Thyronorm 5 mg/ml Lösung zum Eingeben für Katzen

Thyronorm 5 mg/ml Lösung zum Eingeben für Katzen

Norbrook Laboratories (Ireland) Limited

Lösung zum Eingeben Veterinär
Wirkstoff(e)
Thiamazol
Betäubungsmittel
Nein
Zulassungsdatum 17.05.2016

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Alle Informationen

Zulassungsinhaber

Norbrook Laboratories (Ireland) Limited

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Bezeichnung des Tierarzneimittels

Thyronorm 5 mg/ml Lösung zum Eingeben für Katzen Thiamazol

Anwendungsgebiet(e)

Zur Stabilisierung der Hyperthyreose bei Katzen vor der chirurgischen Schilddrüsenentfernung.

Zur Langzeitbehandlung der Hyperthyreose bei Katzen.

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Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Gegenanzeigen

Nicht anwenden bei Katzen mit primären Lebererkrankungen oder Diabetes mellitus.

Nicht anwenden bei Katzen, die Anzeichen einer Autoimmunkrankheit zeigen, wie zum Beispiel Anämie, multiple Gelenkentzündungen, Hautulcera und krustöse Hautveränderungen.

Nicht anwenden bei Tieren mit Störungen des weißen Blutbilds wie Neutropenie und Lymphopenie. Symptome hierfür können Lethargie und eine erhöhte Infektanfälligkeit sein.

Nicht anwenden bei Tieren mit Thrombozytopathien und Koagulopathien (besonders Thrombozytopenie). Symptome hierfür können Blutergüsse und eine erhöhte Blutungsneigung sein.

Nicht bei trächtigen oder laktierenden Katzen anwenden.

Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der sonstigen Bestandteile.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung von nicht verwendetem Arzneimittel oder von Abfallmaterialien, sofern erforderlich

Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden.

Wie wird es angewendet?

Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung

Zum Eingeben.

Das Tierarzneimittel sollte der Katze direkt ins Maul verabreicht werden. Verabreichen Sie das Tierarzneimittel nicht mit dem Futter, da die Wirksamkeit des Tierarzneimittels für diesen Fall nicht nachgewiesen wurde.

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 5 mg Thiamazol (1 ml Tierarzneimittel) pro Tag.

Die tägliche Gesamtdosis sollte auf zwei Gaben (morgens und abends) aufgeteilt werden. Für eine verbesserte Stabilisierung des Hyperthyreosepatienten sollte täglich das gleiche Fütterungs- und Behandlungsschema angewendet werden.

Nach regelmäßigen Kontrolluntersuchungen muss Ihr Tierarzt die Dosis anpassen. Für eine Langzeittherapie der Hyperthyreose sollte das Tier lebenslang behandelt werden.

Zusatzhinweise für den behandelnden Tierarzt:

Hämatologie, Biochemie und Serum-gesamt-T4 sind vor Behandlungsbeginn sowie nach 3, 6, 10 und 20 Wochen und danach alle 3 Monate zu beurteilen.

In jedem der empfohlenen Überwachungsintervalle sollte die Dosis basierend auf dem Gesamt-T4-Wert und dem klinischen Bild eingestellt werden.

Dosisanpassungen sollten in Schritten von 2,5 mg Thiamazol erfolgen. Die Zielstellung sollte sein, die niedrigstmögliche Dosis zu erreichen. Bei Katzen, die eine besonders kleinschrittige Dosisanpassung benötigen, kann diese in Dosen von 1,25 mg Thiamazol erfolgen.

Wenn die Gesamt-T4-Konzentration unter den Referenzbereich fällt, sollte eine Reduktion der Tagesdosis und/oder der Behandlungsfrequenz in Betracht gezogen werden, insbesondere wenn die Katze klinische Anzeichen einer iatrogenen Hypothyreose zeigt (z.B. Lethargie, Appetitlosigkeit, Gewichtszunahme und/oder dermatologische Anzeichen wie Alopezie und trockene Haut).

Bei einer Dosierung von mehr als 10 mg Thiamazol pro Tag sind die Tiere besonders genau zu überwachen.

Die verabreichte Dosis darf 20 mg Thiamazol/Tag nicht übersteigen.

Hinweise für die richtige Anwendung

Befolgen Sie bezüglich der Dosierung und Behandlungsdauer die Anweisungen Ihres Tierarztes.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Nebenwirkungen wurden nach Langzeitbehandlung der Schilddrüsenüberfunktion gemeldet. In vielen Fällen sind die Nebenwirkungen schwach und vorübergehend und kein Grund zum Absetzen der Behandlung. Ernsthaftere Nebenwirkungen sind überwiegend reversibel, wenn die Behandlung abgebrochen wird.

Zu den möglichen immunologischen Nebenwirkungen gehören Anämie (Blutarmut), selten Thrombozytopenie (verminderte Zahl an Blutplättchen) und antinukleäre Antikörper, und sehr selten eine Lymphadenopathie (Schwellung der Lymphknoten). Symptome hierfür können Blutergüsse, eine erhöhte Blutungsneigung, multiple Gelenkentzündungen und Hautveränderungen wie Krusten und Ulcera sein. Die Behandlung muss sofort beendet werden. Nach einer angemessenen Erholungsphase muss eine alternative Behandlung in Betracht gezogen werden.

Nach Langzeitbehandlung mit Thiamazol bei Nagetieren zeigte sich ein erhöhtes Risiko für Neoplasien der Schilddrüse. Bei Katzen liegt hierfür kein Beleg vor.

Nebenwirkungen treten gelegentlich auf. Zu den häufigsten gemeldeten Nebenwirkungen zählen:

  • Erbrechen
  • Inappetenz/Appetitlosigkeit
  • Antriebslosigkeit (extreme Müdigkeit)
  • starker Juckreiz und wunde Stellen an Kopf und Hals
  • Gelbsucht (gelbe Verfärbungen) der Maulschleimhäute, Augen und Haut in Verbindung mit Lebererkrankungen
  • Blutungsneigung und/oder Blutergüsse in Verbindung mit Lebererkrankungen
  • Auffälligkeiten im Blutbild (Eosinophilie, Lymphozytose, Neutropenie, Lymphopenie, leichte Leukozytopenie, Agranulozytose, Thrombozytopenie oder hämolytische Anämie)

Diese Nebenwirkungen klingen innerhalb von 7–45 Tagen nach Beendigung der Behandlung mit Thiamazol ab.

Die Angaben zur Häufigkeit von Nebenwirkungen sind folgendermaßen definiert:

  • Sehr häufig (mehr als 1 von 10 behandelten Tieren zeigen Nebenwirkungen)
  • Häufig (mehr als 1 aber weniger als 10 von 100 behandelten Tieren)
  • Gelegentlich (mehr als 1 aber weniger als 10 von 1000 behandelten Tieren)
  • Selten (mehr als 1 aber weniger als 10 von 10.000 behandelten Tieren)
  • Sehr selten (weniger als 1 von 10.000 behandelten Tieren, einschließlich Einzelfallberichte).

Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte Ihrem Tierarzt oder Apotheker mit.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.

Flasche immer fest verschließen.

Dieses Tierarzneimittel benötigt keine besonderen Lagerungsbedingungen.

Sie dürfen das Tierarzneimittel nach dem auf dem Karton und dem Flaschenetikett angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.

Haltbarkeit nach Anbruch: 6 Monate.

Nach Anbruch der Flasche sollte entsprechend der in der Packungsbeilage angegebenen Haltbarkeit nach der ersten Entnahme das Datum ermittelt werden, zu dem die in der Verpackung verbliebene Lösung zu vernichten ist. Dieses Datum sollte in das dafür vorgesehene Feld eingetragen werden.

Weitere Informationen

Besondere Warnhinweise für jede Zieltierart:
Um die Stabilisierung des Hyperthyreosepatienten zu verbessern, sollte täglich das gleiche Fütterungs- und Behandlungsschema angewendet werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren Katzen sollten stets Zugang zu Trinkwasser haben.

Bitte informieren Sie Ihren Tierarzt, wenn Ihre Katze unter Nierenproblemen leidet. Wenn es Ihrer Katze unter der Behandlung plötzlich schlecht geht, insbesondere wenn Fieber auftritt, sollte ein Tierarzt Ihre Katze so schnell wie möglich untersuchen und eine Blutprobe für ein Standardblutbild entnehmen.

Hinweise für den behandelnden Tierarzt:

Wenn eine Dosierung von mehr als 10 mg Thiamazol täglich notwendig ist, sollten die Tiere besonders sorgfältig überwacht werden.

Bei Katzen mit Nierenfunktionsstörungen sollte der Anwendung eine sorgfältige Nutzen-Risiko Abwägung durch den behandelnden Tierarzt vorausgehen.

Da Thiamazol die glomeruläre Filtrationsrate reduzieren und zur Verschlechterung einer bestehenden Nierenerkrankung führen kann, sollten die mögliche Auswirkungen der Therapie auf die Nierenfunktion engmaschig überwacht werden.

Wegen des Risikos einer Leukozytopenie oder hämolytischen Anämie muss das Blutbild während der Behandlung kontrolliert werden.

Jedes Tier, dessen Allgemeinbefinden sich während der Behandlung plötzlich verschlechtert (insbesondere bei Auftreten von Fieber), sollte umgehend einer Blutentnahme zur Bestimmung der hämatologischen und klinisch-chemischen Routineparameter unterzogen werden. Tiere, die eine Neutropenie (Verminderung der neutrophilen Granulozyten auf

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Packungsbeilage des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können für die Korrektheit der Daten keine Haftung übernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. Für Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden

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