Atropinum sulfuricum "Nycomed" 0,5 mg - Ampullen

Abbildung Atropinum sulfuricum "Nycomed" 0,5 mg - Ampullen
Wirkstoff(e) Atropin
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Takeda Austria GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 27.10.1948
ATC Code A03BA01
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Belladonna und Derivate, rein

Zulassungsinhaber

Takeda Austria GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Atropinum sulfuricum ‚ÄěNycomed‚Äú ist ein Arzneimittel, das die Wirkung des Parasympathikus hemmt. Der Parasympathikus ist ein Teil des Nervensystems, der willentlich nicht beeinflusst werden kann.

Atropinum sulfuricum ‚ÄěNycomed‚Äú wird bei folgenden Anwendungsgebieten eingesetzt:

  • Bei langsamer, unregelm√§√üiger Herzt√§tigkeit (bradykarde Arrhythmie, zum Beispiel nach Herzinfarkt).
  • Bei Vergiftungen mit Cholinesterase-hemmenden Mitteln zur Insektenbek√§mpfung aus den Substanzklassen der Phosphors√§ureester (zum Beispiel Parathion) und Carbamaten.
  • Bei Kr√§mpfen des Magen-Darmtraktes.
  • Zur Vorbereitung oder Nachbehandlung bei Operationen,

o bei denen der Speichelfluss oder die Schleimproduktion der unteren Atemwege (Bronchialsekretion) vermindert sein muss,

o wenn die Neigung zu Stimmritzenkrampf (Laryngospasmus) besteht oder

  1. zur Behandlung von Einfl√ľssen bestimmter Nerven (Nervus vagus) am Herzen. Im Allgemeinen ist dies auf folgende spezielle Anwendungsgebiete beschr√§nkt:
  • Zur Blockade der Reflexe des Nervus vagus, die durch den Einfluss auf innere (viszerale) Organe hervorgerufen werden
  • Zur Aufhebung der (parasympathomimetischen) Wirkungen von Neostigmin, um die Muskelerschlaffung nach Operationen aufzuheben
  • Vor Kehlkopfspiegelung oder dem Einf√ľhren eines Schlauches in die Luftr√∂hre (Laryngoskopie oder tracheale Intubation) zur Blockade der

reflexartigen Verlangsamung des Herzschlages bei folgenden Risikogruppen: o Kindern unter 1 Jahr

  1. Kindern, die gleichzeitig bestimmte Mittel zur Muskelerschlaffung (Succinylcholine) erhalten

o Jugendlichen und Erwachsenen, die eine 2. Dosis Succinylcholine erhalten

  1. Patienten mit verlangsamtem Herzschlag zum Zeitpunkt einer Laryngoskopie oder einer trachealen Intubation.

Anwendungsgebiete, die das Herz betreffen

Bei langsamer, unregelmäßiger Herztätigkeit (akute Phase einer bradykarden Herzrhythmusstörung): 0,5 mg Atropinsulfat alle 3 - 5 Minuten i.v. bis zu einer Gesamtdosis von 3 mg.

Bei symptomatischer Bradykardie (langsamer Herzt√§tigkeit) bei Kindern und Jugendlichen: 0,02 mg Atropinsulfat /kg i.v. und i.o. (intraoss√§r = in den Knochenmarksraum), sowie 0,03 mg Atropinsulfat endotracheal (in die Luftr√∂hre). Die kleinste Dosis liegt bei 0,1 mg, die gr√∂√üte Einzeldosis f√ľr Kinder betr√§gt 0,5 mg und f√ľr Jugendliche 1,0 mg Atropinsulfat.

Anzeige

Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Was sollten Sie vor der Anwendung von Atropinum sulfuricum ‚ÄěNycomed‚Äú beachten?

Atropinum sulfuricum ‚ÄěNycomed‚Äú darf NICHT angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Atropinum sulfuricum (und andere Arzneimittel derselben Substanzklasse [Anticholinergika]) oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
  • bei Prostatavergr√∂√üerung mit Restharnbildung,
  • bei Darmverschluss infolge von Darml√§hmung,
  • bei Megakolon (das ist eine Dickdarmerweiterung mit schwerer Passagest√∂rung einhergehend mit Verstopfung)
  • bei schnellem, unregelm√§√üigem Herzschlag (tachykarde Herzrhythmusst√∂rungen),
  • bei bestimmten Herzrhythmusst√∂rungen, wobei die Erregungsleitung zwischen den Vorh√∂fen und den Herzkammern gest√∂rt ist (AV-Block 2. Grades [Mobitz Typ 2], AV-Block 3. Grades)
  • bei schweren Durchblutungsst√∂rungen des Gehirns (Zerebralsklerose)
  • bei Engwinkelglaukom (bestimmte Form des gr√ľnen Stars)
  • bei Harnstauung aufgrund eines Abflusshindernisses (obstruktive Uropathie)
  • bei Erkrankungen mit Verengung (Obstruktion) des Magen-Darmtraktes
  • bei unbest√§ndigem (instabilem) Kreislaufzustand in Verbindung mit Blutungen oder mit schwerer Schilddr√ľsen√ľberfunktion
  • bei Myasthenia gravis (Goldflam-Krankheit, das ist eine krankhafte Erm√ľdbarkeit der Muskulatur)
  • w√§hrend der Geburt und bei Kaiserschnitt (siehe Abschnitt ‚ÄěSchwangerschaft und Stillzeit‚Äú)
  • bei Schwangerschaftstoxikose (Erkrankung mit erh√∂htem Blutdruck, Fl√ľssigkeitsansammlung im Gewebe [√Ėdemen] und Eiwei√ü im Harn [Proteinurie] w√§hrend der Schwangerschaft)
  • wenn bei bestehenden Herz/Kreislauferkrankungen gleichzeitig mit Atropinum sulfuricum ‚ÄěNycomed‚Äú Phenylephrin (als Augentropfen oder als Mittel gegen Erk√§ltungskrankheiten) angewendet wird (siehe Abschnitt ‚ÄěAnwendung von Atropinum sulfuricum ‚ÄěNycomed‚Äú zusammen mit anderen Arzneimitteln‚Äú)

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Atropinum sulfuricum ‚ÄěNycomed‚Äú ist erforderlich:

  • bei Neugeborenen, Kindern, Jugendlichen und √§lteren Personen, da diese eine erh√∂hte Empfindlichkeit gegen Atropinum sulfuricum haben k√∂nnen
  • bei Down Syndrom (Trisomie 21 - bestimmte Art einer angeborenen Behinderung, bei der Teile oder das gesamte 21. Chromosom dreifach vorliegen), da diese Patienten eine erh√∂hte Empfindlichkeit gegen Atropinum sulfuricum haben
  • bei Patienten mit Herztransplantation: Bei Anwendung von Atropinum sulfuricum bei diesen Patienten wurde ein Stillstand der Erregungsleitung des Herzen (F√§lle von paradoxem atrioventrikul√§rem Block und Sinusblock) beschrieben. Es m√ľssen daher besondere Vorsichtsma√ünahmen bei Anwendung von Atropinum sulfuricum bei diesen Patienten zur Verf√ľgung stehen: Elektrokardiograph sowie eine Ausr√ľstung, um vor√ľbergehend eine Gef√§√üprothese (tempor√§ren Bypass) setzen zu k√∂nnen
  • bei Schilddr√ľsen√ľberfunktion
  • bei Erkrankungen der Herzkranzgef√§√üe
  • bei Durchblutungsst√∂rungen des Herzmuskels (akuter myokardialer Isch√§mie)
  • bei Herzschw√§che
  • bei schneller Herzt√§tigkeit
  • bei hohem Blutdruck
  • bei bestimmten Nervenleiden (autonomer Neuropathie)
  • bei erh√∂hter Temperatur oder Fieber, da durch verminderte Schwei√übildung das Risiko einer W√§rmestauung (Hyperthermie) erh√∂ht wird (siehe Abschnitt ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚Äú)
  • bei Leber- oder Nierenerkrankungen
  • bei Patienten mit dem Risiko einer Harnverhaltung
  • bei Entz√ľndung der Speiser√∂hre (Reflux-√Ėsophagitis), da es zu einer Verminderung der Magen- Darmbewegungen und einer Erschlaffung des Speiser√∂hrenschlie√ümuskels kommen kann
  • bei k√ľnstlichem Darmausgang (Ileostomie oder Kolostomie)
  • bei Erkrankungen mit Verengung der Atemwege, da die verminderte Schleimproduktion zur Entwicklung von Pfropfen in den unteren Atemwegen f√ľhren kann (siehe Abschnitt ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚Äú)
  • Obwohl Atropin nur in geringen Konzentrationen in die Muttermilch √ľbergeht, k√∂nnen bei S√§uglingen Wirkungen von Atropin auftreten (siehe Abschnitt ‚ÄěSchwangerschaft und Stillzeit‚Äú).

Anwendung von Atropinum sulfuricum ‚ÄěNycomed‚Äú zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden, auch wenn es sich nicht um verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Sie d√ľrfen Atropinum sulfuricum NICHT mit Phenylephrin (Augentropfen oder Mittel gegen Erk√§ltungskrankheiten) kombinieren, da dies zu unkontrolliertem Blutdruckanstieg f√ľhren kann; auf keinen Fall dann, wenn Sie an Herz-Kreislauferkrankungen leiden.

Sowohl Pramlitinid als auch Atropinum sulfuricum f√ľhren zu einer verz√∂gerten Magenentleerung. Wenden Sie diese Mittel deshalb nicht gleichzeitig an.

Die Wirkung folgender Arzneimittel kann bei gleichzeitiger Anwendung von Atropinum sulfuricum verstärkt werden:

  • Arzneimittel gegen Heuschnupfen, Allergien oder Magenschleimhautentz√ľndungen (Antihistaminika)
  • Arzneimittel gegen √úbelkeit und Erbrechen (Antiemetika)
  • bestimmte Beruhigungsmittel (Neuroleptika wie Phenothiazine, Butyrophenone)
  • bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen (trizyklische und tetrazyklische Antidepressiva)
  • Pethidin (ein starkes Schmerzmittel)
  • Methylphenidat (bestimmtes Mittel zur Anregung der Psyche)
  • Arzneimittel gegen Parkinsonerkrankung mit Ausnahme der Dopaminrezeptor-Agonisten (Substanzklasse von Arzneimitteln, die √§hnlich wirken wie Dopamin, ein nat√ľrlich im Gehirn vorkommender Botenstoff)
  • Arzneimittel gegen unregelm√§√üigen Herzschlag (Antiarrhythmika wie Chinidin, Procainamid)
  • bestimmte Arzneimittel gegen √úbelkeit (Dopamin-Antagonisten [Substanzklasse von Arzneimitteln, die der Wirkung von Dopamin entgegenwirken] wie Metoclopramid)
  • krampfl√∂sende Mittel (Spasmolytika)
  • Arzneimittel gegen Magen- und Zw√∂lffingerdarmgeschw√ľre
  • pupillenerweiternde Arzneimittel (zykloplegische Mydriatika)
  • muskelerschlaffende Arzneimittel (Muskelrelaxantien)
  • bestimmte gef√§√üerweiternde Arzneimittel zur Blutdrucksenkung
  • Nitrofurantoin (antibiotisches Arzneimittel gegen Harnwegsinfektion)

Levodopa (ein bestimmtes Arzneimittel gegen Parkinsonerkrankung) und Phenothiazine (ein bestimmtes Beruhigungsmittel) werden bei gleichzeitiger Einnahme mit Atropin vom Körper vermindert aufgenommen.

Falls Sie solche Mittel einnehmen, teilen Sie dies bitte Ihrem behandelnden Arzt mit, da eine entsprechende Dosisanpassung notwendig sein kann.

Atropinum sulfuricum kann Mundtrockenheit verursachen. Die Wirkung von sublingual (unter der Zunge) verabreichten Nitraten (Arzneimittel bei Herzerkrankungen) kann vermindert sein, da deren Auflösung vermindert werden kann.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.

Schwangerschaft

Eine Anwendung bei Schwangeren und w√§hrend der Stillzeit darf nur nach ausdr√ľcklicher Anweisung des Arztes bei strengster Nutzen-Risiko-Abw√§gung erfolgen. Da Atropinum sulfuricum eine schnelle Herzt√§tigkeit ausl√∂sen kann, kann beim Ungeborenen eine verlangsamte Herzt√§tigkeit verschleiert werden.

Atropinum sulfuricum darf während der Geburt und bei Kaiserschnitt NICHT angewendet werden, da es zu unregelmäßigem, schnellem Herzschlag bei der Mutter und beim Kind kommen kann. Es besteht die Gefahr, dass das autonome Nervensystem des Ungeborenen beeinträchtigt wird und damit die Anpassung des Neugeborenen nach der Geburt erschwert wird.

Bei Vergiftungen mit Parasympathikomimetika (direkten und indirekten) ist eine Behandlung mit Atropinum sulfuricum lebensrettend, daher kann es auch in den oben angef√ľhrten F√§llen mit Vorsicht angewendet werden.

Stillzeit

Atropin geht in die Muttermilch √ľber. Stillen Sie daher bei Anwendung von Atropinum sulfuricum nicht und verwerfen Sie die Muttermilch.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsf√§higkeit und Verkehrst√ľchtigkeit beeintr√§chtigen.

Atropinum sulfuricum hat geringen oder m√§√üigen Einfluss auf die Verkehrst√ľchtigkeit und die F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen. Es k√∂nnen jedoch eine Pupillenerweiterung (Mydriasis) verbunden mit einer Anpassungsst√∂rung der Augenlinsen (Akkomodationsl√§hmung / Zykloplegie) und Lichtempfindlichkeit auftreten. Dies beeintr√§chtigt die Sehleistung und das Reaktionsverm√∂gen. Dies gilt in verst√§rktem Ma√üe im Zusammenwirken mit Alkohol. Wenn Sie davon betroffen sind, vermeiden Sie das Lenken von Fahrzeugen und das Bedienen von Maschinen.

Anzeige

Wie wird es angewendet?

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, werden folgende Dosierungen empfohlen, die jedoch allgemeine Richtlinien sind ‚Äď die geeignete Dosis muss sich nach dem Ansprechen des Patienten richten.

Atropinum sulfuricum wird in unterschiedlicher Dosierung je nach Anwendungsgebiet sehr langsam in eine Vene (i.v.) oder unter die Haut (s.c.) oder in den Muskel (i.m.) verabreicht.

Anzeige

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen Selten: kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

Sehr selten: kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

Bei Patienten, die mit Atropinum sulfuricum behandelt wurden, wurden folgende Nebenwirkungen beschrieben:

Sehr häufig:

  • Sehst√∂rungen, wie Pupillenerweiterung (Mydriasis), Anpassungsl√§hmung der Augenlinse (Zykloplegie = Akkommodationsl√§hmung), Doppeltsehen, Lichtempfindlichkeit
  • Hautr√∂tung mit Hitzegef√ľhl (Flush)
  • verminderte Schleimabsonderung, die zur Entwicklung von Pfropfen in den unteren Atemwegen f√ľhren kann
  • Mundtrockenheit verbunden mit Schwierigkeiten beim Schlucken und Sprechen
  • Verstopfung und R√ľckfluss von Mageninhalt in den Mund (Regurgitation) bedingt durch Verminderung der Spannung und der Beweglichkeit des Magen-Darmtrakts
  • trockene Haut (verursacht durch verminderte Schwei√übildung)
  • Schwierigkeiten beim Harnlassen
  • Durst

Häufig:

  • Verwirrtheit
  • Halluzinationen
  • Erregungszust√§nde
  • Beeintr√§chtigung des Kurzzeitged√§chtnisses
  • Sprachst√∂rungen
  • unregelm√§√üige Herzt√§tigkeit (supraventrikul√§re und ventrikul√§re Arrhythmien, atrioventrikul√§re Dissoziation, AV-Rhythmus)
  • schnelle Herzt√§tigkeit
  • vor√ľbergehende Verschlechterung einer langsamen Herzt√§tigkeit
  • erh√∂hte Temperatur (verursacht durch verminderte Schwei√übildung)
  • √úbelkeit
  • Erbrechen
  • Schmerzen hinter dem Brustbein bedingt durch R√ľckfluss von Mageninhalt in die Speiser√∂hre (gastro√∂sophagealen Reflux)
  • Fieber

Selten:

  • psychische St√∂rung
  • Kr√§mpfe
  • D√§mpfung

Sehr selten:

  • Vorhofflimmern,
  • Kammerflimmern
  • Schmerzen im Brustraum, die in die Umgebung ausstrahlen k√∂nnen
  • sehr hoher Blutdruck ‚Äď Notfall (hypertensive Krise)
  • Herzklopfen
  • akute allergische Allgemeinreaktionen mit Blutdruckabfall und/oder Atemnot und/oder rascher Schwellung von Haut und Schleimhaut (anaphylaktische Reaktionen)

Nicht bekannt:

  • allergische Bindehautentz√ľndung
  • Hautentz√ľndung im Augenbereich
  • Juckreiz
  • Hautr√∂tung
  • Hautausschlag
  • Nesselsucht
  • Delirium
  • Schwindel
  • Gangunsicherheit
  • Unruhe
  • tiefe Bewusstlosigkeit
  • Zunahme des Augeninnendrucks,
  • anfallartige Erh√∂hung des Augeninnendrucks (Glaukomanfall) bei Patienten mit Engwinkelglaukom
  • Stillstand der Erregungsleitung (paradoxer atrioventrikul√§rer Block), vor allem nach Herztransplantationen
  • Entz√ľndung der Ohrspeicheldr√ľse als Folge einer Hemmung der Speichelabsonderung bei l√§nger andauernder Behandlung
  • Harnverhaltung

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN √ĖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

Anzeige

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht √ľber 25¬įC lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Ampulle nach ‚ÄěVerw. bis:‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nicht verwenden, wenn Sie folgendes bemerken: Eine Verf√§rbung oder Tr√ľbung der Injektionsl√∂sung.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Anzeige

Weitere Informationen

Was Atropinum sulfuricum ‚ÄěNycomed‚Äú enth√§lt:

Der Wirkstoff ist: Atropinsulfat, 1 Ampulle zu 1 ml enthält 0,5 mg Atropinsulfat.

Die sonstigen Bestandteile sind: Wasser f√ľr Injektionszwecke, Salzs√§ure zur Einstellung des pH- Wertes.

Wie Atropinum sulfuricum ‚ÄěNycomed‚Äú aussieht und Inhalt der Packung

Die klare, farblose Injektionslösung ist in Brechampullen (sogenannte OPC [one-point-cut]- Ampullen) erhältlich.

pH-Wert: 4,0 - 6,0

Packungen zu 5 Ampullen und 20 x 5 Ampullen (B√ľndelpackung).

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Takeda Austria GmbH

St.-Peter-Straße 25

4020 Linz

Z.Nr.: 3.087

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Dezember 2019.

DIE FOLGENDEN INFORMATIONEN SIND F√úR MEDIZINISCHES FACHPERSONAL BESTIMMT:

Sonstige Hinweise zur Handhabung

Brechampulle

Anfeilen nicht erforderlich

Handhabung der OPC (one-point-cut)-Ampullen

Farbiger Punkt nach oben! Farbiger Punkt nach oben!
Im Ampullenspieß befindliche Ampullenspieß nach unten
Lösung durch Klopfen oder abbrechen.
Sch√ľtteln nach unten flie√üen ¬†
lassen.  

Therapiemaßnahmen bei Überdosierung

Die Therapie einer √úberdosierung besteht im Wesentlichen aus symptomatischen und unterst√ľtzenden Ma√ünahmen. Neben Allgemeinma√ünahmen wie physikalische Ma√ünahmen bei Hyperthermie m√ľssen unter intensivmedizinischen Bedingungen die Vitalparameter √ľberwacht und ggf. korrigiert werden.

Erwachsene erhalten als Antidot 1 bis 2 mg Physostigmin langsam (√ľber 2 min) intraven√∂s injiziert (ggf. Wiederholung in st√ľndlichem Abstand). Bei Kr√§mpfen werden 10 bis 20 mg Diazepam intraven√∂s verabreicht.

Kinder erhalten als Antidot 0,5mg Physostigmin langsam (√ľber 5 min) intraven√∂s injiziert (ggf. Wiederholung in st√ľndlichem Abstand). Bei Kr√§mpfen werden initial 1 bis 2 mg Diazepam intraven√∂s verabreicht.

Anzeige

Wirkstoff(e) Atropin
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Takeda Austria GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 27.10.1948
ATC Code A03BA01
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Belladonna und Derivate, rein

Teilen

Anzeige

Ihr persönlicher Arzneimittel-Assistent

afgis-Qualit√§tslogo mit Ablauf Jahr/Monat: Mit einem Klick auf das Logo √∂ffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen √ľber medikamio GmbH & Co KG und sein/ihr Internet-Angebot: medikamio.com/ This website is certified by Health On the Net Foundation. Click to verify.
Medikamente

Durchsuche hier unsere umfangreiche Datenbank zu Medikamenten von A-Z, mit Wirkung und Inhaltsstoffen.

Wirkstoffe

Alle Wirkstoffe mit ihrer Anwendung, chemischen Zusammensetzung und Arzneien, in denen sie enthalten sind.

Krankheiten

Ursachen, Symptome und Behandlungsm√∂glichkeiten f√ľr h√§ufige Krankheiten und Verletzungen.

Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden