Glucose 5 % "Fresenius" - Infusionslösung

Abbildung Glucose  5 % "Fresenius" - Infusionslösung
Wirkstoff(e) Kohlenhydrate
Zulassungsland Österreich
Hersteller Fresenius Kabi Austria GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 08.02.1979
ATC Code B05BA03
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe I.V.-Lösungen

Zulassungsinhaber

Fresenius Kabi Austria GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Glucose 5% Medipharm Infusionslösung Kohlenhydrate Medipharm.at Pharmahandel GmbH
Glucose "Baxter" Viaflo 5% - Infusionslösung Kohlenhydrate Baxter Healthcare GmbH
Glucose B. Braun 100 mg/ml Infusionslösung Kohlenhydrate B. Braun Melsungen AG
Glucose B. Braun 200 mg/ml Infusionslösung Kohlenhydrate B. Braun Melsungen AG
Glucose 5% NORIDEM Infusionslösung Kohlenhydrate Noridem Enterprises Ltd

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Glucose 5 % „Fresenius“ ist eine Infusionslösung die Zucker (Glucose) enthĂ€lt und dient:

  • zum Ausgleich von Wasserverlusten (z.B. durch starkes Schwitzen, Nierenerkrankungen),
  • zur FlĂŒssigkeitszufuhr (zusammen mit entsprechender Elektrolytsubstitution),
  • zur Deckung des tĂ€glichen Wasserbedarfs und Zufuhr geringer Energiemengen,
  • als TrĂ€gerlösung (es kann zum VerdĂŒnnen oder Verabreichen zu anderen Arzneimitteln, die ĂŒber eine Infusion gegeben werden, hinzugegeben werden).

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Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Glucose 5 % „Fresenius“ darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie an einer Glucoseverwertungsstörung oder Diabetes mellitus (ohne gleichzeitige strengste Überwachung der Blutglucosekonzentration) leiden (Diabetes mellitus = sog. Zuckerkrankheit, wenn die Blutzuckerwerte abnorm hoch sind),
  • wenn Sie einen erhöhten Gehalt an Zucker oder Lactat im Blut haben (HyperglykĂ€mie, HyperlactatĂ€mie),
  • wenn Sie an einer bestimmten Form von Körperwasserverlust (hypotone Dehydratation) leiden,
  • wenn Sie einen verminderten Gehalt an Kalium im Blut haben (HypokaliĂ€mie),
  • wenn Sie einen erhöhten Gehalt an Bilirubin im Blut haben (HyperbilirubinĂ€mie),
  • wenn Sie an einer BlutĂŒbersĂ€uerung (Acidose) leiden,
  • wenn Sie an schwerer HerzschwĂ€che leiden (dekompensierte Herzinsuffizienz),
  • wenn Sie Wasser in der Lunge haben,
  • wenn Sie an einer Hirnschwellung (Hirnödem) leiden,
  • wenn Sie an Nierenfunktionsstörungen mit verminderter Harnausscheidung leiden (Oligurie, Anurie),
  • wenn Sie an ÜberwĂ€sserungszustĂ€nden leiden (HyperhydratationszustĂ€nde),
  • bei einem unbehandeltem Schock,
  • bei Patienten, die durch extrem hohe Blutzuckerspiegel im Koma liegen (hyperosmolares Koma).

Werden der Infusionslösung andere Arzneimittel zugesetzt, lesen Sie bitte auch die Gebrauchsinformationen dieser Arzneimittel, um zu ĂŒberprĂŒfen, ob diese bei Ihnen gefahrlos angewendet werden können.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Glucose 5 % „Fresenius“ bei Ihnen angewendet wird.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie an einer der folgenden Erkrankungen leiden oder gelitten haben:

  • jede Art von Herzerkrankung oder HerzschwĂ€che
  • verminderter Gehalt an Natrium im Blut
  • unklare KomazustĂ€nde
  • Minderversorgung des Körpers mit Sauerstoff
  • wenn Sie mit Vasopressin-Agonisten behandelt werden. Vasopressin ist ein Hormon der Hypophyse, das Einfluss auf den Wasserhaushalt des Körpers und dadurch auf den Blutdruck hat (siehe auch Abschnitt „Anwendung von Glucose 5 % „Fresenius“ – Infusionslösung zusammen mit anderen Arzneimitteln“).
  • bei Kindern, Frauen im gebĂ€rfĂ€higen Alter und Patienten mit verminderter zerebraler Compliance

Bei oben genannten Erkrankungen darf Glucose 5 % „Fresenius“ nur mit grĂ¶ĂŸter Vorsicht und unter besonderer klinischer Überwachung verabreicht werden.

Der Arzt wird Ihr Blut und Ihren Harn untersuchen, um

  • die Menge an Elektrolyten wie z.B. Kalium in Ihrem Blut (Plasmaelektrolyte) und
  • Ihren Blutzuckerspiegel

zu ĂŒberwachen.

Im Körper kann der Wasseranteil glucosehaltiger FlĂŒssigkeiten aufgrund des schnellen Transportes der Glucose in die Zellen einen VerdĂŒnnungseffekt erzeugen. Daher kann die Infusion von glucosehaltigen Lösungen zu Elektrolytungleichgewichten fĂŒhren, vor allem zu einem verringerten Natriumspiegel im Blut (HyponatriĂ€mie).

Die Serumglucose, das Serumnatrium und andere Elektrolyte mĂŒssen eventuell vor und wĂ€hrend der Infusion von Glucose 5 % ĂŒberwacht werden. Bei folgenden Patienten ist aufgrund des Risikos einer akuten HyponatriĂ€mie eine besonders sorgfĂ€ltige Überwachung erforderlich:

  • bei Patienten mit gestörter Regulation des Wasserhaushaltes durch erhöhte Sekretion des antidiuretischen Hormons (ADH), z. B. bei akuten KrankheitszustĂ€nden, Schmerzen, postoperativem Stress, Infektionen, Verbrennungen und Erkrankungen des ZNS.
  • bei Patienten, die gleichzeitig mit Vasopressin-Agonisten behandelt werden
  • bei Patienten mit Herz-, Leber- und Nierenerkrankungen

Eine akute HyponatriĂ€mie kann zu einer Ansammlung von Wasser im Gehirn (Hirnödem) fĂŒhren, die durch Kopfschmerzen, Übelkeit, KrĂ€mpfe, Lethargie und Erbrechen gekennzeichnet ist. Patienten mit Hirnödem unterliegen einem besonderen Risiko fĂŒr schwere, irreversible und lebensbedrohliche HirnschĂ€digungen.

Kinder, Frauen im gebĂ€rfĂ€higen Alter und Patienten mit gestörter zerebraler Volumen-Druck- Regulation (Compliance) (z. B. bei HirnhautentzĂŒndung, Hirnblutungen und Hirnkontusion (SchĂ€delprellung) unterliegen einem besonderen Risiko fĂŒr eine schwere und lebensbedrohliche Schwellung des Gehirns aufgrund einer akuten HyponatriĂ€mie.

Insbesondere kann eine zu schnelle Zufuhr von freiem Wasser zu Bewusstseinsstörungen und bleibenden neurologischen Defiziten infolge eines Hirnödems fĂŒhren.

GrĂ¶ĂŸere Mengen elektrolytfreier Lösungen sollten nicht verabreicht werden.

Der Arzt wird Ihre Blutzuckerwerte regelmĂ€ĂŸig kontrollieren, vor allem wenn bei Ihnen eine Glucoseverwertungsstörung nicht sicher ausgeschlossen werden kann.

Da Glucose 5 % „Fresenius“ Zucker (Glucose) enthĂ€lt, kann ein hoher Blutzuckerspiegel (HyperglykĂ€mie) auftreten. In diesem Fall kann Ihr Arzt

o die Infusionsgeschwindigkeit anpassen

o Insulin verabreichen, um den Blutzuckerspiegel zu senken o zusÀtzlich Kalium verabreichen, falls erforderlich.

Bei gesteigerter Glucosezufuhr kann eine Erhöhung der tÀglichen Kaliumzufuhr notwendig sein. Kaliumspiegel sinken zwar im Allgemeinen nicht unter den Normwert ab, jedoch ist eine Kontrolle insbesondere bei Herzrhythmusstörungen zu empfehlen.

Ein eventuelles Absinken des Phosphatspiegels ist zu beachten.

Tritt bei Verabreichung von glucosehĂ€ltigen Lösungen MuskelschwĂ€che, die bis zur AtemlĂ€hmung fĂŒhren kann, auf, muss an einen larvierten (versteckten) Phosphatmangel gedacht werden. Dieser Phosphatmangel kann bis zur Bewusstlosigkeit fĂŒhren.

Die Glucoselösung sollte nicht mit, vor oder nach einer Infusion mit Vollblut ĂŒber dasselbe Infusionsbesteck verabreicht werden, da es sonst zu einer SchĂ€digung oder Verklumpung der roten Blutkörperchen kommen kann.

Beim Mischen mit anderen Arzneimitteln und sonstigen Manipulationen ist auf die Gefahr von Verunreinigungen zu achten.

Anwendung von Glucose 5 % „Fresenius“ zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kĂŒrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Arzneimittel, die zu einer erhöhten Vasopressin-Wirkung fĂŒhren

Die im Folgenden aufgefĂŒhrten Arzneimittel erhöhen die Vasopressin-Wirkung, was zu einer verminderten elektrolytfreien Wasserausscheidung der Nieren fĂŒhrt und das Risiko einer im Krankenhaus erworbenen HyponatriĂ€mie nach nicht ausreichend bilanzierter Behandlung mit i.v. FlĂŒssigkeiten erhöhen kann.

  • Arzneimittel, die die Freisetzung von Vasopressin anregen, z. B.: Chlorpropamid, Clofibrat, Carbamazepin, Vincristin, selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer, 3,4-Methylendioxy-N- Methylamphetamin, Ifosfamid, Antipsychotika, Narkotika
  • Arzneimittel, die die Vasopressinwirkung verstĂ€rken, z.B.: Chlorpropamid, NSAR, Cyclophosphamid
  • Vasopressin-Analoga, z.B.: Desmopressin, Oxytocin, Vasopressin, Terlipressin

Andere Arzneimittel, die das Risiko einer HyponatriÀmie erhöhen, sind zudem Diuretika im Allgemeinen und Antiepileptika, wie etwa Oxcarbazepin.

Werden Glucose 5 % „Fresenius“ Arzneimittel zugesetzt, lesen Sie bitte auch die Gebrauchsinformationen dieser Arzneimittel, um zu ĂŒberprĂŒfen, ob Ihnen die Lösung verabreicht werden kann oder nicht.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Aufgrund des Risikos einer HyponatriĂ€mie soll Glucose 5 % „Fresenius“ jedoch bei Schwangeren wĂ€hrend der Entbindung nur mit besonderer Vorsicht verabreicht werden. Das Risiko einer HyponatriĂ€mie ist insbesondere bei der Gabe in Kombination mit Oxytocin (Hormon, das gegeben werden kann, um die Geburt einzuleiten und Blutungen zu kontrollieren) zu berĂŒcksichtigen.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind oder stillen.

Ihr Arzt wird entscheiden, ob Glucose 5 % „Fresenius“ angewendet werden darf.

Werden in der Schwangerschaft und Stillzeit andere Arzneimittel Ihrer Infusionslösung zugesetzt: o fragen Sie Ihren Arzt,

o lesen sie die Gebrauchsinformation des zugesetzten Arzneimittels.

VerkehrstĂŒchtigkeit und FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen

Glucose 5 % „Fresenius“ hat keinen oder einen zu vernachlĂ€ssigenden Einfluss auf die VerkehrstĂŒchtigkeit und die FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen.

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Wie wird es angewendet?

Glucose 5 % „Fresenius“ wird Ihnen von einem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal verabreicht. Ihr Arzt entscheidet wie viel Sie benötigen und wann es verabreicht wird. Dies hĂ€ngt von Ihrem FlĂŒssigkeitsbedarf, Alter, Gewicht, Zustand sowie dem Grund fĂŒr die Anwendung ab. Die Dosierung kann auch von einer eventuellen Begleittherapie abhĂ€ngen.

Glucose 5 % „Fresenius“ ist zur Infusion in eine Vene bestimmt und wird normalerweise ĂŒber einen Kunststoffschlauch und eine damit verbundene Nadel (KanĂŒle) in die Vene verabreicht. Meist wird fĂŒr die Infusion eine Armvene verwendet.

Maximale Tagesdosis

Die tĂ€gliche FlĂŒssigkeitszufuhr soll bei Erwachsenen, Ă€lteren Patienten und Jugendlichen 30 - 40 ml pro kg Körpergewicht und Tag, entsprechend 1,5 – 2 g Glucose/kg Körpergewicht und Tag, nicht ĂŒberschreiten, außer es besteht eine dringliche Indikation.

SĂ€uglinge, Kleinkinder und Kinder (bis 12 Jahren) sollen abhĂ€ngig vom Körpergewicht folgende maximale Tagesdosis nicht ĂŒberschreiten:

0 - 10 kg KG (Körpergewicht): 100 ml/kg/24 h

10 - 20 kg KG: 1000 ml + 50 ml/kg/24 h fĂŒr jedes kg KG ĂŒber 10 kg > 20 kg KG: 1500 ml + 20 ml/kg/24 h fĂŒr jedes kg KG ĂŒber 20 kg

Maximale Infusionsgeschwindigkeit

Die Infusionsrate hĂ€ngt vom klinischen Zustand des Patienten ab und darf die maximale Glucose- Verbrennungsrate des Patienten nicht ĂŒberschreiten um eine HyperglykĂ€mie (erhöhter Gehalt an Blutzucker) zu vermeiden. Deshalb liegt die maximale Dosierung bei 5 mg/kg/min fĂŒr Erwachsene bzw. bei 10 - 18 mg/kg/min fĂŒr SĂ€uglinge, 7 – 11 mg/kg/min fĂŒr Kleinkinder und Kinder, abhĂ€ngig vom Alter und der totalen Körpermasse (total body mass).

Bei eingeschrÀnkten Stoffwechselbedingungen (Postaggressionsstoffwechsel, verminderte Sauerstoffversorgung im gesamten Körper, OrganschwÀchen) ist eine bis zu 50 %ige Verringerung der Infusionsrate erforderlich.

Je nach dem klinischen Zustand des Patienten kann eine niedrigere Infusionsgeschwindigkeit gewĂ€hlt werden um das Risiko einer unerwĂŒnschten osmotischen Diurese (ĂŒbermĂ€ĂŸige Harnproduktion) zu minimieren.

Wird Glucose 5 % „Fresenius“ als TrĂ€gerlösung oder VerdĂŒnnungsmittel eingesetzt, liegt die empfohlene Dosierung bei 50 – 250 ml per Dosis des zu verabreichenden Arzneimittels.

Bei Patienten mit eingeschrÀnkter Nierenfunktion ist Vorsicht geboten.

Die Dosierungsrichtlinien eventuell zugemischter Wirkstoffe mĂŒssen berĂŒcksichtigt werden.

Mischungen sind unter sterilen Bedingungen herzustellen.

Es dĂŒrfen nur solche Arzneimittel zugesetzt werden, fĂŒr die die VertrĂ€glichkeit sichergestellt ist. Die Mischung sollte innerhalb von 24 Stunden infundiert werden.

Die KompatibilitĂ€t ist zumindest visuell zu ĂŒberprĂŒfen (nicht sichtbare chemische bzw. therapeutische InkompatibilitĂ€ten sind dennoch möglich).

Es dĂŒrfen nur klare und farblose Lösungen aus unversehrten BehĂ€ltnissen verwendet werden.

Nur zur einmaligen Entnahme.

Die nach Infusion im BehÀltnis verbliebene Restmenge ist zu verwerfen.

Dauer der Anwendung

Die Anwendungsdauer richtet sich nach den klinischen Erfordernissen.

Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge von Glucose 5 % „Fresenius“ erhalten haben, als Sie sollten

Informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Ihr medizinisches Fachpersonal, wenn Sie befĂŒrchten, eine zu große Menge von Glucose 5 % „Fresenius“ erhalten zu haben.

Falls Ihnen Glucose 5 % „Fresenius“ in zu großer Menge (Überinfusion) oder zu schnell verabreicht wurde, können aufgrund einer ĂŒbermĂ€ĂŸigen Verabreichung von Glucose möglicherweise folgende Beschwerden auftreten:

  • Übelkeit, Erbrechen, MagenkrĂ€mpfe
  • DurstgefĂŒhl, trockener Mund, trockene Augen
  • Vermehrter Harndrang (Polyurie)
  • Nierenversagen
  • FlĂŒssigkeitsansammlung in der Lunge, die zu Atembeschwerden fĂŒhrt (Lungenödem)
  • FlĂŒssigkeitsansammlung unter der Haut, insbesondere im Bereich der Knöchel (periphere Ödeme)
  • Kopfschmerzen, Schwindel, MĂŒdigkeit
  • SchwĂ€chegefĂŒhl
  • KrampfanfĂ€lle

Informieren Sie umgehend Ihren Arzt, wenn Sie solche Beschwerden feststellen. Die Infusion wird abgebrochen und eine den jeweiligen Beschwerden entsprechende Behandlung begonnen.

Wenn Glucose 5 % „Fresenius“ vor der Überinfusion ein Arzneimittel zugesetzt wurde, kann auch das zugesetzte Arzneimittel Beschwerden verursachen. Diese sind in der Gebrauchsinformation des zugesetzten Arzneimittels aufgefĂŒhrt.

Bei richtiger Anwendung und Einhaltung der empfohlenen Dosierung und Infusionsgeschwindigkeit ist eine Überdosierung oder Vergiftung nicht zu befĂŒrchten.

Weitere Informationen fĂŒr Ärzte und medizinisches Fachpersonal sind am Ende dieser Gebrauchsinformation angefĂŒhrt.

Wenn die Anwendung von Glucose 5 % „Fresenius“ abgebrochen wird

Ihr Arzt entscheidet, wann die Infusion abgebrochen wird.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen.

HĂ€ufigkeit nicht bekannt:

Eine im Krankenhaus erworbene HyponatriÀmie (eine zu niedrige Natriumkonzentration im Blutserum)* kann auftreten.

Auch eine hyponatriĂ€mische Enzephalopathie (Hirnödem, das durch Kopfschmerzen, Übelkeit, KrĂ€mpfe, Lethargie und Erbrechen gekennzeichnet ist)* ist möglich.

*Im Krankenhaus erworbene HyponatriĂ€mie kann aufgrund der Entwicklung einer akuten hyponatriĂ€mischen Enzephalopathie zu irreversiblen HirnschĂ€digungen und zum Tod fĂŒhren.

Ein Anstieg der Blutzuckerwerte kann auch im Rahmen der zulĂ€ssigen Dosierung beobachtet werden, erlangt aber nur bei Glucoseverwertungsstörungen klinische Bedeutung. Bei verminderter Glucosetoleranz können auch Glucoseverluste ĂŒber die Niere auftreten.

Ein eventuelles Absinken des Phosphatspiegels ist zu beachten.

Eventuelle Nebenwirkungen der zugesetzten Wirkstoffe sind zu beachten.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch fĂŒr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt ĂŒber das nationale Meldesystem (Details siehe unten) anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen ĂŒber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur VerfĂŒgung gestellt werden.

Bundesamt fĂŒr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Freeflex-Infusionsbeutel zu 50 ml und 100 ml: Nicht ĂŒber 25 °C lagern.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich auf.

Sie dĂŒrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem BehĂ€ltnis nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Sie dĂŒrfen dieses Arzneimittel nicht verwenden, wenn Sie Folgendes bemerken: Die Lösung ist nicht klar und farblos und/oder das BehĂ€ltnis ist beschĂ€digt.

Glucose 5 % „Fresenius“ muss nach dem Öffnen des BehĂ€ltnisses sofort verwendet werden. Restmengen sind zu verwerfen.

Aus mikrobiologischer Sicht sollte die Mischung innerhalb von 24 Stunden infundiert werden.

Mischungen sind unter aseptischen Bedingungen herzustellen. Es dĂŒrfen nur solche Arzneimittel zugesetzt werden, fĂŒr die die KompatibilitĂ€t sichergestellt ist.

Auf gute Durchmischung der zugesetzten Arzneimittel ist zu achten.

Aus mikrobiologischer Sicht mĂŒssen Lösungen, die unter unkontrollierten und unvalidierten Bedingungen gemischt wurden, sofort angewendet werden. Die Verantwortung fĂŒr die Lagerzeit/Bedingungen der gebrauchsfertigen Lösung liegt beim Anwender.

Nur zur einmaligen Entnahme.

Die nach Infusion im BehÀltnis verbliebene Restmenge ist zu verwerfen.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Glucose 5 % „Fresenius“ enthĂ€lt

  • Der Wirkstoff ist: Glucose.
  • Die sonstigen Bestandteile sind:
    SalzsĂ€ure, Natriumhydroxid, Wasser fĂŒr Injektionszwecke.

OsmolaritÀt: 277 mosmol/l pH-Wert: 3,5 - 6,5

Wie Glucose 5 % „Fresenius“ aussieht und Inhalt der Packung

Glucose 5 % „Fresenius“ ist eine klare und farblose Infusionslösung erhĂ€ltlich in Glasflaschen, Polyethylenflaschen, Polypropylenflaschen und Freeflex-Infusionsbeuteln.

Glucose 5 % „Fresenius“ gibt es in folgenden PackungsgrĂ¶ĂŸen:

Glasflasche: 10 x 100 ml, 10 x 150 ml in 250 ml, 1 x 250 ml, 10 x 250 ml, 10 x 250 ml in 500 ml, 1 x 500 ml, 10 x 500 ml, 6 x 500 ml in 1000 ml, 6 x 1000 ml.

Polyethylenflasche: 10 x 100 ml, 40 x 100 ml, 1 x 250 ml, 10 x 250 ml, 20 x 250 ml, 30 x 250 ml, 1 x 500 ml, 10 x 500 ml, 20 x 500 ml, 6 x 1000 ml, 10 x 1000 ml.

Polypropylenflasche: 10 x 250 ml, 20 x 250 ml, 1 x 500 ml, 10 x 500 ml, 20 x 500 ml, 10 x 1000 ml.

Freeflex-Infusionsbeutel: 40 x 50 ml, 60 x 50 ml, 40 x 100 ml, 50 x 100 ml, 1 x 250 ml, 10 x 250 ml, 20 x 250 ml, 30 x 250 ml, 1 x 500 ml, 5 x 500 ml, 10 x 500 ml, 15 x 500 ml, 20 x 500 ml, 8 x 1000 ml,10 x 1000 ml.

Es werden möglicherweise nicht alle PackungsgrĂ¶ĂŸen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

Fresenius Kabi Austria GmbH

Hafnerstraße 36

A-8055 Graz

Hersteller:

Fresenius Kabi Deutschland GmbH, D-61169 Friedberg

Fresenius Kabi España SA, E-08339, Vilassar de Dalt, Barcelona

Fresenius Kabi France, F-27400 Louviers

Fresenius Kabi Italia S.r.l., I-37063 Isola della Scala

Fresenius Kabi Norge AS, NO-1788 Halden

Fresenius Kabi Polska Sp. z o.o., F-99-300 Kutno

Z.Nr.: 16.433

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt ĂŒberarbeitet im JĂ€nner 2018.

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Die folgenden Informationen sind fĂŒr medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Überdosierung

Bei Überschreiten der Dosierungshöchstgrenzen können Stoffwechselstörungen wie HyperglycĂ€mie, HyperlactatĂ€mie, HyperbilirubinĂ€mie, Glucosurie, HyperosmolaritĂ€t, hyperglykĂ€misches und hyperosmolares Koma, Hyperhydratation, Elektrolytstörungen sowie renale Glucoseverluste auftreten.

Diese Erscheinungen lassen sich durch Dosisreduzierung oder Insulingaben meistens vermeiden.

Bei Nichtbeachten der empfohlenen Infusionsgeschwindigkeit und Maximaldosierung - vor allem bei gestörter Nierenfunktion - ist die Gefahr der akuten VolumenĂŒberlastung gegeben.

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Hersteller Fresenius Kabi Austria GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 08.02.1979
ATC Code B05BA03
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Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können fĂŒr die Korrektheit der Daten keine Haftung ĂŒbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. FĂŒr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden