Wirkstoff(e) Metamizol-Natrium
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller G.L. Pharma GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 10.03.2017
ATC Code N02BB02
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Andere Analgetika und Antipyretika

Kurzinformationen

Zulassungsinhaber

G.L. Pharma GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Novalgin Tropfen Metamizol-Natrium Opella Healthcare Austria GmbH
Metamizol Kalceks 500 mg/ml Injektionslösung Metamizol-Natrium AS Kalceks
Novalgin Filmtabletten Metamizol-Natrium Opella Healthcare Austria GmbH
Metagelan 1,0 g-Injektionslösung Metamizol-Natrium G.L. Pharma GmbH
Novalgin 2,5 g Ampullen Metamizol-Natrium Opella Healthcare Austria GmbH

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Metagelan ist ein schmerzstillendes, fiebersenkendes und krampflösendes Arzneimittel, welches 500 mg des Wirkstoffes Metamizol-Natrium enthält. Dieser gehört zur Gruppe der sogenannten NSAR (nicht-steroidale-Antirheumatika). 

Metagelan wird angewendet bei Jugendlichen ab 15 Jahren und Erwachsenen zur kurzfristigen Behandlung von akuten starken Schmerzen nach Verletzungen oder Operationen, krampfartigen Bauchschmerzen (Koliken), Tumorschmerzen, sonstigen akuten oder chronischen starken Schmerzen, soweit andere Behandlungsmöglichkeiten nicht angezeigt sind und hohem Fieber, das auf andere Maßnahmen nicht anspricht.

Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Bevor Sie das Arzneimittel einnehmen, stellen Sie sicher, dass die hier aufgelisteten Beschwerden nicht auf Sie zutreffen.

Wie wird es angewendet?

Die genaue Dosierung und das Dosierungsintervalle werden vom behandelnden Arzt/√Ąrztin festgelegt. Die Dosierung richtet sich normalerweise nach der Intensit√§t der Schmerzen oder des Fiebers und der individuellen Empfindlichkeit, auf Metagelan zu reagieren. Es sollte immer die niedrigste schmerz- und fieberkontrollierende Dosis gew√§hlt werden.

Wie soll es aufbewahrt werden?

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen. Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Die Kurzinformation

Alle f√ľr die Kurzinformation herangezogenen Informationen stammen von der Gebrauchsinformation des jeweiligen Medikaments. Kurzinformationen sollen Ihnen dabei helfen einen schnellen √úberblick √ľber ein Medikament zu gewinnen. Diese Informationen sind aus Gr√ľnden der Lesbarkeit bewusst verk√ľrzt und beinhalten nicht alle Anwendungsgebiete, Gegenanzeigen und Nebenwirkungen. Bitte lesen Sie die gesamte Gebrauchsinformation - speziell bei Fragen zu Gegenanzeigen, Dosierungen und Nebenwirkungen.
Markus Falkenstätter, BSc

Markus Falkenstätter, BSc
Autor

Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer
Lektor

Stefanie Lehenauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Metagelan ist ein schmerzstillendes, fiebersenkendes und krampflösendes Arzneimittel.

Metagelan wird angewendet bei Jugendlichen ab 15 Jahren und Erwachsenen zur kurzfristigen Behandlung von:

  • akuten starken Schmerzen nach Verletzungen oder Operationen,
  • krampfartigen Bauchschmerzen (Koliken),
  • Tumorschmerzen,
  • sonstigen akuten oder chronischen starken Schmerzen, soweit andere Behandlungsm√∂glichkeiten nicht angezeigt sind,
  • hohem Fieber, das auf andere Ma√ünahmen nicht anspricht.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Metagelan darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Metamizol-Natrium-Monohydrat oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • wenn Sie allergisch gegen Arzneimittel sind, die Pyrazolone (wie Isopropylaminophenazon, Propyphenazon, Phenazon oder Phenylbutazon) oder Pyrazolidine enthalten.
  • falls Sie in der Vergangenheit bei Verwendung von Schmerzmitteln mit asthmaartigen Zust√§nden oder Atemnot (sogenanntes ‚ÄěAnalgetika-Asthma‚Äú), Nesselausschlag oder Schwellungen im Gesicht und/oder an den Schleimh√§uten im Mund und Rachen reagiert haben.
  • wenn Ihr Knochenmark gesch√§digt ist (z.B. nach einer Chemotherapie) oder die Blutbildung aufgrund einer Erkrankung des blutbildenden Systems beeintr√§chtigt ist.
  • falls Sie an einer der folgenden Stoffwechselerkrankungen leiden:

    • sogenannter ‚ÄěGlukose-6-phosphat-Dehydrogenase-Mangel‚Äú: eine seltene Erbkrankheit, bei der ein Zerfall der roten Blutk√∂rperchen ausgel√∂st werden kann.
    • sogenannte ‚Äěakute hepatische Porphyrie‚Äú: eine seltene St√∂rung der Bildung des roten Blutfarbstoffs bei der sogenannte ‚ÄěPorphyrie-Attacken‚Äú mit Bauchschmerzen und/oder Beschwerden, die das Zentralnervensystem betreffen, ausgel√∂st werden k√∂nnen.
  • w√§hrend der letzten 3 Monate der Schwangerschaft.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Metagelan einnehmen.

Bei nur geringf√ľgigen Schmerz- und Fieberzust√§nden ist Metagelan nicht angezeigt.

Wenn w√§hrend der Behandlung mit Metagelan folgende Beschwerden auftreten, muss die Einnahme von Metagelan sofort beendet und unverz√ľglich ein Arzt aufgesucht werden:

  • Wenn es zu einer unerwarteten Verschlechterung Ihres Allgemeinbefindens kommt, das Fieber nicht abklingt oder neu auftritt oder schmerzhafte Schleimhautver√§nderungen in Mund, Nase oder Rachen auftreten. Diese Erscheinungen k√∂nnen ein Hinweis auf eine schwere Nebenwirkung sein (sogenannte ‚ÄěAgranulozytose‚Äú = Hemmung der Neubildung wei√üer Blutk√∂rperchen; siehe auch Abschnitt 4. ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚Äú). Unter Umst√§nden kann sich das Risiko einer Agranulozytose erh√∂hen, wenn Metagelan l√§nger als eine Woche eingenommen wird.
  • Wenn w√§hrend der Metagelan-Behandlung punktf√∂rmige Blutungen an Haut und/oder Schleimh√§uten auftreten oder wenn Sie eine verst√§rkte Neigung zu Blutungen bemerken. Die Zahl der Blutpl√§ttchen k√∂nnte vermindert sein.
  • Wenn Sie zu Schw√§che und einer erh√∂hten Anf√§lligkeit f√ľr Infektionen und Bluterg√ľssen neigen. In diesem Fall, wenn es zu einer stark verringerten Anzahl aller Blutzellen gekommen ist, wird Ihr Arzt die Behandlung sofort abbrechen.
  • Wenn bei Ihnen eine schwere Hauterkrankung mit St√∂rung des Allgemeinbefindens, schmerzhafter Blasenbildung der Haut besonders im Mund-, Augen- und Genitalbereich auftritt.
  • Wenn bei Ihnen schwere Reaktionen von Haut und Schleimhaut mit ausgedehnter Blasenbildung und R√∂tung auftreten.

In den oben beschriebenen Fällen wird der Arzt Ihr Blutbild so lange kontrollieren, bis sich die Werte wieder normalisiert haben.

Auch bei l√§ngerfristiger Behandlung mit Metagelan sind regelm√§√üige Blutbildkontrollen erforderlich (siehe auch Abschnitt 3. ‚ÄěWie ist Metagelan einzunehmen?‚Äú).

Wenn Sie an einer der folgenden Erkrankungen/Beschwerden leiden, m√ľssen Sie vor Beginn der Behandlung Ihren Arzt dar√ľber informieren, da das Risiko f√ľr schwere Unvertr√§glichkeitsreaktionen erh√∂ht ist:

  • Wenn Sie bei Verwendung von Schmerzmitteln jemals asthmaartige Zust√§nde oder Atemnot, Nesselausschlag oder Schwellungen im Gesicht und/oder an den Schleimh√§uten im Mund und Rachen hatten (siehe ‚ÄěMetagelan darf nicht eingenommen werden,‚Äú).
  • Wenn Sie Asthma haben, insbesondere wenn Sie gleichzeitig an chronischem Schnupfen mit Nasennebenh√∂hlenentz√ľndung (sogenannte ‚ÄěRhinosinusitis‚Äú) und Nasenpolypen leiden.
  • Bei chronischem Nesselausschlag.
  • Bei Unvertr√§glichkeit gegen bestimmte Farbstoffe (z.B. Tartrazin) bzw. Konservierungsmittel (z.B. Benzoate).
  • Bei Unvertr√§glichkeit gegen Alkohol (starke Gesichtsr√∂tung, Tr√§nenfluss und Niesen schon nach Konsum geringer Alkoholmengen).

In diesen F√§llen wird Ihr Arzt die Behandlung mit Metagelan streng √ľberwachen. Wenn Sie w√§hrend der Behandlung Ver√§nderungen an der Haut oder andere Anzeichen einer Unvertr√§glichkeitsreaktion bemerken, m√ľssen Sie sich sofort an einen Arzt wenden, der die Behandlung abbrechen wird.

Schwere Hautreaktionen

Schwere Hautreaktionen, einschließlich Stevens-Johnson-Syndrom, toxischer epidermaler Nekrolyse, Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), wurden im Zusammenhang mit einer Metamizolbehandlung berichtet.

Brechen Sie die Anwendung von Metamizol ab und begeben Sie sich sofort in ärztliche Behandlung, wenn Sie eines oder mehrere der in Abschnitt 4 beschriebenen Symptome dieser schweren Hautreaktionen bei sich bemerken.

Wenn bei Ihnen jemals schwere Hautreaktionen aufgetreten sind, d√ľrfen Sie die Behandlung mit Metagelan zu keinem Zeitpunkt wieder aufnehmen (siehe Abschnitt 4).

Patienten, die auf den Wirkstoff Metamizol allergische Reaktionen zeigen, sind auch besonders gef√§hrdet, in gleicher Weise auf andere Schmerzmittel, vor allem solche, die andere Pyrazolone/Pyrazolidine enthalten, zu reagieren (siehe auch ‚ÄěMetagelan darf nicht eingenommen werden,‚Äú).

Metagelan kann den Blutdruck unter Umständen stark senken. Diese Reaktion kann von der Dosis abhängen und tritt eher auf bei:

  • zu niedrigem oder stark schwankendem Blutdruck,
  • beginnendem Kreislaufversagen (z.B. nach einem Herzinfarkt oder bei Schwerverletzten),
  • Fl√ľssigkeitsmangel (z.B. durch zu geringe Fl√ľssigkeitsaufnahme),
  • hohem Fieber.

Ihr Arzt wird in solchen F√§llen die Behandlung besonders √ľberwachen und gegebenenfalls kreislaufunterst√ľtzende Ma√ünahmen ergreifen.

Wenn Sie an einer schweren Erkrankung der Herzkranzgef√§√üe oder einer starken Verengung der hirnversorgenden Blutgef√§√üe leiden, wird Ihr Arzt ebenfalls die Kreislauffunktion streng √ľberwachen, um einem Blutdruckabfall vorzubeugen.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie an einer St√∂rung der Nieren- oder Leberfunktion leiden, da er dann die Behandlung sorgf√§ltig √ľberwachen und gegebenenfalls die Dosierung entsprechend anpassen wird.

Leberprobleme

Bei Patienten, die Metamizol einnehmen, wurde √ľber eine Leberentz√ľndung berichtet, wobei sich Symptome innerhalb weniger Tage bis weniger Monate nach Behandlungsbeginn entwickelten.

Brechen Sie die Anwendung von Metagelan ab und wenden Sie sich an einen Arzt, wenn bei Ihnen Symptome von Leberproblemen auftreten wie Unwohlsein (√úbelkeit oder Erbrechen), Fieber, M√ľdigkeit, Appetitlosigkeit, dunkler Urin, heller Stuhlgang, Gelbf√§rbung der Haut oder des wei√üen Teils der Augen, Juckreiz, Ausschlag oder Schmerzen im Oberbauch. Ihr Arzt wird Ihre Leberfunktion √ľberpr√ľfen.

Sie sollten Metagelan nicht anwenden, falls Sie bereits fr√ľher ein Metamizol-haltiges Arzneimittel angewendet haben und Leberprobleme aufgetreten sind.

Nach der Verwendung höherer Metagelan-Dosen kann der Harn rötlich gefärbt sein. Dies wird durch ein Stoffwechselprodukt hervorgerufen und ist harmlos.

Metagelan darf ‚Äď wie alle Schmerzmittel ‚Äď nicht √ľber l√§ngere Zeit oder in hohen Dosen ohne √§rztlichen Rat eingenommen werden. Bei starken Schmerzen im Bauchraum sollen schmerzstillende Arzneimittel m√∂glichst nicht vor der Untersuchung durch den Arzt genommen werden, da sie die Diagnose wichtiger Anzeichen verschleiern k√∂nnen. Gegebenenfalls ist dem Arzt davon Mitteilung zu machen.

Einnahme von Metagelan zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden:

  • Bupropion, ein Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen und zur Raucherentw√∂hnung
  • Efavirenz, ein Arzneimittel zur Behandlung von HIV/AIDS
  • Methadon, ein Arzneimittel zur Behandlung der Abh√§ngigkeit von illegalen Substanzen (sogenannte Opioide)
  • Valproat, ein Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie oder bipolaren St√∂rungen
  • Tacrolimus, ein Arzneimittel zur Vorbeugung von Organabsto√üungsreaktionen bei transplantierten Patienten
  • Sertralin, ein Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen.

Metagelan kann die Wirkung von Arzneimitteln, die Ciclosporin enthalten, vermindern. Bei gleichzeitiger Anwendung ist daher eine Kontrolle durch den Arzt (Bestimmung der Blutspiegel von Ciclosporin) erforderlich.

Bei gleichzeitiger Behandlung mit Metagelan und Methotrexat (einem sogenannten Antirheumatikum) kann es vor allem bei √§lteren Patienten zu einem ansteigenden Risiko f√ľr die Sch√§digung des Knochenmarks oder des Blutes kommen. Daher muss diese Arzneimittelkombination vermieden werden.

Die gleichzeitige Behandlung mit Metagelan und bestimmten Arzneimitteln zur Blutverd√ľnnung (Acetylsalicyls√§ure) kann die Wirkung auf die Blutverd√ľnnung herabsetzen. Bitte sprechen Sie daher vor der gleichzeitigen Einnahme mit Ihrem Arzt.

Bei gleichzeitiger Behandlung mit Arzneimitteln, die Chlorpromazin enthalten, kann es zu einer starken Senkung der Körpertemperatur kommen.

Einnahme von Metagelan zusammen mit Alkohol

Während der Behandlung mit Metagelan darf kein Alkohol konsumiert werden, da dadurch die Wirkung von Metagelan verändert werden kann.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Vorliegende Daten zur Anwendung von Metamizol w√§hrend der ersten drei Monate der Schwangerschaft sind begrenzt, weisen jedoch nicht auf sch√§dliche Wirkungen auf den Embryo hin. In Einzelf√§llen, wenn keine anderen Behandlungsoptionen bestehen, k√∂nnen Einzeldosen Metamizol w√§hrend des ersten und zweiten Trimenons nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker und nachdem eine strenge Nutzen-Risiko-Abw√§gung einer Anwendung von Metamizol vorgenommen wurde vertretbar sein. Jedoch wird generell die

Anwendung von Metamizol w√§hrend des ersten und zweiten Trimenons nicht empfohlen. W√§hrend der letzten drei Monate der Schwangerschaft d√ľrfen Sie Metagelan nicht anwenden, da ein erh√∂htes Risiko f√ľr Komplikationen bei Mutter und Kind besteht (Blutungen, fr√ľhzeitiger Verschluss eines wichtigen Blutgef√§√ües, des sogenannten Ductus Botalli, beim ungeborenen Kind, das sich nat√ľrlicherweise erst nach der Geburt verschlie√üt).

Stillzeit

Die Abbauprodukte von Metamizol gehen in betr√§chtlicher Menge in die Muttermilch √ľber und ein Risiko f√ľr das gestillte Kind kann nicht ausgeschlossen werden. Insbesondere eine wiederholte Anwendung von Metamizol w√§hrend der Stillzeit muss deshalb vermieden werden. Im Falle einer Einzelanwendung von Metamizol wird M√ľttern geraten, die Muttermilch f√ľr 48 Stunden nach der Anwendung zu sammeln und zu verwerfen.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

In der empfohlenen Dosierung ist keine Beeinträchtigung des Konzentrations- und Reaktionsvermögens bekannt.

Vorsichtshalber ist aber, zumindest bei höheren Dosierungen, die Möglichkeit einer Beeinträchtigung in Betracht zu ziehen und auf das Bedienen von Maschinen, das Lenken von Fahrzeugen und sonstige gefahrvolle Tätigkeiten zu verzichten. Dies gilt insbesondere, wenn Sie Alkohol zu sich genommen haben.

Metagelan enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enth√§lt 1,42 mmol (32,7 mg) Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro Tablette. Dies entspricht 1,6% der f√ľr einen Erwachsenen empfohlenen maximalen t√§glichen Natriumaufnahme mit der Nahrung.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die Dosierung richtet sich nach der Intensität der Schmerzen oder des Fiebers und der individuellen Empfindlichkeit, auf Metagelan zu reagieren.

Es sollte immer die niedrigste schmerz- und fieberkontrollierende Dosis gewählt werden. Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wie Sie Metagelan anwenden sollen.

Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren (die √ľber 53 kg wiegen) k√∂nnen bis zu 1000 mg Metamizol pro Einzeldosis einnehmen (2 Tabletten), und dies bis zu 4-mal am Tag in Abst√§nden von 6‚Äď8 Stunden. Die Tagesmaximaldosis betr√§gt 4000 mg (entsprechend 8 Tabletten).

30 bis 60 Minuten nach der Einnahme kann eine deutliche Wirkung erwartet werden.

Metagelan sollte bei Kindern unter 15 Jahren nicht angewendet werden. Andere Darreichungsformen und St√§rken dieses Arzneimittels sind f√ľr kleinere Kinder verf√ľgbar; wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

√Ąltere Patienten, Patienten mit reduziertem Allgemeinzustand/mit eingeschr√§nkter Nierenfunktion

Bei älteren Patienten, Patienten mit reduziertem Allgemeinzustand und Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion sollte die Dosis vermindert werden, da die Ausscheidung der Abbauprodukte von Metamizol verzögert sein kann.

Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion

Da bei Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion die Ausscheidungsgeschwindigkeit vermindert ist, sollten mehrfache hohe Dosen vermieden werden. Bei nur kurzzeitiger Anwendung ist keine Dosisreduktion notwendig. Zur Langzeitanwendung liegt keine Erfahrung vor.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Metagelan-Tabletten sind unzerkaut mit ausreichend Fl√ľssigkeit (z.B. einem Glas Wasser) einzunehmen.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette, wenn Sie Schwierigkeiten haben, diese im Ganzen zu schlucken.

Dauer der Anwendung

√úber die Dauer der Anwendung, welche sich nach Art und Schwere der Erkrankung richtet, entscheidet Ihr Arzt.

Bei längerfristiger Behandlung mit Metagelan wird Ihr Arzt regelmäßig Ihr Blutbild kontrollieren.

Wenn Sie eine größere Menge von Metagelan eingenommen haben als Sie sollten

Nach √úberdosierungen wurden √úbelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, eine Einschr√§nkung der Nierenfunktion/akutes Nierenversagen und ‚Äď seltener ‚Äď Schwindel, Schl√§frigkeit, Koma, Kr√§mpfe sowie Blutdruckabfall bis hin zum Schock und erh√∂hter Puls beobachtet. Bei Auftreten dieser Beschwerden m√ľssen Sie unverz√ľglich einen Arzt verst√§ndigen.

Hinweis f√ľr den Arzt: Weitere Informationen zur √úberdosierung finden Sie am Ende dieser Gebrauchsinformation.

Wenn Sie die Einnahme von Metagelan vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Setzen Sie stattdessen die Behandlung wie gewohnt fort.

Wenn Sie die Einnahme von Metagelan abbrechen

Wenn die Behandlung vorzeitig abgebrochen wird, k√∂nnen die urspr√ľnglichen Beschwerden wieder auftreten.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Brechen Sie die Anwendung von Metagelan ab und wenden Sie sich sofort an einen Arzt wenn eines der folgenden Svmptome bei Ihnen auftritt:

Unwohlsein (√úbelkeit oder Erbrechen), Fieber, M√ľdigkeit, Appetitlosigkeit, dunkler Urin, heller Stuhlgang, Gelbf√§rbung der Haut oder des wei√üen Teils der Augen, Juckreiz, Ausschlag oder Schmerzen im Oberbauch. Diese Symptome k√∂nnen Anzeichen eines Leberschadens sein. Siehe auch Abschnitt 2. ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen".

Folgende Nebenwirkungen wurden berichtet:

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Blutdruckabfall (nicht allergisch bedingt, dosisabhängig) während oder nach der Einnahme, der manchmal auch schwer sein kann

  • starker Blutdruckabfall bei Patienten mit hohem Fieber
  • Arzneimittelausschlag

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

  • allergische (√úberempfindlichkeits-)Reaktion, h√§ufig einhergehend mit Blutdruckabfall, Schwindel, √úbelkeit und eventuell Atemnot
  • Haut- und Schleimhautreaktionen (wie z.B. Juckreiz, Brennen, R√∂tung, Nesselausschlag, Schwellungen), Atemnot, Magen-Darm-Beschwerden; √úbergang zu gro√üfl√§chigem Nesselausschlag mit starken Schwellungen, z.B. im Gesicht, aber auch im Hals-Rachenraum (mit Erstickungsgefahr), asthmaartige Zust√§nde, Herzrhythmusst√∂rungen und Blutdruckabfall oder -anstieg
  • bei Patienten mit sogenanntem ‚ÄěAnalgetika-Asthma‚Äú (siehe Abschnitt 2. ‚ÄěMetagelan darf nicht eingenommen werden,‚Äú) √§u√üern sich Unvertr√§glichkeitsreaktionen typischerweise in Form von Asthmaanf√§llen
  • entz√ľndliche Hautver√§nderungen (u.a. R√∂tungen, Bl√§schenbildung)

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

  • Kreislaufschock
  • sogenanntes ‚ÄěAnalgetika-Asthma‚Äú (asthmaartige Anf√§lle ausgel√∂st durch Schmerzmittel; siehe Abschnitt 2. ‚ÄěMetagelan darf nicht eingenommen werden,‚Äú)
  • akute Nierenfunktionsst√∂rungen bis hin zum Nierenversagen: Ausscheidung von Proteinen im Harn, Verminderung oder Ausbleiben der Harnproduktion; akute Nierenentz√ľndung

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar)

  • Blutarmut aufgrund der Verminderung des blutbildenden Knochenmarks, einhergehend mit starker Verminderung aller Blutzellen: kann zu Schw√§che und erh√∂hter Anf√§lligkeit f√ľr Infektionen und Bluterg√ľsse f√ľhren
  • starke Verminderung bestimmter wei√üer Blutzellen (Agranulozytose): erh√∂ht die Anf√§lligkeit f√ľr Infektionen, Fieber. Die Agranulozytose √§u√üert sich in hohem Fieber, Sch√ľttelfrost, Halsschmerzen, Schluckbeschwerden sowie Entz√ľndung im Mund-, Nasen-, Rachen- und Genital- oder Analbereich. Bei Patienten, die Antibiotika erhalten, k√∂nnen diese Anzeichen allerdings minimal sein. Lymphknoten- oder Milzschwellung ist gering oder fehlt ganz. Die Blutsenkung ist stark beschleunigt, die Granulozyten (bestimmte wei√üe Blutk√∂rperchen) sind erheblich vermindert oder fehlen vollst√§ndig. Im Allgemeinen, aber nicht immer, finden sich aber normale Werte f√ľr andere Blutbestandteile (z.B. roter Blutfarbstoff, rote Blutk√∂rperchen und Blutpl√§ttchen).
  • Verminderung der Zahl wei√üer Blutk√∂rperchen
  • starke Verminderung der Blutpl√§ttchen, wodurch ein erh√∂htes Risiko einer Blutung und Neigung zu Bluterg√ľssen besteht
  • allergische Herzerkrankung (Kounis-Syndrom)
  • allergische (√úberempfindlichkeits-)Reaktionen, h√§ufig einhergehend mit starkem Blutdruckabfall, Schwellungen, Kreislaufversagen, Bewusstlosigkeit
  • Asthmaanf√§lle
  • schwere Hauterkrankung mit St√∂rung des Allgemeinbefindens, schmerzhafte Blasenbildung der Haut besonders im Mund-, Augen- und Genitalbereich; blasenf√∂rmige Abl√∂sung der Haut
  • Leberentz√ľndung, Gelbf√§rbung der Haut oder des wei√üen Teils der Augen, erh√∂hter Blutspiegel von Leberenzymen
  • Magen-Darm-Blutung

Schwere Hautreaktionen

Brechen Sie die Anwendung von Metamizol ab und begeben Sie sich sofort in ärztliche Behandlung, wenn Sie eine der folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen bei sich

bemerken:

  • r√∂tliche, nicht erhabene, zielscheibenartige oder kreisf√∂rmige Flecken am Rumpf, h√§ufig mit Blasenbildung in der Mitte, Absch√§len der Haut, Geschw√ľre in Mund, Rachen und Nase sowie an den Genitalien und Augen. Diesen schwerwiegenden Hautausschl√§gen k√∂nnen Fieber und grippe√§hnliche Symptome vorangehen (Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse).
  • Gro√üfl√§chiger Ausschlag, hohe K√∂rpertemperatur und vergr√∂√üerte Lymphknoten (DRESS Syndrom oder Arzneimittel-√úberempfindlichkeitssyndrom).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das nationale Meldesystem (Details siehe unten) anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN √ĖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

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Wie soll es aufbewahrt werden?

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung und dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Metagelan enthält

  • Der Wirkstoff ist: Metamizol-Natrium-Monohydrat.
    1 Tablette enthält 500 mg Metamizol-Natrium-Monohydrat.
  • Die sonstigen Bestandteile sind: vorverkleisterte St√§rke, Macrogol 6000, Crospovidon (Typ A), Magnesiumstearat und hochdisperses Siliciumdioxid.

Wie Metagelan aussieht und Inhalt der Packung

Weiße bis gebrochen weiße, runde Tabletten mit Bruchkerbe auf einer Seite Blisterpackungen mit 10, 20, 30, 50, 100, 180, 200, 300 und 1000 Tabletten. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

G.L. Pharma GmbH, 8502 Lannach

Hersteller

G.L. Pharma GmbH, 8502 Lannach

Sofarimex ‚Äď Ind√ļstria Qu√≠mica e Farmac√™utica S.A., 2735-213 Cac√©m, Portugal

Z.Nr.: 137504

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Februar 2022.

Die folgenden Informationen sind f√ľr medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Therapie der √úberdosierung mit Metamizol

F√ľr Metamizol ist kein spezifisches Antidot bekannt. Liegt die Einnahme von Metamizol nur kurz zur√ľck, kann versucht werden, die Aufnahme in den K√∂rper durch resorptionsmindernde Ma√ünahmen (z.B. Aktivkohle) zu begrenzen. Der Hauptmetabolit (4-N-Methylaminoantipyrin) kann durch H√§modialyse, H√§mofiltration, H√§moperfusion oder Plasmafiltration eliminiert werden.

Die Behandlung der Intoxikation kann, ebenso wie die Prävention von schweren Komplikationen, allgemeine und spezielle intensivmedizinische Überwachung und Behandlung erforderlich machen.

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Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Metagelan 500 mg-Tabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Metamizol-Natrium
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller G.L. Pharma GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 10.03.2017
ATC Code N02BB02
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden