Allergodil - Nasenspray

Abbildung Allergodil - Nasenspray
Wirkstoff(e) Azelastin
Zulassungsland Österreich
Hersteller Mylan Österreich GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 12.08.1992
ATC Code R01AC03
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Dekongestiva und andere Rhinologika zur topischen Anwendung

Zulassungsinhaber

Mylan Österreich GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Allergodil ist ein Antiallergikum/Antihistaminikum.

Der in Allergodil enthaltene Wirkstoff Azelastinhydrochlorid eignet sich zur lokalen Behandlung allergischer Symptome an der Nasenschleimhaut. Die Wirkung setzt rasch ein und hĂ€lt ĂŒber mehrere Stunden an.

Allergodil wird angewendet zur symptomatischen Behandlung von Heuschnupfen (saisonale allergische Rhinitis) und zur Behandlung des ganzjÀhrigen allergischen Schnupfens (perenniale allergische Rhinitis).

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Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Allergodil-Nasenspray darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Azelastinhydrochlorid oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • von Kindern unter 6 Jahren.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Allergodil-Nasenspray anwenden.

Allergodil-Nasenspray sollte nicht in die Augen gelangen. Sollten Sie sich die Lösung irrtĂŒmlich in die Augen gesprĂŒht haben, sind die Augen mit reichlich Wasser auszuspĂŒlen.

Anwendung von Allergodil-Nasenspray zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kĂŒrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Es ist zu beachten, dass Alkohol und Arzneimittel, die das Zentralnervensystem beeinflussen, die Nebenwirkungen von Allergodil verstĂ€rken können. Es kann zu verstĂ€rkter MĂŒdigkeit, Schwindel und MattigkeitsgefĂŒhl kommen.

Die gleichzeitige Gabe von MagensÀureblockern (Cimetidin) erhöht die Konzentration von Azelastinhydrochlorid im Blut.

Anwendung von Allergodil-Nasenspray zusammen mit Nahrungsmitteln, GetrÀnken und Alkohol

Wechselwirkungen mit Nahrungsmitteln und GetrÀnken sind bisher keine beobachtet worden. Generell sollte aber bei einer Behandlung mit azelastinhÀltigen Arzneimitteln auf die Einnahme alkoholischer GetrÀnke verzichtet werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Aufgrund der fehlenden Erfahrungen sollte Allergodil nicht wÀhrend der Schwangerschaft (v.a. nicht wÀhrend der ersten drei Monate einer Schwangerschaft) angewendet werden.

Es ist nicht bekannt, ob Azelastin in die Muttermilch ĂŒbergeht. Der Nasenspray sollte daher wĂ€hrend der Stillzeit nicht angewendet werden.

Bei Eintritt einer Schwangerschaft setzen Sie das PrÀparat ab und informieren Sie umgehend Ihren Arzt.

VerkehrstĂŒchtigkeit und FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen

Bei Anwendung von Allergodil sind sehr selten Beschwerden wie Abgeschlagenheit, Mattigkeit, Erschöpfung, Schwindel- oder SchwĂ€chegefĂŒhl, die auch durch das Krankheitsgeschehen bedingt sein können, möglich. In diesen FĂ€llen kann die FĂ€higkeit zum FĂŒhren eines Kraftfahrzeuges und zur Bedienung von Maschinen beeintrĂ€chtigt sein. Besonders sollte beachtet werden, dass Alkohol die VerkehrsfĂ€higkeit noch weiter verschlechtern kann.

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Wie wird es angewendet?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die empfohlene Dosis fĂŒr Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab 6 Jahren ein- bis zweimal tĂ€glich (morgens und abends) 1 SprĂŒhstoß pro Nasenloch (entspricht 0,28 - 0,56 mg Azelastinhydrochlorid/Tag).

Zur nasalen Anwendung.

Die Lösung soll bei aufrechter Kopfhaltung in jedes Nasenloch eingesprĂŒht werden (siehe Anleitung):

1. Nach Abziehen 2. .... ist nur bei der ersten 3. Einen SprĂŒhstoß pro
der SchutzhĂŒlle.... Anwendung mehrmals zu Nasenloch bei aufrechter
    pumpen, bis gleichmĂ€ĂŸiger Kopfhaltung einsprĂŒhen.
    SprĂŒhnebel austritt.  
4. SchutzhĂŒlle wieder aufstecken.      

Allergodil kann bis zum Abklingen der Symptome angewendet werden. Es gibt in der Dauer der Anwendung keine EinschrÀnkungen.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Allergodil-Nasenspray zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge von Allergodil-Nasenspray angewendet haben, als Sie sollten,

ist aufgrund der geringen Wirkstoffmenge selbst bei extremer lokaler Überdosierung nicht mit Vergiftungserscheinungen zu rechnen.

Sollten jedoch versehentlich grĂ¶ĂŸere Mengen verschluckt werden (z.B.: der Inhalt der Flasche durch ein Kind), sollten Sie auf jeden Fall Ihren Arzt zu Rate ziehen.

Erfahrungen beim Menschen nach Anwendung toxischer (sehr hoher, giftiger) Dosen von Azelastinhydrochlorid liegen nicht vor. Aufgrund tierexperimenteller Befunde ist bei extremer Überdosierung und Vergiftungen mit zentralnervösen Erscheinungen (wie z.B.: Unruhe, Erregung, stark ausgeprĂ€gter, andauernder MĂŒdigkeit oder SchlĂ€frigkeit) zu rechnen. Die Behandlung muss daher von einem Arzt symptomatisch erfolgen.

Wenn Sie die Anwendung von Allergodil-Nasenspray vergessen haben,

sind keine speziellen Maßnahmen erforderlich. Setzen Sie die Therapie mit der gleichen Dosierung zum nĂ€chsten vorgesehenen Zeitpunkt fort. Bei Bedarf können Sie Allergodil auch zwischen zwei vorgesehenen Zeitpunkten anwenden.

Wenn Sie die Anwendung von Allergodil-Nasenspray abbrechen,

so mĂŒssen Sie damit rechnen, dass sich bald wieder die typischen Symptome Ihrer Erkrankung zeigen. Die Behandlung mit Allergodil sollte nach Möglichkeit regelmĂ€ĂŸig bis zum Erreichen der Beschwerdefreiheit erfolgen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende HĂ€ufigkeiten zugrunde gelegt:

Sehr hÀufig: betrifft mehr als 1 Behandelten von 10 HÀufig: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100 Gelegentlich: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000 Selten: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten: betrifft weniger als 1 Behandelten von 10.000

Nicht bekannt: HĂ€ufigkeit auf Grundlage der verfĂŒgbaren Daten nicht abschĂ€tzbar

Erkrankungen des Nervensystems: (hĂ€ufig) Bitterer Geschmack, meist aufgrund unsachgemĂ€ĂŸer Anwendung (zurĂŒckgeneigter Kopf); (sehr selten) Schwindel.

Erkrankungen des Immunsystems: (sehr selten) Überempfindlichkeitsreaktionen.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraumes: (gelegentlich) Reizung der bereits entzĂŒndlich verĂ€nderten Nasenschleimhaut (Brennen, Kribbeln), Niesen, Nasenbluten.

Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes: (selten) Übelkeit.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden: (sehr selten) Abgeschlagenheit (Mattigkeit, Erschöpfung), Schwindel- oder SchwĂ€chegefĂŒhl, die auch durch das Krankheitsgeschehen selbst bedingt sein können.

Erkrankungen der Haut und Unterhautzellgewebes: (sehr selten) Hautausschlag, Juckreiz, Nesselsucht.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fĂŒr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt ĂŒber das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt fĂŒr Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: +43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen ĂŒber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur VerfĂŒgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schĂŒtzen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich auf.

Sie dĂŒrfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und auf dem Etikett des FlĂ€schchens nach „Verwendbar bis“ bzw. „Verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.

Allergodil-Nasenspray zwischen 8 °C und 30 °C lagern. Nicht im KĂŒhlschrank lagern. Bei Temperaturen unter 8 °C kristallisiert der Wirkstoff aus. Sie dĂŒrfen den Nasenspray nur dann anwenden, wenn die Lösung klar ist.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Nach Anbruch des FlÀschchens, Nasenspray nicht lÀnger als 6 Monate verwenden.

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Weitere Informationen

Was Allergodil-Nasenspray enthÀlt

Der Wirkstoff ist: Azelastinhydrochlorid. Die Lösung enthÀlt 1 mg/ml Azelastinhydrochlorid.

Ein SprĂŒhstoß zu 0,14 ml enthĂ€lt 0,14 mg Azelastinhydrochlorid.

  • Die sonstigen Bestandteile sind: Natriumedetat, Hypromellose, CitronensĂ€ure, Natriummonohydrogenphosphat-Dodecahydrat, Natriumchlorid, gereinigtes Wasser.

Wie Allergodil-Nasenspray aussieht und Inhalt der Packung

Der Nasenspray enthĂ€lt eine klare, farblose und isotonische wĂ€ssrige Lösung. Die SprĂŒhflasche besteht aus Glas mit 5 ml und 10 ml Inhalt.

Es werden möglicherweise nicht alle PackungsgrĂ¶ĂŸen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

Mylan Österreich GmbH, 1110 Wien

Hersteller:

MADAUS GmbH, D-51101 Köln, Deutschland

Z.Nr.: 1-19772

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt ĂŒberarbeitet im November 2021.

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Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Allergodil - Nasenspray - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Azelastin
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Zulassungsdatum 12.08.1992
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können fĂŒr die Korrektheit der Daten keine Haftung ĂŒbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. FĂŒr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden