Wirkstoff(e) Liothyronin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 08.10.2004
ATC Code H03AA02
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Schilddr√ľsenpr√§parate

Zulassungsinhaber

Sanofi-Aventis Deutschland GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Thybon 100 Henning Liothyronin Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
Novothyral 75 Liothyronin Levothyroxin Merck Serono GmbH
Novothyral 100 Levothyroxin-Natrium Liothyronin Merck Serono GmbH
Thybon 20 Henning Liothyronin Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
Prothyrid Levothyroxin-Natrium Liothyronin Sanofi-Aventis Deutschland GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Thyrotardin-inject. enth√§lt als Wirkstoff Schilddr√ľsenhormon.

  • Thyrotardin-inject. wird angewendet zur Notfallbehandlung eines durch eine Unterversorgung mit Schilddr√ľsenhormon verursachten Komas (hypothyreotes Koma).
    Mit der Verabreichung von Schilddr√ľsenhormonen in eine Vene erzielt man eine schnelle Erh√∂hung des Schilddr√ľsenhormonspiegels im Blut beim hypothyreoten Koma (Myx√∂demkoma).
  • Thyrotardin-inject. kann bei allen F√§llen einer Schilddr√ľsenunterfunktion (Hypothyreose) angewendet werden, in denen eine schnelle Erh√∂hung des Schilddr√ľsenhormonspiegels im Blut notwendig und eine Einnahme der Schilddr√ľsenhormone in Tablettenform nicht m√∂glich ist.
  • Ferner kann Thyrotardin-inject. angewendet werden bei Patienten, die normalerweise Liothyronin (T3) in Tablettenform einnehmen, wenn diese Einnahme nicht m√∂glich ist.

Hinweis:

Thyrotardin-inject. enth√§lt das stoffwechselaktive Schilddr√ľsenhormon Liothyronin in nicht verz√∂gert freisetzender Form. Es muss daher mit einem besonders raschen Wirkungseintritt gerechnet werden.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Thyrotardin-inject. darf nicht angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen Liothyronin-Natrium oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile von Thyrotardin-inject. sind,

  • wenn bei Ihnen eine der folgenden Erkrankungen oder einer der genannten Zust√§nde vorliegt:
    • eine unbehandelte Schilddr√ľsen√ľberfunktion,
    • eine unbehandelte Nebennierenrindenschw√§che,
    • eine unbehandelte Schw√§che der Hirnanhangsdr√ľse (Hypophyseninsuffizienz), sofern diese eine therapiebed√ľrftige Nebennierenrindenschw√§che zur Folge hat,
    • ein frischer Herzinfarkt,
    • eine akute Herzmuskelentz√ľndung (Myokarditis),
    • eine akute Entz√ľndung aller Wandschichten des Herzens (Pankarditis).

Während einer Schwangerschaft ist die gleichzeitige Anwendung von Thyrotardin-inject. und einem

Mittel zur Hemmung der Schilddr√ľsenfunktion (Thyreostatikum) nicht erlaubt (siehe auch unter dem

Abschnitt ‚ÄěSchwangerschaft und Stillzeit‚Äú).

In jedem Fall ist bei der vorgesehenen speziellen Anwendung in Notfallsituationen der Einsatz von Thyrotardin-inject. individuell abzuwägen.

Vor Beginn einer Therapie mit Thyrotardin-inject. sollten bei Ihnen folgende Erkrankungen oder Zustände ausgeschlossen bzw. behandelt werden:

  • Erkrankung der Herzkranzgef√§√üe,
  • Schmerz in der Herzgegend mit Beengungsgef√ľhl (Angina Pectoris),
  • Bluthochdruck,
  • Schw√§che der Hirnanhangsdr√ľse und/oder der Nebennierenrinde,
  • das Vorliegen von Bereichen in der Schilddr√ľse, die unkontrolliert Schilddr√ľsenhormone produzieren (Schilddr√ľsenautonomie).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Thyrotardin-inject. ist erforderlich,

  • wenn Sie bereits einen Herzinfarkt erlitten haben oder wenn bei Ihnen eine Erkrankung der Herzkranzgef√§√üe, eine Herzmuskelschw√§che, Herzrhythmusst√∂rungen der schnellen Art oder eine Herzmuskelentz√ľndung mit nicht akutem Verlauf vorliegt oder wenn Sie schon lange eine Schilddr√ľsenunterfunktion haben. In diesen F√§llen sind zu hohe Hormonspiegel im Blut zu vermeiden. Deshalb sollten Ihre Schilddr√ľsenwerte h√§ufiger kontrolliert werden. Sprechen Sie
    mit Ihrem Arzt, wenn leichtere, durch die Gabe von Thyrotardin-inject. bedingte Anzeichen einer Schilddr√ľsen√ľberfunktion auftreten (siehe unter 4. ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚Äú).
    Bereits eine leichte √úberfunktion der Schilddr√ľse kann bei diesem Personenkreis die Beschwerden verst√§rken und die Symptome einer Erkrankung der Herzkranzgef√§√üe hervorrufen.
  • wenn Sie an einer Schilddr√ľsenunterfunktion leiden, die durch eine Erkrankung der Hirnanhangsdr√ľse verursacht wird. Eine m√∂glicherweise bei Ihnen gleichzeitig vorliegende Nebennierenrindenschw√§che muss dann zun√§chst durch Ihren Arzt behandelt werden (Therapie mit Hydrocortison). Ohne ausreichende Behandlung kann es zu einem akuten Versagen der Nebennierenrinde (Addison-Krise) kommen.
  • bei Frauen nach den Wechseljahren, die ein erh√∂htes Risiko f√ľr Knochenschwund (Osteoporose) aufweisen. Die Schilddr√ľsenfunktion sollte durch den behandelnden Arzt h√§ufiger kontrolliert werden, um erh√∂hte Blutspiegel von Liothyronin zu vermeiden und die niedrigste erforderliche Dosis zu gew√§hrleisten.
  • wenn Sie zuckerkrank sind (Diabetiker). Beachten Sie bitte die Angaben unter dem Abschnitt
    ‚ÄěAnwendung von Thyrotardin-inject. zusammen mit anderen Arzneimitteln‚Äú.
  • wenn Sie mit bestimmten blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln (z. B. Dicumarol) oder die Schilddr√ľse beeinflussenden Arzneimitteln (z. B. Amiodaron, Tyrosinkinase-Inhibitoren [Arzneimittel zur Behandlung von Krebs], Salicylate und hohe Dosen Furosemid) behandelt

werden. Beachten Sie bitte die Angaben unter dem Abschnitt ‚ÄěAnwendung von Thyrotardin- inject. zusammen mit anderen Arzneimitteln‚Äú.

bei Fr√ľhgeborenen mit einem niedrigen Geburtsgewicht. Bei diesen ist, aufgrund der nicht ausgereiften Nebennierenfunktion, zu Beginn der Liothyronin-Therapie √§u√üerste Vorsicht geboten, da es zu einem Kreislaufkollaps kommen kann (siehe unter 4. ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚Äú).

√Ąltere Menschen

Bei √§lteren Menschen ist im individuellen Fall, z. B. bei kardialer Problematik, mit Vorsicht zu dosieren, und es sind √§rztliche Kontrollen durchzuf√ľhren.

Anwendung von Thyrotardin-inject. zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben, oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Thyrotardin-inject. beeinflusst die Wirkung folgender Arzneistoffe bzw. Präparategruppen:

Antidiabetika (blutzuckersenkende Arzneimittel) (z. B. Metformin, Glimepirid, Glibenclamid sowie Insulin):

Wenn Sie zuckerkrank (Diabetiker) sind, sollten Sie Ihren Blutzuckerspiegel regelm√§√üig kontrollieren lassen, vor allem zu Beginn und zum Ende einer Schilddr√ľsenhormontherapie. Gegebenenfalls muss Ihr Arzt die Dosis des blutzuckersenkenden Arzneimittels anpassen, da Liothyronin die Wirkung von blutzuckersenkenden Mitteln vermindern kann.

Cumarinderivate (blutgerinnungshemmende Arzneimittel):

Bei gleichzeitiger Behandlung von Thyrotardin-inject. und Cumarinderivaten (z. B. Dicumarol) sollten Sie regelm√§√üige Kontrollen der Blutgerinnung durchf√ľhren lassen. Gegebenenfalls muss Ihr Arzt die Dosis des gerinnungshemmenden Arzneimittels verringern, da Liothyronin die Wirkung von gerinnungshemmenden Stoffen verst√§rken kann.

Die Wirkung von Thyrotardin-inject. wird durch andere Arzneimittel wie folgt beeinflusst:
Amiodaron, iodhaltige Kontrastmittel:

Amiodaron (Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusst√∂rungen) und iodhaltige Kontrastmittel (bestimmte in der R√∂ntgendiagnostik eingesetzte Mittel) k√∂nnen ‚Äď bedingt durch ihren hohen Iodgehalt ‚Äď sowohl eine √úber- als auch eine Unterfunktion der Schilddr√ľse ausl√∂sen. Besondere Vorsicht ist bei einem Knotenkropf (nod√∂se Struma) geboten, wenn m√∂glicherweise noch nicht erkannte Bezirke in der Schilddr√ľse vorliegen, die unkontrolliert Schilddr√ľsenhormone bilden (Autonomien). Gegebenenfalls wird Ihr Arzt die Dosis von Thyrotardin-inject. anpassen.

Tyrosinkinase-Inhibitoren (Arzneimittel zur Behandlung von Krebserkrankungen):

Wenn Sie gleichzeitig Liothyronin und Tyrosinkinase-Inhibitoren (z. B. Imatinib, Sunitinib, Sorafenib, Motesanib) anwenden, sollte Ihr Arzt sorgf√§ltig Ihre Krankheitserscheinungen beobachten und Ihre Schilddr√ľsenfunktion kontrollieren. Die Wirksamkeit von Schilddr√ľsenhormonen kann vermindert sein, gegebenenfalls wird Ihr Arzt die Dosis von Liothyronin anpassen.

Folgende Arzneimittel können die Wirkung von Thyrotardin-inject. beeinflussen:

  • Salicylate, im Besonderen in Dosen h√∂her als 2,0 g/Tag, (fiebersenkende Arzneimittel und Schmerzmittel),
  • Dicumarol (blutgerinnungshemmendes Arzneimittel),
  • hohe Dosen (250 mg) Furosemid (harntreibendes Arzneimittel),
  • Clofibrat (Arzneimittel zur Senkung erh√∂hter Blutfettwerte).

Arzneimittel zur Schwangerschaftsverh√ľtung oder zur Hormonersatztherapie:

Wenn Sie √∂strogenhaltige Hormonpr√§parate zur Schwangerschaftsverh√ľtung (‚ÄěPille‚Äú) einnehmen oder eine Hormonersatztherapie nach den Wechseljahren erhalten, kann der Bedarf an Schilddr√ľsenhormonen steigen.

Sertralin, Chloroquin/Proguanil:

Sertralin (Arzneimittel gegen Depressionen) und Chloroquin/Proguanil (Arzneimittel bei Malaria und rheumatischen Erkrankungen) vermindern die Wirksamkeit von Liothyronin.

Barbiturate, Rifampicin, Carbamazepin, Phenytoin:

Barbiturate (Arzneimittel bei Krampfanfällen, zur Narkose, bestimmte Schlafmittel), Rifampicin (Antibiotikum), Carbamazepin (Arzneimittel zur Behandlung von Krampfanfällen), Phenytoin (Arzneimittel zur Behandlung von Krampfanfällen; Mittel gegen Herzrhythmusstörungen) und Mittel, die Johanniskraut enthalten (zur Behandlung von Depression, Angst, Schlafstörungen), können die Wirkung von Liothyronin abschwächen.

Protease-Inhibitoren (Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen):

Wenn Sie gleichzeitig Liothyronin und Protease-Inhibitoren (Lopinavir, Ritonavir) anwenden, sollte Ihr Arzt sorgf√§ltig Ihre Krankheitserscheinungen beobachten und Ihre Schilddr√ľsenfunktion kontrollieren. Es kann zu einem Verlust der Wirkung von Schilddr√ľsenhormonen kommen, wenn diese gleichzeitig mit Lopinavir/Ritonavir angewendet werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schilddr√ľsenhormonspiegel im Normbereich sind wichtig, um eine optimale Gesundheit f√ľr die Mutter und das ungeborene Kind sicherzustellen.

W√§hrend der Schwangerschaft sollte Ihre Schilddr√ľsenunterfunktion durch alleinige Gabe des Schilddr√ľsenhormons Levothyroxin behandelt werden. Bei einer Gabe von Liothyronin besteht das Risiko, dass im Gehirn Ihres ungeborenen Kindes nicht ausreichend Levothyroxin f√ľr dessen Entwicklung zur Verf√ľgung steht und es somit bei Ihrem Kind zu einer Beeintr√§chtigung der Gehirnentwicklung mit dem Risiko einer Gehirnleistungsst√∂rung kommen k√∂nnte.

Bisher sind trotz umfangreicher Anwendungen w√§hrend der Schwangerschaft keine unerw√ľnschten Wirkungen von Schilddr√ľsenhormonen auf die Schwangerschaft oder die Gesundheit des ungeborenen oder neugeborenen Kindes bekannt geworden.

Lassen Sie Ihre Schilddr√ľsenfunktion sowohl w√§hrend als auch nach einer Schwangerschaft kontrollieren. Gegebenenfalls muss Ihr Arzt die Dosis anpassen, da w√§hrend einer Schwangerschaft der Bedarf an Schilddr√ľsenhormon durch den erh√∂hten Blutspiegel an √Ėstrogen (weibliches Geschlechtshormon) steigen kann.

Thyrotardin-inject. darf w√§hrend der Schwangerschaft nicht gleichzeitig mit Arzneimitteln gegen Schilddr√ľsen√ľberfunktion (Thyreostatika) angewendet werden, da hierdurch eine h√∂here Dosierung der Thyreostatika erforderlich wird. Thyreostatika k√∂nnen (im Gegensatz zu Liothyronin) √ľber die Plazenta in den kindlichen Kreislauf gelangen und sind in der Lage, beim Ungeborenen eine Schilddr√ľsenunterfunktion zu bewirken. Daher sollte die Behandlung einer Schilddr√ľsen√ľberfunktion w√§hrend der Schwangerschaft ausschlie√ülich mit niedrig dosierten thyreostatisch wirksamen Arzneimitteln erfolgen.

Die w√§hrend der Stillzeit in die Muttermilch √ľbergehende Menge an Schilddr√ľsenhormon ist selbst bei hoch dosierter Therapie mit Schilddr√ľsenhormonen sehr niedrig und daher unbedenklich.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrst√ľchtigkeit und die F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen durchgef√ľhrt.

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Wie wird es angewendet?

Die Anwendung von Thyrotardin-inject. erfolgt durch Ihren Arzt. Er wird sich im Allgemeinen an den folgenden Empfehlungen orientieren.

Die individuelle Tagesdosis sollte anhand labordiagnostischer und klinischer Untersuchungen ermittelt werden.

Bei √§lteren Patienten, bei Patienten mit Erkrankung der Herzkranzgef√§√üe und bei Patienten mit schwerer oder lang bestehender Schilddr√ľsenunterfunktion ist eine Behandlung mit Schilddr√ľsenhormonen besonders vorsichtig zu beginnen. Das bedeutet, dass eine niedrige Anfangsdosis zu w√§hlen ist, die dann unter h√§ufigen Schilddr√ľsenhormonkontrollen langsam und in gr√∂√üeren Zeitabst√§nden gesteigert wird. Erfahrungsgem√§√ü ist auch bei √§lteren Patienten, Patienten mit niedrigem K√∂rpergewicht und bei Patienten mit einem gro√üen Kropf eine geringere Dosis ausreichend.

Dosierung
Thyrotardin-inject. enthält 100 Mikrogramm Liothyronin.

Bei der Komabehandlung kann Thyrotardin-inject. unter EKG-Kontrolle entweder in den ersten 12 Stunden bis zu einer Dosis von insgesamt 100 Mikrogramm Liothyronin intraven√∂s gegeben werden (Nebenwirkungen beachten!) und dann alle 12 Stunden 12,5‚Äď25 Mikrogramm oder in langsamer Steigerung in den ersten 2 Tagen alle 12 Stunden 12,5‚Äď25 Mikrogramm Liothyronin und erst ab dem dritten Tag 75 Mikrogramm Liothyronin und mehr t√§glich.

Bei erhaltener Restfunktion der Schilddr√ľse kann eine geringere Substitutionsdosis ausreichend sein.

Art der Anwendung
Das Pulver wird mit 5 ml Wasser f√ľr Injektionszwecke (beiliegende Ampulle) vollst√§ndig aufgel√∂st und anschlie√üend langsam in eine Vene gespritzt.

Hinweis:

Da keine Vertr√§glichkeitsstudien durchgef√ľhrt wurden, darf Thyrotardin-inject. nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.

Dauer der Anwendung:
Die Behandlungsdauer hängt von den individuellen Gegebenheiten ab.

Wenn eine zu große Menge von Thyrotardin-inject. verabreicht wurde

Bei einer √úberdosierung k√∂nnen die Erscheinungen einer Schilddr√ľsen√ľberfunktion auftreten (siehe unter 4. ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚Äú).

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Wird im Einzelfall die Dosisst√§rke nicht vertragen oder liegt eine √úberdosierung vor, so k√∂nnen, besonders bei zu schneller Dosissteigerung zu Beginn der Behandlung, die typischen Erscheinungen einer Schilddr√ľsen√ľberfunktion (Hyperthyreoidismus) auftreten.

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Herzrasen (Tachykardie)
  • Nervosit√§t

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

Erhöhter Hirndruck (besonders bei Kindern)

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar)

  • √úberempfindlichkeit
  • Herzrhythmusst√∂rungen
  • Mit Engegef√ľhl in der Brust einhergehende Schmerzen (pektangin√∂se Beschwerden)
  • Allergische Hautreaktionen (z. B. Ausschlag, Nesselsucht)
  • Innere Unruhe
  • Muskelschw√§che, Muskelkr√§mpfe
  • Hitzegef√ľhl, Hitzeunvertr√§glichkeit, Kreislaufkollaps bei Fr√ľhgeborenen mit niedrigem Geburtsgewicht (siehe unter 2. ‚ÄěWas sollten Sie vor der Anwendung von Thyrotardin-inject. beachten?‚Äú)
  • St√∂rungen der Regelblutung
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Gewichtsabnahme
  • Zittern (Tremor)
  • √úberm√§√üiges Schwitzen
  • Fieber
  • Die folgende Nebenwirkung wurde bei der Therapie mit einem anderen Schilddr√ľsenhormon (Levothyroxin) beobachtet und kann f√ľr Liothyronin nicht ausgeschlossen werden: Knochenschwund (Osteoporose) bei hohen Dosen Levothyroxin, insbesondere bei Frauen nach den Wechseljahren, haupts√§chlich bei einer Behandlung √ľber einen langen Zeitraum.

Bei zu hoher Anfangsdosis von Thyrotardin-inject. können bei besonders empfindlichen Patienten Erregungsleitungsstörungen des Herzens (Vorhof- bzw. Kammerflimmern) ausgelöst werden.

Teilen Sie das Auftreten von Nebenwirkungen Ihrem Arzt mit. Er wird bestimmen, ob die Tagesdosis herabgesetzt oder die Anwendung f√ľr mehrere Tage unterbrochen werden soll. Sobald die Nebenwirkung verschwunden ist, kann die Behandlung mit vorsichtiger Dosierung wieder aufgenommen werden.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Durchstechflasche nach ‚ÄěVerwendbar bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich

auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Im K√ľhlschrank lagern (2 ¬įC‚Äď8 ¬įC).

Die Durchstechflasche mit Pulver im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen. Die gebrauchsfertige Injektionsl√∂sung vor direkter Sonneneinwirkung sch√ľtzen.

Haltbarkeit der gebrauchsfertigen Lösung:

Im Allgemeinen darf die zubereitete Injektionsl√∂sung nicht mehr als 24 Stunden bei 2 ¬įC‚Äď8 ¬įC aufbewahrt werden.

Jedoch sollte die gebrauchsfertig zubereitete Injektionsl√∂sung unverz√ľglich verwendet werden, da sie keine Konservierungsstoffe enth√§lt.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals √ľber das Abwasser (z. B. nicht √ľber die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

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Weitere Informationen

Was Thyrotardin-inject. enthält

Der Wirkstoff ist Liothyronin-Natrium.

Eine Durchstechflasche Thyrotardin-inject. mit Pulver enthält 103,4 Mikrogramm Liothyronin- Natrium (entsprechend 100 Mikrogramm Liothyronin).

Die sonstigen Bestandteile sind: Pulver:

Natriummonohydrogenphosphat-Dihydrat (Ph. Eur.), Mannitol (Ph. Eur.), Natriumchlorid, Phosphorsäure 10 % und Natriumhydroxid (zur pH-Einstellung).

Lösungsmittel:

Wasser f√ľr Injektionszwecke.

Wie Thyrotardin-inject. aussieht und Inhalt der Packung

Weißes Pulver in einer Durchstechflasche und klare, farblose Lösung in einer Ampulle. Thyrotardin-inject. ist in Packungen mit einer 10-ml-Durchstechflasche mit Pulver und einer 5-ml- Ampulle mit Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Sanofi-Aventis Deutschland GmbH 65926 Frankfurt am Main

Postanschrift: Postfach 80 08 60

65908 Frankfurt am Main

Telefon: (0180) 2 22 20 101

Telefax: (0180) 2 22 20 112

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im November 2020.

Allgemeine Richtlinien f√ľr die Therapie des hypothyreoten Komas

Das Myx√∂demkoma entwickelt sich nur bei jahrelang nicht oder unzureichend behandelter Hypothyreose, vor allem, wenn zus√§tzlich ein Trauma oder Infektionen auftreten bzw. eine Schilddr√ľsenoperation ohne nachfolgende Schilddr√ľsenhormonsubstitution durchgef√ľhrt wurde.

Zusammen mit der Hypothermie f√ľhrt die Hypoventilation zu einer CO2-Narkose. Zur Sicherung der

Diagnose ‚Äěhypothyreotes Koma‚Äú m√ľssen neben dem klinischen Bild Anamnese und Laborparameter herangezogen werden.

Hierbei ist zu beachten, dass auch bei anderen schweren Allgemeinerkrankungen sehr niedrige T3- Spiegel im Serum gemessen werden, ohne dass eine Hypothyreose vorliegt. Als relativ zuverlässiger Parameter gilt ein stark erhöhtes Serum-TSH. (Hinweis: Auch ein TSH-Schnelltest dauert 6 Stunden.)

Notfalltherapie des hypothyreoten Komas
Zun√§chst ist der komat√∂se Zustand zu beherrschen und dann die Substitution des Schilddr√ľsenhormonmangels vorzunehmen.

Praktische Durchf√ľhrung der Komabehandlung:

  1. Wiedererwärmung:
    Nicht zu forcierte W√§rmezufuhr durch Lichtb√ľgel, W√§rmflaschen oder elektrisch beheizte Bettdecke (nicht schneller als +1 ¬įC pro Stunde).
  2. Glukokortikosteroide:
    Hydrokortison intravenös (bis 200 mg).
  3. Respiratorbeatmung (unter Kontrolle der Blutgase).
  4. Parenterale Fl√ľssigkeitszufuhr (Cave: Lungen√∂dem) und Elektrolytsubstitution; bei Hypoglyk√§mie zus√§tzlich Glukose i. v.

1 0,06 ‚ā¨/Anruf (dt. Festnetz); max. 0,42 ‚ā¨/min (Mobilfunk).

2 0,06 ‚ā¨/Anruf (dt. Festnetz); max. 0,42 ‚ā¨/min (Mobilfunk).

  1. Schilddr√ľsenhormon-Substitution:
    Die Zufuhr von Schilddr√ľsenhormonen kann mit dem stoffwechselaktiven Liothyronin (Thyrotardin inject.) oder dem langsamer wirkenden Levothyroxin (z. B. L-Thyroxin Henning inject) erfolgen.
  2. Antibiotika:
    Zur Infektprophylaxe sind Antibiotika empfehlenswert.
  3. Gabe von Herzglykosiden bei Herzinsuffizienz.

Trotz dieses intensiven Vorgehens ist die Mortalit√§t des Myx√∂demkomas mit etwa 40 % relativ hoch. Wird der komat√∂se Zustand √ľberwunden, erfolgt die Weiterbehandlung mit oraler Levothyroxin- Substitution (z. B. in Form von L-Thyroxin Henning) wie bei der Therapie der Hypothyreose.

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Zuletzt aktualisiert: 24.08.2022

Quelle: Thyrotardin-inject. - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Liothyronin
Zulassungsland Deutschland
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Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 08.10.2004
ATC Code H03AA02
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden