Glimepirid Aristo 4 mg Tabletten

Abbildung Glimepirid Aristo 4 mg Tabletten
Wirkstoff(e) Glimepirid
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Aristo Pharma GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 18.10.1996
ATC Code A10BB12
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Antidiabetika, exkl. Insuline

Zulassungsinhaber

Aristo Pharma GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Glimepirid Winthrop 2 mg Tabletten Glimepirid Winthrop Arzneimittel GmbH
Glimepirid Winthrop 1 mg Tabletten Glimepirid Winthrop Arzneimittel GmbH
Glimepirid Stada 2mg Tabletten Glimepirid Stadapharm GmbH
Glimepirid Sandoz 2 mg Tabletten Glimepirid Sandoz Pharmaceuticals GmbH
Glimepirid HEXAL 1 mg Tabletten Glimepirid Hexal Aktiengesellschaft

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Glimepirid Aristo ist ein blutzuckersenkendes Arzneimittel zum Einnehmen. Es geh√∂rt zu einer Gruppe blutzuckersenkender Arzneimittel, den sogenannten Sulfonylharnstoffen. Die Wirkung von Glimepirid Aristo beruht darauf, dass es die Bauchspeicheldr√ľse zur verst√§rkten Aussch√ľttung von Insulin anregt. Das Insulin senkt dann Ihren Blutzuckerspiegel.

Wof√ľr wird Glimepirid Aristo angewendet?

Glimepirid Aristo wird zur Behandlung einer bestimmten Form der Zuckerkrankheit (Typ-2-Diabetes mellitus) angewendet, wenn Diät, körperliche Betätigung und Gewichtsabnahme allein nicht ausgereicht haben, um Ihren Blutzuckerspiegel zu senken.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Glimepirid Aristo darf nicht eingenommen und Ihr Arzt muss informiert werden,

  • wenn Sie allergisch sind gegen: Glimepirid, andere Sulfonylharnstoffe (Arzneimittel zur Senkung Ihres Blutzuckers, wie Glibenclamid), Sulfonamide (Arzneimittel gegen bakterielle Infektionen, wie Sulfamethoxazol) oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels;
  • wenn Sie unter Diabetes mellitus Typ 1 leiden;
  • wenn eine diabetische Ketoazidose auftritt (eine schwere Stoffwechselentgleisung bei der Zuckerkrankheit mit Anh√§ufung von S√§ure im Blut und m√∂glicherweise einigen der folgenden Anzeichen: M√ľdigkeit/Ersch√∂pfung, √úbelkeit, h√§ufiges Wasserlassen und Muskelsteifigkeit);
  • wenn Sie als Folge eines stark erh√∂hten Blutzuckers bewusstlos werden (diabetisches Koma);
  • wenn Sie unter einer schweren Nierenerkrankung leiden;
  • wenn Sie unter einer schweren Lebererkrankung leiden.

In diesen F√§llen d√ľrfen Sie das Arzneimittel nicht einnehmen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob diese Angaben bei Ihnen zutreffen, wenden Sie sich bitte vor Einnahme von Glimepirid Aristo an Ihren Arzt oder Apotheker.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Glimepirid Aristo einnehmen,

  • wenn Sie vor Kurzem einer Verletzung, Operation, Infektion mit Fieber oder anderen Formen von Belastungen ausgesetzt waren oder sind. Informieren Sie bitte Ihren Arzt, da eine vor√ľbergehende Anpassung der Behandlung erforderlich sein kann.
  • wenn Sie eine schwere Leber- oder Nierenfunktionsst√∂rung haben.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob diese Angaben bei Ihnen zutreffen, wenden Sie sich bitte vor Einnahme von Glimepirid Aristo an Ihren Arzt oder Apotheker.

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn bei Ihnen eine besondere Erkrankung der roten Blutkörperchen, ein sogenannter Glukose-6-Phosphatdehydrogenase-Mangel, vorliegt, da die Therapie mit Glimepirid bei Ihnen eine Schädigung der roten Blutkörperchen und eine Verminderung des Hämoglobinspiegels (hämolytische Anämie) auslösen kann.

Es liegen nur begrenzt Informationen √ľber die Anwendung von Glimepirid Aristo bei unter 18- J√§hrigen vor. Deshalb ist die Anwendung hier nicht empfohlen.

Wichtige Informationen zur Unterzuckerung (Hypoglykämie)

Bei der Einnahme von Glimepirid Aristo kann es zu einer Unterzuckerung (Hypoglykämie) kommen. Bitte lesen Sie die nachfolgenden zusätzlichen Informationen zur Unterzuckerung, zu ihren Anzeichen und ihrer Behandlung.

Die folgenden Faktoren können das Risiko einer Unterzuckerung erhöhen:

  • wenn Sie unterern√§hrt sind, Mahlzeiten unregelm√§√üig, versp√§tet zu sich nehmen oder ganz auslassen oder l√§ngere Zeit fasten;
  • wenn Sie Ihre Ern√§hrungsweise/Di√§t √§ndern;
  • wenn Sie eine zu gro√üe Menge an Glimepirid Aristo einnehmen;
  • wenn Sie eine eingeschr√§nkte Nierenfunktion haben;
  • wenn Sie eine schwere Lebererkrankung haben;
  • wenn Sie unter bestimmten hormonell bedingten St√∂rungen leiden (Funktionsst√∂rungen der Schilddr√ľse, der Hirnanhangsdr√ľse oder der Nebennierenrinde);
  • wenn Sie Alkohol konsumieren (insbesondere, wenn Sie eine Mahlzeit auslassen);
  • wenn Sie gleichzeitig bestimmte andere Arzneimittel einnehmen (siehe Abschnitt 2. ‚ÄěEinnahme von Glimepirid Aristo zusammen mit anderen Arzneimitteln‚Äú);
  • wenn Ihre k√∂rperliche Belastung steigt und Sie nicht genug essen oder die Mahlzeiten weniger Kohlenhydrate enthalten als sonst.

Mögliche Anzeichen einer Unterzuckerung sind:

  • Hei√ühunger, Kopfschmerzen, √úbelkeit, Erbrechen, Ersch√∂pfung, Schl√§frigkeit, Schlafst√∂rungen, Unruhe, Aggressivit√§t, Konzentrationsst√∂rungen, beeintr√§chtigte Aufmerksamkeit und vermindertes Reaktionsverm√∂gen, Depressionen, Verwirrtheit, Sprach- und Sehst√∂rungen, Wortfindungsst√∂rungen, Zittern, Muskell√§hmungen, Wahrnehmungs- und Empfindungsst√∂rungen, Benommenheit oder Schwindel, Hilflosigkeit.
  • Folgende Anzeichen k√∂nnen ebenfalls auftreten: Schwitzen, feuchtkalte Haut, Angst- und Unruhezust√§nde, beschleunigter Puls, erh√∂hter Blutdruck, Herzklopfen sowie pl√∂tzlich auftretende starke, eventuell in die Umgebung ausstrahlende Schmerzen im Brustkorb (Angina Pectoris) und Herzrhythmusst√∂rungen.

Bei fortschreitender Unterzuckerung können Sie unter erheblicher Verwirrung (Delirium) leiden, Krampfanfälle entwickeln, die Selbstkontrolle verlieren, eine flache Atmung und verlangsamten

Herzschlag zeigen und bewusstlos werden. Die Anzeichen einer schweren Unterzuckerung können denen eines Schlaganfalls ähneln.

Behandlung einer Unterzuckerung:

In den meisten F√§llen lassen sich die Anzeichen einer Unterzuckerung sehr schnell beheben, wenn Sie Zucker, z. B. in Form von W√ľrfelzucker, s√ľ√üem Fruchtsaft oder gezuckertem Tee, zu sich nehmen. Aus diesem Grund sollten Sie stets etwas Zucker (z. B. Traubenzucker, W√ľrfelzucker) bei sich tragen. Bitte beachten Sie, dass k√ľnstliche S√ľ√üstoffe bei einer Unterzuckerung nicht helfen. Wenn die Zufuhr von Zucker keine Wirkung zeigt oder wenn die Anzeichen zur√ľckkehren, suchen Sie umgehend Ihren Arzt oder das n√§chstgelegene Krankenhaus auf.

Laboruntersuchungen

Der Blut- und Harnzuckerspiegel muss regelm√§√üig √ľberpr√ľft werden. Ihr Arzt wird auch Blutuntersuchungen durchf√ľhren, um die Zahl Ihrer Blutzellen und Ihre Leberfunktion zu √ľberwachen.

Kinder und Jugendliche

Die Einnahme von Glimepirid Aristo bei Kindern unter 18 Jahren wird nicht empfohlen.

Einnahme von Glimepirid Aristo zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Ihr Arzt möchte möglicherweise die Dosierung von Glimepirid Aristo anpassen, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, die die Wirkung von Glimepirid Aristo auf Ihren Blutzuckerspiegel abschwächen oder verstärken können.

Die folgenden Arzneimittel können die blutzuckersenkende Wirkung von Glimepirid Aristo verstärken. Dadurch kann sich das Risiko einer Unterzuckerung (Hypoglykämie) vergrößern:

  • andere Arzneimittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit (wie Insulin oder Metformin)
  • Arzneimittel gegen Schmerzen und Entz√ľndungen (Phenylbutazon, Azapropazon, Oxyphenbutazon sowie Arzneimittel mit dem Wirkstoff Acetylsalicyls√§ure und √§hnliche Arzneimittel)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Harnwegsinfektionen (wie lang wirksame Sulfonamide)
  • Arzneimittel zur Behandlung von bakteriellen Infektionen oder Pilzinfektionen (Tetracycline, Chloramphenicol, Fluconazol, Miconazol, Chinolone, Clarithromycin)
  • blutgerinnungshemmende Arzneimittel (Kumarinderivate wie Warfarin)
  • muskelaufbauende Arzneimittel (Anabolika)
  • Arzneimittel als Ersatz f√ľr m√§nnliche Sexualhormone
  • Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen (Fluoxetin, MAO-Hemmer)
  • Arzneimittel zur Senkung erh√∂hter Cholesterinwerte im Blut (Fibrate)
  • Arzneimittel zur Senkung eines erh√∂hten Blutdrucks (ACE-Hemmer)
  • Arzneimittel, sogenannte Antiarrhythmika, zur Behandlung eines unregelm√§√üigen Herzschlags (Disopyramid)
  • Arzneimittel zur Behandlung der Gicht (Allopurinol, Probenecid, Sulfinpyrazon)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Krebs (Cyclophosphamid, Ifosfamid, Trofosfamid)
  • Arzneimittel zur Gewichtsreduzierung (Fenfluramin)
  • Arzneimittel zur F√∂rderung der Durchblutung, wenn es in hohen Dosen intraven√∂s verabreicht wird (Pentoxifyllin)
  • Arzneimittel zur Behandlung bestimmter Allergien wie Heuschnupfen (Tritoqualin)
  • Arzneimittel, sogenannte Sympatholytika, zur Behandlung von hohem Blutdruck, Herzinsuffizienz oder Prostatabeschwerden

Die folgenden Arzneimittel können die blutzuckersenkende Wirkung von Glimepirid Aristo abschwächen. Dadurch kann sich das Risiko einer Überzuckerung (Hyperglykämie) vergrößern:

  • Arzneimittel, die weibliche Sexualhormone (√Ėstrogene und Gestagene) enthalten
  • Arzneimittel zur Unterst√ľtzung der Harnausscheidung (Thiaziddiuretika)
  • Arzneimittel, die die Schilddr√ľsenfunktion anregen (wie Levothyroxin)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Allergien und Entz√ľndungen (Kortikoide)
  • Arzneimittel zur Behandlung psychischer St√∂rungen (Chlorpromazin und andere Phenothiazinderivate)
  • Arzneimittel zur Erh√∂hung der Herzschlagfolge, zur Behandlung von Asthma oder Nasenschleimhautschwellung, Husten und Erk√§ltungen, zur Gewichtsreduzierung oder in lebensbedrohlichen Notf√§llen (Adrenalin und Sympathomimetika)
  • Arzneimittel zur Behandlung erh√∂hter Cholesterinwerte im Blut (Nicotins√§ure)
  • Abf√ľhrmittel (Laxanzien), wenn sie √ľber l√§ngere Zeit angewendet werden
  • Arzneimittel zur Behandlung von Krampfanf√§llen (Phenytoin)
  • Arzneimittel zur Anwendung bei Nervosit√§t und Schlafproblemen (Barbiturate)
  • Arzneimittel zur Senkung eines erh√∂hten Augendrucks (Acetazolamid)
  • Arzneimittel zur Behandlung eines erh√∂hten Blutdrucks oder eines erniedrigten Blutzuckerspiegels (Diazoxid)
  • Arzneimittel zur Behandlung bestimmter Infektionen wie Tuberkulose (Rifampicin)
  • Arzneimittel zur Behandlung schwerer Unterzuckerung (Glukagon)

Die folgenden Arzneimittel können die blutzuckersenkende Wirkung von Glimepirid Aristo verstärken oder abschwächen:

  • Arzneimittel zur Behandlung von Magengeschw√ľren (sogenannte H2-Rezeptor-Antagonisten)
  • Arzneimittel zur Behandlung eines erh√∂hten Blutdrucks oder einer Herzinsuffizienz, wie Betarezeptorenblocker, Clonidin, Guanethidin und Reserpin. Diese Arzneimittel k√∂nnen auch die Anzeichen einer Unterzuckerung verschleiern. Daher ist besondere Vorsicht angezeigt, wenn Sie diese Medikamente einnehmen.

Glimepirid Aristo kann die Wirkung der folgenden Arzneimittel verstärken oder abschwächen:

blutgerinnungshemmende Arzneimittel (Kumarinderivate wie Warfarin)

Colesevelam (in bestimmten Arzneimitteln zur Verminderung einer erhöhten Cholesterinkonzentration im Blut enthalten) kann möglicherweise die Aufnahme von Glimepirid Aristo aus dem Darm verringern. Daher sollte Glimepirid Aristo mindestens 4 Stunden vor Colesevelam eingenommen werden.

Einnahme von Glimepirid Aristo zusammen mit Alkohol

Alkohol kann die blutzuckersenkende Wirkung von Glimepirid Aristo in unvorhersehbarer Weise verstärken oder abschwächen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Glimepirid Aristo darf während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Informieren Sie Ihren Arzt wenn Sie schwanger sind oder dies annehmen oder wenn Sie beabsichtigen, schwanger zu werden.

Stillzeit
Glimepirid Aristo geht m√∂glicherweise in die Muttermilch √ľber. Glimepirid Aristo darf w√§hrend der Stillzeit nicht eingenommen werden.

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Ihre Konzentrations- oder Reaktionsfähigkeit kann eingeschränkt sein, wenn Sie einen niedrigen (Hypoglykämie) oder hohen (Hyperglykämie) Blutzuckerspiegel haben oder dadurch verursachte Sehstörungen auftreten. Denken Sie daran, dass Sie sich und andere Personen gefährden könnten (z. B. beim Fahren eines Autos oder beim Bedienen von Maschinen).

Sie sollten mit Ihrem Arzt dar√ľber sprechen, ob es f√ľr Sie ratsam ist, ein Kraftfahrzeug zu f√ľhren, wenn bei Ihnen:

  • h√§ufig eine Unterzuckerung auftritt;
  • wenige oder gar keine Warnzeichen einer Unterzuckerung auftreten.

Glimepirid Aristo enthält Lactose

Jede Tablette der Stärke 1 mg enthält 65,5 mg Lactose (als Lactose-Monohydrat). Jede Tablette der Stärke 2 mg enthält 130,6 mg Lactose (als Lactose-Monohydrat). Jede Tablette der Stärke 3 mg enthält 130,1 mg Lactose (als Lactose-Monohydrat). Jede Tablette der Stärke 4 mg enthält 129,1 mg Lactose (als Lactose-Monohydrat).

Bitte nehmen Sie Glimepirid Aristo erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertr√§glichkeit gegen√ľber bestimmten Zuckern leiden.

Glimepirid Aristo enthält Natrium

Glimepirid Aristo 1 mg, 2 mg, 3 mg und 4 mg Tabletten enthalten weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Tablette, d. h. sie sind nahezu ‚Äěnatriumfrei‚Äú.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Art der Einnahme

  • Nehmen Sie dieses Arzneimittel unmittelbar vor oder w√§hrend der ersten Hauptmahlzeit des Tages (gew√∂hnlich das Fr√ľhst√ľck) √ľber den Mund ein. Wenn Sie nicht fr√ľhst√ľcken, m√ľssen Sie es zu dem vom Arzt verordneten Zeitpunkt einnehmen. Es ist wichtig, w√§hrend der Behandlung mit Glimepirid Aristo keine Mahlzeiten auszulassen.
  • Nehmen Sie die Tabletten im Ganzen mit mindestens einem halben Glas Wasser ein. Die Tabletten nicht zerdr√ľcken oder kauen. Bei den St√§rken 2 mg, 3 mg und 4 mg dient die Kerbe nicht zum Teilen der Tablette.

Einzunehmende Menge

Die Dosierung von Glimepirid Aristo richtet sich nach Ihrem Bedarf, Ihrem Gesundheitszustand sowie den Ergebnissen Ihrer Blut- und Harnzuckerbestimmungen und wird von Ihrem Arzt bestimmt. Nehmen Sie nicht mehr Tabletten als von Ihrem Arzt verordnet ein.

  • Die √ľbliche Anfangsdosis betr√§gt eine Tablette Glimepirid Aristo 1 mg einmal t√§glich.
  • Falls erforderlich, kann Ihr Arzt die Dosis nach jeweils 1 bis 2 Behandlungswochen erh√∂hen.
  • Die h√∂chste empfohlene Dosis sind 6 mg Glimepirid Aristo pro Tag.
  • Falls erforderlich, kann eine Kombinationsbehandlung mit Glimepirid und Metformin oder mit Glimepirid und Insulin begonnen werden. In einem solchen Fall wird Ihr Arzt die f√ľr Sie geeignete Dosierung von Glimepirid, Metformin oder Insulin individuell bestimmen.
  • Bei Gewichtsver√§nderungen, √Ąnderungen Ihrer Lebensf√ľhrung oder wenn Sie sich in Stresssituationen befinden, kann eine Anpassung der Glimepirid Aristo-Dosierung notwendig sein; wenden Sie sich deshalb an Ihren Arzt.
  • Wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung dieses Arzneimittels zu stark oder zu schwach ist, √§ndern Sie die Dosierung nicht selbstst√§ndig, sondern sprechen Sie immer mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie eine größere Menge von Glimepirid Aristo eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie einmal zu viel oder eine zusätzliche Dosis Glimepirid Aristo eingenommen haben, sollten

Sie wegen der Gefahr einer Unterzuckerung (siehe Abschnitt 2. ‚ÄěM√∂gliche Anzeichen einer Unterzuckerung sind:‚Äú) sofort ausreichend Zucker zu sich nehmen (z. B. als Traubenzuckert√§felchen,

W√ľrfelzucker, s√ľ√üer Fruchtsaft, gezuckerter Tee) und unverz√ľglich einen Arzt informieren. Bei versehentlicher Einnahme durch Kinder muss die zur Behandlung der Unterzuckerung verabreichte Zuckermenge sorgf√§ltig kontrolliert werden, um zu vermeiden, dass sich eine gef√§hrliche

√úberzuckerung entwickelt. Bewusstlosen Patienten d√ľrfen keine Nahrung oder Getr√§nke gegeben werden.

Wegen des möglicherweise lang anhaltenden Verlaufs der Unterzuckerung ist eine sorgfältige Überwachung des Patienten notwendig, bis keine Gefahr mehr besteht. Die Einweisung in ein Krankenhaus kann notwendig sein, auch als Vorsichtsmaßnahme. Zeigen Sie dem Arzt die Packung oder die verbliebenen Tabletten, damit er sofort weiß, was Sie eingenommen haben.

Schwere Unterzuckerungen mit Bewusstseinsverlust und schweren neurologischen Ausfallerscheinungen sind medizinische Notfälle, die eine sofortige ärztliche Behandlung und eine Krankenhauseinweisung erfordern. Es sollte sichergestellt sein, dass im Notfall die Benachrichtigung eines Arztes durch vorinformierte Personen erfolgt.

Wenn Sie die Einnahme von Glimepirid Aristo vergessen haben

Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, um die vergessene Einnahme auszugleichen, sondern setzen Sie die Einnahme wie gewohnt fort.

Wenn Sie die Einnahme von Glimepirid Aristo abbrechen

Wenn Sie die Behandlung unterbrechen oder vorzeitig beenden, m√ľssen Sie damit rechnen, dass sich die gew√ľnschte blutzuckersenkende Wirkung nicht einstellt bzw. die Zuckerkrankheit sich wieder verschlechtert. Nehmen Sie Glimepirid Aristo so lange ein, wie Ihr Arzt es Ihnen verordnet hat.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn bei Ihnen folgende Anzeichen auftreten:

  • √úberempfindlichkeitsreaktionen (einschlie√ülich einer allergischen Gef√§√üentz√ľndung, oft mit Hautausschlag), aus denen sich eine lebensbedrohliche Situation mit Atemnot, Blutdruckabfall bis hin zum Schock entwickeln kann.
  • Leberfunktionsst√∂rungen, einschlie√ülich gelber Verf√§rbung von Haut und Augen (Gelbsucht), Behinderung des Galleabflusses (Cholestase), Leberentz√ľndung (Hepatitis) oder Leberversagen.
  • √úberempfindlichkeitsreaktionen (Allergien) der Haut, wie Juckreiz, Hautausschlag, Nesselsucht und st√§rkere Sonnenlichtempfindlichkeit. Aus einigen leichten √úberempfindlichkeitsreaktionen k√∂nnen sich lebensbedrohliche Situationen entwickeln.
  • Schwere Unterzuckerung (Hypoglyk√§mie) mit Bewusstseinsverlust, Kr√§mpfen oder Koma.

Bei einigen Patienten kam es zu folgenden Nebenwirkungen während der Einnahme von Glimepirid Aristo:

Selten: kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

  • starker Abfall des Blutzuckers (Hypoglyk√§mie, siehe Abschnitt 2.)
  • Verminderung der Anzahl der Blutzellen:
    • Verminderung der Blutpl√§ttchen (erh√∂ht das Risiko f√ľr Blutungen oder Bluterg√ľsse)
    • Verminderung der wei√üen Blutk√∂rperchen (erh√∂ht das Infektionsrisiko)
    • Verminderung der roten Blutk√∂rperchen (m√∂gliche Folgen sind blasse Hautfarbe, Schw√§chegef√ľhl und Atemnot)

Diese Nebenwirkungen bilden sich im Allgemeinen zur√ľck, wenn die Behandlung abgebrochen wird:

Sehr selten: kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

  • √úberempfindlichkeitsreaktionen (einschlie√ülich einer allergischen Gef√§√üentz√ľndung, oft mit Hautausschlag), aus denen sich eine lebensbedrohliche Situation mit Atemnot, Blutdruckabfall bis hin zum Schock entwickeln kann. Wenn bei Ihnen eines dieser Anzeichen auftritt, informieren Sie sofort Ihren Arzt.
  • Leberfunktionsst√∂rungen einschlie√ülich gelber Verf√§rbung von Haut und Augen (Gelbsucht), Behinderung des Galleabflusses (Cholestase), Leberentz√ľndung (Hepatitis) oder Leberversagen. Wenn bei Ihnen eines dieser Anzeichen auftritt, informieren Sie sofort Ihren Arzt.
  • √úbelkeit, Erbrechen, Durchfall, V√∂llegef√ľhl und Bauchschmerzen
  • R√ľckgang der Natriumkonzentration im Blut (durch Blutuntersuchungen nachgewiesen)

Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

  • Es k√∂nnen √úberempfindlichkeitsreaktionen (Allergien) der Haut auftreten, wie Juckreiz, Hautausschlag, Nesselsucht und st√§rkere Sonnenlichtempfindlichkeit. Aus einigen leichten √úberempfindlichkeitsreaktionen k√∂nnen sich lebensbedrohliche Situationen mit Schluck- oder Atembeschwerden, Schwellung der Lippen, Kehle oder Zunge entwickeln. Informieren Sie deshalb beim Auftreten einer dieser Nebenwirkungen sofort Ihren Arzt.
  • Es k√∂nnen √úberempfindlichkeitsreaktionen bei Einnahme von anderen Sulfonylharnstoffen, Sulfonamiden oder verwandten Arzneimitteln auftreten.
  • Besonders bei Beginn der Behandlung mit Glimepirid Aristo k√∂nnen Sehst√∂rungen auftreten. Diese werden durch Ver√§nderungen des Blutzuckerspiegels verursacht und sollten bald zur√ľckgehen.
  • Erh√∂hung der Leberenzymwerte
  • Verminderung der Blutpl√§ttchen (m√∂gliche Folgen sind schwere ungew√∂hnliche Blutungen und Bluterg√ľsse unter der Haut).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de, anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und dem Blister nach ‚ÄěVerwendbar bis:‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten

Tag des angegebenen Monats.

Nicht √ľber 25 ¬įC lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu sch√ľtzen

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Glimepirid Aristo 1 mg, 2 mg, 3 mg und 4 mg Tabletten enthalten

- Der Wirkstoff ist Glimepirid.

Jede Tablette enthält 1 mg, 2 mg, 3 mg oder 4 mg Glimepirid entsprechend der auf dem Blister und der Faltschachtel angegebenen Stärke.

  • Die sonstigen Bestandteile sind:Lactose-Monohydrat; Poly(O-carboxymethyl)st√§rke-Natriumsalz; Magnesiumstearat (Ph. Eur.) [pflanzlich]; Mikrokristalline Cellulose; Povidon K25.
  • Au√üerdem enthalten die Tabletten Farbstoffe:
    • 1 mg Tabletten enthalten Eisen (III)-oxid (E 172)
    • 2 mg Tabletten enthalten Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E 172), Indigocarmin (E 132)
    • 3 mg Tabletten enthalten Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E 172)
    • 4 mg Tabletten enthalten Indigocarmin (E 132)

Wie Glimepirid Aristo 1 mg, 2 mg, 3 mg und 4 mg Tabletten aussehen und Inhalt der Packung

Glimepirid Aristo Tabletten haben in jeder Stärke eine runde Form. Außer der 1 mg Stärke haben alle Tabletten eine einseitige Kerbe. Die Kerbe dient nicht zum Teilen der Tablette. Die Stärken unterscheiden sich in der Farbe:

  • 1 mg Tabletten sind rosa.
  • 2 mg Tabletten sind blassgr√ľn.
  • 3 mg Tabletten sind blassgelb.
  • 4 mg Tabletten sind hellblau.

Glimepirid Aristo ist in Packungen mit 30, 120 und 180 Tabletten erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Aristo Pharma GmbH Wallenroder Stra√üe 8‚Äď10 13435 Berlin Deutschland

Tel.: +49 30 71094-4200

Fax: +49 30 71094-4250

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im M√§rz 2019.

Ihre √Ąrztin/Ihr Arzt, Ihre Apotheke und Aristo Pharma GmbH w√ľnschen Ihnen gute Besserung!

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Zuletzt aktualisiert: 04.07.2022

Quelle: Glimepirid Aristo 4 mg Tabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Glimepirid
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Aristo Pharma GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 18.10.1996
ATC Code A10BB12
Abgabestatus Apothekenpflichtig
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden