Carboplatin Pfizer CS 150 mg Konzentrat zur Infusionsbereitung

Abbildung Carboplatin Pfizer CS 150 mg Konzentrat zur Infusionsbereitung
Wirkstoff(e) Carboplatin
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Pfizer
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
ATC Code L01XA02
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Andere antineoplastische Mittel

Zulassungsinhaber

Pfizer

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Die vollständige Bezeichnung Ihres Arzneimittels ist Carboplatin Pfizer CS 150 mg bzw. 450 mg Konzentrat zur Infusionsbereitung, in dieser Packungsbeilage wird es aber in weiterer Folge nur als Carboplatin bezeichnet.

Carboplatin enthält Carboplatin, eine Substanz aus einer Gruppe von Arzneimitteln, die man als Platinverbindungen bezeichnet und die zur Behandlung von Krebserkrankungen angewendet werden.

Carboplatin wird eingesetzt zur Behandlung eines fortgeschrittenen oder metastasierenden (Bildung von Metastasen = Tochtergeschwulsten) Eierstockkrebses und des kleinzelligen Lungenkrebses.

Bei Patienten, bei denen Cisplatin, eine Substanz aus der gleichen Gruppe von Arzneimitteln wie Carboplatin, nicht angewendet werden kann, kann Carboplatin als Alternative zur Behandlung folgender Tumore eingesetzt werden:

  • bei fortgeschrittenen oder metastasierenden Tumoren der ableitenden Harnwege (Nierenbecken, Harnleiter, Harnblase und Harnr√∂hre)
  • bei fortgeschrittenem oder metastasierendem Plattenepithelkarzinomen (b√∂sartiger Tumor der Haut oder Schleimhaut) im Kopf- oder Halsbereich
  • bei fortgeschrittenem oder metastasierendem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs
  • bei fortgeschrittenem oder metastasierendem Geb√§rmutterhalskrebs

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Carboplatin darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Carboplatin oder andere Platinverbindungen sind
  • wenn bei Ihnen ein Ungleichgewicht der Blutzellen besteht (schwere Unterdr√ľckung der Knochenmarksfunktion)
  • wenn Sie eine schwere Nierenfunktionsst√∂rung haben (Kreatinin-Clearance < 30 ml/Min.)
  • wenn Sie einen blutenden Tumor haben
  • wenn Sie Blutungen haben
  • wenn Sie eine akute Infektion haben (z. B. Herpes zoster)
  • wenn Sie gleichzeitig eine Impfung mit einem Impfstoff gegen Gelbfieber erhalten
  • wenn Sie stillen

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Carboplatin bei Ihnen angewendet wird.

Carboplatin wird Ihnen im Krankenhaus von einem Arzt verabreicht. Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nicht selbst handhaben. Ihr Arzt oder das medizinische Fachpersonal werden Sie w√§hrend und nach der Behandlung genau √ľberwachen.

Wenn Sie eine eingeschr√§nkte Nierenfunktion haben, k√∂nnen die Wirkungen von Carboplatin auf das Blut verst√§rkt sein und auch l√§nger anhalten als bei Patienten mit normaler Nierenfunktion. Sollten Ihre Nieren nicht voll funktionst√ľchtig sein, wird Ihr Arzt Sie mit gr√∂√üerer Regelm√§√üigkeit √ľberwachen.

Wenn Sie bei sich Kopfschmerzen, Veränderungen Ihrer psychischen Funktion, Krampfanfälle und abnormale Veränderungen Ihres Sehvermögens, wie verschwommenes Sehen oder Sehverlust, feststellen, informieren Sie Ihren Arzt.

Wenn Sie extreme M√ľdigkeit in Verbindung mit einer Verminderung der roten Blutzellen sowie Kurzatmigkeit (h√§molytische An√§mie) entwickeln, entweder alleine oder in Kombination mit einer niedrigen Zahl der Blutpl√§ttchen, abnormalen Bluterg√ľssen (Thrombozytopenie) und Nierenkrankheit mit fehlendem oder vermindertem Harnlassen (Symptome eines sogenannten h√§molytisch-ur√§mischen Syndroms), wenden Sie sich an einen Arzt.

Wenn Sie Fieber (mit einer Temperatur von 38 ¬įC oder mehr) oder Sch√ľttelfrost haben, k√∂nnten dies Anzeichen einer Infektion sein, und Sie m√ľssen sofort einen Arzt informieren. Es besteht in solchen F√§llen das Risiko einer Infektion des Blutes.

Wenn Sie andere Arzneimittel oder Behandlungen (z. B. Strahlentherapie) erhalten haben, die das Knochenmark hemmen, kann die Wirkung von Carboplatin auf das blutbildende System verstärkt sein.

Ihr Arzt wird unter Umst√§nden vor Beginn der Behandlung eine Kontrolle Ihrer H√∂rfunktion durchf√ľhren.

Carboplatin kann zu √úbelkeit und Erbrechen f√ľhren. Ihr Arzt wird Ihnen daher vor der Anwendung von Carboplatin eventuell ein anderes Arzneimittel verabreichen, um diese Wirkungen zu vermindern.

Sie sollten unbedingt zuvor mit Ihrem Arzt sprechen, falls Sie während der Behandlung mit Carboplatin eine Impfung erhalten sollen.

Patienten im geschlechtsreifen Alter (Frauen und M√§nner) m√ľssen w√§hrend und bis zu 6 Monate nach der Behandlung auf eine zuverl√§ssige Empf√§ngnisverh√ľtung achten.

Da Carboplatin erbgutschädigend wirken kann, sollten Sie, wenn Sie einen Kinderwunsch haben, möglichst schon vor dem geplanten Behandlungsbeginn eine genetische Beratungsstelle aufsuchen.

Wie mit anderen Platinkomplexen wurden auch mit Carboplatin allergische Reaktionen beschrieben. Diese treten zumeist während der Infusion auf und erfordern einen Abbruch der Infusion und eine entsprechende symptomatische Behandlung. Die Patienten sind sorgfältig auf potenzielle allergische Reaktionen zu beobachten und supportiv zu behandeln.

√Ąndern Sie nicht eigenm√§chtig die Behandlung. Kommen Sie zu allen Kontrolluntersuchungen, bzw. gehen Sie vor allem zu den notwendigen Blutuntersuchungen und eventuellen anderen fach√§rztlichen Zusatzuntersuchungen, die Ihr Arzt mit Ihnen vereinbart hat.

Anwendung von Carboplatin zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Insbesondere sollten Sie Ihren Arzt informieren, falls Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen/anwenden, da es Wechselwirkungen mit Carboplatin geben könnte:

  • Arzneimittel, von denen man wei√ü, dass sie die Bildung von Blutzellen im Knochenmark beeintr√§chtigen
  • Arzneimittel, von denen man wei√ü, dass sie die Nieren sch√§digen k√∂nnen (z. B. Aminoglykosid- Antibiotika)
  • Arzneimittel, von denen man wei√ü, dass sie das Geh√∂r oder die Gleichgewichtsfunktion beeintr√§chtigen k√∂nnen (z. B. Aminoglykosid-Antibiotika, harntreibende Arzneimittel [Diuretika, zur Behandlung von Herzschw√§che und √Ėdemen])
  • komplexbildende Arzneimittel (Arzneimittel, die an Carboplatin binden und auf diese Weise die Wirkung von Carboplatin vermindern)
  • Phenytoin oder Fosphenytoin (zur Behandlung verschiedener Formen von Krampfanf√§llen)
  • Warfarin (zur Vermeidung der Bildung von Blutgerinnsel)
  • Ciclosporin und √§hnliche Arzneimittel (zur Hemmung des Immunsystems)

Eine gemeinsame Anwendung mit einem Impfstoff gegen Gelbfieber ist nicht erlaubt.

Anwendung von Carboplatin zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Es gibt keine bekannte Wechselwirkung zwischen Carboplatin und Alkohol. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie vorhaben, Alkohol zu trinken, da Carboplatin die Fähigkeit der Leber zum Abbau von Alkohol beeinträchtigen kann.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten schwanger zu sein oder beabsichtigen schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Wenn Sie vor Behandlungsbeginn schwanger sind oder w√§hrend der Behandlung schwanger werden, m√ľssen Sie dies sofort dem Arzt melden.

Carboplatin sollte w√§hrend einer Schwangerschaft wegen einer m√∂glichen schweren Sch√§digung des ungeborenen Kindes grunds√§tzlich nicht angewendet werden. √úber eine Anwendung in der Schwangerschaft entscheidet Ihr behandelnder Arzt. Wenn Sie w√§hrend der Schwangerschaft mit Carboplatin behandelt werden, sollten Sie mit Ihrem Arzt die m√∂glichen Risiken f√ľr Ihr ungeborenes Kind diskutieren.

Schwangere Frauen sollten jeden Umgang mit Carboplatin vermeiden.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Carboplatin in die Muttermilch √ľbertritt, daher d√ľrfen Sie w√§hrend der Behandlung mit Carboplatin nicht stillen. Sollte Ihr behandelnder Arzt eine Behandlung mit Carboplatin in der Stillzeit f√ľr unbedingt erforderlich halten, m√ľssen Sie abstillen.

Fortpflanzungsfähigkeit

Frauen im geb√§rf√§higen Alter m√ľssen w√§hrend der Therapie und bis zu 6 Monate nach der Behandlung mit Carboplatin eine Schwangerschaft vermeiden, da eine Sch√§digung des Kindes nicht ausgeschlossen werden kann.

Ebenso sollen M√§nner w√§hrend der Behandlung und bis zu 6 Monate danach verh√ľtende Ma√ünahmen ergreifen, da das Erbgut gesch√§digt werden kann.

M√§nnern, die einen Kinderwunsch haben, wird vor Therapiebeginn eine Beratung bez√ľglich Sperma- konservierung empfohlen, da die M√∂glichkeit einer nicht behebbaren Unfruchtbarkeit besteht.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

  • Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsf√§higkeit und Verkehrst√ľchtigkeit beeintr√§chtigen.

Es wurden keine Studien zur Verkehrst√ľchtigkeit oder zum Bedienen von Maschinen durchgef√ľhrt. Nach einer Carboplatin Infusion k√∂nnen √úbelkeit, Erbrechen, Sehst√∂rungen und H√∂rst√∂rungen auftreten, und Sie sollten daher beim Lenken von Fahrzeugen und beim Bedienen von Maschinen vorsichtig sein.

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Wie wird es angewendet?

Zur streng intravenösen (in die Vene) Anwendung

Ihre intraven√∂se Infusion wird Ihnen immer von einem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal verabreicht. Sie wird normalerweise als Tropfinfusion √ľber 15 bis 60 Minuten verabreicht. Falls Sie weitere Informationen ben√∂tigen, fragen Sie bitte Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal.

Ihr Arzt wird anhand Ihrer Gr√∂√üe und Ihres K√∂rpergewichts, Ihrer Nierenfunktion und der Funktion Ihres Blutsystems die f√ľr Sie am besten geeignete Dosis von Carboplatin bestimmen. Carboplatin wird normalerweise vor der Infusion verd√ľnnt.

Erwachsene

Die √ľbliche Dosis ist 400 mg pro m¬≤ K√∂rperoberfl√§che (berechnet anhand Ihrer Gr√∂√üe und Ihres K√∂rpergewichts).

Patienten mit Nierenproblemen

Die Dosis kann sich nach Ihrer Nierenfunktion richten. Wenn Sie an Nierenproblemen leiden, wird Ihr Arzt unter Umst√§nden die Dosis reduzieren und h√§ufigere Bluttests oder Kontrollen Ihrer Nierenfunktion durchf√ľhren.

√Ąltere Patienten

Bei Patienten ab einem Alter von 65 Jahren ist während des ersten und aller weiteren Therapiezyklen eine Anpassung der Dosis an den allgemeinen Gesundheitszustand erforderlich.

Kinder und Jugendliche

Es liegen derzeit keine ausreichenden Erfahrungen bei Kindern und Jugendlichen vor, um eine bestimmte Dosierung empfehlen zu können.

Zwischen den einzelnen Carboplatin Infusionen liegt √ľblicherweise ein Abstand von 4 Wochen. Damit Ihre n√§chste Dosis richtig festgelegt werden kann, werden nach Anwendung der Carboplatin Infusionsl√∂sung jede Woche Blutuntersuchungen durchgef√ľhrt.

Wenn Sie eine größere Menge von Carboplatin erhalten als Sie sollten

Es ist unwahrscheinlich, dass Sie zu viel Carboplatin verabreicht erhalten. Falls Sie sich Sorgen machen, dass Ihnen zu viel Carboplatin verabreicht wurde, sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen, der Ihnen Carboplatin verabreicht hat.

Information f√ľr den Arzt: Sie finden am Ende der Gebrauchsinformation Hinweise zur √úberdosierung.

Wenn Sie eine Anwendung von Carboplatin versäumt haben

Es ist unwahrscheinlich, dass Sie eine Dosis von Carboplatin vers√§umen, da Ihr Arzt genau wei√ü, wann Sie Ihr Arzneimittel erhalten m√ľssen. Falls Sie Bedenken haben, dass Sie eine Anwendung von Carboplatin vers√§umt haben, sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen, der Ihnen Carboplatin verabreicht hat.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt rasch, wenn Sie Nebenwirkungen bei sich feststellen. Je fr√ľher Ihr Arzt √ľber eine m√∂gliche Nebenwirkung Bescheid wei√ü, desto besser kann diese auch behandelt werden.

Informieren Sie einen Arzt sofort, wenn Sie eine der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen feststellen:

  • ungew√∂hnliche blaue Flecken, Blutungen oder Anzeichen f√ľr eine Infektion, wie Halsschmerzen und Fieber
  • schweres Jucken der Haut (mit erhabenen Schwellungen) oder Anschwellen von Gesicht, Lippen, Zunge und/oder Hals, was zu Schluckbeschwerden f√ľhren kann
  • Stomatitis/Mukositis (z. B. schmerzende Lippen oder Geschw√ľre im Mund)

Sehr häufige Nebenwirkungen (betrifft mehr als 1 Behandelten von 10)

  • Ver√§nderungen bei Ihren roten und wei√üen Blutzellen und bei den Blutpl√§ttchen (Knochenmarksuppression, Thrombozytopenie, Leukopenie, Neutropenie)
  • An√§mie (ein Zustand, bei dem die Anzahl der roten Blutk√∂rperchen verringert ist und der zu M√ľdigkeit f√ľhrt)
  • Abfall der Elektrolytwerte (Natrium, Magnesium, Kalium, selten Kalzium) im Blut
  • Erbrechen, √úbelkeit, Bauchschmerzen
  • Erh√∂hungen der Leberenzyme
  • Erh√∂hung verschiedener Blutbestandteile (Harnstoff, alkalische Phosphatase, Aspartatamino- transferase), abnormale Leberfunktionswerte, Verminderung der Elektrolyte (Natrium, Kalzium, Kalium, Magnesium), Verminderung der Ausscheidung von Kreatinin
  • Nierenfunktionsst√∂rung

Häufige Nebenwirkungen (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100)

  • Infektionen
  • Blutungen
  • √úberempfindlichkeitsreaktionen (wie etwa anaphylaktoide Reaktionen oder anaphylaktischer Schock; einhergehend mit √úbelkeit, Blutdruckabfall, Schwindel und evt. Atemnot)
  • Kribbeln, Taubheitsgef√ľhl und/oder Verminderung der Sehnenreflexe (periphere Polyneuropathie), Fehlempfindungen (Par√§sthesie)
  • Ohrensausen (Tinnitus), Beeintr√§chtigung und Verlust des H√∂rverm√∂gens
  • Herz-Kreislauferkrankungen
  • Atemwegserkrankung, Lungenkrankheit, Atemprobleme (Bronchospasmus)
  • Durchfall, Verstopfung, Schleimhauterkrankung
  • allergische Reaktionen wie Hautausschlag, Nesselausschlag oder Juckreiz
  • erh√∂hte Harns√§urewerte im Blut, was zu Gicht f√ľhren kann
  • Haarausfall, Hautst√∂rungen
  • Knochen- und Muskelst√∂rungen
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und Harnwege
  • Schw√§chegef√ľhl
  • Sehst√∂rungen

Gelegentliche Nebenwirkungen (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000)

  • Symptome des zentralen Nervensystems, h√§ufig im Zusammenhang mit Arzneimitteln, die Sie zur Bek√§mpfung von √úbelkeit oder Erbrechen anwenden
  • Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen
  • grippeartige Symptome, Sch√ľttelfrost, Kopfschmerzen

Seltene Nebenwirkungen (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000)

  • Fieber, Sepsis/septischer Schock
  • schwere Leberfunktionsst√∂rung (mit Absterben von Leberzellen)
  • Hautentz√ľndung mit Hautabsch√§lung

Nebenwirkungen mit nicht bekannter H√§ufigkeit (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar)

  • Tumore (als Folge einer fr√ľheren Behandlung mit Carbolplatin und vorausgegangener Strahlen- behandlung)
  • Hemmung des Knochenmarks, Verminderung bestimmter wei√üer Blutzellen mit Fieber (febrile Neutropenie), Erkrankung mit Verlust roter Blutzellen durch Sch√§digung der kleinen Blutgef√§√üe (h√§molytisch-ur√§misches Syndrom)
  • Fl√ľssigkeitsmangel im K√∂rper, Appetitmangel, verminderte Natriumspiegel im Blut
  • Symptome wie Kopfschmerzen, ver√§nderte psychische Funktion, Krampfanf√§lle und Ver√§nderungen im Sehverm√∂gen mit verschwommenem Sehen bis zu Sehverlust (Symptome einer seltenen Nervenkrankheit mit der Bezeichnung reversibles posteriores Leukoenzephalopathie- Syndrom)
  • Schlaganfall
  • Entz√ľndung des Sehnervs
  • Herzversagen, Erkrankung der Herzkranzgef√§√üe (z. B. Myokardinfarkt, Herzstillstand, Angina pectoris, Myokardisch√§mie)
  • Gef√§√üverschluss (Embolie), Bluthochdruck, niedriger Blutdruck
  • Entz√ľndung der Mundschleimhaut
  • Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse (Pankreatitis)
  • Ausschlag, Juckreiz, Nesselsucht, Hautr√∂tung
  • Lungenentz√ľndung
  • Absterben von Zellen an der Injektionsstelle, Reaktion an der Injektionsstelle, Fl√ľssigkeitsaustritt an der Injektionsstelle, R√∂tung an der Injektionsstelle, allgemeine Befindlichkeitsst√∂rung

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 Wien √Ėsterreich

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht √ľber 25 ¬įC lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen. Nicht einfrieren.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett nach "Verw. bis:" angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nur zur einmaligen Entnahme! Restmengen verwerfen.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Umweltschutz bei.

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Weitere Informationen

Was Carboplatin enthält

  • Der Wirkstoff ist Carboplatin. 1 ml enth√§lt 10 mg Carboplatin.
  • Der sonstige Bestandteil ist Wasser f√ľr Injektionszwecke.

Wie Carboplatin aussieht und Inhalt der Packung

Carboplatin ist eine klare, farblose bis hellgelbe Lösung (Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung). Der pH-Wert beträgt 5 - 6,5.

Carboplatin Pfizer CS 150 mg Konzentrat zur Infusionsbereitung

1 Packung enth√§lt 1 Durchstechflasche zu 15 ml aus Polypropylen mit Halobutyl - Gummistopfen und Flip-Off-Verschl√ľssen.

Carboplatin Pfizer CS 450 mg Konzentrat zur Infusionsbereitung

1 Packung enth√§lt 1 Durchstechflasche zu 45 ml aus Polypropylen mit Halobutyl - Gummistopfen und Flip-Off-Verschl√ľssen.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Pfizer Corporation Austria Ges.m.b.H., Wien

Hersteller

Pfizer Service Company, bvba, 1930 Zaventem, Belgien

Carboplatin Pfizer CS 150 mg Konzentrat zur Infusionsbereitung, Z. Nr.: 1-21070 Carboplatin Pfizer CS 450 mg Konzentrat zur Infusionsbereitung, Z. Nr.: 1-21069

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Mai 2016.

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Die folgenden Informationen sind f√ľr medizinisches Fachpersonal bestimmt:

√úberdosierung

Symptome einer √úberdosierung

Bei Dosierung von 1600 mg/m¬≤ wurden lebensbedrohliche h√§matologische Nebenwirkungen mit Granulozytose, Thrombozytopenie und An√§mie beobachtet. Au√üerdem Nierenfunktionsst√∂rungen mit Abfall der glomerul√§ren Filtrationsrate um 50 %, Neuropathien, Ototoxizit√§t, Hyperbilirubin√§mie, Mukositis, Diarrhoe, √úbelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Hautr√∂tungen, schwere Infektionen. Die H√∂rst√∂rungen waren meist vor√ľbergehend und reversibel.

Behandlung einer √úberdosierung

F√ľr eine √úberdosierung mit Carboplatin steht kein spezifisches Antidot zur Verf√ľgung.

Eine Knochenmarktransplantation und Transfusionen (Thrombozyten, Blut) können wirksame Maß- nahmen bei der Beherrschung hämatologischer Nebenwirkungen sein.

Eine Hämodialyse zur Entfernung von substanzspezifischem Material ist nur 3 Stunden nach der Carboplatingabe wirksam, da das aus der Substanz freigesetzte Platin in großem Maße an Plasmaproteine gebunden wird.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend der nationalen Anforderungen f√ľr zytotoxische Stoffe zu beseitigen.

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Wirkstoff(e) Carboplatin
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Pfizer
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
ATC Code L01XA02
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Andere antineoplastische Mittel

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden