Coffein

Coffein
ATC Code D11AX26, N06BC01
Summenformel C8H10N4O2
Molare Masse (g·mol−1) 194,19
Aggregatzustand fest
Dichte (g·cm−3) 1,23
Schmelzpunkt (°C) 236
PKS Wert 14
CAS-Nummer 58-08-2
PUB-Nummer 2519
Drugbank ID DB00201
Löslichkeit wenig löslich in Wasser

Grundlagen

Coffein (Koffein) ist ein Stoff, der natürlich in vielen Genussmitteln wie Kaffee und Tee und als Zusatzstoff in Produkten wie Energy-Drinks oder auch Arzneistoffen vorkommt. Koffein hat eine wach machende und konzentrationsfördernde Wirkung und ist weltweit die am meisten konsumierte psychoaktive Substanz. 

Anwendungen und Indikationen

Coffein wird in der Medizin für mehrere Zwecke verwendet. 

  • In Form von Tabletten und als Monopräparat kann es verwendet werden um kurzzeitig Ermüdungsserscheinungen zu unterdrücken. In dieser Form ist es ohne ärztliche Verschreibung als "Over-The-Counter"-Produkt erhältlich. 
  • Coffein kann in Kombination mit bestimmten Schmerzmitteln, wie Paracetamol oder Acetylsalicylsäure, den schmerzstillenden Effekt etwa um den Faktor 1,5 verstärken. 
  • Coffein in Form des Salzes Coffeincitrat kann als Infusionslösung zur Behandlung des Atemstillstandes von Neugeborenen eingesetzt werden. Zusätzlich wird es in dieser Form zur Vorbeugung der bronchopulmonalen Dysplasie, welche hauptsächlich bei Frühgeborenen auftritt, eingesetzt.

Geschichte

In seiner natürlichen Form als Inhaltsstoff von Teeblättern und Kaffeebohnen wurde Coffein schon vor mehreren tausend Jahren aufgrund seiner stimulierenden und weckenden Wirkung eingenommen. Bereits 3000 vor Christus sollen in China Schwarzteeblätter zur Zubereitung von aufputschenden Getränken verwendet worden sein. Auch andere Pflanzen, wie die Kaffeebohne oder die Kolanuss wurden in verschiedenen Kulturen aufgrund ihrer Wirkung weiterverarbeitet und verzehrt.

Coffein in seiner Reinform wurde als erstes im Jahr 1820 vom deutschen Apotheker Friedlieb Ferdinand Runge aus Kaffeebohnen isoliert. Etwa 15 Jahre später gelang die Bestimmung der Summenformel des Stoffes. Die vollständige Aufklärung der chemischen Strukur und die Vollsynthese gelangen dem deutschen Chemiker Emil Fischer Ende des 19. Jahrhunderts. 

Ursprünglich wurde angenommen, dass es sich beim im Schwarztee vorkommenden Koffein, früher Teein genannt, um eine gänzlich andere Substanz handelt, da sich die Wirkungsweisen des Kaffees und des Tees leicht unterscheiden. Dies liegt daran, dass Koffein im Schwarztee an gewisse Stoffe (Polyphenole) gebunden vorliegt, wodurch die Freisetzung etwas verzögert wird und die Wirkung wesentlich länger anhält, als nach dem Konsum von Kaffee.

Erstmals medizinisch verwendet, wurde es im frühen 20. Jahrhundert, als entdeckt wurde, dass Koffein eine leicht bronchienerweiternde Wirkung hat, weshalb es bei der Behandlung von Asthma zum Einsatz kam.

Dein persönlicher Arzneimittel-Assistent

afgis-Qualitätslogo mit Ablauf Jahr/Monat: Mit einem Klick auf das Logo öffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen über Medikamio GmbH & Co KG und sein/ihr Internet-Angebot: medikamio.com/ This website is certified by Health On the Net Foundation. Click to verify.
Medikamente

Durchsuche hier unsere umfangreiche Datenbank zu Medikamenten von A-Z, mit Wirkung und Inhaltsstoffen.

Wirkstoffe

Alle Wirkstoffe mit ihrer Anwendung, chemischen Zusammensetzung und Arzneien, in denen sie enthalten sind.

Krankheiten

Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten für häufige Krankheiten und Verletzungen.

Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können für die Korrektheit der Daten keine Haftung übernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. Für Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden