Autor: Renantos Pharmavertriebsgesellschaft mbH


Langinformationen

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Fentanyl ist ein Vertreter aus einer Gruppe stark wirksamer Schmerzmittel, den so genannten Opioiden.
Das Schmerzmittel Fentanyl wird langsam aus dem Pflaster freigesetzt und dringt durch die Haut in den Körper ein.
Erwachsene:
Fentanyl Renantos wird zur Behandlung von starken und lang anhaltenden Schmerzen angewendet, die nur mit starken Schmerzmitteln ausreichend behandelt werden können.
Kinder:
Fentanyl Renantos wird zur Langzeitbehandlung von starken chronischen Schmerzen bei Kindern ab 2 Jahren eingesetzt, die bereits vorher andere stark wirksame Schmerzmittel erhalten haben.

Inhaltsverzeichnis
Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
Wie wird es angewendet?
Was sind mögliche Nebenwirkungen?
Wie soll es aufbewahrt werden?
Weitere Informationen

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Fentanyl Renantos transdermales Pflaster darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Fentanyl oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels sind.
  • wenn Sie nur kurzzeitige Schmerzen haben, z. B. nach einem operativen Eingriff.
  • wenn das zentrale Nervensystem (Gehirn und Rückenmark) bei Ihnen schwer beeinträchtigt ist, z. B. bei einer Gehirnverletzung.
  • wenn Sie an Atemschwierigkeiten (langsamere und schwächere Atmung) leiden und sich ungewöhnlich benommen fühlen.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Fentanyl Renantos transdermales Pflaster ist erforderlich
WARNHINWEIS:
Fentanyl Renantos transdermales Pflaster ist ein Arzneimittel, das für Kinder lebensbedrohlich sein kann.
Das trifft auch auf benutzte transdermale Pflaster zu.
Bedenken Sie, dass das Aussehen des Arzneimittels für ein Kind verlockend sein könnte.
Fentanyl Renantos transdermales Pflaster kann lebensbedrohliche Nebenwirkungen bei Personen haben, die verschriebene opioidhaltige Arzneimittel nicht regelmäßig anwenden. Das Arzneimittel darf nicht zur Behandlung akuter Schmerzen angewendet werden.
Der Arzt wird die Behandlung mit Fentanyl Renantos im Rahmen einer integrierten Schmerztherapie durchführen und Ihr individuelles Ansprechen auf Fentanyl Renantos regelmäßig kontrollieren.
Bevor Sie mit der Anwendung von Fentanyl Renantos transdermales Pflaster beginnen, müssen Sie Ihren Arzt informieren, wenn Sie an einer der unten angegebenen Erkrankungen leiden, denn in diesen Fällen ist das Risiko von Nebenwirkungen höher und/oder Ihr Arzt muss Ihnen möglicherweise eine niedrigere Fentanyl-Dosis verordnen.
- Asthma, Atemdepression oder eine Lungenerkrankung
- Niedriger Blutdruck
- Beeinträchtigte Leberfunktion
- Beeinträchtigte Nierenfunktion
- Wenn Sie eine Kopfverletzung, einen Gehirntumor, Anzeichen eines erhöhten intrakraniellen Druckes (z. B. Kopfschmerzen, Sehstörungen), Bewusstseinsveränderungen oder einen Bewusstseinsverlust hatten oder im Koma lagen
- Langsamer unregelmäßiger Herzschlag (Bradyarrhythmie)
- Myasthenia gravis (eine Erkrankung, die zu Ermüdung und Schwäche
  • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Fieber bekommen, während Sie Fentanyl Renantos tragen, da dies einen Einfluss darauf hat, wie viel Arzneimittel durch die Haut aufgenommen wird.
  • Sie dürfen das Pflaster nicht direkter Wärmequellen, wie Heizkissen, Wärmflaschen, elektrischen Heizdecken, Wärmelampen, Sauna und heißen Whirlpool-Bädern aussetzen, da diese die Wirkungsweise des Arzneimittels beeinflussen können. Es ist erlaubt sich in der Sonne aufzuhalten, Sie müssen das Pflaster jedoch an heißen Sommertagen mit Kleidung schützen.

Wenn Sie Fentanyl Renantos transdermales Pflaster längere Zeit anwenden, können sich Gewöhnung, körperliche oder psychische Abhängigkeit entwickeln. Dies wird jedoch während einer Behandlung von Schmerzen aufgrund von Krebserkrankungen selten beobachtet.
Wenn Sie schon älter oder in einer sehr schlechten körperlichen Verfassung (Kachexie) sind, wird Ihr Arzt Sie besonders sorgfältig überwachen, weil es notwendig sein kann, Ihnen eine niedrigere Dosis zu verschreiben.
Fentanyl Renantos-Pflaster dürfen nicht zerschnitten werden. Ein zerschnittenes, geteiltes oder in irgendeiner Weise beschädigtes Pflaster darf nicht verwendet werden.
Anwendung bei Kindern und Jugendlichen
Fentanyl Renantos darf nur bei Kindern und Jugendlichen ab dem Alter von 2 Jahren angewendet werden, die bereits vorher mit anderen Opioiden (z. B. Morphin) behandelt wurden. Fentanyl Renantos darf bei Säuglingen und Kleinkindern unter 2 Jahren nicht angewendet werden.
Um einer versehentlichen oralen Aufnahme des Wirkstoffs durch Kinder vorzubeugen, müssen die Anwendungsstelle für das transdermale Fentanyl-Pflaster sorgfältig gewählt (siehe Abschnitt 3. ?WIE IST Fentanyl Renantos ANZUWENDEN?) und das Haften des Pflasters engmaschig kontrolliert werden.
Bei Anwendung von Fentanyl Renantos mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Barbiturate (zur Behandlung von Schlafstörungen), Buprenorphin, Nalbuphin oder Pentazocin (andere starke Schmerzmittel) einnehmen/anwenden. Es wird empfohlen diese nicht gleichzeitig mit Fentanyl Renantos zu anzuwenden.
Wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel anwenden, die sich auf die Funktion des Gehirns auswirken, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass bei Ihnen Nebenwirkungen auftreten, insbesondere Probleme beim Atmen. Dies gilt beispielsweise für:
- Arzneimittel zur Behandlung von Angst (Tranquilizer)
- Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen (Antidepressiva)
- Arzneimittel zur Behandlung von psychischen Störungen (Neuroleptika)
- Anästhetika: Wenn Sie glauben, dass Sie ein Betäubungsmittel erhalten werden, informieren Sie den Arzt oder Zahnarzt, dass Sie Fentanyl Renantos anwenden
- Arzneimittel zur Behandlung von Schlafstörungen (Hypnotika, Sedativa)
- Arzneimittel zur Muskelentspannung
- Arzneimittel zur Behandlung von Allergien oder Reisekrankheit (Antihistaminika/Antiemetika)
- sonstige starke Schmerzmittel (Opioide)
- Alkohol
Sie dürfen die im Folgenden aufgelisteten Arzneimittel nur unter engmaschiger ärztlicher Überwachung zusammen mit Fentanyl Renantos anwenden.
Diese Arzneimittel können die Wirkungen und Nebenwirkungen von Fentanyl Renantos verstärken. Dies gilt beispielsweise für Arzneimittel zur Behandlung von:
- AIDS (z. B. Ritonavir, Saquinavir, Nelfinavir)
- Pilzerkrankungen (z. B. Ketoconazol, Itraconazol, Voriconazol, Fluconazol)
- Herzkrankheiten (z. B. Diltiazem, Verapamil, Amiodaron)
- Magen-Darm-Erkrankungen (z. B. Cimetidin)
- Infektionen mit Makrolidantibiotika (z. B. Clarithromycin, Erythromycin, Telithromycin, Troleandomycin)
Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie so genannte MAO-Hemmer (z. B. Moclobemid gegen Depressionen oder Selegilin gegen Parkinson-Krankheit) einnehmen oder in den letzten 14 Tagen eingenommen haben. Wenn Sie diese Arzneimittel zusammen mit Fentanyl Renantos anwenden, können deren unerwünschte Wirkungen (Toxizität) verstärkt werden.
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzer Zeit eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Es wird empfohlen Fentanyl Renantos während der Wehen oder Entbindung (einschließlich eines Kaiserschnitts) nicht anzuwenden, da Fentanyl möglicherweise zu Atemproblemen beim Neugeborenen führen kann. Wenn Sie während der Behandlung mit Fentanyl Renantos transdermales Pflaster schwanger werden, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Fentanyl Renantos transdermales Pflaster sollte nicht während der Schwangerschaft oder der Stillzeit angewendet werden, es sei denn, es ist unbedingt erforderlich. Die sichere Anwendung während der Schwangerschaft ist nicht nachgewiesen. Fentanyl geht in die Muttermilch über und kann möglicherweise Nebenwirkungen wie Sedierung und Atemdepression beim gestillten Säugling hervorrufen. Die Milch, die während der Behandlung oder innerhalb von 72 Stunden nach dem Entfernen des letzten Pflasters produziert wurde, muss verworfen werden.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Fentanyl Renantos hat großen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Dies ist besonders zu Beginn einer Behandlung, bei jeder Dosisänderung sowie bei Kombination mit Alkohol oder Tranquilizern zu erwarten. Wenn Sie Fentanyl über einen längeren Zeitraum in unveränderter Dosierung angewendet haben, liegt es im Ermessen Ihres Arztes, ob er Ihnen das Lenken von Fahrzeugen und das Bedienen gefährlicher Maschinen erlaubt. Während der Anwendung von Fentanyl Renantos dürfen Sie kein Fahrzeug lenken und keine gefährlichen Maschinen bedienen, sofern Ihr Arzt Ihnen dies nicht erlaubt hat.

Wie wird es angewendet?

WIE IST Fentanyl Renantos ANZUWENDEN?
Wenden Sie Fentanyl Renantos transdermales Pflaster immer genau nach Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Ihr Arzt entscheidet, welche Stärke von Fentanyl Renantos am besten für Sie geeignet ist. Ihr Arzt trifft diese Entscheidung aufgrund der Stärke Ihrer Schmerzen, Ihres Allgemeinzustandes und der Schmerzbehandlung, die Sie bislang erhalten haben.
Es kann sein, dass die Stärke des Pflasters oder die Anzahl der Pflaster entsprechend Ihrem Ansprechen angepasst werden muss. Die Wirkung wird innerhalb von 24 Stunden nach dem Aufkleben des ersten Pflasters erreicht und lässt nach dem Entfernen des Pflasters allmählich nach. Beenden Sie die Behandlung nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt.
Die Wirkung des ersten Pflasters setzt langsam ein; es kann einen ganzen Tag dauern, bis die volle Wirkung erreicht ist. Ihr Arzt wird Ihnen deshalb möglicherweise ein zusätzliches Schmerzmittel geben, bis das transdermale Fentanyl-Pflaster seine volle Wirkung erreicht hat. Danach sollte Fentanyl Renantos die Schmerzen dauerhaft lindern und Sie sollten diese zusätzlichen Schmerzmittel absetzen können. Es kann jedoch sein, dass Sie manchmal doch noch zusätzliche Schmerzmittel benötigen.
Anwendung bei Kindern und Jugendlichen
Fentanyl Renantos darf nur bei Kindern und Jugendlichen ab dem Alter von 2 Jahren angewendet werden, die bereits vorher mit anderen Opioiden (z. B. Morphin) behandelt wurden. Fentanyl Renantos darf bei Kindern und Kleinkindern unter 2 Jahren nicht angewendet werden.
Wie Fentanyl Renantos angewendet wird
- Suchen Sie eine flache Stelle auf dem Oberkörper oder Oberarm, wo die Haut nicht behaart ist, ohne Schnittwunden, Flecken oder andere Hautschäden. Die Körperstelle darf nicht im Rahmen einer Strahlentherapie bestrahlt worden sein.
- Ist die Haut behaart, stutzen Sie die Haare mit einer Schere. Nicht rasieren, da Rasieren die Haut reizen kann. Muss die Haut gereinigt werden, verwenden Sie Wasser. Verwenden Sie keine Seife, Öl, Lotionen, Alkohol oder andere Reinigungsmittel, die die Haut reizen können. Die Haut muss vollkommen trocken sein, bevor das Pflaster aufgeklebt wird.
- Das Pflaster muss sofort nach dem Entnehmen aus der Verpackung aufgeklebt werden. Nach dem Entfernen der Schutzfolie wird das Pflaster mit der Handfläche ca. 30 Sekunden fest auf die Haut gepresst, so dass sichergestellt wird, dass das Pflaster gut auf der Haut haftet. Bitte achten Sie besonders darauf, dass das Pflaster an den Rändern gut klebt. Anschließend die Hände mit sauberem Wasser waschen.
- Ein transdermales Fentanyl-Pflaster wird üblicherweise 72 Stunden (3 Tage) lang getragen. Auf dem Umkarton können Sie das Datum und die Zeit notieren, an dem/zu der Sie das Pflaster aufgeklebt haben. Das kann Ihnen helfen sich zu erinnern, wann Sie das Pflaster wechseln müssen.
- Die Körperstelle, an der das Pflaster angewendet wird, darf keinen äußeren Wärmequellen ausgesetzt werden (siehe ?Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Fentanyl Renantos ist erforderlich?).
- Da das transdermale Pflaster auf der Außenseite durch eine wasserfeste Trägerfolie geschützt ist, kann es auch beim Duschen getragen werden.
- Bei Kindern hat sich das Aufbringen der Pflaster im oberen Rückenbereich am besten bewährt, da die Kinder sie dort am wenigsten entfernen können.
Wie Fentanyl Renantos gewechselt wird
- Entfernen Sie das Pflaster nach der Zeit, die Ihnen vom Arzt genannt wurde. In den meisten Fällen sind das 72 Stunden (3 Tage). Normalerweise löst sich das Pflaster nicht von selbst ab. Wenn Spuren des Pflasters nach dem Entfernen auf der Haut zurückbleiben, können diese mit reichlich Seife und Wasser abgewaschen werden.
- Falten Sie das benutzte Pflaster in der Mitte so zusammen, dass die Kleberänder aufeinander kleben. Legen Sie benutzte Pflaster wieder in den Umkarton und entsorgen sie diesen oder bringen Sie ihn, wenn möglich, in die Apotheke zurück.
- Kleben Sie ein neues Pflaster, wie oben beschrieben, auf eine andere Hautstelle auf. Vor erneuter Verwendung derselben Hautstelle sollten mehrere Tage vergehen.
Wenn Sie eine größere Menge von Fentanyl Renantos angewendet haben, als Sie sollten
Wenn Sie mehr Pflaster aufgeklebt haben als verschrieben, entfernen Sie die Pflaster und wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Ihr Krankenhaus und fragen Sie nach dem Risiko.
Das häufigste Anzeichen einer Überdosierung sind Atemschwierigkeiten. Die Symptome äußern sich in anormal langsamer oder schwacher Atmung. Sollte dies auftreten, entfernen Sie das Pflaster, und wenden Sie sich umgehend an einen Arzt. Halten Sie die Person durch Sprechen oder gelegentliches Rütteln wach, während Sie auf den Arzt warten.
Andere Anzeichen und Symptome einer Überdosierung sind Benommenheit, niedrige Körpertemperatur, langsamer Herzschlag, herabgesetzter Muskeltonus (Schlaffheit), tiefe Sedierung (Ruhigstellung), Verlust der Muskelkoordination, Verengung der Pupillen und Krämpfe.
Wenn Sie die Anwendung von Fentanyl Renantos vergessen haben
Sie dürfen unter keinen Umständen die doppelte Dosis verwenden.
Falls vom Arzt nicht anders angeordnet, sollten Sie das Pflaster alle drei Tage (alle 72 Stunden) zur gleichen Tageszeit wechseln. Wenn Sie vergessen haben Ihr Pflaster zu wechseln, dann wechseln Sie es, sobald Sie sich daran erinnern. Wenn Sie sich sehr spät daran erinnern, Ihr Pflaster zu wechseln, informieren Sie Ihren Arzt, da Sie möglicherweise zusätzliche Schmerzmittel benötigen.
Wenn Sie die Anwendung von Fentanyl Renantos abbrechen
Falls Sie die Behandlung unterbrechen oder beenden möchten, sollten Sie immer mit Ihrem Arzt über die Gründe der Beendigung und über Ihre weitere Behandlung sprechen.
Eine Langzeitanwendung von Fentanyl Renantos kann zu einer körperlichen Abhängigkeit führen. Wenn Sie aufhören die Pflaster anzuwenden, können Sie sich unwohl fühlen.
Da das Risiko von Entzugserscheinungen (Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Angstzustände und Muskelzittern) größer ist, wenn die Behandlung plötzlich beendet wird, sollten Sie niemals selbstständig die Anwendung von Fentanyl Renantos beenden, sondern immer zuerst Ihren Arzt fragen.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Anwendung von Fentanyl Renantos transdermales Pflaster zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Die Anwendung von Fentanyl Renantos bei gleichzeitigem Konsum alkoholischer Getränke verstärkt das Risiko schwerwiegender unerwünschter Wirkungen und kann zu Atemschwierigkeiten, Blutdruckabfall, tiefer Sedierung und Koma führen.
WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?
Wie alle Arzneimittel kann Fentanyl Renantos transdermales Pflaster Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

sehr häufigbetrifft mehr als 1 Behandelten von 10
häufigbetrifft 1 bis10 Behandelte von 100
gelegentlichbetrifft 1 bis10 Behandelte von 1.000
seltenbetrifft 1 bis10 Behandelte von 10.000
nicht bekanntHäufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Wenn eine der folgenden schwerwiegenden, sehr seltenen Nebenwirkungen auftritt, brechen Sie die Behandlung ab und wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt oder suchen Sie ein Krankenhaus auf: schwere Atemdepression (schwere Atemlosigkeit, rasselnde Atmung) oder vollständiger Darmverschluss (krampfartige Schmerzen, Erbrechen, Blähungen).
Weitere Nebenwirkungen:
Sehr häufig
  • Schläfrigkeit, Schwindelgefühl, Kopfschmerz, Übelkeit, Erbrechen,

Verstopfung
Häufig
  • Überempfindlichkeit
  • Schlafstörungen, Depressionen, Angstzustände, Verwirrtheit, Halluzinationen

(Dinge sehen, hören oder fühlen, die nicht da sind), Sedierung
(Ruhigstellung), Nervosität
  • Zittern, Ameisenlaufen, Schwindel
  • unangenehmes Gefühl eines unregelmäßigen und/oder pochenden

Herzschlags, Blutdruckanstieg und beschleunigte Herzfrequenz
  • Atemschwierigkeiten
  • Durchfall, Mundtrockenheit, Magenschmerzen, Verdauungsstörungen,

Appetitverlust
  • Schwitzen, Juckreiz, Hautausschlag, Hautrötung (Erythem), Hautreaktionen

unter dem Pflaster
Hautausschlag, Hautrötungen und Juckreiz verschwinden normalerweise
innerhalb eines Tages nach Entfernen des Pflasters
  • Muskelkrämpfe
  • verringerte Harnmenge (verminderte Harnausscheidung)
  • Gefühl ungewöhnlicher Müdigkeit, Wasseransammlungen in Geweben,

Kraftlosigkeit, allgemeines Krankheitsgefühl, Kältegefühl
Gelegentlich
  • Agitiertheit, Desorientierung, unnatürliche Hochstimmung
  • herabgesetzte Berührungsempfindlichkeit, Krampfanfälle (einschließlich klonischer Anfälle und Grand-mal-Anfällen), Gedächtnisverlust, Sprachstörungen
  • Blutdruckabfall und Verlangsamung der Herzfrequenz, Blaufärbung der Haut
  • Beeinträchtigung der Atmung (Atemdepression), Atemnot
  • Darmblockade (Verstopfung)
  • Hauterkrankungen (Ekzem, allergische Dermatitis, Dermatitis, Kontaktdermatitis, Exanthem), Haut- und Überempfindlichkeitsreaktionen an der Stelle, wo das Pflaster aufgeklebt wurde
  • Muskelzucken
  • erektile Dysfunktion, Störungen der Sexualfunktion
  • grippeähnliche Erkrankung, Gefühl der Änderung der Körpertemperatur

Wenn Sie bereits seit einiger Zeit Fentanyl Renantos angewendet haben, kann sich die Wirkung von Fentanyl Renantos bei Ihnen verringern, so dass eine Dosisanpassung nötig wird (mögliche Gewöhnung).
Ebenfalls kann sich eine körperliche und psychische Abhängigkeit entwickeln, und Sie verspüren möglicherweise Entzugserscheinungen, wenn Sie die Anwendung der Pflaster plötzlich beenden. Entzugssymptome können Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Angstzustände und Muskelzittern (Tremor) sein.
Selten
  • Pupillenverengung
  • unregelmäßiger Herzschlag, Erweiterung von Blutgefäßen
  • Atemaussetzer (Apnoe), zu flache oder langsame Atmung, welche den körperlichen Bedürfnissen nicht entspricht (Hypoventilation)
  • unvollständiger Darmverschluss (Subileus), Schluckauf
  • Hautreaktionen unter dem Pflaster (Dermatitis, Ekzem)

Sehr selten
  • Wahnvorstellungen, Erregungszustände, Koordinationsstörungen
  • verminderte Sehschärfe
  • schmerzhafte Blähungen
  • Schmerzen der Harnblase, verringerte Harnmenge (verminderte Harnausscheidung)

Sehr selten wurde berichtet, dass es zu Entzugserscheinungen bei Neugeborenen kam, wenn die Mütter während der Schwangerschaft langfristig transdermale Fentanyl-Pflaster angewendet hatten.
Nicht bekannt
  • generalisierte akute allergische Reaktionen mit Blutdruckabfall und/oder Atembeschwerden (anaphylaktischer Schock, anaphylaktische Reaktion, anaphylaktoide Reaktion), anormal langsame Atmung

Kinder
Bei mit transdermalem Fentanyl-Pflaster behandelten Kindern und Jugendlichen traten ähnliche Nebenwirkungen wie bei Erwachsenen auf.
Bei anweisungsgemäßer Anwendung besteht bei Kindern und Jugendlichen kein spezifisches Risiko.
Sehr häufige Nebenwirkungen, die bei Kindern in klinischen Studien beobachtet wurden, waren Fieber, Erbrechen und Übelkeit.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren, auch nach der Anwendung. Große Mengen des Wirkstoffs bleiben auch nach der Anwendung im transdermalen Pflaster.
Sie dürfen Fentanyl Renantos transdermales Pflaster nach dem auf dem Beutel und dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Aus Umwelt- und Sicherheitsgründen müssen benutzte und unbenutzte Pflaster sowie Pflaster, deren Haltbarkeit abgelaufen ist, entsorgt oder in die Apotheke zur Entsorgung zurückgebracht werden. Gebrauchte Pflaster sollten in der Mitte zusammengefaltet werden, so dass die Klebeflächen aufeinander liegen. Legen Sie benutzte Pflaster wieder in den Umkarton und entsorgen Sie diesen oder bringen Sie ihn, wenn irgend möglich, in die Apotheke zurück.

Weitere Informationen

Was Fentanyl Renantos enthält
Der Wirkstoff ist Fentanyl.
Jedes Pflaster mit 3,75 cm2 Fläche enthält 2,063 mg Fentanyl. Jedes Pflaster setzt 12,5 Mikrogramm Fentanyl pro Stunde frei.
Die sonstigen Bestandteile sind:
Klebeschicht (Matrix): Poly[(2-ethylhexyl)acrylat-co-(2-hydroxyethyl)acrylat-co-methylacrylat] (35,5:1:12)
Trägerfolie: Polypropylenfolie, blaue Drucktinte
Schutzfolie: Poly(ethylenterephthalat)folie
Wie Fentanyl Renantos aussieht und Inhalt der Packung
Fentanyl Renantos transdermales Pflaster ist ein transparentes transdermales Pflaster mit einer Klebefläche, damit es auf die Haut geklebt werden kann. Die transdermalen Pflaster sind mit einem blauen Aufdruck der Stärke versehen.
Jedes transdermale Pflaster ist in einem separaten Beutel verpackt.
Fentanyl Renantos ist in Packungsgrößen mit 3, 5, 10 oder 20 transdermalen Pflastern erhältlich.
Pharmazeutischer Unternehmer
Renantos Pharmavertriebsgesellschaft mbH
Beethovenstraße 10
89340 Leipheim
Deutschland
Tel. +49 (0) 8221 9160338
Fax: +49 (0) 8221 9160339
Email: regulatory@renantos.com
Hersteller
ACINO AG
Am Windfeld 35
82714 Miesbach
Deutschland
Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen

LandBezeichnung des Arzneimittels
Bulgariené 12,5 mcg/h äé é
Tschechische RepublikAlgogesic 12,5 mcg/h
transdermln nplast
DeutschlandFentanyl Renantos 12,5 Mikrogramm/Stunde
transdermales Pflaster
LettlandAlgogesic 12,5 Mikrogrami/stund transdermls plksteris
PolenAlgogesic
PortugalFentanilo Winthrop
RumänienAlgogesic 12,5 micrograme/ora
plasture transdermic
SlowenienAlgogesic 12,5 Mikrogramov/h
transdermalni oblii
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im [MM/JJJJ]

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