Lidaprim forte Filmtabletten

Abbildung Lidaprim forte Filmtabletten
Wirkstoff(e) Sulfamethoxazol Trimethoprim
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Rokitan GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 15.10.1981
ATC Code J01EE03
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Sulfonamide und Trimethoprim

Kurzinformationen

Zulassungsinhaber

Rokitan GmbH

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Lidaprim forte wirkt bei Infektionskrankheiten, die durch Bakterien verursacht werden. Die enthaltenen Wirkstoffe sind Sulfametrol und Trimethoprim. Diese sind Antibiotika und wirken gegen eine Vielzahl von Bakterien.

Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Bevor Sie Lidaprim zu sich nehmen, sprechen Sie bitte mit einem Arzt oder Apotheker. Falls einer der hier aufgelisteten Punkte auf Sie zutrifft, darf das Arzneimittel nicht eingenommen werden.

Wie wird es angewendet?

Die √ľblichen Dosierungen liegen zwischen 2 und 4 Tabletten t√§glich.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Häufige Nebenwirkungen:

  • √úbelkeit und Erbrechen
  • Durchfall,Magenschmerzen und -kr√§mpfe und Appetitlosigkeit

Hier finden Sie die vollständige Liste der Nebenwirkungen.

Wie soll es aufbewahrt werden?

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen. Nicht √ľber 25¬įC lagern. Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Die Kurzinformation

Alle f√ľr die Kurzinformation herangezogenen Informationen stammen von der Gebrauchsinformation des jeweiligen Medikaments. Kurzinformationen sollen Ihnen dabei helfen einen schnellen √úberblick √ľber ein Medikament zu gewinnen. Diese Informationen sind aus Gr√ľnden der Lesbarkeit bewusst verk√ľrzt und beinhalten nicht alle Anwendungsgebiete, Gegenanzeigen und Nebenwirkungen. Bitte lesen Sie die gesamte Gebrauchsinformation - speziell bei Fragen zu Gegenanzeigen, Dosierungen und Nebenwirkungen.
Markus Falkenstätter, BSc

Markus Falkenstätter, BSc
Autor

Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer
Lektor

Stefanie Lehenauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Lidaprim forte wirkt bei Infektionskrankheiten, die durch Bakterien verursacht werden. Lidaprim forte ist ein Antibiotikum und enth√§lt zwei Wirkstoffe: Trimethoprim und Sulfametrol. Diese greifen in den Stoffwechsel von Bakterien ein und f√ľhren zu ihrer Abt√∂tung.

Zu den Erkrankungen, die mit Lidaprim behandelt werden können, gehören folgende Infektionen, sofern sie durch Sulfametrol /Trimethoprim-empfindliche Krankheitserreger hervorgerufen werden:

  • Infektionen der Nieren und Harnwege:
    Akute unkomplizierte Infektionen der Nieren und der ableitenden Harnwege, Granuloma venereum (durch bestimmte Bakterien ausgel√∂stes chronisches Geschw√ľr im Genitalbereich)
  • Als Therapiealternative bei Infektionen des Hals-Nasen-Ohren-Bereiches und der Atemwege: Akute Verschlechterung einer chronischen Bronchitis, Mittelohrentz√ľndung, Behandlung und Vorbeugung einer durch den Erreger Pneumocystis jirovecii ausgel√∂sten Lungenentz√ľndung
  • Infektionen der weiblichen und m√§nnlichen Geschlechtsorgane einschlie√ülich Tripper (Gonorrhoe)
  • Infektionen des Magen-Darm-Traktes:
    Typhus, Paratyphus A und B, Durchfall (wenn nachweislich durch Shigellen oder enterotoxinbildende Escherichia Coli Bakterien verursacht), Salmonelleninfektionen des Darmes mit schwerem Krankheitsverlauf bei Patienten mit verminderter Abwehrkraft
  • Als Therapiealternative bei Infektionen der Haut (mit multiresistenten Staphylokokken)

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Lidaprim forte darf NICHT eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Sulfametrol oder andere Sulfonamide, Trimethoprim oder √§hnliche Wirkstoffe wie z.B. Tetroxoprim oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind;
  • bei schweren Leber- und Nierensch√§den, Gelbsucht, akuter Porphyrie (St√∂rung der Bildung von rotem Blutfarbstoff);
  • bei Blutbildsch√§den;
  • bei gewissen Hauterkrankungen, die auch schon fr√ľher aufgetreten sein k√∂nnen (Stevens- Johnson-Syndrom = Scheibenrose);
  • wenn Sie an einem Mangel des Enzyms Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase leiden (Anzeichen: Blutarmut);
  • bei Gefahr der Austrocknung der Haut und Schleimh√§ute und der inneren Organe, besonders im fortgeschrittenen Alter, wenn keine ausreichende Fl√ľssigkeitszufuhr m√∂glich ist;
  • in der Schwangerschaft und Stillzeit und von Neugeborenen in den ersten 8 Lebenswochen und Fr√ľhgeborenen (siehe Abschnitt Schwangerschaft und Stillzeit);
  • bei gleichzeitiger Einnahme von Dofetilid (Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusst√∂rungen), Erythromycin (Antibiotikum), Halofantrin (Arzneimittel zur Behandlung der Malaria), Pimozid und Ziprasidon (Psychopharmaka);
  • wenn Sie an Porphyrie (Stoffwechselerkrankung) oder Lupus erythematodes (Autoimmunerkrankung) leiden;
  • wenn Sie an H√§moglobinanomalien wie Hb-K√∂ln und Hb-Z√ľrich leiden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Allergische Reaktionen:

Falls es zu allergischen Reaktionen kommt (Nesselsucht, Hautausschlag, Juckreiz, Blutdruckabfall und rascher Herzschlag, Atemst√∂rungen, Kollaps usw.), muss sofort ein Arzt gerufen und die Behandlung unverz√ľglich abgebrochen werden.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie Lidaprim forte einnehmen,

  • bei Funktionsst√∂rungen der Schilddr√ľse: in diesem Fall sollte Lidaprim nicht angewendet werden, da die Blutspiegel von Schilddr√ľsenhormonen vermindert und dadurch die Labordiagnostik beeinflusst sein kann;
  • bei Leber- und Nierenfunktionsst√∂rungen.
  • bei Neigung zu Fols√§uremangel. Es sollte eine zus√§tzliche Fols√§ureeinnahme in Erw√§gung gezogen werden;
  • bei √úberempfindlichkeit gegen bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Zuckerkrankheit (Sulfonylharnstoffe) und gegen bestimmte Entw√§sserungsmittel (auf Sulfonamid-Basis);
  • wenn Sie an AIDS leiden, da mit verst√§rktem Auftreten von Nebenwirkungen, insbesondere im Bereich der √úberempfindlichkeitsreaktionen, gerechnet werden muss. Der Arzt wird bei diesen Patienten zus√§tzliche Blutkontrollen durchf√ľhren;
  • wenn Sie eine Chemotherapie erhalten. In den behandlungsfreien Zeitr√§umen bei der Behandlung mit Arzneimitteln gegen bestimmte Krebserkrankungen (antineoplastische Chemotherapie) ist besondere Vorsicht geboten.

    • Die gleichzeitige Anwendung von Rokiprim Infusionsl√∂sung und bestimmten Arzneimitteln wie Spironolacton, Kaliumerg√§nzungsmitteln und kaliumreichen Lebensmitteln kann zu einer schweren Hyperkali√§mie (erh√∂hter Kaliumspiegel im Blut) f√ľhren. Anzeichen einer schweren Hyperkali√§mie k√∂nnen Muskelkr√§mpfe, unregelm√§√üiger Herzschlag (Herzrhythmusst√∂rungen), Durchfall, √úbelkeit, Schwindel oder Kopfschmerzen sein.

W√§hrend der Behandlung mit Lidaprim forte ist f√ľr reichliche Fl√ľssigkeitszufuhr und f√ľr eine ausreichende Harnausscheidung (soll mindestens 1 Liter pro Tag betragen) zu sorgen.

Bei einer Langzeitbehandlung mit Lidaprim forte kann es zu vermehrtem Wachstum von nicht empfindlichen Keimen kommen. Verständigen Sie Ihren Arzt, wenn Sie z. B. eine Pilzinfektion bekommen.

Bei Langzeitbehandlung (√ľber 14 Tage) sind regelm√§√üige Kontrollen der Leber- und Nierenfunktion sowie Blutbildkontrollen und Harnuntersuchungen erforderlich.

W√§hrend der Behandlung mit Antibiotika, einschlie√ülich Lidaprim forte, und selbst mehrere Wochen nachdem Sie die Behandlung beendet haben, k√∂nnen Durchf√§lle auftreten. Bei starkem oder anhaltendem Durchfall oder wenn Sie feststellen, dass Ihr Stuhl Blut oder Schleim enth√§lt, informieren Sie unverz√ľglich einen Arzt. Die Behandlung mit Lidaprim forte muss sofort abgebrochen werden. Nehmen Sie keine Arzneimittel ein, die die Darmbewegung anhalten oder verlangsamen.

Kinder

Die Anwendung von Lidaprim forte bei Kindern unter 12 Jahren wird nicht empfohlen.

Einnahme von Lidaprim forte zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Die gemeinsame Anwendung von Lidaprim forte mit folgenden Arzneimitteln erh√∂ht die Gefahr von unerw√ľnschten Wirkungen:

  • Methenamin (Arzneimittel gegen Harnwegsinfektionen): die Gefahr einer Kristallbildung im Harn wird erh√∂ht.
  • Methotrexat (Arzneimittel zur Behandlung von bestimmten Krebserkrankungen, rheumatologischen Erkrankungen und dermatologischen Erkrankungen): Lidaprim forte kann die unerw√ľnschten Wirkungen von Methotrexat verst√§rken.
  • Enalapril, Quinapril, Spironolacton (Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck): die Gefahr eines zu hohen Kaliumblutspiegels wird verst√§rkt, besonders, wenn Sie an Nierenfunktionsst√∂rungen leiden.
  • Ciclosporin (Arzneimittel zur Unterdr√ľckung des Immunsystems): die sch√§dliche Wirkung auf die Nieren kann verst√§rkt werden.
  • Patienten, die zur Malariaprophylaxe Pyrimethamin in einer Wochendosis von mehr als 25 mg einnehmen, k√∂nnen bei gleichzeitiger Verabreichung von Lidaprim forte eine Form der Blutarmut (megaloblastische An√§mie) entwickeln.

Folgende Arzneimittel können die Wirkung von Lidaprim forte beeinflussen:

  • Antacida: (Arzneimittel gegen vermehrten S√§uregehalt des Magens, Arzneimittel zur Behandlung von Sodbrennen) k√∂nnen die Aufnahme von Lidaprim forte im Verdauungstrakt beeinflussen.
  • √Ėrtliche Bet√§ubungsmittel (Benzocain, Procain, Tetracain) vermindern die Lidaprim forte- Wirkung.
  • Rifampicin (Arzneimittel zur Behandlung von Tuberkulose) kann die Wirkung von Lidaprim forte abschw√§chen.
  • Diverse Antirheumatika und Schmerzmittel (Indometacin, Phenylbutazon, Salicylate, Sulfinpyrazon) k√∂nnen die Wirkung von Lidaprim forte verst√§rken.
  • Allopurinol und Probenecid (Arzneimittel zur Behandlung erh√∂hter Harns√§urespiegel) verst√§rken die Wirkung von Lidaprim forte.

Die Wirkung folgender Arzneimittel kann bei gleichzeitiger Anwendung mit Lidaprim forte verstärkt werden:

  • Die blutzuckersenkende Wirkung von gewissen Arzneimitteln gegen Zuckerkrankheit (Sulfonylharnstoffe) wird durch Lidaprim forte verst√§rkt, daher muss der Arzt Ihren Blutzucker kontrollieren.
  • Die Wirkung von gewissen blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln (Antikoagulantien vom Cumarintyp) wird durch Lidaprim forte verst√§rkt. Regelm√§√üige Kontrollen der Blutgerinnung sind erforderlich.
  • Digoxin (Arzneimittel zur Behandlung von Herzmuskelschw√§che): Erh√∂hung der Digoxin- Wirkung
  • Phenytoin, Fosphenytoin (Arzneimittel zur Behandlung der Epilepsie): Erh√∂htes Risiko der sch√§dlichen Wirkung von Phenytoin

Die Wirkung folgender Arzneimittel kann bei gleichzeitiger Anwendung mit Lidaprim forte abgeschwächt werden:

  • die Wirkung von Ciclosporin (Arzneimittel zur Unterdr√ľckung des k√∂rpereigenen Abwehrsystems) kann bei gleichzeitiger Anwendung von Lidaprim forte abgeschw√§cht werden

Folgende Arzneimittel sollten nicht gleichzeitig mit Lidaprim forte angewendet werden:

  • Antibiotika aus der Penicillin-Reihe (Arzneimittel zur Behandlung bakterieller Erkrankungen). Die zeitgleiche Anwendung dieser Arzneimittel mit Lidaprim forte ist nicht zu empfehlen, da es zu einer gegenseitigen Aufhebung der Wirkung kommen kann.

Folgende Arzneimittel d√ľrfen nicht gleichzeitig mit Lidaprim forte angewendet werden

  • Klasse III‚ÄďAntiarrhythmika, Dofetilid: EKG-Ver√§nderungen. Dofetilid und Lidaprim d√ľrfen nicht gleichzeitig angewendet werden.
  • Erythromycin (Antibiotikum), Pimozid und Ziprasidon (Psychopharmaka), Halofantrin (Malariamittel): Gefahr einer herzsch√§digenden Wirkung. Diese Arzneimittel d√ľrfen nicht gleichzeitig mit Lidaprim angewendet werden.

Einnahme von Lidaprim forte zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol

Die gleichzeitige Einnahme von Alkohol kann zu schweren vergiftungs√§hnlichen Reaktionen f√ľhren. Die Filmtabletten sind mit reichlich Fl√ľssigkeit nach den Mahlzeiten einzunehmen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Die Wirkstoffe von Lidaprim forte gehen von der Mutter auf das Ungeborene √ľber und k√∂nnen zu schweren Beeintr√§chtigungen f√ľhren. Ebenso werden die Wirkstoffe von Lidaprim forte in die Muttermilch abgegeben und k√∂nnen das gestillte Kind beeintr√§chtigen. Daher darf das Arzneimittel in der Schwangerschaft sowie in der Stillzeit nicht eingenommen werden.

Sollte bei Ihnen eine Schwangerschaft eintreten, oder wenn Sie annehmen schwanger zu sein, informieren Sie umgehend einen Arzt.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Lidaprim hat keinen oder einen vernachl√§ssigbaren Einfluss auf die Verkehrst√ľchtigkeit und die √§higkeit zum Bedienen von Maschinen.

Das Lenken eines Fahrzeugs und das Bedienen von Maschinen ist beim Auftreten von Symptomen wie z.B.: Schläfrigkeit, Störungen von Bewegungsabläufen, Konzentrationsstörungen oder Halluzinationen zu unterlassen.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis beträgt:

Erwachsene und Jugendliche √ľber 12 Jahre:

2 x 1 Filmtablette täglich

Standarddosierung

Schwere Infektionen

2 x 2 Filmtabletten täglich

Anwendung bei Kindern

Die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren ist nicht empfohlen.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Bei eingeschränkter Nierenfunktion ist die Dosierung entsprechend der Anordnung des Arztes anzupassen (entweder durch Verringerung der Dosis oder durch Erhöhung des zeitlichen Abstandes zwischen den einzelnen Dosen). Bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung darf Lidaprim forte nicht angewendet werden.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung darf Lidaprim forte nicht angewendet werden.

√Ąltere Patienten

√Ąltere Patienten mit normaler Nierenfunktion k√∂nnen mit der √ľblichen Erwachsenen-Dosis behandelt werden. Die jeweils angegebene Behandlungsdauer sollte aber unbedingt eingehalten werden, um die Gefahr unerw√ľnschter Wirkungen auf ein Minimum zu reduzieren.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Die Tabletten sind morgens und abends nach den Mahlzeiten im Abstand von ca. 12 Stunden mit reichlich Fl√ľssigkeit einzunehmen.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Dauer der Anwendung

Lidaprim forte soll mindestens f√ľnf Tage angewendet werden. Die Behandlung ist so lange weiterzuf√ľhren bis 2 Tage Beschwerdefreiheit besteht.

Wenn Sie eine größere Menge von Lidaprim forte eingenommen haben, als Sie sollten

Zeichen einer akuten Überdosierung sind Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, krampfartige Schmerzen im Magen-Darmtrakt, Benommenheit, Schwindel, Kopfschmerzen, Fieber, Bewusstlosigkeit, Blut im Harn und eingeschränkte Nierenfunktion.

Benachrichtigen Sie in diesen Fällen umgehend einen Arzt.

Wenn Sie die Einnahme von Lidaprim forte vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Lidaprim forte abbrechen

Auch wenn eine Besserung der Krankheitssymptome oder eine Beschwerdefreiheit eintritt, darf die Behandlung keinesfalls ohne ärztliche Anweisung geändert oder abgebrochen werden, um eine erneute Verschlechterung bzw. ein Wiederauftreten der Krankheit zu vermeiden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zu Grunde gelegt:

Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Selten: kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

Sehr selten: kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar.

Herzerkrankungen

Sehr selten: Erkrankung des Herzmuskels

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Sehr selten: Blutbildver√§nderungen (Thrombozytopenie, Leukopenie, Neutropenie, Pancytopenie, aplastische und megaloblastische An√§mie, Meth√§moglobin√§mie, Hypoprothrombin√§mie, Agranulozytose, Eosinophilie, Hautblutungen). Fols√§uremangel (insbesondere bei √úberdosierung √ľber l√§ngere Zeit).

Ein Mangel des Enzyms Glucose-6-phosphatdehydrogenase kann, besonders bei daf√ľr empfindlichen Patienten, zu Blutarmut f√ľhren.

Erkrankungen des Nervensystems

Selten: Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Krämpfe

Sehr selten: Meningitis, Muskelzittern, St√∂rung der Bewegungskoordination, Entz√ľndung der Nerven

Augenerkrankungen

Sehr selten: Entz√ľndung der mittleren Augenhaut

Erkrankungen des Ohrs

Sehr selten: Tinnitus (Ohrgeräusche)

Erkrankungen der Atemwege und des Brustraums

Sehr selten: wandernde Lungeninftiltrate, chronische Lungenentz√ľndung, Asthma, Entz√ľndung der Lungengef√§√üe

Erkrankungen des Magen-/Darmtrakts

Häufig: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Magenschmerzen und -krämpfe, Appetitlosigkeit Gelegentlich: Geschmacksveränderungen.

Selten: Entz√ľndung der Zunge oder der Mundschleimhaut Sehr selten: Entz√ľndung des Dickdarms

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Gelegentlich: Veränderungen von Laborwerten des Blutes (Anstieg von BUN und Serumkreatinin) Sehr selten: Nierenschädigung, Harnsteinleiden, Verminderung der Harnausscheidung

Erkrankungen der Haut

Häufig: Hautausschlag

Gelegentlich: Nesselausschlag, arzneimittelbedingte Hautreaktion, schmerzhafte Hautknötchen (Erythema nodosum), Lichtempfindlichkeit

Sehr selten: Stevens-Johnson- oder Lyell-Syndrom (ausgedehnte Blasenbildung mit Abl√∂sung der Haut), Erythema multiforme, Dermatitis exfoliativa (entz√ľndliche Hauterkrankung)

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Sehr selten: systemischer Lupus erythematodes (arzneimittelbedingte Autoimmunerkrankung), Gelenkschmerzen

Stoffwechsel und Ernährungsstörungen

Häufig: erhöhte Serumkaliumwerte

Sehr selten: Störungen im Säure-Basen-Haushalt des Blutes, verminderte Glucose- und Natriumkonzentration im Blut

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Nicht bekannt: Durch Überwuchern von im Körper vorhandenen, nicht empfindlichen Keimen, insbesondere des Erregers des Soors (Pilzerkrankung durch Candida albicans), kann es zu einem Wiederauftreten dieser Erkrankung (einer sogenannten Superinfektion) kommen.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Nicht bekannt: Mundtrockenheit

Erkrankungen des Immunsystems

Nicht bekannt: Allergien (z.B. Arzneimittelfieber, anaphylaktischer Schock, Serumkrankheit)

Leber und Gallenerkrankungen

Gelegentlich: Veränderungen von Laborwerten des Blutes (Anstieg von Serumtransaminasen und Bilirubin)

Selten: Leberentz√ľndung, Gallestau, Leberversagen Sehr selten: Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse

Psychiatrische Erkrankungen

Selten: Konzentrationsstörungen, Halluzinationen (Sinnestäuschungen), Teilnahmslosigkeit Sehr selten: Psychische Störungen, Depression

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 Wien √Ėsterreich

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: www.basg.gv.at

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Nicht √ľber 25¬įC lagern.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung nach ‚ÄěVerwendbar bis:‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Lidaprim forte enthält

  • Die Wirkstoffe sind: Sulfametrol und Trimethoprim.
    1 Filmtablette enthält 800 mg Sulfametrol und 160 mg Trimethoprim.
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Magnesiumstearat, Polyvidon K 90, Maisst√§rke, vorverkleisterte St√§rke, Titandioxid E 171, Polysorbat, Talkum und Hydroxypropylmethylcellulose 2910 (HP-M-603)

Wie Lidaprim forte aussieht und Inhalt der Packung

Weiße bis cremefärbige, längliche Filmtabletten mit Bruchrille auf einer und der Prägung “LF 1“ auf der anderen Seite.

Packungsgr√∂√üen: 10, 25, und 50 St√ľck.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Rokitan GmbH

Große Mohrengasse 10 1020 Wien

Tel.: +4312163275

e-mail: office@rokitan.com

Z.Nr: 16.362

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im J√§nner 2017.

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Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Lidaprim forte Filmtabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Sulfamethoxazol Trimethoprim
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Rokitan GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 15.10.1981
ATC Code J01EE03
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Sulfonamide und Trimethoprim

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden