Enalapril

Enalapril

Grundlagen

Enalapril ist ein ACE-Hemmer, der zur Behandlung von Bluthochdruck, diabetischen Nierenerkrankungen und Herzinsuffizienz eingesetzt wird. Bei Herzinsuffizienz wird es in der Regel zusammen mit einem Diuretikum eingesetzt. Es wird durch den Mund oder durch Injektion in eine Vene verabreicht. Der Wirkungseintritt erfolgt bei oraler Einnahme in der Regel innerhalb einer Stunde und hält bis zu einem Tag an.


Indikationen

Enalapril wird zur Behandlung von Bluthochdruck, symptomatischer Herzinsuffizienz und asymptomatischer linksventrikul√§rer Dysfunktion eingesetzt. Es wirkt sich nachweislich g√ľnstig auf die Nierenfunktion bei Bluthochdruck, Herzinsuffizienz und Diabetes aus und kann aufgrund seiner nierensch√ľtzenden Wirkung auch verabreicht werden, wenn kein Bluthochdruck besteht. Es wird auch h√§ufig bei chronischem Nierenversagen eingesetzt. Dar√ľber hinaus ist Enalapril ein Kandidat f√ľr die Behandlung von psychogener Polydipsie.

Wirkung

Pharmakodynamik/Wirkmechanismus

Normalerweise wird Angiotensin I durch ein Angiotensin-konvertierendes Enzym (ACE) in Angiotensin II umgewandelt. Angiotensin II verengt die Blutgef√§√üe und erh√∂ht den Blutdruck. Enalaprilat, der aktive Metabolit von Enalapril, hemmt ACE. Durch die Hemmung von ACE wird die Konzentration von Angiotensin II verringert, was zu einer geringeren Gef√§√üverengung und einem niedrigeren Blutdruck f√ľhrt.


Pharmakokinetik

Nach oraler Verabreichung wird die maximale Plasmakonzentration von Enalapril innerhalb von 1 Stunde nach der Einnahme erreicht, w√§hrend die maximale Konzentration von Enalaprilat drei bis vier Stunden nach der Einnahme auftritt. Die Plasmaproteinbindung betr√§gt rund 50%. Enalapril wird zu 60% √ľber den Urin und zu 40% √ľber den Stuhl ausgeschieden.¬†

Toxizität

Nebenwirkungen

  • erh√∂htes Serumkreatinin
  • Schwindel
  • niedriger Blutdruck
  • Synkope
  • trockener Husten

Die schwerwiegendste häufige Nebenwirkung ist das Angioödem (0,68 %), das häufig das Gesicht und die Lippen betrifft und die Atemwege des Patienten gefährdet. Angioödeme können zu jedem Zeitpunkt der Behandlung mit Enalapril auftreten, sind jedoch nach den ersten Dosen am häufigsten. Angioödeme und Todesfälle sind Berichten zufolge bei schwarzen Menschen häufiger.

Chemische & physikalische Eigenschaften

ATC Code C09AA02
Summenformel C20H28N2O5
Molare Masse (g¬∑mol‚ąí1) 376,45
Aggregatzustand fest
Schmelzpunkt (¬įC) 143‚Äď144,5
PKS Wert 2.3, 3.4, 8.0
CAS-Nummer 75847-73-3
PUB-Nummer 5388962
Drugbank ID DB00584

Redaktionelle Grundsätze

Alle f√ľr den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von gepr√ľften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universit√§ten). Dabei legen wir gro√üen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.
Markus Falkenstätter, BSc

Markus Falkenstätter, BSc
Autor

Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer
Lektor

Stefanie Lehenauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.

Anzeige

Medikamente, die Enalapril enthalten

Ihr persönlicher Arzneimittel-Assistent

afgis-Qualit√§tslogo mit Ablauf Jahr/Monat: Mit einem Klick auf das Logo √∂ffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen √ľber medikamio GmbH & Co KG und sein/ihr Internet-Angebot: medikamio.com/ This website is certified by Health On the Net Foundation. Click to verify.
Medikamente

Durchsuche hier unsere umfangreiche Datenbank zu Medikamenten von A-Z, mit Wirkung und Inhaltsstoffen.

Wirkstoffe

Alle Wirkstoffe mit ihrer Anwendung, chemischen Zusammensetzung und Arzneien, in denen sie enthalten sind.

Krankheiten

Ursachen, Symptome und Behandlungsm√∂glichkeiten f√ľr h√§ufige Krankheiten und Verletzungen.

Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden