Mianserin "ratiopharm" 30 mg - Filmtabletten

ATC Code
N06AX03
Medikamio Hero Image

Allgemein

Zulassungsland
Hersteller ratiopharm
Kategorie Standardarzneimittel
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Anatomische Gruppe Nervensystem
Therapeutische Gruppe Psychoanaleptika
Pharmakologische Gruppe Antidepressiva
Chemische Gruppe Andere antidepressiva
Wirkstoff Mianserin

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Alle Informationen

Autor

ratiopharm

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Mianserin „ratiopharm“ 30 mg ist ein stimmungsaufhellendes Medikament, das gleichzeitig auch gute angstlösende Eigenschaften aufweist. Die Wirksamkeit von Mianserin dürfte auf einer Beeinflussung der Stoffwechselvorgänge im Gehirn beruhen.

Mianserin „ratiopharm“ 30 mg wird zur Linderung der Beschwerden bei depressiven Erkrankungen eingesetzt, die eine medikamentöse Behandlung erfordern.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Mianserin „ratiopharm“ 30 mg beach

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Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

?

Mianserin „ratiopharm“ 30 mg darf nicht eingenommen werden

  • wenn Sie allergisch gegen Mianserin oder einen der in Abschnitt 6. genann sonstigen Bestandile dieses Arzneimitls sind,
  • wenn Sie an einer Manie leiden (manisch depressive Patien können in die manische Phase kommen),
  • bei aku Alkohol-, Schlafmitl-, Schmerzmitl-Vergiftungen und Psychopharmaka- Vergiftungen (Arzneimitl zur Behandlung von psychischen Erkrankungen)
  • bei gleichzeitiger Anwendung mit MAO-Hemmern (bestimmArzneimitl zur Behandlung depressiver Erkrankungen) - siehe "Einnahme von Mianserin „ratiopharm“ 30 mg zusammen mit anderen Arzneimitln",
  • bei krankhaf Veränderungen des Blutbildes
  • bei schweren Leberfunktionsstörungen
  • bei plötzlichen Erregungszuständen (Delir)

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bit

sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Mianserin „ratiopharm“ 30 mg einnehmen.
  • bei Herzerkrankungen, einschließlich jenen, die den Herzrhythmus verändern, einem vor Kurzem überstandenen Herzinfarkt, Herzversagen oder gleichzeitiger Einnahme bestimmr Arzneimitl,die den Herzrhythmus verändern,
  • bei erhöhr Krampfbereitschaft,
  • wenn Sie an einer Lebererkrankung leiden,
  • wenn Sie an einer Nierenerkrankung leiden,
  • wenn Sie Diabetiker sind (regelmäßige Kontrolle des Blutzuckerspiegels sind erforderlich)
  • bei grünem Star,
  • bei Vergrößerung der Prostata.

Während der Behandlung mit Mianserin „ratiopharm“ 30 mg wurde eine eingeschränk

Knochenmarkfunktion bericht; diese zeigt sich für gewöhnlich in Form von Blutbildveränderungen wie Mangel an bestimm weißen Blutzellen (Granulozytopenie) oder weitgehendem Fehlen aller weißen Blutzellen (Agranulozytose).

Derartige Reaktionen tra

meist nach 4 - 6 Wochen der Behandlung auf und verschwanden im Allge- meinen nach Abbruch der Behandlung.

Während der ers

drei Behandlungsmona soll daher in Abstimmung mit dem Arzt regelmäßige Blutbildkontrollen durchgeführt werden.

Suchen Sie unbedingt sofort Ihren Arzt auf, wenn un

r Einnahme von Mianserin „ratiopharm“ 30 mg Fieber, Halsentzündung, Mundschleimhautzündung oder andere Zeichen einer Infektion auftre, da es sich hierbei um ers Anzeichen einer Blutbildveränderung handeln kann. Soll es zu Blutbildveränderungen kommen, ist das Präparat sofort abzusetzen.

Wenn Sie Diabetiker sind, sind regelmäßige Blutzuckerkontrollen erforderlich.

Epileptiker und äl

re Patien soll sorgfältig überwacht werden.

Wenn bei Ihnen eine Gelbsucht, Krämpfe oder eine leich

manische Erregung auftre, unrbrechen Sie die Einnahme von Mianserin „ratiopharm“ 30 mg und suchen Sie bit sofort Ihren Arzt auf.

Gedanken, sich das Leben zu nehmen (Suizidgedanken) und Verschlech

rung der Depression oder Angststörung

Wenn Sie an Depressionen und/oder Angststörungen leiden, kann es manchmal zu Gedanken, sich das Leben zu nehmen oder sich selbst zu verletzen, kommen. Dies kann verstärkt auftre

, wenn Sie mit einer Antidepressiva-Therapie beginnen, dass diese Medikamen erst nach einer gewissen Zeit wirken.

Normalerweise wird die Wirkung der Therapie erst nach zwei Wochen bemerkbar, manchmal dauert dies jedoch länger.

Möglicherweise können Sie verstärkt diese Gedanken entwickeln,

  • wenn Sie schon einmal daran gedacht haben, sich das Leben zu nehmen oder sich selbst zu verletzen.
  • wenn Sie ein junger Erwachsener sind. Informationen von klinischen Studien haben ein erhöhs Risiko von suizidalem Verhal bei Patien mit psychiatrischen Erkrankungen, die jünger als 25 Jahre sind und eine Therapie mit Antidepressiva erhal, gezeigt.

Wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt an Selbstverletzung oder Suizid denken, kontaktieren Sie unverzüglich Ihren Arzt oder suchen Sie das nächs

Krankenhaus auf.

Es könn

hilfreich sein, einem Angehörigen oder engen Freund zu erzählen, dass Sie depressiv sind oder eine Angststörung haben. Bit Sie diese Vertrauensperson, diese Gebrauchsinformation zu lesen. Sie könn diese Person auch ersuchen, Ihnen mitzuilen, ob sie denkt, dass sich Ihre Depression oder Angststörung verschlechrt hat, oder ob sie über Änderungen in Ihrem Verhal besorgt ist.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen un

r 18 Jahren

Mianserin „ratiopharm“ 30 mg soll

normalerweise nicht bei Kindern und Jugendlichen unr 18 Jahren angewendet werden. Zudem soll Sie wissen, dass Patien unr 18 Jahren bei Einnahme dieser Klasse von Arzneimitln ein erhöhs Risiko für Nebenwirkungen wie Suizidversuch, suizidale Gedanken und Feindseligkeit (vorwiegend Aggressivität, oppositionelles Verhal und Wut) aufweisen. Dennoch kann Ihr Arzt einem Patien unr 18 Jahren Mianserin „ratiopharm“ 30 mg verschreiben, wenn er entscheidet, dass dieses Arzneimitl im bestmöglichen Inresse des Patien ist. Wenn Ihr Arzt einem Patien unr 18 Jahren Mianserin „ratiopharm“ 30 mg verschrieben hat und Sie darüber sprechen möch, wenden Sie sich bit erneut an Ihren Arzt. Sie soll Ihren Arzt benachrichtigen, wenn bei einem Patien unr 18 Jahren, der Mianserin „ratiopharm“ 30 mg einnimmt, eines der oben aufgeführ Symptome auftritt oder sich verschlimmert. Darüber hinaus sind die langfristigen sicherheitsrelevan Auswirkungen von Mianserin „ratiopharm“ 30 mg in Bezug auf Wachstum, Reifung sowie kognitive Entwicklung und Verhalsentwicklung in dieser Alrsgruppe noch nicht nachgewiesen worden.

Wie bei allen Arzneimit

ln zur Behandlung depressiver Erkrankungen tritt die stimmungsaufhellende Wirkung von Mianserin „ratiopharm“ 30 mg nicht sofort ein. Erwar Sie daher erst nach einer gewissen Zeit eine spürbare Besserung. Auch wenn diese Besserung oder Beschwerdefreiheit eintritt, darf die Behandlung mit Mianserin „ratiopharm“ 30 mg ohne ärztliche Anweisung nicht geändert oder abgebrochen werden, um eine erneu Verschlechrung oder das Wiederauftre der Krankheit zu vermeiden.

Einnahme von Mianserin „ratiopharm“ 30 mg zusammen mit anderen Arzneimit

ln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimit

l einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimitl eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimitl einzunehmen/anzuwenden.

Wird Mianserin „ratiopharm“ 30 mg gleichzeitig mit anderen Arzneimit

ln angewendet, so können sie sich in ihrer Wirkung gegenseitig beeinflussen.

Mianserin „ratiopharm“ 30 mg kann bei gleichzeitiger Anwendung mit bestimm

Medikamen (wie Beruhigungs-/Schlaf-/Narkosemitln, Mitln zur Behandlung von Psychosen/Angststörungen, Mitln zur Behandlung allergischer Erkrankungen) deren dämpfende Wirkung auf das zentrale Nervensysm verstärken.

Mianserin „ratiopharm“ 30 mg soll

nicht innerhalb von 2 Wochen nach Absetzen einer Therapie mit MAO-Hemmern eingenommen werden. Beispiele für MAO-Hemmer sind Moclobemid, Tranylcypromin (beides sind Antidepressiva), Selegilin (zur Behandlung der Parkinson-Krankheit) und Linezolid (ein Antibiotikum). Mianserin „ratiopharm“ 30 mg darf nicht gleichzeitig mit MAO- Hemmern eingenommen werden.

Umgekehrt soll

innerhalb der nächs 2 Wochen nach Beendigung der Behandlung mit Mianserin „ratiopharm“ 30 mg keine MAO-Hemmer eingenommen werden.

Vorsicht ist gebo

bei der Einnahme von Mianserin „ratiopharm“ 30 mg in Kombination mit Arzneimitln, die den Herzrhythmus beeinflussen, wie z.B. bestimm Antibiotika oder Arzneimitln zur Behandlung psychischer Erkrankungen.

Mianserin zeigt keine Wechselwirkungen mit mit bestimm

blutdrucksenkenden Arzneimitln, wie Bethanidin, Clonidin, Methyldopa, Guanethidin oder Propranolol (entweder alleine oder in Kombination mit Hydralazin). Trotzdem werden regelmäßige Blutdruckkontrollen empfohlen.

Wenn Sie gleichzeitig Arzneimit

l gegen zu hohen Blutdruck einnehmen, ilen Sie dies bit Ihrem Arzt mit.

Die gleichzeitige Einnahme von Mianserin „ratiopharm“ 30 mg mit Phenytoin (Arzneimit

l gegen Epilepsie) in der Kombination mit anderen Arzneimitln gegen Epilepsie (Carbamazepin oder Phenobarbital) kann eine Abnahme des Mianserin-Blutspiegels verursachen und die Ausscheidung von Mianserin beschleunigen.

Mianserin „ratiopharm“ 30 mg kann die Wirkung von Arzneimit

ln zur Blutgerinnungshemmung, wie Warfarin auf das Blut erhöhen. Informieren Sie Ihren Arzt, falls Sie ein solches Arzneimitl anwenden. Im Fall einer kombinier Anwendung wird zu Kontrollunrsuchungen Ihres Blus durch Ihren Arzt gera.

Einname von Mianserin „ratiopharm“ 30 mg zusammen mit Nahrungsmit

ln oder Getränken

Mianserin kann die Wirkung von Alkohol verstärken; die Einnahme von Alkohol während der Behand- lung mit Mianserin „ratiopharm“ 30 mg soll

daher vermieden werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermu

, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimitls Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Tierversuche zeigen, dass Mianserin zu keiner Schädigung des ungeborenen Kindes führt und über die Mut

rmilch in vernachlässigbaren Mengen ausgeschieden wird. Dennoch soll Mianserin „ratiopharm“ 30 mg in der Schwangerschaft und Stillzeit nur nach strenger Nutzen-/ Risikoabwägung durch den Arzt eingenommen werden.

Frauen, die Mianserin „ratiopharm“ 30 mg einnehmen, soll

nicht stillen; wenn der Arzt eine Behandlung mit Mianserin „ratiopharm“ 30 mg für unbedingt erforderlich hält, soll daher abgestillt werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

  • Achtung: Dieses Arzneimitl kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Dieses Arzneimit

l kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven ilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärkm Maße bei Behandlungsbeginn sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Wie viele Filmtabletten Sie einnehmen sollen und wie lange Sie diese einnehmen müssen, entscheidet Ihr Arzt.

Halten Sie sich bitte genau an die Anweisung Ihres Arztes, um den Behandlungserfolg zu sichern. Wenn sie das Gefühl haben, dass Mianserin „ratiopharm“ 30 mg zu stark oder zu schwach wirkt, ändern Sie nicht von sich aus die Dosis, sondern fragen Sie Ihren Arzt.

Im Allgemeinen wird mit einer niedrigen Dosierung begonnen, die dann von Ihrem Arzt, abgestimmt auf Ihre Bedürfnisse, bis zu einer Erhaltungsdosis gesteigert wird.

Erwachsene

Die wirksame Tagesdosis liegt im Allgemeinen zwischen 30 und 90 mg (in den meisten Fällen hat sich eine mittlere Dosis von 60 mg bewährt). Für eine erfolgreiche Behandlung ist es sehr wichtig, dass Sie Ihre Tablette(n) täglich einnehmen. Halten Sie sich strikt an die empfohlene Dosierung und die Anleitung in der Packungsbeilage.

Bitte beachten Sie, dass es 2 bis 4 Wochen dauern kann, bevor Sie die positive Wirkung von Mianserin spüren. Mianserin „ratiopharm“ 30 mg sollte mehrere Monate hindurch nach der anfänglichen Besserung der Beschwerden eingenommen werden!

Unterbrechen Sie die Einnahme von Mianserin „ratiopharm“ 30 mg nicht, weil Sie den Eindruck haben, Ihre Beschwerden seien verschwunden. Wenn Sie zu früh oder plötzlich die Einnahme beenden, können sich Ihre Beschwerden verschlechtern. Fragen Sie immer Ihren Arzt um Rat, wie Sie die Dosis allmählich herabsetzen können, wenn die Behandlung beendet werden soll.

Ältere Patienten

Die Behandlung kann vom Arzt mit einer niedrigeren Dosis begonnen werden. Ansonsten gelten die unter „Erwachsene“ angeführten Dosierungsempfehlungen. Ihr Arzt wird jedoch regelmäßige Kontrolluntersuchungen wegen einer eventuell notwendigen Dosisanpassung vornehmen.

Nieren- oder Leberfunktionseinschränkung

Es gelten die unter „Erwachsene“ angeführten Dosierungsempfehlungen.

Ihr Arzt wird jedoch regelmäßige Kontrolluntersuchungen wegen einer eventuell notwendigen Dosisanpassung vornehmen.

Kinder und Jugendliche (unter 18 Jahren)

Mianserin „ratiopharm“ 30 mg sollte nicht zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden (siehe Abschnitt 2 „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Art und Dauer der Anwendung

Die Tabletten sollen jeden Tag zur gleichen Zeit und vorzugsweise als Einzeldosis vor dem Schlafengehen eingenommen werden.

Auf Empfehlung Ihres Arztes kann die Tagesdosis auf mehrere Einzeldosen verteilt oder (in Hinblick auf einen günstigen Einfluss auf den Schlaf) eben als Einmaldosis am Abend vor dem Schlafengehen eingenommen werden.

Die Filmtabletten sollen unzerkaut mit etwas Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) geschluckt werden.

Die Behandlungsdauer wird vom Arzt bestimmt und kann mehrere Wochen bis Monate betragen.

Wenn Sie eine größere Menge von Mianserin „ratiopharm“ 30 mg eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie zu viele Filmtabletten eingenommen haben oder ein Kind einige Filmtabletten geschluckt hat, können Krämpfe, Schläfrigkeit, Bewusstseinsverlust, Verlangsamung der Atmung, Blutdruckerhöhung oder –absenkung sowie Herabsetzung oder Steigerung der Herzschlagfolge auftreten.

Wenden Sie sich unverzüglich an einen Arzt/Notarzt. Dieser kann entsprechend der Schwere der Überdosierung über die erforderlichen Maßnahmen entscheiden. Halten Sie eine Packung des Arzneimittels bereit, damit sich der Arzt über den aufgenommenen Wirkstoff informieren kann.

Für den Arzt:

Zur Therapie bei Intoxikation finden Sie Hinweise am Ende dieser Packungsbeilage!

Wenn Sie die Einnahme von Mianserin „ratiopharm“ 30 mg vergessen haben

Sie sollten die vergessene Dosis sobald wie möglich einnehmen und dann zu Ihrem gewohnten Dosierungsschema zurückkehren. Wenn Sie zu diesem Zeitpunkt allerdings schon die nächste(n) Filmtablette(n) einnehmen sollten, verzichten Sie auf die zusätzliche Einnahme dieser Filmtablette(n) und kehren Sie zu Ihrem normalen Dosierungsschema zurück. Wenn Sie normalerweise die Filmtablette(n) am Abend einnehmen, sollten Sie die vergessene(n) Filmtablette(n) nicht am nächsten Morgen einnehmen, um keine unerwünschten Nebenwirkungen hervorzurufen, sondern Ihren Arzt befragen.

Wenn Sie die Einnahme von Mianserin „ratiopharm“ 30 mg abbrechen

Obwohl Mianserin „ratiopharm“ 30 mg zu keiner Abhängigkeit führt, kann ein plötzliches Absetzen der Tabletten nach Langzeitbehandlung zu Schwindel, Unruhe, Angst, Kopfschmerzen und Übelkeit führen. Aus diesem Grund soll die Dosis langsam herabgesetzt werden. Bei weiteren Fragen zu diesem Arzneimittel konsultieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: betrifft mehr als 1 Behandelten von 10 Häufig: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100 Gelegentlich: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000 Selten: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten: betrifft weniger als 1 Behandelten von 10.000

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Folgende Nebenwirkungen können während der Behandlung mit Mianserin „ratiopharm“ 30 mg auftreten:

In den ersten Tagen der Behandlung wurde das Auftreten von Müdigkeit beobachtet. Um einen Behandlungserfolg sicherzustellen, sollte die Dosierung von Mianserin „ratiopharm“ 30 mg nicht vermindert werden. Ändern Sie daher nicht von sich aus die Dosis, sondern fragen Sie Ihren Arzt.

Die Häufigkeit und Schwere von depressionsbezogenen Symptomen wie verschwommenes Sehen, trockener Mund und Verstopfung nehmen für gewöhnlich während einer Behandlung mit Mianserin „ratiopharm“ 30 mg nicht zu; in vielen Fällen wurde sogar eine Abnahme beobachtet.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Gelegentlich: verminderte Knochenmarkfunktion mit Blutbildveränderungen wie Verminderung bis weitgehendes Fehlen weißer Blutzellen (Symptome: Halsentzündung, Mundschleimhautentzündung, Fieber), Veminderung der roten Blutzellen, Verminderung aller Blutzellen, Blutplättchenmangel.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Gelegentlich: Veränderung der Glucosetoleranz.

Psychiatrische Erkrankungen

Gelegentlich: leichte manische Zustände (Hypomanie) und Manie.

Gedanken, sich das Leben zu nehmen oder sich selbst zu verletzen: Falls diese Gedanken zu irgendeinem Zeitpunkt bei Ihnen aufkommen, kontaktieren Sie unverzüglich Ihren Arzt oder suchen Sie das nächste Krankenhaus auf.

Erkrankungen des Nervensystems

Gelegentlich: Krampfanfälle, Unruhe, Zittern, unwilkürliche Bewegungen (Restless Legs), Benommenheit, Schwindel, Schlafstörungen.

Selten: Neuroleptisches malignes Syndrom: Hauptsymptome sind Steifheit des gesamten Körpers, unkontrollierbare Bewegungen und erhöhte Körpertemperatur. Falls diese Symptome bei Ihnen auftreten, nehmen Sie Mianserin „ratiopharm“ 30 mg nicht mehr ein und suchen Sie unverzüglich einen Arzt auf.

Herzerkrankungen

Selten: Verlangsamung der Herztätigkeit nach der Anfangsdosis.

Nicht bekannt: veränderter Herzrhythmus (beschleunigter, unregelmäßiger Herzschlag) und/oder Ohnmacht können Anzeichen eines lebensbedrohlichen Zustandes, genannt Torsades de Pointes, sein.

Gefäßerkrankungen

Gelegentlich: Blutdruckabfall bei Lageveränderung (d.h. bei Aufstehen aus dem Sitzen oder Liegen), Flüssigkeitsansammlung im Gewebe.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Nicht bekannt: Mundtrockenheit, Verstopfung.

Leber- und Gallenerkrankungen

Gelegentlich: Störungen der Leberfunktion (äußert sich in Gelbfärbung der Augen und Haut). Nicht bekannt: Hepatitis (Entzündung der Leber).

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich: entzündliche Hautveränderungen, Erythema multiforme (schwerwiegende Hauterkrankung mit blasiger Abhebung der Haut).

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Gelegentlich: Gelenkschmerzen und –schwellungen.

Nicht bekannt: Gelenkentzündung.

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Gelegentlich: schmerzhafte Vergrößerung der männlichen Brustdrüse, milchige Absonderungen aus der Brustdrüse.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Gelegentlich: Schwitzen.

Untersuchungen

Häufig: vorübergehender Anstieg bestimmter Leberwerte im Blut (Transaminasen), Gewichtszunahme.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Inst. Pharmakovigilanz

1200 WIEN ÖSTERREICH

Fax: +43 (0) 50 555 36207 Website: http//www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.

Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Weitere Informationen

Was Mianserin „ratiopharm“ 30 mg enthält

  • Der Wirkstoff ist: Mianserin.

1 Filmtablette enthält 30 mg Mianserinhydrochlorid.

  • Die sonstigen Bestandteile sind:

Calciumhydrogenphosphat, Maisstärke, Hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat, Hypromellose, Titandioxid E171, Talkum, Macrogol 6000, Glycerol 85%.

Wie Mianserin „ratiopharm“ 30 mg aussieht und Inhalt der Packung

Mianserin „ratiopharm“ 30 mg sind weiße, runde, bikonvexe Filmtabletten mit einseitiger Bruchkerbe. Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Mianserin „ratiopharm“ 30 mg ist in Packungen mit 20 und 60 Filmtabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer ratiopharm Arzneimittel Vertriebs-GmbH Albert-Schweitzer-Gasse 3

A-1140 Wien

Tel.-Nr.: +4/97007-0

Fax-Nr.: +4/97007-66 e-mail: info@ratiopharm.at

Hersteller

Merckle GmbH

Ludwig-Merckle-Straße 3

89143 Blaubeuren

Deutschland

Z.Nr.: 1-21830

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Dezember 2013.

Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Therapie bei Intoxikation

EKG Überwachung ist indiziert.

Es gibt kein spezifisches Antidot. Die Behandlung erfolgt durch Magenspülung mit entsprechenden symptomatischen und unterstützenden Maßnahmen zur Erhaltung der Vitalfunktionen.

Bei der Behandlung einer Überdosierung sollte in Betracht gezogen werden, dass verschiedene Arzneimittel eingenommen worden sein könnten.Eine Hämodialyse ist wegen der hohen Proteinbindung von Mianserin unwirksam.

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Packungsbeilage des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können für die Korrektheit der Daten keine Haftung übernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. Für Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden

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