APO-go 5 mg/ml Infusionslösung in einer Patrone

Abbildung APO-go 5 mg/ml Infusionslösung in einer Patrone
Wirkstoff(e) Apomorphin
Zulassungsland Österreich
Hersteller STADA Arzneimittel AG
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 24.08.2020
ATC Code N04BC07
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Dopaminerge Mittel

Zulassungsinhaber

STADA Arzneimittel AG

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

APO-go enthĂ€lt Apomorphinhydrochlorid-Hemihydrat (im Folgenden als „Apomorphin“ bezeichnet).

Ein Milliliter Infusionslösung enthÀlt 5 mg Apomorphin.

Apomorphin gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als Dopamin-Agonisten bekannt sind und zur Behandlung der Parkinson-Krankheit (MORBUS PARKINSON) verwendet werden. Es hilft, „OFF”-

Phasen oder ZustĂ€nde der BewegungsunfĂ€higkeit bei Parkinsonpatienten zu verkĂŒrzen, die zuvor mit Levodopa und/oder anderen Dopamin-Agonisten behandelt wurden. Ihr Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal wird Ihnen helfen, die Anzeichen zu erkennen, bei denen Ihr Arzneimittel anzuwenden ist. Dieses Arzneimittel darf nur bei Erwachsenen angewendet werden.

Trotz des Namens enthÀlt Apomorphin kein Morphin.

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Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Bevor Sie APO-go anwenden, wird Ihr Arzt bei Ihnen ein EKG (Elektrokardiogramm) durchfĂŒhren und Sie um eine Liste aller sonstigen Arzneimittel bitten, die Sie anwenden. Die EKG-Untersuchung wird in den ersten Behandlungstagen und immer dann, wenn Ihr Arzt dies fĂŒr notwendig hĂ€lt, wiederholt werden. Ihr Arzt fragt Sie außerdem nach möglichen anderen Erkrankungen, besonders solchen, die das Herz betreffen. Einige Befragungen und Untersuchungen werden möglicherweise bei jeder Kontrolluntersuchung wiederholt. Wenn Sie Symptome feststellen, die vom Herzen herrĂŒhren können, z. B. Herzklopfen, Ohnmacht oder Beinahe-Ohnmacht, mĂŒssen Sie dies unverzĂŒglich Ihrem Arzt melden. Auch wenn Sie Durchfall bekommen oder mit der Anwendung eines neuen Arzneimittels beginnen, mĂŒssen Sie dies Ihrem Arzt mitteilen.

APO-go darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie unter 18 Jahre alt sind
  • wenn Sie Atembeschwerden oder Asthma haben
  • wenn Sie Demenz oder Alzheimer haben
  • wenn Sie VerwirrtheitszustĂ€nde, SinnestĂ€uschungen (Halluzinationen) oder Ă€hnliche Beschwerden haben
  • wenn Sie eine psychische Erkrankung haben
  • wenn Sie eine Lebererkrankung haben
  • wenn Sie trotz der Einnahme von Levodopa wĂ€hrend der „On“-Phasen an schweren Dyskinesien (unwillkĂŒrliche Bewegungen) oder schweren Dystonien (unfreiwillige anhaltende oder sich wiederholende Bewegungen, die zu einer fixierten Haltung fĂŒhren können) leiden
  • wenn Sie allergisch gegen Apomorphin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittel sind
  • wenn Sie Arzneimittel gegen Übelkeit und Erbrechen einer bestimmten Klasse von
    Arzneimitteln (5HT3-Antagonisten) einnehmen, z. B. Ondansetron, Granisetron, Dolasetron, Palonosetron und Alosetron.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie APO- go anwenden,

  • wenn Sie Nierenprobleme haben
  • wenn Sie Lungenprobleme haben
  • wenn Sie Herzprobleme haben
  • wenn Sie an niedrigem Blutdruck leiden oder beim abrupten Aufstehen ohnmĂ€chtig werden oder sich schwindlig fĂŒhlen
  • wenn Sie Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck einnehmen
  • wenn Sie an Übelkeit oder Erbrechen leiden
  • wenn Sie bei Beginn der Behandlung mit APO-go irgendwelche psychischen Symptome oder Erkrankungen haben
  • wenn Sie Ă€lter oder geschwĂ€cht sind
  • wenn Sie oder ein Familienangehöriger bekanntermaßen ein auffĂ€lliges Elektrokardiogramm (EKG) aufweisen, welches als QT-VerlĂ€ngerung bezeichnet wird.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie oder Ihre Familie bzw. Betreuer bemerken, dass Sie einen Drang oder ein Verlangen entwickeln, sich in einer fĂŒr Sie ungewöhnlichen Weise zu verhalten oder Sie dem Impuls, dem Trieb oder der Versuchung nicht widerstehen können, bestimmte Dinge zu tun, die Ihnen selbst oder anderen schaden könnten. Diese Verhaltensweisen nennt man Impulskontrollstörungen und können Spielsucht, ĂŒbermĂ€ĂŸiges Essen oder Geldausgeben, einen abnorm starken Sexualtrieb oder eine Zunahme sexueller Gedanken oder GefĂŒhle umfassen. Ihr Arzt muss dann möglicherweise Ihre Behandlung ĂŒberprĂŒfen.

Einige Patienten entwickeln suchtartige Symptome, die zu einem zwanghaften Verlangen nach hohen Dosen von APO-go und anderen Arzneimitteln zur Behandlung der Parkinson-Krankheit fĂŒhren.

Falls eine der oben genannten Situationen auf Sie zutrifft, informieren Sie bitte Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

Kinder und Jugendliche

APO-go darf bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht angewendet werden.

Anwendung von APO-go zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kĂŒrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

FRAGEN SIE VOR DER ANWENDUNG IHRES ARZNEIMITTELS IHREN ARZT, APOTHEKER ODER DAS MEDIZINISCHE FACHPERSONAL, WENN SIE

Arzneimittel anwenden, die bekanntermaßen Ihren Herzschlag beeinflussen. Dies beinhaltet Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen (z. B. Chinidin und Amiodaron), Depressionen (einschließlich trizyklischer Antidepressiva wie Amitriptylin und Imipramin) und bakteriellen Infektionen (Makrolid-Antibiotika wie Erythromycin, Azithromycin und Clarithromycin) und Domperidon.

Wenn Sie dieses Arzneimittel in Kombination mit anderen Arzneimitteln anwenden, kann die Wirkung dieser Arzneimittel verĂ€ndert werden. Dies trifft insbesondere zu fĂŒr:

  • Arzneimittel wie Clozapin zur Behandlung psychischer Erkrankungen
  • Arzneimittel, die den Blutdruck senken
  • andere Arzneimittel gegen die Parkinson-Krankheit
  • Arzneimittel gegen Übelkeit und Erbrechen wie Ondansetron, Granisetron, Dolasetron, Palonosetron und Alosetron (APO-go darf nicht angewendet werden, wenn eines dieser Arzneimittel angewendet wird, siehe Abschnitt 2).
  • Arzneimittel mit anti-dopaminergen Wirkungen wie Haloperidol, Chlorpromazin, Promethazin, Prochlorperazin, Metoclopramid, Levopromazin und Droperidol.

Ihr Arzt wird Sie, falls es nötig ist, darauf hinweisen, die Dosis von APO-go oder einem Ihrer anderen Arzneimittel anzupassen.

Wenn Sie sowohl Levodopa (ein anderes Arzneimittel zur Behandlung der Parkinson-Krankheit) als auch Apomorphin anwenden, wird Ihr Arzt regelmĂ€ĂŸig Ihr Blut untersuchen.

Anwendung von APO-go zusammen mit Nahrungsmitteln und GetrÀnken

Nahrungsmittel und GetrÀnke haben keinen Einfluss auf die Wirkung dieses Arzneimittels.

Schwangerschaft und Stillzeit

APO-go darf nicht wÀhrend der Schwangerschaft angewendet werden, es sei denn, es ist unbedingt erforderlich. Wenn Sie schwanger sind oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal um Rat.

Es ist nicht bekannt, ob Apomorphin in die Muttermilch ĂŒbergeht. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie stillen oder beabsichtigen zu stillen. Ihr Arzt wird Ihnen mitteilen, ob Sie das Stillen fortfĂŒhren/abbrechen sollen oder dieses Arzneimittel weiter anwenden/absetzen sollen.

VerkehrstĂŒchtigkeit und FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die ReaktionsfĂ€higkeit und VerkehrstĂŒchtigkeit beeintrĂ€chtigen.

Sie dĂŒrfen sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen und keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen, wenn Sie dieses Arzneimittel schlĂ€frig macht.

APO-go enthÀlt Natriummetabisulfit

APO-go enthĂ€lt Natriummetabisulfit, welches in seltenen FĂ€llen schwere Überempfindlichkeitsreaktionen und BronchialkrĂ€mpfe (Bronchospasmen) hervorrufen.

Dieses Arzneimittel enthĂ€lt weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro 20 ml, d. h. es ist nahezu „natriumfrei”.

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Wie wird es angewendet?

Bevor Sie APO-go anwenden, wird Ihr Arzt sicherstellen, dass das Arzneimittel und ein gleichzeitig anzuwendendes Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen (Domperidon) fĂŒr Sie vertrĂ€glich sind.

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Verwenden Sie APO-go nicht,

  • wenn sich die Infusionslösung grĂŒn verfĂ€rbt hat.
  • wenn die Infusionslösung trĂŒb ist oder Sie in der Infusionslösung Partikel sehen können.

Wo sollen Sie APO-go injizieren?

  • Injizieren Sie APO-go unter die Haut (subkutan), so wie Ihr Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal es Ihnen gezeigt hat.
  • Sie dĂŒrfen APO-go nicht in eine Vene injizieren.

APO-go wurde fĂŒr die kontinuierliche Infusion mit einer Pumpe und einer CronoBell Sleeve entwickelt. Die Pumpe, die Sie erhalten, ist entweder die Crono APO-go III Infusionspumpe oder die Crono PAR4 20 Infusionspumpe.

Wie viel sollen Sie anwenden?

Die angewendete Dosis von APO-go und die Zeitdauer, fĂŒr die Sie jeden Tag dieses Arzneimittel erhalten, hĂ€ngen von Ihrem persönlichen Bedarf ab. Ihr Arzt wird dies mit Ihnen besprechen und Ihnen mitteilen, wie viel Ihres Arzneimittels Sie anwenden sollen. Die fĂŒr Sie am besten geeignete Menge wird bei Ihrem Aufenthalt in der Klinik festgelegt. Die durchschnittliche Infusionsdosis betrĂ€gt zwischen 4 mg und 6 mg Apomorphin pro Stunde. Die kontinuierliche Infusion wird Ihnen ĂŒblicherweise verabreicht, wĂ€hrend Sie wach sind und beendet, bevor Sie schlafen gehen. Die Menge an Apomorphin, die Sie jeden Tag erhalten, darf 100 mg nicht ĂŒbersteigen. Ihr Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal wird entscheiden, welche Dosis fĂŒr Sie die beste ist.

Die Patrone können Sie fĂŒr 48 Stunden anwenden, solange alle 24 Stunden die Infusionsleitung erneuert und die Infusionsstelle gewechselt wird.

Es ist nicht erforderlich, APO-go vor der Anwendung zu verdĂŒnnen. Außerdem dĂŒrfen Sie es nicht mit anderen Arzneimitteln mischen.

Ihr Arzt oder das medizinische Fachpersonal wird Ihnen zeigen, wie Sie APO-go vorbereiten und anwenden. Weitere Anweisungen finden Sie am Ende dieser Packungsbeilage im Abschnitt „So wird die Infusion mit APO-go vorbereitet“.

Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge von APO-go angewendet haben, als Sie sollten

  • Kontaktieren Sie unverzĂŒglich Ihren Arzt oder die Notaufnahme des nĂ€chstgelegenen Krankenhauses.
  • Es ist wichtig, die richtige Dosis von APO-go zu verabreichen und nicht mehr als die von Ihrem Arzt empfohlene Menge zu verwenden. Höhere Dosen können zu einem verlangsamten Puls (Herzfrequenz), ĂŒbermĂ€ĂŸiger Übelkeit, ĂŒbermĂ€ĂŸiger SchlĂ€frigkeit und/oder Atembeschwerden fĂŒhren. Besonders beim Aufstehen können Sie sich außerdem aufgrund von niedrigem Blutdruck der Ohnmacht nahe oder schwindlig fĂŒhlen. Legen Sie sich hin und legen Sie die Beine hoch. Dies wirkt dem niedrigen Blutdruck entgegen.

Wenn Sie die Anwendung von APO-go vergessen haben

Wenden Sie das Arzneimittel an, wenn Sie es das nÀchste Mal benötigen. Wenden Sie nicht die doppelte Menge an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.

Wenn Sie die Anwendung von APO-go abbrechen

Fragen Sie Ihren Arzt, bevor Sie die Behandlung abbrechen und besprechen Sie mit ihm, ob dies angebracht ist oder nicht.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen.

Wenn Sie eine allergische Reaktion haben, brechen Sie die Anwendung von APO-go ab und wenden Sie sich sofort an einen Arzt oder die Notaufnahme des nÀchstgelegenen Krankenhauses. Zu den Anzeichen einer allergischen Reaktion können gehören:

  • Hautausschlag
  • Atemschwierigkeiten
  • Schwellung des Gesichts, der Lippen, des Halses oder der Zunge.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie denken, dass das Arzneimittel bei Ihnen Beschwerden auslöst oder wenn bei Ihnen eine der folgenden Nebenwirkungen auftritt:

Sehr hÀufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

  • Knotenbildungen unter der Haut an der Injektionsstelle, die schmerzhaft, störend und eventuell mit Rötungen und Juckreiz verbunden sind. Um diese Knotenbildungen zu vermeiden, ist es empfehlenswert, die Injektionsstelle jedes Mal zu wechseln.
  • Halluzinationen (Sehen, Hören oder FĂŒhlen von Dingen, die in Wirklichkeit nicht vorhanden sind).

HĂ€ufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Übelkeit und Erbrechen, besonders zu Beginn der Behandlung mit APO-go. Die Anwendung von Domperidon sollte mindestens 2 Tage vor dem Beginn der Behandlung mit APO-go begonnen werden, um zu verhindern, dass Ihnen ĂŒbel wird oder Sie erbrechen mĂŒssen. Wenn Sie Domperidon einnehmen und Ihnen trotzdem ĂŒbel ist oder falls Sie kein Domperidon einnehmen

und Ihnen ĂŒbel ist, teilen Sie dies so schnell wie möglich Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal mit.

  • ĂŒbermĂ€ĂŸige SchlĂ€frigkeit
  • Verwirrtheit oder SinnestĂ€uschungen (Halluzinationen)
  • GĂ€hnen
  • Schwindel oder Benommenheit
  • kurzzeitige SchlĂ€frigkeit, besonders bei Beginn der Behandlung mit diesem Arzneimittel. Dies bessert sich in der Regel in den ersten Wochen.

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

  • Vermehrtes Auftreten von unkontrollierten Bewegungen oder vermehrtes Zittern wĂ€hrend der „ON“-Zeit.
  • HĂ€molytische AnĂ€mie, eine krankhafte Verminderung von roten Blutzellen in den BlutgefĂ€ĂŸen oder in anderen Bereichen des Körpers. Diese Nebenwirkung kann gelegentlich bei Patienten auftreten, die gleichzeitig mit Levodopa behandelt werden.
  • plötzliches Einschlafen
  • HautausschlĂ€ge
  • Atembeschwerden
  • GeschwĂŒre an der Injektionsstelle und Abbau von Gewebe
  • verminderte Anzahl an BlutplĂ€ttchen, was das Risiko von Blutungen oder BlutergĂŒssen erhöht.
  • SchwindelgefĂŒhl oder Benommenheit beim Aufstehen aus dem Sitzen oder Liegen aufgrund von niedrigem Blutdruck.

Selten: kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

Eosinophilie, eine abnormal hohe Zahl an bestimmten weißen Blutzellen im Blut oder im Körpergewebe.

Nicht bekannt: HĂ€ufigkeit auf Grundlage der verfĂŒgbaren Daten nicht abschĂ€tzbar

  • Schwellung der Arme, Beine, FĂŒĂŸe oder HĂ€nde
  • Das Unvermögen, dem Drang, Zwang oder der Versuchung zu widerstehen, Dinge zu tun, die

einem selbst oder anderen schaden können. Dazu gehört unter anderem:

    • ein starker Impuls exzessiv zu spielen (Spielsucht), trotz schwerwiegender Folgen fĂŒr sich selbst oder die Familie
    • verĂ€ndertes oder gesteigertes sexuelles Verlangen und Verhalten mit erheblichen Folgen fĂŒr Sie oder andere (z. B. gesteigerter Sexualtrieb)
    • unkontrollierbares, ĂŒbermĂ€ĂŸiges Einkaufen oder Geldausgeben
    • sogenanntes „Binge Eating“ bzw. Fressattacken (das Essen großer Mengen an Nahrung in kurzer Zeit) oder zwanghaftes Essen (das Essen von mehr Nahrung als normal und mehr als nötig, um den Hunger zu stillen).
  • Ohnmacht
  • Aggression, Agitiertheit
  • Kopfschmerzen.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn eine der oben genannten VerhaltensauffÀlligkeiten bei Ihnen auftritt. Er wird mit Ihnen besprechen, wie die Symptome zu behandeln sind bzw. gelindert werden können.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch fĂŒr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesamt fĂŒr Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5 AT – 1200 WIEN

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: www.basg.gv.at anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen ĂŒber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur VerfĂŒgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich auf.

Sie dĂŒrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton nach „verw. bis:“ bzw. „verwendbar bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht ĂŒber 30 °C lagern.

Nach dem Öffnen muss APO-go sofort verwendet werden. Nach 48 Stunden muss das in der Patrone verbliebene Arzneimittel entsorgt und eine neue Patrone verwendet werden.

Verwenden Sie dieses Arzneimittel nicht, wenn Sie feststellen, dass sich die Infusionslösung grĂŒn verfĂ€rbt hat. Die Infusionslösung darf nur verwendet werden, wenn sie klar, farblos und frei von sichtbaren Partikeln ist.

Achten Sie darauf, dass Lösungsspritzer weder auf Sie selbst noch auf den Teppich(boden) gelangen, da grĂŒne Flecken entstehen können. Am Ende der Verwendung mĂŒssen die Infusionsleitung, die CronoBell Sleeve und Patrone in einem speziell hierfĂŒr vorgesehenen BehĂ€lter fĂŒr die Entsorgung scharfer und spitzer GegenstĂ€nde entsorgt werden.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was APO-go enthÀlt

Der Wirkstoff ist Apomorphinhydrochlorid-Hemihydrat.

1 ml APO-go Infusionslösung in einer Patrone enthÀlt 5 mg Apomorphinhydrochlorid-Hemihydrat. Jede 20-ml-Patrone enthÀlt 100 mg Apomorphinhydrochlorid-Hemihydrat.

Die sonstigen Bestandteile sind:

  • Natriummetabisulfit (E 223)
  • SalzsĂ€ure, konzentriert (zur Einstellung des pH-Werts)
  • Wasser fĂŒr Injektionszwecke.

BezĂŒglich Natriummetabisulfit siehe Abschnitt 2: „APO-go enthĂ€lt Natriummetabisulfit“.

Wie APO-go aussieht und Inhalt der Packung

APO-go ist eine Infusionslösung in einer Patrone. Die Infusionslösung ist farblos und durchsichtig.

Inhalt der Packung

APO-go wird in einer silikonisierten Klarglas-Patrone mit einem Verschluss aus Chlorbutylgummi (mit Aluminiumdichtung und violetter Flip-Off-Kappe) und einem silikonisierten Chlorobutyl- Gummikolben geliefert.

Jede Packung enthÀlt 5 Patronen mit 20 ml Infusionslösung in einer Kartonschale in einem Umkarton.

Die CronoBell Sleeve wird separat in Blisterpackungen mit 5 CronoBell Sleeves zur VerfĂŒgung gestellt.

Luer- Lock Verschlusskappen zur Einmalnutzung werden bei Bedarf bereitgestellt.

Sind BĂŒndelpackungen verfĂŒgbar, besteht die 25-Patronen-BĂŒndelpackung aus 5 Packungen, mit jeweils 5 Patronen. Die 50-Patronen-BĂŒndelpackung besteht aus 10 Packungen, mit jeweils 5 Patronen.

Es werden möglicherweise nicht alle PackungsgrĂ¶ĂŸen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

STADA Arzneimittel AG

Stadastraße 2–18,

61118 Bad Vilbel,

Deutschland

Mitvertrieb

STADA Arzneimittel GmbH Muthgasse 36

1190 Wien Österreich

Z.Nr.: 140268

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des EuropÀischen Wirtschaftsraumes (EWR) und im Vereinigten Königreich (Nordirland) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

DĂ€nemark APO-go Pod
Deutschland APO-go 5 mg/ml Infusionslösung in einer Patrone
Griechenland APO-go POD 5 mg/ml ΔÎčÎŹÎ»Ï…ÎŒÎ± ÎłÎčα Î­ÎłÏ‡Ï…ÏƒÎ· σΔ Ï†Ï…ÏƒÎŻÎłÎłÎčÎż
Irland APO-go POD 5 mg/ml solution for infusion in cartridge
Luxemburg APO-go POD 5 mg/ml solution pour perfusion en cartouche
Niederlande APO-go Pod 5 mg/ml oplossing voor infusie in een patroon
Norwegen Britaject
Portugal Apo-go POD 5 mg/ml solução para perfusão em cartucho
RumĂ€nien APO-go POD 5 mg/ml soluĆŁie perfuzabilă Ăźn cartuș
Slowenien APO-go POD 5 mg/ml raztopina za infundiranje v vloĆŸku
Spanien APO-go POD 5 mg/ml soluciĂłn para perfusiĂłn en cartucho
Schweden APO-go för POD 5 mg/ml infusionsvÀtska, lösning i cylinderampull
Vereinigtes Königreich  
(Nordirland): APO-go POD 5 mg/ml solution for infusion in cartridge

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt ĂŒberarbeitet im Mai 2022.

So wird die Infusion mit APO-go vorbereitet:

Waschen Sie sich immer zuerst die HÀnde und trocknen Sie sie, bevor Sie mit InfusionsgerÀten arbeiten.

Stellen Sie sicher, dass Sie einen BehÀlter zur Entsorgung scharfer und spitzer GegenstÀnde sowie folgende GegenstÀnde zur Hand haben, bevor Sie beginnen:

  • 1 x Infusionsleitung (fĂŒr alle 24 Stunden)
  • 1 x CronoBell Sleeve
  • 1 x Patrone (mit dem Arzneimittel)
  • 1 x Pumpe (Crono APO-go III Infusionspumpe oder Crono PAR4 20 Infusionspumpe) mit Manschettenanschluss
  • 1 x Tablett

Bei Bedarf erhalten Sie ebenfalls:

1 x Box mit sterilen Luer Verschlusskappen zur Einmalnutzung

oder

Crono PAR4 20 Infusion

Pump with collar attachment

Bitte beachten Sie, dass es drei verschiedene Szenarien zum Verwenden und Wechseln der Patrone gibt, die in den folgenden Schritten gezeigt werden. Bitte befolgen Sie die nachstehenden Anweisungen gemĂ€ĂŸ den Anweisungen des medizinischen Fachpersonals.

Anweisungen zur Verwendung der Patrone fĂŒr einen Tag

Bitte folgen Sie den unten angefĂŒhrten Anweisungen, falls Sie die Infusion fĂŒr einen Tag anwenden, ohne diese tagsĂŒber zu wechseln:

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Wirkstoff(e) Apomorphin
Zulassungsland Österreich
Hersteller STADA Arzneimittel AG
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 24.08.2020
ATC Code N04BC07
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Dopaminerge Mittel

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können fĂŒr die Korrektheit der Daten keine Haftung ĂŒbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. FĂŒr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden