Wirkstoff(e) Metamizol-Natrium
Zulassungsland Österreich
Hersteller Opella Healthcare Austria GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 02.05.1952
ATC Code N02BB02
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Andere Analgetika und Antipyretika

Zulassungsinhaber

Opella Healthcare Austria GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Metamizol Kalceks 500 mg/ml Injektionslösung Metamizol-Natrium AS Kalceks
Metagelan 1,0 g-Injektionslösung Metamizol-Natrium G.L. Pharma GmbH
Novalgin Tropfen Metamizol-Natrium Opella Healthcare Austria GmbH
Metagelan 500 mg/ml-Tropfen Metamizol-Natrium G.L. Pharma GmbH
Novalgin 2,5 g Ampullen Metamizol-Natrium Opella Healthcare Austria GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Novalgin ist ein schmerzstillendes, fiebersenkendes und krampflösendes Arzneimittel.
Es wird angewendet zur kurzfristigen Behandlung von:

  • akuten starken Schmerzen nach Verletzungen oder Operationen,
  • krampfartigen Leibschmerzen (Koliken),
  • Tumorschmerzen,
  • sonstigen akuten oder chronischen starken Schmerzen, soweit andere therapeutische Maßnahmen
    nicht angezeigt sind,
  • hohem Fieber, das auf andere Maßnahmen nicht anspricht.

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Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Novalgin darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Metamizol oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen
    Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
  • wenn Sie allergisch gegen Arzneimittel sind, die Pyrazolone (z. B. Isopropylaminophenazon,
    Propyphenazon oder Phenazon) oder Pyrazolidine (z. B. Phenylbutazon, Oxyphenbutazon)
    enthalten,
  • falls Sie in der Vergangenheit bei Verwendung von Schmerzmitteln mit asthmaartigen ZustĂ€nden
    oder Atemnot (sog. „Analgetika-Asthma“), Nesselausschlag oder Schwellungen im Gesicht
    und/oder an den SchleimhÀuten im Mund und Rachen reagiert haben,
  • wenn Ihr Knochenmark geschĂ€digt ist (z. B. nach einer Chemotherapie) oder die Blutbildung
    aufgrund einer Erkrankung des blutbildenden Systems beeintrÀchtigt ist,
  • falls Sie an einer der folgenden Stoffwechselerkrankungen leiden:
  • sog. „Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel“: eine seltene Erbkrankheit, bei der ein
    Zerfall der roten Blutkörperchen ausgelöst werden kann,
  • sog. „akute hepatische Porphyrie“: eine seltene Störung der Bildung des roten Blutfarbstoffs,
    bei der sog. „Porphyrieattacken“ mit Bauchschmerzen und/oder ZNS-Beschwerden ausgelöst
    werden können,
  • wenn Sie in den letzten 3 Monate einer Schwangerschaft sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Novalgin einnehmen.

Bei nur geringfĂŒgigen Schmerz- und FieberzustĂ€nden ist Novalgin nicht angezeigt.

Bei folgenden Beschwerden, die unter einer Behandlung mit Novalgin auftreten, muss sofort die Anwendung von Novalgin beendet und unverzĂŒglich ein Arzt aufgesucht werden:

  • Wenn es zu einer unerwarteten Verschlechterung Ihres Allgemeinbefindens kommt, das Fieber nicht
    abklingt oder neu auftritt oder schmerzhafte SchleimhautverÀnderungen in Mund, Nase oder Rachen
    auftreten. Diese Erscheinungen können ein Hinweis auf eine schwere Nebenwirkung sein (sog.
    „Agranulozytose“ = Hemmung der Neubildung weißer Blutkörperchen. Siehe auch 4. „Welche
    Nebenwirkungen sind möglich?“). Unter UmstĂ€nden kann sich das Risiko einer Agranulozytose
    erhöhen, wenn Novalgin lÀnger als eine Woche angewendet wird.
  • Wenn wĂ€hrend der Novalgin-Behandlung punktförmige Blutungen an Haut und/oder
    SchleimhÀuten auftreten oder wenn Sie eine verstÀrkte Neigung zu Blutungen bemerken. Die Zahl
    der BlutplÀttchen könnte vermindert sein.
  • Wenn Sie zu SchwĂ€che und einer erhöhten AnfĂ€lligkeit fĂŒr Infektionen und BlutergĂŒsse neigen. In
    diesem Fall, wenn es zu einer stark verringerten Zahl aller Blutzellen gekommen ist, wird Ihr Arzt
    die Behandlung sofort abbrechen.
  • Wenn bei Ihnen eine schwere Hauterkrankung mit Störung des Allgemeinbefindens, schmerzhafter
    Blasenbildung der Haut, besonders im Mund-, Augen- und Genitalbereich, auftritt.
  • Wenn bei Ihnen schwere Reaktionen an der Haut und Schleimhaut mit ausgedehnter Blasenbildung
    und Rötung auftreten.

In den oben beschriebenen FĂ€llen wird der Arzt Ihr Blutbild so lange kontrollieren, bis sich die Werte
wieder normalisiert haben.
Auch bei lĂ€ngerfristiger Behandlung mit Novalgin sind regelmĂ€ĂŸige Blutbildkontrollen erforderlich
(siehe auch 3. „Wie ist Novalgin einzunehmen?“).

Wenn Sie an einer der folgenden Erkrankungen/Beschwerden leiden, mĂŒssen Sie vor Beginn der Behandlung Ihren Arzt darĂŒber informieren, weil das Risiko schwerer UnvertrĂ€glichkeitsreaktionen erhöht ist:

  • wenn Sie bei Verwendung von Schmerzmitteln jemals asthmaartige ZustĂ€nde oder Atemnot,
    Nesselausschlag oder Schwellungen im Gesicht und/oder an den SchleimhÀuten im Mund und
    Rachen hatten (siehe „Novalgin darf nicht eingenommen werden“),
  • Asthma, insbesondere wenn Sie gleichzeitig an chronischem Schnupfen mit
    NasennebenhöhlenentzĂŒndung (sog. „Rhinosinusitis“) und Nasenpolypen leiden,
  • bei chronischem Nesselausschlag,
  • UnvertrĂ€glichkeit gegen bestimmte Farbstoffe (z. B. Tartrazin) bzw. Konservierungsmittel (z. B.
    Benzoate),
  • UnvertrĂ€glichkeit gegen Alkohol (starke Gesichtsrötung, TrĂ€nenfluss und Niesen schon nach Konsum geringer Alkoholmengen).

In diesen FĂ€llen wird Ihr Arzt die Behandlung mit Novalgin streng ĂŒberwachen. Wenn Sie wĂ€hrend der
Behandlung VerÀnderungen an der Haut oder andere Anzeichen einer UnvertrÀglichkeitsreaktion
bemerken sollten, mĂŒssen Sie sich sofort an einen Arzt wenden, der die Behandlung abbrechen wird.
Patienten, die auf Metamizol allergische Reaktionen zeigen, sind auch besonders gefÀhrdet, in gleicher
Weise auf andere Schmerzmittel, vor allem solche, die andere Pyrazolone/Pyrazolidine enthalten, zu
reagieren (siehe auch „Novalgin darf nicht eingenommen werden“).

Novalgin kann den Blutdruck unter UmstÀnden stark senken. Diese Reaktion kann von der Dosis abhÀngen und tritt eher auf bei:

  • zu niedrigem oder stark schwankendem Blutdruck,
  • beginnendem Kreislaufversagen (z. B. nach einem Herzinfarkt oder bei Schwerverletzten),
  • FlĂŒssigkeitsmangel (z. B. durch zu geringe FlĂŒssigkeitsaufnahme),
  • hohem Fieber.

Ihr Arzt wird in solchen FĂ€llen die Behandlung besonders ĂŒberwachen und gegebenenfalls
kreislaufunterstĂŒtzende Maßnahmen ergreifen.

Wenn Sie unter einer schweren Erkrankung der HerzkranzgefĂ€ĂŸe oder einer starken Verengung der
hirnversorgenden BlutgefĂ€ĂŸe leiden, wird Ihr Arzt ebenfalls die Kreislauffunktion streng ĂŒberwachen,
um einem Blutdruckabfall vorzubeugen.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie an einer Störung der Nieren- oder Leberfunktion leiden, da er dann
die Behandlung sorgfĂ€ltig ĂŒberwachen und gegebenenfalls die Dosierung entsprechend anpassen wird.
Nach der Verwendung höherer Novalgin-Dosen kann der Harn rötlich gefÀrbt sein. Dies wird durch ein
Stoffwechselprodukt hervorgerufen und ist harmlos.

Novalgin soll – wie alle Schmerzmittel – nicht ĂŒber lĂ€ngere Zeit oder in hohen Dosen ohne Ă€rztlichen
Rat angewendet werden. Bei starken Schmerzen im Bauchraum sollten schmerzstillende Mittel
möglichst nicht vor der Untersuchung durch den Arzt genommen werden, da sie die Diagnose wichtiger
Beschwerden verschleiern können. Gegebenenfalls ist dem Arzt davon Mitteilung zu machen.

Einnahme von Novalgin zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,
kĂŒrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel
einzunehmen/anzuwenden.

Novalgin kann die Wirkung von Arzneimitteln, die Ciclosporin enthalten, vermindern. Bei
gleichzeitiger Anwendung ist daher eine Kontrolle durch den Arzt (Bestimmung der Blutspiegel von
Ciclosporin) erforderlich.

Bei einer gleichzeitigen Behandlung mit Schmerzmitteln (Metamizol) und einem sog.
„Antirheumatikum“ (Methotrexat) kann es v. a. bei Ă€lteren Patienten zu einem ansteigenden Risiko fĂŒr
die SchÀdigung des Knochenmarks oder des Blutes kommen. Daher sollte diese
Arzneimittelkombination vermieden werden.


Die gleichzeitige Behandlung mit bestimmten Arzneimitteln zur BlutverdĂŒnnung
(AcetylsalicylsĂ€ure/Aspirin) kann die Wirkung auf die BlutverdĂŒnnung herabsetzen. Bitte sprechen Sie
daher vor der gleichzeitigen Einnahme mit Ihrem Arzt.


Bei gleichzeitiger Behandlung mit Arzneimitteln, die Bupropion (gegen Depressionen) enthalten, kann
Metamizol die Konzentration von Bupropion im Blut verringern. Bitte sprechen Sie vor der
gleichzeitigen Einnahme mit Ihrem Arzt.


Bei gleichzeitiger Anwendung mit Arzneimitteln, die Chlorpromazin enthalten, kann es zu einer starken
Senkung der Körpertemperatur kommen.


Bei Patienten, die Metamizol anwenden, wurde ĂŒber eine Interferenz mit bestimmten Labortests
berichtet (z. B. Tests zur Messung der Serumspiegel von Kreatinin, Triglyceriden, HDL-Cholesterin
und HarnsÀure).


Einnahme von Novalgin zusammen mit Alkohol
WĂ€hrend einer Behandlung mit Novalgin soll kein Alkohol konsumiert werden, da die Wirkung von
Novalgin verÀndert wird.


Schwangerschaft, Stillzeit und FortpflanzungsfÀhigkeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen,
schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um
Rat.


Schwangerschaft:
Vorliegende Daten zur Anwendung von Metamizol wÀhrend der ersten drei Monate der
Schwangerschaft sind begrenzt, weisen jedoch nicht auf schÀdliche Wirkungen auf den Embryo
hin. In EinzelfÀllen, wenn keine anderen Behandlungsoptionen bestehen, können Einzeldosen
Metamizol wĂ€hrend des ersten und zweiten Trimenons nach RĂŒcksprache mit Ihrem Arzt oder
Apotheker und nachdem eine strenge Nutzen-Risiko-AbwÀgung einer Anwendung von Metamizol
vorgenommen wurde vertretbar sein. Jedoch wird generell die Anwendung von Metamizol
wÀhrend des ersten und zweiten Trimenons nicht empfohlen.
WĂ€hrend der letzten drei Monate der Schwangerschaft dĂŒrfen Sie Novalgin Filmtabletten nicht
anwenden, da ein erhöhtes Risiko fĂŒr Komplikationen bei Mutter und Kind besteht (Blutungen,
frĂŒhzeitiger Verschluss eines wichtigen BlutgefĂ€ĂŸes, des sogenannten Ductus Botalli, beim
ungeborenen Kind, das sich natĂŒrlicherweise erst nach der Geburt verschließt).

Stillzeit:
Die Abbauprodukte von Metamizol gehen in betrĂ€chtlicher Menge in die Muttermilch ĂŒber und ein
Risiko fĂŒr das gestillte Kind kann nicht ausgeschlossen werden. Insbesondere eine wiederholte
Anwendung von Metamizol wÀhrend der Stillzeit muss deshalb vermieden werden. Im Falle einer
Einzelanwendung von Metamizol wird MĂŒttern geraten, die Muttermilch fĂŒr 48 Stunden nach der
Anwendung zu sammeln und zu verwerfen.

VerkehrstĂŒchtigkeit und FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen
In der empfohlenen Dosierung ist keine BeeintrÀchtigung des Konzentrations- und Reaktionsvermögens
bekannt.


Vorsichtshalber sollte man aber, zumindest bei höheren Dosierungen, die Möglichkeit einer
BeeintrĂ€chtigung in Betracht ziehen und auf das Bedienen von Maschinen, das FĂŒhren von Fahrzeugen
und sonstige gefahrvolle TĂ€tigkeiten verzichten. Dies gilt insbesondere, wenn Sie Alkohol zu sich
genommen haben.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem
Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.


Die Dosierung richtet sich nach der IntensitÀt der Schmerzen oder des Fiebers und der individuellen
Empfindlichkeit, auf Novalgin zu reagieren.


Es sollte immer die niedrigste schmerz- und fieberkontrollierende Dosis gewÀhlt werden. Ihr Arzt wird
Ihnen sagen, wie Sie Novalgin Filmtabletten anwenden sollen.


Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren (die ĂŒber 53 kg wiegen) können bis zu 1000 mg Metamizol
pro Einzeldosis einnehmen (2 Tabletten), und dies bis zu 4-mal am Tag in AbstĂ€nden von 6–
8 Stunden. Die Tagesmaximaldosis betrÀgt 4000 mg (entsprechend 8 Tabletten).
30 bis 60 Minuten nach der Einnahme kann eine deutliche Wirkung erwartet werden.
Novalgin Filmtabletten sollten bei Kindern unter 15 Jahren nicht angewendet werden. Andere
Darreichungsformen und StĂ€rken dieses Arzneimittels sind fĂŒr kleinere Kinder verfĂŒgbar; wenden Sie
sich an Ihren Arzt oder Apotheker.


Ältere Patienten, Patienten mit reduziertem Allgemeinzustand und Patienten mit eingeschrĂ€nkter Nierenfunktion
Bei Àlteren Patienten, Patienten mit reduziertem Allgemeinzustand und Patienten mit eingeschrÀnkter
Nierenfunktion sollte die Dosis vermindert werden, da die Ausscheidung der Abbauprodukte von
Metamizol verzögert sein kann.


Patienten mit eingeschrÀnkter Nieren- oder Leberfunktion
Da bei Patienten mit eingeschrÀnkter Nieren- oder Leberfunktion die Ausscheidungsgeschwindigkeit
vermindert ist, sollten mehrfache hohe Dosen vermieden werden. Bei nur kurzzeitiger Anwendung ist
keine Dosisreduktion notwendig. Zur Langzeitanwendung liegt keine Erfahrung vor.

Art und Dauer der Anwendung
Zum Einnehmen.
Novalgin Filmtabletten sind unzerkaut mit ausreichend FlĂŒssigkeit (z. B. einem Glas Wasser)
einzunehmen.


Über die Dauer der Anwendung, welche sich nach Art und Schwere der Erkrankung richtet, entscheidet
Ihr Arzt.


Bei lĂ€ngerfristiger Behandlung mit Novalgin wird Ihr Arzt regelmĂ€ĂŸig Ihr Blutbild kontrollieren.

Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge von Novalgin eingenommen haben, als Sie sollten
Nach Überdosierungen wurden Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, eine EinschrĂ€nkung der
Nierenfunktion/akutes Nierenversagen und seltener Schwindel, SchlÀfrigkeit, Koma, KrÀmpfe
sowie Blutdruckabfall bis hin zum Schock und erhöhter Puls beobachtet. Bei Auftreten dieser
Beschwerden mĂŒssen Sie unverzĂŒglich einen Arzt verstĂ€ndigen.

Hinweis fĂŒr das medizinische Fachpersonal:
Weitere Informationen zur Überdosierung finden Sie am Ende dieser Gebrauchsinformation.

Wenn Sie die Einnahme von Novalgin vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Setzen
Sie stattdessen die Behandlung wie gewohnt fort.

Wenn Sie die Einnahme von Novalgin abbrechen
Wenn die Behandlung vorzeitig abgebrochen wird, können die ursprĂŒnglichen Beschwerden wiederum
auftreten.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder
Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem
auftreten mĂŒssen.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

  • Blutdruckabfall (nicht allergisch bedingt, dosisabhĂ€ngig) nach der Einnahme, der manchmal auch
    schwer sein kann.
  • Auch bei Anwendung an Patienten mit hohem Fieber kann es zu starkem Blutdruckabfall kommen.
  • Arzneimittelausschlag.

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

  • Allergische (Überempfindlichkeits-)Reaktion, hĂ€ufig einhergehend mit Blutdruckabfall, Schwindel,
    Übelkeit und evtl. Atemnot.
  • Haut- und Schleimhautreaktionen (wie z. B. Juckreiz, Brennen, Rötung, Nesselausschlag,
    Schwellungen), Atemnot, Magen-Darm-Beschwerden; Übergang zu großflĂ€chigem
    Nesselausschlag mit starken Schwellungen, z. B. im Gesicht, aber auch im Hals-Rachen-Raum
    (Erstickungsgefahr!), asthmaartige ZustÀnde, Herzrhythmusstörungen und Blutdruckabfall oder -
    anstieg.
  • Bei Patienten mit sog. „Analgetika-Asthma“ (siehe „Novalgin darf nicht eingenommen werden“)
    Ă€ußern sich UnvertrĂ€glichkeitsreaktionen typischerweise in Form von AsthmaanfĂ€llen.
  • EntzĂŒndliche HautverĂ€nderungen (u. a. Rötungen, BlĂ€schenbildung).

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

  • Kreislaufschock.
  • Sogenanntes „Analgetika-Asthma“ (asthmaartige AnfĂ€lle, ausgelöst durch Schmerzmittel) (siehe
    „Novalgin darf nicht eingenommen werden“).
  • Akute Nierenfunktionsstörungen bis hin zum Nierenversagen: Ausscheidung von Proteinen im
    Harn, Verminderung oder Ausbleiben der Harnproduktion; akute NierenentzĂŒndung.

Nicht bekannt (auf Grundlage der verfĂŒgbaren Daten nicht abschĂ€tzbar)

  • Blutarmut aufgrund der Verminderung des blutbildenden Knochenmarks, einhergehend mit starker
    Verminderung aller Blutzellen, kann zu SchwĂ€che und erhöhter AnfĂ€lligkeit fĂŒr Infektionen und
    BlutergĂŒsse fĂŒhren.
  • Starke Verminderung bestimmter weißer Blutzellen, erhöht die AnfĂ€lligkeit fĂŒr Infektionen, Fieber.
    Die Agranulozytose Ă€ußert sich in hohem Fieber, SchĂŒttelfrost, Halsschmerzen,
    Schluckbeschwerden sowie EntzĂŒndung im Mund-, Nasen-, Rachen- und Genital- oder
    Analbereich. Bei Patienten, die Antibiotika erhalten, können diese Zeichen allerdings minimal sein.
    Lymphknoten- oder Milzschwellung ist gering oder fehlt ganz. Die Blutsenkung ist stark
    beschleunigt, die Granulozyten (bestimmte weiße Blutzellen) sind erheblich vermindert oder fehlen
    vollstĂ€ndig. Im Allgemeinen, aber nicht immer, finden sich aber normale Werte fĂŒr andere
    Blutbestandteile (z. B. roter Blutfarbstoff, rote Blutzellen und BlutplÀttchen).
  • Verminderung der Zahl aller weißen Blutzellen.
  • Starke Verminderung der BlutplĂ€ttchen, wodurch erhöhtes Risiko einer Blutung und Neigung zu
    BlutergĂŒssen besteht.
  • Allergische Herzerkrankung (Kounis-Syndrom).
  • Allergische (Überempfindlichkeits-)Reaktionen, hĂ€ufig einhergehend mit starkem Blutdruckabfall,
    Schwellungen, Kreislaufversagen, Bewusstlosigkeit.
  • AsthmaanfĂ€lle.
  • Schwere Hauterkrankung mit Störung des Allgemeinbefindens, schmerzhafte Blasenbildung der
    Haut besonders im Mund-, Augen- und Genitalbereich; blasenförmige Ablösung der Haut.
  • Magen-Darm-Blutung.

Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch
fĂŒr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.
Sie können Nebenwirkungen auch direkt ĂŒber das
Bundesamt fĂŒr Sicherheit im Gesundheitswesen
Traisengasse 5
1200 Wien
Österreich
Fax: +43 (0) 50 555 36207
Website: http://www.basg.gv.at/
anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen
ĂŒber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur VerfĂŒgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schĂŒtzen.
Bewahren Sie dieses Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich auf.


Sie dĂŒrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton/Blister nach „Verwendbar bis“/„Verw. bis“
angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag
des angegebenen Monats.


Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie
das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der
Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Novalgin Filmtabletten enthalten
– Der Wirkstoff ist: Metamizol-Natrium 1 H2O.
1 Filmtablette enthÀlt 500 mg Metamizol-Natrium 1 H2O.
– Die sonstigen Bestandteile sind:
– Tablettenkern: Macrogol 4000, Magnesiumstearat,
– TablettenĂŒberzug: Methylhydroxypropylcellulose, Saccharin-Natrium 2 H2O, Macrogol 8000,
Titandioxid (E 171), Talkum.

Wie Novalgin Filmtabletten aussehen und Inhalt der Packung
Novalgin Filmtabletten sind nahezu weiße, beidseitig gewölbte, lĂ€ngliche Filmtabletten mit der PrĂ€gung
„OEP“ auf einer Seite. Eine Packung enthĂ€lt 10, 30, 50, 100, 200 oder 1.000 Filmtabletten in
PVC/Aluminiumblisterpackungen.
Es werden möglicherweise nicht alle PackungsgrĂ¶ĂŸen in den Verkehr gebracht.


Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller:
sanofi-aventis GmbH, Leonard-Bernstein-Straße 10, 1220 Wien, Österreich
oder
Hersteller:
Chinoin Pharmaceutical and Chemical Private Works Co. Ltd., LĂ©vai u. 5
2112 VeresegyhĂĄz, Ungarn
Z. Nr.: 3.192

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt ĂŒberarbeitet im Juni 2019.

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Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Novalgin Filmtabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Metamizol-Natrium
Zulassungsland Österreich
Hersteller Opella Healthcare Austria GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 02.05.1952
ATC Code N02BB02
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können fĂŒr die Korrektheit der Daten keine Haftung ĂŒbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. FĂŒr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden