Truxal 15 mg - Filmtabletten

Abbildung Truxal 15 mg - Filmtabletten
Wirkstoff(e) Chlorprothixen
Zulassungsland Österreich
Hersteller Lundbeck Austria GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 10.03.1960
ATC Code N05AF03
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Antipsychotika

Kurzinformationen

Zulassungsinhaber

Lundbeck Austria GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Truxal 50 mg - Filmtabletten Chlorprothixen Lundbeck Austria GmbH

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Truxal Filmtabletten enthalten den Wirkstoff Chlorprothixen. Truxal wird angewendet:

  • zur DĂ€mpfung von Unruhe und ErregungszustĂ€nden bei geistig-seelischen Erkrankungen
  • zur Behandlung von ZustĂ€nden, die durch krampfhaft gehobene Stimmung und Antrieb gekennzeichnet sind

Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Bevor Sie Truxal zu sich nehmen, sprechen Sie bitte mit einem Arzt oder Apotheker. Falls Sie an einer der hier aufgelisteten Beschwerden leiden, darf das Arzneimittel nicht eingenommen werden.

Wie wird es angewendet?

Die Dosis sollte je nach Indikation individuell von einem Arzt vorgegeben werden. Die Tabletten sollten unzerkaut und mit etwas Wasser eingenommen werden.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Hier finden Sie eine vollstĂ€ndige Liste der unerwĂŒnschten Nebenwirkungen.

Wie soll es aufbewahrt werden?

FĂŒr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich. Bewahren Sie dieses Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich auf.

Die Kurzinformation

Alle fĂŒr die Kurzinformation herangezogenen Informationen stammen von der Gebrauchsinformation des jeweiligen Medikaments. Kurzinformationen sollen Ihnen dabei helfen einen schnellen Überblick ĂŒber ein Medikament zu gewinnen. Diese Informationen sind aus GrĂŒnden der Lesbarkeit bewusst verkĂŒrzt und beinhalten nicht alle Anwendungsgebiete, Gegenanzeigen und Nebenwirkungen. Bitte lesen Sie die gesamte Gebrauchsinformation - speziell bei Fragen zu Gegenanzeigen, Dosierungen und Nebenwirkungen.
Markus FalkenstÀtter, BSc

Markus FalkenstÀtter, BSc
Autor

Markus FalkenstÀtter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der UniversitÀt Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer
Lektor

Stefanie Lehenauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der UniversitÀt Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Truxal enthÀlt die aktive Substanz Chlorprothixen.

Truxal ist ein Arzneimittel zur Behandlung spezieller geistig-seelischer Erkrankungen aus der Gruppe der sogenannten Neuroleptika, das zur chemischen Gruppe der Thioxanthen-Verbindungen gehört.

Truxal wird angewendet:

  • zur DĂ€mpfung von Unruhe und ErregungszustĂ€nden bei speziellen geistig-seelischen Erkrankungen, die akut auftreten
  • zur Behandlung von ZustĂ€nden, die durch krampfhaft gehobene Stimmung und Antrieb gekennzeichnet sind (maniforme Syndrome).

Hinweis:

Im Allgemeinen reicht die antipsychotische Potenz (= stark beruhigende FÀhigkeit) von Truxal nicht aus, um akute seelische Erkrankungen mit Wahn, SinnestÀuschungen, Denkstörungen und Ich- Störungen (akute psychotische Syndrome) alleine mit Truxal zu behandeln, da die Art der Nebenwirkungen eine Dosisbegrenzung bedingt.

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Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Truxal darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen den Wirkstoff oder andere Thioxanthene (Wirkstoffgruppe, zu der Chlorprothixen gehört), oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
  • bei tiefer Bewusstlosigkeit (komatöse ZustĂ€nde), Kreislaufkollaps, BewusstseinstrĂŒbungen verschiedener Ursache (z. B. akuten Vergiftungen durch Alkohol, Barbiturate, Schmerzmittel (Opioide), Schlafmittel oder zentraldĂ€mpfende Psychopharmaka),
  • bei bekannter VorschĂ€digung des Herzens,
  • bei verlangsamtem Herzschlag (in der Vorgeschichte),
  • bei bestimmten Herzerkrankungen (angeborenem QT-Syndrom oder anderen klinisch bedeutsamen HerzschĂ€den, insbesondere Durchblutungsstörungen der HerzkranzgefĂ€ĂŸe, Erregungsleitungsstörungen, Herzrhythmusstörungen, unmittelbar zurĂŒckliegendem akutem Herzinfarkt),
  • bei vermindertem Kalium- oder Magnesiumgehalt im Blut (HypokaliĂ€mie oder HypomagnesiĂ€mie),
  • wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die den Herzrhythmus beeinflussen (siehe „Einnahme von Truxal zusammen mit anderen Arzneimitteln“),
  • von Kindern unter 3 Jahren.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie Truxal einnehmen.

Im Folgenden wird beschrieben, wann Truxal nur unter bestimmten Bedingungen und nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden darf. Befragen Sie hierzu bitte Ihren Arzt. Dies gilt auch, wenn diese Angaben bei Ihnen frĂŒher einmal zutrafen.

Truxal darf nur unter besonderer Vorsicht (siehe auch unter „Hinweise“ in diesem Abschnitt) angewendet werden:

  • wenn Ihre Leber oder Ihre Nieren geschĂ€digt sind,
  • wenn eine Geschwulst des Nebennierenmarks (PhĂ€ochromozytom) festgestellt wurde,
  • wenn spezielle GeschwĂŒlste (prolaktinabhĂ€ngige Tumore, z. B. Brusttumore) festgestellt wurden,
  • bei sehr niedrigem Blutdruck bzw. Blutdruckabfall beim Wechsel vom Liegen zum Stehen,
  • wenn Sie an der Parkinson-Krankheit leiden,
  • wenn Sie unter krankhaft trauriger Verstimmung (depressiven Erkrankungen) leiden,
  • wenn Sie unter Erkrankungen der blutbildenden Organe leiden,
  • bei malignem neuroleptischem Syndrom in der Vorgeschichte (siehe unter „Hinweise“ in diesem Abschnitt und in Abschnitt 4. „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“),
  • wenn hirnorganische Erkrankungen vorliegen,
  • wenn Sie unter Epilepsie leiden,
  • bei SchilddrĂŒsenĂŒberfunktion (Hyperthyreose),
  • bei grĂŒnem Star, Störungen beim Wasserlassen, Harnverhaltung, Verengung des Magenausgangs, Darmverschluss, VergrĂ¶ĂŸerung der VorsteherdrĂŒse (Prostata),
  • wenn Sie unter Myasthenia gravis (Erb-Goldflam-Syndrom) leiden, einer seltenen Krankheit, die durch ausgeprĂ€gte MuskelschwĂ€che gekennzeichnet ist.
  • Wenn Sie oder jemand aus Ihrer Familie in der Vergangenheit Blutgerinnsel hatten, da Antipsychotika mit dem Auftreten von Blutgerinnsel in Verbindung gebracht werden.

Hinweise:

Unter der Behandlung mit Truxal kann es, insbesondere bei bestehender Alkohol- oder OpiatabhĂ€ngigkeit oder geistiger Retardierung, zu einem lebensbedrohlichen „malignen Neuroleptika- Syndrom“ kommen (Fieber ĂŒber 40 °C, Muskelstarre, vegetative Entgleisung mit Herzjagen und Bluthochdruck, BewusstseinstrĂŒbung bis zum Koma), das ein sofortiges Beenden der Behandlung mit Truxal erfordert. FĂ€lle mit tödlichem Ausgang sind bei dieser Patientengruppe besonders stark vertreten.

Wenden Sie sich in diesem Fall bitte sofort an einen Arzt oder ein Krankenhaus. Dieses maligne neuroleptische Syndrom (schwerwiegende Krankheitserscheinung nach Gabe von Neuroleptika) ist grundsĂ€tzlich gekennzeichnet durch Fieber ĂŒber 40 °C und Muskelstarre mit Anstieg der Kreatin- Kinase (CK) in Blut und Harn. Da eine weitere Neuroleptikum-Gabe (wie zum Beispiel Truxal) einen lebensbedrohlichen Ausgang haben kann, ist sofort der nĂ€chste erreichbare Arzt zu Rate zu ziehen.

Wenn bei Ihnen Risikofaktoren fĂŒr einen Schlaganfall vorliegen (z. B. Rauchen, Bluthochdruck), sollte Truxal mit besonderer Vorsicht angewendet werden.

Aufgrund des Risikos von gefÀhrlichen Herzrhythmusstörungen sollte Truxal bei Àlteren Patienten, Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der Vorgeschichte oder QT-VerlÀngerung (langsamer Herzschlag und EKG-VerÀnderungen) in der Familiengeschichte mit besonderer Vorsicht angewendet werden.

Vor und eventuell auch wĂ€hrend der Behandlung wird der Arzt bei Ihnen bestimmte Untersuchungen durchfĂŒhren, um sicherzustellen, dass die Behandlung mit Truxal fĂŒr Sie geeignet ist. Dazu gehören ein Elektrokardiogramm (EKG) und Laborkontrollen, um den Kalium- und Magnesiumspiegel Ihres Blutes zu ĂŒberprĂŒfen.

Machen Sie Ihren Arzt sofort auf MuskelkrÀmpfe im Mund- und Gesichtsbereich sowie an Armen und Beinen aufmerksam, auch wenn diese erst nach Beendigung der Behandlung mit Truxal auftreten.

Andere antipsychotische Arzneimittel sollten nicht gleichzeitig mit Truxal eingenommen werden, da dadurch das Risiko, gefĂ€hrliche Herzrhythmusstörungen zu erleiden, erhöht werden kann (siehe „Einnahme von Truxal zusammen mit anderen Arzneimitteln“).

Wenn Sie an Diabetes erkrankt sind, ist möglicherweise die Anpassung Ihrer Medikation gegen Diabetes erforderlich.

Vor einer Behandlung mit Truxal ist das Blutbild (einschließlich des Differentialblutbildes sowie der Thrombozytenzahl) zu kontrollieren. Bei abweichenden Blutwerten darf eine Behandlung mit Truxal nur bei zwingender Notwendigkeit und unter hĂ€ufigen Blutbildkontrollen erfolgen.

Besondere Vorsicht ist geboten bei HirnschĂ€den und Neigung zu KrampfanfĂ€llen, da Truxal die Schwelle fĂŒr das Auftreten von KrampfanfĂ€llen senkt und große AnfĂ€lle auftreten können. Epilepsie- Patienten sollten nur unter Beibehaltung der Arzneimittel zur Verhinderung von KrampfanfĂ€llen mit Truxal behandelt werden.

Bei speziellen hirnorganischen Erkrankungen (Stammganglienerkrankungen, z. B. Parkinson- Krankheit) sollte Truxal nur in AusnahmefÀllen angewendet werden, bei Verschlechterung der Krankheitszeichen ist die Behandlung zu beenden.

Truxal sollte nicht bei schweren depressiven Erkrankungen eingesetzt werden. Bei gleichzeitiger Depression und Psychose sollte Truxal mit einem Medikament zur Behandlung der Depression kombiniert werden (siehe auch „Einnahme von Truxal zusammen mit anderen Arzneimitteln“).

Patienten mit SchilddrĂŒsenĂŒberfunktion (Hyperthyreose) sollten nur bei ausreichender Behandlung der SchilddrĂŒsenfunktionsstörung mit Truxal behandelt werden.

Aufgrund der Wirkungsweise von Truxal ist bei Patienten mit grĂŒnem Star, Störungen beim Wasserlassen, Harnverhaltung, Verengung des Magenausgangs, Darmverschluss und VergrĂ¶ĂŸerung der VorsteherdrĂŒse vorsichtig zu dosieren.

Blutbild, Nieren- und Leberfunktion sowie die Kreislaufsituation des Patienten sollten vom Arzt wĂ€hrend der Behandlung in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden ĂŒberwacht werden. Ein Ausgangs-EKG sowie – EEG (Herz- bzw. Hirnstrombild) sollte fĂŒr spĂ€tere Verlaufskontrollen vorliegen.

Blutbildungsstörungen (z.B. Verringerung weißer Blutkörperchen) können in AusnahmefĂ€llen vorkommen. Daher sollten Sie der Aufforderung des Arztes, sich zu den regelmĂ€ĂŸig erforderlichen Blutbildkontrollen einzufinden, unbedingt nachkommen.

Bei Patienten mit organischen HirnschĂ€den, arteriosklerotischen HirngefĂ€ĂŸerkrankungen und depressiven Erkrankungen ohne Ă€ußere Ursache (endogene Depressionen) ist bei einer Therapie mit Truxal besondere Vorsicht geboten.

Bei Ă€lteren Patienten und Patienten mit VorschĂ€digung des Herzens können Störungen der Erregungsleitung im Herzen auftreten. Eine regelmĂ€ĂŸige Überwachung der Herzfunktion wird empfohlen.

Patienten mit einer Geschwulst des Nebennierenmarks (PhĂ€ochromozytom) sowie Patienten mit eingeschrĂ€nkter Nieren-, Herz- oder Gehirnfunktion zeigen hĂ€ufiger einen Blutdruckabfall nach Gabe von Truxal und sollten deshalb sorgfĂ€ltig ĂŒberwacht werden.

Bei Fieber, Zahnfleisch- und MundschleimhautentzĂŒndungen, Halsschmerzen oder eitriger Angina sowie grippeĂ€hnlichen Beschwerden – insbesondere wenn diese Beschwerden innerhalb der ersten 3 Monate nach Beginn der medikamentösen Behandlung auftreten – ist keine Selbstmedikation mit fiebersenkenden schmerzstillenden Medikamenten durchzufĂŒhren, sondern sofort ein Arzt aufzusuchen.

Unter der Behandlung mit Truxal kann das Ergebnis eines Phenylketonurietestes verfÀlscht sein (falsch-positives Ergebnis).

Kinder und Jugendliche

Truxal darf nicht von Kindern unter 3 Jahren eingenommen werden (siehe „Truxal darf nicht eingenommen werden“)Die Einnahme von Truxal bei Kindern und Jugendlichen wird nicht empfohlen. Es liegen keine ausreichenden Studien bezĂŒglich der Wirksamkeit und Sicherheit von Truxal bei Kindern und Jugendlichen vor.

Ältere Menschen

Ältere Patienten können bereits bei niedrigen Dosierungen unwillkĂŒrliche Bewegungsstörungen (extrapyramidale Nebenwirkungen; siehe unter Abschnitt 4. „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“) entwickeln. Die HĂ€ufigkeit von anhaltenden Bewegungsstörungen ist erhöht und nimmt vermutlich mit der Therapiedauer zu. Auch MĂŒdigkeit, SchwĂ€chegefĂŒhl, Blutdruckabfall und vegetative Begleiterscheinungen wie Sehstörungen, Mundtrockenheit, Erhöhung des Augeninnendrucks (siehe Abschnitt 4. „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“) sind bei Ă€lteren Patienten stĂ€rker ausgeprĂ€gt.

Ältere Patienten sind besonders anfĂ€llig fĂŒr orthostatische Hypotonien (ungewöhnlich niedriger Blutdruck und Schwindel beim Wechsel vom Liegen zum Stehen).

Einnahme von Truxal zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kĂŒrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Welche anderen Arzneimittel beeinflussen die Wirkung von Truxal?
Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch fĂŒr vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten können. Arzneimittel, die ebenfalls das QT-Intervall im EKG verlĂ€ngern:

z. B. Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika Klasse IA oder III, wie z. B. Chinidin, Amiodaron,
Sotalol, Dofetilid), einige Antibiotika (wie z. B. Erythromycin, Gatifloxacin, Moxifloxacin), Malaria Arzneimittel, Arzneimittel gegen Allergien (Antihistaminika, wie z. B. Terfenadin, Astemizol) und Arzneimittel zur Behandlung bestimmter psychischer Erkrankungen (einige andere Neuroleptika, wie z. B. Thioridazin, trizyklische Antidepressiva) sowie einige andere Arzneimittel (z. B. Cisaprid, Lithium), zu einer Erniedrigung des Kaliumspiegels fĂŒhren (z. B. bestimmte harntreibende Arzneimittel), oder zu einer Erhöhung des Blutspiegels von Chlorprothixen fĂŒhren, dĂŒrfen wegen des dadurch erhöhten Risikos, gefĂ€hrliche Herzrhythmusstörungen zu erleiden, nicht gleichzeitig mit Truxal eingenommen werden.

Durch die gleichzeitige Einnahme von Truxal und Carbamazepin, Rifampicin, Doxycyclin, Griseofulvin, Phenylbutazon, Phenobarbital oder Phenytoin kann der Blutspiegel von Chlorprothixen gesenkt werden. Es ist nicht bekannt, ob dies zu einer bedeutsamen AbschwĂ€chung der Wirkung von Truxal fĂŒhrt.

Wenn Truxal gleichzeitig mit Paroxetin, Fluoxetin, Chloramphenicol Disulfiram, Isoniazid, MAOHemmern,
oralen Kontrazeptiva (=Pille) und in geringerem Maße Buspiron, Sertralin oder Citalopram
eingesetzt wird, können sich die Blutspiegel von Chlorprothixen erhöhen. Ihr Arzt wird eventuell die Dosis von Truxal herabsetzen.

Die Anwendung mit bestimmten Antidepressiva (so genannte Trizyklische Antidepressiva) ist verboten, da sich die beiden Medikamente gegenseitig in der Verstoffwechselung behindern.

Bei gleichzeitiger Einnahme mit Stimulanzien vom Amphetamin-Typ wird deren Effekt vermindert,
der antipsychotische Effekt von Truxal kann vermindert werden.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Neuroleptika (= stark beruhigende Medikamente), zu denen Truxal zĂ€hlt, und anderen Dopaminantagonisten (z.B. Metoclopramid, ein Arzneimittel zur Behandlung von Übelkeit und Magen-Darm-Störungen) oder mit piperazinhaltigen Anthelmintika (Wurmmitteln) kann es zu einer VerstĂ€rkung der beschriebenen Bewegungsstörungen kommen.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Truxal und Arzneimitteln, die eine anticholinerge Wirkung besitzen (Arzneimittel u.a. zur Behandlung der Parkinson-Krankheit, wie z.B. Atropin, Benzatropin, Biperiden, Trihexyphenidyl), kann diese Wirkung verstĂ€rkt werden. Dies kann sich in Sehstörungen, Erhöhung des Augeninnendrucks, Mundtrockenheit, beschleunigtem Herzschlag, Verstopfung, Beschwerden beim Wasserlassen, Störungen der Speichelsekretion, Sprechblockade, GedĂ€chtnisstörungen oder vermindertem Schwitzen Ă€ußern. Möglicherweise wird bei gleichzeitiger Einnahme die antipsychotische Wirkung von Truxal abgeschwĂ€cht.

Bei Patienten mit akuter Vergiftung durch Kokain kann es unter der Behandlung mit Truxal zu einer VerstÀrkung der Muskelverspannungen und zu Störungen des Bewegungsablaufes kommen.

Wie beeinflussen Truxal die Wirkung von anderen Arzneimitteln?

Bei gleichzeitiger Einnahme von Truxal mit Schmerzmitteln, Schlafmitteln, Beruhigungsmitteln,
bestimmten Arzneimitteln gegen Allergien oder anderen das zentrale Nervensystem dĂ€mpfenden Arzneimitteln kann es zu verstĂ€rkter MĂŒdigkeit, zu Benommenheit und Atmungsstörungen kommen. Eine durch Polypeptid-Antibiotika (z.B. Colestin, Polymyxin B, Teicoplanin, Vancomycin) hervorgerufene DĂ€mpfung der Atmung kann durch Truxal verstĂ€rkt werden.

Bei gleichzeitiger Gabe von Sympathomimetika (Arzneimittel, die u.a. blutdrucksteigernd wirken) wie z.B. Epinephrin kann es zu unerwartetem Blutdruckabfall und Beschleunigung des Herzschlages kommen; die Wirkung von Phenylephrin wird abgeschwĂ€cht; die gefĂ€ĂŸerweiternde Wirkung geringer Dopamin-Dosen wird ebenso wie die gefĂ€ĂŸverengende Wirkung hoher Dopamin-Dosen durch Truxal reduziert.

Die blutdrucksenkende Wirkung von Guanethidin und Ă€hnlich wirkenden Verbindungen wird bei gleichzeitiger Gabe von Truxal abgeschwĂ€cht. Die Wirkung anderer blutdrucksenkender Arzneimittel kann dagegen verstĂ€rkt werden. In Kombination mit Methyldopa können verstĂ€rkt Beschwerden wie MĂŒdigkeit und Depression (zentralnervöse Effekte) auftreten.

Bei gleichzeitiger Behandlung mit bestimmten Antiparkinsonmitteln (z. B. Levodopa) kann die Wirkung dieser Arzneimittel abgeschwÀcht werden. Unter der Behandlung mit Truxal ist die Wirkung von Disulfiram (Arzneimittel gegen Alkoholkrankheit) bei gleichzeitigem Alkoholgenuss abgeschwÀcht oder kann ganz aufgehoben werden.

Aufgrund von Wechselwirkungen mit blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln (orale Antikoagulanzien) ist bei einer gleichzeitig durchgefĂŒhrten Behandlung die regelmĂ€ĂŸige Kontrolle des Gerinnungsstatus in kĂŒrzeren AbstĂ€nden angezeigt. Wegen der durch Truxal hervorgerufenen Prolaktinerhöhung kann die Reaktion auf die Anwendung von Gonadorelin (Hormontherapie) abgeschwĂ€cht werden.

Einnahme von Truxal zusammen mit Nahrungsmitteln, GetrÀnken und Alkohol.

Welche Genussmittel, Speisen und GetrÀnke sollten Sie vermeiden?
Die gleichzeitige Einnahme von Alkohol und Truxal kann zu einer VerstÀrkung der Alkoholwirkung
und zu einer Blutdrucksenkung fĂŒhren.

Durch die gleichzeitige Einnahme von Tee oder Kaffee sowie durch Rauchen kann es zu einer AbschwĂ€chung der Wirkung von Truxal kommen. Fragen Sie daher bitte Ihren Arzt, ob und in welchem Maße Sie Alkohol, Tee oder Kaffee zu sich
nehmen bzw. rauchen dĂŒrfen.

Schwangerschaft, Stillzeit und FortpflanzungsfÀhigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat. Truxal darf wĂ€hrend der Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden, da keine ausreichenden tierexperimentellen Untersuchungen und keine Erfahrungen beim Menschen vorliegen. Die folgenden Beschwerden können bei Neugeborenen auftreten, deren MĂŒtter Truxal im letzten Trimester (die letzten drei Monate der Schwangerschaft) eingenommen haben: Zittern, Steifheit und/oder SchwĂ€che der Muskeln, SchlĂ€frigkeit, Ruhelosigkeit, Atemprobleme und Schwierigkeiten beim FĂŒttern. Wenn Ihr Baby eine dieser Beschwerden entwickelt, könnte es nötig sein, einen Arzt zu kontaktieren

Es wurden Nebenwirkungen, wie eine Erhöhung des Prolaktinspiegels (=Hormon), ĂŒbermĂ€ĂŸige Milchproduktion, Ausbleiben der Monatsblutung, Ejakulations- und Erektionsstörungen berichtet (siehe Abschnitt 4. „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“). Diese Ereignisse können einen negativen Einfluss auf die weibliche und/oder mĂ€nnliche Sexualfunktion und Fruchtbarkeit haben.

Wenn eine dieser Beschwerden bei Ihnen auftreten sollte, kontaktieren Sie Ihren Arzt.

VerkehrstĂŒchtigkeit und FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die ReaktionsfĂ€higkeit und VerkehrstĂŒchtigkeit beeintrĂ€chtigen.

Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemĂ€ĂŸem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verĂ€ndern, dass die FĂ€higkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeintrĂ€chtigt wird. Sie können dann auf unerwartete und plötzliche Ereignisse nicht mehr schnell und gezielt genug
reagieren. Beachten Sie besonders, dass Alkohol Ihre VerkehrstĂŒchtigkeit noch weiter verschlechtert!

Daher sollten das FĂŒhren von Fahrzeugen, das Bedienen von Maschinen oder sonstige gefahrvolle TĂ€tigkeiten – zumindest wĂ€hrend der ersten Zeit der Behandlung – ganz unterbleiben. Die Entscheidung in jedem Einzelfall trifft der behandelnde Arzt unter BerĂŒcksichtigung der individuellen Reaktion und der jeweiligen Dosierung.

Truxal enthÀlt Lactose.

Bitte nehmen Sie Truxal erst nach RĂŒcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie
unter einer ZuckerunvertrÀglichkeit leiden.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Dosis, Darreichungsform und Dauer der Anwendung mĂŒssen an das Anwendungsgebiet, die Schwere der Krankheit und die individuelle Reaktionslage (das Ansprechen des einzelnen Patienten auf das Arzneimittel) durch den Arzt angepasst werden. Die im Folgenden genannten Tagesdosen (tĂ€glichen Anwendungsmengen) dienen als Richtwerte.

Bei ambulanter Therapie (Behandlung außerhalb des Krankenhauses) wird mit einer niedrigen Dosierung begonnen. Bei stationĂ€rer Therapie (Behandlung im Krankenhaus) kann mit höheren Anfangsdosen ein rascherer Wirkungseintritt erzielt werden.

Abrupte DosisĂ€nderungen erhöhen das Nebenwirkungsrisiko. Nach einer lĂ€ngerfristigen Therapie muss der Dosisabbau in sehr kleinen Schritten ĂŒber große ZeitrĂ€ume hinweg erfolgen.

Die antipsychotische Wirkung (gegen psychotische Syndrome gerichtete Wirkung, siehe Abschnitt 1. „Was ist Truxal und wofĂŒr wird es angewendet?“) erreicht manchmal erst nach ein- bis dreiwöchiger Behandlung ihr Maximum, wĂ€hrend die psychomotorisch dĂ€mpfende Wirkung (die den Bewegungsdrang vermindernde Wirkung) sofort eintritt.

Die Erhaltungsdosis ist die tÀgliche Menge von Truxal, die auf lÀngere Dauer angewendet wird, nachdem die akuten schweren Krankheitszeichen sich gebessert haben.

Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt Truxal nicht anders verordnet hat. Bitte halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da Truxal sonst nicht richtig wirken können.

Die empfohlene Dosis betrÀgt:

Erwachsene:

Bei leicht- bis mittelschweren Unruhe- und ErregungszustÀnden werden in der Regel Tagesdosen zwischen 15 - 90 mg (entsprechend 1 - 6 Truxal 15 mg - Filmtabletten) eingenommen.

Bei schweren Unruhe- und ErregungszustÀnden sowie bei maniformen Syndromen werden in der Akutbehandlung 100 - 400 mg pro Tag in geeigneten Darreichungsformen eingenommen (in EinzelfÀllen auch mehr).

Die Erhaltungsdosis betrÀgt hierbei 30 - 200 mg (entsprechend 2 - 13 Truxal 15 mg - Filmtabletten).

Bei Therapiebeginn ist bei Einzeldosen von mehr als 30 mg bzw. bei einer Tagesdosis ĂŒber 90 mg Bettruhe zu empfehlen.

Tagesdosen von mehr als 150 mg sollten ausschließlich unter stationĂ€ren Bedingungen (im Krankenhaus) verabreicht werden.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Zur Wirksamkeit und VertrÀglichkeit von Truxal bei Kindern und Jugendlichen liegen keine ausreichenden Studien vor, deshalb wird die Anwendung bis zum 18. Lebensjahr nicht empfohlen.

Ältere Patienten:

Bei Àlteren Patienten, insbesondere bei solchen mit Hirnleistungsstörungen, ist die therapeutische Ansprechbarkeit erhöht. Auch Nebenwirkungen treten bei diesen Patienten hÀufiger und stÀrker ausgeprÀgt auf, so dass im Allgemeinen niedrigere Dosen erforderlich sind.

Die Behandlung beginnt in der Regel mit 2 bis 3-mal 15 mg Chlorprothixen (entsprechend 2 bis 3-mal 1 Truxal 15 mg - Filmtablette) am Tag. Eine Dosierung von 90 mg Chlorprothixen (entsprechend 6 Truxal 15 mg - Filmtabletten) am Tag sollte nicht ĂŒberschritten werden.

Aufgrund der besonderen Wirkungsweise von Truxal wird der Arzt besonders vorsichtig dosieren, wenn Sie unter grĂŒnem Star, Störungen beim Wasserlassen, Harnverhaltung, Verengung des Magenausgangs, Darmverschluss und VergrĂ¶ĂŸerung der VorsteherdrĂŒse (Prostata) leiden.

Patienten mit Leber- und/oder NierenschÀdigung:

Teilen Sie Ihrem Arzt mit wenn sie unter einer Leber- oder Nierenerkrankungen leiden.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Truxal zu stark oder zu schwach ist.

Soweit möglich wird der Arzt die Tagesdosis auf bis zu 3 Einzeldosen aufteilen, bei höheren Dosierungen auch auf mehr.

Zum Einnehmen.

Die erste Gabe erfolgt am besten gegen Abend. Truxal 15 mg - Filmtabletten sind unzerkaut mit reichlich FlĂŒssigkeit (1 Glas Wasser) einzunehmen.

Dauer der Anwendung

Die Behandlungsdauer richtet sich nach dem Krankheitsbild und dem individuellen Verlauf. Dabei ist die niedrigste notwendige Erhaltungsdosis anzustreben. Über die Notwendigkeit einer Fortdauer der Behandlung ist vom Arzt laufend kritisch zu entscheiden.

Nach einer lĂ€ngerfristigen Behandlung muss der Abbau der Dosis in sehr kleinen Schritten ĂŒber einen großen Zeitraum hinweg erfolgen.

Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge Truxal eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie oder eine andere Person zu viel Truxal eingenommen haben, verstÀndigen Sie sofort einen Arzt oder die Notaufnahme des nÀchsten Krankenhauses. Tun Sie dies auch, wenn Sie keine Beschwerden haben. Nehmen Sie die Packung Truxal mit zum Arzt oder ins Krankenhaus.

Bei Anwendung erheblich zu hoher Arzneimengen kann es u.a. zu erhöhtem oder erniedrigtem Blutdruck, zu schnellem oder zu langsamem Herzschlag, Herzrhythmusstörungen, Kreislaufversagen, Herzstillstand, unwillkĂŒrlichen Bewegungen (z.B. MuskelkrĂ€mpfe im Mund- und Gesichtsbereich), BewusstseinstrĂŒbungen, Koma, Verwirrtheits- und ErregungszustĂ€nden, KrampfanfĂ€llen, Nierenversagen, Atemnot, LungenentzĂŒndung, Atemstillstand, Störungen der KörperwĂ€rmeregulation, verschwommenem Sehen, Ausbleiben der Darmbewegung, Harnverhaltung und erhöhtem Augeninnendruck kommen.

Hinweis fĂŒr das medizinische Fachpersonal

Informationen zur Überdosierung finden Sie am Ende der Gebrauchsinformation.

Wenn Sie die Einnahme von Truxal vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Setzen Sie die Einnahme in gewohnter Weise fort.

In der Regel fĂŒhrt eine einmalig vergessene Einnahme zu keinen Krankheitszeichen. Beachten Sie aber bitte, dass Truxal nur sicher und ausreichend wirken kann, wenn es regelmĂ€ĂŸig eingenommen wird.

Wenn Sie die Einnahme von Truxal abbrechen

Sollten Sie die Behandlung abbrechen wollen, so besprechen Sie dieses bitte vorher mit Ihrem Arzt. Beenden Sie nicht eigenmÀchtig die medikamentöse Behandlung, weil der Erfolg der Therapie dadurch gefÀhrdet werden könnte.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen.

Im unteren Dosierungsbereich (15 – 30 mg tĂ€glich) sind Nebenwirkungen durch Chlorprothixen vergleichsweise selten, gering ausgeprĂ€gt und vorĂŒbergehend. Bei höheren Dosen treten manche Nebenwirkungen hĂ€ufiger auf. Beschwerden im Bereich des Nervensystems (neurologische Beschwerden) sind dabei vorherrschend.

UnwillkĂŒrliche Bewegungen (extrapyramidalmotorische Beschwerden):

Bei der Behandlung psychotischer Unruhe- oder ErregungszustĂ€nde in höheren Dosen kommt es hĂ€ufig, bei der Behandlung nicht-psychotischer Unruhe- oder ErregungszustĂ€nde mit niedrigen Dosen gelegentlich – vor allem in den ersten Tagen und Wochen – zu sogenannten FrĂŒhdyskinesien in Form von Muskelverspannungen und Störungen des Bewegungsablaufs (z.B. krampfartiges Herausstrecken der Zunge, Verkrampfung der Schlundmuskulatur, Schiefhals, KiefermuskelkrĂ€mpfe, BlickkrĂ€mpfe, Versteifung der RĂŒckenmuskulatur). Störungen wie bei der Parkinson-Krankheit (Zittern, Steifheit) und Bewegungsdrang mit der UnfĂ€higkeit, ruhig zu sitzen (Akathisie), treten im Allgemeinen weniger frĂŒh auf. Kinder entwickeln bereits bei niedrigen Dosierungen derartige Störungen. In diesen FĂ€llen kann der Arzt die Dosis verringern und/oder auch ein Gegenmittel verabreichen, das diesen Nebenwirkungen sofort entgegenwirkt.

Nach zumeist lĂ€ngerer und hochdosierter Behandlung oder nach Abbrechen der Behandlung kann es gelegentlich zu anhaltenden Störungen des Bewegungsablaufs kommen (z.B. unwillkĂŒrliche Bewegungen, vor allem im Bereich von Kiefer- und Gesichtsmuskulatur, aber auch unwillkĂŒrliche Bewegungen an Armen und Beinen). In diesem Fall wird Ihr Arzt die Dosis reduzieren oder, wenn möglich, die Behandlung mit Truxal beenden.

Malignes Neuroleptika-Syndrom:

Unter der Behandlung mit Chlorprothixen kann es zu einem lebensbedrohlichen „malignen Neuroleptika-Syndrom“ kommen (Fieber ĂŒber 40 °C, Muskelstarre, vegetative Entgleisung mit Herzjagen und Bluthochdruck, BewusstseinstrĂŒbung bis zum Koma), das ein sofortiges Beenden der Behandlung mit Truxal erfordert.

Wenden Sie sich in diesem Fall bitte sofort an einen Arzt.

Sehr hÀufig (betrifft mehr als 1 Behandelten von 10):

  • SchlĂ€frigkeit, Verwirrtheit
  • Trockener Mund, vermehrtes Schwitzen, vermehrte Speichelabsonderung

HĂ€ufig (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100):

  • Herzrasen, ein GefĂŒhl eines schnellen, krĂ€ftigen oder unregelmĂ€ĂŸigen Herzschlags
  • KrĂŒmmen oder wiederholte Bewegungen oder abnormale Haltungen aufgrund von anhaltenden Muskelkontraktionen, Kopfschmerzen
  • Schwierigkeiten GegenstĂ€nde nahe am Auge zu fokussieren (Akkommodationsstörung), abnormales Sehen
  • Verstopfung, Verdauungsprobleme oder Unwohlsein im oberen Bauchbereich, Übelkeit
  • Vermehrtes Schwitzen
  • Muskelschmerzen
  • Vermehrter Appetit, Gewichtszunahme
  • MĂŒdigkeit, SchwĂ€che
  • Schlaflosigkeit, NervositĂ€t, Agitiertheit, verminderter Sexualtrieb

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1000):

  • Parkinsonismus, KrĂ€mpfe, UnfĂ€higkeit still zu sitzen oder bewegungslos zu bleiben
  • Augendrehen
  • Erbrechen, Durchfall
  • Blasenentleerungsstörung oder Harnverhaltung
  • Hautausschlag, Jucken, Hautreaktionen aufgrund einer SensibilitĂ€t fĂŒr Licht (Photosensibili- tĂ€tsreaktion), Ausschlag oder EntzĂŒndung der Haut (Dermatitis)
  • Muskelsteifheit
  • Verminderter Appetit, Gewichtsabnahme
  • Niedriger Blutdruck, Hitzewallungen
  • Abnormale Leberfunktionstests
  • Sexuelle Störungen (verzögerte Ejakulation, Erektionsprobleme)
  • Ungewöhnliche Bewegungen des Mundes und der Zunge, dies kann ein frĂŒhes Anzeichen eines Zustandes sein, der tardive Dyskinesie genannt wird.

Selten (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10000):

  • Niedrige Anzahl von BlutplĂ€ttchen, verminderte Anzahl an weißen Blutkörperchen, SchĂ€digung des Knochenmarks mit Störung der Blutbildung
  • Schwierigkeiten beim Atmen oder schmerzhaftes Atmen
  • Erhöhter Prolaktinspiegel (=Hormon) im Blut
  • Hoher Blutzucker, gestörte Glukosetoleranz
  • Überempfindlichkeit, akute allgemeine und schwere allergische Reaktion
  • Entwicklung von BrĂŒsten bei MĂ€nnern, ĂŒbermĂ€ĂŸige Milchproduktion, Ausbleiben der Menstruation
  • Elektrokardiogramm QT- VerlĂ€ngerung

Sehr selten (betrifft weniger als 1 Behandelten von 10000):

  • Hohes Fieber, ungewöhnliche Steifheit der Muskeln und Störungen des Bewusstseins, vor allem wenn es gemeinsam mit Schwitzen und schnellem Herzschlag auftritt; diese Beschwerden können Anzeichen eines seltenen Zustandes sein, der malignes neuroleptisches Syndrom genannt wird, lebensbedrohlich ist und bei Einnahme von verschiedenen Neuroleptika berichtet wurde.
  • GelbfĂ€rbung der Haut und des Augenweiß - dies kann bedeuten, dass Ihre Leber betroffen ist und kann Anzeichen eines Zustandes sein, den man Gelbsucht nennt.
  • Blutgerinnsel in der Vene

Weiters kann die Krampfschwelle erniedrigt werden.

Bei Epileptikern sollte zur Verminderung von AnfÀllen die entsprechende Dosis des zur Erhaltungsbehandlung notwendigen Anti-EpilepsieArzneimittels aufrechterhalten werden.

Wie bei anderen Psychopharmaka sind bei dazu neigenden Patienten VerÀnderungen im Elektro- Enzephalogramm (EEG) möglich.

Wie bei anderen Medikamenten, die in der gleichen Weise wie Chlorprothixen (der Wirkstoff von Truxal) wirken, wurden selten FĂ€lle der folgenden Nebenwirkungen berichtet:

  • QT-VerlĂ€ngerung (langsamer Herzschlag und EKG-VerĂ€nderung)
  • UnregelmĂ€ĂŸiger Herzschlag (ventrikulĂ€re Arrhythmien, Kammerflimmern, ventrikulĂ€re Tachykardie)
  • Torsade de Pointes (eine spezielle Art des unregelmĂ€ĂŸigen Herzschlages)
  • Anhaltende, schmerzhafte Erektion. Wenn Sie dies bemerken, kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt.

In seltenen FĂ€llen kann unregelmĂ€ĂŸiger Herzschlag (Arrhythmien) zu plötzlichen TodesfĂ€llen fĂŒhren.

Bei Ă€lteren Menschen mit Demenz, die Antipsychotika einnahmen, wurde eine geringfĂŒgig erhöhte Anzahl von TodesfĂ€llen gemeldet im Vergleich zu jenen, die keine Antipsychotika einnahmen.

Blutgerinnsel in den Venen, speziell in den Beinen (die Beschwerden umfassen Schwellung, Schmerzen und Rötung der Beine), die durch die Blutbahn zur Lunge wandern können und auf diese Weise Brustschmerzen und Atembeschwerden verursachen.

Ein abruptes Absetzen von Truxal kann mit Entzugsbeschwerden einhergehen. Die hĂ€ufigsten Beschwerden sind u.a. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, rinnende Nase, Schwitzen, Muskelschmerzen, Schlaflosigkeit, Unruhe und Angst. Es kann auch Schwindel, ein wechselndes Warm-KaltgefĂŒhl und Zittern auftreten. Die Beschwerden beginnen im allgemeinen 1 bis 4 Tage nach dem Absetzen und verschwinden in der Regel nach 7 bis 14 Tagen. Suchen Sie einen Arzt auf, wenn Sie diese Beschwerden nach abruptem Absetzen beobachten.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fĂŒr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegebenen sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt ĂŒber das aufgefĂŒhrte nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt fĂŒr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen ĂŒber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur VerfĂŒgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

FĂŒr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich auf.

Sie dĂŒrfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Medikamentendose nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Truxal enthÀlt

  • Der Wirkstoff ist: Chlorprothixen (als Hydrochlorid). 1 Filmtablette enthĂ€lt 15 mg Chlorprothixenhydrochlorid.
  • Die sonstigen Bestandteile sind:
    Copovidon, Glycerol 85%, mikrokristalline Zellulose, Croscarmellose-Natrium, Talk, Magnesium Stearat, Lactose-Monohydrat
    TablettenĂŒberzug: Opadry OY-S-9478 braun (E172, E 171) RM 1030

Wie Truxal aussieht und Inhalt der Packung

Runde, dunkelbraune Filmtabletten.

PackungsgrĂ¶ĂŸen:

Polyethylen hoher Dichte – MehrdosenbehĂ€ltnis mit 50 und 100 Filmtabletten

Es werden möglicherweise nicht alle PackungsgrĂ¶ĂŸen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

Lundbeck Austria GmbH

Spaces Square One

Leopold Ungar Platz 2

1190 Wien

Tel: +43 1 253 621 6033

Hersteller

H. Lundbeck A/S

Ottiliavej 9

2500 Valby

DĂ€nemark

Z.Nr.: 10.986

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt ĂŒberarbeitet im September 2020.

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Die folgenden Informationen sind fĂŒr medizinisches Fachpersonal bestimmt:

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Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Truxal 15 mg - Filmtabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Chlorprothixen
Zulassungsland Österreich
Hersteller Lundbeck Austria GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 10.03.1960
ATC Code N05AF03
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Antipsychotika

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