Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Was ist Risperidon 1 mg und wof√ľr wird es angewendet?
Risperidon 1 mg ist ein sogenanntes atypisches Neuroleptikum zur Behandlung bestimmter psychischer Störungen.
Risperidon 1 mg wird angewendet zur
  • Behandlung einer Krankheit - einschlie√ülich kurzfristiger Verschlechterungen - mit psychotischen Symptomen wie H√∂ren, Sehen oder F√ľhlen von Dingen, die nicht wirklich da sind, irrigen √úberzeugungen, ungew√∂hnlichem Misstrauen und R√ľckzug von der Umwelt; auch zur Weiterbehandlung, um dem Wiederauftreten dieser Erkrankung bei stabil eingestellten Patienten vorzubeugen;
  • Behandlung eines Zustandes mit √ľbersteigertem Hochgef√ľhl, dem Gef√ľhl ungew√∂hnliche Energie zu haben, viel weniger Schlaf zu brauchen als gew√∂hnlich, sehr schnellem Sprechen mit schnell wechselnden Ideen und manchmal starker Reizbarkeit;
  • Behandlung von schwerer, langanhaltender Aggressivit√§t bei Demenz, durch die sich die Patienten selbst und andere gef√§hrden, oder psychotischen Symptomen bei Demenz, durch die die Patienten erheblich beeintr√§chtigt werden;
  • Behandlung von bestimmten Verhaltensst√∂rungen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit selbst-/fremdaggressivem oder behandlungsbed√ľrftigem st√∂rendem Verhalten bei Intelligenzminderung oder Intelligenz im unteren Normbereich.
Inhaltsverzeichnis
Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
Wie wird es angewendet?
Was sind mögliche Nebenwirkungen?
Wie soll es aufbewahrt werden?
Weitere Informationen

Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Risperidon 1 mg darf nicht eingenommen werden,
  • wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen Risperidon oder einen der sonstigen Bestandteile von Risperidon 1 mg sind.
  • wenn bei Ihnen erh√∂hte, nicht durch Medikamente bedingte, Prolaktinspiegel vorliegen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Risperidon 1 mg ist erforderlich,
Wenn Sie an einer der folgenden Krankheiten leiden, sagen Sie es bitte Ihrem Arzt, bevor Sie Risperidon 1 mg einnehmen:
- eingeschränkte Leber- und Nierenfunktion,
- Parkinson-Krankheit,
- bestimmte Form der Demenz (Lewy-Body-Demenz),
- Anfallsleiden (Epilepsie),
- bestimmte hormonabhängige Tumorleiden (prolaktinabhängige Tumoren),
- schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen,
- Blutbildveränderungen,
- Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) oder Vorliegen von Risikofaktoren f√ľr das Auftreten einer Zuckerkrankheit.
Bei der Behandlung mit Risperidon kann, insbesondere zu Beginn der Behandlung, niedriger Blutdruck auftreten. Risperidon sollte bei Patienten mit bekannten Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z. B. bestimmten erblichen Herzerkrankungen, deutlich verlangsamtem Puls, Herzschwäche, Herzinfarkt, Reizleitungsstörungen, vermindertem Wassergehalt im Körper, verminderter Blutmenge oder Erkrankungen der das Gehirn versorgenden Blutgefäße), bei nachgewiesenem Kalium- oder Magnesiummangel im Blut sowie bei gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln, die Herzrhythmusstörungen auslösen können, nur mit Vorsicht angewendet werden. Im Zweifelsfall wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.
Bei l√§ngerer Behandlung mit Risperidon 1 mg k√∂nnen unwillk√ľrliche Bewegungen, vorzugsweise des Gesichts, auftreten (tardive Dyskinesien). In diesem Fall suchen Sie bitte Ihren Arzt auf - gegebenenfalls muss die Dosierung verringert oder Risperidon 1 mg abgesetzt werden.
Das Auftreten von Fieber, Muskelsteife, beschleunigter Atmung, starkem Schwitzen und vermindertem Bewusstsein (malignes neuroleptisches Syndrom) wurde mit der Anwendung von antipsychotisch wirksamen Arzneimitteln in Verbindung gebracht. Bei Auftreten solcher Anzeichen muss sofort ein Arzt aufgesucht werden - gegebenenfalls muss Risperidon 1 mg abgesetzt werden.
Kinder und Jugendliche:
Mit Ausnahme des Anwendungsgebietes "Verhaltensst√∂rungen bei Intelligenzminderung" liegen zur Wirksamkeit und Vertr√§glichkeit von Risperidon bei Kindern und Jugendlichen keine ausreichenden Studien vor. Risperidon 1 mg sollte deshalb bei Kindern unter 5 Jahren mit Verhaltensst√∂rungen, und in den anderen 3 Anwendungsgebieten bei Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren nur unter besonderer Ber√ľcksichtigung des Nutzen-Risiko-Verh√§ltnisses verordnet werden.
√Ąltere Patienten:
Bei √§lteren Patienten mit Demenz ist das Risiko f√ľr Durchblutungsst√∂rungen des Gehirns einschlie√ülich Schlaganfall und vor√ľbergehender Minderdurchblutung unter Risperidon erh√∂ht. Damit Ihr Arzt Nutzen und Risiko einer Verordnung bei Demenz abw√§gen kann, bitten wir Sie und gegebenenfalls Ihre Betreuer, Ihrem Arzt mitzuteilen, ob bei Ihnen Faktoren, die das Auftreten eines Schlaganfalls beg√ľnstigen, wie Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Durchblutungsst√∂rungen des Gehirns, bekannt sind. Bei Auftreten von Erscheinungen wie pl√∂tzlicher Schw√§che, Taubheitsgef√ľhl in Gesicht, Armen oder Beinen, vor allem einseitig, oder undeutlichem Sprechen, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen.
Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Furosemid-haltige Arzneimittel einnehmen. Furosemid ist ein Arzneimittel gegen Bluthochdruck und zur Behandlung von Schwellungen (√Ėdemen) aufgrund von Wassereinlagerungen im K√∂rper. Studien an √§lteren Patienten mit Demenz haben gezeigt, dass die Behandlung mit Risperidon in Kombination mit Furosemid-haltigen Arzneimitteln gesundheitsgef√§hrdend sein kann.
Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Schwangerschaft
Es liegen nur sehr wenige Erfahrungen mit einer Anwendung von Risperidon an Schwangeren vor. Diese Daten lassen jedoch nicht auf Nebenwirkungen von Risperidon auf die Schwangerschaft oder die Gesundheit des ungeborenen Kindes bzw. Neugeborenen schlie√üen. Daher darf bei Ihnen Risperidon 1 mg in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn Ihr Arzt dies unter Ber√ľcksichtigung des Risikos f√ľr Mutter und Kind f√ľr zwingend erforderlich h√§lt.
Wenn Sie w√§hrend der Behandlung mit Risperidon 1 mg schwanger werden m√∂chten oder vermuten, dass Sie schwanger sind, teilen Sie dies bitte umgehend Ihrem Arzt mit, damit er √ľber die Notwendigkeit der weiteren Behandlung mit Risperidon 1 mg bzw. der Umstellung auf ein anderes Arzneimittel oder des Abbruchs der Behandlung entscheiden kann.
Stillzeit:
Risperidon, der Wirkstoff in Risperidon 1 mg, geht in die Muttermilch √ľber. H√§lt Ihr Arzt eine Behandlung mit Risperidon 1 mg in der Stillzeit f√ľr erforderlich, sollte ein Abstillen erwogen werden.
Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:
Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.
Wichtige Informationen √ľber bestimmte sonstige Bestandteile von Risperidon 1 mg
Dieses Arzneimittel enth√§lt Lactose. Bitte nehmen Sie Risperidon 1 mg daher erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunvertr√§glichkeit leiden.

Wie wird es angewendet?

Wie ist Risperidon 1 mg einzunehmen?
Nehmen Sie Risperidon 1 mg immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosis:
Zur Vereinfachung wird die Dosierung hier in Milligramm Risperidon angegeben. Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wie viele Filmtabletten Sie benötigen.
Behandlung einer Krankheit - einschlie√ülich kurzfristiger Verschlechterungen - mit psychotischen Symptomen wie H√∂ren, Sehen oder F√ľhlen von Dingen, die nicht wirklich da sind, irrige √úberzeugungen, ungew√∂hnliches Misstrauen und R√ľckzug von der Umwelt:
Erwachsene:
Die Tagesdosis Risperidon kann einmalig oder auf zwei Einzeldosen verteilt eingenommen werden.
Die Behandlung mit Risperidon 1 mg sollte mit einer niedrigen Dosis beginnen und bis zu der f√ľr Sie am besten geeigneten Dosis erh√∂ht werden. Wann und um wie viel die Dosis gesteigert wird, entscheidet Ihr Arzt.
Nach einer √ľblichen Anfangsdosis von 2 mg Risperidon pro Tag liegt f√ľr die meisten Patienten die optimale Erhaltungsdosis zwischen 4 und 6 mg Risperidon t√§glich. Bei einigen Patienten kann eine niedrigere Anfangs- und Erhaltungsdosis angemessen sein.
√Ąltere Patienten:
F√ľr √§ltere Patienten wird eine niedrigere Dosierung empfohlen; in der Regel betr√§gt die maximale Erhaltungsdosis nach Aufdosierung 4 mg Risperidon pro Tag.
Behandlung eines Zustandes mit √ľbersteigertem Hochgef√ľhl, dem Gef√ľhl ungew√∂hnliche Energie zu haben, viel weniger Schlaf zu brauchen als gew√∂hnlich, sehr schnellem Sprechen mit schnell wechselnden Ideen und manchmal starker Reizbarkeit:
Bei dieser Patientengruppe wird eine Anfangsdosis von einmal t√§glich 2 mg Risperidon empfohlen. Diese Dosis kann, sofern notwendig, fr√ľhestens nach 24 Stunden um 1 mg Risperidon pro Tag erh√∂ht werden. Der empfohlene Dosisbereich betr√§gt 3 - 4 mg Risperidon pro Tag.
Behandlung von schwerer, langanhaltender Aggressivität bei Demenz und psychotischen Symptomen bei Demenz:
Die Behandlung mit Risperidon 1 mg sollte mit einer niedrigen Dosis beginnen und bis zu der f√ľr Sie am besten geeigneten Dosis erh√∂ht werden. Wann und um wie viel die Dosis gesteigert wird, entscheidet Ihr Arzt.
Nach einer √ľblichen Anfangsdosis von 0,25 mg Risperidon 2-mal t√§glich liegt f√ľr die meisten Patienten die Erhaltungsdosis bei 1 mg Risperidon t√§glich. Bei einigen Patienten kann eine Erhaltungsdosis bis zu 2 mg Risperidon t√§glich angemessen sein.
F√ľr die Anfangsdosierung stehen niedrigere Wirkst√§rken zur Verf√ľgung.
Die Erhaltungsdosis kann einmal pro Tag, oder auf zwei Gaben verteilt, d.h. morgens und abends, eingenommen werden.
Vom Arzt sollte in regelm√§√üigen Abst√§nden gepr√ľft werden, ob eine Behandlung mit Risperidon 1 mg weiterhin erforderlich ist.
Behandlung von Verhaltensstörungen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Intelligenzminderung:
F√ľr Patienten, die weniger als 50 kg wiegen, wird eine Anfangsdosis von 0,25 mg Risperidon einmal t√§glich empfohlen. Die Dosis kann fr√ľhestens jeden zweiten Tag um 0,25 mg Risperidon gesteigert werden. Die √ľbliche Erhaltungsdosis betr√§gt 0,25 bis 0,75 mg Risperidon einmal t√§glich.
F√ľr Patienten, die 50 kg oder mehr wiegen, wird eine Anfangsdosis von 0,5 mg Risperidon einmal t√§glich empfohlen. Die Dosis kann fr√ľhestens jeden zweiten Tag um 0,5 mg Risperidon gesteigert werden. Die √ľbliche Erhaltungsdosis betr√§gt 0,5 bis 1,5 mg Risperidon einmal t√§glich.
Patienten mit eingeschränkter Nieren- und Leberfunktion:
Unabhängig vom Anwendungsgebiet sollten Anfangs- und Folgedosierungen halbiert und Patienten mit beeinträchtigter Nieren- oder Leberfunktion langsamer aufdosiert werden.
Risperidon 1 mg sollte bei dieser Patientengruppe mit Vorsicht eingesetzt werden.
Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen:
Insbesondere bei dieser Patientengruppe ist eine vorsichtig einschleichende Dosierung von Bedeutung. Beim Auftreten von erniedrigten Blutdruckwerten sollte eine Dosisreduktion erwogen werden (siehe auch Abschnitt ?Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Risperidon 1 mg?.
Art der Anwendung
Die Dosierung und die Dauer der Behandlung wird von Ihrem Arzt festgelegt. Wichtig ist, dass Sie Risperidon 1 mg regelmäßig einnehmen und die Dosierungsvorschriften Ihres Arztes einhalten.
Die Filmtabletten sind mit Fl√ľssigkeit (z. B. mit einem Glas Wasser) einzunehmen. Sie k√∂nnen Risperidon 1 mg zu einer Mahlzeit oder unabh√§ngig davon einnehmen.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Risperidon 1 mg zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge Risperidon 1 mg eingenommen haben als Sie sollten
Im Falle einer √úberdosierung oder Vergiftung mit Risperidon 1 mg ist in jedem Fall unverz√ľglich ein Arzt (Vergiftungsnotruf z. B.) um Rat zu fragen.
Eine √úberdosierung kann sich in der Verst√§rkung der erw√ľnschten und unerw√ľnschten Arzneimittelwirkungen (Benommenheit, M√ľdigkeit, beschleunigter Herzschlag, verringerter Blutdruck, unwillk√ľrliche Bewegungen) √§u√üern.
Wenn Sie die Einnahme von Risperidon 1 mg vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern setzen Sie die Behandlung zum nächsten geplanten Einnahmezeitpunkt in der verordneten Dosis fort.
Wenn Sie die Einnahme von Risperidon 1 mg abbrechen
Dies sollte nur nach vorheriger Absprache mit Ihrem Arzt erfolgen. War dies nicht m√∂glich, sollten Sie Ihren Arzt unverz√ľglich dar√ľber informieren, damit er mit Ihnen √ľber das weitere Vorgehen entscheiden kann.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Risperidon 1 mg mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Grundsätzlich sind Wechselwirkungen mit allen Wirkstoffen möglich, die auf das zentrale Nervensystem einwirken, wie z. B. bestimmte Beruhigungs- und Schlafmittel, starke Schmerzmittel, bestimmte Arzneimittel gegen Allergien, Arzneimittel gegen Depressionen und Alkohol.
Welche anderen Arzneimittel beeinflussen die Wirkung von Risperidon?
Bestimmte Mittel gegen Depressionen (Fluoxetin und Paroxetin) können die Wirkung von Risperidon 1 mg verstärken.
Bestimmte Mittel gegen Epilepsie (z. B. Carbamazepin) können die Wirkung von Risperidon 1 mg vermindern.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Risperidon 1 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
Sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
Häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
Gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten
Selten: weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
Sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, oder unbekannt
Mögliche Nebenwirkungen:
Nervensystem und Psyche:
H√§ufig: Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Erregtheit, Angstzust√§nde, M√ľdigkeit.
M√ľdigkeit, die im Allgemeinen nur gering ausgepr√§gt und vor√ľbergehend ist, tritt bei Kindern und Jugendlichen h√§ufiger auf als bei Erwachsenen.
Gelegentlich: "Extrapyramidale Erscheinungen" (siehe unten).
Selten: Schläfrigkeit, Benommenheit, Konzentrationsstörungen.
Sehr selten: "Malignes neuroleptisches Syndrom" (siehe unten), Krampfanfälle, Panikreaktionen.
Nach l√§ngerer Behandlungsdauer k√∂nnen rhythmische Bewegungen vor allem von Gesicht und Zunge ("tardive Dyskinesien") auftreten. Bitte suchen Sie in diesen F√§llen unverz√ľglich Ihren Arzt auf.
Augen:
Selten: Sehstörungen.
Atemwege:
Selten: verstopfte Nase.
Herz-Kreislauf-System:
Gelegentlich: Besonders zu Behandlungsbeginn oder beim Wechsel vom Liegen zum Stehen können niedriger Blutdruck mit Schwindel und beschleunigter Herzschlag auftreten; auch Blutdrucksteigerung ist möglich.
Magen-Darm-Trakt:
Selten: Magen-Darm-Beschwerden (Verstopfung, Verdauungsstörungen, Übelkeit/Erbrechen, Bauchschmerzen).
Harntrakt / Geschlechtsorgane:
Selten: Dauererektion des Penis, Erektionsst√∂rungen, Ejakulationsst√∂rungen, Orgasmusst√∂rungen, unwillk√ľrlicher Urinabgang.
Endokrines (hormonbildendes) System:
Besonders bei h√∂herer Dosierung kann Risperidon zu erh√∂hten Prolaktinspiegeln im Blut f√ľhren. Dadurch k√∂nnen auftreten:
Gelegentlich: Menstruationsst√∂rungen bis hin zum Ausbleiben der Monatsblutung (Amenorrhoe), Milchabsonderung aus der Brustdr√ľse.
Selten: Vergr√∂√üerung der m√§nnlichen Brustdr√ľse.
Weil nicht ausgeschlossen werden kann, dass Prolaktin die Entwicklung von Brustkrebs f√∂rdert, sollten diesbez√ľglich gef√§hrdete Frauen Risperidon 1 mg nur mit entsprechender Vorsicht erhalten.
Skelettmuskulatur-Erkrankungen:
Sehr selten: Muskelschwäche.
Erkrankungen der Haut:
Selten: Hautrötung und andere allergische Reaktionen.
Sehr selten: Juckreiz, Hautausschlag, Lichtempfindlichkeit.
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen:
Sehr selten: Erh√∂hung des Blutzuckerspiegels und Verst√§rkung einer bestehenden Zuckerkrankheit und St√∂rung des Wasserhaushaltes z. B. durch √ľberm√§√üiges Trinken.
Bitte suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn Erscheinungen wie √ľberm√§√üiger Durst oder √ľberm√§√üiges Wasserlassen auftreten.
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems:
Sehr selten: Abnahme der weißen Blutkörperchen und/oder der Blutplättchen.
Allgemeine Erkrankungen:
Selten: Schwäche.
Sehr selten: Regulationsstörungen der Körpertemperatur.
Außerdem wurden bei der Behandlung mit Risperidon Gewichtszunahme, Wassereinlagerungen im Körper und Erhöhungen der Leberwerte beobachtet.
Durchblutungsstörungen des Gehirns:
Bei der Behandlung von √§lteren Patienten mit Demenz mit Risperidon wurden Durchblutungsst√∂rungen des Gehirns einschlie√ülich Schlaganfall (auch mit Todesfolge) und vor√ľbergehende Minderdurchblutung (TIA) beobachtet.
Extrapyramidale Erscheinungen:
Gelegentlich treten bei der Behandlung mit Risperidon sogenannte "extrapyramidale Symptome" auf. Dabei handelt es sich um unwillk√ľrliche K√∂rperbewegungen, Zittern, Muskelsteife, √ľberm√§√üige Speichelsekretion, Sitzunruhe, aber auch verlangsamte Bewegungen bis hin zur Unbeweglichkeit sind m√∂glich. Diese Erscheinungen sind in der Regel gering ausgepr√§gt und bilden sich bei Dosisverminderung bzw. unter Behandlung mit einem Antiparkinson-Mittel zur√ľck.
Diese Nebenwirkungen wurden sehr h√§ufig bei Patienten beobachtet, die aufgrund eines Zustandes mit √ľbersteigertem Hochgef√ľhl, dem Gef√ľhl ungew√∂hnliche Energie zu haben, viel weniger Schlaf zu brauchen als gew√∂hnlich, sehr schnellem Sprechen mit schnell wechselnden Ideen und manchmal starker Reizbarkeit mit Risperidon behandelt wurden.
Bei Auftreten dieser Nebenwirkungen sollte so bald wie möglich ein Arzt aufgesucht werden, der das weitere Vorgehen (z. B. eine Verringerung der Dosis oder das Beenden der Behandlung mit Risperidon 1 mg) festlegt.
Malignes neuroleptisches Syndrom:
Diese lebensgefährliche Kombination aus Fieber, Muskelsteife, schneller Atmung, beschleunigtem Herzschlag, starkem Schwitzen und vermindertem Bewusstsein, eventuell auch Untertemperatur des Körpers kann sehr selten auftreten. Bitte suchen Sie in diesem Fall sofort Ihren Arzt auf.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn einer der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren.
Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf dem der Blisterpackung und dem Umkarton nach ?Verwendbar bis:? angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Aufbewahrungsbedingungen:
F√ľr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr ben√∂tigen. Diese Ma√ünahme hilft die Umwelt zu sch√ľtzen.

Weitere Informationen

Was Risperidon 1 mg enthält
Der Wirkstoff ist: Risperidon
1 Filmtablette enthält 1 mg Risperidon
Die sonstigen Bestandteile sind: Lactose-Monohydrat, mikrokristalline Cellulose, Maisstärke, hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat (Ph. Eur.), Hypromellose, Macrogol 400, Titandioxid (E 171).
Wie Risperidon 1 mg aussieht und Inhalt der Packung:
Weiße, ovale Filmtablette mit einem ?R?, einer Bruchkerbe und einer ?1? auf der einen Seite und flach auf der anderen Seite.
Risperidon 1 mg ist in Packungen mit 20, 50 und 100 Filmtabletten erhältlich.
Pharmazeutischer Unternehmer
Regiomedica GmbH
Teichstr. 66
79539 Lörrach
Hersteller
neuraxpharm Arzneimittel GmbH u. Co. KG
Postfach 40 04 55
40244 Langenfeld
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt √ľberarbeitet im Februar 2007.

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