Toujeo 300 Einheiten/ml Injektionslösung in einem Fertigpen

Abbildung Toujeo 300 Einheiten/ml Injektionslösung in einem Fertigpen
Wirkstoff(e) Insulin glargin
Zulassungsland Europ√§ische Union (√Ėsterreich)
Hersteller Sanofi
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 09.03.2009
ATC Code A10AE04
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Insuline und Analoga

Zulassungsinhaber

Sanofi

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Toujeo enthält Insulin glargin. Es handelt sich dabei um ein verändertes Insulin, das dem Humaninsulin sehr ähnlich ist.

Toujeo wird zur Behandlung von Diabetes mellitus bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern im Alter von 2 Jahren und älter eingesetzt. Diabetes mellitus ist eine Erkrankung, bei der der Körper nicht ausreichend Insulin produziert, um den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren (Zuckerkrankheit). Insulin glargin hat eine lang anhaltende und gleichmäßige blutzuckersenkende Wirkung.

Anzeige

Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Toujeo darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Insulin glargin oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie Toujeo anwenden.

Halten Sie sich hinsichtlich der Dosierung, Überwachung (Blut- und Urintests), Ernährung und körperlichen Aktivität (körperliche Arbeit und sportliche Betätigung) sowie der Injektionstechnik genau an die mit Ihrem Arzt besprochenen Anweisungen.

Wenn Ihr Blutzuckerspiegel zu niedrig ist (Hypoglykämie), folgen Sie den Empfehlungen bei Hypoglykämie (siehe Kasten am Ende dieser Packungsbeilage).

Reisen

Kl√§ren Sie vor Reisen alle Fragen, die Ihre Behandlung betreffen, mit Ihrem Arzt. Sprechen Sie z. B. √ľber

  • die Verf√ľgbarkeit Ihres Insulins in dem besuchten Land,
  • ausreichend Vorrat an Insulin, Injektionsspritzen usw.,
  • die richtige Aufbewahrung des Insulins w√§hrend der Reise,
  • Essenszeiten und Insulinverabreichung w√§hrend der Reise,
  • m√∂gliche Einfl√ľsse durch die Umstellung auf andere Zeitzonen,
  • m√∂gliche neue Gesundheitsrisiken in den besuchten L√§ndern,
  • zu ergreifende Ma√ünahmen, wenn Sie sich unwohl f√ľhlen oder krank werden.

Erkrankungen und Verletzungen

In folgenden Situationen kann die Behandlung Ihrer Zuckerkrankheit viel Sorgfalt erfordern (z. B. Anpassen der Insulindosis, Blut- und Urintests):

  • Wenn Sie krank sind oder gr√∂√üere Verletzungen haben, kann Ihr Blutzuckerspiegel ansteigen (Hyperglyk√§mie).
  • Wenn Sie nicht genug essen, kann Ihr Blutzuckerspiegel absinken (Hypoglyk√§mie).

In den meisten Fällen brauchen Sie einen Arzt. Rufen Sie den Arzt rechtzeitig.

Wenn Sie einen Typ-1-Diabetes haben (insulinabh√§ngiger Diabetes mellitus), unterbrechen Sie Ihre Insulinbehandlung nicht und stellen Sie sicher, dass Sie ausreichend Kohlenhydrate einnehmen. Informieren Sie immer alle Personen, die Sie behandeln und betreuen, dar√ľber, dass Sie Insulin brauchen.

Die Behandlung mit Insulin kann den Körper dazu veranlassen, Antikörper gegen Insulin zu bilden (Substanzen, die gegen Insulin wirken können). Dies wird jedoch nur in sehr seltenen Fällen eine Anpassung Ihrer Insulindosis erforderlich machen.

Einige Patienten mit einem seit L√§ngerem bestehenden Typ-2-Diabetes mellitus und einer Herzerkrankung oder einem fr√ľheren Schlaganfall, die mit Pioglitazon (einem Antidiabetikum zum Einnehmen zur Behandlung von Diabetes mellitus Typ 2) und Insulin behandelt wurden, entwickelten eine Herzschw√§che (Herzinsuffizienz). Informieren Sie Ihren Arzt so schnell wie m√∂glich, wenn Sie Anzeichen von Herzschw√§che, wie z. B. ungew√∂hnliche Kurzatmigkeit, rasche Gewichtszunahme oder √∂rtlich begrenzte Schwellungen (√Ėdeme) bei sich beobachten.

Kinder

Bei Kindern unter 2 Jahren gibt es keine Erfahrung zur Anwendung von Toujeo.

Anwendung von Toujeo zusammen mit anderen Arzneimitteln

Manche Arzneimittel beeinflussen den Blutzuckerspiegel (Senkung, Erh√∂hung oder je nach Situation beides). In diesen F√§llen kann es notwendig sein, die zu verabreichende Insulinmenge entsprechend anzupassen, um sowohl zu niedrige als auch zu hohe Blutzuckerspiegel zu vermeiden. Ber√ľcksichtigen Sie dies, wenn Sie die Anwendung eines anderen Arzneimittels beginnen oder beenden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel anzuwenden. Bevor Sie ein Arzneimittel anwenden, fragen Sie Ihren Arzt, ob es Ihren Blutzuckerspiegel beeinflussen kann und was Sie gegebenenfalls unternehmen sollen.

Zu den Arzneimitteln, die den Blutzuckerspiegel senken können (Hypoglykämie), zählen:

  • alle anderen Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes,
  • Hemmer des Angiotensin umwandelnden Enzyms (ACE-Hemmer) (zur Behandlung bestimmter Herzerkrankungen oder eines hohen Blutdrucks),
  • Disopyramid (zur Behandlung bestimmter Herzerkrankungen),
  • Fluoxetin (zur Behandlung von Depressionen),
  • Fibrate (zur Senkung hoher Blutfettwerte),
  • Monoaminoxidase-(MAO-)Hemmer (zur Behandlung von Depressionen),
  • Pentoxifyllin, Propoxyphen, Salicylate (z. B. Acetylsalicyls√§ure, zur Schmerzlinderung und zur Fiebersenkung),
  • Sulfonamid-Antibiotika.

Zu den Arzneimitteln, die den Blutzuckerspiegel erhöhen können (Hyperglykämie), zählen:

  • Kortikosteroide (z. B. ‚ÄěKortison‚Äú, zur Behandlung von Entz√ľndungen),
  • Danazol (ein Arzneimittel, das den Eisprung beeinflusst),
  • Diazoxid (zur Behandlung eines hohen Blutdrucks),
  • Diuretika (zur Behandlung eines hohen Blutdrucks oder zur Entw√§sserung),
  • Glukagon (ein Hormon der Bauchspeicheldr√ľse zur Behandlung einer schweren Hypoglyk√§mie),
  • Isoniazid (zur Behandlung von Tuberkulose),
  • √Ėstrogene und Progestagene (z. B. in der Anti-Baby-Pille),
  • Phenothiazin-Abk√∂mmlinge (zur Behandlung psychiatrischer Beschwerden),
  • Somatropin (Wachstumshormon),
  • Sympathomimetika (z. B. Epinephrin [Adrenalin], Salbutamol, Terbutalin zur Behandlung von Asthma),
  • Schilddr√ľsenhormone (zur Behandlung von Schilddr√ľsenfehlfunktionen),
  • atypische, antipsychotisch wirkende Arzneimittel (z. B. Clozapin, Olanzapin),
  • Proteaseinhibitoren (zur Behandlung von HIV).

Ihr Blutzuckerspiegel kann sowohl ansteigen als auch abfallen, wenn Sie folgende Mittel nehmen:

Pentamidin (zur Behandlung bestimmter Infektionen durch Parasiten) kann eine Unterzuckerung ausl√∂sen, die manchmal in eine √úberzuckerung √ľbergeht.

Betablocker ebenso wie andere Sympatholytika (z. B. Clonidin, Guanethidin und Reserpin) k√∂nnen die ersten Warnzeichen, die Ihnen helfen, eine Unterzuckerung (Hypoglyk√§mie) zu erkennen, abschw√§chen oder ganz unterdr√ľcken.

Wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie eines dieser Arzneimittel einnehmen, fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Anwendung von Toujeo zusammen mit Alkohol

Wenn Sie Alkohol trinken, kann Ihr Blutzuckerspiegel sowohl ansteigen als auch abfallen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eine Schwangerschaft planen oder schon schwanger sind. Möglicherweise muss Ihre Insulindosis während der Schwangerschaft und nach der Geburt geändert

werden. F√ľr die Gesundheit Ihres Kindes ist es wichtig, dass Ihre Blutzuckerwerte besonders sorgf√§ltig √ľberwacht und Unterzuckerungen (Hypoglyk√§mien) vermieden werden.

Wenn Sie stillen, fragen Sie Ihren Arzt, ob eine Anpassung Ihrer Insulindosis und Ihrer Ernährung erforderlich ist.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Ihre Konzentrations- oder Reaktionsfähigkeit kann eingeschränkt sein, wenn

  • Sie eine Hypoglyk√§mie (zu niedrigen Blutzuckerspiegel) haben,
  • Sie eine Hyperglyk√§mie (zu hohen Blutzuckerspiegel) haben,
  • Sie an Sehst√∂rungen leiden.

Bedenken Sie dies in allen Situationen, in denen Sie sich und andere einem Risiko aussetzen k√∂nnten (z. B. beim Autofahren oder beim Bedienen von Maschinen). Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten, ob Sie ein Kraftfahrzeug f√ľhren sollten, wenn bei Ihnen:

  • h√§ufige Hypoglyk√§mie-Episoden auftreten,
  • die ersten Warnzeichen, die Ihnen helfen, eine Unterzuckerung zu erkennen, abgeschw√§cht sind oder fehlen.

Wichtige Informationen √ľber bestimmte sonstige Bestandteile von Toujeo

Dieses Arzneimittel enth√§lt weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Dosis, d. h., es ist nahezu ‚Äěnatriumfrei‚Äú.

Anzeige

Wie wird es angewendet?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Dosierung

Entsprechend Ihrer Lebensweise und den Ergebnissen der Blutzuckerbestimmungen sowie Ihrer bisherigen Insulinanwendung wird Ihr Arzt

  • bestimmen, wie viel Toujeo Sie pro Tag ben√∂tigen und zu welcher Tageszeit,
  • Ihnen sagen, wann Sie Ihren Blutzuckerspiegel kontrollieren und ob Sie Urintests durchf√ľhren m√ľssen,
  • Ihnen mitteilen, wann Sie m√∂glicherweise eine h√∂here oder niedrigere Dosis Toujeo spritzen m√ľssen.

Toujeo ist ein lang wirkendes Insulin. Ihr Arzt verordnet es Ihnen möglicherweise in Kombination mit einem kurz wirkenden Insulin oder zusammen mit Tabletten gegen hohe Blutzuckerspiegel.

Ihr Blutzuckerspiegel kann durch viele Faktoren beeinflusst werden. Sie sollten diese Faktoren kennen, um auf Veränderungen Ihres Blutzuckerspiegels richtig reagieren zu können und um Über- bzw. Unterzuckerungen zu vermeiden. Weitere Informationen dazu entnehmen Sie dem Kasten am Ende dieser Packungsbeilage.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Toujeo kann bei Jugendlichen und Kindern im Alter von 2 Jahren und älter angewendet werden. Wenden Sie dieses Arzneimittel genau nach Anweisung Ihres Arztes an.

Häufigkeit der Anwendung

Sie benötigen eine Injektion Toujeo jeden Tag zur gleichen Zeit.

Art der Anwendung

Toujeo wird unter die Haut injiziert. Spritzen Sie Toujeo NICHT in eine Vene, da dies seine Wirkungsweise ver√§ndert und zu einer Unterzuckerung f√ľhren kann.

Ihr Arzt wird Ihnen zeigen, in welchen Hautbereich Sie Toujeo spritzen sollen. Wechseln Sie bei jeder Injektion die Einstichstelle innerhalb des gewählten Hautbereiches.

Handhabung von SoloStar

SoloStar ist ein Fertigpen, der Insulin glargin enthält.

Lesen Sie die in dieser Packungsbeilage enthaltenen ‚ÄěHinweise zur Handhabung von SoloStar‚Äú sorgf√§ltig durch. Verwenden Sie den Pen genau wie in diesen Hinweisen zur Handhabung beschrieben.

Befestigen Sie vor jedem Gebrauch des Pens eine neue Nadel. Verwenden Sie nur Nadeln, die f√ľr SoloStar geeignet sind (siehe ‚ÄěHinweise zur Handhabung von SoloStar‚Äú).

F√ľhren Sie vor jeder Injektion einen Sicherheitstest durch.

Schauen Sie sich die Patrone vor Gebrauch des Pens genau an. Verwenden Sie SoloStar nicht, wenn die L√∂sung sichtbare Teilchen enth√§lt. Verwenden Sie SoloStar nur, wenn die L√∂sung klar, farblos und w√§ssrig ist. Sch√ľtteln oder mischen Sie sie nicht vor Gebrauch.

Teilen Sie Ihren Pen niemals mit anderen, um eine m√∂gliche √úbertragung von Krankheiten zu vermeiden. Dieser Pen ist nur f√ľr Ihren pers√∂nlichen Gebrauch bestimmt.

Achten Sie darauf, dass weder Alkohol noch andere Desinfektionsmittel oder sonstige Substanzen das Insulin verunreinigen.

Verwenden Sie grundsätzlich immer einen neuen Pen, wenn Sie bemerken, dass Ihre Blutzuckereinstellung unerwartet schlechter wird. Wenn Sie glauben, dass mit SoloStar etwas nicht in Ordnung ist, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder an Ihr medizinisches Fachpersonal.

Leere Pens d√ľrfen nicht wieder gef√ľllt werden und m√ľssen ordnungsgem√§√ü entsorgt werden.

Verwenden Sie SoloStar nicht, wenn er beschädigt ist oder nicht richtig funktioniert, sondern entsorgen Sie ihn und verwenden Sie einen neuen SoloStar.

Verwechslungen von Insulin

Sie m√ľssen die Bezeichnung des Insulins stets vor jeder Injektion √ľberpr√ľfen, um Verwechslungen zwischen Toujeo und anderen Insulinen zu vermeiden.

Wenn Sie eine größere Menge von Toujeo angewendet haben, als Sie sollten

  • Wenn Sie zu viel Toujeo gespritzt haben, kann Ihr Blutzuckerspiegel zu stark abfallen (Hypoglyk√§mie). Kontrollieren Sie h√§ufig Ihren Blutzucker. Grunds√§tzlich m√ľssen Sie zur Vermeidung einer Unterzuckerung mehr essen und Ihren Blutzucker √ľberwachen. Informationen zur Behandlung einer Hypoglyk√§mie finden Sie in dem Kasten am Ende dieser Packungsbeilage.

Wenn Sie die Anwendung von Toujeo vergessen haben

  • Wenn Sie eine Dosis Toujeo ausgelassen oder wenn Sie zu wenig Insulin gespritzt haben, kann Ihr Blutzuckerspiegel zu stark ansteigen (Hyperglyk√§mie). Kontrollieren Sie h√§ufig Ihren Blutzucker. Informationen zur Behandlung einer Hyperglyk√§mie finden Sie in dem Kasten am Ende dieser Packungsbeilage.
  • Wenden Sie nicht die doppelte Menge an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.

Wenn Sie die Anwendung von Toujeo abbrechen

Dies k√∂nnte zu einer schweren Hyperglyk√§mie (stark erh√∂hter Blutzucker) und Ketoazidose (Anh√§ufung von S√§ure im Blut, weil der K√∂rper bei schwerem Insulinmangel Energie aus Fett anstatt aus Zucker gewinnt) f√ľhren. Brechen Sie die Behandlung mit Toujeo nicht ab, ohne mit einem Arzt zu sprechen, der Ihnen sagt, was zu tun ist.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

Anzeige

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Wenn Sie Anzeichen eines zu niedrigen Blutzuckers (Hypoglyk√§mie) bemerken, unternehmen Sie sofort etwas, um Ihren Blutzuckerspiegel zu erh√∂hen (siehe Kasten am Ende dieser Packungsbeilage). Eine Unterzuckerung (Hypoglyk√§mie) kann sehr schwerwiegend sein und tritt bei Behandlung mit einem Insulin sehr h√§ufig auf (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen). Niedriger Blutzucker hei√üt, dass Sie nicht gen√ľgend Zucker in Ihrem Blut haben. Wenn Ihr Blutzuckerspiegel zu stark abf√§llt, k√∂nnen Sie bewusstlos werden. Eine schwere Unterzuckerung (Hypoglyk√§mie) kann zu einem Gehirnschaden f√ľhren und lebensbedrohlich sein. Weitere Informationen dazu entnehmen Sie dem Kasten am Ende dieser Packungsbeilage.

Schwere allergische Reaktionen (selten, kann bei bis zu 1 von 1.000 Behandelten auftreten) ‚Äď Anzeichen k√∂nnen sein: gro√üfl√§chige Hautreaktionen (Hautausschlag und Juckreiz am ganzen K√∂rper), starke Haut- und Schleimhautschwellungen (Angio√∂dem), Atemnot, Blutdruckabfall mit schnellem Puls und Schwitzen. Schwere allergische Reaktionen auf Insulin k√∂nnen lebensbedrohlich werden. Wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt, wenn Sie Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion bemerken.

Häufige Nebenwirkungen (können bei bis zu 1 von 10 Behandelten auftreten)

  • Hautver√§nderungen an der Injektionsstelle

Wenn Sie Insulin zu häufig in dieselbe Hautstelle spritzen, kann das Fettgewebe unter der Haut an dieser Stelle entweder schrumpfen (Lipoatrophie, kann bei bis zu 1 von 100 Behandelten auftreten) oder zunehmen (Lipohypertrophie). Das Insulin wirkt möglicherweise schlechter. Ein Wechsel der Einstichstelle bei jeder Injektion hilft, diese Gewebeveränderungen zu vermeiden.

‚ÄĘ Nebenwirkungen an der Haut und allergische Reaktionen an der Injektionsstelle

Anzeichen sind z. B. R√∂tung, ungewohnt starker Schmerz beim Spritzen, Juckreiz, Quaddelbildung, Schwellung oder Entz√ľndung. Sie k√∂nnen sich auf die Umgebung der Einstichstelle ausbreiten. Die meisten leichteren Reaktionen bilden sich gew√∂hnlich innerhalb von wenigen Tagen bzw. Wochen zur√ľck.

Seltene Nebenwirkungen (können bei bis zu 1 von 1.000 Behandelten auftreten)

  • Sehst√∂rungen

Ausgepr√§gte Ver√§nderungen (Verbesserung oder Verschlechterung) Ihrer Blutzuckereinstellung k√∂nnen Ihr Sehverm√∂gen vor√ľbergehend beeintr√§chtigen. Wenn Sie an einer proliferativen

Retinopathie leiden (eine durch die Zuckerkrankheit verursachte Augenerkrankung), k√∂nnen schwere Unterzuckerungen zu einem vor√ľbergehenden Verlust der Sehsch√§rfe f√ľhren.

  • Allgemeine Erkrankungen

In seltenen F√§llen kann die Insulinbehandlung auch zu vor√ľbergehenden Wassereinlagerungen im K√∂rper f√ľhren, die sich als Schwellungen im Bereich der Unterschenkel und Kn√∂chel √§u√üern k√∂nnen.

Sehr seltene Nebenwirkungen (können bei bis zu 1 von 10.000 Behandelten auftreten)

In sehr seltenen Fällen kann es zur Störung des Geschmacksempfindens (Dysgeusie) und zu Muskelschmerzen (Myalgie) kommen.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Im Allgemeinen sind die Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen bis zu 18 Jahren ähnlich denen bei Erwachsenen.

Über Reaktionen im Einstichbereich (Schmerz an der Einstichstelle, Reaktionen an der Einstichstelle) und Hautreaktionen (Ausschlag, Nesselsucht) wurde bei Kindern und Jugendlichen bis zu 18 Jahren relativ häufiger berichtet als bei Erwachsenen.

Es gibt keine Erfahrung bei Kindern unter 2 Jahren.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das in Anhang V aufgef√ľhrte nationale Meldesystem anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

Anzeige

Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und auf dem Etikett des Pens nach ‚ÄěVerwendbar bis‚Äú bzw. ‚ÄěEXP‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Noch nicht verwendete Pens

Im K√ľhlschrank lagern (2 ¬įC‚Äď8 ¬įC). Nicht einfrieren oder in der N√§he des Gefrierfachs oder eines K√ľhlelements aufbewahren.

Den Fertigpen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Verwendete Pens

In Verwendung befindliche oder als Vorrat mitgef√ľhrte Fertigpens k√∂nnen maximal 4 Wochen lang bei einer Temperatur von nicht √ľber 30 ¬įC und vor direkter Hitzeeinwirkung und direktem Licht gesch√ľtzt aufbewahrt werden. In Verwendung befindliche Pens nicht im K√ľhlschrank aufbewahren. Nach diesem Zeitraum d√ľrfen sie nicht mehr verwendet werden.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Anzeige

Weitere Informationen

Was Toujeo enthält

  • Der Wirkstoff ist Insulin glargin. Ein ml der L√∂sung enth√§lt 100 Einheiten Insulin glargin (entsprechend 3,64 mg).
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Zinkchlorid, Metacresol (Ph.Eur.), Glycerol, Natriumhydroxid (zur Einstellung des pH-Werts) (siehe Abschnitt 2, ‚ÄěWichtige Informationen √ľber bestimmte sonstige Bestandteile von Toujeo‚Äú), Salzs√§ure (zur Einstellung des pH-Werts) und Wasser f√ľr Injektionszwecke.

Wie Toujeo aussieht und Inhalt der Packung

Toujeo SoloStar 100 Einheiten/ml Injektionslösung in einem Fertigpen ist eine klare, farblose und wässrige Lösung.

Ein Pen enthält 3 ml Injektionslösung (entsprechend 300 Einheiten).

Packungen mit 1, 3, 4, 5, 6, 8, 9 und 10 Fertigpens. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, D-65926 Frankfurt am Main, Deutschland

Falls Sie weitere Informationen √ľber das Arzneimittel w√ľnschen, setzen Sie sich bitte mit dem √∂rtlichen Vertreter des pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung.

Belgi√ę/Belgique/Belgien

Lietuva

Sanofi Belgium

UAB sanofi-aventis Lietuva

Tél/Tel: +32 (0)2 710 54 00

Tel: +370 5 2755224

–Ď—ä–Ľ–≥–į—Ä–ł—Ź

Luxembourg/Luxemburg

sanofi-aventis Bulgaria EOOD

Sanofi Belgium

–Ę–Ķ–Ľ.: +359 (0)2 970 53 00

Tél/Tel: +32 (0)2 710 54 00 (Belgique/Belgien)

ńĆesk√° republika

Magyarorsz√°g

sanofi-aventis, s.r.o.

sanofi-aventis zrt., Magyarorsz√°g

Tel: +420 233 086 111

Tel.: +36 1 505 0050

Danmark

Malta

sanofi-aventis Denmark A/S

Sanofi Malta Ltd

Tlf: +45 45 16 70 00

Tel: +356 21493022

Deutschland

Nederland

Sanofi-Aventis Deutschland GmbH

sanofi-aventis Netherlands B.V.

Tel: +49 (0)180 2 222010

Tel: +31 (0)182 557 755

Eesti

Norge

sanofi-aventis Estonia O√ú

sanofi-aventis Norge AS

Tel: +372 627 34 88

Tlf: +47 67 10 71 00

őēőĽőĽő¨őīőĪ

√Ėsterreich

sanofi-aventis AEBE

sanofi-aventis GmbH

ő§ő∑őĽ: +30 210 900 16 00

Tel: +43 1 80 185 ‚Äď 0

Espa√Īa

Polska

sanofi-aventis, S.A.

sanofi-aventis Sp. z o.o.

Tel: +34 93 485 94 00

Tel.: +48 22 280 00 00

France

Portugal

sanofi-aventis France

Sanofi - Produtos Farmacêuticos, Lda.

Tél: 0 800 222 555

Tel: +351 21 35 89 400

Appel depuis l’étranger: +33 1 57 63 23 23

 

Hrvatska

Rom√Ęnia

sanofi-aventis Croatia d.o.o.

Sanofi Romania SRL

Tel: +385 1 600 34 00

Tel: +40 (0) 21 317 31 36

Ireland

Slovenija

sanofi-aventis Ireland Ltd. T/A SANOFI

sanofi-aventis d.o.o.

Tel: +353 (0) 1 403 56 00

Tel: +386 1 560 48 00

√ćsland

Slovensk√° republika

Vistor hf.

sanofi-aventis Pharma Slovakia s.r.o.

Sími: +354 535 7000

Tel: +421 2 33 100 100

Italia

Suomi/Finland

Sanofi S.p.A.

Sanofi Oy

Tel: 800 13 12 12 (domande di tipo tecnico)

Puh/Tel: +358 (0) 201 200 300

+39 800 536389 (altre domande e chiamate

 

dall'estero)

 

őöŌćŌÄŌĀőŅŌā

Sverige

sanofi-aventis Cyprus Ltd.

Sanofi AB

ő§ő∑őĽ: +357 22 871600

Tel: +46 (0)8 634 50 00

Latvija

United Kingdom

sanofi-aventis Latvia SIA

Sanofi

Tel: +371 67 33 24 51

Tel: +44 (0) 845 372 7101

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im .

Weitere Informationsquellen

Ausf√ľhrliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europ√§ischen Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu/ verf√ľgbar.

HYPERGLYK√ĄMIE UND HYPOGLYK√ĄMIE

Tragen Sie immer etwas Zucker (mindestens 20 Gramm) bei sich.

Tragen Sie einen Ausweis mit sich, aus dem hervorgeht, dass Sie zuckerkrank sind.

HYPERGLYK√ĄMIE (zu hoher Blutzuckerspiegel)

Wenn Ihr Blutzuckerspiegel zu hoch ist (Hyperglyk√§mie), haben Sie m√∂glicherweise nicht gen√ľgend Insulin gespritzt.

Warum kommt es zu hohem Blutzucker (Hyperglykämie)?

Ursachen können z. B. sein:

  • Sie haben kein oder zu wenig Insulin gespritzt oder seine Wirksamkeit hat, z. B. durch falsche Lagerung, nachgelassen,
  • Ihr Insulinpen funktioniert nicht richtig,
  • Sie haben weniger Bewegung als sonst, stehen unter Stress (seelische Belastung, Aufregung) oder haben eine Verletzung, Operation, Infektion oder Fieber,
  • Sie nehmen oder haben bestimmte andere Arzneimittel genommen (siehe Abschnitt 2, ‚ÄěAnwendung von Toujeo zusammen mit anderen Arzneimitteln‚Äú).

Warnzeichen eines zu hohen Blutzuckers (Hyperglykämie)

Durst, h√§ufiges Wasserlassen, M√ľdigkeit, trockene Haut, Gesichtsr√∂tung, Appetitlosigkeit, niedriger Blutdruck, schneller Puls sowie Zucker und Ketonk√∂rper im Urin. Bauchschmerzen, schnelle und tiefe Atmung, Schl√§frigkeit oder gar Bewusstlosigkeit k√∂nnen Anzeichen einer schweren Stoffwechselentgleisung mit √úbers√§uerung des Blutes (Ketoazidose) aufgrund von Insulinmangel sein.

Was m√ľssen Sie bei zu hohem Blutzucker (Hyperglyk√§mie) tun?

Bestimmen Sie Ihren Blutzucker und untersuchen Sie Ihren Urin auf Ketonkörper, sobald eines der oben genannten Zeichen auftritt. Die Behandlung einer schweren Überzuckerung (Hyperglykämie) oder Übersäuerung (Ketoazidose) muss stets durch einen Arzt, in der Regel im Krankenhaus, erfolgen.

HYPOGLYK√ĄMIE (zu niedriger Blutzuckerspiegel)

Wenn Ihr Blutzuckerspiegel zu stark abfällt, können Sie bewusstlos werden. Eine schwere Unterzuckerung (Hypoglykämie) kann einen Herzanfall oder Gehirnschaden verursachen und lebensbedrohlich sein. Normalerweise sollten Sie in der Lage sein, es zu erkennen, wenn Ihr Blutzucker zu stark abfällt, um dann geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.

Warum kommt es zu einer Unterzuckerung (Hypoglykämie)?

Ursachen können z. B. sein:

  • Sie spritzen mehr Insulin, als Sie brauchen,
  • Sie lassen Mahlzeiten ausfallen oder nehmen sie zu sp√§t ein,
  • Sie essen zu wenig oder nehmen Nahrungsmittel mit weniger Kohlenhydraten (Zucker oder zucker√§hnliche N√§hrstoffe; Achtung: Zuckeraustauschstoffe oder ‚ÄěS√ľ√üstoff‚Äú sind KEINE Kohlenhydrate) zu sich,
  • Sie verlieren durch Erbrechen oder Durchfall einen Teil der Kohlenhydrate wieder,
  • Sie trinken Alkohol, insbesondere dann, wenn Sie gleichzeitig nur wenig essen,
  • Sie belasten sich k√∂rperlich mehr als sonst oder in ungewohnter Weise,
  • Sie erholen sich von einer Verletzung oder Operation oder anderer Stress l√§sst nach,
  • Sie erholen sich von Erkrankungen oder Fieber,
  • Sie beginnen oder beenden die Anwendung bestimmter anderer Arzneimittel (siehe Abschnitt 2, ‚ÄěAnwendung von Toujeo zusammen mit anderen Arzneimitteln‚Äú).

Eine Unterzuckerung (Hypoglykämie) kann besonders auch dann auftreten, wenn

  • Sie die Behandlung neu begonnen haben oder auf eine andere Insulinzubereitung umgestiegen sind (beim Wechsel von Ihrem bisherigen Basalinsulin zu Toujeo treten Hypoglyk√§mien, wenn Sie auftreten, eher am Morgen als in der Nacht auf),
  • Ihr Blutzuckerspiegel fast normal ist oder wenn Ihr Blutzucker stark schwankt,
  • Sie den Hautbereich, in den Sie spritzen, wechseln (z. B. Wechsel vom Oberschenkel zum Oberarm),
  • Sie an schweren Nieren- oder Lebererkrankungen oder bestimmten anderen Erkrankungen, wie z. B. einer Schilddr√ľsenunterfunktion (Hypothyreose), leiden.

Warnzeichen einer Unterzuckerung (Hypoglykämie)

- Im Körper

Beispiele von Warnzeichen daf√ľr, dass Ihr Blutzuckerspiegel zu tief oder zu schnell absinkt: Schwitzen, k√ľhle und feuchte Haut, Angstgef√ľhl, schneller Puls, hoher Blutdruck, Herzklopfen und unregelm√§√üiger Herzschlag. Diese Zeichen treten oft vor den Anzeichen eines Zuckermangels im Gehirn auf.

- Im Gehirn

Beispiele von Zeichen eines Zuckermangels im Gehirn: Kopfschmerzen, Hei√ühunger, √úbelkeit, Erbrechen, M√ľdigkeit, Schl√§frigkeit, Schlafst√∂rungen, Unruhe, Aggressivit√§t, Konzentrationsst√∂rungen, eingeschr√§nktes Reaktionsverm√∂gen, Niedergeschlagenheit, Verwirrtheit, Sprachst√∂rungen (m√∂glicherweise k√∂nnen Sie √ľberhaupt nicht sprechen), Sehst√∂rungen, Zittern, L√§hmungen, Missempfindungen (Par√§sthesien), Taubheit und Kribbeln im Bereich des Mundes, Schwindel, Verlust der Selbstkontrolle, Hilflosigkeit, Krampfanf√§lle, Bewusstlosigkeit.

Die ersten Zeichen, die Sie auf eine drohende Unterzuckerung aufmerksam machen (‚ÄěWarnzeichen‚Äú), k√∂nnen ver√§ndert sein, abgeschw√§cht sein oder insgesamt fehlen, wenn

  • Sie √§lter sind, die Zuckerkrankheit schon lange besteht oder wenn Sie eine bestimmte Nervenerkrankung haben (diabetische autonome Neuropathie),
  • Sie erst vor Kurzem eine Unterzuckerung hatten (z. B. am Vortag) oder sie sich langsam entwickelt,
  • Sie fast normale oder zumindest stark gebesserte Blutzuckerspiegel haben,
  • Sie erst vor Kurzem von einem tierischen Insulin auf Humaninsulin, z. B. Toujeo, gewechselt haben,
  • Sie bestimmte andere Arzneimittel nehmen oder genommen haben (siehe Abschnitt 2, ‚ÄěAnwendung von Toujeo zusammen mit anderen Arzneimitteln‚Äú).

In einem solchen Fall k√∂nnen Sie eine schwere Unterzuckerung (auch mit Bewusstlosigkeit) bekommen, ohne die Gefahr rechtzeitig zu bemerken. Erkennen und beachten Sie Ihre Warnzeichen. Erforderlichenfalls k√∂nnen Ihnen h√§ufigere Blutzuckerkontrollen helfen, leichte Unterzuckerungen zu entdecken, die Sie sonst √ľbersehen h√§tten. Wenn Sie in der Erkennung Ihrer Warnzeichen nicht sicher sind, meiden Sie Situationen (z. B. Auto fahren), in denen Sie selbst oder andere bei einer Unterzuckerung gef√§hrdet w√§ren.

Was m√ľssen Sie bei einer Unterzuckerung (Hypoglyk√§mie) tun?

  1. Spritzen Sie kein Insulin. Nehmen Sie sofort ungef√§hr 10 bis 20 g Zucker, z. B. Traubenzucker, W√ľrfelzucker oder ein zuckerges√ľ√ütes Getr√§nk, zu sich. Vorsicht: K√ľnstliche S√ľ√üstoffe und Lebensmittel, die k√ľnstliche S√ľ√üstoffe anstelle von Zucker enthalten (z. B. Di√§t-Getr√§nke), helfen bei einer Unterzuckerung nicht.
  2. Essen Sie anschlie√üend etwas mit lang anhaltender blutzuckersteigernder Wirkung (z. B. Brot oder Nudeln). Lassen Sie sich in dieser Frage im Voraus von Ihrem Arzt bzw. Di√§tassistenten beraten. Die R√ľckbildung einer Hypoglyk√§mie kann sich verz√∂gern, da Toujeo lange wirkt.
  3. Sollte die Unterzuckerung wieder auftreten, nehmen Sie erneut 10 bis 20 g Zucker zu sich.

4. Informieren Sie umgehend einen Arzt, wenn Sie die Unterzuckerung nicht beherrschen können oder wenn sie erneut auftritt.

Teilen Sie Verwandten, Freunden und nahestehenden Kollegen Folgendes mit:

Wenn Sie nicht schlucken k√∂nnen oder bewusstlos sind, m√ľssen Sie Glukosel√∂sung oder Glukagon (ein Arzneimittel zur Erh√∂hung des Blutzuckers) gespritzt bekommen. Diese Injektionen sind auch dann gerechtfertigt, wenn nicht sicher feststeht, ob Sie eine Hypoglyk√§mie haben.

Es ist ratsam, möglichst gleich nach der Einnahme von Zucker den Blutzucker zu bestimmen, um sich zu vergewissern, dass wirklich eine Hypoglykämie vorliegt.

Toujeo SoloStar Injektionslösung in einem Fertigpen. HINWEISE ZUR HANDHABUNG

SoloStar ist ein Fertigpen zum Spritzen von Insulin. Ihr Arzt hat Ihnen SoloStar entsprechend Ihren F√§higkeiten zur Handhabung empfohlen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder medizinischen Fachpersonal vor der Anwendung von SoloStar √ľber eine geeignete Injektionsmethode.

Lesen Sie die folgenden Hinweise sorgf√§ltig durch, bevor Sie Ihren SoloStar benutzen. Wenn Sie den SoloStar nicht selbstst√§ndig handhaben oder alle Anweisungen v√∂llig selbstst√§ndig befolgen k√∂nnen, d√ľrfen Sie den SoloStar nur mit der Hilfe einer Person verwenden, die die Anleitung vollst√§ndig befolgen kann. Halten Sie den Pen genau wie in dieser Anleitung gezeigt. Um ein fehlerfreies Ablesen der Dosis zu erm√∂glichen, halten Sie den Pen waagerecht mit der Nadel nach links und dem Dosierring nach rechts, wie in den Abbildungen weiter unten zu sehen.

Es k√∂nnen Dosierungen von 1 bis 80 Einheiten in 1er-Schritten gew√§hlt werden. Jeder Pen enth√§lt gen√ľgend Insulin f√ľr mehrfache Dosierungen.

Heben Sie diese Packungsbeilage zum Nachlesen auf.

Falls Sie Fragen zu SoloStar oder Diabetes haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder Ihr medizinisches Fachpersonal oder w√§hlen Sie die Servicenummer des auf der Vorderseite der Packungsbeilage aufgef√ľhrten √∂rtlichen Vertreters.

Pen-Kappe

 

Pen-Nadel (nicht in Packung enthalten)

 

 

 

 

 

Pen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schutzfolie

 

 

 

 

 

Insulinbehälter

 

 

 

Dosisfenster

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

√Ąu√üere

 

Innere

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nadelschutz-

 

Nadel-

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Injektions-

 

 

 

 

schutz-

Nadel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

kappe

 

 

 

Gummidichtscheibe

 

Dosierring

 

knopf

 

 

 

 

kappe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schematische Zeichnung des Pens

Wichtige Informationen zur Handhabung von SoloStar:

  • Befestigen Sie vor jedem Gebrauch eine neue Nadel. Verwenden Sie nur Nadeln, die f√ľr SoloStar geeignet sind.
  • Stellen Sie keine Dosis ein und/oder dr√ľcken Sie nicht den Injektionsknopf, ohne dass eine Nadel befestigt ist.
  • F√ľhren Sie vor jeder Injektion den Sicherheitstest durch (siehe Schritt 3).
  • Dieser Pen ist nur f√ľr Ihren pers√∂nlichen Gebrauch. Teilen Sie ihn nicht mit anderen.
  • Wenn Ihnen die Injektion durch eine andere Person verabreicht wird, muss diese Person vorsichtig sein, um versehentliche Verletzungen durch die Nadel und die √úbertragung von Infektionen zu vermeiden.
  • Verwenden Sie SoloStar nie, wenn er besch√§digt ist oder wenn Sie nicht sicher sind, dass er richtig funktioniert.
  • Halten Sie f√ľr den Fall eines Verlustes oder einer Besch√§digung stets einen SoloStar als Ersatz bereit.

Schritt 1: Pr√ľfen des Insulins

  1. Stellen Sie anhand der Beschriftung Ihres SoloStar sicher, dass Sie das richtige Insulin verwenden. Der Toujeo SoloStar ist grau mit einem violetten Injektionsknopf.
  2. Ziehen Sie die Pen-Kappe ab.

C Pr√ľfen Sie die Beschaffenheit des Insulins: Toujeo ist eine klare Insulinl√∂sung. Verwenden Sie SoloStar nicht, wenn die L√∂sung wolkig oder verf√§rbt ist oder Partikel enth√§lt.

Schritt 2: Befestigen der Nadel

Verwenden Sie f√ľr jede Injektion eine neue sterile Nadel. Dies hilft Verunreinigungen und verstopfte Nadeln zu vermeiden.

  1. Ziehen Sie von einer neuen Nadel die Schutzfolie ab.
  2. Bringen Sie Nadel und Pen in eine Linie und halten Sie beide gerade, wenn Sie die Nadel befestigen (schrauben oder stecken, je nach Nadeltyp).

‚óŹ Wenn die Nadel beim Befestigen nicht gerade gehalten wird, kann es passieren, dass die Gummidichtscheibe besch√§digt wird und die Nadel nicht dicht sitzt oder dass die Nadel bricht.

Schritt 3: Sicherheitstest

F√ľhren Sie vor jeder Injektion den Sicherheitstest durch. Dies sorgt f√ľr eine genaue Dosisabgabe durch:

  • die Sicherheit, dass Pen und Nadel einwandfrei funktionieren,
  • die Entfernung von Luftblasen.
  1. Stellen Sie durch Drehen des Dosierrings eine Dosis von 2 Einheiten ein.
  2. Nehmen Sie die äußere Nadelschutzkappe ab und heben Sie sie auf, um mit ihr nach der Injektion die gebrauchte Nadel zu entfernen. Nehmen Sie die innere Nadelschutzkappe ab und entsorgen Sie sie.

Aufheben Entsorgen

C Halten Sie den Pen mit der Nadel nach oben.

  1. Klopfen Sie an den Insulinbehälter, damit eventuell vorhandene Luftblasen in Richtung Nadel steigen.
  2. Dr√ľcken Sie den Injektionsknopf vollst√§ndig ein. Pr√ľfen Sie, ob an der Nadelspitze Insulin austritt.

Eventuell m√ľssen Sie den Sicherheitstest mehrmals wiederholen, bis Insulin austritt.

  • Falls kein Insulin austritt, pr√ľfen Sie, ob Luftblasen vorhanden sind, und wiederholen Sie den Sicherheitstest zwei weitere Male, um sie zu entfernen.
  • Falls immer noch kein Insulin austritt, ist vielleicht die Nadel verstopft. Wechseln Sie die Nadel und versuchen Sie es erneut.
  • Falls auch nach dem Wechseln der Nadel kein Insulin austritt, ist Ihr SoloStar m√∂glicherweise defekt. Verwenden Sie diesen SoloStar nicht.

Schritt 4: Einstellen der Dosis

Sie k√∂nnen die Dosis in 1er-Schritten von 1 bis maximal 80 Einheiten einstellen. Wenn Sie eine Dosis von mehr als 80 Einheiten ben√∂tigen, m√ľssen Sie sie durch zwei oder mehr Injektionen verabreichen.

  1. √úberzeugen Sie sich, dass nach dem Sicherheitstest im Dosisfenster ‚Äě0‚Äú steht.
  2. Stellen Sie die gew√ľnschte Dosis ein (im Beispiel unten sind es 30 Einheiten). Wenn Sie zu weit gedreht haben, k√∂nnen Sie durch Zur√ľckdrehen die eingestellte Dosis verringern.
  • Dr√ľcken Sie w√§hrend der Dosiseinstellung nicht den Injektionsknopf, da sonst Insulin austritt.
  • Sie k√∂nnen den Dosierring nicht √ľber die Anzahl Einheiten hinausdrehen, die noch im Pen vorhanden sind. Versuchen Sie nicht, den Dosierring gewaltsam weiterzudrehen. In einem solchen Fall k√∂nnen Sie entweder die noch im Pen vorhandenen Einheiten spritzen und die noch fehlende Menge mit einem neuen SoloStar verabreichen oder f√ľr die gesamte Dosis einen neuen SoloStar verwenden.

Schritt 5: Spritzen der Dosis

A Wenden Sie die Injektionstechnik an, die Ihnen von Ihrem Arzt, Apotheker oder medizinischen Fachpersonal gezeigt wurde.

  1. Stechen Sie die Nadel in die Haut.
  2. Spritzen Sie die eingestellte Dosis, indem Sie den Injektionsknopf vollst√§ndig eindr√ľcken. Die im Dosisfenster angezeigte Zahl geht dabei auf ‚Äě0‚Äú zur√ľck.

10 Sek.

D Halten Sie den Injektionsknopf vollst√§ndig eingedr√ľckt. Z√§hlen Sie langsam bis 10, bevor Sie die Nadel herausziehen. Dadurch wird sichergestellt, dass die gesamte Dosis abgegeben wird.

Die Gewindestange wird mit jeder Dosierung vorwärts geschoben. Wenn die Gesamtmenge von 300 Einheiten Insulin abgegeben wurde, hat die Gewindestange das Ende der Patrone erreicht.

Schritt 6: Entfernen und Entsorgen der Nadel

Entfernen Sie nach jeder Injektion die Nadel und bewahren Sie SoloStar ohne Nadel auf. Dies hilft folgende Situationen zu vermeiden:

  • Verunreinigungen und/oder Infektionen,
  • Eindringen von Luft in den Insulinbeh√§lter und Auslaufen von Insulin, wodurch es zu ungenauer Dosierung kommen kann.
  1. Setzen Sie die √§u√üere Nadelschutzkappe wieder auf die Nadel auf und drehen Sie mit ihrer Hilfe die Nadel vom Pen ab. Um sich nicht versehentlich an der Nadel zu verletzen, versuchen Sie nie, die innere Nadelschutzkappe wieder aufzustecken. ‚óŹ Wenn Sie die Injektion durch eine andere Person verabreicht bekommen oder einer anderen Person verabreichen, ist beim Entfernen und Entsorgen der Nadel besondere Vorsicht erforderlich. Befolgen Sie entsprechende Sicherheitsempfehlungen (z. B. fragen Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Ihr medizinisches Fachpersonal), um das Risiko einer versehentlichen Verletzung mit der Nadel und einer √úbertragung von Infektionskrankheiten zu verringern.
  2. Entsorgen Sie die Nadel sicher, wie es Ihnen von Ihrem Arzt, Apotheker oder medizinischen Fachpersonal gezeigt wurde.
  3. Setzen Sie stets die Pen-Kappe wieder auf den Pen und bewahren Sie ihn so bis zur nächsten Injektion auf.

Aufbewahrungshinweise

F√ľr Hinweise zur Aufbewahrung von SoloStar lesen Sie die R√ľckseite (Insulin) der Packungsbeilage.

Wenn Ihr SoloStar im K√ľhlschrank gelagert wurde, nehmen Sie ihn 1 bis 2 Stunden vor der Injektion heraus, damit er sich auf Raumtemperatur erw√§rmen kann. Kaltes Insulin zu spritzen ist schmerzhafter.

Entsorgen Sie Ihren SoloStar entsprechend den örtlichen Bestimmungen.

Pflege

Sch√ľtzen Sie Ihren SoloStar vor Staub und Schmutz.

Sie können SoloStar außen mit einem feuchten Tuch abwischen.

Der Pen darf nicht durchnässt, gewaschen oder geölt werden, da er dadurch beschädigt werden kann.

Behandeln Sie ihn mit Sorgfalt. Vermeiden Sie Situationen, in denen SoloStar beschädigt werden könnte. Wenn Sie besorgt sind, dass Ihr SoloStar beschädigt sein könnte, benutzen Sie einen neuen.

Anzeige

Wirkstoff(e) Insulin glargin
Zulassungsland Europ√§ische Union (√Ėsterreich)
Hersteller Sanofi
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 09.03.2009
ATC Code A10AE04
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Insuline und Analoga

Teilen

Anzeige

Ihr persönlicher Arzneimittel-Assistent

afgis-Qualit√§tslogo mit Ablauf Jahr/Monat: Mit einem Klick auf das Logo √∂ffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen √ľber medikamio GmbH & Co KG und sein/ihr Internet-Angebot: medikamio.com/ This website is certified by Health On the Net Foundation. Click to verify.
Medikamente

Durchsuche hier unsere umfangreiche Datenbank zu Medikamenten von A-Z, mit Wirkung und Inhaltsstoffen.

Wirkstoffe

Alle Wirkstoffe mit ihrer Anwendung, chemischen Zusammensetzung und Arzneien, in denen sie enthalten sind.

Krankheiten

Ursachen, Symptome und Behandlungsm√∂glichkeiten f√ľr h√§ufige Krankheiten und Verletzungen.

Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden