Standacillin 2 g - Trockenstechampulle mit Lösungsmittel

Abbildung Standacillin 2 g - Trockenstechampulle mit Lösungsmittel
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Sandoz
Betäubungsmittel Nein

Zulassungsinhaber

Sandoz

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Standacillin enthält Ampicillin (ein Aminopenicillin). Dies ist ein Antibiotikum, welches Bakterien vieler verschiedener Arten durch Störung ihres Zellwandaufbaues abtötet und daher bei vielen verschiedenen Erkrankungen angewendet werden kann.

Standacillin wird zur Einleitung der Therapie von Infektionen angewendet, die durch einen Empfindlichkeitstest nachgewiesenen empfindliche St√§mme sowohl grampositiver als auch gramnegativer Bakterien hervorgerufen werden, bzw. zur Therapie schwerer Infektionen, insbesondere f√ľr Patienten, bei denen die orale Gabe nicht m√∂glich ist.

Infektionen der Atemwege:

  • Infektionen der Ohren, des Rachens, der Nase und der Nasennebenh√∂hlen
  • Infektionen des Brustraums wie Bronchitis und Lungenentz√ľndung

Infektionen der Haut und der Weichteile:

  • Wundinfektionen
  • Infektionen nach Tierbissen

Infektionen der Harn- und Geschlechtsorgane:

  • akute und chronische Entz√ľndungen der Niere (Pyelonephritis), des Nierenbeckens (Pyelitis), der Harnblase (Zystitis), der Harnr√∂hre (Urethritis)
  • Infektionen im Bereich der weiblichen Geschlechtsorgane und des kleinen Beckens wie z.B. Fehlgeburt mit Fieber, Entz√ľndung der Eileiter, Eierst√∂cke (Adnexitis, Salpingitis) und der Geb√§rmutter (Endo- und Parametritis), Beckenbauchfellentz√ľndung (Pelveoperitonitis), Wochenbettfieber (Puerperalfieber)

Infektionen des Verdauungstraktes:

  • bakterielle Darminfektion mit Durchfall, Bakterienruhr (Salmonellose, Shigellose), Typhus, Paratyphus
  • Infektionen der Galleng√§nge und der Gallenblase (Cholangitis, Cholecystitis)

Akute und latente Listeriosen (bakterielle Infektionskrankheit), Leptospirosen (durch Tiere √ľbertragene Infektionskrankheit), eventuell zusammen mit Gentamicin oder Kanamycin, bei Meningitis eventuell zusammen mit Chloramphenicol.

Entz√ľndungen der Herzklappen und der Herzinnenwand (Endocarditis; z.B. ausgel√∂st durch Enterokokken, in Kombination mit einem Aminoglykosid).

Gehirnhautentz√ľndung hervorgerufen duch Listerien (Meningitis).

Behandlung einer Bakteri√§mie (Bakterien im Blut) welche im Zusammenhang oder vermutlich im Zusammenhang mit einer der oben angef√ľhrten Infektionen steht.

Perioperative Infektionsprophylaxe: bei Operationen am Verdauungstrakt oder im Bereich der Harn- und Geschlechtsorgane in Kombination mit einer anderen antibakteriell wirksamen Substanz, zur Vorbeugung einer Herzklappen- oder Herzinnenwandentz√ľndung bei gef√§hrdeten Personen.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Standacillin darf nicht angewendet werden,
  • wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen den Wirkstoff Ampicillin sind.
  • bei √úberempfindlichkeit gegen√ľber √ü-Laktam-Antibiotika wie z.B. Penicilline oder Cephalosporine.
  • wenn Sie aufgrund der Anwendung von Ampicillin bereits einmal Gelbsucht oder eingeschr√§nkte Leberfunktion hatten.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Standacillin anwenden. Wenn bereits eine √úberempfindlichkeit (Allergie), ein Asthmaleiden oder eine Pilzerkrankung besteht, sollten Sie dies dem behandelnden Arzt mitteilen. Beim Auftreten von Allergierscheinungen, insbesondere Hautausschl√§gen, Juckreiz, Fr√∂steln, Quaddelbildung, Atemnot, Beklemmungsgef√ľhl, sowie Durchfall oder Bauchschmerzen ist der Arzt unverz√ľglich zu Rate zu ziehen.

Bei Pfeiffer'schem Dr√ľsenfieber (durch Viren verursachte Erkrankung), Cytomegalievirus- Erkrankung oder lymphatischer Leuk√§mie sollte die Anwendung von Ampicillin vermieden werden, da dabei h√§ufiger Hautreaktionen auftreten;

Antibiotika sind zur Behandlung von Entz√ľndungen der Gallenblase und der Galleng√§nge nur bei leichteren Erkrankungen, bei denen keine Gallenstauung besteht, geeignet.

Bei eingeschränkter Nierenfunktion kann der Arzt eine Anpassung der Dosis vornehmen.

Bei einer Langzeitbehandlung werden Blutbildkontrollen, Leber- und Nierenfunktionstests empfohlen.

Bei langandauernder Behandlung kann es zum √úberhandnehmen nicht Ampicillin-empfindlicher Keime bzw. Pilze kommen. Bei Anzeichen von neuen Infektionen, z.B. Soor, ist der behandelnde Arzt aufzusuchen.

Bei Infusion ist die Applikationsstelle alle 48 Stunden zu wechseln.

Bei Auftreten von Sekundärinfektionen sind geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

Bei schweren und anhaltenden Durchf√§llen ist an eine antibiotikabedingte pseudomembran√∂se Colitis zu denken (blutig-schleimige, w√§ssrige Durchf√§lle, dumpfer, diffuser bis kolikartiger Bauchschmerz, Fieber, gelegentlich Tenesmen), die lebensbedrohlich sein kann. Informieren Sie unverz√ľglich Ihren Arzt. In diesen F√§llen ist Standacillin sofort abzusetzen und eine dem Erregernachweis gem√§√üe Behandlung einzuleiten. Die Darmbewegung-hemmende Arzneimittel d√ľrfen nicht eingenommen werden.

Wie alle Medikamente sollte dieses Präparat in der Schwangerschaft nur nach Beratung mit Ihrem Arzt angewendet werden. Es ist daher notwendig, dass Sie ihm von einer bestehenden Schwangerschaft berichten.

Dieses Arzneimittel kann auch das Ergebnis von Harnzuckertests oder Tests zur Aminos√§urebestimmungen im Harn ver√§ndern. Informieren Sie bitte Ihren Arzt √ľber die Anwendung von Ampicillin. M√∂glicherweise m√ľssen andere Tests angewendet werden.

Anwendung von Standacillin zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Bestimmte Arzneimittel k√∂nnen bei gleichzeitiger Anwendung mit Standacillin zu Problemen f√ľhren.

Standacillin sollte nur nach ausdr√ľcklicher Verordnung Ihres behandelnden Arztes zusammen mit anderen Antibiotika angewendet werden, da einige Antibiotika die Wirkung von Standacillin f√∂rdern, andere aber auch behindern k√∂nnen.

Probenecid (Harnsäuremedikament) kann die Wirkung von Standacillin verstärken.

Wie bei anderen Antibiotika, kann w√§hrend der Anwendung von Standacillin m√∂glicherweise die Sicherheit von oralen Empf√§ngnisverh√ľtungsmitteln ("Antibabypille") beeintr√§chtigt werden.

Standacillin kann die Harnausscheidung von Atenolol (Herzmedikament) vermindern.

Bei gleichzeitiger Anwendung vonBlutgerinnungshemmer (zur Vorbeugung von Blutgerinnseln) wie Warfarin und Ampicillin kann die Blutungsneigung erhöht sein.

Bei gleichzeitiger Anwendung kann die Toxizit√§t von Methotrexat (zur Behandlung von Gelenksentz√ľndung) erh√∂ht sein.

Bei gleichzeitiger Anwendung kann die Aufnahme von Digoxin (zur Behandlung bestimmter Herzkrankheiten) in den Körper erhöht sein.

Anwendung von Standacillin zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Die Nahrungsaufnahme hat keine Auswirkungen auf intravenös verabreichtes Standacillin.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Über die Anwendung von Standacillin während der Schwangerschaft und Stillperiode entscheidet der Arzt. Siehe auch Abschnitt "Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen".

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Nach bisherigen Erfahrungen hat Ampicillin keinen Einfluss auf die Konzentrations- und Reaktionsf√§higkeit. Selten k√∂nnen allerdings Nebenwirkungen (siehe Abschnitt 4) zu Risiken bei der Aus√ľbung der genannten T√§tigkeiten f√ľhren. Dies gilt in verst√§rktem Ma√üe im Zusammenwirken mit Alkohol.

Standacillin enthält Natrium

Standacillin 500 mg ? Trockenstechampulle mit Lösungsmittel:

Dieses Arzneimittel enth√§lt 1,431 mmol Natrium pro Dosis. Wenn Sie eine kochsalzarme Di√§t einhalten m√ľssen, sollten Sie dies ber√ľcksichtigen.

Standacillin 1 g ? Trockenstechampulle mit Lösungsmittel:

Dieses Arzneimittel enth√§lt 2,862 mmol Natrium pro Dosis. Wenn Sie eine kochsalzarme Di√§t einhalten m√ľssen, sollten Sie dies ber√ľcksichtigen.

Standacillin 2 g ? Trockenstechampulle mit Lösungsmittel:

Dieses Arzneimittel enth√§lt 5,723 mmol Natrium pro Dosis. Wenn Sie eine kochsalzarme Di√§t einhalten m√ľssen, sollten Sie dies ber√ľcksichtigen.

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Wie wird es angewendet?

Standacillin wird Ihnen ausschlie√ülich von einem Arzt oder von medizinischem Fachpersonal verabreicht (am Ende dieser Packungsbeilage befindet sich ein Abschnitt mit Informationen, die nur f√ľr √Ąrzte und medizinisches Fachpersonal bestimmt sind).

Die Dosis wird Ihnen als intramuskuläre Injektion (in einen Muskel), intravenöse Injektion (in eine Vene) oder als intravenöse Infusion (in eine Vene) verabreicht.

Die t√§gliche Menge, die Sie brauchen, wird von Ihrem Arzt f√ľr Sie pers√∂nlich festgelegt.

Im Allgemeinen gelten folgende Dosierungsrichtlinien:

F√ľr Jugendliche und Erwachsene: 2 g - 6 g pro Tag

F√ľr S√§uglinge, Kleinkinder und Kinder (1 Monat - 12 Jahre): 25 - 50 mg/kg alle 6h Neugeborene: 30 ? 60 mg/kg

<7 Tage: alle 12h

7 ? 21 Tage: alle 8 h

21 ? 28 Tage: alle 6 h

Bei Gehirnhautentz√ľndung, Blutvergiftung und anderen schweren Infektionen: Neugeborene: 100 mg/kg pro Dosis

Säuglinge, Kleinkinder und Kinder (1 Monat - 12 Jahre): 50 mg/kg alle 4-6h (max. 2g alle 4 h) Jugendliche und Erwachsene: 8- 16 g/Tag iv. als Kurzinfusion

Bei Gehirnhautentz√ľndung sollte die Wiederherstellung der Blut-Hirn Schranke nach Besserung ber√ľcksichtigt werden und die Dosis dementsprechend nicht reduziert werden.

Infektionen mit hochempfindlichen Keimen bzw. an Infektionsorten, an denen hohe Wirkstoffkonzentrationen erzielt werden, können mit Tagesdosen therapiert werden, die im unteren Bereich der o.a. Dosierungsempfehlungen liegen.

Die Tagesdosis wird auf 2-4 Verabreichungen aufgeteilt. Eine Mindestdosierung von 1 g/Tag soll bei Erwachsenen nicht unterschritten werden.

Nach Eintritt einer klinischen Besserung wird Ihr Arzt die Behandlung auf orale Aminopenicilline umstellen.

Dosierung bei eingeschr√§nkter Nierenfunktion sowie bei Fr√ľh- und Neugeborenen

Bei schwerer Nierenst√∂rung bzw. bei Fr√ľh- und Neugeborenen ist die Dosis bzw. das Dosierungsintervall der verminderten renalen Ausscheidung anzupassen. Bei schwerer Nierenst√∂rung sollte eine Dosis von 1 g Ampicillin pro 8 h nicht √ľberschritten werden. Bei einer Kreatinin-Clearance unter 10 ml/min erh√∂ht sich das Dosierungsintervall bis auf 12-15h.

Kreatinin- Clearance Rest-N Plasma- Kreatinin Parenterale
      Ampicillin-Dosis
√ľber 30 ml/min. 50 mg % 2,0 mg % normale Dosierung
30 - 20 ml/min 50 - 80 mg % 2 - 4 mg % der Normdosis
20 ml/min √ľber 80 mg % √ľber 4 mg % der Normdosis
Art der Anwendung

Das Medikament wird i.v., i.m. oder als Infusion verabreicht.

Die i.v. Injektion soll langsam √ľber einen Zeitraum von mindestens 3-5 Minuten erfolgen. Die Infusionsdauer soll zwischen 15 und 20 Minuten betragen.

Wenn die i.m. Gabe schmerzhaft ist, kann Ampicillin in einer 0,5%-igen Procain- hydrochloridlösung verabreicht werden.

Weitere Hinweise zur Handhabung - siehe Ende dieser Packungsbeilage.

Dauer der Anwendung

Die Behandlungsdauer wird von Ihrem Arzt festgelegt und richtet sich nach dem Verlauf der Infektion.

Infektionen der Harn- und Geschlechtsorgane: mindestens 4 - 10 Tage. Infektionen mit √ü-h√§molysierenden Streptokokken: mindestens 10 Tage. Lungenentz√ľndung: 10-14 Tage.

Typhus: 14 Tage.

Herzinnenhautentz√ľndung (Endokarditiden): 4-6 Wochen.

Bei anderen Infektionen 48 Stunden √ľber die klinische bzw. bakteriologische Heilung hinaus bzw. bis 7 Tage nach Entfieberung und klinischer Besserung.

Wenn Sie eine größere Menge von Standacillin angewendet haben, als Sie sollten

Es ist sehr unwahrscheinlich, dass dies geschieht, da Ihnen das Arzneimittel von Ihrem medizinischen Fachpersonal bzw. Arzt gegeben wird. Dennoch sollten Sie Ihrem medizinischen Fachpersonal bzw. Arzt umgehend mitteilen, wenn Sie glauben, dass eine Dosis vergessen wurde oder Ihnen zu viel von dem Arzneimittel gegeben wurde.

Hinweis f√ľr den Arzt: Informationen zu Symptomen und Therapie bei √úberdosierung finden Sie am Ende dieser Gebrauchsinformation.

Wenn Sie die Anwendung von Standacillin vergessen haben

Wenn Sie glauben, dass eine Dosis vergessen wurde oder Ihnen zu viel von dem Arzneimittel gegeben wurde, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder medizinischem Fachpersonal.

Wenn Sie die Anwendung von Standacillin abbrechen

Auch wenn eine Besserung der Krankheitssymptome oder Beschwerdefreiheit eintritt, darf die Behandlung mit Standacillin keinesfalls ohne ärztliche Anweisung geändert oder abgebrochen werden, um eine erneute Verschlechterung bzw. ein Wiederauftreten der Krankheit zu vermeiden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, wenden Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Sie m√ľssen unverz√ľglich Ihren Arzt kontaktieren, wenn Sie folgende Nebenwirkugen bei sich bemerken:

Sehr häufig: betrifft mehr als 1 Behandelten von 10
  • Hautreaktionen, die sich in Form von Juckreiz, Hautr√∂tung mit Hitzegef√ľhl (Rash) und Nesselausschlag zeigen.
Gelegentlich: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1000
  • Gastrointestinale St√∂rungen (√úbelkeit, Erbrechen, Durchfall, Magenschmerzen, Bl√§hungen) klingen h√§ufig noch w√§hrend der Therapie ab und verlangen meist kein Absetzen. Normalisierung der Darmflora ist ca. 3-5 Tage nach Therapieende zu erwarten. Treten w√§hrend der Therapie Durchf√§lle auf, sollte an die M√∂glichkeit einer pseudomembran√∂sen Colitis gedacht werden. Wie bei anderen Penicillinen k√∂nnen Zungenbrennen und Entz√ľndung der Mundschleimhaut auftreten.
Selten: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000
  • Arzneimittelfieber, schwere Entz√ľndung der Haut (Lyell-Syndrom), Kehlkopfschwellung, Serumkrankheit (allergische Reaktion), Entz√ľndung von Blutgef√§√üen (allergische Vaskulitis).
  • Schwindel, Kopfschmerzen Bei sehr hohen Ampicillin-Konzentrationen im Serum, die z.B. durch eine eingeschr√§nkte Nierenfunktion oder Anwendung sehr hoher Dosen bedingt sein k√∂nnen, kann es zu zentralnerv√∂sen Erregungszust√§nden, Muskelzuckungen und Kr√§mpfen kommen.
  • Kristallurie bei hochdosierter intraven√∂ser Gabe (massive Ausscheidung von Harns√§ure- Kristallen)
Sehr selten: betrifft weniger als 1 Behandelten von 10.000
  • Myelosuppression (tempor√§re oder dauerhafte Sch√§digung des Knochenmarks, die zu einer verminderten Bildung von Blutzellen f√ľhrt ), Blutbildver√§nderungen wie Granulozytopenie (Verminderung der neutrophilen Granulozyten im Blut), Thrombozytopenie (Verminderung der Blutpl√§ttchen), Agranulozytose (hochgradige Verminderung einer Untergruppe von wei√üen Blutk√∂rperchen), Leukopenie (Verminderung der wei√üen Blutk√∂rperchen) und Eosinophilie (Erh√∂hung bestimmter wei√üer Blutzellen). Desweiteren sind Blutarmut (An√§mie) und Ver√§nderungen bei der Blutgerinnung (Verl√§ngerung der Blutungs- und Prothrombinzeit) beschrieben worden. Im Allgemeinen gehen die Blutbildver√§nderungen nach Beendigung der Therapie zur√ľck.
  • schwere √úberempfindlichkeitserscheinungen wie Kreislaufkollaps und/oder Atemnot (anaphylaktischer Schock), h√§molytische An√§mie (Blutarmut), Stevens-Johnson-Syndrom (Schwere Hauterkrankung mit St√∂rung des Allgemeinbefindens, schmerzhafte Blasenbildung der Haut besonders im Mund-, Augen und Genitalbereich). Eine Antigengemeinschaft kann zwischen Dermatophyten und Penicillin bestehen, so dass bei Patienten mit Mykosen auch bei erstmaliger Penicillingabe allergische Reaktionen wie nach Zweitkontakt auftretend nicht ausgeschlossen werden kann. Bei Typhus oder einer Syphilisbehandlung kann es durch Zerfall der abget√∂teten Keime und die darauffolgende Freisetzung von Bakteriengiften zu Fieber und zu Hautausschl√§gen kommen. Bei Patienten, die an Pilzerkrankungen der Haut leiden, k√∂nnen schon bei der ersten Verabreichung von Penicillin √úberempfindlichkeitsreaktionen auftreten.
  • Schwellung von Haut oder Schleimhaut (angioneurotisches √Ėdem).
  • Gelenksschmerzen
  • Nierenentz√ľndung (Anzeichen daf√ľr sind Fieber, Schwellungen, besonders im Gesichtsbereich und/oder Blutbeimengungen im Harn), akutes Nierenversagen.
  • Fieber
Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar.
  • Langfristige und wiederholte Anwendung des Pr√§parates kann zu einer Infektion mit anderen Keimen oder zu einer Besiedelung mit Antibiotika-unwirksamen Keimen oder Sprosspilzen f√ľhren.
  • vor√ľbergehende Erh√∂hung von Leberwerten
  • Das typische "Ampicillin"-Exanthem ist meist morbilliform/maculopapul√∂s und tritt nach 8-10 Tagen bei erstmaliger Anwendung auf, bei wiederholter Anwendung tritt es am 2. bis 3. Tag auf. Das Exanthem klingt im Allgemeinen trotz Fortsetzung der Therapie innerhalb weniger Tage ab. Exantheme scheinen bei Virusinfekten, bei Nierenschw√§che oder bei Dosen √ľber 6 g/die h√§ufiger als sonst vorzukommen.
  • schwere entz√ľndliche Hautver√§nderungen (exfoliative Dermatitis, Erythema multiforme)

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Nicht √ľber 25¬įC lagern.

Die Rekonstituierte Lösung muss sofort verwendet werden.

Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton nach "Verwendbar bis" angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Standacillin enthält

Der Wirkstoff ist: Ampicillin als Natrium-Salz.

Standacillin 500 mg ? Trockenstechampulle mit Lösungsmittel:

1 Durchstechflasche enthält 500 mg Ampicillin als Natrium-Salz (entsprechend 1,431 mmol Natrium).

1 L√∂sungsmittelampulle enth√§lt 5 ml Wasser f√ľr Injektionszwecke.

Standacillin 1 g ? Trockenstechampulle mit Lösungsmittel:

1 Durchstechflasche enth√§lt 1 g Ampicillin als Natrium-Salz (entsprechend 2,862 mmol Natrium). 1 L√∂sungsmittelampulle enth√§lt 5 ml Wasser f√ľr Injektionszwecke.

Standacillin 2 g ? Trockenstechampulle mit Lösungsmittel:

1 Durchstechflasche enth√§lt 2 g Ampicillin als Natrium-Salz (entsprechend 5,723 mmol Natrium). 1 L√∂sungsmittelampulle enth√§lt 10 ml Wasser f√ľr Injektionszwecke.

Wie Standacillin aussieht und Inhalt der Packung

Weißes bis leicht cremefarbenes Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektions-/ Infusionslösung

pH-Wert nach Rekonstitution: 8,0 ? 10,0

Durchstechflasche, farbloses Glas, Glastyp 3 mit Gummistopfen (Butyl) und Bördelkappe (Aluminium).

Standacillin 500 mg ? Trockenstechampulle mit L√∂sungsmittel: 1 Durchstechflasche mit L√∂sungsmittelampulle zu 5 ml. Klinikpackung zu 100 St√ľck.

Standacillin 1 g ? Trockenstechampulle mit L√∂sungsmittel: 1 Durchstechflasche mit L√∂sungsmittelampulle zu 5ml. B√ľndelpackung zu 10x1 St√ľck, Klinikpackung zu 100 St√ľck.

Standacillin 2 g ? Trockenstechampulle mit L√∂sungsmittel: 1 Durchstechflasche mit L√∂sungsmittelampulle zu 10 ml. B√ľndelpackung zu 10x1 St√ľck.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Sandoz GmbH, 6250 Kundl, √Ėsterreich

Zulassungsnummern:

Standacillin 500 mg ? Trockenstechampulle mit Lösungsmittel: Z.Nr. 17.199 Standacillin 1 g ? Trockenstechampulle mit Lösungsmittel: Z.Nr. 17.200 Standacillin 2 g ? Trockenstechampulle mit Lösungsmittel: Z.Nr. 17.201

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Dezember 2011.

Die folgenden Informationen sind nur f√ľr medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Besondere Vorsichtsma√ünahmen f√ľr die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Es d√ľrfen nur frisch zubereitete, klare L√∂sungen, die unmittelbar vor Gebrauch hergestellt werden, verwendet werden. Auf vollst√§ndige Aufl√∂sung ist zu achten.

Nur zur einmaligen Entnahme.

Standacillin 500 mg ? Trockenstechampulle mit Lösungsmittel:

- Lösung zur i.m. Applikation:

Der Inhalt der 500 mg Durchstechflasche wird in 5 ml L√∂sungsmittel (Wasser f√ľr Injektionszwecke) gel√∂st.

- Lösung zur i.v. Applikation:

Den Inhalt der 500 mg Durchstechflasche in 5 ml L√∂sungsmittel (Wasser f√ľr Injektionszwecke) l√∂sen.

- Lösung zur i.v. Infusion:

Den Inhalt der 500 mg Durchstechflasche in 5 ml L√∂sungsmittel (Wasser f√ľr Injektionszwecke) l√∂sen. Die fertige L√∂sung kann einer beliebigen Menge blutisotoner NaCl 0,9 % L√∂sung zugemischt werden.

Standacillin 1 g ? Trockenstechampulle mit Lösungsmittel:

- Lösung zur i.m. Applikation:

Der Inhalt der 1 g Durchstechflasche wird in 5 ml L√∂sungsmittel (Wasser f√ľr Injektionszwecke) gel√∂st.

- Lösung zur i.v. Applikation:

Den Inhalt der 1 g Durchstechflasche in 5 ml L√∂sungsmittel (Wasser f√ľr Injektionszwecke) l√∂sen.

- Lösung zur i.v. Infusion:

Den Inhalt der 1 g Durchstechflasche in 5 ml L√∂sungsmittel (Wasser f√ľr Injektionszwecke) l√∂sen. Die fertige L√∂sung kann einer beliebigen Menge blutisotoner NaCl 0,9 % L√∂sung zugemischt werden.

Standacillin 2 g ? Trockenstechampulle mit Lösungsmittel:

- Lösung zur i.m. Applikation:

Der Inhalt der 2 g Durchstechflasche wird in 10 ml L√∂sungsmittel (Wasser f√ľr Injektionszwecke) gel√∂st.

- Lösung zur i.v. Applikation:

Den Inhalt der 2 g Durchstechflasche in 10 ml L√∂sungsmittel (Wasser f√ľr Injektionszwecke) l√∂sen.

- Lösung zur i.v. Infusion:

Den Inhalt der 2 g Durchstechflasche in 10 ml L√∂sungsmittel (Wasser f√ľr Injektionszwecke) l√∂sen. Die fertige L√∂sung kann einer beliebigen Menge blutisotoner NaCl 0,9 % L√∂sung zugemischt werden.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

√úberdosierung

Bei Überdosierung von Aminopenicillinen sind in Einzelfällen urologische Symptome wie Hämaturie und Kristallurie, hämorrhagische Zystitis, interstitielle Nephritis, Oligurie, Hyperkaliämie bzw. Niereninsuffizienz aufgetreten, die bisher ohne bleibende Folgen reversibel verliefen.

Bei Erreichen hoher Liquorkonzentrationen könnten neurologische Symptome einschließlich Krampfanfälle auftreten.

Bei Überdosierung sind die sorgfältige Beobachtung der Vitalzeichen und eine symptomatische Behandlung der auftretenden Symptome angezeigt. Ein spezifisches Antidot existiert nicht. Ampicillin kann mittels Hämodialyse aus der Zirkulation entfernt werden.

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Betäubungsmittel Nein

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden