Autor: TEVA PHARMA


Langinformationen

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Qvar Autohaler enthält den entzündungshemmenden Wirkstoff Beclometasondipropionat. Diese Substanz gehört zur Gruppe der Kortikosteroide. Wird der Wirkstoff von einem Patienten inhaliert, der an einer chronischen Entzündung der Atemwege leidet, klingt die Entzündung ab und dadurch lassen die Atembeschwerden nach.

Qvar Autohaler wird zur Grundbehandlung von Bronchialasthma bei Erwachsenen und Kindern ab 5 Jahren angewendet. Die Wirkung tritt erst nach wenigen Tagen ein, wobei diese auch wesentlich von der konsequenten Anwendung und richtigen Dosierung abhängt (Dosierung und Anzahl der täglichen Einzeldosen, regelmässige Anwendung), die Ihnen Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin verordnet und ganz genau auf Ihren Bedarf abgestimmt hat. Deshalb tritt mit Qvar Autohaler keine sofortige Besserung der Beschwerden ein. Insbesondere bei einem akuten Asthma-Anfall ist das Arzneimittel ohne Wirkung.

Dieses Arzneimittel darf nur auf Verschreibung des Arztes bzw. der Ärztin und nur unter ärztlicher Aufsicht angewendet werden.

Inhaltsverzeichnis
Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
Wie wird es angewendet?
Was sind mögliche Nebenwirkungen?
Wie soll es aufbewahrt werden?
Weitere Informationen

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Rauchen verschlimmert Bronchialasthma zusätzlich. Wenn Sie rauchen, können Sie die Wirkung der Behandlung mit Qvar Autohaler dadurch fördern, indem Sie aufs Rauchen verzichten.

Achtung Sportler: Dieses Arzneimittel enthält einen Wirkstoff, der bei einer Doping-Kontrolle zu einem positiven Testergebnis führen kann.

Dieses Arzneimittel darf nicht angewendet werden:

? bei Überempfindlichkeit (Allergie) gegenüber einem der Bestandteile,

? bei einer bestehenden Infektion der Atemwege (insbesondere Lungentuberkulose) oder der Augen, wenn nicht gleichzeitig eine entsprechende Behandlung der Infektion erfolgt. Im Zweifelsfall ist es unbedingt erforderlich, den Rat Ihres Arztes oder Apothekers bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin einzuholen.

? bei Kindern unter 5 Jahren, da die Wirkung und Sicherheit bei Patienten dieser Altersgruppe noch nicht untersucht worden sind.


Die Einnahme von Substanzen, die der Gruppe der Kortikosteroide angehören, setzt die Abwehr des Körpers gegen Infektionskrankheiten herab. Daher müssen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren, falls eine Infektionskrankheit bei Ihnen auftreten sollte. In diesem Fall kann Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Ihre Behandlung vorübergehend ändern und Ihnen ein zusätzliches Arzneimittel gegen Infektionen verabreichen. Sie werden von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin alle nötigen Anweisungen zu dieser zusätzlichen Behandlung erhalten. Dies ist ganz besonders wichtig bei Lungentuberkulose und anderen Infektionen der Atemwege.

Obwohl bei der Inhalation eines Kortikosteroids das Risiko, an einer Infektion zu erkranken, geringer ist als bei der Einnahme durch Schlucken eines anderen Kortikosteroids, sollten Sie jede Gefahr einer möglichen Infektionskrankheit meiden.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin unverzüglich, wenn während der Behandlung mit Qvar Autohaler eine Infektion auftritt. Dies gilt insbesondere im Falle von Windpocken, diese können unter Therapie mit Qvar einen ganz besonders schweren Verlauf nehmen. Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin auch, falls unter Qvar Masern oder Röteln auftreten sollten. Bei übermässigem Gebrauch oder Langzeitanwendung bei Kindern kann die Möglichkeit einer Wachstumsverzögerung nicht ausgeschlossen werden. Der Arzt bzw. die Ärztin wird deshalb die Wachstumsentwicklung von Kindern, welche mit Qvar behandelt werden, sorgfältig überwachen.

Falls die Wirksamkeit des kurzwirksamen ?2-Stimulators mit rasch einsetzendem Wirkungseintritt, der Ihnen zusätzlich vom Arzt oder Ärztin verschrieben worden ist, nachlässt oder zusätzliche Inhalationen benötigt werden, sollten Sie dies sofort Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin mitteilen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen.


Wenn Sie schwanger sind, eine Schwangerschaft vermuten oder wenn Sie stillen, dürfen Sie Qvar Autohaler nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin anwenden.

Wenn Sie während der Behandlung schwanger werden, informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.

Es ist nicht bekannt, ob das in Qvar Autohaler enthaltene Beclometason in die Muttermilch übergeht; bei anderen Kortikosteroiden ist dies der Fall. Da ein mögliches Risiko für den Säugling nicht absolut ausgeschlossen werden kann, sollten Sie aus Vorsichtsgründen mit dem Stillen aufhören, falls Sie Qvar Autohaler während der Stillzeit unbedingt anwenden müssen.

Wie wird es angewendet?

Qvar Autohaler ist ausschliesslich zur Inhalation bestimmt.

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin entscheidet je nach Schwere der Erkrankung über die Dosis, die Sie inhalieren sollen.

Erwachsene ab 18 Jahren

Soweit nicht anders verordnet, inhalieren Sie:

bei leichtem bis mittelschwerem Asthma, zweimal täglich 50 bis 200 µg, bzw. zweimal täglich 1 bis 4 Wirkstoffdosen von Qvar Autohaler 50;

bei schwerem Asthma, zweimal täglich bis zu 400 µg, bzw. zweimal täglich bis zu 4 Wirkstoffdosen von Qvar Autohaler 100.

Inhalieren Sie nicht häufiger, als dies vom Arzt bzw. Ihrer Ärztin verordnet wurde. Die Maximaldosis beträgt 800 µg pro Tag, was insgesamt 16 Wirkstoffdosen von Qvar Autohaler 50 oder 8 Wirkstoffdosen von Qvar Autohaler 100 entspricht. Diese Maximaldosis darf nicht überschritten werden.

Kinder ab 5 Jahren

Bei leichtem bis mittelschwerem Asthma, zweimal täglich je 50 µg bzw. zweimal täglich je 1 Wirkstoffdosis von Qvar Autohaler 50 inhalieren.

Bei schwererem Asthma, kann je nach Ansprechen eine Dosissteigerung auf bis zweimal täglich je 100 µg bzw. zweimal täglich je 1 Wirkstoffdosis von Qvar Autohaler 100

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Es kann zu Heiserkeit und Schluckbeschwerden kommen. In seltenen Fällen kann es zu Mundsoor kommen, das heisst zu Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut in Form von weisslichen Belägen, die durch einen Hefepilz (Candida) ausgelöst werden. Beim Auftreten von Mundsoor ist unverzüglich der Arzt bzw. die Ärztin zu informieren. Diesen Nebenwirkungen, die Mund, Hals und Rachen betreffen, kann weitgehend vorgebeugt werden, indem man vor dem Essen inhaliert und den Mund nach jeder Inhalation gut ausspült.

Sollten die Beschwerden in Mund oder Hals anhalten, informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin darüber. Ändern Sie nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin die Dosierung und hören Sie nicht von sich aus mit der Behandlung auf.

Wie bei anderen Arzneimitteln, die inhaliert werden, kann auch Qvar Autohaler in seltenen Fällen Atembeschwerden auslösen, z.B. Atemnot, die durch das krampfartige Zusammenziehen der Bronchien, einem sogenannten Bronchospasmus entsteht. Beim Auftreten eines Bronchospasmus muss unverzüglich der Arzt bzw. die Ärztin informiert werden.

Sehr selten ist auch über Überempfindlichkeitsreaktionen (Hautausschlag, Juckreiz, Rötung, Schwellung des Gesichts oder der Zunge, Atemnot) berichtet worden. In diesem Fall ist sofort der Arzt respektive die Ärztin aufzusuchen.

Es ist möglich, dass bei einigen Patienten und Patientinnen vor allem bei denjenigen, welche hohe Dosen über lange Zeit anwenden, sehr selten folgende Nebenwirkungen auftreten: Mondgesicht (Cushing-Syndrom), Abnahme der Knochendichte, Augenprobleme und Wachstumsverzögerungen bei Kindern.

Sehr selten kommt es nach Anwendung von Qvar Autohaler zu einem Angstgefühl, zu Schlafstörungen oder zu einer erhöhten Reizbarkeit (v.a. bei Kindern).

Im Falle einer Überdosierung sollten Sie unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin aufsuchen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Das Arzneimittel ist ausser Reichweite von Kindern aufzubewahren!

Der Behälter steht unter Druck; er ist unter 30

Weitere Informationen

Dosier-Aerosol zu 50 µg oder 100 µg Beclometasondipropionat (Wirkstoff) pro Aerosolstoss.

Hilfsstoffe: Lösungsmittel: Äthanol.

Treibgas: Norfluran (HFA134a).

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