Sulpirid STADA 50 mg Tabletten

Abbildung Sulpirid STADA 50 mg Tabletten
Wirkstoff(e) Sulpirid
Zulassungsland Deutschland
Hersteller STADAPHARM
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 02.05.1996
ATC Code N05AL01
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Antipsychotika

Zulassungsinhaber

STADAPHARM

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Sulpirid-ratiopharm 50 mg Tabletten Sulpirid Ratiopharm GmbH
Sulpirid HEXAL 50 mg Kapseln Sulpirid Hexal Aktiengesellschaft
vertigo-neogama forte 200 Sulpirid Hormosan Pharma Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Sulpirid-neuraxpharm 100 mg Sulpirid neuraxpharm Arzneimittel GmbH
Vertigo-Meresa Sulpirid Riemser Pharma GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Sulpirid STADA¬ģ ist ein Mittel zur Behandlung bestimmter psychischer Erkran- kungen (Schizophrenie, depressive Erkrankung) und bei bestimmten Schwin- delzust√§nden.

wird angewendet bei

  • akuten und chronischen Schizophrenien im Erwachsenen- und Kindesalter
  • depressiven Erkrankungen, wenn die Behandlung mit einem anderen Anti- depressivum erfolglos war
  • peripher-labyrintherem Schwindelzustand, z.B. Morbus Meni√®re, peripherer Lage-, Dreh- und Schwankschwindel.

Bei älteren Menschen mit Demenz-Erkrankungen, die mit Antipsychotika be- handelt wurden, wurde ein geringer Anstieg in der Anzahl der Todesfälle im Vergleich mit denjenigen, die keine Antipsychotika einnahmen, berichtet.

Seien Sie auch besonders vorsichtig,

  • wenn Sie ein erh√∂htes Schlaganfall-Risiko oder eine vor√ľbergehende Ver- ringerung der Blutversorgung des Gehirns haben
  • wenn Sie oder ein Verwandter schon einmal ven√∂se Thrombosen (Blutge- rinnsel) hatten, denn derartige Arzneimittel werden mit dem Auftreten von Blutgerinnseln in Verbindung gebracht.

Kinder und Jugendliche

nicht angewendet werden.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden bzw. vor kurzem angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Sulpirid STADA¬ģ verst√§rkt die beruhigende Wirkung anderer zentrald√§mpfen- der Arzneimittel (z.B. Psychopharmaka [Pr√§parate zur Behandlung geistig- seelischer St√∂rungen], Schlafmittel, teils auch Schmerzmittel, Narkosemittel oder auch Antihistaminika [Arzneimittel z.B. zur Behandlung von Allergien o- der Erk√§ltungen]).

Sulpirid STADA¬ģ kann in Verbindung mit Arzneimitteln, die stimulierend auf das Zentralnervensystem wirken (z.B. Appetitz√ľgler, Asthmamittel), ver- st√§rkte Unruhe, Nervosit√§t, Angst und Erregung bewirken.

Sulpirid STADA¬ģ kann die Wirkung von blutdrucksenkenden Arzneimitteln abschw√§chen oder zu krisenhaftem Blutdruckanstieg f√ľhren.

Die Kombination mit folgenden Arzneimitteln, die am Herzen die Erregungslei- tung beeinflussen und zu schwerwiegenden Herzrhythmusst√∂rungen (Torsade de pointes) f√ľhren k√∂nnen, wird nicht empfohlen:

  • Arzneimittel, die die Herzschlagfolge verlangsamen k√∂nnen wie Betablo- cker, bestimmte Calciumkanalblocker (Diltiazem und Verapamil), Cloni- din, Guanfacin und Digitalisglykoside
  • Arzneimittel, die den Kaliumspiegel im Blut erniedrigen k√∂nnen, wie Diureti- ka, Abf√ľhrmittel, intraven√∂se Gabe von Amphotericin B, Glukokortikoi- de, Tetracosactide. Eine Hypokali√§mie muss behandelt werden
  • Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusst√∂rungen der Klasse Ia (Chinidin, Disopyramid) und der Klasse III (Amiodaron, Sotalol)
  • weitere Arzneimittel wie Pimozid, Sultoprid, Haloperidol, tricyclische An- tidepressiva, Lithium, Bepridil, Cisaprid, Thioridazin, intraven√∂se Gabe von: Erythromycin bzw. Vincamin, Halofantrin, Pentamidin oder Spar- floxacin.

Bei Einnahme von Sulpirid STADA¬ģ zusammen mit Nahrungsmitteln und Getr√§nken

W√§hrend der Behandlung mit Sulpirid STADA¬ģ sollten Sie Alkohol meiden, da durch Alkohol die Wirkung von Sulpirid in nicht vorhersehbarer Weise ver√§ndert und verst√§rkt wird.

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Sulpirid STADA¬ģ d√ľrfen Sie in der Schwangerschaft nicht einnehmen, da keine Erfahrungen am Menschen vorliegen und das Arzneimittel im Tierversuch nur unzureichend gepr√ľft wurde.

Der Eintritt einer Schwangerschaft sollte durch geeignete schwangerschafts- verh√ľtende Ma√ünahmen vermieden werden.

Bei neugeborenen Babys von M√ľttern, die Sulpirid im letzten Trimenon (letzte drei Monate der Schwangerschaft) einnahmen, k√∂nnen folgende Symptome auftreten: Zittern, Muskelsteifheit und/oder -schw√§che, Schl√§frigkeit, Ruhelosig- keit, Atembeschwerden und Schwierigkeiten beim Stillen. Wenn Ihr Baby eines dieser Symptome entwickelt, sollten Sie Ihren Arzt kontaktieren.

Stillzeit

Sulpirid STADA¬ģ d√ľrfen Sie in der Stillzeit nicht einnehmen, da der enthaltene Wirkstoff in die Muttermilch ausgeschieden wird und im S√§ugling unerw√ľnschte Wirkungen hervorrufen kann.

Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reak- tionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.

Daher sollten Sie das F√ľhren von Fahrzeugen, die Bedienung von Maschinen oder sonstige gefahrvolle T√§tigkeiten ganz, zumindest jedoch w√§hrend der ers- ten Tage der Behandlung unterlassen. Die Entscheidung in jedem Einzelfall trifft der behandelnde Arzt unter Ber√ľcksichtigung der individuellen Reaktion und der jeweiligen Dosierung.

Wichtige Warnhinweise √ľber bestimmte Bestandteile von Sulpirid STADA¬ģ

Dieses Arzneimittel enth√§lt Lactose. Bitte nehmen Sie Sulpirid STADA¬ģ daher erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie un- ter einer Unvertr√§glichkeit gegen√ľber bestimmten Zuckern leiden.

3. Wie ist Sulpirid STADA¬ģ einzunehmen?

Wie alle Arzneimittel kann Sulpirid STADA¬ģ Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen. Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende H√§ufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten

Häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten

Gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten

Selten: weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten

Sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten

H√§ufigkeit nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

Nervensystem / Psyche

√úbelkeit, verminderter (Mundtrockenheit) oder gesteigerter Speichelfluss, Schwitzen, Kopfschmerzen, Schwindel, M√ľdigkeit, herabgesetzte k√∂rperliche Aktivit√§t k√∂nnen h√§ufig auftreten. Gelegentlich tritt Appetitsteigerung mit Ge- wichtszunahme auf.

Gelegentliche, aber schwerwiegende unerw√ľnschte Wirkungen treten dosisab- h√§ngig auf und √§u√üern sich, insbesondere unter hohen Dosen, als extrapyrami- dal-motorische St√∂rungen (medikament√∂ses Parkinson-Syndrom, Fr√ľhdyskine- sien), wie z.B. Muskelverspannungen und St√∂rungen des Bewegungsablaufes (z.B. Zungen-Schlund-Kr√§mpfe, Schiefhals, Kiefermuskelkr√§mpfe, Blickkr√§mp- fe, Versteifung der R√ľckenmuskulatur), Zittern (Tremor), Erregungszust√§nde mit innerer Unruhe, Bewegungsdrang und Unf√§higkeit zum Sitzen (Akathisie), Nervosit√§t, Schlaf- und Konzentrationsst√∂rungen.

Bei l√§ngerer und zumeist hochdosierter Behandlung mit Sulpirid STADA¬ģ k√∂n- nen anhaltende St√∂rungen des Bewegungsablaufes (extrapyramidal-motorische St√∂rungen) mit unwillk√ľrlichen Bewegungen vornehmlich im Mund- und Ge- sichtsbereich, aber auch an Armen und Beinen (sogenannte Sp√§tdyskinesien) auftreten. Frauen sowie √Ąltere scheinen eher davon betroffen zu sein. Diese

St√∂rungen treten manchmal erst nach Beenden einer Behandlung auf und las- sen sich nach heutigem Wissensstand kaum behandeln. Daher ist der Arzt re- gelm√§√üig aufzusuchen, damit erste Anzeichen fr√ľhzeitig erkannt werden.

Sinnesorgane

Gelegentlich: Sehstörungen.

Herz-Kreislauf-System

H√§ufig: Herzklopfen und Beschleunigung des Herzschlags (Tachykardie). Gelegentlich: Blutdruckabfall oder ‚Äď insbesondere bei erh√∂htem Blutdruck ‚Äď Blutdrucksteigerung.

Sehr selten: bestimmte Herzrhythmusstörungen (QT-Verlängerung und Torsade de pointes).

Es kann bei Lagewechsel vom Liegen oder Sitzen zum Stehen zu einem Blut- druckabfall kommen.

Gefäßerkrankungen

H√§ufigkeit nicht bekannt: Blutgerinnsel in den Venen, vor allem in den Beinen (mit Schwellungen, Schmerzen und R√∂tungen der Beine), die m√∂glicherweise √ľber die Blutbahn in die Lunge gelangen und dort Brustschmerzen sowie Schwierigkeiten beim Atmen verursachen k√∂nnen. Wenn Sie eines dieser Symptome bei sich beobachten, holen Sie bitte unverz√ľglich √§rztlichen Rat ein.

Hormonhaushalt

Sulpirid besitzt besonders ausgepr√§gte Wirkungen auf den Hormonhaushalt. Diese √§u√üern sich in Form von Brustschmerzen, Spannungsgef√ľhl in der Brust, Vergr√∂√üerung der Brustdr√ľse und Milchfluss. Bei der Frau kommt es zu St√∂run- gen bzw. Verlust der Monatsblutungen, beim Mann zur Abnahme der Libido und Potenz. Diese St√∂rungen bilden sich nach Absetzen von Sulpirid STADA¬ģ in der Regel in kurzer Zeit wieder zur√ľck.

Verdauungsorgane

Häufig: Verstopfung, Magen-Darm-Störungen mit Übelkeit und Erbrechen.

Harn- und Geschlechtsorgane

Gelegentliche Störungen der Blasenentleerung.

Haut

Sulpirid kann Hautunverträglichkeiten mit Jucken und Ausschlägen (Exanthem) hervorrufen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apo- theker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Gebrauchsinfor- mation angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt anzeigen:

Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr In- formationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

5. Wie ist Sulpirid STADA¬ģ aufzubewahren?

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

darf NICHT eingenommen werden

  • wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen Sulpirid, Benzamidderivate oder einen der sonstigen Bestandteile von Sulpirid STADA¬ģ sind
  • bei akuten Alkohol-, Schlafmittel-, Schmerzmittel(Opiate)- oder Psycho- pharmaka-Vergiftungen
  • bei krankhafter Erlebnisreaktion mit √ľbersteigert gehobener Stimmung (maniforme Psychosen)
  • bei Krampfanf√§llen (Epilepsie)
  • wenn Sie unter hirnorganischen Erkrankungen leiden, insbesondere des Alters, die mit Erregungszust√§nden einhergehen (organisches Psychosyn- drom)
  • falls Sie unter Morbus Parkinson (Sch√ľttell√§hmung) leiden
  • bei bestimmten Tumoren der Nebennieren (Ph√§ochromozytom)
  • bei bestimmten hormonabh√§ngigen (Prolaktin) sowie allen Brusttumo- ren
  • bei bestehender Hyperprolaktin√§mie (erh√∂hte Plasmaspiegel des Hormons Prolaktin)
  • von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren (au√üer bei Behandlung von Schizophrenien)
  • in der Schwangerschaft und Stillzeit.

Behandlung von Schizophrenien

bei Kinder unter 6 Jahren, da der Wirkstoffgehalt zu hoch ist.

Kinder ab 6 Jahren und Jugendliche d√ľrfen nur nach strenger fach√§rztlicher Nutzen-Risiko-Abw√§gung mit Sulpirid STADA¬ģ behandelt werden.

Besondere Hinweise

Da Sulpirid √ľberwiegend √ľber die Nieren ausgeschieden wird, sollte bei einge- schr√§nkter Nierenfunktion die Dosis vom Arzt vermindert, bei starker Ein- schr√§nkung der Nierenfunktion sollte Sulpirid nach √§rztlicher Anordnung abge- setzt werden.

Besondere Vorsicht ist auch geboten bei Anwendung von Sulpirid STADA¬ģ bei Patienten mit Glaukom, verengtem Magenausgang, Harnverhalten oder Ver- gr√∂√üerung der Prostata in der Vorgeschichte.

Die Einnahme von Sulpirid STADA¬ģ kann zu Zyklusst√∂rungen bei Frauen und zu Potenzst√∂rungen bei M√§nnern f√ľhren.

In sehr seltenen F√§llen kann es unter der Behandlung mit Neuroleptika, zu de- nen Sulpirid STADA¬ģ geh√∂rt, zu einem malignen neuroleptischen Syndrom (le- bensbedrohlicher Zustand mit hohem Fieber, Muskelsteifigkeit bis hin zum Auf- treten von Bewusstseinsst√∂rungen etc.) kommen. Beim Auftreten derartiger Er-

scheinungsbilder w√§hrend der Behandlung mit Sulpirid STADA¬ģ ist dieses ab- zusetzen und sofort der Arzt zu informieren.

Regelmäßige Kontrollen des Blutbildes, der Nieren- und der Kreislauffunktionen werden empfohlen.

mit anderen Arzneimitteln

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Zuletzt aktualisiert: 24.08.2023

Quelle: Sulpirid STADA 50 mg Tabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Sulpirid
Zulassungsland Deutschland
Hersteller STADAPHARM
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 02.05.1996
ATC Code N05AL01
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden