Autor: Lundbeck Austria GmbH


Langinformationen

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Deanxit beinhaltet die aktiven Substanzen Flupentixol und Melitracen.

Deanxit gehört zu einer Gruppe von Arzneimittel, welche die Beschwerden einer depressiven Stimmungslage lindern.

In Kombination ergeben beide Bestandteile ein Präparat mit antidepressiven und Angst lösenden Eigenschaften.

Deanxit wird zur Behandlung von Angstzuständen und Depressionen angewendet, wenn eine Standardtherapie nicht möglich ist, oder bei Patienten, die bereits gut auf Deanxit eingestellt sind. Sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, wenn Sie Fragen zur Verschreibung von Deanxit haben.

Inhaltsverzeichnis
Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
Wie wird es angewendet?
Was sind mögliche Nebenwirkungen?
Wie soll es aufbewahrt werden?
Weitere Informationen

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Deanxit darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Flupentixol und/oder Melitracen oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • bei Bewusstlosigkeit
  • bei Bewusstseinsdämpfung aus unterschiedlichen Gründen (z.B. Alkohol-, Schlafmittel-, Schmerzmittelvergiftung)
  • Bluterkrankungen
  • Begleitmedikation mit MAO-Hemmern
  • Phäochromozytom (eine Tumorerkrankung im Bereich der Nebennieren)
  • im ersten Drittel der Schwangerschaft
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Sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, wenn eine und mehrere dieser Angaben für Sie zutreffen oder zugetroffen haben.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie Deanxit einnehmen.

Deanxit kann die Herztätigkeit verändern.

Daher sollten bestimmte Arzneimittel nicht gleichzeitig mit Deanxit eingenommen/angewendet werden (siehe „Einnahme von Deanxit zusammen mit anderen Arzneimitteln“).

Deanxit darf bei Patienten, die Selektive Serotonin Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI) einnehmen, nur mit Vorsicht angewendet werden (siehe „Einnahme von Deanxit zusammen mit anderen Arzneimitteln“).

Bei Anwendung von Deanxit kann es - wie bei Anwendung anderer Neuroleptika - zur Entwicklung eines sogenannten malignen neuroleptischen Syndroms kommen (mit Beschwerden wie Muskelsteifigkeit, starkem Schwitzen, Blutdruckänderungen). Nach Absetzen von Deanxit können diese Beschwerden noch anhalten. Ihr Arzt wird die nötigen Maßnahmen zur Linderung dieser Beschwerden anwenden.

Störungen der Erregungsleitung, Herzinsuffizienz und Herzrhythmusstörungen können besonders bei älteren Patienten und bei Patienten mit Vorschädigung des Herzens auftreten. Eine regelmäßige Überwachung der Herzfunktion wird in speziellen ällen empfohlen.

Die Anwendung von Antipsychotika kann mit der Bildung von Blutgerinnseln in den Venen, speziell in den Beinen in Zusammenhang gebracht werden (die Beschwerden umfassen Schwellung, Schmerzen und Rötung der Beine). In weiterer Folge können Blutgerinnsel über die Blutbahn zur Lunge wandern und auf diese Weise Brustschmerzen und Atembeschwerden verursachen. Ihr Arzt wird bei Anwendung von Deanxit vorhandene Risikofaktoren bestimmen und geeignete Vorsorgemaßnahmen treffen.

Das Risiko für Bewegungsstörungen (bedingt u. a. durch orthostatische Hypotonie) und Herzkreislaufnebenwirkungen ist für ältere Patienten erhöht.

Bei Langzeitbehandlung, vor allem mit hoher Dosierung, wird Ihr Arzt Sie regelmäßig untersuchen, eine Kontrolle der Herzfunktion, Blutbild, Leber- und Nierenfunktion ist möglicherweise angezeigt. Bitte teilen Sie Ihrem Arzt etwaige gesundheitliche Beschwerden mit, im Besonderen:

  • Lebererkrankungen
  • Schwierigkeiten beim Harnlassen
  • Krämpfe und Anfälle in der Vorgeschichte
  • Diabetes Mellitus (eine Anpassung Ihrer Diabetes-Behandlung kann erforderlich sein)
  • Organisches Hirnsyndrom (möglicherweise verursacht durch Alkoholvergiftung oder Vergiftung mit organischen Lösungsmitteln)
  • Risikofaktoren für einen Schlaganfall (z.B Rauchen, Bluthochdruck)
  • bei Hypokaliämie oder Hypomagnesiämie (zu wenig Kalium oder Magnesium im Blut) oder genetischen Veranlagung für diese
  • bei zu niedrigem Kalzium- oder Eisen Werten im Blut
  • wenn Sie an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung leiden
  • wenn Sie andere Neuroleptika oder antidepressive Arzneimittel verwenden
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  • wenn Sie oder jemand in Ihrer Familie an Blutgerinnselbildung leiden
  • wenn Sie kürzlich einen Herzinfarkt hatten (Myokardinfarkt)
  • wenn Sie an einem Prostata-Adenom leiden
  • wenn Sie an einem Engwinkelglaukom leiden
  • wenn Sie eine Überfunktion der Schilddrüse haben
  • wenn Sie hyperaktiv sind, da Deanxit Ihren Zustand verschlechtern könnte.
Bei der Anwendung eines Antipsychotikums bei älteren Demenzpatienten besteht ein erhöhtes Risiko für einen Schlaganfall. Deanxit ist daher nicht für die Anwendung bei älteren Patienten mit Demenz geeignet.

Das Risiko von Spätdyskinesien (Störungen/Bewegungsstörungen im Gesichtsbereich wie Zuckungen, Schmatz- und Kaubewegungen oder unwillkürliche Bewegungen der Extremitäten) scheint bei älteren Patienten erhöht zu sein.

Gedanken, sich das Leben zu nehmen (Suizidgedanken) und Verschlechterung der Depression oder Angststörung

Wenn Sie an Depressionen und/oder an Angststörungen leiden, kann es manchmal zu Gedanken, sich das Leben zu nehmen oder sich selbst zu verletzen, kommen. Dies kann verstärkt auftreten, wenn Sie mit einer Antidepressiva-Therapie beginnen, da diese Arzneimittel erst nach einer gewissen Zeit wirken. Normalerweise wird die Wirkung der Therapie erst nach zwei Wochen bemerkbar, manchmal dauert dies jedoch länger.

Möglicherweise können Sie verstärkt diese Gedanken entwickeln.

  • wenn Sie schon einmal daran gedacht haben sich das Leben zu nehmen oder sich selbst zu verletzen.
  • wenn Sie ein junger Erwachsener sind. Informationen von klinischen Studien haben ein erhöhtes Risiko von suizidalem Verhalten bei Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen, die jünger als 25 Jahre alt sind und eine Therapie mit Antidepressiva erhalten, gezeigt.
Wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt an Selbstverletzung oder Suizid denken, kontaktieren Sie unverzüglich Ihren Arzt oder suchen Sie das nächste Krankenhaus auf.

Es könnte für Sie hilfreich sein einem Angehörigen oder engen Freund zu erzählen, dass Sie depressiv sind oder eine Angststörung haben. Bitten Sie diese Vertrauensperson diese Gebrauchsinformation zu lesen. Sie könnten diese Person auch ersuchen, Ihnen mitzuteilen, ob sie denkt, dass sich ihre Depression oder Angststörung verschlechtert hat, oder ob sie über Änderungen in Ihrem Verhalten besorgt ist.

Einnahme von Deanxit zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Manche Arzneimittel können die Wirkung eines anderen Arzneimittels beeinflussen und das kann in bestimmten ällen zu schweren Nebenwirkungen führen.

Deanxit darf nicht mit sogenannten MAO-Hemmern gemeinsam angewendet werden.

Deanxit sollte mit folgenden Arzneimitteln nur mit Vorsicht angewendet werden:

  • trizyklische Antidepressiva
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  • sog. Selektive Serotonin Wiederaufnahmehemmer (SSRIs)
  • Lithium (wird als Prophylaxe und zur Behandlung manisch-depressiver Störungen verwendet)
  • Ephredin, Isoprenalin, Noradrenalin, Phenylephrin und Phenylpropanolamin (z.B. in einigen Arzneimitteln zur Behandlung von Erkältungen enthalten)
  • Anticholinergika (z.B. Atropin, Hyoscyamin)
  • Blutdruck senkende Arzneimittel
  • Arzneimittel wie Levopoda (zur Behandlung der Parkinsonschen Krankheit)
  • Metoclopramid (zur Behandlung von Magen-Darm-Erkrankungen)
  • Piperazin (zur Behandlung von Spul- und Fadenwürmerinfektionen)
  • Cumarin ähnliche Arzneimittel zur Vorbeugung von Blutgerinnseln
  • Disulfiram (zur Anwendung bei Alkohol-Abhängigkeit) oder Ethchlorvynol (zur Behandlung bei Schlafstörungen)
  • Gonadorelin oder ähnliche Arzneimittel (eingesetzt in der Reproduktionsmedizin)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen (z.B. Chinidin, Amiodaron, Sotalol, Dofetilid)
  • Neuroleptika (z.B Thioridazin)
  • Markolid-Antibiotika (z.B Erythormycin, Clarithromycin)
  • Chinolon-Antibiotika (z.B Gatifloxacin, Moxifloxacin)
  • Antihistaminika (Arzneimittel zur Behandlung von Heuschnupfen oder anderen Allergien (z.B Terfenadin, Astemizol)
  • Azol-Antimykotika (z.B Fluconazol, Ketoconazol, Itraconazol) und Terbinafin
  • Andere zentraldämpfende Arzneimitteln (z.B. Neuroleptika, Analgetika vom Opiattyp, Antikonvulsiva)
  • Anxyolytisch-sedierende Beruhigungsmittel
  • Antidepressiva
  • Anticholinerge Antiparkinsonmittel
  • Adrenalin
  • Arzneimittel zur Dauerbehandlung von Epilepsie (z.B. Phenytoin)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Hypokalimie (z.B. Thiazid-Diuretika)
  • Methylphenitat und Kalziumblocker
  • QT-Intervall verlängernde Arzneimittel
  • Cytochrom CYP2D6 hemmende Arzneimittel (z.B. Neuroleptika, Serotonin- Wiederaufnahmehemmer, Betablocker und Antiarrhythmika)
  • Arzneimittel wie Lithium, Cisaprid (zur Behandlung von Magenbeschwerden), Cimetidin (zur Behandlung von Magengeschwüren)
Bitte teilen Sie mit, dass Sie Deanxit einnehmen, wenn Sie sich einer Operation unterziehen müssen und eine Voll- bzw. Lokalanästhesie erhalten.

Sie sollten ebenfalls Ihren Zahnarzt über die Einnahme von Deanxit informieren, wenn Sie eine lokale Betäubung erhalten.

Einnahme von Deanxit zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol

Wenn während einer Behandlung mit Deanxit Alkohol getrunken wird, kann die Müdigkeit und Benommenheit verstärkt werden. Vom gleichzeitigen Alkoholkonsum während der Therapie mit Deanxit wird abgeraten.

Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/Gebärfähigkeit

Schwangerschaft:

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Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

In den ersten drei Monaten der Schwangerschaft darf Deanxit nicht eingenommen werden. Im 2 und 3 Schwangerschaftsdrittel sollte Deanxit nur verwendet werden, wenn der Vorteil für die Mutter das mögliche Risiko für das Kind überwiegt.

Die folgenden Anzeichen können bei Neugeborenen auftreten, deren Mütter Deanxit im letzten Trimester (die letzten drei Monate der Schwangerschaft) eingenommen haben: Zittern, Steifheit und/oder Schwäche der Muskeln, Schläfrigkeit, Ruhelosigkeit, Atemprobleme und Schwierigkeiten beim üttern. Wenn Ihr Baby eines dieser Anzeichen entwickelt, könnte es nötig sein, einen Arzt zu kontaktieren.

Stillzeit:

Wenn Sie stillen fragen Sie Ihren Arzt um Rat. Sie sollten Deanxit nicht verwenden, wenn sie stillen da kleine Mengen des Arzneimittels in die Muttermilch übergehen können.

Zeugungs-/Gebärfähigkeit

Manche möglicherweise auftretende Nebenwirkungen können einen negativen Einfluss auf die weibliche und/oder männliche Sexualfunktion und Fruchtbarkeit haben.

Tierstudien haben gezeigt, dass Deanxit die Fruchtbarkeit beeinflusst. Bitte fragen Sie Ihren Arzt um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und ähigkeit zum Bedienen von Maschinen

  • Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.
Wenn Schwindel oder Müdigkeit auftreten, sollten Tätigkeiten, die erhöhte Aufmerksamkeit erfordern (z.B. Teilnahme am Straßenverkehr, das Bedienen von Maschinen), solange unterlassen werden, bis diese Beschwerden wieder abklingen.

Deanxit enthält Lactose.

Bitte nehmen Sie Deanxit erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis beträgt:

Erwachsene:

1-2 mal täglich 1 Filmtablette

Das heißt z.B. 1 Filmtablette nach dem Frühstück und 1 Filmtablette nach dem Mittagessen. Falls eine dritte Tagesdosis notwendig ist, kann die morgendliche Dosis auf 2 Filmtabletten erhöht werden. Die tägliche Maximaldosis beträgt 4 Filmtabletten.

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Ältere Patienten (über 65 Jahre): 1 Filmtablette morgens.

In schweren ällen 1 Filmtablette morgens und 1 Filmtablette abends.

Eingeschränkte Nierenfunktion:

Es liegen keine Daten zur Dosierung bei herabgesetzter Nierenfunktion vor.

Eingeschränkte Leberfunktion:

Es lieben keine Daten zur Dosierung bei herabgesetzter Leberfunktion vor.

Deanxit kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Die Filmtabletten werden unzerkaut mit Wasser geschluckt.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Die Anwendung von Deanxit wird bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht empfohlen, da keine ausreichenden klinischen Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit vorliegen.

Dauer der Anwendung

Meistens sprechen die Patienten innerhalb der ersten Woche auf eine Behandlung mit Deanxit an.

Die Dauer der Anwendung bestimmt der Arzt. Nehmen Sie die Filmtabletten während der gesamten verordneten Dauer ein. Stellen Sie die Einnahme der Filmtabletten nicht willkürlich ein, selbst wenn die Beschwerden verschwinden. Über ein Aussetzen der Behandlung entscheidet der Arzt.

Verändern Sie niemals die Dosierung ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt.

Nach einer länger dauernden Anwendung von Deanxit kann ein abrupter Therapieabbruch zu Entzugsbeschwerden führen wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Schlaflosigkeit und Verwirrtheit. Diese Beschwerden sind jedoch kein Anzeichen für eine Abhängigkeit.

Wenn Sie eine größere Menge Deanxit eingenommen haben, als Sie sollten

Anzeichen einer Überdosierung können sein:

  • Besonders starke Schläfrigkeit bis Bewusstlosigkeit, mitunter Erregung und starke Verwirrtheit
  • Verschwommenes Sehen, Grüner Star, Ausbleiben der Darmbewegungen, Harnverhalten
  • Herz-Kreislauf-Effekte: herabgesetzter Blutdruck, zu schnelle und zu langsame Herzschläge, bestimmte Herzrhythmusstörungen, Herz- und Kreislaufversagen
  • Eine erhöhte Körpertemperatur
  • Schwere nervale Störungen mit Fehlbewegungen der Muskulatur, Zungen-Schlund-Steifheit, Blickkrämpfe, Rachen- und Kehlkopfkrämpfe
  • Selten Komplikationen der Atemfunktion: Blauverfärbung der Schleimhäute, Atemdämpfung, Atemstillstand
Wenn Sie feststellen, dass Sie oder jemand anderer zu viele Deanxit Filmtabletten eingenommen hat, suchen Sie sofort Ihren Arzt oder das nächste Krankenhaus auf. Tun Sie dies auch dann, wenn Sie keine Beschwerden oder Vergiftungserscheinungen haben. Nehmen Sie Ihre Deanxit-Packung zu Ihrem Arzt oder ins Krankenhaus mit.

Hinweise für den Arzt siehe Ende dieser Gebrauchsinformation

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Wenn Sie die Einnahme von Deanxit vergessen haben

Sollten Sie die rechtzeitige Einnahme einer Dosis vergessen haben, nehmen Sie die nächste Dosis zur üblichen Zeit ein.

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Deanxit abbrechen

Ihr Arzt wird entscheiden, wann und wie die Behandlung am besten beendet werden sollte, um unangenehme Beschwerden zu vermeiden, die bei einem plötzlichen Behandlungsabbruch auftreten können.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zu Grunde gelegt:

Sehr häufig:

Bei mehr als 1 von 10 Behandelten

Häufig:

Bei mehr als 1 von 100 Behandelten

 

 

Gelegentlich:

Bei mehr als 1 von 1000 Behandelten

 

 

Selten:

Bei mehr als 1 von 10.000 Behandelten

 

 

Sehr selten:

Bei 1 oder weniger von 10.000 Behandelten

Nicht bekannt:

Die Häufigkeit ist auf Grund der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Kontaktieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn Nebenwirkungen beschwerlich sind oder länger als einige Tage andauern sollten.

Gelegentlich:

  • Albträume
  • Angst
  • Verwirrtheit
  • schnelle Herztätigkeit
  • unregelmäßige Herztätigkeit
  • Abnormaler Leberfunktionstest
  • Ausschlag
  • Haarausfall
  • Muskelschmerzen
  • Schwächegefühl
Häufig:

  • Schlafstörungen
  • Agitation
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  • krankhafte Unruhe
  • Schläfrigkeit
  • Zittern
  • Schwindel
  • Schwierigkeiten beim Scharfsehen (Akkomodationsstörungen)
  • Trockener Mund
  • Verstopfung
  • Müdigkeit
  • Störungen der Herztätigkeit, -funktion (EKG QT-Intervall verlängert)
Selten:

  • Übelkeit
  • Verdauungsstörung
Sehr selten:

  • Starke Verminderung der Blutplättchen, wodurch ein erhöhtes Risiko einer Blutung und Neigung zu Blutergüssen besteht
  • Verminderung der weißen Blutkörperchen
  • Unkontrollierbare Bewegungen vor allem im Gesichtsbereich, sowie an Händen und Füßen, verursacht durch Schäden im Nervensystem
  • Parkinson-Erkrankung
  • malignes neuroleptisches Syndrom (eine mögliche Nebenwirkung bei Einnahme von Arzneimitteln wie Deanxit mit Beschwerden wie Muskelsteifigkeit, starkem Schwitzen, Blutdruckänderungen)
  • Gelbsucht (Cholestase/Ikterus)
  • Leber-Störung
Nicht bekannt:

  • Suizidgedanken, suizidales Verhalten (Gedanken und/oder Verhalten, sich das Leben zu nehmen)
  • Entzugssyndrom bei Neugeborenen
Mundtrockenheit ist eine häufige Nebenwirkung bei Einnahme von Deanxit und kann das Karies- Risiko erhöhen. Putzen Sie daher Ihre Zähne öfter als gewohnt.

Bei älteren Menschen mit Demenz, die Antipsychotika einnahmen, wurde eine geringfügig erhöhte Anzahl von Todesfällen gemeldet im Vergleich zu jenen, die keine Antipsychotika einnahmen.

Blutgerinnsel in den Venen, speziell in den Beinen (die Beschwerden umfassen Schwellung, Schmerzen und Rötung der Beine), die durch die Blutbahn zur Lunge wandern und auf diese Weise Brustschmerzen und Atembeschwerden verursachen können.

Ein erhöhtes Risiko von Knochenbrüchen bei Patienten mit dieser Art von Arzneimitteln ist beobachtet worden.

Einzelfälle von cholestatischer Hepatitis wurden berichtet.

Meldung von Nebenwirkungen

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Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen die nicht in dieser Packungsbeilage angegebenen sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Österreich

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt warden.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Durchdrückpackung nach „Verwendbar bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht über 25° C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Weitere Informationen

  • Die Wirkstoffe sind: Flupentixol und Melitracten
    Jede Filmtablette enthält 0,5 mg Flupentixol (als Flupentixol-Dihydrochlorid) und 10 mg Melitracen (als Melitracen-Hydrochlorid)
  • Die sonstigen Bestandteile sind:
    Kern: Betadex, Laktose-Monohydrat, Maisstärke, Hydroxypropylcellulose, Cellulose, Croscarmellose-Natrium, Talk, Pflanzenöle, Magnesiumstereat.
    Hülle: Polyvinylalkohol, Macrogol 3350, Talk, Titandioxid E 171, Erythorsin E 127, Indigotin E 132, Macrogol 6000
Wie Deanxit aussieht und Inhalt der Packung

Deanxit ist als Filmtablette erhältlich.

Deanxit - Filmtabletten sind runde, beidseitig gewölbte, rosa-färbige Filmtabletten.

Deanxit - Filmtabletten sind in Blister-Packungen und Tablettenbehältnissen zu 50, 100 und 10 mal 100 Stück erhältlich.

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Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Lundbeck Austria GmbH

Mooslackengasse 17

1190 Wien

Tel: +43 1 266 91 08

Fax +43 1 266 91 08 20

Hersteller

H. Lundbeck A/S

Ottiliavej 9

2500 Valby

Dänemark

Zulassungsnummer:

14.693

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im April 2016.

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Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Therapie einer Überdosierung

Es gibt kein spezifisches Antidot. Die Behandlung erfolgt symptomatisch mittels unterstützender Maßnahmen.

Die Behandlung erfolgt bei Kindern und Erwachsenen nach denselben Empfehlungen. Bei Kindern ist eine versehentliche Einnahme in jedem Fall als potentiell lebensbedrohlich einzustufen, da sie auf akute Intoxikationen deutlich empfindlicher reagieren.

Bei allen Patienten, bei denen eine Überdosierung vermutet wird, ist umgehend eine stationäre Behandlung erforderlich. Es muss sofort eine kardiale Überwachung mittels EKG eingeleitet und eine umfangreiche Magenspülung durchgeführt werden.

Danach werden während der ersten 24 bis 48 Stunden nach der Einnahme 20-30 g Aktivkohle alle 4-6 Stunden verabreicht. Patienten mit eingeschränktem Bewusstsein sind vor der Magenspülung zu intubieren, um die Atemwege freizuhalten. In diesen ällen darf kein Erbrechen induziert werden.

Diese Maßnahmen werden mindestens 12 Stunden fortgesetzt, da durch die anticholinerge Wirkung des Wirkstoffs die Entleerung des Magens verzögert werden kann.

Eine genaue klinische Beobachtung ist auch in scheinbar unkomplizierten ällen notwendig, eine kontinuierliche EKG-Überwachung über 3-5 Tage ist angezeigt. Es ist besonders auf Anzeichen von ZNS- und/oder Atemdepression, Herzrhythmusstörungen, Überleitungsstörungen, Krampfanfällen bzw. Blutdruckabfall zu achten.

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Analeptika sind kontraindiziert, da infolge einer möglichen Senkung der Krampfschwelle durch Flupentixol eine Neigung zu zerebralen Krampfanfällen besteht. Bei schweren extrapyramidalen Symptomen können Antiparkinsonmittel z.B. Biperiden i.v. verabreicht werden.

Sollte der Patient Beatmung benötigen kann eine Verkrampfung der Larynx- und Pharynxmuskulatur eine Intubation erschweren, in diesem Fall kann ein Muskelrelaxans z. B. Suxamethonium angewendet werden.

Bei Hypotonie wegen der paradoxen Verstärkung keine adrenalinartig wirkenden Kreislaufmittel, sondern noradrenalinartig wirkende Mittel oder Angiotensinamid geben. Beta-Agonisten sollten vermieden werden, weil sie die Vasodilatation erhöhen.

Bei wiederholten epileptischen Anfällen sind Antikonvulsiva indiziert unter der Voraussetzung, dass künstliche Beatmungsmöglichkeit besteht auf Grund der Gefahr einer Atemdepression.

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