Stesolid Rectal Tube 5mg

ATC Code
N05BA01
Medikamio Hero Image

Allgemein

Zulassungsland
Hersteller Actavis Deutschland GmbH & Co. KG
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Anatomische Gruppe Nervensystem
Therapeutische Gruppe Psycholeptika
Pharmakologische Gruppe Anxiolytika
Chemische Gruppe Benzodiazepin-derivate
Wirkstoff Diazepam

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Alle Informationen

Autor

Actavis Deutschland GmbH & Co. KG

Was ist es und wofür wird es verwendet?

WAS IST STESOLID RECTAL TUBE UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?
Stesolid Rectal Tube ist ein Arzneimittel gegen Angst- und Spannungszustände aus der Gruppe der Benzodiazepine.
Stesolid Rectal Tube wird angewendet
zur Beruhigung und Vorbereitung (Prämedikation) vor chirurgischen und diagnostischen Eingriffen bzw. danach (postoperative Medikation).
zur Sofortbehandlung (akute klinische Intervention) bei akuten Angst-, Spannungs- und Erregungszuständen.
Hinweis:
Nicht alle Spannungs-, Erregungs-, und Angstzustände bedürfen einer medikamentösen Therapie. Oftmals sind sie Ausdruck körperlicher oder seelischer Erkrankungen und können durch andere Maßnahmen oder durch eine Therapie der Grundkrankheit beeinflusst werden.
Stesolid Rectal Tube wird außerdem angewendet
zur Behandlung des Status epilepticus.
zur Behandlung von Zuständen mit erhöhter Muskelspannung (Zustände mit erhöhtem Muskeltonus).
bei Wundstarrkrampf (Tetanus) sowie Fieberkrämpfen.

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Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Stesolid Rectal Tube darf nicht angewendet werden,
wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Diazepam oder andere Benzodiazepine oder einen der sonstigen Bestandteile von Stesolid Rectal Tube sind,
bei Abhängigkeitserkrankung in der Vorgeschichte (Alkohol, Medikamente, Drogen),
bei bestimmten Formen schwerer, krankhafter Muskelschwäche (Myasthenia gravis).
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Stesolid Rectal Tube ist erforderlich,
bei akuter Vergiftung mit Alkohol, Schlaf- und Schmerzmitteln sowie Präparaten zur Behandlung geistig-seelischer Störungen (Neuroleptika, Antidepressiva und Lithium),
bei Störungen des geordneten Zusammenwirkens von Muskelgruppen (spinale und zerebellare Ataxien),
bei schweren Leberschäden, z. B. Gelbsucht mit Gallenstauung (cholestatischer Ikterus),
bei Atemfunktionsstörungen im Schlaf (Schlafapnoe-Syndromen),
bei schwerer chronischer Atemschwäche im Stadium akuter Verschlechterung (chronische Bronchitis, Bronchialasthma).
Hinweis
Patienten im Schock dürfen nur mit Stesolid Rectal Tube behandelt werden, wenn gleichzeitig Maßnahmen zum Ausgleich des Volumenmangels ergriffen worden sind.
Stesolid Rectal Tube besitzt eine suchtfördernde Eigenschaft (primäres Abhängigkeitspotenzial). Bereits bei täglicher Anwendung über wenige Wochen ist die Gefahr einer Abhängigkeitsentwicklung gegeben. Dies gilt nicht nur für den missbräuchlichen Gebrauch besonders hoher Dosen, sondern auch für den therapeutischen Dosisbereich.
Bei längerer Anwendung werden Kontrollen des Blutbildes und der Leberfunktion empfohlen.
Kinder
Neugeborene und Säuglinge bis zum Alter von 6 Monaten sind von der Behandlung mit Stesolid Rectal Tube auszuschließen. Ausnahmen sind möglich für Behandlungen aus zwingendem Grund bei Anwendung unter Krankenhausbedingungen.
Eine Behandlung von Kindern und Jugendlichen unter 14 Jahren mit Stesolid Rectal Tube sollte nur bei zwingender Indikation erfolgen.
Ältere oder geschwächte Patienten
Bei älteren oder geschwächten Patienten sowie Patienten mit hirnorganischen Veränderungen, Kreislauf- und Atmungsschwäche (chronisch obstruktive Ateminsuffizienz) sowie eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion ist Vorsicht geboten (Dosierungsanleitung beachten!).
Weitere Hinweise
Eine ununterbrochene, länger als 4 Wochen dauernde Anwendung sollte vermieden werden, da sie zur Abhängigkeit führen kann. Bei einer Anwendung ohne ärztliche Anweisung verringert sich die Chance, Ihnen mit diesem Arzneimittel zu helfen.
Spätestens nach vierwöchiger Anwendung soll der Arzt entscheiden, ob die Behandlung weitergeführt werden muss.
Erhöhen Sie auf keinen Fall die vom Arzt vorgeschriebene Dosis, auch dann nicht, wenn die Wirkung nachlässt. Durch eigenmächtige Dosissteigerung wird die gezielte Behandlung erschwert.
Beim Absetzen nach längerem Gebrauch können, oft mit Verzögerungen von einigen Tagen, Unruhe, Angstzustände und Schlaflosigkeit auftreten. Die Absetzerscheinungen verschwinden im Allgemeinen nach 2 bis 3 Wochen.
Wenn Sie derzeit oder früher einmal abhängig von Alkohol, Arzneimitteln oder Drogen sind bzw. waren, dürfen Sie Benzodiazepine nicht anwenden, ausgenommen seltene, nur vom Arzt zu beurteilende Situationen. Machen Sie Ihren Arzt auf diesen Umstand aufmerksam.
Nehmen Sie Benzodiazepin enthaltende Arzneimittel nie ein, weil sie anderen so gut geholfen haben.
Bei Anwendung von Stesolid Rectal Tube mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Bei gleichzeitiger Anwendung anderer auf das Nervensystem einwirkender Arzneimittel (z. B. Psychopharmaka [Präparate zur Behandlung geistig-seelischer Störungen], Schlafmittel, teils auch Schmerzmittel, Narkosemittel oder auch Antihistaminika [Arzneimittel z. B. zur Behandlung von Allergien oder Erkältungen]) kann es zu gegenseitiger Verstärkung der Wirkungen kommen.
Die Wirkung von Arzneimitteln, die die Muskelspannung herabsetzen (Muskelrelaxanzien), kann verstärkt werden.
Bei gleichzeitiger Einnahme von Cimetidin oder Omeprazol (Arzneimittel zur Behandlung von z. B. Magengeschwüren) oder Disulfiram (Arzneimittel zur Alkoholentzugsbehandlung) kann die Wirkung von Stesolid Rectal Tube verstärkt und verlängert werden.
Bei Rauchern kann die Ausscheidung von Stesolid Rectal Tube beschleunigt werden.
Theophyllin (Arzneimittel zur Behandlung von z. B. Asthma) hebt in niedriger Dosierung die durch Stesolid Rectal Tube bewirkte Beruhigung auf.
Stesolid Rectal Tube kann die Wirkung von Levodopa (Arzneimittel zur Behandlung der Schüttellähmung [Parkinson'sche Krankheit]) hemmen.
In seltenen Fällen kann durch Stesolid Rectal Tube der Stoffwechselabbau (Metabolismus) von Phenytoin (Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsien) gehemmt und dessen Wirkung verstärkt werden. Phenobarbital und Phenytoin (Arzneimittel zur Behandlung von Anfallsleiden) können den Stoffwechselabbau von Stesolid Rectal Tube beschleunigen.
Bei Patienten, die unter Dauerbehandlung mit anderen Arzneimitteln stehen, wie z. B. zentral wirksame Antihypertonika (auf das Nervensystem wirkende Mittel gegen zu hohen Blutdruck), Beta-Rezeptorenblocker (auf das Herz wirkende Mittel gegen zu hohen Blutdruck), Antikoagulanzien (blutgerinnungshemmende Mittel) und herzwirksame Glykoside (Mittel zur Stärkung der Herzkraft) sind Art und Umfang von Wechselwirkungen nicht vorhersehbar. Daher ist bei gleichzeitiger Anwendung des Präparates, insbesondere zu Beginn der Behandlung, besondere Vorsicht geboten.
Der behandelnde Arzt sollte daher vor der Verabreichung von Stesolid Rectal Tube klären, ob entsprechende Dauerbehandlungen bestehen.
Aufgrund langsamer Ausscheidung von Stesolid Rectal Tube aus dem Körper (Elimination) müssen Sie auch nach Beenden der Stesolid Rectal Tube-Behandlung noch mit möglichen Wechselwirkungen rechnen.
Schwangerschaft
In der Schwangerschaft sollten Sie Stesolid Rectal Tube nur in Ausnahmefällen aus zwingenden Gründen anwenden. Wenn Sie während der Behandlung mit Stesolid Rectal Tube schwanger werden oder vermuten, dass Sie schwanger sind, teilen Sie dies bitte umgehend Ihrem Arzt mit.
Eine längerfristige Anwendung von Stesolid Rectal Tube in der Schwangerschaft kann zu Entzugserscheinungen beim Neugeborenen führen. Die Verabreichung größerer Dosen vor oder unter der Geburt kann beim Säugling eine erniedrigte Körpertemperatur, Atemdämpfung, herabgesetzte Muskelspannung und Trinkschwäche (sog. Floppy Infant Syndrom) hervorrufen.
Stillzeit
Während der Stillzeit sollten Sie Stesolid Rectal Tube nicht anwenden, da Diazepam, der Wirkstoff in Stesolid Rectal Tube, und seine Stoffwechselprodukte in die Muttermilch übergehen. Ist die Behandlung unausweichlich, sollte abgestillt werden.
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.
Während der Behandlung mit Stesolid Rectal Tube sowie 24 Stunden nach der letzten Verabreichung dürfen keine Kraftfahrzeuge gesteuert oder Tätigkeiten ausgeführt werden, mit denen der Patient sich oder andere Menschen gefährden könnte. Wurde Stesolid Rectal Tube zu diagnostischen Zwecken eingesetzt, sollte sich der Patient nur in Begleitung nach Hause begeben.
Die Einnahme von Alkohol führt bei gleichzeitiger Anwendung mit Stesolid Rectal Tube selbst 10 Stunden nach der letzten Dosis noch zu einer stärkeren Beeinträchtigung der Bewegungsabläufe (motorische Funktionen) und des geübten Verhaltens. Dadurch können beträchtliche Risiken für Arbeits- und Verkehrsunfälle entstehen.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Stesolid Rectal Tube
Dieses Arzneimittel enthält 12 Vol.-% Alkohol (Ethanol).
Bei gegen Propylenglykol empfindlichen Patienten kann es zu Unverträglichkeitserscheinungen kommen.
Selten können Überempfindlichkeitsreaktionen durch Benzylalkohol auftreten.
Benzoesäure und Natriumbenzoat können Überempfindlichkeitsreaktionen, auch Spätreaktionen, hervorrufen.

Wie wird es angewendet?

WIE IST STESOLID RECTAL TUBE ANZUWENDEN?
Wenden Sie Stesolid Rectal Tube immer genau nach der Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Die Dosierung richtet sich nach der individuellen Reaktionslage, Alter und Gewicht des Patienten sowie Art und Schwere des Krankheitsbildes. Hierbei gilt der Grundsatz, die Dosis so gering und die Behandlungsdauer so kurz wie möglich zu halten.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis
Die rektale Verabreichung eignet sich in allen Fällen, in denen eine i.v.-Verabreichung oder orale Anwendung schwierig oder nicht angezeigt ist.
Behandlung von akuten Angst-, Spannungs- und Erregungstzuständen, Fieberkrämpfen und Wundstarrkrampf (Tetanus)
Erwachsene erhalten 1 Klistier Stesolid Rectal Tube 5 mg oder 1 Klistier Stesolid Rectal Tube 10 mg (entsprechend 5 – 10 mg Diazepam).
Wenn bei dieser Dosierung die gewünschten Wirkungen nicht erzielt werden können, kann die Dosis nach 3 – 4 Stunden wiederholt werden.
Kinder ab 3 Jahren (ab 15 kg Körpergewicht) erhalten 2 Klistiere Stesolid Rectal Tube 5 mg oder 1 Klistier Stesolid Rectal Tube 10 mg (entsprechend 10 mg Diazepam).
Kinder bis 3 Jahre (10 – 15 kg Körpergewicht) erhalten 1 Klistier Stesolid Rectal Tube 5 mg (entsprechend 5 mg Diazepam).
Wenn bei diesen Dosierungen die gewünschten Wirkungen nicht erzielt werden können, kann die Dosis nach 12 Stunden wiederholt werden bis maximal 4 Dosen.
Zur Beruhigung und Operationsvorbereitung in Anästhesiologie und Chirurgie bzw. danach (Prämedikation / postoperative Medikation):
Am Vorabend der Operation:
Erwachsene erhalten 1 – 2 Klistiere Stesolid Rectal Tube 10 mg (entsprechend 10 – 20 mg Diazepam).
1 Stunde vor Narkosebeginn:
Erwachsene erhalten 1 Klistier Stesolid Rectal Tube 5 mg oder 1 Klistier Stesolid Rectal Tube 10 mg (entsprechend 5 – 10 mg Diazepam).
Nach der Operation:
Erwachsene erhalten 1 Klistier Stesolid Rectal Tube 5 mg oder 1 Klistier Stesolid Rectal Tube 10 mg (entsprechend 5 – 10 mg Diazepam), ggf. ist Wiederholung möglich.
Behandlung des Status epilepticus
Erwachsene erhalten 1 Klistier Stesolid Rectal Tube 5 mg oder 1 Klistier Stesolid Rectal Tube 10 mg (entsprechend 5 – 10 mg Diazepam).
Falls erforderlich, ist eine Wiederholung nach 10 – 15 Minuten bis maximal 6 Klistiere Stesolid Rectal Tube 5 mg oder 3 Klistiere Stesolid Rectal Tube 10 mg (entsprechend 30 mg Diazepam) möglich.
Kinder ab 3 Jahren (ab 15 kg Körpergewicht) erhalten 2 Klistiere Stesolid Rectal Tube 5 mg oder 1 Klistier Stesolid Rectal Tube 10 mg (entsprechend 10 mg Diazepam).
Kinder bis 3 Jahre (10 – 15 kg Körpergewicht) erhalten 1 Klistier Stesolid Rectal Tube 5 mg (entsprechend 5 mg Diazepam).
Falls erforderlich, ist die jeweilige Einzeldosis zu wiederholen. Die maximale Wirkung tritt nach 11 – 23 Minuten ein.
Entsprechend dem klinischen Verlauf kann die Behandlung nach 2 – 4 Stunden wiederholt werden.
Behandlung von Zuständen mit erhöhter Muskelspannung
Wenden Sie zu Beginn der Behandlung 1 – 2 Klistiere Stesolid Rectal Tube 10 mg (entsprechend 10 – 20 mg Diazepam) pro Tag an.
Zur Fortsetzung der Behandlung, sofern die orale Weiterbehandlung nicht in Betracht kommt, genügt 1 Klistier Stesolid Rectal Tube 5 mg oder 1 Klistier Stesolid Rectal Tube 10 mg (entsprechend 5 – 10 mg Diazepam) pro Tag.
Besondere Dosierungshinweise
Ältere oder geschwächte Patienten sowie Patienten mit hirnorganischen Veränderungen, Kreislauf- und Atmungsschwäche sowie gestörter Leber-oder Nierenfunktion erhalten in der Regel die Hälfte der oben angegebenen Tagesdosierungen für Erwachsene, d. h. maximal 1 Klistier Stesolid Rectal Tube 5 mg (entsprechend 5 mg Diazepam).
Art der Anwendung
Die Lösung wird rektal verabreicht.
1. Verschlusskappe durch vorsichtiges zwei- bis dreimaliges Drehen entfernen.
2. Den Patienten auf dem Bauch oder seitlich, mit einem Kissen unter den Hüften, lagern. Kleine Kinder können über den Knien liegen.
3. Führen Sie die Nase der Tube in den After ein. Bei Kindern bis zu 3 Jahren nur bis zur ersten Markierung einführen.
Dauer der Anwendung
Über die Dauer der Anwendung entscheidet der Arzt je nach Art und Schwere des Krankheitsbildes.
Stesolid Rectal Tube eignet sich vor allem zur akuten klinischen Intervention, weniger zur chronischen Anwendung. In der Regel wird die Anwendung bei akuten Krankheitsbildern auf Einzelgaben oder auf wenige Tage beschränkt.
Bei längerer Anwendungsdauer (länger als eine Woche) sollte beim Absetzen von Stesolid Rectal Tube die Dosis schrittweise verringert werden. Hierbei müssen Sie mit dem Auftreten möglicher Absetzphänomene rechnen (siehe Nebenwirkungen).
Zur Vorbereitung von chirurgischen oder diagnostischen Eingriffen sowie zur Behandlung von Zuständen mit erhöhter Muskelspannung wird das Arzneimittel im Allgemeinen kurzfristiger angewendet.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Stesolid Rectal Tube zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge Stesolid Rectal Tube angewendet haben als Sie sollten
Im Falle einer Überdosierung ist der Arzt um Rat zu fragen. Bei jeder Beurteilung einer Vergiftung sollte an das Vorliegen einer Mehrfach-Vergiftung durch mögliche Einnahme/Anwendung mehrerer Arzneimittel gedacht werden.
Die Symptome einer Überdosierung treten verstärkt unter dem Einfluss von Alkohol und anderen auf das Gehirn dämpfend wirkenden Mitteln auf.
Symptome einer Überdosierung und erforderliche Maßnahmen
Symptome leichter Überdosierung können z. B. Verwirrtheit, Schläfrigkeit (Somnolenz), Gang- und Bewegungsstörungen (Ataxie), undeutliches Sprechen (Dysarthrie), Blutdruckabfall, Muskelschwäche sein. Treten solche Krankheitszeichen in Erscheinung, ist umgehend ein Arzt zu informieren, der über den Schweregrad und die gegebenenfalls erforderlichen weiteren Maßnahmen entscheidet.
In Fällen hochgradiger Vergiftung kann es zu einer zentralen Verminderung der Herz-Kreislauf- und Atemfunktionen (blau-rote Färbung von Haut und Schleimhaut [Zyanose], Bewusstlosigkeit bis hin zum Atemstillstand, Herzstillstand) kommen. In solchen Fällen ist eine Intensivüberwachung notwendig!
Für die Aufhebung der zentraldämpfenden Wirkungen von Benzodiazepinen ist Flumazenil angezeigt. Es wird u.a. bei folgendem Anwendungsgebiet verwendet: ?Aufhebung der durch Benzodiazepine herbeigeführten Sedation im Rahmen therapeutischer Maßnahmen bei stationären Patienten."
In der Abklingphase können hochgradige Erregungszustände vorkommen.
Wenn Sie die Anwendung von Stesolid Rectal Tube vergessen haben
Wenden Sie zum nächsten vorgesehenen Zeitpunkt die verordnete Dosis an, jedoch keinesfalls die doppelte Menge.
Wenn Sie die Anwendung von Stesolid Rectal Tube abbrechen
Sollten Sie die Behandlung unterbrechen wollen, besprechen Sie dies vorher mit Ihrem Arzt. Beenden Sie nicht eigenmächtig ohne ärztliche Beratung die medikamentöse Behandlung. Sie können damit den Therapieerfolg gefährden.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Anwendung von Stesolid Rectal Tube zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Während der Behandlung mit Stesolid Rectal Tube sollten Sie Alkohol meiden, da durch Alkohol die Wirkung von Stesolid Rectal Tube in nicht vorhersehbarer Weise verändert und verstärkt wird.
WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?
Wie alle Arzneimittel kann Stesolid Rectal Tube Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zu Grunde gelegt:

Sehr häufig:mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig:1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich:1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten:1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr selten:weniger als 1 Behandelter von 10.000
Nicht bekannt:Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Mögliche Nebenwirkungen
Herzerkrankungen
Selten: Blutdruckabfall, Verlangsamung des Herzschlages (Bradykardie).
Erkrankungen des Nervensystems
Häufig: Unerwünscht starke Beruhigung und Müdigkeit (Schläfrigkeit, Mattigkeit, Benommenheit, verlängerte Reaktionszeit) Schwindelgefühl, Kopfschmerzen, Gang- und Bewegungsstörungen (Ataxie), Verwirrtheit, zeitlich begrenzte Gedächtnislücken (anterograde Amnesie).
Am Morgen nach der abendlichen Verabreichung können Überhangseffekte (Konzentrationsstörung, Restmüdigkeit) die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen.
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
Selten: Stimmritzenkrampf.
Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts
Selten: Übelkeit, Erbrechen, Oberbauchbeschwerden, Verstopfung, Durchfall, Appetitzunahme, Mundtrockenheit
Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Selten: Harnverhaltung.
Sklelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Häufig: Wegen der ausgeprägten muskelerschlaffenden Wirkung von Stesolid Rectal Tube ist insbesondere bei älteren Patienten Vorsicht (Sturzgefahr) geboten.
Erkrankungen des Immunsystems
Selten: Allergische Hautveränderungen (wie z. B. Juckreiz, Hautrötung, Hautausschlag) sowie Atmungsdämpfung.
Die atemdämpfende Wirkung kann bei bestehender Atemnot durch verengte Atemwege (Atemwegsobstruktion) und bei Patienten mit Hirnschädigungen verstärkt in Erscheinung treten. Dies ist besonders bei gleichzeitiger Anwendung mit anderen auf das Gehirn wirkenden Medikamenten zu beachten.
Leber- und Gallenerkrankungen
Selten: Gelbsucht.
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
Selten: Abnahme des geschlechtlichen Bedürfnisses, bei Frauen Störungen der Regelblutung.
Psychiatrische Erkrankungen
Selten: Niedergeschlagenheit. Bei Patienten mit vorbestehender depressiver Erkrankung können depressive Verstimmungen verstärkt werden.
Weitere Hinweise
Nebenwirkungen bilden sich im Allgemeinen nach Dosisverminderung zurück und lassen sich in der Regel durch sorgfältige individuelle Einstellung der Tagesdosen vermeiden.
In hoher Dosierung und bei längerer Anwendung von Stesolid Rectal Tube können vorübergehende Störungen wie verlangsamtes oder undeutliches Sprechen (Artikulationsstörungen), Sehstörungen (Doppelbilder, verschwommenes Sehen, Augenzittern), Bewegungs- und Gangunsicherheit auftreten.
Weiterhin besteht die Möglichkeit, dass Sinnesstörungen (Halluzinationen) auftreten oder eine Wirkungsumkehr (?paradoxe Reaktionen"), wie z. B. akute Erregungszustände, Angst, Suizidalität (Selbstmordneigung), Schlafstörungen, Wutanfälle oder vermehrte Muskelkrämpfe, eintreten.
Bei längerer oder wiederholter Anwendung von Stesolid Rectal Tube kann es zur Abnahme der Wirkung (Toleranzentwicklung) kommen.
Durch plötzliches Absetzen des Arzneimittels nach längerer täglicher Anwendung können nach ca. 2 – 4 Tagen Schlaflosigkeit und vermehrtes Träumen auftreten. Angst, Spannungszustände sowie Erregung und innere Unruhe können sich verstärkt wieder einstellen. Das Erscheinungsbild kann sich in Zittern und Schwitzen äußern und sich bis zu bedrohlichen körperlichen (z. B. Krampfanfälle) und seelischen Reaktionen wie symptomatischen Psychosen (z. B. Entzugsdelir) steigern (siehe auch Gegenmaßnahmen bei Nebenwirkungen).
Stesolid Rectal Tube besitzt ein primäres Abhängigkeitspotenzial. Bereits bei täglicher Anwendung über wenige Wochen ist die Gefahr einer Abhängigkeitsentwicklung gegeben. Dies gilt nicht nur für den missbräuchlichen Gebrauch besonders hoher Dosen, sondern auch für den therapeutischen Dosisbereich.
Gegenmaßnahmen bei Nebenwirkungen
Sollten Sie welche der oben genannten Nebenwirkungen bei sich beobachten, benachrichtigen Sie Ihren Arzt, damit er über den Schweregrad und die gegebenenfalls erforderlichen weiteren Maßnahmen entscheiden kann. Nebenwirkungen bilden sich im Allgemeinen nach Verringerung der Dosis zurück und lassen sich in der Regel durch sorgfältige und individuelle Einstellung der Tagesdosen vermeiden.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn einer der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

WIE IST STESOLID RECTAL TUBE AUFZUBEWAHREN?
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf jeder Tube sowie auf der Faltschachtel nach ?Verwendbar bis? angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Aufbewahrungsbedingungen
Nicht über 25 °C lagern.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch oder Zubereitung
Nach Öffnen des Behältnisses ist die Rectal Tube sofort zu verbrauchen.
Wann ist Stesolid Rectal Tube auch vor Ablauf des Verfallsdatums nicht mehr verwendbar?
Stesolid Rectal Tube sollte nicht mehr angewendet werden, wenn

  • die Flüssigkeit eine Trübung aufweist,
  • die Rectal Tube beschädigt ist,
  • sich zu wenig Flüssigkeit in der Tube befindet.

Ist die Aluminiumfolie geöffnet, reduziert sich die Haltbarkeit und die Rectal Tube ist nur noch 1 Jahr verwendbar.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Weitere Informationen

Was Stesolid Rectal Tube enthält
Der Wirkstoff ist Diazepam. 2,5 ml Rektallösung (1 Mikroklistier) enthalten 5 mg Diazepam.
Sonstiger wirksamer Bestandteil: 1 g Propylenglycol als Lösungsmittel.
Sonstige Bestandteile: 2,5 mg Benzoesäure (E 210), 12 Vol.-% Ethanol, Propylenglycol, Natriumbenzoat (E 211), 37,5 mg Benzylalkohol als Konservierungsmittel, gereinigtes Wasser.
Wie Stesolid Rectal Tube aussieht und Inhalt der Packung
Klare, farblose bis gelbliche Flüssigkeit in einem gelben Polyethylen-Mikroklistier, einzeln in Aluminiumbeutel verpackt.
Packungsgrößen: 5 Rectal Tuben zu je 2,5 ml Rektallösung (N1) in einer Faltschachtel.
Pharmazeutischer Unternehmer
Actavis Deutschland GmbH & Co. KG
Elisabeth-Selbert-Straße 1
40764 Langenfeld
Telefon: 02173 / 1674 – 0
Telefax: 02173 / 1674 – 240
Hersteller
Inpac AS
Gjellebekkstubben 10
3420 Lierskogen
Norwegen
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im August 2008.
Dieses Arzneimittel enthält ein ?Benzodiazepin".
Benzodiazepine sind Arzneimittel zur Behandlung bestimmter Krankheitszustände, die mit Unruhe- und Angstzuständen, innerer Spannung oder Schlaflosigkeit einhergehen. Bei Verwendung von Benzodiazepinen besteht die Gefahr der Ausbildung oder Förderung einer Abhängigkeit. Um diese Gefahr so klein wie möglich zu halten, wird Ihnen geraten, die folgenden Hinweise genau zu beachten:
1. Benzodiazepine sind allein zur Behandlung krankhafter Zustände geschaffen worden und dürfen nur auf ärztliche Anweisung angewendet werden.
2. Spätestens nach vierwöchiger Anwendung soll der Arzt entscheiden, ob eine Behandlung weitergeführt werden muss. Eine ununterbrochene, längerfristige Anwendung sollte vermieden werden, da sie zur Abhängigkeit führen kann. Bei einer Anwendung ohne ärztliche Anweisung verringert sich die Chance, Ihnen mit diesen Arzneimitteln zu helfen.
3. Erhöhen Sie auf keinen Fall die vom Arzt vorgeschriebene Dosis, auch dann nicht, wenn die Wirkung nachlässt. Durch eigenmächtige Dosissteigerung wird die gezielte Behandlung erschwert.
4. Bei Absetzen nach längerem Gebrauch können – oft mit Verzögerungen von einigen Tagen – Unruhe, Angstzustände und Schlaflosigkeit auftreten. Diese Absetzerscheinungen verschwinden im Allgemeinen nach 2 bis 3 Wochen.
5. Wenn Sie derzeit oder früher einmal abhängig von Alkohol, Arzneimitteln oder Drogen sind bzw. waren, dürfen Sie Benzodiazepine nicht anwenden; seltene, nur vom Arzt zu beurteilende Situationen ausgenommen. Machen Sie Ihren Arzt auf diesem Umstand aufmerksam.
6. Nehmen Sie Benzodiazepine enthaltende Arzneimittel nie ein, weil sie ?anderen so gut geholfen haben" und geben Sie diese Arzneimittel nie an andere weiter.

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Packungsbeilage des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können für die Korrektheit der Daten keine Haftung übernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. Für Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden

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