Lisinopril

Lisinopril
ATC Code C09AA03
Summenformel C21H31N3O5
Molare Masse (g·mol−1) 405,495
Aggregatzustand fest
Dichte (g·cm−3) 1,3
Schmelzpunkt (°C) 175 - 177
Siedepunkt (°C) 666,4
PKS Wert 3,17; 10,21
CAS-Nummer 83915-83-7
PUB-Nummer 5362119
Drugbank ID DB00722
Löslichkeit 97 mg/ml in Wasser, 14 mg/ml in Methanol

Grundlagen

Lisinopril ist ein Medikament aus der Gruppe der „Angiotensin converting enzyme“-Hemmer (ACE-Hemmer) und wird insbesondere zur Therapie von Bluthochdruck, Herzmuskelschwäche und weiteren kardialen Erkrankungen eingesetzt.

Pharmakologie

Pharmakodynamik
ACE ist ein Enzym, das vor allem in der Lunge und der Niere vorkommt und dort die Umwandlung von Angiotensin I zu Angiotensin II vermittelt. Dieses ist ein Teil des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems, welches im Körper für einen ausreichend hohen Blutdruck sorgt. Konkret bewirkt Angiotensin II durch Bindung an spezifische Rezeptoren eine Verengung der Blutgefäße und eine Erhöhung des Sympathikotonus durch Freisetzung von Katecholaminen wie Noradrenalin. Außerdem wird eine Freisetzung von Aldosteron ausgelöst, welches weitere Mechanismen zur Steigerung des Blutdrucks anstößt.

Pharmakokinetik
Nach oraler Aufnahme erreicht die Blutkonzentration von Lisinopril nach etwa sieben Stunden ihr Maximum. Die Bioverfügbarkeit liegt bei ca. 25 %, ist jedoch bei Patienten mit Herzinsuffizienz auf 16 % reduziert. Lisinopril wird nicht metabolisiert und wird aufgrund seiner Wasserlöslichkeit unverändert über den Urin ausgeschieden. Die Halbwertszeit liegt bei 12 Stunden und ist bei eingeschränkter Nierenfunktion verlängert.

Wechselwirkungen
Gemeinsam mit Diuretika, Betablockern oder anderen Antihypertensiva kann es möglicherweise zu einer zu starken Blutdrucksenkung kommen. Andererseits kann eine parallele Gabe von Ibuprofen, Diclofenac oder Naproxen die Blutdrucksenkung von Lisinopril reduzieren. Bei Einnahme zusammen mit kaliumsparenden Diuretika wie Spironolacton oder Amilorid kann es zu einem erhöhten Kaliumwert im Blut mit Herzrhythmusstörungen kommen. Der ACE- Hemmer kann die Ausscheidung von Lithium reduzieren und dadurch vermehrte Nebenwirkungen provozieren.

Toxizität

Nebenwirkungen
ACE-Hemmer können den Abbau von Bradykinin verlangsamen, was einen trockenen Reizhusten auslösen kann. Weitere mögliche Nebenwirkungen sind Atemwegsinfektionen, Übelkeit, Müdigkeit oder Magen-Darm-Beschwerden. Selten kann es zu einem angioneurotischen Ödem mit Schwellungen des Gesichts und insbesondere der Luftwege auftreten. Aufgrund der Gefahr des Erstickens sollte schnellstmöglich eine medizinische Behandlung eingeleitet werden.

Toxikologische Daten
Bei oraler Aufnahme lag die mittlere letale Dosis bei Ratten bei 3600 mg pro Kilogramm.

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