Wirkstoff(e) Sulpirid
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Riemser Pharma GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 11.09.1995
ATC Code N05AL01
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Antipsychotika

Zulassungsinhaber

Riemser Pharma GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Sulpirid-ratiopharm 50 mg Tabletten Sulpirid Ratiopharm GmbH
Sulpivert forte 200 mg N Tabletten Sulpirid Hennig Arzneimittel GmbH & Co KG
Sulpirid 100 - 1 A Pharma Sulpirid 1 A Pharma GmbH
Sulpirid-RPh 200mg Sulpirid Dr. Lach Pharma Consulting
vertigo-neogama forte 200 Sulpirid Hormosan Pharma Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Meresasul ist ein Mittel zur Behandlung bestimmter psychischer Erkrankungen (depressive Erkrankung) und bei bestimmten Schwindelzuständen.

Anwendungsgebiete

Meresasul wird angewendet bei:

Depressiven Erkrankungen, wenn die Behandlung mit einem anderen Antidepressivum erfolglos war

Peripher-labyrinthären Schwindelzuständen, bei Morbus Ménière (anfallsweiser Drehschwindel mit Übelkeit und Erbrechen, Innenohrschwerhörigkeit und Ohrgeräuschen)

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Meresasul darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Sulpirid, Benzamidderivaten oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
  • bei akuten Alkohol-, Schlafmittel-, Schmerzmittel (Opiate)- oder Psychopharmaka-Vergiftungen
  • bei krankhafter Erlebnisreaktion mit √ľbersteigert gehobener Stimmung (maniformen Psychosen)
  • bei gleichzeitiger Gabe von Levodopa (siehe Abschnitt ‚ÄěBei Einnahme von Meresasul mit anderen Arzneimitteln‚Äú)
  • bei Krampfanf√§llen (Epilepsie)
  • bei hirnorganischen Erkrankungen, insbesondere des Alters, die mit Erregungszust√§nden einhergehen (organisches Psychosyndrom)
  • bei Morbus Parkinson (Sch√ľttell√§hmung)
  • bei bestimmten Geschw√ľlsten (Tumoren der Nebennieren [Ph√§ochromozytome])
  • bei prolaktinabh√§ngigen Tumoren sowie allen Mammatumoren
  • bei bestehender Hyperprolaktin√§mie (erh√∂hte Plasmaspiegel des Hormons Prolaktin)
  • von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren, da keine ausreichenden Erkenntnisse zur Anwendung von Meresasul in dieser Altersgruppe bestehen.

Erhöhte Mortalität bei älteren Menschen mit Demenz-Erkrankungen

Bei älteren Menschen mit Demenz-Erkrankungen, die mit Antipsychotika behandelt wurden, wurde ein geringer Anstieg in der Anzahl der Todesfälle im Vergleich mit denjenigen, die keine Antipsychotika einnahmen, berichtet.

Seien Sie (auch) besonders vorsichtig,

  • wenn Sie ein erh√∂htes Schlaganfall-Risiko oder eine vor√ľbergehende Verringe- rung der Blutversorgung des Gehirns haben.
  • wenn Sie oder ein Verwandter schon einmal ven√∂se Thrombosen (Blutgerinnsel) hatten, denn derartige Arzneimittel werden mit dem Auftreten von Blutgerinnseln in Verbindung gebracht.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie Meresasul einnehmen, wenn Sie unter folgenden Zuständen leiden:

  • St√∂rungen der Monatsblutungen (Zyklusst√∂rungen) bei j√ľngeren Frauen
    • sehr niedrigem oder erh√∂htem Blutdruck
    • schizophrenen Psychosen, die mit Erregungs- und Aggressivit√§ts- symptomen einhergehen
    • Erkrankungen der Gef√§√üe, insbesondere der Herzkranzgef√§√üe (Angina pectoris), und Vorsch√§den des Herzens (Herzinsuffizienz)
  • schweren Leber- und Nierensch√§den
  • Neigung zu Thrombosen
  • malignem neuroleptischem Syndrom in der Vorgeschichte

Falls Sie unter den oben genannten Zust√§nden leiden, befragen Sie hierzu Ihren Arzt. Dies gilt auch, wenn diese Angaben fr√ľher einmal zutrafen.

Bei Vorliegen kardialer Störungen, verlangsamter Herzschlagfolge (Bradykardie), niedrigem Kaliumserumspiegel (Hypokaliämie), niedrigem Magnesiumserumspiegel (Hypomagnesiämie) und bei angeborener oder erworbener QT-Verlängerung (Veränderungen im EKG, die auf eine Störung der Erregungsleitung im Herzen hinweist) ist das Risiko von schweren ventrikulären Herzrhythmusstörungen wie Torsade de pointes erhöht, da Sulpirid dosisabhängig eine Verlängerung des QT- Intervalles verursachen kann.

  Vor der Anwendung von Meresasul und je nach klinischem Zustand des Patienten
  wird daher empfohlen, folgende Faktoren, die das Entstehen dieser
¬† Rhythmusst√∂rungen beg√ľnstigen k√∂nnen, auszuschlie√üen: verlangsamte
  Herzschlagfolge (< 55 bpm), niedriger Kaliumserumspiegel, angeborene QT-
  Verlängerung sowie gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die eine
  Verlangsamung der Herzschlagfolge (< 55 bpm), eine Erniedrigung des
  Kaliumserumspiegels, eine Verlangsamung der Erregungsleitung im Herzen oder
¬† eine Verl√§ngerung des QT-Intervalls verursachen k√∂nnen (siehe unter ‚ÄěBei Einnahme
  von Meresasul mit anderen Arzneimitteln“).
¬† Da Meresasul √ľberwiegend √ľber die Nieren ausgeschieden wird, sollte bei
  eingeschränkter Nierenfunktion (Niereninsuffizienz) die Dosis vom Arzt
  vermindert, bei starker Einschränkung der Nierenfunktion sollte Meresasul nach
  ärztlicher Anordnung abgesetzt werden.
  Besondere Vorsicht ist auch geboten bei Anwendung von Meresasul an
  Patienten mit Glaukom, verengtem Magenausgang, Harnverhalten und
  Vergrößerung der Prostata mit Restharnbildung in der Vorgeschichte.
  Die Einnahme von Meresasul kann zu Zyklusstörungen bei Frauen und zu
¬† Potenzst√∂rungen bei M√§nnern f√ľhren.
  In sehr seltenen Fällen kann es unter der Behandlung mit Neuroleptika, zu
  denen Meresasul gehört, zu einem malignen neuroleptischen Syndrom
  (lebensbedrohlicher Zustand mit hohem Fieber, Muskelsteifigkeit bis hin zum
  Auftreten von Bewusstseinsstörungen etc.) kommen. Beim Auftreten derartiger
  Erscheinungsbilder während der Behandlung mit Meresasul ist dieses
  abzusetzen und sofort der Arzt zu informieren.
  Da bei Patienten, die mit atypischen antipsychotischen Wirkstoffen behandelt
  wurden, das Auftreten von Hyperglykämie (erhöhtem Blutzuckerspiegel) berichtet
  wurde, sollte bei Personen mit Diabetes mellitus oder einem Diabetes mellitus-Risiko,
¬† die mit Meresasul behandelt werden, der Blutzuckerspiegel √ľberwacht werden.
  Regelmäßige Kontrollen des Blutbildes, der Nieren- und der Kreislauffunktionen
  werden empfohlen.
 

Einnahme von Meresasul zusammen mit anderen Arzneimitteln

  Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel
¬† einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet
  haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
  Meresasul verstärkt die beruhigende Wirkung anderer zentral-dämpfender
  Arzneimittel (z. B. Psychopharmaka [Präparate zur Behandlung geistig-seelischer
  Störungen], Schlafmittel, teils auch Schmerzmittel, Narkosemittel oder auch
  Antihistaminika [Arzneimittel z. B. zur Behandlung von Allergien oder Erkältungen]).
,

Meresasul kann in Verbindung mit Arzneimitteln, die stimulierend auf das Zentralnervensystem wirken (z. B. Appetitz√ľgler, Asthmamittel), verst√§rkte Unruhe, Nervosit√§t, Angst und Erregung bewirken.

Meresasul kann die Wirkung von blutdrucksenkenden Arzneimitteln abschw√§chen oder zu krisenhaftem Blutdruckanstieg f√ľhren.

Levodopa und Meresasul sollen nicht gleichzeitig eingenommen werden, da sich diese Arzneimittel in ihrer Wirkung gegenseitig antagonisieren (d.h. entgegengesetzt wirken).

Die Kombination mit Arzneimitteln, die am Herzen die Erregungsleitung beeinflussen und zu schwerwiegenden Herzrhythmusst√∂rungen (Torsade de pointes) f√ľhren k√∂nnen, wird nicht empfohlen:

  • Arzneimittel, die die Herzschlagfolge verlangsamen k√∂nnen wie Betablocker, bestimmte Calciumkanalblocker (Diltiazem und Verapamil), Clonidin, Guanfacin und Digitalglykoside,
  • Arzneimittel, die den Kaliumspiegel im Blut erniedrigen k√∂nnen, wie Diuretika, Abf√ľhrmittel, intraven√∂se Gabe von Amphotericin B, Glukokortikoide, Tetracosactide. Eine Hypokali√§mie muss behandelt werden.
  • Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusst√∂rungen der Klasse Ia (Chinidin, Disopyramid) und der Klasse III (Amiodaron, Sotalol),
  • weitere Arzneimittel wie Pimozid, Sultoprid, Haloperidol, trizyklische Antidepressiva, Lithium, Bepridil, Cisaprid, Thioridazin, intraven√∂se Gabe von Erythromycin, intraven√∂se Gabe von Vincamin, Halofantrin, Pentamidin oder Sparfloxacin

Bei gleichzeitiger Einnahme von aluminiumhaltigen, magensäurebindenden Arzneimitteln (Antacida oder Sucralfate) ist die Resorption (Aufnahme) von Meresasul vermindert. Daher sollte Meresasul mindestens 2 Stunden vor der Verabreichung von Antacida oder Sucralfaten eingenommen werden.

Einnahme von Meresasul zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol

Während der Behandlung mit Meresasul sollten Sie Alkohol meiden, da durch Alkohol die Wirkung von Meresasul in nicht vorhersehbarer Weise verändert und verstärkt wird.

Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/Gebärfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Meresasul d√ľrfen Sie in der Schwangerschaft nicht einnehmen, da keine Erfahrungen am Menschen vorliegen und das Arzneimittel im Tierversuch nur unzureichend gepr√ľft wurde.

Der Eintritt einer Schwangerschaft sollte durch geeignete schwangerschafts- verh√ľtende Ma√ünahmen vermieden werden.

Stillzeit

Meresasul d√ľrfen Sie in der Stillzeit nicht einnehmen, da es in die Muttermilch ausgeschieden wird und im S√§ugling unerw√ľnschte Wirkungen hervorrufen kann.

Bei neugeborenen Babys von M√ľttern, die Meresasul im letzten Trimenon (letzte drei Monate der Schwangerschaft) einnahmen, k√∂nnen folgende Symptome auftreten: Zittern, Muskelsteifheit und/oder -schw√§che, Schl√§frigkeit, Ruhelosigkeit, Atembeschwerden und Schwierigkeiten beim Stillen. Wenn Ihr Baby eines dieser Symptome entwickelt, sollten Sie Ihren Arzt kontaktieren.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.

Daher sollten Sie das F√ľhren von Fahrzeugen, die Bedienung von Maschinen oder sonstige gefahrvolle T√§tigkeiten ganz, zumindest jedoch w√§hrend der ersten Tage der Behandlung unterlassen. Die Entscheidung in jedem Einzelfall trifft der behandelnde Arzt unter Ber√ľcksichtigung der individuellen Reaktion und der jeweiligen Dosierung.

Meresasul enthält Lactose

Dieses Arzneimittel enth√§lt Lactose. Bitte nehmen Sie Meresasul daher erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertr√§glichkeit gegen√ľber bestimmten Zuckern leiden.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die Dosierung richtet sich nach der individuellen Reaktionslage, Alter und Gewicht des Patienten sowie Art und Schwere des Krankheitsbildes.

Die empfohlene Dosis beträgt:

Behandlung von depressiven Erkrankungen
Die Behandlung wird einschleichend mit 1 bis 3 Hartkapseln Meresasul (entsprechend 50 - 150 mg Sulpirid/ Tag) begonnen.

In der Regel betr√§gt die Erhaltungsdosis f√ľr Erwachsene 3mal t√§glich 1 - 2 Hartkapseln Meresasul (entsprechend 150 - 300 mg Sulpirid/Tag).

Höhere Tagesdosen sind in der Regel nicht erforderlich und werden im Einzelfall durch den Arzt festgelegt.

Behandlung von Schwindelzuständen
Die Behandlung wird bei Erwachsenen einschleichend mit 1 bis 3 Hartkapseln Meresasul (entsprechend 50 - 150 mg Sulpirid/Tag) begonnen.

In der Regel betr√§gt die Erhaltungsdosis f√ľr Erwachsene 3mal t√§glich 1 - 2 Hartkapseln Meresasul (entsprechend 150 - 300 mg Sulpirid/Tag).

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, soll Meresasul wie folgt eingenommen werden:

bei Depressionenbei Schwindelzuständen
morgens bis bis
mittags bis bis
bis spätestens 16.00 Uhr bis bis

Hinweise:

√Ąltere Patienten erhalten die H√§lfte der oben angegebenen Erwachsenendosis.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion erhalten - abhängig vom Schweregrad der Einschränkung - niedrigere Tagesdosen.

Folgende Richtwerte sind zu beachten:

  • Kreatinin-Clearance zwischen 30 und 60 ml/min: 50 % der Tagesdosis
  • Kreatinin-Clearance zwischen 10 und 30 ml/min: 30 % der Tagesdosis
  • Kreatinin-Clearance weniger als 10 ml/min: 20 % der Tagesdosis

Art und Dauer der Anwendung

Nehmen Sie Meresasul unzerkaut mit etwas Fl√ľssigkeit ein. Die Einnahme kann unabh√§ngig von den Mahlzeiten erfolgen.

Wegen der zentralerregenden Wirkungen von Meresasul empfiehlt es sich, die letzte Dosis in der Regel vor 16.00 Uhr einzunehmen bzw. anzuwenden, um Schlafstörungen zu vermeiden.

Der behandelnde Arzt bestimmt die Menge der täglichen Einnahme und die Dauer der Behandlung je nach dem Verlauf des Krankheitsbildes des Patienten.

Je nach Beschwerdebild kann vom Arzt die Tagesdosis nach etwa 1 - 3 Wochen verringert bzw. erhöht werden.

Bei einer Langzeittherapie sollte vom Arzt die Notwendigkeit der fortgesetzten Behandlung alle 3 - 6 Monate √ľberpr√ľft werden.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben,

  dass die Wirkung von Meresasul zu stark oder zu schwach ist.
 

Wenn Sie eine größere Menge von Meresasul eingenommen haben als Sie

 

sollten

  Im Falle einer Überdosierung ist der Arzt um Rat zu fragen. Unabhängig davon
  können Sie versuchen, durch ein erzwungenes Erbrechen den Mageninhalt zu
  entleeren. Bei jeder Beurteilung einer Vergiftung sollte an das Vorliegen einer
  Mehrfach-Vergiftung durch mögliche Einnahme oder Anwendung mehrerer
  Arzneimittel gedacht werden.
,

Symptome leichter √úberdosierung k√∂nnen z. B. Unruhe, Bewusstseinstr√ľbung und St√∂rungen des Bewegungsablaufes (extrapyramidal-motorische St√∂rungen) sein. Erregung, Verwirrtheit und verst√§rkte extrapyramidal-motorische St√∂rungen k√∂nnen bei st√§rkerer Vergiftung vorkommen. Treten solche Krankheitszeichen in Erscheinung, ist umgehend ein Arzt zu informieren, der √ľber den Schweregrad und die gegebenenfalls erforderlichen weiteren Ma√ünahmen entscheidet.

Wenn Sie die Einnahme von Meresasul vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Nehmen Sie zum nächsten vorgesehenen Zeitpunkt die verordnete Dosis ein.

Wenn Sie die Einnahme von Meresasul abbrechen

Sollten Sie die Behandlung unterbrechen wollen, besprechen Sie dies vorher mit Ihrem Arzt. Beenden Sie nicht eigenmächtig ohne ärztliche Beratung die medikamentöse Behandlung. Sie können damit den Therapieerfolg gefährden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10

Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000

Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000

Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

Mögliche Nebenwirkungen

Nervensystem / Psyche:

√úbelkeit, verminderter (Mundtrockenheit) oder gesteigerter Speichelfluss, Schwitzen, Kopfschmerzen, Schwindel, M√ľdigkeit, herabgesetzte k√∂rperliche Aktivit√§t k√∂nnen h√§ufig auftreten. Gelegentlich tritt Appetitsteigerung mit Gewichtszunahme auf.

Gelegentliche, aber schwerwiegende unerw√ľnschte Wirkungen treten dosisabh√§ngig auf und √§u√üern sich, insbesondere unter hohen Dosen, als extrapyramidal-motorische St√∂rungen (medikament√∂ses Parkinson-Syndrom, Fr√ľhdyskinesien), wie z. B. Muskelverspannungen und St√∂rungen des Bewegungsablaufes (z. B. Zungen-Schlund-Kr√§mpfe, Schiefhals, Kiefermuskelkr√§mpfe, Blickkr√§mpfe, Versteifung der R√ľckenmuskulatur), Zittern (Tremor), Erregungszust√§nde mit innerer Unruhe, Bewegungsdrang und

Unfähigkeit zum Sitzen (Akathisie), Nervosität, Schlaf- und

Konzentrationsstörungen.

Bei l√§ngerer und zumeist hochdosierter Behandlung mit Meresasul k√∂nnen anhaltende St√∂rungen des Bewegungsablaufes (extrapyramidal-motorische St√∂rungen) mit unwillk√ľrlichen Bewegungen vornehmlich im Mund- und Gesichtsbereich, aber auch an Armen und Beinen (sogenannte Sp√§tdyskinesien) auftreten. Frauen sowie √Ąltere scheinen eher davon betroffen zu sein. Diese St√∂rungen treten manchmal erst nach Beenden einer Behandlung auf und lassen sich nach heutigem Wissensstand kaum behandeln. Daher ist der Arzt regelm√§√üig aufzusuchen, damit erste Anzeichen fr√ľhzeitig erkannt werden.

Sinnesorgane:
Gelegentlich: Sehstörungen

Herz / Kreislauf-System:

H√§ufig treten Herzklopfen und Beschleunigung des Herzschlags (Tachykardie) auf. Gelegentlich kommt es zu Blutdruckabfall oder ‚Äď insbesondere bei erh√∂htem Blutdruck ‚Äď zu Blutdrucksteigerung.

Einzelne Fälle einer QT-Verlängerung und Torsade de pointes wurden berichtet. Es kann bei Lagewechsel vom Liegen oder Sitzen zum Stehen zu einem Blutdruckabfall kommen.

Hormonhaushalt:
Meresasul besitzt besonders ausgepr√§gte Wirkungen auf den Hormonhaushalt. Diese √§u√üern sich in Form von Brustschmerzen, Spannungsgef√ľhl in der Brust, Vergr√∂√üerung der Brustdr√ľse und Milchfluss. Bei der Frau kommt es zu St√∂rungen bzw. Verlust der Monatsblutungen, beim Mann zur Abnahme der Libido und Potenz. Diese St√∂rungen bilden sich nach Absetzen von Meresasul in der Regel in kurzer Zeit wieder zur√ľck.

Verdauungsorgane:
Häufig treten Verstopfung, Magen-Darm-Störungen mit Übelkeit und Erbrechen auf.

Harn- und Geschlechtsorgane:

Gelegentliche Störungen der Blasenentleerung.

Haut:
Meresasul kann Hautunverträglichkeiten mit Jucken und Ausschlägen (Exanthem) hervorrufen.

Über Blutbildschäden unter Behandlung mit Meresasul wurde bislang nicht berichtet.

Blutgerinnsel in den Venen, vor allem in den Beinen (mit Schwellungen, Schmerzen und R√∂tungen der Beine), die m√∂glicherweise √ľber die Blutbahn in die Lunge gelangen und dort Brustschmerzen sowie Schwierigkeiten beim Atmen verursachen k√∂nnen. Wenn Sie eines dieser Symptome bei sich beobachten, holen Sie bitte unverz√ľglich √§rztlichen Rat ein.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

F√ľr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach <verwendbar bis> angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Meresasul enthält

Der Wirkstoff ist : Sulpirid

1 Hartkapsel enthält 50 mg Sulpirid

Die sonstigen Bestandteile sind: Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Natriumdodecylsulfat, Maisstärke, hochdisperses Silciumdioxid, Gelatine, Farbstoffe: Indigocarmin (E 132),Titandioxid (E 171).

Wie Meresasul aussieht und Inhalt der Packung

Meresasul ist eine blau-weiße Hartkapsel.

Meresasul ist in Packungen mit 20, 50 und 100 Hartkapseln erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

RIEMSER Pharma GmbH An der Wiek 7

17493 Greifswald ‚Äď Insel Riems phone +49 30 338427-0

fax +49 38351 308 e-mail info@RIEMSER.com

Hersteller

Dolorgiet GmbH & Co.KG Otto-von-Guericke-Str. 1 53757 Sankt Augustin Telefon: 02241/317-0 Telefax: 02241/317390 E-Mail: info@dolorgiet.de

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im September 2016.

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Zuletzt aktualisiert: 24.08.2023

Quelle: Meresasul - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Sulpirid
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Riemser Pharma GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 11.09.1995
ATC Code N05AL01
Abgabestatus Apothekenpflichtig
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden