Adriblastin 200 mg Stechampulle

Abbildung Adriblastin 200 mg Stechampulle
Wirkstoff(e) Doxorubicin
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Pfizer Corporation Austria GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 28.09.1993
ATC Code L01DB01
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Zytotoxische Antibiotika und verwandte Substanzen

Zulassungsinhaber

Pfizer Corporation Austria GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Adriblastin enthält als Wirkstoff Doxorubicin, dieser gehört zu einer Gruppe von Anti-Tumormitteln (Anti-Krebsmitteln), die man Anthracycline nennt. Doxorubicin hemmt die Vermehrung und das Wachstum von Tumor (Krebs-)-Zellen bei bestimmten Tumorerkrankungen.

Adriblastin kann alleine oder in Kombination mit anderen Medikamenten verabreicht werden bei

  • Brustkrebs (Mammakarzinom)
  • Knochenkrebs (Osteosarkom), vor und nach einem operativen Eingriff
  • Krebs im Weichteilgewebe (fortgeschrittenes Weichteilsarkom bei Erwachsenen)
  • Ewing Sarkom (bestimmte Art von Knochenkrebs)
  • Lungenkrebs (kleinzelliges Lungenkarzinom)
  • Krebs des Lymphgewebes (Hodgkin- und Non-Hodgkin-Lymphom)
  • bestimmten Arten von Blutkrebs (akute lymphatische oder myeloblastische Leuk√§mie)
  • Schilddr√ľsenkrebs (fortgeschrittenes oder wiederkehrendes papill√§res/follikul√§res Schilddr√ľsenkarzinom, anaplastisches Schilddr√ľsenkarzinom)
  • bestimmten Arten von Harnblasenkrebs (lokal fortgeschrittenes oder metastasiertes Harnblasen- karzinom). Bei oberfl√§chlichem Harnblasenkarzinom kann Adriblastin zur Vorbeugung eines Wiederauftretens nach operativer Entfernung direkt in die Harnblase verabreicht werden.
  • wieder auftretendem Eierstockkrebs (rezidivierendes Ovarialkarzinom)
  • einem bestimmten im Kindesalter auftretenden Nierenkrebs (Wilms-Tumor)
  • im Kindesalter auftretendem Krebs des Nervengewebes (fortgeschrittenes Neuroblastom)

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Adriblastin darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Doxorubicin, andere Arzneimittel, die zur selben Gruppe von Arzneimitteln geh√∂ren (sogenannte Anthracycline oder Anthracendione) oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile von Adriblastin sind
  • w√§hrend der Schwangerschaft und in der Stillzeit

Abhängig vom Verabreichungsweg darf Ihnen Adriblastin in den folgenden Situationen nicht verabreicht werden:

Intravenöse Verabreichung (in eine Vene):

  • wenn Sie an einer akuten Infektion leiden
  • wenn bei Ihnen eine schwere Beeintr√§chtigung der Knochenmarksfunktion vorliegt
  • wenn Sie eine krankhaft gesteigerte Blutungsneigung haben
  • wenn Sie an einer Herzerkrankung leiden oder gelitten haben (Angina pectoris, Herzmuskel- schw√§che, schwerwiegende Herzrhythmusst√∂rungen und Leitungsst√∂rungen, akute entz√ľndliche Herzerkrankungen, Herzinfarkt w√§hrend der letzten 6 Monate, Erkrankung des Herzmuskels)
  • wenn Sie an einer schweren Nierenerkrankung leiden
  • wenn bei Ihnen eine schwere Lebererkrankung vorliegt
  • wenn Sie bereits zuvor mit den h√∂chsten Dosen von Adriblastin oder anderen Arzneimitteln der gleichen Gruppe behandelt wurden

Intravesikale Verabreichung (in die Harnblase):

  • wenn sich der Krebs in die Wand Ihrer Harnblase ausgebreitet hat
  • wenn Sie an einer Entz√ľndung der Harnwege und Harnblase leiden
  • wenn Sie Blut im Harn haben

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal bevor Adriblastin bei Ihnen angewendet wird.

Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn bei Ihnen Herzschäden, Herz-Kreislauf-Probleme, schwer stillbare Blutungen, Fieber oder Infektionen vorliegen, denn es könnte sich unter Umständen ein lebensbedrohlicher Zustand entwickeln.

Es ist möglich, dass sich während der Therapie mit Adriblastin Ihre Harnsäurewerte erhöhen. Sollten Sie Gelenkschmerzen oder Gichtbeschwerden bemerken, informieren Sie bitte Ihren Arzt.

Suchen Sie Ihren Arzt auf, sollten Herz- oder Atembeschwerden auftreten, auch wenn diese Beschwerden Wochen oder Monate nach Beendigung der Therapie mit Adriblastin beginnen.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie mit Trastuzumab (einem Arzneimittel zur Behandlung verschiedener Krebsarten) behandelt werden oder k√ľrzlich behandelt wurden. Trastuzumab kann bis zu 7 Monate nach Absetzen im K√∂rper verbleiben. Da Trastazumab das Herz sch√§digen kann, sollten Sie Adriblastin bis zu 7 Monate nach Absetzen von Trastazumab nicht anwenden. Falls Adriblastin vor dieser Zeit angewendet wird, sollte Ihre Herzfunktion sorgf√§ltig √ľberwacht werden.

Wie die meisten sogenannten ‚ÄěChemotherapien‚Äú kann auch Adriblastin Ihr Erbgut sch√§digen, Miss- bildungen im Falle einer Schwangerschaft w√§hrend der Therapie mit Adriblastin verursachen, bzw. selbst krebserregend wirken. Sowohl M√§nner als auch Frauen m√ľssen w√§hrend und f√ľr einen Zeitraum nach ihrer Behandlung mit Adriblastin zuverl√§ssige Ma√ünahmen zur Empf√§ngnisverh√ľtung anwenden (siehe Abschnitt ‚ÄěSchwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/Geb√§rf√§higkeit‚Äú). Wenn Sie nach einer Behandlung mit Adriblastin Kinder haben m√∂chten, sollten Sie vor Beginn der Behandlung mit Ihrem

Arzt √ľber genetische Beratung und M√∂glichkeiten zur Erhaltung der Fruchtbarkeit sprechen (siehe Abschnitt ‚ÄěSchwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/Geb√§rf√§higkeit‚Äú).

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie sich einer Ganzkörperbestrahlung, einer Strahlentherapie oder Knochenmarkstransplantation unterzogen haben, wenn Sie bereits einmal mit Arzneimitteln aus der Gruppe von Doxorubicin behandelt wurden oder wenn Sie gleichzeitig andere Behandlungen verwenden.

Teilen Sie Ihrem Arzt auch mit, falls Sie bereits einmal Leuk√§mie hatten, unter einer Schleimhautentz√ľndung (vor allem im Mundbereich) leiden, eine akute Magen-Darm-Krankheit haben oder in der Vergangenheit hatten oder wenn Sie Arzneimittel verwenden, die Magen-Darm- Krankheiten verursachen k√∂nnen.

Eine unbeabsichtigte Verabreichung au√üerhalb der Vene (Extravasation) kann schwere Nebenwirkungen verursachen, einschlie√ülich Gewebstod (Nekrose) und Entz√ľndung der Vene mit Bildung eines Blutgerinnsels. Ein brennendes Gef√ľhl in der Region des Verabreichungsortes der Infusion kann daf√ľr ein Anzeichen sein, und Sie m√ľssen Ihren Arzt sofort darauf aufmerksam machen, wenn Sie den Verdacht haben, dass dies passiert ist.

Die Anwendung des Arzneimittels Adriblastin kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen f√ľhren.

Anwendung von Adriblastin zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Bei Anwendung zweier oder mehrerer Arzneimittel kann eine gegenseitige Beeinflussung im Sinne einer Verstärkung oder Abschwächung von Wirkung oder Nebenwirkung auftreten.

Teilen Sie daher Ihrem behandelnden Arzt mit, welche anderen Arzneimittel Sie sonst noch verwenden. Er kann dann entscheiden, ob ein Arzneimittel nicht angewendet werden darf, oder ob die Dosierung des einen oder anderen Arzneimittels verändert werden muss.

Adriblastin ist ein sehr starker Hemmer des Knochenmarks, und eine kombinierte Behandlung mit Arzneimitteln ähnlicher Wirkung verstärkt diese Nebenwirkungen (z. B. Infektanfälligkeit, verstärkte Blutungsneigung, Magen- Darmbeschwerden).

Bei Anwendung von Adriblastin gemeinsam mit Arzneimitteln gegen Epilepsie (Carbamazepin, Phenytoin, Valproat) ist die Aufnahme von Doxorubicin (Wirkstoff in Adriblastin) vermindert.

Doxorubicin ist eine f√ľr Strahlen empfindlich machende Substanz, und die durch Doxorubicin bedingten Hautsch√§digungen in Bereichen, die zuvor mit Strahlentherapie behandelt worden waren, k√∂nnen lebensbedrohlich sein. Jede vorhergehende, gleichzeitige oder nachfolgende Strahlentherapie kann auch die herz- oder lebersch√§digende Wirkung von Doxorubicin verst√§rken.

Melden Sie Ihrem Arzt, wenn Sie Medikamente, die Nebenwirkungen am Herzen verursachen können, einnehmen.

Auch bei gleichzeitiger Anwendung bestimmter Blutdruckmedikamente, sogenannter Kalziumanta- gonisten, wird Ihr Arzt die Behandlung besonders sorgf√§ltig √ľberwachen.

Vor der Verabreichung von Impfstoffen informieren Sie Ihren Arzt. Er entscheidet, ob geimpft wird.

W√§hrend der Behandlung mit Adriblastin sollten die Patienten auch den Kontakt mit k√ľrzlich gegen Kinderl√§hmung (Poliomyelitis) geimpften Personen vermeiden.

Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/Gebärfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Adriblastin darf während einer Schwangerschaft nicht angewendet werden. Über den Eintritt einer Schwangerschaft ist der behandelnde Arzt zu informieren.

Verh√ľtung bei Frauen im geb√§rf√§higen Alter

Sie sollten w√§hrend der Therapie mit Adriblastin und f√ľr mindestens 6,5 Monate nach der letzten Dosis immer eine zuverl√§ssige Verh√ľtungsmethode anwenden, da eine Sch√§digung des Kindes nicht ausgeschlossen werden kann. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt √ľber die f√ľr Sie und Ihren Partner passende Verh√ľtungsmethode.

Verh√ľtung bei M√§nnern

M√§nner sollten w√§hrend der Behandlung mit Adriblastin und f√ľr mindestens 3,5 Monate nach der letzten Dosis immer verh√ľtende Ma√ünahmen ergreifen, da das Erbgut gesch√§digt werden kann.

Stillzeit

Sie d√ľrfen w√§hrend der Therapie mit Adriblastin und f√ľr mindestens 10 Tage nach der letzten Dosis nicht stillen, da Doxorubicin in die Muttermilch √ľbergeht und einem gestillten Kind schaden kann.

Fortpflanzungsfähigkeit

Sowohl Männer als auch Frauen sollten vor einer Therapie eine Beratung zur Erhaltung der Fertilität/Zeugungsfähigkeit einholen.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsf√§higkeit und Verkehrst√ľchtigkeit beeintr√§chtigen.

Adriblastin enthält Natrium.

Adriblastin 10 mg Stechampulle enth√§lt 17,7 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro 5 ml Durchstechflasche. Dies entspricht 0,9 % der f√ľr einen Erwachsenen empfohlenen maximalen t√§glichen Natriumaufnahme mit der Nahrung.

Adriblastin 50 mg Stechampulle enth√§lt 88,5 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro 25 ml Durchstechflasche. Dies entspricht 4,4 % der f√ľr einen Erwachsenen empfohlenen maximalen t√§glichen Natriumaufnahme mit der Nahrung.

Adriblastin 200 mg Stechampulle enth√§lt 354 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro 100 ml Durchstechflasche. Dies entspricht 17,7 % der f√ľr einen Erwachsenen empfohlenen maximalen t√§glichen Natriumaufnahme mit der Nahrung.

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Wie wird es angewendet?

Art der Anwendung

Zur intravenösen oder intravesikalen Anwendung

Adriblastin wird Ihnen von medizinischem Fachpersonal in der Regel als Infusion verabreicht. Falls Sie an Harnblasenkrebs leiden, kann Adriblastin auch in die Harnblase verabreicht werden.

Dosierung

Die H√∂he der Dosierung wird vom Arzt entsprechend dem Krankheitsbild und Ihrem Allgemeinzustand angepasst. Ihr Arzt kann vor Behandlungsbeginn bei Ihnen einige Tests wie Bluttests, EKG etc. durchf√ľhren, um √ľber die Dosis von Adriblastin zu entscheiden, die Ihnen verabreicht werden muss.

Wie häufig Sie Adriblastin erhalten, hängt von der Krebsart ab, gegen die Sie behandelt werden.

Patienten mit Leber- und/oder Nierenfunktionsstörungen

Informieren Sie Ihren Arzt, falls Sie an Leber- und/oder Nierenfunktionsstörungen leiden. Er wird gegebenenfalls eine Dosisreduktion veranlassen oder das Medikament absetzen.

Wenn Ihnen eine größere Menge von Adriblastin verabreicht wurde, als Sie erhalten sollten

Bei Überdosierung von Adriblastin kann es verstärkt zu einer Schädigung des Knochenmarks oder des Herzmuskels sowie zu Beschwerden im Magen-Darmtrakt kommen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Informationen zur Häufigkeit dieser Reaktionen finden Sie nachfolgend.

Die möglichen Nebenwirkungen werden folgendermaßen eingeteilt:

Sehr häufig: bei mehr als 1 von 10 Behandelten Häufig: bei 1 bis 10 von 100 Behandelten Gelegentlich: bei 1 bis 10 von 1.000 Behandelten Selten: bei 1 bis 10 von 10.000 Behandelten

Sehr selten: bei weniger als 1 von 10.000 Behandelten

Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

Sehr häufige Nebenwirkungen

  • Infektionen
  • Verminderung der Zahl bestimmter wei√üer Blutzellen begleitet von Fieber
  • Sch√§digung des Knochenmarks, Mangel an wei√üen Blutzellen, Verminderung der Zahl bestimmter wei√üer Blutzellen und der Blutpl√§ttchen, Blutarmut, Sauerstoffmangel im Gewebe oder Tod
  • Appetitlosigkeit
  • Venenverschluss mit Entz√ľndung der Gef√§√üwand
  • √úbelkeit/Erbrechen, Entz√ľndung der Mundschleimhaut oder anderer Schleimh√§ute (Mukositis), Durchfall
  • √∂rtlich begrenzte Sch√§digungen der Haut, Abl√∂sung der Nagelplatte vom Nagelbett, Hautausschlag, entz√ľndliche Hautr√∂tung, Lichtempfindlichkeit, Hand-Fu√ü-Syndrom (schmerzhafte R√∂tung mit Schwellung an Handfl√§chen und Fu√üsohlen), Haarausfall
  • Fieber, Schw√§chegef√ľhl (Asthenie), Sch√ľttelfrost
  • abnormes Ergebnis bei Herzuntersuchungen (asymptomatische Verringerung der LVEF), abnormales Elektrokardiogramm (EKG), abnormale Leberwerte (Transaminasen), Gewichts- zunahme

Häufige Nebenwirkungen

  • Blutvergiftung, Blutvergiftung mit infekti√∂ser Entz√ľndung
  • Bindehautentz√ľndung
  • Sch√§digung des Herzens wie z. B. Erkrankung des Herzmuskels, schneller Herzschlag, Herzrhythmusst√∂rung mit schnellem Herzschlag, verlangsamter Herzschlag, Herzversagen, Herzschw√§che
  • Venenentz√ľndung, Blutung
  • Entz√ľndung der Speiser√∂hre, Bauchschmerzen oder Gef√ľhl des Brennens
  • Juckreiz, √úberempfindlichkeit von bestrahlter Haut (‚Äěrecall syndrom‚Äú), √úberpigmentierung von Haut und N√§geln, Nesselsucht
  • Nach Verabreichung in die Harnblase: Harnblasenentz√ľndung, erschwerte oder schmerzhafte Blasenentleerung, h√§ufige Entleerung kleiner Harnmengen, Blut im Urin, erh√∂hte Harnausscheidung, n√§chtlicher Harndrang, Harnblasenkr√§mpfe, Absterben von Gewebe (Nekrose)
  • Reaktionen an der Infusionsstelle

Gelegentliche Nebenwirkungen

  • Blutvergiftung (mit Schockzust√§nden)
  • bestimmte Arten von Blutkrebs (akute lymphatische Leuk√§mie, akute myeloische Leuk√§mie)
  • Blutkrebs als Folge einer anderen Erkrankung (sekund√§re Leuk√§mie)
  • Fl√ľssigkeitsmangel des K√∂rpers
  • Gef√§√üverschluss
  • Blutungen im Magen-/Darmtrakt, Dickdarmentz√ľndung (auch in schwerer Form mit manchmal folgenschweren Infektionen bei Kombination von Doxorubicin und Cytarabin (Anti-Krebs- Mittel)), Magenentz√ľndung mit m√∂glichen Blutungen (erosive Gastritis)

Seltene Nebenwirkungen

  • allergische schmerzhafte Schwellung der Augenlider und Zunge mit Atembeschwerden
  • Atemst√∂rungen, Schwellung der Nasenschleimhaut, erh√∂hte Atemfrequenz und erschwerte Atmung, Lungenentz√ľndung bedingt durch Strahlentherapie

Sehr seltene Nebenwirkungen

  • akute und m√∂glicherweise lebensbedrohliche allergische Allgemeinreaktion (Anaphylaxie)
  • erh√∂hter Harns√§urespiegel im Blut (Hyperurik√§mie)
  • Ver√§nderungen im EKG, bestimmte Herzrhythmusst√∂rungen (atrioventrikul√§re- und B√ľndelzweigblockade)
  • Schock
  • Schleimhautver√§nderungen des Magen-Darm-Traktes (Erosionen), Verf√§rbung der Mundschleimhaut
  • schmerzhafte R√∂tungen der Hand- und Fu√üteller (akrales Erythem)
  • allgemeine Muskelschw√§che
  • Ausbleiben der Monatsblutung, verminderte Anzahl von Spermien in der Samenfl√ľssigkeit, v√∂lliges Fehlen von Samenzellen in der Samenfl√ľssigkeit
  • allgemeines Unwohlsein/Kraftlosigkeit

Nebenwirkungen mit nicht bekannter Häufigkeit

  • allergische Reaktionen (anaphylaktische Reaktionen)
  • Stoffwechselentgleisungen in der Folge eines raschen Zerfalls von Tumorzellen (Tumorlyse- syndrom)
  • Hornhautentz√ľndung, vermehrter Tr√§nenfluss
  • Hitzewallungen
  • Gelenkschmerzen
  • Rotf√§rbung des Harns 1 - 2 Tage nach der Verabreichung, Nierenversagen
  • Verh√§rtung oder Versteifung der Venenwand

Die beschriebenen Nebenwirkungen sind meist heilbar.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 Wien √Ėsterreich

Fax: +43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Im K√ľhlschrank lagern (2 bis 8 ¬įC). In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton nach ‚ÄěVerwendbar/Verw. bis:‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Bei K√ľhlschranktemperatur kann die Injektionsl√∂sung gelieren. Nach 2 bis maximal 4 Stunden bei kontrollierter Raumtemperatur (15 bis 25 ¬įC) wird das gelierte Produkt wieder leicht visk√∂s bis fl√ľssig.

Das Produkt ist nach dem √Ėffnen sofort zu verwenden. Restmengen verwerfen. Nur zur einmaligen Entnahme. Nur klare L√∂sungen verwenden.

Die f√ľr Zytostatika vorgesehenen Entsorgungsvorschriften sind einzuhalten.

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Weitere Informationen

Was Adriblastin enthält

Der Wirkstoff ist Doxorubicin (als Doxorubicinhydrochlorid).

1 Durchstechflasche enthält 10 mg Doxorubicinhydrochlorid (entsprechend 9,37 mg Doxorubicin). 1 Durchstechflasche enthält 50 mg Doxorubicinhydrochlorid (entsprechend 46,86 mg Doxorubicin).

1 Durchstechflasche enthält 200 mg Doxorubicinhydrochlorid (entsprechend 183,43 mg Doxorubicin).

Die sonstigen Bestandteile sind Natriumchlorid und Salzs√§ure-L√∂sung zur pH-Wert Einstellung und Wasser f√ľr Injektionszwecke.

Wie Adriblastin aussieht und Inhalt der Packung

Klare, rote Injektionslösung

Adriblastin 10 mg Stechampulle

Die Packung enthält eine 5 ml Durchstechflasche.

Adriblastin 50 mg Stechampulle

Die Packung enthält eine 25 ml Durchstechflasche.

Adriblastin 200 mg Stechampulle

Die Packung enthält eine 100 ml Durchstechflasche.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer: Pfizer Corporation Austria Ges.m.b.H., Wien Hersteller: Pfizer Service Company BV, Zaventem, Belgien

Adriblastin 10 mg, Z. Nr.: 1-20169

Adriblastin 50 mg, Z. Nr.: 1-20167

Adriblastin 200 mg, Z. Nr.: 1-20166

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Juni 2022.

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Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Adriblastin 200 mg Stechampulle - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Doxorubicin
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Pfizer Corporation Austria GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 28.09.1993
ATC Code L01DB01
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Zytotoxische Antibiotika und verwandte Substanzen

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden