Buscopan plus Paracetamol 10 mg/ 500 mg Filmtabletten

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Wirkstoff(e) Hyoscin-N-butylbromid Paracetamol
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Opella Healthcare Austria GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 15.02.1991
ATC Code A03DB04
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Spasmolytika in Kombination mit Analgetika

Zulassungsinhaber

Opella Healthcare Austria GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Buscapina plus Paracetamol - Filmtabletten Hyoscin-N-butylbromid Paracetamol Boehringer Ingelheim
Buscapina plus Paracetamol - Zäpfchen Hyoscin-N-butylbromid Paracetamol Boehringer Ingelheim

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Buscopan plus Paracetamol 10 mg/ 500 mg Filmtabletten enthalten zwei wirksame Bestandteile: Hyoscin-N-butylbromid besitzt eine krampfl√∂sende Wirkung auf die glatte Muskulatur des Magen- Darm-Traktes, der Gallen- und Harnwege und der weiblichen Geschlechtsorgane; Paracetamol hat eine rasch einsetzende schmerzstillende, fiebersenkende und entz√ľndungshemmende Wirkung.

Buscopan plus Paracetamol Filmtabletten werden angewendet bei krampfartigen Schmerzen im Bereich des Magen-Darm-Traktes, der Gallen- und Harnwege und der weiblichen Geschlechtsorgane während der Monatsblutung.

Buscopan plus Paracetamol Filmtabletten werden angewendet bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren

Wenn Sie sich nach 3 Tagen nicht besser oder gar schlechter f√ľhlen, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Buscopan plus Paracetamol darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Hyoscin-N-butylbromid, andere Bromide, Paracetamol oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind;
  • wenn Sie an einer bestimmten Form von Muskelschw√§che (Myasthenia gravis) leiden;
  • wenn bei Ihnen eine organisch bedingte Verengung des Magen-Darm-Traktes festgestellt wurde oder ein Verdacht diesbez√ľglich besteht;
  • wenn bei Ihnen ein l√§hmender (paralytischer) oder mechanischer Darmverschluss (Ileus) festgestellt wurde. Symptome schlie√üen schwere Bauchschmerzen mit fehlendem Stuhlgang und/oder √úbelkeit/Erbrechen ein;
  • wenn bei Ihnen eine krankhafte Erweiterung des Dickdarms vorliegt;
  • wenn Ihre Leber- oder Nierenfunktion stark eingeschr√§nkt ist;
  • wenn Sie regelm√§√üig oder in gr√∂√üeren Mengen Alkohol trinken (siehe ‚ÄěEinnahme von Buscopan plus Paracetamol zusammen mit Nahrungsmitteln und Getr√§nken‚Äú).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Buscopan plus Paracetamol einnehmen,

  • wenn Sie einen erh√∂hten Augeninnendruck (Neigung zum Engwinkelglaukom) haben;
  • wenn Sie unter chronischer Verstopfung leiden;
  • wenn Sie Schwierigkeiten beim Harnlassen haben;
  • wenn Sie unter zu schneller, unregelm√§√üiger Herzschlagfolge (Tachyarrhythmien) leiden;
  • wenn Ihre Leberfunktion leicht bis mittelschwer eingeschr√§nkt ist (z. B. nach einer Leberentz√ľndung);
  • wenn Ihre Nierenfunktion leicht bis mittelschwer eingeschr√§nkt ist oder durch fr√ľhere Erkrankungen Nierensch√§den bestehen;
  • wenn bei Ihnen eine bestimmte erbliche, sehr seltene Stoffwechselerkrankung (Mangel an Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase) vorliegt;
  • wenn Sie am Gilbert-Syndrom (Meulengracht-Krankheit, einer seltenen erblichen Stoffwechselerkrankung) leiden;
  • wenn Sie pl√∂tzlich einsetzende, starke, schneidende Schmerzen haben;
  • wenn Sie chronisch alkoholkrank sind oder k√ľrzlich einen Alkoholentzug begonnen haben (siehe ‚ÄěBuscopan plus Paracetamol darf nicht eingenommen werden‚Äú);
  • wenn bei Ihnen Mangelern√§hrung oder Austrocknung (z. B. bei zu geringer Trinkmenge) vorliegen;
  • wenn Sie allergisch gegen Acetylsalicyls√§ure oder andere entz√ľndungshemmende Schmerz- und Rheumamittel (NSAR) sind.

Sie m√ľssen Ihren Arzt darauf hinweisen, wenn einer der vorstehend genannten Umst√§nde auf Sie zutrifft. Ihr Arzt wird Ihnen bei Leber- oder Nierenfunktionsst√∂rungen m√∂glicherweise eine geringere Dosis verordnen oder empfehlen, das Dosierungsintervall (den zeitlichen Abstand zwischen zwei Einnahmen) zu verl√§ngern.

Sie m√ľssen einen Arzt aufsuchen,

  • wenn sich Ihre Beschwerden rasch verschlimmern;
  • wenn die Schmerzen sich bei Ber√ľhrung verschlimmern;
  • wenn Ihre K√∂rpertemperatur erh√∂ht ist;
  • wenn Ihnen √ľbel wird oder Sie erbrechen m√ľssen;
  • wenn Ihr Blutdruck niedrig ist, Sie sich schwach f√ľhlen oder zusammengebrochen sind;
  • wenn Sie Blut im Stuhl oder unerwartete √Ąnderungen der Darmt√§tigkeit (z. B. Durchfall) bemerken;
  • wenn neue Beschwerden oder R√∂tungen oder Schwellungen auftreten;
  • wenn Sie sich nach 3 Tagen nicht besser oder gar schlechter f√ľhlen

da in diesen Fällen die Ursache Ihrer Beschwerden abgeklärt werden muss.

Nach längerer Anwendung wird Ihr Arzt Kontrollen (z. B. Leberfunktion, Nierenfunktion, Blutbild) vornehmen.

Um die Gefahr einer √úberdosierung zu vermeiden, m√ľssen Sie darauf achten, dass Sie gleichzeitig keine anderen Paracetamol-haltigen Arzneimittel anwenden. Bei l√§ngerem Gebrauch oder √ľberh√∂hter Dosierung (mehr als 2,0 g Paracetamol pro Tag, entsprechend 4 Filmtabletten) sind Leber- und Nierensch√§digungen nicht auszuschlie√üen. Auch wenn Sie keine Lebererkrankung haben, k√∂nnen Lebersch√§digungen sogar bei geringen Dosierungen bzw. bei kurzeitigem Gebrauch auftreten.

Bei l√§ngerer Anwendung von Schmerzmitteln wie Paracetamol ‚Äď vor allem in hoher Dosierung ‚Äď k√∂nnen Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erh√∂hte Dosen desselben Arzneimittels behandelt werden d√ľrfen. Falls Sie meinen, dass bei Ihnen derartige Kopfschmerzen vorliegen, lassen Sie sich bitte von Ihrem Arzt beraten.

Ein pl√∂tzliches Absetzen von Schmerzmitteln wie Paracetamol nach l√§ngerer Anwendung in hoher Dosierung kann Entzugssymptome ausl√∂sen (z. B. Kopfschmerzen, M√ľdigkeit oder Nervosit√§t), die gew√∂hnlich innerhalb weniger Tage verschwinden. Eine erneute Einnahme von Schmerzmitteln darf nur nach entsprechender Anordnung des Arztes und nach Abklingen der Entzugserscheinungen erfolgen.

Vereinzelt wurden schwere akute √úberempfindlichkeitsreaktionen (z. B. anaphylaktischer Schock) beobachtet. Daher muss die Behandlung mit Buscopan plus Paracetamol bei den ersten Anzeichen einer √úberempfindlichkeitsreaktion abgebrochen werden. Kontaktieren Sie unverz√ľglich einen Arzt.

Schwerwiegende Hautreaktionen

Im Zusammenhang mit der Anwendung von Paracetamol gab es Berichte √ľber schwere Hautreaktionen. Falls bei Ihnen ein Hautausschlag auftritt (einschlie√ülich Schleimhautsch√§digungen im Mund, Hals, Nase, Augen und Genitalbereich) beenden Sie bitte die Anwendung von Buscopan plus Paracetamol und holen Sie unverz√ľglich √§rztlichen Rat ein.

Bei starken Schmerzen im Bauchraum sollten schmerzstillende Arzneimittel möglichst nicht vor der Untersuchung durch den Arzt eingenommen werden, da sie die Erkennung wichtiger Krankheitszeichen verschleiern können.

Kinder

Geben Sie Buscopan plus Paracetamol nicht Kindern unter 12 Jahren aufgrund des hohen Gehaltes an Paracetamol.

Einnahme von Buscopan plus Paracetamol zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Wechselwirkungen mit Paracetamol

Fragen Sie vor der Einnahme von Buscopan plus Paracetamol Filmtabletten Ihren Arzt um Rat, wenn Sie gleichzeitig eines der folgenden Arzneimittel einnehmen, da diese Arzneimittel und Paracetamol ihre Wirkungen und Nebenwirkungen gegenseitig beeinflussen können:

Arzneimittel, die die Leberfunktion beeinflussen, wie z. B. Barbiturate (Narkosemittel), Phenobarbital, Phenytoin (Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie), Glutethimid (Schlaf- und Beruhigungsmittel), Carbamazepin (Arzneimittel zur Behandlung depressiver Erkrankungen) oder bestimmte Antibiotika (wie Rifampicin), verst√§rken die lebersch√§digende Wirkung von Paracetamol ‚Äď Lebersch√§den sind dann bereits durch sonst ungef√§hrliche Dosen m√∂glich. Das gilt auch f√ľr alle anderen Arzneimittel, f√ľr die m√∂gliche Lebersch√§digungen beschrieben werden, und f√ľr Alkoholmissbrauch.

Salicylamid (entz√ľndungshemmendes Schmerzmittel) bewirkt eine erh√∂hte sch√§digende Wirkung von Paracetamol infolge verz√∂gerter Ausscheidung.

Probenecid (harnsäuresenkendes Arzneimittel) reduziert die Paracetamol-Ausscheidung auf etwa die Hälfte. Bei gleichzeitiger Einnahme von Probenecid wird Ihr Arzt die Dosis von Paracetamol entsprechend vermindern.

Die schädigende Wirkung von Chloramphenicol (bestimmtes Antibiotikum = Arzneimittel gegen Infektionen) wird durch eine verzögerte Ausscheidung von Chloramphenicol erhöht.

Paracetamol kann das Blutungsrisiko bei Patienten, die Warfarin und andere Vitamin K-Antagonisten (Arzneimittel zur Blutverd√ľnnung) einnehmen, erh√∂hen.

Die gleichzeitige Einnahme von Flucloxacillin (Antibiotikum) kann zu √úbers√§uerung des Blutes und des K√∂rpers f√ľhren.

Colestyramin (bestimmtes Arzneimittel zur Cholesterinsenkung) vermindert die Aufnahme von Paracetamol.

Arzneimittel, die eine Verlangsamung der Magenentleerung bewirken, k√∂nnen zu einer verminderten Aufnahme und in der Folge zu einem verz√∂gerten Eintritt der Wirkung von Paracetamol f√ľhren. Arzneimittel, die eine Beschleunigung der Magenentleerung bewirken (z. B. Metoclopramid oder Domperidon gegen Erbrechen und √úbelkeit), verst√§rken die Aufnahme von Paracetamol.

Die gleichzeitige Einnahme von Paracetamol und Zidovudin (Arzneimittel bei HIV-Infektionen) macht eine Verminderung der Zahl der weißen Blutkörperchen (Neutropenie) wahrscheinlicher und darf nur auf ärztlichen Rat erfolgen.

Wechselwirkungen mit Hyoscin-N-butylbromid

Fragen Sie vor der Einnahme von Buscopan plus Paracetamol Filmtabletten Ihren Arzt um Rat, wenn Sie gleichzeitig eines der folgenden Arzneimittel einnehmen, da die Wirkungen dieser Arzneimittel durch Hyoscin-N-butylbromid verstärkt werden können:

  • Antihistaminika (gegen allergische Erkrankungen);
  • Amantadin-haltige Arzneimittel (gegen Parkinson);
  • Chinidin- bzw. Disopyramid-haltige Arzneimittel (gegen Herzrhythmusst√∂rungen);
  • tri- und tetrazyklische Antidepressiva (gegen Depressionen);
  • andere Anticholinergika (z. B. Tiotropium, Ipratropium ‚Äď gegen Atembeschwerden oder Atropin-√§hnliche Wirkstoffe);
  • Antipsychotika (gegen Psychosen);
  • ő≤-Sympathomimetika (gegen Atembeschwerden).

Sie sollten Ihren Arzt auch dann um Rat fragen, wenn Sie gleichzeitig mit Buscopan plus Paracetamol Filmtabletten Arzneimittel zur Korrektur der Darmbeweglichkeit (z. B. Metoclopramid- haltige Arzneimittel) einnehmen, da dies die Wirkung beider Arzneimittel verringern kann.

Beeinflussung von Labortests

Paracetamol kann bestimmte Laboruntersuchungen zur Bestimmung der Harnsäurewerte und der Blutzuckerwerte beeinträchtigen.

Bitte informieren Sie daher den Arzt vor Laboruntersuchungen √ľber die Einnahme von Buscopan plus Paracetamol Filmtabletten.

Einnahme von Buscopan plus Paracetamol zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol

Gleichzeitiger Alkoholkonsum erh√∂ht die Gefahr einer Lebersch√§digung bei normalerweise harmlosen Paracetamol-Dosen und soll daher vermieden werden! Dies gilt insbesondere f√ľr Alkoholmissbrauch.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Die Einnahme von Buscopan plus Paracetamol in der Schwangerschaft wird nicht empfohlen.

Der √úbergang von Hyoscin-N-butylbromid, einem der Wirkstoffe von Buscopan plus Paracetamol, in die Muttermilch ist nicht untersucht. Daher ist die Einnahme von Buscopan plus Paracetamol in der Stillzeit vorsichtshalber zu vermeiden.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrst√ľchtigkeit und die F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen durchgef√ľhrt. Bei korrekter Einnahme sind jedoch keine Beeintr√§chtigungen bei der aktiven Teilnahme am Stra√üenverkehr oder beim Bedienen von Maschinen zu erwarten.

Buscopan plus Paracetamol enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enth√§lt weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Filmtablette, d.h. es ist nahezu ‚Äěnatriumfrei‚Äú.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis f√ľr Erwachsene und Jugendliche √ľber 12 Jahre betr√§gt 3 Mal t√§glich 1 Filmtablette. Im Bedarfsfall kann eine Einzelgabe von 2 Filmtabletten erfolgen.

Eine Tagesh√∂chstdosis von 4 Filmtabletten darf nicht √ľberschritten werden. Der zeitliche Abstand soll mindestens 8 Stunden bis zur n√§chsten Anwendung betragen.

Zum Einnehmen.

Die Filmtabletten sind unzerkaut mit ausreichend Fl√ľssigkeit einzunehmen.

Die Kerbe dient nicht zum Teilen der Tablette.

Spezielle Patientengruppen

√Ąltere Patienten

F√ľr √§ltere Patienten gelten die gleichen Dosierungsempfehlungen.

Patienten mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion

Falls Sie an einer St√∂rung der Leber- oder Nierenfunktion leiden, wird Ihr Arzt Ihnen m√∂glicherweise eine geringere Dosis verordnen oder empfehlen, das Dosierungsintervall (den zeitlichen Abstand zwischen zwei Einnahmen) zu verl√§ngern. Bei schweren St√∂rungen der Leber- oder Nierenfunktion d√ľrfen Buscopan plus Paracetamol - Filmtabletten nicht eingenommen werden.

Anwendungsdauer

Ohne ärztliche Beratung sollen Buscopan plus Paracetamol 10 mg/ 500 mg Filmtabletten nicht länger als 3 Tage eingenommen werden.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Buscopan plus Paracetamol Filmtabletten zu stark oder zu schwach ist.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Buscopan plus Paracetamol 10 mg/ 500 mg Filmtabletten werden aufgrund des hohen Gehaltes an Paracetamol nicht empfohlen f√ľr die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren. F√ľr Jugendliche gelten die Dosierungsempfehlungen f√ľr Erwachsene.

Wenn Sie eine größere Menge von Buscopan plus Paracetamol eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie mehr als die vorgeschriebene Dosis (zu viele Filmtabletten) eingenommen haben oder ein Kind Filmtabletten geschluckt hat, verst√§ndigen Sie bitte unverz√ľglich einen Arzt, auch wenn noch keine Beschwerden bestehen! Halten Sie eine Packung des Arzneimittels bereit, damit sich der Arzt √ľber die aufgenommenen Wirkstoffe informieren kann. Er wird √ľber notwendige Ma√ünahmen entscheiden.

Anzeichen einer Vergiftung mit Paracetamol

In der Regel treten Beschwerden innerhalb von 24 Stunden auf: Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Blässe und Unterleibsschmerzen. Danach kann es zu einer Besserung des Befindens kommen, es bleiben jedoch leichte Leibschmerzen als Hinweis auf eine Leberschädigung.

Eine √úberdosierung mit Paracetamol kann bleibende Lebersch√§den verursachen, die in weiterer Folge zu Leberversagen, Blutungen im Magen-Darm-Trakt, Blut√ľbers√§uerung und Enzephalopathie (nicht entz√ľndliche Erkrankungen des Gehirns), stark erh√∂hter Blutungsneigung, Koma und Tod f√ľhren k√∂nnen. Klinische Beschwerden der Lebersch√§den werden in der Regel nach 2 Tagen sichtbar und erreichen nach 4 bis 6 Tagen ein Maximum.

√úberdosierung kann auch zu Bauchspeicheldr√ľsenentz√ľndung, akutem Nierenversagen, St√∂rungen der Herzfunktion und Panzytopenie (stark verringerte Zahl aller Blutzellen verbunden mit Schw√§che, erh√∂hter Anf√§lligkeit f√ľr Infektionen und vermehrten Bluterg√ľssen) f√ľhren.

Bei älteren Personen und Kleinkindern sowie Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion, chronischem Alkoholkonsum oder chronischer Mangelernährung und bei Patienten, die gleichzeitig mit den Leberstoffwechsel anregenden Arzneimitteln behandelt werden, besteht ein erhöhtes Risiko einer Paracetamolvergiftung mit möglicherweise tödlichem Ausgang.

Anzeichen einer Vergiftung mit Hyoscin-N-butylbromid

Es kann zu Harnverhaltung, Mundtrockenheit, beschleunigtem Herzschlag, Hemmung der Darmbeweglichkeit, Benommenheit und vor√ľbergehenden Sehst√∂rungen (St√∂rung der Anpassungsf√§higkeit der Augen an unterschiedliche Entfernungen, Glaukomanf√§lle [Ausl√∂sung von gr√ľnem Star]) kommen.

Hinweis f√ľr den Arzt: Informationen zur √úberdosierung finden Sie am Ende dieser Gebrauchsinformation.

Wenn Sie die Einnahme von Buscopan plus Paracetamol vergessen haben

Setzen Sie die Einnahme zum nächsten Zeitpunkt fort. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Buscopan plus Paracetamol abbrechen

Buscopan plus Paracetamol Filmtabletten werden nur bei Bedarf eingenommen und sollen nach Abklingen der Beschwerden abgesetzt werden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

In Studien mit Buscopan plus Paracetamol wurden folgende Nebenwirkungen beobachtet:

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

  • √úbelkeit (als Zeichen einer √úberempfindlichkeitsreaktion)
  • Hautreaktionen (z. B. Nesselsucht, Juckreiz)
  • Mundtrockenheit
  • St√∂rung der Schwei√üdr√ľsent√§tigkeit

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

  • Hautr√∂tungen
  • Blutdruckabfall einschlie√ülich Schock (als Zeichen einer √úberempfindlichkeitsreaktion)
  • Beschleunigter Herzschlag

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Patienten betreffen):

Nesselsucht, Ausschlag

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar):

  • Ver√§nderungen des Blutbildes wie Verminderung von Blutpl√§ttchen (Thrombozytopenie) oder von wei√üen Blutk√∂rperchen (Leukopenie, Neutropenie, Agranulozytose), Zerfall roter Blutk√∂rperchen, der zu blassgelber Gesichtsfarbe, Schw√§che und Kurzatmigkeit f√ľhren kann (h√§molytische An√§mie), oder Verminderung aller Blutzellen (Panzytopenie)
  • Atemnot, St√∂rungen oder Versagen des Herz-Kreislauf-Systems (anaphylaktische Reaktionen, anaphylaktischer Schock), Arzneimittelexanthem, weitere √úberempfindlichkeitsreaktionen (einschlie√ülich pl√∂tzlich auftretender Haut- und/oder Schleimhautschwellungen ‚Äď vor allem im Gesichtsbereich, bei Beteiligung von Nase, Kehlkopf und Zunge unter Umst√§nden mit Atemnot und Schluckbeschwerden [Angio√∂dem], Nesselausschlag, Hautausschlag, schwerwiegender entz√ľndlicher Hauterkrankungen mit Blasenbildung und Hautabsch√§lung [Steven Johnson Syndrom, toxisch epidermale Nekrolyse, akute generalisierte exanthematische Pustulose])
  • Atemnot durch Verkrampfung der Muskulatur der Bronchien (h√§ufiger bei Personen mit Allergie gegen entz√ľndungshemmende Schmerz- und Rheumamittel [NSAR])
  • Entz√ľndung der Leber, die zum Leberversagen f√ľhren kann
  • Erh√∂hung bestimmter Leberwerte
  • Harnverhaltung

Bei Einnahme von hohen Dosen Paracetamol, auch l√§ngerer Einnahme bzw. langfristigem Gebrauch, kann es zu St√∂rungen der Nierenfunktion und zu schweren Lebersch√§den kommen (siehe ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚Äú).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das

Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN √ĖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: www.basg.gv.at/

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht √ľber 30 ¬įC lagern.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Buscopan plus Paracetamol enthält

  • Die Wirkstoffe sind: 10 mg Hyoscin-N-butylbromid und 500 mg Paracetamol pro Filmtablette
  • Die sonstigen Bestandteile sind:
    Tablettenkern: Ethylcellulose, hochdisperse Kieselsäure, Magnesiumstearat, Maisstärke, mikrokristalline Cellulose, Carmellose-Natrium,
    Tabletten√ľberzug: Dimeticon, Hypromellose, Macrogol 6000, Methacryls√§ure- Methylmethacrylat-Copolymer, Talkum, Titandioxid (E171)

Wie Buscopan plus Paracetamol aussieht und Inhalt der Packung

Wei√üe, l√§ngliche, beiderseits nach au√üen gew√∂lbte Filmtabletten mit einer Kerbe auf einer Seite. Beiderseits der Kerbe ist der Code ‚Äě05B‚Äú eingepr√§gt.

Die Kerbe dient nicht zum Teilen der Tablette.

Blisterpackung, bestehend aus Aluminiumfolie (heißsiegelfähig lackiert) und PVC-Folie

Packung zu 20 Filmtabletten

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Opella Healthcare Austria GmbH Turm A, 29. OG Wienerbergstraße 11

1100 Wien √Ėsterreich

Hersteller

Delpharm Reims

F-51100 Reims, Frankreich

Z.Nr.: 1-19251

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Juli 2022.

Die folgenden Informationen sind f√ľr medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Bei älteren Personen, Kleinkindern und Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion, chronischem Alkoholkonsum oder chronischer Mangelernährung sowie bei Patienten, die gleichzeitig mit enzyminduzierenden Arzneimitteln behandelt werden, besteht ein erhöhtes Risiko einer Paracetamol- Intoxikation mit möglicherweise tödlichem Ausgang.

Symptome

Paracetamol

In der Regel treten Symptome innerhalb von 24 Stunden auf: Übelkeit, Erbrechen, Anorexie, Blässe und Unterleibsschmerzen. Danach kann es zu einer Besserung des subjektiven Befindens kommen, es bleiben jedoch leichte Leibschmerzen als Hinweis auf eine Leberschädigung. Klinische Symptome der Leberschäden werden in der Regel nach 2 Tagen sichtbar und erreichen nach 4 bis 6 Tagen ein Maximum.

√úberdosierung mit Paracetamol kann Leberzellnekrosen verursachen, die zu hepatozellul√§rer Insuffizienz, gastrointestinaler Blutung, metabolischer Azidose, Enzephalopathie, disseminierter intravaskul√§rer Gerinnung, Koma und Tod f√ľhren.

Gleichzeitig können erhöhte Konzentrationen der Lebertransaminasen, Laktatdehydrogenase und des Bilirubins mit einem verringerten Prothrombinspiegel 12 bis 48 Stunden nach einer akuten Überdosierung auftreten.

√úberdosierung kann auch zu Pankreatitis, akutem Nierenversagen, Myokardanomalien und Panzytopenie f√ľhren.

Hyoscin-N-butylbromid

Nach akuter √úberdosierung von Hyoscin-N-butylbromid sind bisher keine ernsten Intoxikationserscheinungen bekannt geworden. Es kann zu anticholinergen Symptomen (z. B. Harnverhaltung, Mundtrockenheit, Tachykardie, Hemmung der gastrointestinalen Motilit√§t, Benommenheit und vor√ľbergehende Sehst√∂rungen) kommen.

Therapie

Paracetamol

Bereits bei Verdacht auf Intoxikation mit Paracetamol ist eine sofortige Krankenhauseinweisung angeraten. In den ersten 10 Stunden ist die intraven√∂se Gabe von Schwefelwasserstoff-Donatoren wie z. B. N-Acetylcystein sinnvoll. N-Acetylcystein kann aber auch nach 10-48 Stunden noch einen gewissen Schutz bieten. In diesem Fall erfolgt eine l√§ngerfristige Einnahme. Durch Dialyse kann die Plasmakonzentration von Paracetamol abgesenkt werden. Bestimmungen der Plasmakonzentration von Paracetamol und Leberfunktionstests sind empfehlenswert. Die Plasmakonzentration von Paracetamol sollte 4 Stunden oder sp√§ter nach der Einnahme gemessen werden (fr√ľhere Messungen sind unzuverl√§ssig). Die weiteren Therapiem√∂glichkeiten zur Behandlung einer Intoxikation mit Paracetamol richten sich nach Ausma√ü, Stadium und klinischen Symptomen entsprechend den √ľblichen Ma√ünahmen in der Intensivmedizin.

Hyoscin-N-butylbromid

Symptome einer √úberdosierung mit Hyoscin-N-butylbromid sprechen auf Parasympathomimetika an (z. B. Neostigmin 0,5-2,5 mg i.m. oder i.v.). Bei Auftreten eines Glaukoms ist umgehend ein Augenarzt aufzusuchen. Bei Harnverhaltung kann ein Katheter erforderlich sein, bei respiratorischer Paralyse sind Intubation und k√ľnstliche Beatmung zu erw√§gen. Herz-Kreislauf-Komplikationen sind entsprechend den √ľblichen therapeutischen Ma√ünahmen zu behandeln.

Falls erforderlich, sind weitere symptomorientierte Maßnahmen zu ergreifen.

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Wirkstoff(e) Hyoscin-N-butylbromid Paracetamol
Zulassungsland √Ėsterreich
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Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 15.02.1991
ATC Code A03DB04
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Spasmolytika in Kombination mit Analgetika

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden