdrucksenkung zur Folge haben.
Im Allgemeinen sollte die Behandlung mit Betarezeptorenblockern vor Operationen nicht abgesetzt werden, auf jeden Fall ist aber ein pl√∂tzliches Absetzen zu vermeiden. Der Narkosearzt muss √ľber die Behandlung mit Betarezeptorenblockern informiert werden.
Falls ein Absetzen der Behandlung notwendig erscheint, sollte ein Abstand von 48 Stunden zwischen der letzten Einnahme von Kerlone mite und der Allgemeinnarkose oder der Anwendung von peripheren Muskelrelaxanzien eingehalten werden.
Periphere Muskelrelaxanzien (z. B. Suxamethoniumhalogenid, Tubocurarin):
Die muskelerschlaffende Wirkung von peripheren Muskelrelaxanzien kann durch die Betarezeptoren-Hemmung von Kerlone mite verstärkt oder verlängert werden.
Calciumkanalblocker:
Kerlone mite und Verapamil sollen nicht gleichzeitig angewendet werden, auch nicht vor√ľbergehend. Bei gleichzeitiger Einnahme von Kerlone mite und Calciumkanalblockern vom Verapamil- oder Diltiazem-Typ ist eine sorgf√§ltige √úberwachung des Patienten angezeigt, da es zu Blutdruckabfall, Verlangsamung der Herzschlagfolge und anderen Herzrhythmusst√∂rungen kommen kann.
Bei gleichzeitiger Einnahme von Kerlone mite und Calciumkanalblockern vom Nifedipin-Typ kann es zu stärkerem Blutdruckabfall und in Einzelfällen zur Ausbildung einer Herzmuskelschwäche kommen.
Baclofen:
Bei gleichzeitiger Anwendung mit Baclofen wird die blutdrucksenkende Wirkung von Kerlone mite verst√§rkt. Der Blutdruck muss genau √ľberwacht und die Dosierung von Kerlone mite gegebenenfalls angepasst werden.
Insulin und blutzuckersenkende Arzneimittel zum Einnehmen:
Die gleichzeitige Anwendung von Kerlone mite und Insulin oder blutzuckersenkenden Arzneimitteln zum Einnehmen kann deren Wirkung verstärken oder verlängern (siehe unter Abschnitt 2., ?Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Kerlone mite ist erforderlich? und Abschnitt 4., ?Welche Nebenwirkungen sind möglich??). Warnzeichen eines erniedrigten Blutzuckers, insbesondere erhöhte Herzfrequenz, können verschleiert oder abgemildert werden. Kontrollieren Sie Ihren Blutzuckerspiegel daher regelmäßig.
Lidocain:
Wechselwirkungen mit Lidocain wurden f√ľr Propranolol, Metoprolol und Nadolol beschrieben. In Kombination mit Betarezeptorenblockern kommt es zu einer Verminderung der Verstoffwechslung von Lidocain in der Leber sowie in der Folge zu einem Anstieg des Plasma-Lidocain-Spiegels. Ein damit verbundener Anstieg von neurologischen und kardialen Nebenwirkungen ist nicht auszuschlie√üen.
Die Dosierung von Lidocain sollte daher angepasst werden. Eine klinische und EKG-√úberwachung sowie eine Kontrolle des Plasma-Lidocain-Spiegels sollte w√§hrend und nach Absetzen der Behandlung mit Betarezeptorenblockern durchgef√ľhrt werden.
Neuroleptika:
Bei gleichzeitiger Einnahme von Kerlone mite und Neuroleptika kann es zu stärkerem Blutdruckabfall und in Einzelfällen zur Ausbildung einer Herzmuskelschwäche kommen.
Andere blutdrucksenkende Mittel, Vasodilatatoren, harntreibende Mittel (Diuretika) sowie trizyklische Antidepressiva, Barbiturate und Phenothiazine:
Bei gleichzeitiger Einnahme von Kerlone mite kann es zu einem verstärkten Blutdruckabfall kommen.
Nicht hydrierte Mutterkornalkaloide:
Bei gleichzeitiger Einnahme von Kerlone mite kann die Gefahr des Auftretens von peripheren Durchblutungsstörungen erhöht werden.
Mefloquin:
Bei gemeinsamer Verabreichung von Kerlone mite mit Mefloquin besteht eine erh√∂hte Gefahr f√ľr eine Verlangsamung der Herzschlagfolge.
Bei gleichzeitiger Einnahme von Kerlone mite mit den folgenden Arzneimitteln kann es zu einer Abschwächung der Wirkung kommen:
Sympathomimetika:
Bei gemeinsamer Verabreichung mit Sympathomimetika kann die Wirkung der Betarezeptorenblocker abgeschwächt werden.
Arzneimittel gegen Entz√ľndungen (z. B. Indometacin):
Diese Arzneimittel können die blutdrucksenkende Wirkung von Kerlone mite abschwächen.
Nebennierenrindenhormone:
Bestimmte Hormone der Nebennierenrinde (Kortikoide) k√∂nnen die Wirkung von Kerlone verringern. Dies gilt auch f√ľr Hormone, die die Aussch√ľttung von Nebennierenrindenhormonen anregen (z. B. Corticotropin).
Sonstige mögliche Wechselwirkungen:
Amiodaron:
Eine gleichzeitige Einnahme von Kerlone mite mit Arzneimitteln, die den Wirkstoff Amiodaron enthalten, wird nicht empfohlen, da es zu Störungen der Herzkontraktion sowie der Erregungsleitung kommen kann.
Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen:
Bei gleichzeitiger Einnahme von Kerlone mite mit Arzneimitteln gegen Herzrhythmusst√∂rungen (Antiarrhythmika wie Propafenon und Klasse IA: Chinidin, Hydrochinidin und Disopyramid) kann es durch Unterdr√ľckung der sympathischen Kompensationsmechanismen zu St√∂rungen der kardialen Kontraktilit√§t und Erregungsleitung kommen.
Clonidin:
Bitte beachten Sie, dass nach einem pl√∂tzlichen Absetzen eines Arzneimittels, das Clonidin enth√§lt, bei gleichzeitiger Einnahme von Kerlone mite der Blutdruck √ľberschie√üend ansteigen kann. Das Clonidin enthaltende Arzneimittel darf daher erst abgesetzt werden, wenn einige Tage zuvor die Einnahme von Kerlone mite beendet wurde. Anschlie√üend kann das Clonidin enthaltende Arzneimittel stufenweise abgesetzt werden.
Iodhaltige Kontrastmittel:
Im Fall von Schock oder Blutdruckabfall nach Verabreichung iodhaltiger Kontrastmittel verursachen Betarezeptorenblocker eine Reduktion kardiovaskul√§rer Kompensationsmechanismen. Wenn m√∂glich, sollten Betarezeptorenblocker daher vor einer radiologischen Kontrastmitteluntersuchung abgesetzt werden. Falls die Fortf√ľhrung der Betarezeptorenblockerbehandlung unumg√§nglich ist, ist auf die Verf√ľgbarkeit einer Intensiv√ľberwachung zu achten.
Arzneimittel zur Neutralisation der Magensäure (Antazida):
Bei gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln zur Neutralisation der Magensäure (Antazida) sollte Kerlone mite 2 Stunden nach dem Antazidum eingenommen werden.
WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND M√ĖGLICH?
Wie alle Arzneimittel kann Kerlone mite Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem Behandelten auftreten m√ľssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig:mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig:1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich:1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten:1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr selten:weniger als 1 Behandelter von 10.000
Nicht bekannt:H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Sehr selten: Die Blutzuckerwerte können zu stark abfallen oder ansteigen. Eine verborgene (latente) Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) kann offenkundig (manifest) werden oder eine bereits bestehende kann sich verschlechtern.
H√§ufigkeit nicht bekannt: Bei Patienten mit Schilddr√ľsen√ľberfunktion (Hyperthyreose) k√∂nnen die klinischen Zeichen einer krisenhaften Verschlimmerung dieser Schilddr√ľsen√ľberfunktion (Thyreotoxikose) (erh√∂hte Herzschlagfolge [Tachykardie] und Zittern [Tremor]) maskiert sein.
Nach längerem strengem Fasten oder schwerer körperlicher Belastung kann es zu Zuständen mit Unterzuckerung (Hypoglykämie) kommen. Warnzeichen einer Hypoglykämie (insbesondere erhöhte Herzschlagfolge [Tachykardie] und Zittern [Tremor]) können verschleiert werden.
Es kann zu Störungen im Fettstoffwechsel kommen. Bei meist normalen Gesamtblutfetten (Gesamtcholesterin) wurden eine Verminderung des HDL-Cholesterins und eine Erhöhung der Triglyceride im Plasma beobachtet.
Psychiatrische Erkrankungen
Häufig: Schlaflosigkeit.
Selten: depressive Erkrankungen.
Sehr selten: Halluzinationen, Verwirrung, Albträume.
Erkrankungen des Nervensystems
H√§ufig: Insbesondere zu Beginn der Behandlung kann es zu M√ľdigkeit, Schwindelgef√ľhl, Kopfschmerzen, Schwitzen und Schlafst√∂rungen kommen.
Gelegentlich: kann es zu einem der Myasthenia gravis ähnlichen Krankheitsbild mit Muskelschwäche kommen.
Sehr selten: Verstärkung einer bestehenden Myasthenia gravis. Empfindungsstörungen (Parästhesien) an den Extremitäten.
Augenerkrankungen
Gelegentlich: Einschränkung des Tränenflusses (dies ist beim Tragen von Kontaktlinsen zu beachten).
Sehr selten: Sehstörungen.
Herzerkrankungen
Häufig: Verminderung der Herzschlagfolge (Bradykardie).
Selten: verst√§rkter Blutdruckabfall, St√∂rungen der Erregungs√ľberleitung vom Herzvorhof (Atrium) auf die Herzkammer (Ventrikel) (atrioventrikul√§re √úberleitungsst√∂rungen), Verst√§rkung einer Herzmuskelschw√§che (Herzinsuffizienz).
Sehr selten: Bei Patienten mit Angina Pectoris ist eine Verstärkung der Anfälle nicht auszuschließen.
Gefäßerkrankungen
H√§ufig: K√§ltegef√ľhl an den Extremit√§ten.
Selten: Eine Verstärkung der Symptome einer anfallsweisen schmerzhaften Minderdurchblutung, meist im Bereich der Finger (Raynaud-Syndrom), wurde beobachtet.
Auch eine Verstärkung der Beschwerden von Patienten mit peripheren arteriellen Durchblutungsstörungen (einschließlich des Auftretens von heftigen Wadenschmerzen nach Gehen einer bestimmten Strecke [Claudicatio intermittens]) wurde beobachtet.
Erkrankungen der Atemwege und des Brustraums
Selten: Infolge einer möglichen Verengung der Atemwege kann es insbesondere bei Patienten mit Neigung zu bronchospastischen Reaktionen (insbesondere obstruktiven Atemwegserkrankungen) zu Atemnot kommen.
Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts
H√§ufig: Vor√ľbergehend kann es zu Magen-Darm-Beschwerden (√úbelkeit, Erbrechen, Verstopfung [Obstipation], Durchfall [Diarrh√∂]) kommen.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
H√§ufig: allergische Hautreaktionen (R√∂tung, Juckreiz, entz√ľndliche Hautver√§nderungen [Exantheme]) und Haarausfall.
Selten: Betarezeptorenblocker k√∂nnen eine Schuppenflechte (Psoriasis) ausl√∂sen, die Symptome dieser Erkrankung verschlechtern oder zu schuppenflechte√§hnlichen (psoriasiformen) Hautausschl√§gen f√ľhren.
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdr√ľse
Sehr selten: Libido- und Potenzstörungen.
Allgemeine Erkrankungen
Häufig: Schwäche.
Untersuchungen
Selten: Auftreten von gegen Zellkerne gerichteten (antinukleären) Antikörpern. Nur in Ausnahmefällen begleitet von Lupus-erythematodes-ähnlichen Symptomen. Die Antikörper nehmen ab, sobald die Therapie mit Betaxololhydrochlorid beendet wird.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren.
Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf der Lasche der Faltschachtel und auf der Sichtverpackung (Blister) nach ?Verwendbar bis? angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Aufbewahrungsbedingungen:
Nicht √ľber 30 ¬įC lagern.

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Weitere Informationen

Was Kerlone mite enthält
Der Wirkstoff ist Betaxololhydrochlorid.
1 Filmtablette Kerlone mite enthält 10 mg Betaxololhydrochlorid.
Die sonstigen Bestandteile sind:
Mikrokristalline Cellulose, Lactose-Monohydrat, Poly(O-carboxymethyl)stärke, Natriumsalz, hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat (Ph. Eur.), Hypromellose, Titandioxid, Macrogol 400.
Wie Kerlone mite aussieht und Inhalt der Packung:
Wei√üe, l√§ngliche, beidseitig gew√∂lbte Filmtablette, die mit einer Bruchrille versehen ist. Die Filmtabletten sind zur Entnahme von Einzeldosen in Durchdr√ľckpackungen abgepackt, die mit einer Sichtverpackung (Blister) aus PVC-/Aluminiumfolie (mit Hei√üsiegellack beschichtet) verschwei√üt sind.
Kerlone mite ist in Packungen zu 30, 50 oder 100 Filmtabletten erhältlich.
Pharmazeutischer Unternehmer
Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
65926 Frankfurt am Main
Postanschrift:
Postfach 80 08 60
65908 Frankfurt am Main
Telefon: (01 80) 2 22 20 10**0,06 ?/Anruf (dt. Festnetz); max. 0,42 ?/min (Mobilfunk).
Telefax: (01 80) 2 22 20 11*
Hersteller
Sanofi Winthrop Industrie
82, Avenue Raspail
94255 Gentilly
Frankreich
Die Gebrauchsinformation wurde zuletzt √ľberarbeitet im September 2010.

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Wirkstoff(e) Betaxolol
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
Betäubungsmittel Nein
ATC Code C07AB05
Pharmakologische Gruppe Beta-Adrenozeptorantagonisten

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden