Mepivacainhydrochlorid Accord 10 mg/ml Injektionslösung

Abbildung Mepivacainhydrochlorid Accord 10 mg/ml Injektionslösung
Wirkstoff(e) Mepivacain
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Accord Healthcare B.V.
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 29.08.2016
ATC Code N01BB03
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Lokalanästhetika

Zulassungsinhaber

Accord Healthcare B.V.

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Scandicain 2 % Mepivacain Aspen Pharma Trading Limited
Intra-Epicaine 20 mg/ml Injektionsl√∂sung f√ľr Pferde Mepivacain Dechra Regulatory B.V.
Mepivacainhydrochlorid Accord 20 mg/ml Injektionslösung Mepivacain Accord Healthcare B.V.
Mecain neural 10 mg/ml Injektionslösung Mepivacain PUREN Pharma GmbH & Co. KG
Mecain-Actavis 2 % Injektionslösung 100 mg/5 ml Mepivacain Actavis Group PTC ehf

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Lokalanästhetikum (Mittel zur örtlichen Betäubung).

Dieses Arzneimittel wird zur vor√ľbergehenden √∂rtlichen Ausschaltung der Schmerzempfindung durch lokale Infiltration oder Injektionen zur regionalen Nervenblockade angewendet.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Mepivacainhydrochlorid Accord darf nicht angewendet werden,

zur Betäubung des Gebärmutterhalses (Zervix) in der Geburtshilfe (Parazervikalanästhesie).

Zus√§tzliche besondere Gegenanzeigen f√ľr die r√ľckenmarksnahe Bet√§ubung (Periduralan√§sthesie) sind au√üerdem:

  • erh√∂hter Druck im Sch√§del
  • akute ZNS-Erkrankung (Gehirn oder R√ľckenmark) einschlie√ülich Entz√ľndung, Tumore, virale oder bakterielle Infektionskrankheiten, Verengung des Wirbelkanals, aktive Erkrankung der Wirbels√§ule (wie etwa Spondylitis, Tuberkulose und Tumor) und Wirbels√§ulentrauma (wie etwa ein Bruch)
  • Septik√§mie (Blutvergiftung)
  • Infektion der Injektionsstelle
  • Gerinnungsst√∂rung oder Blutverd√ľnnungsbehandlung (au√üer niedrig dosiertes Heparin)
  • Herzinfarkt und schwerer Blut- und Fl√ľssigkeitsverlust.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Mepivacainhydrochlorid Accord bei Ihnen angewendet wird, wenn Sie an Folgendem leiden:

  • Nieren- oder Lebererkrankungen,
  • Blutgef√§√üverschl√ľssen,
  • Blutgef√§√üverkalkung (Arteriosklerose),
  • Nervensch√§digung durch Diabetes,
  • oder Porphyrie (Erkrankung des blutbildenden Systems)

Anwendung von Mepivacainhydrochlorid Accord zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:

  • Einige starke Schmerzmittel (zentral wirksame oder Opioid-Schmerzmittel)
  • Bei der An√§sthesie verwendete Arzneimittel (z. B. √Ąther)
  • Arzneimittel zur Muskelentspannung (z. B. nicht-depolarisierende Muskelrelaxanzien)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusst√∂rungen (Antiarrhythmika)
  • Andere Arzneimittel zur √∂rtlichen Bet√§ubung (lokale An√§sthetika)

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Basierend auf ihrer langj√§hrigen Anwendung gelten An√§sthetika des Mepivacain-Typs f√ľr die Anwendung bei Schwangeren als angemessen sicher.

Mepivacainhydrochlorid passiert die Plazenta, jedoch haben retrospektive Studien an Schwangeren, die Lokalan√§sthetika f√ľr Notoperationen fr√ľh in der Schwangerschaft erhalten haben, nicht gezeigt, dass Lokalan√§sthetika Geburtsfehler verursachen. Es wurden jedoch keine kontrollierten Studien an Schwangeren durchgef√ľhrt. Dar√ľber hinaus wurden nur unzureichend untersuchte tierexperimentelle Fortpflanzungsstudien mit Mepivacain durchgef√ľhrt. Deshalb ist vor der Anwendung dieses An√§sthetikums fr√ľh in der Schwangerschaft Vorsicht geboten.

Eine mögliche Komplikation der Anwendung von Mepivacainhydrochlorid Accord in der Geburtshilfe ist das Auftreten einer arteriellen Hypotonie bei der Mutter.

Es ist nicht bekannt, ob Lokalan√§sthetika beim Menschen in die Muttermilch √ľbergehen. Da viele Arzneimittel beim Menschen in die Muttermilch √ľbergehen, sollte Mepivacain bei stillenden M√ľttern mit Vorsicht angewendet werden. Sollte eine Anwendung w√§hrend der Stillzeit erforderlich sein, kann das Stillen ca. 24 Stunden nach Ende der Behandlung wieder aufgenommen werden.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Je nach Dosis und Art der Anwendung hat Mepivacain eine vor√ľbergehende Wirkung auf die Mobilit√§t und Koordination.

Bei der Anwendung von Mepivacainhydrochlorid Accord muss der Arzt f√ľr jeden Patienten individuell √ľber die Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen entscheiden.

Mepivacainhydrochlorid Accord enthält Natrium

Mepivacainhydrochlorid Accord 10 mg/ml Injektionslösung

Jeder ml Injektionslösung enthält 0,14 mmol (3,2 mg) Natrium. Jede 10 ml Ampulle enthält 1,4 mmol (32 mg) Natrium.

Jede 20 ml Durchstechflasche enthält 2,8 mmol (64 mg) Natrium.

Wenn Sie eine kochsalzarme Di√§t einhalten m√ľssen, sollten Sie dies ber√ľcksichtigen.

Mepivacainhydrochlorid Accord 20 mg/ml Injektionslösung

Jeder ml Injektionslösung enthält 0,12 mmol (2,8 mg) Natrium. Jede 2 ml Ampulle enthält 0,24 mmol (5,6 mg) Natrium.

Jede 5 ml Ampulle enthält 0,60 mmol (14 mg) Natrium. Jede 10 ml Ampulle enthält 1,2 mmol (28 mg) Natrium.

Jede 20 ml Durchstechflasche enthält 2,4 mmol (56 mg) Natrium.

Wenn Sie eine kochsalzarme Di√§t einhalten m√ľssen, sollten Sie dies ber√ľcksichtigen.

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Wie wird es angewendet?

Mepivacainhydrochlorid Accord wird bei Ihnen von einem Arzt angewendet. Ihr Arzt kennt die richtige Anwendungsweise dieses Arzneimittels.

Die empfohlene Dosis, die Ihr Arzt bei Ihnen anwendet, hängt von der Art der Schmerzbehandlung, die Sie benötigen, und dem Körperteil, in den das Arzneimittel injiziert wird, ab. Sie ist auch von Ihrem Körpergewicht, Ihrem Alter und Ihrem körperlichen Zustand abhängig.

Mepivacainhydrochlorid Accord wird bei Ihnen als Injektion angewendet. Das Körperteil, in dem das Arzneimittel angewendet wird, hängt davon ab, warum Sie Mepivacainhydrochlorid Accord erhalten. Ihr Arzt wird Mepivacainhydrochlorid Accord bei Ihnen an einer der folgenden Stellen anwenden:

  • In die Haut (Infiltration)
  • Unter die Haut in die N√§he eines Nervs (regionale, Plexus- oder Nervenblockade)
  • In die N√§he des R√ľckenmarks (Thorax- oder lumbale Epidural- oder Kaudalan√§sthesie)

Mepivacainhydrochlorid Accord sollte langsam injiziert werden. Die maximale empfohlene Dosis bei einmaliger Anwendung beträgt:

  • HNO-Bereich: 200 mg Mepivacainhydrochlorid (3 mg/kg K√∂rpergewicht),
  • Interkostalblockade: 300 mg Mepivacainhydrochlorid (4 mg/kg K√∂rpergewicht),
  • Periduralan√§sthesie und periphere Blockaden: 400 mg Mepivacainhydrochlorid (6 mg/kg K√∂rpergewicht),
  • Plexusan√§sthesie: 500 mg Mepivacainhydrochlorid (7 mg/kg K√∂rpergewicht).
  • F√ľr Kaudalan√§sthesie bei Kindern: 5 mg/ml K√∂rpergewicht. Individuelle Unterschiede sind m√∂glich.
AnwendungsgebieteDosierung (ml)
Frakturreposition5-20 ml
Sympathikusblockade5-10 ml
Hautquaddeln0,1-2 ml
Nervus-cutaneus-femoris-lateralis-Blockade10 ml
Nervus-femoralis-Blockade10-20 ml
Nervus-medianus-Blockade3-5 ml
Nervus-obturatorius-Blockade10-15 ml
Nervus-phrenicus-Blockad10-15 ml
Nervus-radialis-Blockade10-20 ml
Nervus-ulnaris-Blockade5-10 ml
Oberst'sche Anästhesie pro Nerv1-2 ml
Parazervikal-Blockade, pro Seite6-10 ml
Paravertebral-Blockade5-10 ml
Pudendus-Blockade, pro Seite7-10 ml
Sacral-Blockade10-30 ml
Tonsillektomie, pro Tonsille5-10 ml
WundversorgungBis zu 30 ml
Intravenöse RegionalanästhesieBis zu 40 ml

Wenn bei Ihnen eine größere Menge von Mepivacainhydrochlorid Accord angewendet wurde, als sollte

Bei Ihnen k√∂nnte Folgendes auftreten: Unruhe, Schwindel, H√∂r- und Sehst√∂rungen, Kribbeln im Bereich der Zunge und des Mundes, undeutliche Sprache, √úbelkeit, Erbrechen, Zittern und Muskelzucken als Anzeichen eines bevorstehenden Krampfanfalls, Herzrhythmusst√∂rungen, erh√∂hte Herzfrequenz, erh√∂hter Blutdruck und Err√∂ten. Eine extreme √úberdosierung kann zu Bewusstlosigkeit mit Kreislauf- und Atemstillstand f√ľhren.

Sollten Anzeichen einer √úberdosierung bestehen, muss die Anwendung von Mepivacainhydrochlorid Accord sofort abgebrochen werden. Ihr Arzt wird √ľber weitere erforderliche Behandlungsma√ünahmen entscheiden, was die Infusion einer Lipidemulsion einschlie√üen kann.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Die möglichen Nebenwirkungen nach Anwendung von Mepivacainhydrochlorid Accord entsprechen weitgehend denen anderer Lokalanästhetika. Nebenwirkungen, die vom Arzneimittel selbst verursacht werden, sind schwer von den die Reaktionen des Körpers betreffenden Wirkungen der Nervenblockade zu unterscheiden (z. B. Blutdrucksenkung, verlangsamter Herzschlag). Sie sind auch schwer von den Folgen, die direkt (z. B. Nervenverletzung) oder indirekt (z. B. Abszess an der Anwendungsstelle) durch den Einstich verursacht werden, zu unterscheiden.

Zus√§tzlich muss in Betracht gezogen werden, dass als m√∂gliche Ursache f√ľr Nebenwirkungen auch eventuell eine ungew√∂hnliche Aufnahme des Wirkstoffes oder St√∂rungen des Stoffwechsels in der Leber oder St√∂rungen bei der Ausscheidung durch die Nieren in Frage kommen.

Mögliche Nebenwirkungen

Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

  • Kribbeln oder Taubheitsgef√ľhl
  • Schwindel
  • Verlangsamung der Herzfrequenz
  • niedriger Blutdruck*, hoher Blutdruck
  • √úbelkeit*, Erbrechen

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Anzeichen und Symptome einer Vergiftung des zentralen Nervensystems, z. B. Kr√§mpfe, Kribbeln im Mundbereich, Taubheit der Zunge, H√∂r- und Sehst√∂rungen, Bewusstlosigkeit, Zittern, Ohrger√§usche (Tinnitus), Sprachst√∂rungen, Unterdr√ľckung der Funktionen des zentralen Nervensystems

Selten: kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

  • allergische Reaktionen
  • lebensbedrohliche allergische Reaktion, Neuropathie (Erkrankung der Nerven)
  • Sch√§digung der Nerven au√üerhalb von Gehirn und R√ľckenmark
  • Arachnoiditis (Entz√ľndung einer der Membranen, die auf dem Gehirn und dem R√ľckenmark aufliegen)
  • Doppeltsehen
  • Herzfrequenzst√∂rungen
  • Herzstillstand
  • Unzureichende Atmung

*Diese Nebenwirkungen treten h√§ufiger nach r√ľckenmarksnaher Bet√§ubung (Periduralan√§sthesie) auf.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de, anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

    • Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.
    • F√ľr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
    • Nicht einfrieren.
    • Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Ampulle bzw. der Durchstechflasche oder dem Karton angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
    • Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nicht anwenden, wenn Sie bemerken, dass der Inhalt verf√§rbt ist oder Teilchen enth√§lt.
    • Die Injektionsl√∂sung ist nur zur einmaligen Entnahme und Anwendung vorgesehen und die Anwendung muss sofort nach Anbruch der Ampulle oder Durchstechflasche erfolgen. Nicht verwendete L√∂sung ist zu entsorgen.
    • Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Mepivacainhydrochlorid Accord enthält

Der Wirkstoff ist Mepivacainhydrochlorid.

Mepivacainhydrochlorid Accord 10 mg/ml Injektionslösung

Jeder ml enthält 10 mg Mepivacainhydrochlorid.

Jede 10 ml Ampulle enthält 100 mg Mepivacainhydrochlorid.

Jede 20 ml Durchstechflasche enthält 200 mg Mepivacainhydrochlorid.

Mepivacainhydrochlorid Accord 20 mg/ml Injektionslösung

Jeder ml enthält 20 mg Mepivacainhydrochlorid.

Jede 2 ml Ampulle enthält 40 mg Mepivacainhydrochlorid.

Jede 5 ml Ampulle enthält 100 mg Mepivacainhydrochlorid.

Jede 10 ml Ampulle enthält 200 mg Mepivacainhydrochlorid.

Jede 20 ml Durchstechflasche enthält 400 mg Mepivacainhydrochlorid.

Die sonstigen Bestandteile sind Natriumchlorid, Salzs√§ure 10% (zur pH-Wert Anpassung), Natriumhydroxid-L√∂sung (1%) (zur pH-Wert Anpassung), Wasser f√ľr Injektionszwecke.

Wie Mepivacainhydrochlorid Accord aussieht und Inhalt der Packung

Mepivacainhydrochlorid Accord ist eine klare, farblose, sterile Injektionslösung und ist in klaren Ampullen aus Glas (Typ I) oder klaren Durchstechflaschen aus Glas (Typ I) mit Gummistopfen und Flip-Off-Verschluss erhältlich.

Mepivacainhydrochlorid Accord 10 mg/ml Injektionslösung:

  • 10 ml Ampullen mit rotem Ring werden in Packungen mit 1 und 5 Ampullen geliefert
  • 20 ml Durchstechflaschen mit einem Chlorbutylgummistopfen und hellgrauem Flip- Off-Verschluss werden in Packungen mit 1, 5 und 10 Durchstechflaschen geliefert

Mepivacainhydrochlorid Accord 20 mg/ml Injektionslösung:

  • 2 ml Ampullen mit gr√ľnem Ring werden in Packungen mit 1 und 5 Ampullen geliefert
  • 5 ml Ampullen mit rotem Ring werden in Packungen mit 1, 5, 10 und 50 Ampullen geliefert
  • 10 ml Ampullen mit gr√ľnem Ring werden in Packungen mit 1 und 5 Ampullen geliefert
  • 20 ml Durchstechflaschen mit Chlorbutylgummistopfen und lavendelfarbenem Flip- Off-Verschluss werden in Packungen mit 1, 5 und 10 Durchstechflaschen geliefert

Die Ampullen sind in Blisterpackung/Kassettenverpackung erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

Accord Healthcare B.V.

Winthontlaan 200

3526KV Utrecht

Niederlande

Hersteller

Accord Healthcare Limited

Sage House, 319, Pinner Road

HA1 4HF North Harrow, Middlesex

Vereinigtes Königreich

oder

Accord Healthcare B.V.,

Winthontlaan 200,

3526 KV Utrecht,

The Netherlands

oder

Accord Healthcare Polska Sp.z o.o.,

ul. Lutomierska 50,95-200 Pabianice, Polen

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen

√ĖsterreichMepivacain Accord 10 mg/ml, 20 mg/ml Injektionsl√∂sung
BelgienMepivacaine HCl Accord 10 mg/ml, 20 mg/ml oplossing voor injectie / solution injectable/ Injektionslösung
DeutschlandMepivacainhydrochlorid Accord 10 mg/ml Injektionslösung Mepivacainhydrochlorid Accord 20 mg/ml Injektionslösung
DänemarkMepivacaine Accord
FrankreichMepivacaine Accord 10 mg/ml, 20 mg/ml solution injectable
ItalienMepivacaina Accord
SchwedenMepivacaine Accord
PolenMepivacaine Accord 10 mg/ml, 20 mg/ml
Vereinigtes KönigreichMepivacaine hydrochloride 10 mg/ml, 20 mg/ml solution for injection

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Januar 2020.

Die folgenden Informationen sind f√ľr medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Mepivacainhydrochlorid Accord 10 mg/ml Injektionslösung

Mepivacainhydrochlorid Accord 20 mg/ml Injektionslösung

Dosierung

Das Arzneimittel ist nur zur Anwendung zur Infiltrationsanästhesie, zur peripheren Nervenblockade sowie zur Kaudal- und Periduralanästhesie bestimmt.

Bei der Bestimmung der Dosis sind die Erfahrung des Arztes und die Kenntnis √ľber den klinischen Zustand des Patienten von gro√üer Bedeutung. Es sollte die geringste Dosis, die die gew√ľnschte Wirkung erzielt, angewendet werden.

Die Liste der empfohlenen Dosierungen gilt f√ľr Jugendliche √ľber 15 Jahren und Erwachsene von durchschnittlicher Gr√∂√üe zur einmaligen Anwendung (eine Dosis).

Mepivacainhydrochlorid Accord 10 mg/ml Injektionslösung

1 ml Mepivacainhydrochlorid Accord enthält 10 mg Mepivacainhydrochlorid.

Mepivacainhydrochlorid Accord 20 mg/ml Injektionslösung

1 ml Mepivacainhydrochlorid Accord enthält 20 mg Mepivacainhydrochlorid.

Konz. mg/mlVolumen mlDosis mgZeit zum Wirkeintritt MinutenDauer Stunden
Chirurgische Anästhesie
Lumbale2010-15200-300--
Periduralanästhesie*1010-20100-200--
Peridurale Thoraxanwendung10-205-1250-24010-201,5-2
Kaudalblockade10 2020-30 10-15200-300 200-30015-30 -1-1,5 -
Neuralblockaden (kleinerperiphererNerv undInfiltration)
- Infiltration101-20200--
- Digitale Blockade101-510-502-51,5-2
- Interkostalblockade (pro Segment) - Die maximale Anzahl an gleichzeitigen Nervenblockaden darf höchstens 10 betragen104< 400 (Kumulative Dosis jeder der Injektionen)3-51-2
- Peribulbäre Blockade205-7,5100-1503-51,5-2
- Pudendusblock (auf jeder Seite)107-1070-100--
- Retrobulbäre Blockade20360--
Große periphere Nervenblockade
- Parazervikalblockade (auf jeder Seite)*105-1050-1003-51-1,5
- Plexus-brachialis-203-560-100--
Blockade
- Axillär1025-35250-350--
- Supraklavikulär, interskalenär und subklavikulär- perivaskulär1030-40300-40015-301,5-2
- Ischiasnervblockade2015-20300-40015-302-3
- Femorale Blockade oder Blockade der Fascia iliaca1010-20100-200--

Die maximale empfohlene Dosis bei einmaliger Anwendung beträgt:

  • HNO-Bereich: 200 mg Mepivacainhydrochlorid (3 mg/kg K√∂rpergewicht),
  • Interkostalblockade: 300 mg Mepivacainhydrochlorid (4 mg/kg K√∂rpergewicht),
  • Periduralan√§sthesie und periphere Blockaden: 400 mg Mepivacainhydrochlorid (6 mg/kg K√∂rpergewicht),
  • Plexusan√§sthesie: 500 mg Mepivacainhydrochlorid (7 mg/kg K√∂rpergewicht).

Bei Patienten mit bestimmten Vorerkrankungen (Gef√§√üverschl√ľssen, Arteriosklerose oder Nervensch√§digung bei Diabetes) ist die Dosis um ein Drittel zu verringern.

Bei Patienten mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion können besonders bei wiederholter Anwendung erhöhte Plasmaspiegel des Wirkstoffs auftreten. In diesen Fällen wird ebenfalls ein niedrigerer Dosisbereich empfohlen

Kinder im Alter zwischen 1 Jahr und 15 Jahren

Bei Kindern ist die Dosis individuell unter Ber√ľcksichtigung von Alter und Gewicht zu berechnen. Als Maximaldosis gelten 5 mg Mepivacainhydrochlorid pro kg K√∂rpergewicht. Individuelle Abweichungen sind m√∂glich. Bei √ľbergewichtigen Kindern ist oft eine allm√§hliche Dosisreduktion n√∂tig; die Dosierung sollte auf dem idealen K√∂rpergewicht basieren. Aufgrund der verminderten Metabolisierung des Wirkstoffs in der Leber sollte Mepivacainhydrochlorid Accord nicht bei Neugeborenen angewendet werden.

Anwendungshinweise

Die Gesamtdosis sollte langsam oder fraktioniert in ansteigender Dosierung injiziert werden, wobei die Vitalfunktionen des Patienten w√§hrenddessen unter kontinuierlichem verbalem Kontakt engmaschig zu √ľberwachen sind. Bei Anwendung einer epiduralen Dosis wird eine vorherige Testdosis empfohlen. Eine versehentliche intravaskul√§re Injektion l√§sst sich durch die speziÔ¨Āsche Toxizit√§tssymptomatik erkennen. Eine versehentliche intrathekale Injektion l√§sst sich durch Anzeichen einer Spinalblockade erkennen. Beim Auftreten toxischer Symptome muss die Injektion sofort gestoppt werden.

Mepivacainhydrochlorid Accord wird zur gezielten Bet√§ubung einzelner Nerven (peridurale Nervenblockade) in den Raum um das R√ľckenmark injiziert.

Zur Bet√§ubung eines Gewebes wird Mepivacainhydrochlorid Accord in einen lokal begrenzten Bereich von Gewebe injiziert (InÔ¨Āltrationsan√§sthesie). Zur Bet√§ubung einzelner Nerven (periphere Nervenblockade), zur Schmerztherapie und Sympathikus-Blockade wird Mepivacainhydrochlorid Accord in Abh√§ngigkeit von den anatomischen Verh√§ltnissen nach gezielter Punktion lokal angewendet.

Mepivacainhydrochlorid Accord sollte nur von Personen mit entsprechenden Kenntnissen zur erfolgreichen Durchf√ľhrung des jeweiligen An√§sthesieverfahrens angewendet werden.

Grundsätzlich gilt, dass bei ununterbrochener Anwendung (Tropf) niedrig konzentrierte Lösungen verwendet werden.

Eine wiederholte Anwendung dieses Arzneimittels kann aufgrund einer raschen Toleranzentwicklung gegen√ľber dem Arzneimittel (Tachyphylaxie) zu Wirkungseinbu√üen f√ľhren.

Bei einem kleinen chirurgischen Eingriff ist ein kurzzeitiger wirkendes An√§sthetikum erw√ľnscht.

Zur Vermeidung von Nebenwirkungen sollten folgende Punkte beachtet werden:

Bei Risikopatienten und bei Anwendung hoher Dosen sollte ein intraven√∂ser Zugang f√ľr eine Infusion gelegt werden (Volumensubstitution).

  • In der Regel sollte kein Arzneimittel, das ein Verengen der Blutgef√§√üe verursacht, bei der Therapie verwendet werden.
  • Die korrekte Lagerung des Patienten sollte beachtet werden.
  • Blutdruck, Puls/EKG und Pupillenweite sollten kontrolliert werden.
  • Allgemeine und spezielle Kontraindikationen sowie Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln m√ľssen beachtet werden.
  • Es ist sicherzustellen, dass Ger√§te zur Wiederbelebung (z. B. zur Freihaltung der Atemwege und zur Sauerstoffzufuhr) sowie Notfallarzneimittel zur Behandlung toxischer Reaktionen sofort verf√ľgbar sind.
  • Eine Lipidemulsion sollte im Fall einer Intoxikation mit klinischen Symptomen von Neurotoxizit√§t und Kardiotoxizit√§t zur Anwendung verf√ľgbar sein.

Mit Vorsicht anzuwenden:

  • Bei Patienten, die eine Behandlung einer Blutverd√ľnnung mit niedermolekularem Heparin erhalten.
  • Beim Injizieren in einen entz√ľndeten (infizierten) Bereich (erh√∂hte Absorption, die mit verminderter Wirkung einhergeht).
  • Bei retrobulb√§ren und peribulb√§ren Injektionen.
  • Bei Periduralan√§sthesie (Injizieren eines An√§sthetikums um den Wirbelkanal, um Bet√§ubung zu erzielen), da niedriger Blutdruck und verlangsamte Herzfrequenz auftreten k√∂nnen.
  • Bei √§lteren Patienten (pl√∂tzliche arterielle Hypotonie ist eine der m√∂glichen Komplikationen von Periduralan√§sthesie).
  • Bei Patienten mit geschw√§chtem Allgemeinzustand.
  • Patienten mit teilweisem oder komplettem Herzblock.
  • Bei Patienten, die bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Fieber und Schmerzen (nicht steroidale Entz√ľndungshemmer) oder Mittel zur Erh√∂hung des Blutvolumens (Plasmaersatz) erhalten.
  • Bei Patienten, die in einem Gelenk Dauerinfusionen von Lokalan√§sthetika nach der Operation erhalten hatten, wurde ein Verlust von Knorpelgewebe berichtet. Bei der Mehrzahl der berichteten F√§lle war das Schultergelenk davon betroffen.
  • Die Anwendung im Kopf- und Halsbereich ist gef√§hrlicher, da das Risiko f√ľr Symptome einer Intoxikation des Zentralnervensystems erh√∂ht ist.

Art der Anwendung

Die Art der Anwendung von Mepivacain variiert je nach dem Verfahren der Infiltrationsanästhesie, Perineuralanästhesie und Periduralanästhesie.

Handhabung

Nur klare Lösungen verwenden, die praktisch frei von Partikeln sind.

Die Injektionslösung ist nur zur einmaligen Entnahme und Anwendung vorgesehen und die Anwendung muss sofort nach Anbruch der Ampulle oder Durchstechflasche erfolgen. Nicht verwendete Lösung ist zu entsorgen.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Ampulle bzw. der Durchstechflasche oder dem Karton angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Informationen zur Aufbewahrung

Nicht einfrieren.

Sofort nach Anbruch anwenden.

Haltbarkeit

2 Jahre.

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Wirkstoff(e) Mepivacain
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Accord Healthcare B.V.
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 29.08.2016
ATC Code N01BB03
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Lokalanästhetika

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden