Ethosuximid-neuraxpharm 50 mg/ml Lösung zum Einnehmen

Abbildung Ethosuximid-neuraxpharm 50 mg/ml Lösung zum Einnehmen
Wirkstoff(e) Ethosuximid
Zulassungsland Deutschland
Hersteller neuraxpharm Arzneimittel GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 11.11.2016
ATC Code N03AD01
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Antiepileptika

Zulassungsinhaber

neuraxpharm Arzneimittel GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Ethosuximid Aristo 50 mg/ml Lösung zum Einnehmen Ethosuximid Aristo Pharma GmbH
Suxilep Tropfen Ethosuximid Steiner & Co. Deutsche Arzneimittelgesellschaft mbH & Co. KG
Suxilep Ethosuximid Trommsdorff GmbH & Co. KG
Ethosuximid-neuraxpharm 250 mg Weichkapseln Ethosuximid neuraxpharm Arzneimittel GmbH
Petnidan Saft Ethosuximid Desitin Arzneimittel GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Ethosuximid-neuraxpharm ist ein Arzneimittel zur Behandlung von epileptischen Anfällen (Antiepileptikum).

Ethosuximid-neuraxpharm wird angewendet zur Behandlung von

  • pyknoleptischen Absencen sowie komplexen und atypischen Absencen,
  • myoklonisch-astatischem Petit mal und myoklonischen Anf√§llen des Jugendlichen (Impulsiv-Petit-mal), wenn andere Arzneimittel nicht wirksam waren und / oder nicht vertragen wurden.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Ethosuximid-neuraxpharm darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Ethosuximid, andere Succinimide (Arzneimittelgruppe, zu der auch Ethosuximid gehört) oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Ethosuximid-neuraxpharm einnehmen.

Wenn bei Ihnen Störungen des Bewegungsablaufs auftreten (siehe Abschnitt 4), darf Ethosuximid-neuraxpharm nicht weiter eingenommen werden. Wenden Sie sich bitte an den nächsten erreichbaren Arzt, der bei ernsthaften Beeinträchtigungen als Gegenmittel den Wirkstoff Diphenhydramin intravenös anwenden kann.

Achten Sie insbesondere auf Hinweise einer Knochenmarksch√§digung wie Fieber, Entz√ľndung von Hals oder Rachenmandeln sowie einer Neigung zu Blutungen. Suchen Sie Ihren behandelnden Arzt auf, wenn eines dieser Symptome auftritt.

Das Blutbild ist regelmäßig zu kontrollieren (zunächst monatlich, nach 1 Jahr alle 6 Monate), um möglicherweise auftretende Schädigungen des Knochenmarks zu erkennen. Bei einer Leukozytenzahl (Anzahl weißer Blutkörperchen) unter 3500/mm3 oder einem Anteil der Granulozyten unter 25 % sollte die Dosis verringert oder Ethosuximid- neuraxpharm ganz abgesetzt werden. Die Leberwerte sind ebenfalls regelmäßig zu kontrollieren.

Psychische Nebenwirkungen (Angstzustände, Sinnestäuschungen) können insbesondere bei Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen in der Vorgeschichte auftreten. Bei der Behandlung dieser Patientengruppe mit Ethosuximid-neuraxpharm ist besondere Vorsicht erforderlich.

Eine geringe Anzahl von Patienten, die mit Antiepileptika wie Ethosuximid behandelt wurden, hatten Gedanken daran, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen. Wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt der Behandlung solche Gedanken haben, setzen Sie sich sofort mit Ihrem Arzt in Verbindung.

Schwerwiegende Hautreaktionen, einschließlich des Stevens-Johnson-Syndroms und der Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), wurden in Verbindung mit der Behandlung mit Ethosuximid berichtet. Verwenden Sie Ethosuximid-neuraxpharm nicht mehr und suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Sie eines der in Abschnitt 4 beschriebenen Symptome bei sich feststellen.

Hinweis:
Zur Vermeidung der bei komplexen und atypischen Absencen häufig hinzukommenden großen Anfälle kann Ethosuximid mit wirksamen Antiepileptika (z. B. Primidon oder Phenobarbital) kombiniert werden. Nur bei pyknoleptischen Absence-Epilepsien bei Kindern im Schulalter kann auf eine zusätzliche Grand-mal-Prophylaxe verzichtet werden.

Einnahme von Ethosuximid-neuraxpharm zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen.

Welche anderen Arzneimittel beeinflussen die Wirkung von Ethosuximid- neuraxpharm?
Bei Patienten, die gleichzeitig Carbamazepin (Wirkstoff zur Behandlung epileptischer Krampfanfälle) einnehmen, kann die Plasmaclearance (Ausscheidungsrate) von Ethosuximid, dem Wirkstoff von Ethosuximid-neuraxpharm, erhöht sein.

Bei Patienten, die Valproinsäure (Wirkstoff zur Behandlung epileptischer Krampfanfälle) einnehmen, kann die Konzentration von Ethosuximid im Blut ansteigen.

Es ist nicht auszuschließen, dass zentral dämpfende Arzneimittel und Ethosuximid- neuraxpharm sich in ihrer sedativen (beruhigenden und einschläfernden) Wirkung gegenseitig verstärken.

Welche anderen Arzneimittel werden in ihrer Wirkung durch Ethosuximid-neuraxpharm beeinflusst?
Ethosuximid, der Wirkstoff von Ethosuximid-neuraxpharm verändert in der Regel nicht die Konzentration anderer Arzneimittel gegen epileptische Krampfanfälle (z. B. Primidon, Phenobarbital, Phenytoin) im Blut. In einigen Fällen kann es jedoch zu einem Anstieg der Phenytoin-Konzentration im Blut kommen.

Einnahme von Ethosuximid-neuraxpharm zusammen mit Alkohol

Alkohol kann die Wirkung von Ethosuximid-neuraxpharm in nicht vorhersehbarer Weise verändern und verstärken.

Nehmen Sie während der Behandlung mit Ethosuximid-neuraxpharm keine alkoholischen Getränke und Speisen zu sich!

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft:
Wenn Sie im geb√§rf√§higen Alter sind, sollten Sie vor Beginn der Behandlung mit Ethosuximid-neuraxpharm von Ihrem Arzt √ľber die Notwendigkeit der Planung und √úberwachung einer Schwangerschaft beraten werden. Beenden Sie die Einnahme von Ethosuximid-neuraxpharm nicht ohne R√ľcksprache mit Ihrem Arzt, da epileptische Anf√§lle wieder auftreten k√∂nnen, die Sie und / oder Ihr ungeborenes Kind sch√§digen k√∂nnten.

Es sind keine spezifischen Fehlbildungen von Babys bekannt, die auf eine Behandlung mit Ethosuximid zur√ľckzuf√ľhren sind. Babys von Patientinnen, die mit Arzneimitteln gegen epileptische Krampfanf√§lle (Antiepileptika) behandelt werden, haben aber allgemein ein h√∂heres Risiko f√ľr Fehlbildungen. Die am h√§ufigsten berichteten Fehlbildungen sind Lippenspalten, Herz-Kreislauf-Fehlbildungen und Neuralrohrdefekte (offener R√ľcken - Spina bifida). Dieses Risiko ist noch h√∂her bei Patientinnen, die

gleichzeitig mit mehr als einem Antiepileptikum behandelt werden. Daher ist eine Kombinationsbehandlung während der Schwangerschaft zu vermeiden.

Zur Fr√ľherkennung einer m√∂glichen Sch√§digung des Foetus werden vorgeburtliche diagnostische Ma√ünahmen wie hochaufl√∂sender Ultraschall und őĪ-Fetoprotein-

Bestimmung empfohlen.

Die niedrigste anfallskontrollierende Dosis Ethosuximid darf nicht √ľberschritten werden. Dies gilt insbesondere zwischen dem 20. und 40. Schwangerschaftstag.

Ihre Ethosuximid-Serumkonzentration muss regelm√§√üig √ľberpr√ľft werden. Sie sollten zus√§tzlich Fols√§ure einnehmen, wenn sie planen schwanger zu werden oder schwanger sind.

Um bei Ihrem Baby einem Mangel an Vitamin K1 und dadurch ausgelösten Blutungen vorzubeugen, sollten Sie in Ihrem letzten Schwangerschaftsmonat auch Vitamin K1 einnehmen.

Stillzeit:
Ethosuximid geht in die Muttermilch √ľber und kann bei gestillten S√§uglingen zu Sedierung, Saugschw√§che und Reizbarkeit f√ľhren. Daher sollten Sie w√§hrend der Behandlung mit Ethosuximid-neuraxpharm abstillen.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Ethosuximid-neuraxpharm kann das Reaktionsverm√∂gen beeintr√§chtigen. Das gilt f√ľr die gesamte Behandlungszeit, insbesondere jedoch in der Einstellungsphase: Sie k√∂nnen auf unerwartete und pl√∂tzliche Ereignisse nicht mehr schnell und gezielt reagieren. F√ľhren Sie kein Auto oder andere Fahrzeuge! Bedienen Sie keine gef√§hrlichen elektrischen Werkzeuge oder Maschinen! Arbeiten Sie nicht ohne sicheren Halt!

Die Entscheidung √ľber Ihre Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen trifft in jedem Einzelfall Ihr Arzt unter Ber√ľcksichtigung Ihrer individuellen Reaktion auf das Arzneimittel. Beachten Sie, dass Alkohol Ihre Verkehrst√ľchtigkeit noch weiter beeintr√§chtigt.

Ethosuximid-neuraxpharm enthält Methyl-4-hydroxybenzoat (Ph.Eur.) (E 218) und Propylenglycol (E 1520)

  • Methyl-4-hydroxybenzoat (Ph.Eur.) (E 218) kann √úberempfindlichkeitsreaktionen, auch mit zeitlicher Verz√∂gerung hervorrufen.
  • Propylenglycol (E 1520): Dieses Arzneimittel enth√§lt 1,0 mg Propylenglycol pro ml. Wenn Ihr Baby weniger als 4 Wochen alt ist, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie ihm dieses Arzneimittel geben, insbesondere, wenn Ihr Baby gleichzeitig andere Arzneimittel erh√§lt, die Propylenglycol oder Alkohol enthalten.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Dosierung

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosis:

Erwachsene, √§ltere Patienten und Kinder √ľber 6 Jahre: Die Behandlung wird mit einer niedrigen Dosis von 500 mg (10 ml) t√§glich begonnen.

Die Dosis wird, je nach Vertr√§glichkeit, alle f√ľnf bis sieben Tage in Schritten von maximal 250 mg (5 ml) erh√∂ht, bis mit einer Dosis von 1000 - 1500 mg (20 - 30 ml) t√§glich eine Kontrolle der Anf√§lle erreicht wird. In Einzelf√§llen kann eine Dosis von 2000 mg (40 ml), verteilt auf mehrere Einzeldosen, erforderlich sein.

Das Risiko dosisabhängiger Nebenwirkungen kann durch Einnahme niedriger Dosen Ethosuximid zu Behandlungsbeginn und allmähliche Steigerung bis hin zur optimalen Dosis (langsame Erhöhung der Dosis von Tag zu Tag) sowie eine Einnahme während oder nach den Mahlzeiten vermindert werden.

Hinweis:
Ethosuximid ist dialysierbar. H√§modialyse-Patienten ben√∂tigen daher eine erg√§nzende Dosis oder ein ge√§ndertes Einnahmeschema. W√§hrend einer vierst√ľndigen Dialyseperiode werden 39 % bis 52 % der eingenommenen Dosis entfernt.

Kinder:
Kinder unter 2 Jahren: Die Behandlung beginnt mit einer täglichen Dosis von 125 mg (2,5 ml). Die Dosis wird im Abstand von wenigen Tagen langsam in kleinen Schritten erhöht, bis eine Kontrolle der Anfälle erreicht wird.

Kinder von 2 bis 6 Jahren: Die Behandlung beginnt mit einer täglichen Dosis von 250 mg (5 ml). Die Dosis wird im Abstand von wenigen Tagen langsam in kleinen Schritten erhöht, bis eine Kontrolle der Anfälle erreicht wird.

Bei den meisten Kindern liegt die optimale Dosis bei 20 mg/kg/Tag. Die Höchstdosis beträgt 1000 mg (20 ml).

Die therapeutischen Plasmaspiegel von Ethosuximid liegen normalerweise zwischen 40 und 100 Mikrogramm/ml. Die Dosierung richtet sich jedoch nach dem klinischen Ansprechen des Patienten. Die Halbwertszeit von Ethosuximid im Plasma beträgt mehr als 24 Stunden, so dass die Tagesdosis bei guter Verträglichkeit einmal täglich als Einzeldosis eingenommen werden kann. Jedoch sollten höhere Tagesdosen auf 2 oder 3 Einzelgaben verteilt werden.

√úber √Ąnderungen am Dosierungsschema entscheidet ausschlie√ülich Ihr behandelnder Arzt.

Art der Anwendung

Ethosuximid-neuraxpharm ist zum Einnehmen.

Die Lösung kann während oder nach den Mahlzeiten eingenommen werden.

Der Packung liegen eine skalierte Applikationsspritze f√ľr Zubereitungen zum Einnehmen (0,5 ml Schritte) und ein Adapter f√ľr die Applikationsspritze bei. Die Einzeldosis der L√∂sung zum Einnehmen wird in die Applikationsspritze bis zur entsprechenden Markierung aufgezogen und in ein Glas Wasser √ľberf√ľhrt oder in Milchbrei einger√ľhrt.

Alternativ kann die Dosis aus der Applikationsspritze direkt in den Mund gegeben werden. Anschließend sollte der Patient ein halbes Glas Wasser trinken.

Hinweise zur Anwendung:
‚ÄĘ √Ėffnen der Flasche: Drehen Sie den Schraubverschluss gegen den Uhrzeigersinn.

  • Stecken Sie den Adapter der Applikationsspritze in den Flaschenhals (Abb. 1). Stellen Sie sicher, dass der Adapter fest sitzt.
  • Stecken Sie die Applikationsspritze in die √Ėffnung des Adapters (Abb. 1).

‚ÄĘ Drehen Sie die Flasche auf den Kopf (Abb. 2).

F√ľllen Sie die Applikationsspritze mit einer kleinen Menge L√∂sung, indem Sie den Kolben etwas herausziehen (Abb. 3A). Dr√ľcken Sie dann den Kolben wieder zur√ľck, um eventuelle Luftblasen zu entfernen (Abb. 3B). Danach ziehen Sie den Kolben bis zu der Markierung in Millilitern (ml), die der vom Arzt verordneten Dosis entspricht (Abb. 3C).

  • Drehen Sie die Flasche aufrecht. Entfernen Sie die Applikationsspritze vom Adapter.
  • Entleeren Sie den Inhalt der Applikationsspritze in ein Glas Wasser, indem Sie den Kolben bis zum Anschlag in die Applikationsspritze hineindr√ľcken (Abb. 4). Die Arzneimitteldosis kann auch in Milchbrei einger√ľhrt werden.
  • Trinken Sie das Glas vollst√§ndig aus.
  • Alternativ kann die Dosis direkt aus der Applikationsspritze in den Mund gegeben werden. Der Patient sollte dabei aufrecht sitzen und der Spritzenkolben sollte langsam in die Applikationsspritze gedr√ľckt werden, so dass der Patient dabei gut schlucken kann (Abb. 5). Anschlie√üend sollte der Patient ein halbes Glas Wasser trinken.

‚ÄĘ Sp√ľlen Sie die Applikationsspritze nur mit Wasser aus (Abb. 6).

‚ÄĘ Verschlie√üen Sie die Flasche mit dem Schraubverschluss. Wie lange sollten Sie Ethosuximid-neuraxpharm einnehmen?

Die Behandlung von epileptischen Krampfanfällen ist grundsätzlich eine Langzeitbehandlung. Die Dosis, die Verteilung der täglichen Dosis, die Behandlungsdauer und das Absetzen von Ethosuximid-neuraxpharm werden von einem in der Epilepsie-Behandlung erfahrenen Facharzt festgelegt.

Wenn Sie eine größere Menge von Ethosuximid-neuraxpharm eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie versehentlich eine doppelte Dosis von Ethosuximid-neuraxpharm eingenommen haben, √§ndern Sie nicht Ihr Dosierungsschema, sondern nehmen Sie Ethosuximid-neuraxpharm weiter so ein, wie verordnet. Bei Einnahme erheblich zu hoher Arzneimengen kommt es in verst√§rktem Ma√üe zu M√ľdigkeit, Lethargie (Antriebsarmut, Teilnahmslosigkeit), depressiven Zust√§nden und Erregungszust√§nden, in einigen F√§llen auch zu Reizbarkeit sowie zu anderen Nebenwirkungen, die von der Einnahmemenge abh√§ngen (mit dem Auftreten von √úberdosierungserscheinungen ist bei einer Konzentration von mehr als 150 Mikrogramm Ethosuximid pro ml Blut zu rechnen).

Die Symptome einer Überdosierung werden durch Alkohol und andere zentral dämpfende Arzneimittel verstärkt.

Rufen Sie beim Auftreten dieser Symptome den nächsten erreichbaren Arzt zu Hilfe und, wenn möglich, legen Sie das Arzneimittel sowie diese Packungsbeilage vor!

Bei schwerer √úberdosierung wird der Arzt eine Magensp√ľlung durchf√ľhren und medizinische Kohle verabreichen. Eine intensivmedizinische √úberwachung des Kreislaufs und der Atmung ist notwendig.

Wenn Sie die Einnahme von Ethosuximid-neuraxpharm vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

In der Regel f√ľhrt eine einmalig vergessene Einnahme zu keinen Symptomen. Setzen Sie die Einnahme wie verordnet fort, d. h. holen Sie eine vergessene Einnahme nicht nach. Beachten Sie aber bitte, dass Ethosuximid-neuraxpharm nur sicher und ausreichend wirken kann, wenn es regelm√§√üig eingenommen wird!

Wenn Sie die Einnahme von Ethosuximid-neuraxpharm abbrechen

Wenn Sie die Behandlung abbrechen wollen, besprechen Sie dies vorher mit Ihrem Arzt. Beenden Sie die Einnahme nicht ohne R√ľcksprache mit Ihrem Arzt. Sie k√∂nnen damit den Therapieerfolg gef√§hrden.

Richten Sie sich unbedingt nach den Behandlungsempfehlungen Ihres Arztes, weil es sonst wieder zu epileptischen Anfällen kommen kann! Wenn Sie glauben, Ethosuximid- neuraxpharm nicht zu vertragen, wenden Sie sich bitte an Ihren behandelnden Arzt!

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Schwerwiegende Nebenwirkungen

Verwenden Sie Ethosuximid-neuraxpharm nicht mehr und suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Sie eines der folgenden Symptome bei sich feststellen:

R√∂tliche Flecken am Rumpf, die wie schie√üscheibenartige Hautflecken oder kreisf√∂rmig aussehen, oft mit Blasen in der Mitte, Hautabsch√§lung, Geschw√ľre an

Mund, Rachen, Nase, Genitalien und Augen. Diesen schwerwiegenden Hautausschlägen können Fieber und grippeähnliche Symptome vorausgehen (Stevens- Johnson-Syndrom).

  • Gro√üfl√§chiger Hautausschlag, hohe K√∂rpertemperatur und vergr√∂√üerte Lymphknoten (Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS)).

Suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Sie eines der folgenden Symptome bei sich feststellen: Ver√§nderungen in Ihrem Blut (Bluterg√ľsse oder h√∂here Blutungsneigung), Fieber, Halsschmerzen, Mundgeschw√ľre, M√ľdigkeit, wiederholte Infektionen oder Infektionen, die nicht abklingen. Ihr Arzt nimmt Ihnen m√∂glicherweise regelm√§√üig Blut ab, um Sie auf solche Wirkungen zu untersuchen.

Weitere mögliche Nebenwirkungen

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

bis sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen) - Übelkeit, Erbrechen, Schluckauf und Bauchschmerzen Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

  • schwere Kopfschmerzen, Schlafst√∂rungen, Lethargie (Antriebsarmut, Teilnahmslosigkeit), Ataxie (St√∂rungen des Bewegungsablaufs)
  • Zur√ľckgezogenheit, Angstzust√§nde
  • Appetitverlust, Gewichtsverlust
  • Durchfall, Verstopfung

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

  • sich √ľber Tage und Wochen entwickelnde paranoid-halluzinatorische Erscheinungen (Sinnest√§uschungen, Verfolgungsgef√ľhle)
  • Lupus erythematodes* unterschiedlicher Auspr√§gung (Hauterkrankung, die mit Beteiligung innerer Organe einhergehen kann)
  • Leukopenie* (Mangel an wei√üen Blutk√∂rperchen), Eosinophilie* (Anstieg bestimmter wei√üer Blutk√∂rperchen), Thrombozytopenie* (Mangel an Blutpl√§ttchen) oder Agranulozytose* (Fehlen bestimmter Abwehrzellen)

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar)

  • In Einzelf√§llen treten innerhalb der ersten 12 Behandlungsstunden Dyskinesien auf (St√∂rungen des Bewegungsablaufs; siehe Abschnitt 2).
  • allergische Hauterscheinungen* wie Hautausschlag
  • In Einzelf√§llen kann es zu aplastischer An√§mie* (Mangel an roten Blutk√∂rperchen durch fehlende Neubildung) und Panzytopenie* (Mangel an allen Blutzellen) kommen (siehe Abschnitt 2).

* von der Dosis unabhängige Nebenwirkungen

Treten Nebenwirkungen auf, die nicht von der Dosis abhängen, wird das Arzneimittel in der Regel abgesetzt und die Nebenwirkungen klingen ab. Bei erneuter Einnahme können sie wieder auftreten.

Hinweis:
Bei Dauerbehandlung kann es zu einer Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit kommen, z. B. zu einem Abfall der schulischen Leistungen bei Kindern und Jugendlichen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3 D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und der Faltschachtel angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.

Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

F√ľr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich. Nach Anbruch innerhalb von 3 Monaten aufbrauchen!

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals √ľber das Abwasser (z.B. nicht √ľber die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

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Weitere Informationen

Was Ethosuximid-neuraxpharm enthält

Der Wirkstoff ist: Ethosuximid.

1 ml Lösung zum Einnehmen enthält 50 mg Ethosuximid.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Methyl-4-hydroxybenzoat (Ph. Eur.) (E 218), Hypromellose, Macrogol 300, Natriumcitrat (Ph. Eur.), Citronensäure-Monohydrat, Saccharin-Natrium, Sahne- Karamell-Aroma (enthält Propylenglycol (E 1520)), gereinigtes Wasser.

Wie Ethosuximid-neuraxpharm aussieht und Inhalt der Packung

Ethosuximid-neuraxpharm ist eine klare, farblose bis leicht gelbliche Lösung zum Einnehmen mit Karamell-Geschmack.

Braunglas-Flaschen mit Schraubverschluss.

Packungen mit 250 ml (2 x 125 ml) Lösung zum Einnehmen.

Jede Faltschachtel enth√§lt eine 10 ml Applikationsspritze f√ľr Zubereitungen zum Einnehmen, die in 0,5 ml-Schritten skaliert ist und einen Adapter f√ľr die Applikationsspritze.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller neuraxpharm Arzneimittel GmbH Elisabeth-Selbert-Stra√üe 23 ‚ÄĘ 40764 Langenfeld Tel. 02173 / 1060 - 0 ‚ÄĘ Fax 02173 / 1060 - 333

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Februar 2021.

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Wirkstoff(e) Ethosuximid
Zulassungsland Deutschland
Hersteller neuraxpharm Arzneimittel GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 11.11.2016
ATC Code N03AD01
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Antiepileptika

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden